Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Wochen das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 18. August 2016

Also, jetzt ist es offiziell: Der Sommer 2016 wird definitiv nicht als einer meiner Lieblingssommer in meine Lebensgeschichte eingehen! Da dachte ich gerade, daß ich die hartnäckige Viruserkrankung, die mich seit über einem Monat plagt, endlich überstanden habe, da schlägt sie doch noch einmal zurück. Und das zum dämlichsten Zeitpunkt, da heute das Fantasy Filmfest beginnt, für das ich mir eigentlich ein ziemlich straffes Programm vorgenommen hatte. Jetzt kann ich nur hoffen, daß es sich bei meiner Krankheit nur um ein letztes, kurzes Aufbäumen handelt und ich zumindest nächste Woche noch einige Filme besuchen kann. Bis dahin wird es hier auch keine neuen Beiträge geben (außer vielleicht dem Samstags-Update) - rückblickend betrachtet hätte ich wohl gleich vor sechs Wochen eine lange Blog-Sommerpause verkünden sollen ...

Samstag, 13. August 2016

Samstags-Update (32/2016)

Erwartungsgemäß gibt es keine Änderungen mehr am deutschen Kinostartplan der nächsten beiden Wochen:


Box Office-News:
In den deutschen Kinocharts wehren die 3D-animierten Haustiere aus "Pets" den Ansturm von "Jason Bourne" auf die Spitze ab und verteidigen ebenjene mit bis zu 400.000 Zuschauern. Matt Damons Rückkehr als Ex-CIA-Agent auf der Flucht eröffnet solide auf Platz 2 mit etwa 300.000 Besuchern, was allerdings den zweitschwächsten Start der Reihe nach dem ersten Film "Die Bourne Identität" (200.000) bedeutet; den besten erreichte "Das Bourne Ultimatum" mit einer halben Million. Den untersten Platz auf dem Podium machen zwei weitere Neustarts unter sich aus, wobei die mehr als 100.000 Zuschauer für den bayerischen Comedy-Krimi "Schweinskopf al dente" ein tolles Ergebnis (und eine klare Steigerung gegenüber den beiden vorherigen Filmen der Reihe) darstellen, für "Teenage Mutant Ninja Turtles 2" hingegen eine Halbierung der Zahlen des Vorgängers.
In den USA läuft eigentlich alles wie erwartet: DCs "Suicide Squad" stürzt gegenüber dem Rekordstart in der Vorwoche dramatisch ab auf nur noch gut $40 Mio., bleibt damit jedoch an der Spitze - ob es am Ende wenigstens für $300 Mio. reichen wird (die für ein Projekt dieser Größenordnung eigentlich die kommerzielle Mindestanforderung sind), ist keineswegs sicher. Den zweiten Platz erobert mit nur etwa $10 Mio. weniger der u.a. von Seth Rogen ersonnene und von der Kritik gelobte, dabei ganz und gar nicht kinderfreundliche Animationsfilm "Sausage Party", während Disneys immerhin vergleichsweise kostengünstiger "Elliot, der Drache" mit etwas mehr als $20 Mio. die Erfolge der letzten Disney-Neuinterpretationen alter Hits (durchaus erwartungsgemäß) nicht wirklich imitieren kann. Meryl Streeps neuer Anlauf auf ihre nächste OSCAR-Nominierung als untalentierte, aber steinreiche Opernsängerin in der stark rezensierten Tragikomödie "Florence Foster Jenkins" reiht sich mit über $5 Mio. am unteren Ende der Top 10 ein. In Deutschland kommt "Elliot, der Drache" am 25. August in die Kinos, "Sausage Party" erst am 6. Oktober und "Florence Foster Jenkins" folgt am 10. November.

Quellen:

Mittwoch, 10. August 2016

LADYKILLERS (2004)

Regie und Drehbuch: Joel und Ethan Coen, Musik: Carter Burwell:
Darsteller: Tom Hanks, Irma P. Hall, J.K. Simmons, Tzi Ma, Marlon Wayans, Diane Delano, Ryan Hurst, Stephen Root, George Wallace, Greg Grunberg, Aldis Hodge, Bruce Campbell
 Ladykillers
(2004) on IMDb Rotten Tomatoes: 55% (6,1); weltweites Einspielergebnis: $76,7 Mio.
FSK: 12, Dauer: 104 Minuten.
Ein Kaff, irgendwo in den amerikanischen Südstaaten: Professor Goldthwaite Higginson Dorr (Tom Hanks, "Saving Mr. Banks") quartiert sich als Untermieter im Haus der betagten Marva Munson (Irma P. Hall, "Collateral") ein, einer liebenswürdigen, hilfsbereiten und gottesfürchtigen Afroamerikanerin. Vorgeblich will der Professor den gemieteten Raum nutzen, um in Ruhe mit einigen Freunden zu musizieren. In Wirklichkeit plant die Truppe jedoch den Einbruch in einem nahen Casino. Der exzentrische Professor ist das Gehirn des Vorhabens, Garth Pancake (J.K. Simmons, "Terminator: Genisys") ist der Sprengstoffspezialist, ein Vietnamese, der nur "der General" genannt wird (Tzi Ma, "Der stille Amerikaner"), fungiert als Tunnelbauexperte, Lump Hudson (Ryan Hurst, TV-Serie "Sons of Anarchy") ist der Mann fürs Grobe und der vorlaute Gawain (Marlon Wayans, "Taffe Mädels") ist als Casino-Angestellter der Insider. Der Professor hat einen scheinbar unfehlbaren Plan entwickelt, der jedoch durch einen Unglücksfall nach dem nächsten – viele vollkommen unabsichtlich herbeigeführt von der freundlichen Vermieterin Marva – auf eine sehr harte Probe gestellt wird …

Samstag, 6. August 2016

Samstags-Update (31/2016)

Erneut gibt es keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende August. Aufgrund meiner mehrwöchigen Krankheitspause wird der erste Teil meiner Herbstvorschau leider noch auf sich warten lassen, möglicherweise gibt es am Ende auch nur eine "Sparversion" (da ich ab Mitte August auch noch mit dem Fantasy Filmfest beschäftigt sein werde):


Box Office-News:
Der 3D-Animationsfilm "Pets" bleibt mit bis zu 500.000 Zuschauern mit weitem Abstand an der Spitze der deutschen Charts, während der Neuzugang "Ghostbusters" mit 100.000 bis 150.000 Besuchern ziemlich enttäuscht. Bestenfalls kann das immerhin zu Platz 2 reichen, allerdings liegen "Star Trek Beyond", "Ice Age 5" und der sich stark präsentierende Horror-Neuzugang "Lights Out" im gleichen Bereich. Einen guten Start legt am unteren Ende der Top 10 auch die französische Tragikomödie "Frühstück bei Monsieur Henri" mit etwa 50.000 Zuschauern hin.
In den USA geht es deutlich spektakulärer zu, denn trotz überraschend mieser Kritiken auf "Batman v Superman"-Niveau stellt DCs Superschurken-Truppe "Suicide Squad" mit Will Smith dank einer starken Marketing-Kampagne problemlos einen neuen August-Startrekord auf. Der lag bislang beim Konkurrenten Marvel mit "Guardians of the Galaxy", die 2014 zu $94,3 Mio. am ersten Wochenende stürmten; "Suicide Squad" zielt sogar auf etwa $140 Mio. ab, wobei angesichts der Kritiken unklar ist, wie frontlastig die Besucherzahlen sein werden. "Jason Bourne" stürzt angesichts der Konkurrenz in seiner zweiten Wochen regelrecht ab, landet aber mit etwas über $20 Mio. immer noch auf Platz 2. Besser hält sich die Komödie "Bad Moms", die mit $12-13 Mio. knapp vor "Pets" Rang 3 erreichen sollte. Der zweite breite Neustart der Woche, die Familienkomödie "Cat Dad" mit Kevin Spacey, der in eine Katze verwandelt wird, floppt mit etwa $8 Mio. auf Platz 6. In Deutschland kommt "Suicide Squad" am 18. August in die Kinos, "Cat Dad" folgt am 17. November.

Quellen:

Donnerstag, 4. August 2016

STAR TREK BEYOND (3D, 2016)

Regie: Justin Lin, Drehbuch: Simon Pegg und Doug Jung, Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Idris Elba, Sofia Boutella, Zoe Saldana, John Cho, Anton Yelchin, Simon Pegg, Deep Roy, Lydia Wilson, Joe Taslim, Greg Grunberg, Shohreh Aghdashloo, Melissa Roxburgh, Jeff Bezos, Danny Pudi
 Star Trek: Beyond
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 84% (6,9); weltweites Einspielergebnis: $169,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 123 Minuten.
Die U.S.S. Enterprise befindet sich im Mittelteil einer fünfjährigen Erkundungstour durch das Weltall – und Captain Kirk (Chris Pine, "Into the Woods") fühlt sich zunehmend ausgebrannt und desillusioniert von der relativen Ziellosigkeit ihrer Mission. Deshalb bewirbt er sich gar als Vize-Admiral auf der brandneuen Föderations-Weltraumstation Yorktown, bei der die Enterprise zur Auffrischung der Vorräte haltmacht. Just zu dieser Zeit landet jedoch die außerirdische Raumschiffkapitänin Kalara (Lydia Wilson, "Alles eine Frage der Zeit") in einer Rettungskapsel auf Yorktown und bittet inständig um Hilfe, da ihr Schiff auf einem Planeten in einem noch nicht kartographierten Weltraumnebel abgestürzt ist. Natürlich ist Kirk sofort Feuer und Flamme und macht sich mit der Enterprise auf den Weg – nur um in einen ausgeklügelten Hinterhalt des skrupellosen Krall (unter der Alien-Maske kaum zu erkennen: Idris Elba, "Pacific Rim") zu geraten, der über einen gewaltigen, bienenartigen Schwarm kleiner, jedoch sehr gefährlicher Raumschiffe verfügt, denen selbst die Enterprise nicht gewachsen ist …

Dienstag, 2. August 2016

Neues aus Hollywood: "Mary Poppins"-Sequel und "Entebbe"

Zwei neue Meldungen:

  • Zugegeben, eine sehr späte Fortsetzung zu Robert Stevensons unsterblichem, im London des frühen 20. Jahrhunderts spielenden Familienklassiker "Mary Poppins" über ein magisch begabtes Kindermädchen klingt zunächst mal nach einer dieser schrecklich uninspirierten Hollywood-Schnapsideen. Bei genauerer Betrachtung ergibt es aber durchaus einen Sinn, schließlich handelte es sich bei dem mit fünf OSCARs prämierten Film aus dem Jahr 1964 um die Adaption des ersten Teils der beliebten Kinderbuch-Reihe von P.L. Travers. Deren nicht wirklich unkomplizierte Entstehungsgeschichte hat Hollywood ja erst vor ein paar Jahren sehenswert in "Saving Mr. Banks" mit Emma Thompson und Tom Hanks verfilmt - vielleicht war der beachtliche Erfolg des Werks von John Lee Hancock sogar der entscheidende Anstoß dafür, sich nun an eine Fortsetzung zu wagen. Genügend Stoff dafür bieten die Vorlagen von P.L. Travers jedenfalls, immerhin schrieb sie sechs Romane (und zwei weitere Bücher) über das das charismatische Kindermädchen. "Mary Poppins Returns" soll keine direkte Adaption eines dieser Romane werden, aber Elemente aus allen zu einer neuen Geschichte vereinen. Dafür verantwortlich ist in erster Linie Drehbuch-Autor David Magee, den ich anhand seiner drei bisherigen verfilmten Manuskripte "Wenn Träume fliegen lernen", "Miss Pettigrews großer Tag" und "Life of Pi" für eine exzellente Wahl halte (für "Wenn Träume fliegen lernen" und "Life of Pi" erhielt er OSCAR-Nominierungen, was eine geradezu erstaunliche Erfolgsbilanz bedeutet). Regie übernimmt mit Rob Marshall ("Chicago", "Die Geisha", "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten", "Into the Woods") allerdings ein Mann, dessen bisheriges Schaffen mich nicht ganz so hoffnungsvoll stimmt, zumal gerade seine jüngeren Arbeiten bei mir nur wenig Begeisterung wecken konnten; aber vielleicht findet er ja zurück zu alter Form. An der Besetzung könnte ein Scheitern jedenfalls nicht festgemacht werden, denn die kann sich sehen lassen: Emily Blunt ("Edge of Tomorrow") wird die neue Mary Poppins und tritt damit in die großen Fußstapfen ihrer Vorgängerin Julie Andrews, wobei ich optimistisch bin, daß Blunt mit ihrer warmherzigen Ausstrahlung die Rolle überzeugend wird ausfüllen können. Zudem soll Meryl Streep ("Glaubensfrage") als Marys Cousine Topsy agieren, während der Shooting Star Lin-Manuel Miranda (in den USA bereits zum Superstar aufgestiegen durch den von ihm geschaffenen und in der Titelrolle gespielten Broadway-Musical-Megahit "Hamilton", der 11 Tonys gewann und mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurde) den Laternenanzünder Jack spielen wird - eine neue Figur. Auch die Banks-Kinder, die in "Mary Poppins" im Zentrum standen, werden wieder eine Rolle spielen, sind allerdings noch nicht besetzt worden. Wie der Vorgänger wird übrigens auch "Mary Poppins Returns" Musical-Einlagen beinhalten, für die Marc Shaiman und Scott Wittman verantwortlich zeichnen, von denen u.a. die hervorragenden Songs aus "Hairspray" und der TV-Serie "Smash" stammen, Shaiman komponierte außerdem mit Trey Parker die Lieder aus "South Park - Der Film" (allen voran das herrliche "Blame Canada"). Die Voraussetzungen für eine gelungene Fortsetzung sind also sehr gut, wenngleich ich mit dem Regisseur nicht ganz glücklich bin. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch nicht bekannt, bis zum bereits festgelegten US-Kinostart am 28. Dezember 2018 ist aber auch noch ein bißchen hin ...

  • Passend zu den morgen mit den ersten Fußball-Partien beginnenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat der brasilianische Top-Regisseur José Padilha - der mit seinem bei der Berlinale 2007 mit dem Goldenen Bären gekrönten, grimmigen und erschreckend realistischen Polizei-Thriller "Elite Squad" und der drei Jahre darauf folgenden, vielleicht gar noch etwas besseren Fortsetzung ins internationale Blickfeld geriet - seinen zweiten englischsprachigen Film ins Visier genommen. Nachdem sein "RoboCop"-Remake von 2014 weder kommerziell noch qualitativ den Erwartungen entsprach, widmet er sich nun mit der britischen Produktion "Entebbe" einem Stoff, der ihn thematisch wieder etwas näher an die "Elite Squad"-Gefilde bringt: Es geht um die reale Entführung eines Air France-Passagierflugzeugs mit rund 250 Passagieren (darunter viele Israelis) durch palästinensische und deutsche Terroristen im Jahr 1976. Der in Tel Aviv in Richtung Paris gestartete Airbus wurde von den Entführern zu dem ugandischen Flughafen Entebbe geleitet, wo israelische Spezialkräfte eingriffen. Die dramatischen historischen Geschehnisse wurden schon Ende der 1970er Jahre mehrfach verfilmt (am bekanntesten ist der US-TV-Film "Unternehmen Entebbe" mit der Starbesetzung Kirk Douglas, Elizabeth Taylor, Burt Lancaster und Anthony Hopkins), auch Kevin Macdonalds Drama "Der letzte König von Schottland" über den in die Entführung verwickelten ugandischen Diktator Idi Amin streifte die Thematik. Padilha soll nun, in einer Zeit, in der der Terrorismus leider wieder eine immer stärkere, auch gesellschaftsverändernde Rolle spielt, eine weitere Adaption der Thematik vornehmen, das Drehbuch dazu liefert der noch relativ unerfahrene Gregory Burke, dessen bislang einzige Kinoarbeit das von den Kritikern sehr gelobte Nordirland-Drama "'71: Hinter feindlichen Linien" mit Jack O'Connell war. Als Darsteller wurden bislang Rosamund Pike ("Gone Girl"), Daniel Brühl ("Rush") und Vincent Cassel ("Das Märchen der Märchen") verpflichtet. Die Dreharbeiten zu "Entebbe" sollen im Oktober in Großbritannien beginnen, womit der Kinostart wohl in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu erwarten ist.

Quellen:

Samstag, 30. Juli 2016

Samstags-Update (30/2016)

Erneut keine Änderungen am deutschen Kinostartplan bis Ende August:


