Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 12. Mai 2022

REPRISAL (2019, TV-Serie)

Regie: Jonathan van Tulleken, Cherie Nowlan, Eva Sørhaug und Salli Richardson-Whitfield, Drehbuch: Josh Corbin, Justin Boyd, Nate Crocker, Elizabeth Hunter, Adam Lash, Lisa Long, Salvatore Stabile und Cori Uchida, Musik: The Haxan Cloak
Darsteller: Abigail Spencer, Mena Massoud, Rodrigo Santoro, Rory Cochrane, Rhys Wakefield, Madison Davenport, Bethany Anne Lind, Craig Tate, Wavyy Jonez, Gilbert Owuor, Lea DeLaria, David Dastmalchian, W. Earl Brown, Blake Sheldon, Shane Callahan, Scarlett Blum, Bill Sage, Tamara Austin, Blake Perlman, Renes Rivera, Happy Anderson, Ron Perlman, Ray McKinnon
Reprisal (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 53% (6,7); FSK: 18, Dauer: ca. 505 Minuten in zehn Episoden
Als Doris Quinns (Abigail Spencer, "Die fantastische Welt von Oz") Ehemann Tommy (Ray McKinnon, TV-Serie "Mayans M.C.") krankheitsbedingt verstirbt, beschließt sie, sich nun einer unerledigten Aufgabe aus ihrer Vergangenheit zu widmen. In Wirklichkeit heißt Doris nämlich Katherine Harlow und war etwa eineinhalb Jahrzehnte vorher ein Mitglied der von ihrem großen Bruder Burt (Rory Cochrane, "Oculus") angeführten kriminellen Autogang der Brawlers. