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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Samstag, 24. Oktober 2020

Samstags-Update (43/2020)

 Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober:

Kinovorschau Herbst 2020 (Teil 1)

Box Office-News:

Die explodierenden Corona-Infektionszahlen verfehlen natürlich auch nicht ihre Wirkung auf die deutschen Kinos, trotzdem halten sich die Zuschauerzahlen (auf niedrigem Niveau) stabiler als ich es erwartet hätte. Das dürfte in erster Linie daran liegen, daß erstmals seit "Tenet" wieder eine Hollywood-Produktion anläuft und in der Tat übernimmt der Katastrophenfilm "Greenland" mit Gerard Butler und Morena Baccarin problemlos die Spitze, dürfte aber mehr oder weniger knapp unterhalb der 100.000 Besucher-Marke bleiben. Platz 2 und 3 sollten "Jim Knopf und die Wilde 13" und der Animationsfilm "Drachenreiter" unter sich ausmachen, die jeweils auf etwas über 50.000 Kinogänger abzielen und damit aktuell einen kleinen Vorsprung auf "Der geheime Garten" und "Es ist zu deinem Besten" haben. Vier Neustarts gruppieren sich im Bereich von ungefähr 10.000 Zuschauern, was für maximal zwei von ihnen gerade eben so für die Top 10 reichen könnte. Am besten sieht es gemäß der Hochrechnungen von InsideKino für die in ihrer Heimat erfolgreiche französische Komödie "Mein Liebhaber, der Esel & ich" aus, dicht gefolgt vom hochgelobten Horror-Anthologiefilm "The Mortuary" und dem auch positiv besprochenen Arthouse-Horrorfilm "The Beach House". Als Flop - selbst für Corona-Verhältnisse - erweist sich derweil leider Moritz Bleibtreus Regiedebüt "Cortex" mit ihm selbst in der Hauptrolle; der Thriller dürfte zum Start nicht viel mehr als 5.000 Besucher erreichen ...

In den USA sieht es unverändert mager aus. Liam Neeson wird als "Honest Thief" vermutlich die Spitze mit $2-3 Mio. verteidigen, dahinter sollten die Familienkomödie "Immer Ärger mit Grandpa" mit Robert DeNiro und Christopher Nolans "Tenet" mit jeweils $1-2 Mio. folgen. Der aussichtsreichste Neustart ist der Horrorthriller "The Empty Man", außerdem gibt es mit Pixars "Die Monster AG" und dem letztjährigen "Die Addams Family"-Animationsfilm zwei weitere Wiederaufführungen, die mit ihrem Halloween-Bezug in begrenztem Ausmaß punkten könnten.

Quellen:

InsideKino: News

Boxoffice Pro 

Donnerstag, 22. Oktober 2020

CODE AVA – TRAINED TO KILL (2020)

Originaltitel: Ava
Regie: Tate Taylor, Drehbuch: Matthew Newton, Musik: Bear McCreary
Darsteller: Jessica Chastain, Colin Farrell, John Malkovich, Geena Davis, Jess Weixler, Joan Chen, Common, Diana Silvers, Ioan Gruffudd, Efka Kvaraciejus, Christopher J. Domig
Ava (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 19% (4,5); weltweites Einspielergebnis: $2,8 Mio.
FSK: 16, Dauer: 97 Minuten.

Ava Faulkner (Jessica Chastain, "Molly's Game") ist eine Auftragskillerin – allerdings eine mit einer Eigenheit, die ihre Auftraggeber überhaupt nicht zu schätzen wissen, denn bevor sie ihre Zielpersonen tötet, spricht Ava mit ihnen und fragt sie, warum jemand sie tot sehen will. Simon (Colin Farrell, "The Gentlemen"), leitender Direktor der Killer-Organisation, hält sie deshalb für ein unberechenbares Risiko, zumal Ava früher drogen- und alkoholabhängig war und vor zwei Jahren bereits einen Nervenzusammenbruch erlitt. Avas wie auch Simons Ausbilder und Mentor Duke (John Malkovich, "Der fremde Sohn") hält zwar die schützende Hand über Ava, dennoch ordnet Simon hinter Dukes Rücken Avas Eliminierung an. Die hat sich derweil nach einem mißglückten Auftrag – an dessen Scheitern sie keine Schuld traf – eine Auszeit genommen und besucht ihre Familie in Boston, die sie acht Jahre zuvor im Streit verlassen hatte. In der alten Heimat sieht sie nicht nur ihre kranke Mutter Bobbi (Geena Davis, "Thelma & Louise") und ihre jüngere Schwester Judy (Jess Weixler, "Es – Kapitel 2") wieder, sondern auch ihren Ex-Verlobten Michael (Common, "The Tale"), der nun mit Judy liiert ist …

Dienstag, 20. Oktober 2020

U-235 – ABTAUCHEN, UM ZU ÜBERLEBEN (2019)

Originaltitel: Torpedo
Regie: Sven Huybrechts, Drehbuch: Johan Horemans und Sven Huybrechts, Musik: Hannes De Maeyer
Darsteller: Koen De Bouw, Thure Riefenstein, Ella-June Henrard, Joren Seldeslachts, Sven De Ridder, Bert Haelvoet, Stefan Perceval, Rudy Mukendi, Vic de Wachter, Martin Semmelrogge, Robrecht Vanden Thoren, Gilles De Schryver, Ansgar Sinnecker
U-235 - Abtauchen, um zu überleben
(2019) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 16, Dauer: 103 Minuten.

Belgien, 1941: Die Widerstands-Gruppe um Stan (Koen De Bouw, "Loft – Tödliche Affären") ist sogar unter den Alliierten verrufen, da sie mit höchster Grausamkeit und ohne Rücksicht auf strategisches Vorgehen unter den Nazis für Angst und Schrecken sorgt. Dennoch besteht der erfahrene Kapitän Maes (Vic de Wachter, "Mörder ohne Erinnerung") darauf, daß genau diese Gruppe ihn bei einem Himmelfahrtskommando unterstützen soll: Mit einem von den Deutschen erbeuteten U-Boot wollen Maes, Stan und seine Kameraden Uran aus dem Kongo in die USA transportieren, damit die Amerikaner vor den Deutschen die erste Atombombe einsatzbereit machen können. In der Bedienung des U-Boots soll die Crew der kriegsmüde Kriegsgefangene Kapitänleutnant Franz Jäger (Thure Riefenstein, "Jack Hunter"TV-Reihe) in einem dreiwöchigen Crashkurs unterweisen. Nach einem Zwischenfall kommt es allerdings zu einem überstürzten Aufbruch ohne Kapitän Maes, jedoch mit Jäger, Stans erwachsener Tochter Nadine (Ella-June Henrard, "Der Admiral") und dem Kongolesen Jenga (Rudy Mukendi) – die eigentlich an Land zurückbleiben sollten. Nun muß Stan also mit Jägers Hilfe mit dem U-Boot durch feindliche Gewässer halbwegs unbeschadet den Atlantik durchqueren …

Montag, 19. Oktober 2020

TV-Tips für die Woche 43/2020

Montag, 19. Oktober:

Arte, 20.15 Uhr und 22.00 Uhr: "Die Braut trug schwarz" (1968) und "Der Wolfsjunge" (1970)

Arte zeigt ein François Truffaut-Double Feature: Zunächst das von Hitchcock inspirierte und für einen Golden Globe nominierte Rache-Thriller-Drama "Die Braut trug schwarz", in dem Jeanne Moreau als Julie jene fünf Männer jagt, die an ihrem Hochzeitstag ihren Mann ermordet haben - klingt nach "Kill Bill", doch nach eigenen Angaben hat Tarantino Truffauts Film nie gesehen. Das quasi-dokumentarische und vielfach ausgezeichete Schwarzweiß-Drama "Der Wolfsjunge" spielt Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich und erzählt die wahre Geschichte des Victor von Aveyron (Jean-Pierre Cargol), der in den ersten 11 oder 12 Jahren seines Lebens ohne jeglichen menschlichen Kontakt in der Wildnis aufwuchs und nach seiner "Entdeckung" vom Arzt Dr. Itard (Truffaut höchstselbst) behandelt wird, der die Auswirkungen von Victors Isolation untersuchen will.

Dienstag, 20. Oktober:

HR, 23.55 Uhr: "Die bleierne Zeit" (1981)

Die deutsche Regisseurin Margarethe von Trotta ("Hannah Arendt") schaffte den internationalen Durchbruch mit diesem mit dem Goldenen Löwen in Venedig prämierten politischen Drama, das sich an der Biographie der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin und ihrer Schwester Christiane orientiert, ohne wirklich ein Biopic zu sein - so heißen die Schwestern hier auch Juliane (Jutta Lampe) und Marianne (Barbara Sukowa).

Samstag, 17. Oktober 2020

Samstags-Update (42/2020)

Der US-Katastrophenfilm "Greenland" wurde um eine Woche auf den kommenden Donnerstag vorgezogen, sonst gibt es keine Veränderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober:

Kinovorschau Herbst 2020 (Teil 1)

Box Office-News:

Am vergangenen Wochenende schnitten sämtliche Kinder- und Familienfilme am Ende - warum auch immer - klar schlechter ab als es nach den Freitags-Zahlen zu erwarten gewesen wäre, insofern umgibt auch die heutigen Hochrechnungen eine gewisse Unsicherheit. Dennoch dürfte ziemlich klar sein, welche Filme die Top 3 belegen werden: "Jim Knopf und die Wilde 13" bleibt mit über 100.000 Zuschauern auf der Spitzenposition, dahinter folgen mit dem auf einem Buch von Cornelia Funke basierenden Animationsfilm "Drachenreiter" und der britischen Kinderbuch-Adaption "Der geheime Garten" mit Colin Firth zwei Neustarts, die sich ebenfalls in erster Linie an ein Familienpublikum richten und jeweils auf etwas weniger als 100.000 Besucher abzielen. Die britische Tragikomödie "Mrs. Taylor's Singing Club" dürfte hingegen mit weniger als 10.000 Kinogängern die Top 10 knapp verpassen.

Nicht allzu viel Neues gibt es aus den USA zu berichten: Wirklich zugkräftige Neustarts wagen sich weiterhin nicht in die Kinos, obwohl letzte Woche die (hierzulande bereits fürs Heimkino veröffentlichte) Komödie "Immer Ärger mit Grandpa" mit Robert DeNiro die Erwartungen übertraf und "Tenet" nach vielen Wochen von der Charts-Spitze stürzen konnte. Dieses Wochenende könnte es gleich die nächste neue Nummer 1 geben, denn der actionreiche Heist-Film "Honest Thief" sollte doch einige Liam Neeson-Fans in die Kinos locken - für mehr als $5 Mio. wird es aber kaum reichen. Angesichts des bevorstehenden Halloween könnte die Wiederaufführung von Tim Burtons "Nightmare Before Christmas" punkten und in die Top 5 eindringen.

Quellen:

InsideKino: News

Boxoffice Pro 

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kurzfilm-Rezension: ALIENS: LAST STAND (2020)

Regie: Felix Berner und Dieter Joppich, Drehbuch: Felix Berner, Musik: Felix Berner, Frank S. und Dominik Novak
Darsteller: Ricco Ross, Carrie Henn, Daniel Kash, Liza Hölzer, Felix Berner, Carla Fröhlich, Thomas Frankiewicz, Kevin Keilholz, Marco Schulze, Tobias Vomfelde, Joel Labey, Olaf Jansen

Während Sergeant John Davis (Ricco Ross) vom im Orbit des Mondes LV-446 befindlichen Militär-Raumschiff U.S.S. Yutomo einen verzweifelten Notruf sendet, bekommt es eine Gruppe Marines auf dem Schiff mit tödlichen Gegnern zu tun ...

Kritik:

In den letzten drei Jahren haben der Kölner Filmemacher Felix Berner und sein Co-Regisseur Dieter Joppich mit einem kleinen, jedoch offensichtlich enthusiastischen Team für wenig Geld und vor einer Green Screen in einer Garage einen elfminütigen Fanfilm (wobei die Nettospielzeit eher sechs bis sieben Minuten beträgt) gedreht, der von James Camerons Action-SciFi-Horror-Meisterwerk "Aliens - Die Rückkehr" inspiriert ist beziehungsweise diesem Hommage zollt und kostenlos im Internet zu sehen ist. Besonders bemerkenswert: Gleich drei "Aliens"-Darsteller sind mit dabei, was für einen Fan der Reihe wie mich alleine schon locker ausreicht, um mein Interesse zu wecken ... Daß meine Inhaltsangabe ziemlich mager ausfällt, hat derweil nicht nur mit der Tatsache zu tun, daß es sich nunmal um einen Kurzfilm handelt, sondern liegt daran, daß es nicht viel mehr an Handlung gibt und alles höchst erwartbar verläuft. Das ist allerdings eine bewußte Entscheidung, da es den Machern primär um die Atmosphäre geht und obgleich ein bißchen Story natürlich nicht geschadet hätte, funktioniert "Aliens: Last Stand" auch so. Das mit der Atmosphäre bekommen Berner und seine Mitstreiter nämlich richtig gut hin, wobei besonders das Sounddesign und die an Jerry Goldsmiths kultige "Alien"-Melodien und James Horners actionreicheren "Aliens"-Score angelehnte Musik ihre Wirkung entfalten, aber auch die Kostüme (inklusive des Original-Xenomorph-Kostüms) und die Ausrüstung passen.

Dienstag, 13. Oktober 2020

LOST IN TRANSLATION (2003)

Regie und Drehbuch: Sofia Coppola, Musik: Kevin Shields
Darsteller: Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Anna Faris, Fumihiro Hayashi, Catherine Lambert, Akiko Takeshita
Rotten Tomatoes: 95% (8,4); weltweites Einspielergebnis: $119,7 Mio.
FSK: 6, Dauer: 102 Minuten.
Der verheiratete Hollywood-Schauspieler Bob Harris (Bill Murray, "Grand Budapest Hotel") ist für eine Woche in Tokio, um einen Whisky-Werbespot zu drehen. Im gleichen Hotel wohnt die junge, beruflich ziellose Charlotte (Scarlett Johansson, "Ghost in the Shell"), die ihren Mann John (Giovanni Ribisi, "Selma") begleitet, der als Photograph arbeitet und sie aufgrund eines Auftrags für ein paar Tage alleine in Tokio zurücklassen muß. Sowohl Bob als auch Charlotte leiden aufgrund des Jetlags unter extremer Schlaflosigkeit, haben zudem Schwierigkeiten, sich mit der japanischen Mentalität anzufreunden. Beide sind irgendwie unzufrieden und – obwohl ständig umgeben von unzähligen Menschen – einsam. So kommt es fast zwangsläufig dazu, daß sich Bob und Charlotte immer wieder zufällig treffen: zuerst im Fahrstuhl, dann in einer schlaflosen Nacht in der Hotelbar. Trotz des Altersunterschieds freunden sie sich rasch an, streifen durchs nächtliche Tokio, vergnügen sich in einer Karaoke-Bar, lachen zusammen und reden über ihre Erfahrungen, Sorgen und Probleme …

Montag, 12. Oktober 2020

TV-Tips für die Woche 42/2020

Montag, 12. Oktober:

Arte, 20.15 Uhr: "Black Robe" (1991)

Lothaire Bluteau (König Karl in der TV-Serie "Vikings") spielt in dem mit sechs Genie Awards (den "kanadischen OSCARs") prämierten und vor allem für seine hohe Authentizität gelobten Western-Biopic den jesuitischen Missionar LaForgue, der im 17. Jahrhundert auf eine lange Reise zu einer katholischen Mission geschickt wird, von der aus die Algonkin-Indianer bekehrt werden sollen. Auf dem Weg treffen LaForgue und seine Reisegruppe sowohl auf (halbwegs) freundliche wie auch auf feindlich gesonnene Stämme und Pater LaForgue lernt viel über die Lebensweise und die Traditionen der Ureinwohner (darunter auch über manche, die er lieber nicht kennengelernt hätte) ...

Arte, 21.50 Uhr: "Eine reine Formalität" (1994)

In dem hochgelobten Thriller-Drama-Kammerspiel von Guiseppe Tornatore ("Cinema Paradiso") zur Musik von Ennio Morricone spielt Gérard Depardieu den berühmten, aber zurückgezogenen Schriftsteller Onoff, der eines Nachts verwirrt und mit Amnesie zu einer kleinen, ländlichen Polizeistation gebracht wird. Der dortige Inspektor (Roman Polanski) versucht im Verhör mit gezielten Fragen herauszufinden, was geschehen ist.

Dienstag, 13. Oktober:

ZDF, 20.15 Uhr: "Das schweigende Klassenzimmer" (2018)

Free-TV-Premiere des für vier Deutsche Filmpreise nominierten, im Kino allerdings mit 300.000 Zuschauern unter Wert geschlagenen deutschen Jugendfilms, der die wahre Geschichte einer ostdeutschen Schulklasse (deren Mitglieder u.a. von Leonard Scheicher aus der "Das Boot"-Serie und von "Der goldene Handschuh"-Star Jonas Dassler verkörpert werden) erzählt, welche 1956 angesichts des vom sowjetischen Militär niedergeschlagenen Volksaufstands in Ungarn eine Schweigeminute für die zivilen Opfer einlegt. Bei der Stasi kommt das allerdings gar nicht gut an, sie will mit allen Mitteln die Rädelsführer herausfinden ... In Erwachsenenrollen sind so hochkarätige Charakterdarsteller wie Burghart Klaußner, Ronald Zehrfeld, Jördis Triebel und Florian Lukas vertreten.

NDR, 1.15 Uhr: "Falsche Bewegung" (1975)

Wim Wenders' frühes, mit sieben Deutschen Filmpreisen ausgezeichnetes Road-Movie ist eine in die Moderne verlegte lose Verfilmung von Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" und erzählt von dem angehenden Schriftsteller Wilhelm Meister (Rüdiger Vogler, "Im Lauf der Zeit"), der auf Anraten seiner Mutter eine Deutschland-Reise startet, um mehr über die Menschen zu lernen. Auf der Reise lernt Wilhelm diverse interessante Persönlichkeiten kennen, die sich ihm teils sogar anschließen. In weiteren Rollen agieren Hanna Schygulla und Nastassja Kinski.

Samstag, 10. Oktober 2020

Samstags-Update (41/2020)

Mit Robert Zemeckis' Gruselkomödie "Hexen hexen" mit Anne Hathaway und Stanley Tucci sowie dem Katastrophenfilm "Greenland" mit Gerard Butler haben zwei ziemlich hochkarätige Produktionen noch kurzfristig einen Starttermin Ende Oktober erhalten:

Kinovorschau Herbst 2020 (Teil 1)

Box Office-News:

In den deutschen Kinos sieht es dank des eher unwirtlichen Wetters und trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen an diesem Wochenende recht gut aus: "Jim Knopf und die Wilde 13" bleibt auf Vorwochenniveau und wird mit etwa 200.000 Zuschauern die Spitze verteidigen, dahinter bildet sich endlich mal wieder ein recht breites Mittelfeld im Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Besuchern. Aktuell sieht es laut Berechnungen von InsideKino danach aus, daß mit der namhaft besetzten deutschen Komödie "Es ist zu deinem Besten" mit Jürgen Vogel und Heiner Lauterbach ein Neustart mit 70.000-80.000 Kinogängern auf Platz 2 landet, während sich "Tenet" knapp dahinter Rang 3 sichert, gefolgt von "Gott, du kannst ein Arsch sein!" und "Oops! 2" mit jeweils um die 50.000 Zuschauern. Einen guten Start legt dicht dahinter auch die französische Komödie "Eine Frau mit berauschenden Talenten" mit Isabelle Huppert hin, zwei weitere Neustarts plazieren sich mit ordentlichen Zahlen am unteren Ende der Top 10: Sowohl die südkoreanische Zombiefilm-Fortsetzung "Peninsula" als auch der Umwelt-Thriller "Vergiftete Wahrheit" mit Mark Ruffalo eröffnen voraussichtlich mit 15.000-20.000 Zuschauern.

Nichts Neues in den USA: Zugkräftige Neustarts bleiben aus, während kleinere Filme sowie Wiederaufführungen (wie "Hocus Pocus", der letzte Woche unerwartet auf Platz 2 landete) das Potential für Überraschungen auf niedrigem Niveau haben - aber "Tenet" sollte mit mickrigen etwa $2 Mio. die Spitzenposition behalten. Am ehesten zum Herausforderer taugt wohl trotz mieser Kritiken die neue Familienkomödie "The War with Grandpa" mit Robert DeNiro, während die "Coco"-Wiederaufführung vom bald bevorstehenden "Tag der Toten" profitieren könnte, der im Zentrum der Handlung des Pixar-Abenteuers steht.

Quellen:

Mittwoch, 7. Oktober 2020

THE POSTCARD KILLINGS (2020)

Regie: Danis Tanović, Drehbuch: Andrew Stern und Ellen Brown Furman, Musik: Simon Lacey
Darsteller: Jeffrey Dean Morgan, Famke Janssen, Cush Jumbo, Joachim Król, Naomi Battrick, Ruairi O'Connor, Eva Röse, Steven Mackintosh, Denis O'Hare, Dylan Devonald Smith, Sallie Harmsen, Lukas Loughran, Orla O'Rourke
The Postcard Killings (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 24% (4,2); weltweites Einspielergebnis: $0,15 Mio.
FSK: 16, Dauer: 100 Minuten.
Der routinierte New Yorker Detective Jacob Kanon (Jeffrey Dean Morgan, "Watchmen") und seine Ex-Frau Valerie (Famke Janssen, "This Is Your Death") sind erschüttert, als sie erfahren, daß ihre Tochter und deren Mann auf der Flitterwochen-Rundreise durch Europa in London brutal ermordet und verstümmelt wurden. Zur begrenzten Begeisterung der örtlichen Behörden will Kanon in die Ermittlungen involviert werden – und nachdem sich herausstellt, daß es sich beim Täter um einen Serienmörder handelt, der auf perverse Art und Weise mit seinen Opfern in ganz Europa berühmte Kunstwerke nachstellt, darf er sich irgendwann offiziell beteiligen. Gemeinsam mit dem britischen DI Pearce (Steven Mackintosh, "Rocketman"), dem deutschen Kommissar Bublitz (Joachim Król, "Lola rennt") und der schwedischen Ermittlerin Hoglund (Eva Röse, Titeldarstellerin der TV-Krimiserie "Maria Wern, Kripo Gotland") sowie der in Schweden arbeitenden US-Journalistin Dessie (Cush Jumbo, TV-Serie "The Good Fight") will er dem Täter oder den Tätern auf die Spur kommen. Derweil versucht Valerie, zurück in den USA zusätzliche Informationen über mögliche Tatverdächtige aufzutreiben …