Box Office-News:
Trotz des sommerlichen Wetters könnte es dank des 3D-Animationsfilms "Pets" den bisher stärksten Kinostart des Jahres 2016 in Deutschland geben. Bislang liegt "Deadpool" mit etwas über 700.000 Zuschauern an der Spitze, "Pets" zielt ziemlich genau auf das gleiche Niveau ab und erobert damit natürlich sehr deutlich die Führung in den deutschen Kinocharts. Auch sonst können sich die Lichtspielhäuser über guten Besuch freuen mit gleich vier bis fünf weiteren Filmen im sechsstelligen Besucherbereich, von denen "Star Trek Beyond" (gut 200.000) auf Platz 2 und Neustart "Legend of Tarzan" (knapp 200.000) auf Rang 3 landen sollten, wobei "Ice Age 5" und "Independence Day 2" dem Abenteuerfilm noch gefährlich werden könnten. Alles in allem ist das ein bestenfalls mittelmäßiger Start für "Legend of Tarzan", der aber in anderen Ländern (allen voran den USA) erstaunliche Standfestigkeit in den Folgewochen bewiesen hat. Dennoch: Angesichts der exorbitanten Produktionskosten von $180 Mio. steht die vom Studio sicher fest eingeplante Fortsetzung wohl auf der Kippe.
In den USA trotzt "Jason Bourne" den mittelmäßigen Kritiken und startet mit etwa $60 Mio. am oberen Ende der Erwartungen auf Platz 1. Das ist immerhin der zweitbeste Start der Reihe, nur das Trilogiefinale "Das Bourne Ultimatum" startete vor neun Jahren mit annähernd $70 Mio. noch stärker. Die Silbermedaille sichert sich mit "Bad Moms" (gut $25 Mio., im Idealfall sogar um die $30 Mio.) ein weiterer starker Neustart, wobei sich die von den "Hangover"-Autoren inszenierte derbe Komödie mit Mila Kunis und Kristen Bell im Gegensatz zu "Jason Bourne" vor allem an das weibliche Publikum richtet. Der dritte Rang geht an "Star Trek Beyond", der unter der "Jason Bourne"-Konkurrenz leidet und mit gut $20 Mio. am zweiten Wochenende leider ziemlich einbricht. Voraussichtlich auf Platz 8 findet sich mit dem primär für Teenager gedachten, günstig produzierten Thriller "Nerve" mit Emma Roberts der dritte Neustart ein, der am Wochenende auf bis zu $10 Mio. kommt und auf wohl etwas mehr als $15 Mio. seit dem vorgezogenen Mittwochsstart. In Deutschland startet "Jason Bourne" am 11. August, "Nerve" folgt am 8. September, "Bad Moms" am 22. September.

Quellen:

Mittwoch, 27. Juli 2016

R100 – HÄRTER IST BESSER (2013)

Regie: Hitoshi Matsumoto, Drehbuch: Mitsuyoshi Takasu, Tomoji Hasegawa, Kôji Ema, Mitsuru Kuramoto und Hitoshi Matsumoto, Musik: Shûichi Sakamoto und Shûichirô Toki
Darsteller: Nao Ômori, Suzuki Matsuo, Shinobu Terajima, Naomi Watanabe, Katagiri Hairi, Mao Daichi, You, Eriko Sato, Ai Tominaga, Lindsay Hayward, Hitoshi Matsumoto, Haruki Nishimoto, Gin Maeda, Atsurô Watabe
 R100
(2013) on IMDb Rotten Tomatoes: 79% (7,0); FSK: 16, Dauer: 103 Minuten.

Der biedere Bettenverkäufer Takafumi Katayama (Nao Ômori, Titeldarsteller von Takashi Miikes kontroversem Kultfilm "Ichi the Killer") schließt eines Tages einen ungewöhnlichen Vertrag ab: Der alleinerziehende Vater, dessen Frau seit vielen Jahren im Koma liegt, bezahlt den Club "Bondage", damit der ein Jahr lang unregelmäßig Dominas (die "Königinnen" genannt werden und jeweils ein Spezialgebiet haben) ausschickt, die ihn ohne jede Vorwarnung und gerne auch in aller Öffentlichkeit demütigen. Nun gut, warum nicht? Wenn es das ist, was Takafumi gefällt ... Klitzekleines Problem: Es gibt keine Ausstiegsklausel. Und nach den ersten für Takafumi sehr wonnigen Zusammentreffen muß er feststellen, daß die Demütigungen immer extremer werden und er sogar an seinem Arbeitsplatz "besucht" wird. Nun will Takafumi das Ganze doch unbedingt beenden, doch dieses Vorhaben bringt ihn in höchste Lebensgefahr …

Samstag, 23. Juli 2016

Samstags-Update (29/2016)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende August:


Box Office-News:
In den deutschen Charts übernimmt erwartungsgemäß "Star Trek Beyond" mit wohl bis zu 400.000 Zuschauern die Spitze, womit der dritte Teil der Reboot-Reihe trotz starker Kritiken etwas hinter den beiden Vorgängern (gut 420.000 respektive knapp 450.000) zurückbliebe - das kann aber durchaus ein rein wetterbedingter Rückgang sein (wobei ich keine Ahnung habe, wie das Wetter bei den ersten beiden "Star Trek"-Starts war). Platz 2 wird sich voraussichtlich "Ice Age 5" mit etwa 250.000 Besuchern sichern, dicht gefolgt von "Independence Day 2", der auf mehr als 200.000 Kinogänger kommen sollte. Steven Spielbergs "BFG" enttäuscht auf Platz 5 mit sehr wahrscheinlich nicht einmal sechsstelligen Besucherzahlen, schlimmstenfalls könnte er sogar hinter die gut eröffnende französische Tragikomödie "Frühstück mit Monsieur Henri" zurückfallen.
Auch in den USA erobert "Star Trek Beyond" locker die Führungsposition in den Charts, dürfte mit $60 Mio. aber ebenfalls unter den beiden Vorgängern ($79,2 Mio. und $70,2 Mio.) starten. Platz 2 holt sich "Pets" mit knapp $30 Mio., gefolgt von "Ghostbusters" mit etwas weniger als $25 Mio. am zweiten Wochenende. Einen schönen Erfolg verbucht der positiv rezensierte Horrorfilm "Lights Out", der mit rund $20 Mio. den vierten Platz erreichen und damit sogar den viel teureren "Ice Age 5" knapp übertrumpfen sollte, der die ohnehin eher niedrigen Erwartungen angesichts der in den USA nie so richtig populären Reihe noch deutlich enttäuscht. In den deutschen Kinos startet "Lights Out" am 4. August, "Ice Age 5" und "Star Trek Beyond" laufen bereits.

Quellen:

Donnerstag, 21. Juli 2016

Neues aus Hollywood: Musical mit Hugh Jackman, "Flatliners"-Remake

Frustrierenderweise bin ich noch immer nicht gesund genug, um endlich mal wieder ins Kino zu gehen (was leider bedeutet, daß ich mit "Conjuring 2" und "Verräter wie wir" wohl mindestens zwei Filme verpassen werde, die ich eigentlich auf jeden Fall im Kino sehen wollte), auch kann ich noch nicht wieder länger am Computer arbeiten - dennoch werde ich versuchen, die Anzahl von Artikeln langsam wieder hochzufahren. Und dafür ist eine neue Ausgabe von "Neues aus Hollywood" schon mal ganz gut geeignet:

  • Einst waren Musicals mit das beliebteste und erfolgreichste Filmgenre überhaupt, das von Hollywood bedient wurde. Gut, das ist ein paar Jahrzehnte her und die meisten damaligen Hits kennen heute nur noch Cineasten - dabei ist die Qualität vieler Hollywood-Musicals hoch und ich kann nur jedem, der ansatzweise etwas mit Musicals anfangen kann, raten, mal ein paar davon eine Chance zu geben, z.B. "Goldgräber von 1933", "Ich tanz mich in dein Herz hinein" (1935), "Du sollst mein Glücksstern sein" aka "Singin' in the Rain" (1952), "Vorhang auf!" (1953) oder "My Fair Lady" (1964). Zwar gab es auch nach den 1960er Jahren regelmäßig Musicals, aber der Stil änderte sich nicht zuletzt dank des Erfolgs der Bühnenstücke von Andrew Lloyd Webber ("Das Phantom der Oper", "Cats") erheblich. Nun will 20th Century Fox im nächsten Jahr jedoch wieder ein großes klassisches Musical in die Kinos bringen, das keine Bühnenadaption ist, sondern komplett neu: "The Greatest Showman on the Earth". Passend zum klassischen Ansatz ist auch das Setting sehr klassisch, denn es geht um den Zirkusgründer P.T. Barnum - und wie Musicals waren auch Zirkusfilme in "Hollywoods Goldener Ära" (spezifischer: in den 1950er Jahren) sehr populär. Der erfolgreichste davon, "Die größte Schau der Welt" von Cecil B. DeMille, dient denn auch sehr offensichtlich als Inspiration für den Titel des neuen Films. Daß der Spezialeffekt-Experte und Werbefilmer Michael Gracey sein Regiedebüt feiert, läßt auf eine spektakuläre Optik schließen, der OSCAR-gekrönte Drehbuch-Autor Michael Arndt ("Toy Story 3") auf eine hohe erzählerische Qualität hoffen (zudem sind laut IMDb Jenny Bicks, Schöpferin der TV-Serie "Men in Trees", und der wie Arndt OSCAR-prämierte "Mr. Holmes"-Autor Bill Condon beteiligt). Die Songs werden von Justin Paul und Benj Pasek komponiert, die zusammen an der recht kurzlebigen (aber songtechnisch ansprechenden) Musical-TV-Serie "Smash" arbeiteten und auch schon Bühnen-Musicals schrieben. Treibende Kraft hinter dem Film - der das erste große Hollywood-Musical ohne Bühnenvorlage oder (wie bei "Moulin Rouge!") bekannte Songs seit der Jahrtausendwende wird! - ist allerdings Hugh Jackman, der ja dank "Les Misérables" bereits Filmmusical-Erfahrung besitzt, seit Jahren an diesem Projekt arbeitet und nicht nur die Hauptrolle des P.T. Barnum übernimmt, sondern auch als Koproduzent fungiert. Michelle Williams ("My Week with Marilyn") agiert als Barnums "love interest", während Zac Efron ("Hairspray") seine rechte Hand im Zirkusgeschäft spielt und der Disney-Nachwuchsstar Zendaya (TV-Serie "K.C. Undercover") in Verhandlungen für die Rolle einer Trapez-Artistin steht, in die sich Efrons Figur verliebt. Da sich also das Casting zu "The Greatest Showman on Earth" in vollem Gange befindet, sollten auch die Dreharbeiten in absehbarer Zeit starten; ein bißchen Zeit kann sich die Produktion jedoch schon noch nehmen, denn der Kinostart ist erst für Weihnachten 2017 vorgesehen (in Deutschland am 28. Dezember).

  • Man kann ja zu Hollywoods Remake-Freudigkeit stehen, wie man will (allein in den nächsten Monaten stehen uns mit "Die glorreichen Sieben" und "Ben-Hur" zwei besonders aufwendige ins Haus, von den das erste deutlich besser aussieht als das zweite), aber manche Neuauflagen machen einen durchaus vielversprechenden Eindruck. Zu diesen zählt meines Erachtens auch das Remake von "Flatliners" aus dem Jahr 1990, einem der besseren Werke des von mir insgesamt nicht allzu geschätzten Regisseurs Joel Schumacher (der u.a. "Batman Forever" und "Batman & Robin" verbrach). Der Mystery-/Horrorfilm über Medizin-Studenten, die gefährliche und folgenreiche Nahtod-Experimente durchführen, war sicher kein Meisterwerk des Genres, aber doch ein relativ originelles, stimmungsvoll inszeniertes Abenteuer, das vor allem mit seiner Jungstar-Besetzung rund um Julia Roberts, Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und Oliver Platt punktete. Gerade weil es sich nicht wirklich um einen Genreklassiker handelt, stehen die Chancen für ein gelungenes, modernisiertes Remake gar nicht schlecht, das haben ja in der jüngeren ("Ring", "The Crazies", "The Hills Have Eyes", "Maniac") wie auch der nicht ganz so jungen Vergangenheit ("Die Fliege", "Das Ding aus einer anderen Welt") etliche Beispiele gezeigt. Daß es bei "Flatliners" ähnlich gut laufen könnte, darauf läßt mich vor allem Regisseur Niels Arden Oplev hoffen, der mit "Verblendung" (Teil 1 der schwedischen Trilogie nach den Romanen von Stieg Larsson) bewiesen hat, was er kann. Auch Drehbuch-Autor Ben Ripley hat zuletzt mit so unterschiedlichen Filmen wie dem SF-Thriller "Source Code" von Duncan Jones und dem Musik-Wohlfühldrama "Der Chor" mit Dustin Hoffman seine qualitative Eignung nachgewiesen. Und die neue Besetzung kann sich ebenfalls sehen lassen: Ellen Page ("Super"), Diego Luna ("Terminal"), Nina Dobrev ("Vielleicht lieber morgen", TV-Serie "Vampire Diaries"), Kiersey Clemons ("Bad Neighbors 2") und James Norton ("Rush", TV-Serie "Happy Valley") sind die "neuen" Studenten, außerdem gibt sich mit Kiefer Sutherland ein Darsteller des Originals in einer noch unbekannten Rolle die Ehre. Die Dreharbeiten in Toronto haben bereits begonnen, in den USA soll "Flatliners" am 18. August 2017 in die Kinos kommen.

Quellen: