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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Samstag, 17. November 2018

Samstags-Update (46/2018)

Keine nennenswerten Änderungen am deutschen Kinostartplan bis Ende Dezember:


Box Office-News:
Trotz schwächerer Kritiken legt das zweite "Harry Potter"-Prequel "Phantastische Tierwesen 2" stärker los als der Vorgänger (gut 910.000) und sollte als zweiter Film des Jahres am ersten Wochenende die Marke von einer Million Zuschauern knacken, sogar der beste Start (bisher: "Avengers: Infinity War" mit 1,075 Millionen) ist möglich. An die Potter-Höhen (keiner der acht Filme eröffnete mit weniger als 1,6 Millionen Kinogängern) reicht das zwar auch nicht heran, die Steigerung zum ersten Teil ist aber bemerkenswert. Die neue Konkurrenz schadet natürlich den übrigen Filmen, weshalb nur noch zwei weitere auf sechsstellige Zahlen kommen werden: Der sich weiterhin stark haltende Queen-Film "Bohemian Rhapsody" mit etwa einer Viertelmillion Besuchern und das Disney-Märchen "Der Nußknacker und die vier Reiche" mit über 100.000 Zuschauern. Die Komödie "Night School" mit Kevin Hart und Tiffany Haddish und der türkische Blockbuster "Müslüm" sortieren sich als weitere Neustarts mit deutlich über respektive etwas unter 50.000 Besuchern in der unteren Hälfte der Top 10 ein, während die Nick Hornby-Adaption "Juliet, Naked" mit weniger als 30.000 Arthouse-Kinogängern etwas enttäuscht.
Auch in den USA eröffnet "Phantastische Tierwesen 2" mit ungefähr $70 Mio. eher am oberen Rand der Erwartungen, bleibt damit jedoch leicht hinter den $74,4 Mio. des Vorgängers zurück. Das bestätigt die Vermutung, daß die Filme des Harry Potter-Universums zukünftig sogar noch stärker als bereits zuletzt außerhalb Nordamerikas ihre hohen Produktionskosten (in diesem Fall etwa $200 Mio.) werden einspielen müssen - was bislang auch problemlos funktioniert. Für die unangefochtene Spitzenstellung reicht es in den USA natürlich trotzdem. Platz 2 belegt Vorwochensieger "Der Grinch", der sich mit einem Rückgang um wohl über 50% auf noch gut $30 Mio. überraschend beeindruckt von der neuen Konkurrenz zeigt - die Branchenanalysten hatten eher mit einem Einspielergebnis gerechnet, das auf die $40 Mio. zugeht. Bronze sichert sich voraussichtlich "Bohemian Rhapsody" mit gut $15 Mio. am dritten Wochenende. Damit bleiben für die beiden weiteren breiten Neustarts nur die Plätze 4 und 5: Steve McQueens gefeierter OSCAR-Kandidat "Widows" mit Viola Davis sowie die sehr wohlwollend rezensierte Tragikomödie "Plötzlich Familie" mit Mark Wahlberg und Rose Byrne zielen beide auf knapp $15 Mio. ab und eröffnen damit schwächer als gedacht. In Deutschland kommt "Widows" am 6. Dezember in die Kinos, "Plötzlich Familie" erst am 24. Januar 2019.

Quellen:

Donnerstag, 15. November 2018

PHANTASTISCHE TIERWESEN: GRINDELWALDS VERBRECHEN (3D, 2018)

Originaltitel: Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald
Regie: David Yates, Drehbuch: J.K. Rowling, Musik: James Newton Howard
Darsteller: Eddie Redmayne, Katherine Waterston, Johnny Depp, Jude Law, Zoë Kravitz, Ezra Miller, Callum Turner, Dan Fogler, Alison Sudol, William Nadylam, Claudia Kim, Carmen Ejogo, Brontis Jodorowsky, Kevin Guthrie, Ingvar Eggert Sigurdsson, Wolf Roth, Ólafur Darri Ólafsson, Victoria Yeates, David Wilmot, Jamie Campbell Bower, Toby Regbo
 Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 54% (5,9); FSK: 12, Dauer: 134 Minuten.

Großbritannien im Jahr 1927: Nach seinen tumultartigen Erlebnissen bei seiner Suche nach phantastischen Tierwesen in New York wurde der verschrobene Magizoologe Newt Scamander (Eddie Redmayne, "Die Entdeckung der Unendlichkeit") mit einem Ausreiseverbot belegt. Das könnte aufgehoben werden, wenn Newt einwilligt, unter seinem großen Bruder Theseus (Callum Turner, "Green Room") als Auror für das Zaubereiministerium zu arbeiten und dabei speziell den magiebegabten Waisenjungen Credence Barebone (Ezra Miller, "Vielleicht lieber morgen") zu töten, vor dessen gewaltigem Machtpotential die Zauberer große Angst haben. Zugleich ist es genau deshalb Ziel des aus der Haft entflohenen Fanatikers Gellert Grindelwald (Johnny Depp, "Mord im Orient Express"), Credence für seine Mission zu rekrutieren, den Frieden zwischen Menschen und Zauberern zu beenden und die Reinblüter an die Macht zu bringen. Auf die Bitte seines Mentors Albus Dumbledore (Jude Law, "Sherlock Holmes"), der als Jugendlicher eine enge Beziehung zu seinem Mitschüler Grindelwald hatte, macht sich Newt schließlich doch auf den Weg nach Paris, wo er mit der Hilfe seiner in New York kennengelernten Auroren-Freundin Tina Goldstein (Katherine Waterston, "Alien: Covenant"), deren gedankenlesender Schwester Queenie (Alison Sudol, TV-Serie "Dig") und dem nichtmagischen Jacob (Dan Fogler, "Europa Report") Credence finden will, bevor das dem Zaubereiministerium oder Grindelwald gelingt …

Dienstag, 13. November 2018

OPERATION: OVERLORD (2018)

Originaltitel: Overlord
Regie: Julius Avery, Drehbuch: Billy Ray und Mark L. Smith, Musik: Jed Kurzel
Darsteller: Jovan Adepo, Wyatt Russell, Pilou Asbæk, Mathilde Ollivier, John Magaro, Iain De Caestecker, Dominic Applewhite, Jacob Anderson, Erich Redman, Bokeem Woodbine, Gianny Taufer, Marc McKenna, Marc Rissmann
 Operation: Overlord (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 80% (6,5); weltweites Einspielergebnis nach einer Woche: $19,4 Mio.; FSK: 16, Dauer: 110 Minuten.

Anfang Juni 1944: Die alliierte Landung in der Normandie (firmierend unter dem Codenamen "Operation Overlord") steht unmittelbar bevor, doch zuvor werden unter heftigem Beschuß viele amerikanische Fallschirmspringer über Frankreich abgeworfen, um die Invasion vorzubereiten. Die Truppe um den grimmigen Corporal Ford (Wyatt Russell, "22 Jump Street") und den noch unerfahrenen Private Ed Boyce (Jovan Adepo, "Fences") beispielsweise hat den Auftrag, eine deutsche Funkstation zu zerstören, die in einem Kirchturm einer Kleinstadt aufgebaut wurde und die Kommunikation der Alliierten entscheidend stören könnte. Nur eine Handvoll Soldaten überlebt die Landung auf französischem Boden und muß feststellen, daß die Funkstation viel schwerer bewacht wird als es normalerweise der Fall sein dürfte. Und von der jungen Französin Chloé (Mathilde Ollivier), die den Soldaten hilft und dank einer unfreiwilligen Beziehung zu dem deutschen Kommandanten Hauptsturmführer Wafner (Pilou Asbæk, "Ghost in the Shell") über einige Informationen verfügt, erfahren sie, daß der Nazi-Arzt Dr. Schmidt (Erich Redman, "Flug 93") in seinem Labor unter der Kirche schreckliche Menschenversuche unternimmt …

Montag, 12. November 2018

TV-Tips für die Woche 46/2018

Montag, 12. November:
Kabel Eins, 0.15 Uhr: "JCVD" (2008)
In der tragikomischen Geschichte glänzt der belgische Action-Altstar Jean-Claude Van Damme als abgewrackter Schauspieler Jean-Claude Van Damme, der von familiären und monetären Problemen geplagt wird und dann auch noch mitten in eine Geiselnahme gerät ...

Außerdem:
Toni Erdmann (Free-TV-Premiere der OSCAR-nominierten Tragikomödie von Maren Ade, in der Sandra Hüller als gestresste Managerin brilliert, die von ihrem exzentrischen Vater an den Rand des Wahnsinns getrieben wird; 20.15 Uhr bei Arte)

Dienstag, 13. November:
Tele 5, 20.15 Uhr: "Die Nebel von Avalon" (2001)
Der deutsche Regisseur Uli Edel ("Letzte Ausfahrt Brooklyn") verfilmte Marion Zimmer-Bradleys die Artus-Sage aus weiblicher Perspektive erzählenden Weltbestseller in Form eines aufwendig produzierten, mit einem Emmy prämierten zweiteiligen TV-Films mit hochkarätiger Besetzung. Julianna Margulies (TV-Serien "Good Wife" und "emergency room") spielt die Hauptrolle der Morgaine - Artus' Halbschwester und eine mächtige heidnische Priesterin -, Anjelica Huston ihre ältere Schwester Viviane, die "Herrin vom See", Edward Atterton König Artus und Michael Vartan (TV-Serie "Alias") Sir Lancelot.

Mittwoch, 14. November:
Arte, 20.15 Uhr: "Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki" (2016)
Free-TV-Premiere des vielfach preisgekrönten, tragikomischen und unkonventionellen Sportler-Biopics von Juho Kuosmanen, in dem es um den titelgebenden, noch immer erfolgreichsten finnischen Boxer geht. Der Schwarzweiß-Film zeigt Olli Mäkis (Joonas Saartamo) komplizierte Vorbereitungen auf einen Weltmeisterschafts-Kampf 1962 im Olympiastadion von Helsinki, in dem er finnische Sportgeschichte schreiben kann ...

Arte, 22.40 Uhr: "Die rote Schildkröte" (2016)
Free-TV-Premiere des OSCAR-nominierten französisch-belgisch-japanischen Zeichentrickfilms, an dem auch das legendäre Studio Ghibli beteiligt war. Erzählt wird dialogfrei und in einem ungewöhnlichen, die märchenhafte Präsentation unterstreichenden Zeichenstil die Geschichte eines Schiffbrüchigen, dessen Rettungsversuche wiederholt von einer großen roten Schildkröte zunichtegemacht werden.

Samstag, 10. November 2018

Samstags-Update (45/2018)

Keinerlei Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Jahresende:


Box Office-News:
Freddie Mercury und Queen dominieren weiterhin die deutschen Kinocharts, mit mindestens 300.000 Zuschauern verliert "Bohemian Rhapsody" wenig gegenüber dem Auftaktwochenende und zählt etwa doppelt so viele Kinogänger wie die ersten Verfolger. Dabei gibt es mit um die 150.000 Besuchern einen Zweikampf um den zweiten Rang zwischen dem sich ebenfalls stabil zeigenden Disney-Märchen "Der Nußknacker und die vier Reiche" sowie dem gut startenden schwarzhumorigen US-Thriller "Nur ein kleiner Gefallen" mit Anna Kendrick und Blake Lively. Weniger gut sieht es für die weiteren Neustarts aus: OSCAR-Kandidat "Aufbruch zum Mond" mit Ryan Gosling dürfte mit ca. 70.000 Zuschauern bestenfalls auf Platz 8 landen, der positiv besprochene Zweiter Weltkriegs-Horrorfilm "Operation: Overlord" (30.000) und der kanadische Familien-Animationsfilm "Elliot - Das kleinste Rentier" (unter 20.000) verpassen die Top 10 gar deutlich. Die Zahlen der drei besten Neustarts sind übrigens ungewöhnlich gut vergleichbar, da sie alle in fast gleich vielen Kinos angelaufen sind ("Elliot" in deutlich weniger).
In den USA gibt es eine weihnachtliche neue Nummer 1: Die zweite animierte Verfilmung des Dr. Seuss-Klassikers "Der Grinch" zielt trotz mittelmäßiger Kritiken auf starke $65 Mio. ab und übertrifft damit Ron Howards Realfilm-Adaption mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000 um etwa $10 Mio. - inflationsbereinigt respektive nach verkauften Tickets liegt der Carrey-Film aber eindeutig vorn. Trotzdem gibt es für die Macher natürlich keinen Grund zur Klage. "Bohemian Rhapsody" fällt angesichts dieser Konkurrenz erwartungsgemäß auf Platz 2 zurück, hält sich mit $30 Mio. aber ähnlich stabil wie in Deutschland. Ebenfalls ähnlich wie bei uns sieht es für die weiteren breiten Neustarts aus, nicht übermäßig gut also: "Operation: Overlord" könnte mit $10 Mio. gerade noch so auf Rang 3 landen (in etwa gleichauf mit "Der Nußknacker ..."), während das Lisbeth Salander-Reboot "Verschwörung" mit Claire Foy mit ungefähr $9 Mio. den fünften Platz einnehmen dürfte - beide hätten um die $15 Mio. einspielen müssen, um ihre Produzenten einigermaßen zufriedenzustellen. In Deutschland kommt "Verschwörung" am 22. November in die Kinos, eine Woche später folgt "Der Grinch".

Quellen:

Donnerstag, 8. November 2018

BAD TIMES AT THE EL ROYALE (2018)

Regie und Drehbuch: Drew Goddard, Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Dakota Johnson, Jon Hamm, Cynthia Erivo, Lewis Pullman, Cailee Spaeny, Nick Offerman, Xavier Dolan, Shea Whigham, Jim O'Heir, William B. Davis, Katharine Isabelle
 Bad Times at the El Royale
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 73% (6,6); weltweites Einspielergebnis: $29,1 Mio.
FSK: 16, Dauer: 142 Minuten.

Um das Jahr 1970 herum treffen vier Fremde im Hotel El Royale aufeinander, das genau auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada liegt. Einstmals ein sehr erfolgreiches Hotel, in dem sogar das "Rat Pack" um Frank Sinatra und Dean Martin auftrat, ist das El Royale inzwischen aufgrund des Verlustes der Glücksspiel-Lizenz heruntergekommen und das gesamte Personal besteht aus dem begrenzt zuverlässig erscheinenden jungen Miles Miller (Lewis Pullman, "The Strangers: Opfernacht"). Dieser teilt die neuen Gäste des bis dahin völlig unbelegten Hotels in ihre Zimmer ein – es ist eine bunte Mischung: der vergeßliche alte Priester Father Daniel Flynn (Jeff Bridges, "Hell or High Water"), die afroamerikanische Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo, "Widows"), der gesprächige Staubsauger-Vertreter Seymour Sullivan (Jon Hamm, "Baby Driver") und der ruppige Hippie Emily Summerspring (Dakota Johnson, "21 Jump Street"). Doch fast alle in diesem Hotel haben ein dunkles Geheimnis zu verbergen, weshalb ihnen eine lange, verregnete Nacht voller überraschender Enthüllungen und Gewalteruptionen bevorsteht …

Dienstag, 6. November 2018

VENOM (2018)

Regie: Ruben Fleischer, Drehbuch: Jeff Pinkner, Scott Rosenberg, Kelly Marcel, Musik: Ludwig Göransson
Darsteller: Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed, Reid Scott, Jenny Slate, Michelle Lee, Scott Haze, Melora Walters, Peggy Lu, Emilio Rivera, Ron Cephas Jones, Woody Harrelson, Wade Williams, Stan Lee
 Venom (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 29% (4,4); weltweites Einspielergebnis: $543,7 Mio.
FSK: 12, Dauer: 113 Minuten.

Eddie Brock (Tom Hardy, "The Revenant") ist ein erfolgreicher investigativer TV-Reporter in San Francisco – bis er eine folgenschwere Fehlentscheidung trifft, die ihn Job, Ruf und sogar seine Verlobte, die Anwältin Anne (Michelle Williams, "Greatest Showman"), kostet. In den nächsten Monaten gammelt Eddie voller Selbstmitleid vor sich hin und seine beruflichen Aussichten sind schlecht bis nonexistent. Doch eines Tages tritt die Wissenschaftlerin Dr. Dora Skirth (Jenny Slate, "Hotel Artemis") an ihn heran mit erschreckenden Insider-Informationen über den reichen Unternehmer Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed, "Rogue One"), der skrupellose Menschenversuche durchführt mit außerirdischen Symbionten, die Drakes Raumschiff von der Untersuchung eines Kometen mitbrachte. Als Eddie nachts in das Labor einbricht, um beweiskräftige Aufnahmen zu machen, dringt einer der Symbionten namens Venom in ihn ein und verleiht ihm Superkräfte. Die braucht Eddie auch, denn Drake will "sein" Alien um jeden Preis zurückhaben …

Montag, 5. November 2018

TV-Tips für die Woche 45/2018

Am 11. November jährt sich das offizielle Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal und aus diesem Anlaß gibt es in dieser Woche zahlreiche Filme (und Dokus, auf die ich jedoch nicht eingehe) zum Thema:

Montag, 5. November:
Arte, 20.15 Uhr: "Der blaue Max" (1966)
Ein sehenswerter Kriegsfilm von John Guillermin ("Die Brücke von Remagen") über den jungen Deutschen Bruno (George Peppard), der gegen Ende des Ersten Weltkrieges als ehrgeiziger Kampfflieger für Aufsehen sorgt, obwohl er im Gegensatz zu den meisten seiner häufig dem Adel entstammenden Kollegen aus einfachen Verhältnissen stammt. "Der blaue Max" ist der Spitzname einer Ehrung für 20 Abschüsse, die Bruno unbedingt erreichen will. Erzählerisch ist Guillermins Film sehr solide, aber nicht außergewöhnlich, wenngleich die deutsche Perspektive in einem Hollywood-Film natürlich ungewöhnlich ist - berühmt wurde "Der blaue Max" jedoch für seine spektakulären, auch heute noch beeindruckenden Flugszenen. Weitere Rollen spielen James Mason und Ursula Andress.

Arte, 22.50 Uhr: "Die Offizierskammer" (2001)
Mit zwei Césars ausgezeichnetes französisches Anti-Kriegsdrama über einige junge Männer, die zu Beginn des Ersten Weltkrieges schwer verwundet werden und fortan in einem Pariser Militärkrankenhaus behandelt werden. Ihr Weg zurück ins Leben gestaltet sich schwierig.

Dienstag, 6. November:
Tele 5, 20.15 Uhr: "Wo die wilden Menschen jagen" (2016)
Free-TV-Premiere des kommerziell erfolgreichsten neuseeländischen Films aller Zeiten. Der auf einem Roman von Barry Crump basierende tragikomische Abenteuerfilm von "Thor 3"-Regisseur Taika Waititi handelt vom rebellischen Jugendlichen Ricky ("Deadpool 2"-Star Julian Dennison), der zu einer Pflegefamilie auf einer Ranch kommt. Nach und nach lebt sich Ricky tatsächlich in seiner neuen Heimat ein, doch dann stirbt seine Pflegemutter und Ricky soll zurück ins Heim. Da er das keinesfalls will, flüchtet Ricky mit seinem Hund in die Wildnis, verfolgt von seinem Pflegevater Hec (Sam Neill) - der ihn zurückholen will - sowie den Behörden, die glauben, Hec habe Ricky entführt ...

Disney Channel, 22.45 Uhr: "Wenn Träume fliegen lernen" (2004)
Ein wunderbares Feelgood-Movie von Marc Forster, in dem Johnny Depp den Theaterautor J.M. Barrie spielt, der sich mit der von Kate Winslet verkörperten jungen Witwe Sylvia anfreundet, deren vier Söhne für Barrie eine entscheidende Inspirationsquelle für seinen Welthit "Peter Pan" werden. Weitere Rollen spielen Dustin Hoffman, Julie Christie und Freddie Highmore.

Samstag, 3. November 2018

Samstags-Update (44/2018)

Die US-Tragikomödie "Trouble" mit Anjelica Huston und Bill Pullman startet Mitte Dezember, ansonsten gibt es keine größeren Änderungen am deutschen Kinostartplan bis Jahresende:


Box Office-News:
Ein schönes Kinowochenende, an dem fast alle Filme über den Erwartungen laufen: Die Spitze der deutschen Charts übernimmt das Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" mit annähernd einer halben Million Zuschauern, was für einen Musikfilm sehr bemerkenswert ist (zumal bei eher mittelmäßigen Kritiken)! Auch die beiden weiteren breiten Neustarts eröffnen erfreulich, sowohl Disneys nicht sehr vorteilhaft rezensiertes Märchen "Der Nußknacker und die vier Reiche" mit Keira Knightley und Helen Mirren als auch etwas dahinter das tragikomische deutsche Road-Movie "25 km/h" mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel zielen auf ca. eine Viertelmillion Besucher ab - gleiches gilt für Vorwochensieger "Halloween", diese drei Filme werden am Ende auf Platz 2 bis 4 landen, nur die Reihenfolge ist noch unsicher. Mit "Johnny English 3", "Der Vorname" und "Die Unglaublichen 2" sollten erfreulicherweise drei weitere Filme auf sechsstellige Zahlen kommen.
Auch in den USA legt "Bohemian Rhapsody" erstklassig los, mit bis zu $50 Mio. wird es sogar einer der besten Musikfilm-Starts aller Zeiten. Da zudem die Rückmeldung der Zuschauer sehr positiv ausfällt, ist mit einer längeren Laufzeit zu rechnen - offensichtlich erfreuen sich viele Kinogänger einfach an dem, was sie geboten bekommen, während viele Kritiker vor allem das bemängeln, was der Film speziell bezüglich Freddie Mercury ausläßt (ich kann beide Seiten verstehen). Platz 2 geht in den USA an "Der Nußknacker und die vier Reiche", wobei $20 Mio. zum Start für einen über $100 Mio. teuren Disneyfilm zwar recht schwach sind, sich in diesem Fall aber im Bereich der nach mehreren Verschiebungen sowieso sehr verhaltenen Erwartungen bewegen; ein kommerzieller Hit dürfte "Der Nußknacker" aber selbst mit besseren Ergebnissen im Rest der Welt nicht werden. Der dritte Platz geht ebenfalls an einen Neustart, denn Tyler Perrys romantische Komödie "Nobody's Fool" mit Tiffany Haddish kommt auf knapp $15 Mio. und hält so "Halloween" und "A Star Is Born" (beide gut $10 Mio.) auf Distanz. In Deutschland kommt "Nobody's Fool" am 21. Februar 2019 in die Kinos.

Quellen:

Mittwoch, 31. Oktober 2018

HALLOWEEN (2018)

Regie: David Gordon Green, Drehbuch: Danny McBride, Jeff Fradley und David Gordon Green, Musik: John Carpenter, Cody Carpenter und Daniel Davies
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Andi Matichak, Toby Huss, Nick Castle, James Jude Courtney, Will Patton, Haluk Bilginer, Dylan Arnold, Drew Scheid, Virginia Gardner, Jefferson Hall, Miles Robbins, Rhian Rees, Omar Dorsey, P.J. Soles
 Halloween
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 79% (6,8); weltweites Einspielergebnis: $230,4 Mio.
FSK: 16, Dauer: 106 Minuten.

Seit seiner Mordserie an Halloween vor 40 Jahren ist der psychopathische Killer Michael Myers wieder in einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt, doch nun soll er in eine andere Einrichtung verlegt werden – gegen den Willen seines Psychiaters Dr. Ranbin Sartain (Haluk Bilginer, "The International"), dessen Mentor Dr. Loomis als Erster versuchte, Michael zu therapieren. Wie sich herausstellt, ist Dr. Sartains Widerstand gegen die Verlegung mehr als berechtigt, denn Michael gelingt wieder einmal die Flucht und während die Polizei um Deputy Frank Hawkins (Will Patton, "Armageddon") – der vor 40 Jahren Michael festnahm – fassungslos die blutigen Leichen seiner neuen Opfer betrachtet, macht sich der Killer unverzüglich auf den Weg in seine Heimat Haddonfield. Dort ist die einzige Überlebende von Michaels damaligem Mordzug, Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, "Ein Fisch namens Wanda"), nie wirklich über das erlittene Trauma hinweggekommen: Da sie alles unternahm, um sich und ihre Tochter auf die aus ihrer Sicht unvermeidliche Rückkehr Michaels vorzubereiten, wurde ihr Karen vom Jugendamt entzogen, als sie 12 war. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Laurie und ihrer Tochter (als Erwachsene: Judy Greer, "Ant-Man") angespannt, mit ihrer Teenager-Enkeltochter Allyson (Andi Matichak) kommt sie hingegen gut aus. Als Laurie von Michaels Flucht erfährt, holt sie ihre widerwillige Familie sofort zu sich in ihr abgelegenes Haus im Wald, das sie penibel zu einer hoffentlich uneinnehmbaren Festung ausgebaut hat …