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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 18. Juni 2018

TV-Tips für die Woche 25/2018

Montag, 18. Juni:
Arte, 20.15 Uhr: "Ein schönes Mädchen wie ich" (1972)
Bernadette Lafont spielt die Titelrolle in François Truffauts schwarzhumorigem Film über einen Soziologie-Studenten (André Dussollier), der seine Doktorarbeit über kriminelle Frauen schreibt und die im Gefängnis sitzende Camille (Lafont) zum Hauptstudienobjekt erwählt. Und Camille erzählt ihm sehr freimütig ihre Geschichte ... Direkt im Anschluß (21.50 Uhr) zeigt Arte eine Doku über die Hauptdarstellerin ("Das freche Mädchen").

Arte, 22.55 Uhr: "Die Commitments" (1991)
Alan Parkers OSCAR-nominierte Kult-Musikkomödie über den jungen, arbeitslosen Iren Jimmy (Robert Arkins), der eine eigene Band gründet, die nach holprigem Beginn richtig durchstartet.

Dienstag, 19. Juni:
Super RTL, 20.15 Uhr: "Brücke nach Terabithia" (2007)
In diesem sympathischen und emotionalen Jugendfilm geht es um den 11-jährigen Außenseiter Jess (Josh Hutcherson, "Die Tribute von Panem"), der sich mit der neu in den Ort gezogenen Nachbarstochter Leslie (AnnaSophia Robb, "Ganz weit hinten") anfreundet. Zusammen spielen sie im nahen Wald und träumen sich in eine Fantasywelt namens Terabithia, um sich von ihren Sorgen in der realen Welt abzulenken ...

Außerdem:
Moonrise Kingdom (die hochgradig phantasievolle Coming of Age-Komödie voller wahnwitziger Skurrilität ist einer der besten Filme von Wes Anderson; 20.15 Uhr bei Servus TV)

Samstag, 16. Juni 2018

Samstags-Update (24/2018)

Erneut keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Juni:


Box Office-News:
Tja, jetzt ist das Wetter endlich wieder etwas kinofreundlicher - aber dank der am Donnerstag gestarteten Fußball-WM bringt das den Kinobetreibern auch nicht wirklich Erleichterung (zumal das erste Deutschlandspiel am Sonntag besonders ins Kontor schlagen wird). "Jurassic World 2" verteidigt zwar problemlos die Spitze, sammelt am zweiten Wochenende aber wohl nur noch etwas mehr als 200.000 Zuschauer ein. Für Platz 2 und 3 reichen voraussichtlich sogar schon um die 50.000 Besucher, sie dürften an "Deadpool 2" und "Solo" gehen, falls sich nicht Wim Wenders' überraschend breit gestartete Doku "Papst Franziskus" noch weiter vorschiebt. Rang 4 sollte Wenders jedenfalls sicher sein, was für eine Dokumentation doch ein bemerkenswerter Auftakt ist (gerade für eine Nicht-Naturdoku).
Die US-Amerikaner haben sich bekanntlich ebensowenig für die WM qualifizieren können wie die Kanadier, weshalb die nordamerikanischen Einspielergebnisse kaum von diesem Großevent berührt werden dürften. Pixars "Die Unglaublichen 2" stellt so gleich mal einen Startrekord für Animationsfilme auf und zielt auf mindestens $170 Mio. bis Sonntag ab (den bisherigen Rekord hielt Pixars "Findet Dorie" mit $135,1 Mio.). Sollten die exzellenten Kritiken, die extrem starke Mundpropaganda und der amerikanische Vatertag am Sonntag schwerer wiegen als die Sequel-Frontlastigkeit, könnten es sogar über $180 Mio. werden! Platz 2 geht an den Vorwochensieger "Ocean's 8", der mit rund $20 Mio. etwa die Hälfte verliert - das ist okay angesichts der starken neuen Konkurrenz. Mit einigermaßen ordentlichen knapp $15 Mio. sichert sich die Komödie "Catch Me!" mit Ed Helms, Jeremy Renner und Jon Hamm Platz 3. Als Flop erweist sich das Blaxploitation-Remake "Superfly", das nur knapp über $5 Mio. kommen dürfte und damit auf Rang 6 bis 8 einkommen wird. In Deutschland startet "Catch Me!" am 26. Juli, "Superfly" am 13. September und auf "Die Unglaublichen 2" müssen wir ungewöhnlicherweise sogar bis zum 27. September warten. Achja, und der letztwöchige Neustart "Hotel Artemis" mit Jodie Foster und Dave Bautista hat nun auch einen Startplatz gefunden und kommt wie "Catch Me!" am 26. Juli in die deutschen Kinos.

Quellen:

Donnerstag, 14. Juni 2018

SOLO: A STAR WARS STORY (3D, 2018)

Regie: Ron Howard, Drehbuch: Jonathan und Lawrence Kasdan, Musik: John Powell und John Williams
Darsteller: Alden Ehrenreich, Emilia Clarke, Woody Harrelson, Donald Glover, Paul Bettany, Joonas Suotamo, Thandie Newton, Jon Favreau (Stimme), Phoebe Waller-Bridge, Linda Hunt (Stimme), Erin Kellyman, John Tui, Warwick Davis, Clint Howard, Anthony Daniels, Ray Park, Sam Witwer (Stimme)
 Solo: A Star Wars Story
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 71% (6,4); weltweites Einspielergebnis: $317,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 135 Minuten.
Planet Corellia, fünf Jahre nach der Machtübernahme des Imperiums: Han (Alden Ehrenreich, "Hail, Caesar!") und seine Freundin Qi'ra (Emilia Clarke, TV-Serie "Game of Thrones") verdingen sich als kleine Gauner im Dienste von Lady Proxima (in der Originalfassung gesprochen von Linda Hunt, OSCAR-Gewinnerin für "Ein Jahr in der Hölle"), wollen aber eigentlich nur genügend Geld verdienen, um endlich weg von Corellia zu kommen. Fast gelingt es, doch das Duo wird getrennt und nur Han kann fliehen – indem er sich notgedrungen in einem Rekrutierungsbüro des Imperiums als Soldat verpflichten läßt. Drei Jahre später ist es noch immer Hans Ziel, ein eigenes kleines Raumschiff zu ergattern und damit nach Corellia und zu Qi'ra zurückzukehren – die zufällige Bekanntschaft mit dem gerissenen Schurken Tobias Beckett (Woody Harrelson, "Three Billboards outside Ebbing, Missouri") könnte endlich seine Chance sein. Han hängt sich an den zunächst wenig begeisterten Beckett ran, der mit seiner Freundin Val (Thandie Newton, "RocknRolla") und dem Piloten Rio (gesprochen von "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau) gerade einen gewagten Diebstahl im Auftrag des skrupellosen Dryden Vos (Paul Bettany, "Avengers: Infinity War") plant …

Dienstag, 12. Juni 2018

Klassiker-Rezension: ADIEU, BULLE (1975)

Originaltitel: Adieu poulet, DDR-Titel: Ungleiches Duell, US-Titel: The French Detective
Regie: Pierre Granier-Deferre, Drehbuch: Francis Veber, Musik: Philippe Sarde
Darsteller: Lino Ventura, Patrick Dewaere, Victor Lanoux, Claude Brosset, Claude Rich, Pierre Tornade, Julien Guiomar, Françoise Brion
 Adieu Bulle
(1975) on IMDb Rotten Tomatoes: -; Zuschauerzahl in Frankreich: 1,95 Millionen
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.
Im korruptionsgeplagten nordfranzösischen Rouen wird der aufrechte Kommissar Verjeat (Lino Ventura, "Der Kommissar und sein Lockvogel") mit dem Fall eines erschlagenen jugendlichen Wahlkampf-Plakatierers betraut, der von Schergen des konkurrierenden, ehrgeizigen Politikers Lardatte (Victor Lanoux, "Ein Elefant irrt sich gewaltig") etwas zu heftig aufgemischt wurde – zudem wurde ein Polizist aus Verjeats Truppe, der als erster am Ort des Geschehens ankam, schwer verletzt. Natürlich will Lardatte nichts damit zu tun gehabt haben, doch Verjeat glaubt ihm kein Wort und ist entschlossen, ihm seine Beteiligung (oder zumindest stillschweigende Billigung) nachzuweisen. Als Verjeat sogar eine Geiselnahme in Lardattes Büro raffiniert dazu nutzt, den Politiker unter Druck zu setzen, bekommt er schnell die Konsequenzen zu spüren: Er wird befördert und ab der nächsten Woche nach Montpellier versetzt, also den Mächtigen in Rouen bequem aus dem Weg geschafft. Dies läßt Verjeat und seinem aufbrausenden jungen Kollegen Lefèvre (Patrick Dewaere, "Série noir") nicht viel Zeit, um den Fall abzuschließen …

Montag, 11. Juni 2018

TV-Tips für die Woche 24/2018

Montag, 11. Juni:
Arte, 20.15 Uhr und 21.45 Uhr: "Alle Mörder sind schon da" (1985) und "Getaway" (1972)
Eigentlich sollten die humorvolle "Cluedo"-Verfilmung mit Tim Curry und der Action-Klassiker mit Steve McQueen bereits Mitte April im Doppelpack laufen, fielen da aber einer kurzfristigen Programmänderung wegen des Todes von Miloš Forman zum Opfer. Nun sollte es hoffentlich klappen ...

Dienstag, 12. Juni:
Servus TV, 22.05 Uhr: "Meerjungfrauen küssen besser" (1990)
In dieser sympathischen Familien-Tragikomödie spielen Cher, eine junge Winona Ryder und eine sehr junge Christina Ricci eine unkonventionelle Familie in den 1960er Jahren. Die 15-jährige, ziemlich bodenständige Charlotte (Ryder) hadert mit den Eskapaden ihrer freigeistigen Mutter (Cher) und vor allem mit deren Angewohnheit, jedes Mal umzuziehen, nachdem eine Beziehung gescheitert ist (was oft vorkommt). Vielleicht läuft es mit dem netten Schuhverkäufer Lou (Bob Hoskins in einer seiner schönsten Rollen) besser?

Tele 5, 22.05 Uhr (um über zehn Minuten geschnitten; ungekürzte Wiederholung in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 2.00 Uhr): "Windtalkers" (2002)
John Woos Kriegsfilm mit Nicolas Cage konnte zwar die hochgesteckten Erwartungen weder qualitativ noch kommerziell erfüllen, ist aber für Anhänger des Genres trotzdem interessant. Das gilt besonders, da er nicht die üblichen Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg schildert, sondern eine eher weniger bekannte wahre Begebenheit: den Einsatz von etwa 400 Navajos im Zweiten Weltkrieg, weil deren Sprache die einzige war, die der japanische Geheimdienst nicht entschlüsseln konnte.

Samstag, 9. Juni 2018

Samstags-Update (23/2018)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Juni:


Box Office-News:
Das Wetter meint es weiterhin nicht gut mit den deutschen Kinobetreibern, weshalb auch der neueste Hollywood-Blockbuster unter den Erwartungen eröffnet. Und anders als bei "Solo" läßt sich das bei "Jurassic World 2" sehr wohl großteils auf das Wetter schieben, denn international hat das jüngste Dino-Abenteuer bereits ein paar Startrekorde gebrochen (Südkorea) respektive ist zumindest stark angelaufen. In Deutschland bedeuten etwas mehr als eine halbe Million Zuschauer zwar natürlich keinen Flop - es ist jedoch der mit Abstand schwächste Start der Reihe (die Original-Trilogie eröffnete jeweils über der Millionenmarke, "Jurassic World" mit gut 900.000). Angesichts der bevorstehenden Fußball-WM und der nicht wirklich kinofreundlicher werdenden Wettervorhersagen dürfte es sehr schwierig werden, den Rückstand über eine lange Laufzeit aufzuholen (auch wenn während der WM wenig direkte Kino-Konkurrenz hinzukommt). Mit "Solo" und "Deadpool 2" werden nur zwei weitere Filme im sechsstelligen Besucherbereich bleiben und das auch nur relativ knapp. Für Rang 4 werden weniger als 50.000 Kinogänger reichen ...
In den USA, wo das Publikum traditionell weniger wetterfühlig ist, sieht es einmal mehr deutlich besser aus, auch wenn die US-Zuschauer noch zwei Wochen auf "Jurassic World 2" werden warten müssen. Dafür übernimmt ein anderes langjähriges Franchise die Spitze: "Ocean's 8", das "weibliche Spin-Off" von Steven Soderberghs "Ocean's"-Heistfilm-Reihe, eröffnet dank guter Kritiken und einer tollen Besetzung rund um Sandra Bullock und Cate Blanchett mit gut $40 Mio. und schafft damit wohl sogar einen neuen Startrekord für die Reihe (den bisher "Ocean's Twelve" mit $39,1 Mio. hielt - inflationsbereinigt sieht es natürlich anders aus). Um Platz 2 bis 4 gibt es ein relativ enges Rennen mit drei Filmen, die im Bereich von $12-15 Mio. landen dürften. Aktuell sieht es danach aus, daß "Solo" sich Rang 2 holt, dicht gefolgt vom mit extrem starken Kritiken ausgestatteten Arthouse-Horrorfilm "Hereditary" (der den bisherigen Startrekord des kleinen Studios A24 pulverisiert, den "The Witch" mit $8,8 Mio. hielt) und "Deadpool 2". Der solide besprochene Noir-Thriller "Hotel Artemis" mit Jodie Foster und Dave Bautista enttäuscht dagegen mit $3 Mio. und Platz 8. In Deutschland läuft "Hereditary" bereits am kommenden Donnerstag an, "Ocean's 8" folgt eine Woche darauf am 21. Juni und "Hotel Artemis" hat noch keinen Starttermin.

Quellen:

Donnerstag, 7. Juni 2018

Klassiker-Rezension: JURASSIC PARK (1993)

Regie: Steven Spielberg, Drehbuch: Michael Crichton und David Koepp, Musik: John Williams
Darsteller: Sam Neill, Laura Dern, Sir Richard Attenborough, Jeff Goldblum, Ariana Richards, Joseph Mazzello, Wayne Knight, Samuel L. Jackson, Bob Peck, BD Wong, Miguel Sandoval, Martin Ferrero, Jerry Molen
 Jurassic Park
(1993) on IMDb Rotten Tomatoes: 92% (8,3); weltweites Einspielergebnis: $1029,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 127 Minuten.
John Hammond (Sir Richard Attenborough, "Gesprengte Ketten") ist ein Multimilliardär und ein Visionär. Seine Vision: Mithilfe modernster Wissenschaft lebendige Dinosaurier zu erschaffen und diese in einem riesigen, auf der pazifischen Isla Nublar beheimateten Freizeitpark Touristen aus aller Welt vorzuführen. Ein kühnes Vorhaben, das kurz vor der Vollendung steht, als bei einem Unfall ein Arbeiter von einem Velociraptor getötet wird – in der Folge sollen unabhängige Experten die Sicherheit des "Jurassic Park" überprüfen und damit letztlich über die Freigabe entscheiden. Ausgewählt wurden dafür der Paläontologe Alan Grant (Sam Neill, "Wimbledon"), die Paläobotanikerin Ellie Sattler (Laura Dern, "Star Wars Episode VIII") und Chaostheoretiker Ian Malcolm (Jeff Goldblum, "Thor 3"). Während Alan und Ellie von ihrer ersten Begegnung mit lebenden Dinosauriern vor allem überwältigt sind, befürchtet Ian von Anfang an, daß Hammonds Idee über kurz oder lang schiefgehen muß. Schneller als erwartet behält er Recht, denn der von der Konkurrenz bestochene Programmierer Dennis Nedry (Wayne Knight, "Hail, Caesar!") löst eine so nicht geplante, verhängnisvolle Kettenreaktion aus, die dazu führt, daß die Dinosaurier – darunter auch ein Tyrannosarurus Rex! – frei im Park herumstreifen können, während sich die drei Wissenschaftler und auch Hammonds Enkelkinder Lex (Ariana Richards) und Tim (Joseph Mazzello) noch darin befinden …

Dienstag, 5. Juni 2018

SUNSHINE CLEANING (2008)

Regie: Christine Jeffs, Drehbuch: Megan Holley, Musik: Michael Penn
Darsteller: Amy Adams, Emily Blunt, Alan Arkin, Steve Zahn, Jason Spevack, Clifton Collins Jr., Mary Lynn Rajskub, Eric Christian Olsen, Kevin Chapman, Amy Redford, Paul Dooley
 Sunshine Cleaning
(2008) on IMDb Rotten Tomatoes: 73% (6,4); weltweites Einspielergebnis: $16,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 91 Minuten.

Nachdem ihr siebenjähriger, hochbegabter Sohn Oscar (Jason Spevack, "Jesus Henry Christ") zum wiederholten Mal von der Schule geflogen ist (dieses Mal, weil er seiner Lehrerin das Bein geleckt hat …) und deshalb als Alternative eigentlich nur noch eine Privatschule bleibt, gründet die alleinerziehende Mutter Rose Lorkowski (Amy Adams, "Nocturnal Animals") gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Norah (Emily Blunt, "A Quiet Place") eine Firma zur Reinigung von Tatorten. Eigentlich will sie ja Immobilienmaklerin werden, aber da ihr Liebhaber Mac (Steve Zahn, "Dallas Buyers Club") – ein verheirateter Polizist – ihr berichtet hat, daß Tatortreiniger gutes Geld verdienen, schiebt sie ihre diesbezüglichen Pläne erst einmal auf. Allerdings ist die Zusammenarbeit der ziemlich unterschiedlichen Schwestern nicht frei von Problemen, zumal Norah recht sensibel auf die Hintergründe der blutigen Tatorte reagiert, die sie reinigen müssen …

Montag, 4. Juni 2018

TV-Tips für die Woche 23/2018

Montag, 4. Juni:
Arte, 20.15 Uhr: "Beaumarchais - Der Unverschämte" (1996)
Free-TV-Premiere des humorvollen französischen Historien-Biopics von Édouard Molinaro über den umtriebigen titelgebenden Schriftsteller, Anwalt und Frauenhelden (Fabrice Luchini, "Das Schmuckstück"), der auch als Spion tätig und so in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verwickelt war.

Tele 5, 20.15 Uhr: "Battlestar Galactica: Blood & Chrome" (2012)
Free-TV-Premiere der Prequel-Webserie zur kultigen SciFi-Serie "Battlestar Galactica", die hier zu einem Pilotfilm für eine mögliche weitere Serie zusammengeschnitten wurde. Trotz guter Aufnahme bei den Fans wurde die Serie über die Abenteuer des jungen William Adama (Luke Pasqualino als junge Ausgabe von Edward James Olmos) jedoch leider nie bestellt.

Arte, 21.55 Uhr: "Die Hexen von Salem" (1957)
1953 fand die Uraufführung von Arthur Millers berühmtem, von der McCarthy-Ära inspirierten sozialkritischen Theaterstück "Hexenjagd" statt, nur vier Jahre später kam diese ostdeutsch-französische Verfilmung (das Bühnenstück adaptierte der existenzialistische Philosoph Jean-Paul Sartre!) in die Kinos, deren späte Free-TV-Premiere Arte präsentiert. Die französischen Stars Simone Signoret und Yves Montand spielen in dem fast zweieinhalbstündigen Film von Raymond Rouleau das puritanische Ehepaar John und Elisabeth Proctor, das im späten 17. Jahrhundert der jungen Abigail (Myléne Demongeot) übel mitspielt - diese rächt sich, indem sie Elisabeth der Hexerei bezichtigt ...

ZDF, 22.15 Uhr: "Spooks - Verräter in den eigenen Reihen" (2015)
Free-TV-Premiere der TV-Film-Fortsetzung der britischen Spionageserie "Spooks" (2002-2011), in der MI5-Chef Harry Pearce (Peter Firth, der einzige Darsteller, der in der gesamten Serienzeit dabei war) in eine Verschwörung gerät, die ihn zum Rücktritt zwingt. Anschließend sucht er auf eigene Faust einen Maulwurf, nur unterstützt von seinem früheren Schützling Will ("Game of Thrones"-Star Kit Harington).

Arte, 0.15 Uhr: "The Lost World" (1925)
Arte zeigt erstmals die restaurierte Fassung des Stummfilmklassikers von Harry O. Hoyt und Willis O'Brien, der die erste von zahlreichen Verfilmungen von Arthur Conan Doyles berühmtem Abenteuerroman "Die vergessene Welt" darstellt. Der spätere OSCAR-Gewinner Wallace Beery ("Der Champ", "Menschen im Hotel") spielt Professor Challenger, der eine Expedition in das Amazonasgebiet anführt, in deren Verlauf ein gut versteckter Ort gefunden wird, an dem noch Dinosaurier existieren! Deren Realisierung durch den Tricktechnik-Experten O'Brien (der später ebenfalls die entsprechenden Szenen für "King Kong und die weiße Frau" schuf) war für die damalige Zeit revolutionär, auch wenn sie aus heutiger Zeit eher putzig wirken mag ...

Dienstag, 5. Juni:
3sat, 20.15 Uhr: "The Program - Um jeden Preis" (2015)
Free-TV-Premiere von Stephen Frears' ("Philomena") Sportler-Biopic, in dem Ben Foster ("Hell or High Water") den zuerst gefeierten, dann des Dopings überführten US-Radsportler Lance Armstrong verkörpert.

Samstag, 2. Juni 2018

Samstags-Update (22/2018)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Juni:


Box Office-News:
Dank eines Feiertages am Donnerstag und etwas kinofreundlicheren Wetters halten sich die Filme in den deutschen Kinos im Vergleich zur Vorwoche ziemlich gut. In Führung dürfte wohl mit bis zu 300.000 Zuschauern "Solo" bleiben, dem aber "Deadpool 2" dicht auf den Fersen ist. Auch Platz 3 bleibt identisch dank "Avengers: Infinity War" mit etwa 70.000 Besuchern. Drei breite Neustarts enttäuschen, wobei die Teenie-Romanze "Letztendlich sind wir dem Universum egal" mit weniger als 50.000 Kinogängern zumindest in die Top 5 vordringen könnte. Jason Reitmans hochgelobter Tragikomödie "Tully" mit Charlize Theron und der britischen Wohlfühl-Komödie "Tanz ins Leben" dürfte ein Platz in den Top 10 hingegen verwehrt bleiben.
In den USA hat sich jede Disney-Hoffnung auf einen positiven Effekt guter Mundpropaganda für "Solo" erledigt, denn das Prequel stürzt regelrecht ab auf weniger als $30 Mio. am zweiten Wochenende. Damit könnte es sein, daß es im Endergebnis nicht einmal zu $200 Mio. aus Nordamerika reicht, womit "Solo" das niedrigste Einspielergebnis aller bisherigen zehn "Star Wars"-Filme verbuchen müßte - und das ist noch nicht einmal inflationsbereinigt (bisheriges Schlußlicht ist mit knapp $210 Mio. ironischerweise ausgerechnet "Episode V - Das Imperium schlägt zurück", der ja vielen als bester Teil der gesamten Reihe gilt). Inflationsbereinigt sieht es sogar noch deprimierender aus, denn da schnitt bislang "Episode II - Angriff der Klonkrieger" mit gut $475 Mio. (!) am schwächsten ab, selbst die Wiederaufführung von "Episode IV - Eine neue Hoffnung" spielte 1997 noch einmal $275 Mio. ein! Es läßt sich also nicht mehr leugnen: "Solo" ist ein Flop - zumindest im Kino, denn nach Durchlaufen sämtlicher Verwertungsstufen dürfte Disney trotzdem kaum Verluste schreiben. Wie in Deutschland liegt "Deadpool 2" auch in den USA mit etwas unter $25 Mio. nicht weit zurück, Platz 3 schnappt sich hier allerdings ein Neuling: Das romantische Survival-Drama "Die Farbe des Horizonts" mit Shailene Woodley startet mit rund $12 Mio. im Rahmen der Erwartungen. Der günstig produzierte, aber positiv besprochene SciFi-Horrorfilm "Upgrade" von "Saw"-Co-Schöpfer Leigh Whannell eröffnet auf Platz 5 mit knapp $5 Mio. solide, während die Actionkomödie "Action Point" mit Ex-"Jackass"-Star Johnny Knoxville mit ca. $2 Mio. komplett untergeht, damit aber noch knapp die Top 10 knacken sollte. In Deutschland kommt "Die Farbe des Horizonts" am 12. Juli in die Kinos, "Action Point" am 23. August. "Upgrade" hat noch keinen Starttermin, wird jedoch hoffentlich noch einen bekommen (oder zumindest im Rahmen des Fantasy Filmfests im Spätsommer gezeigt werden).

Quellen: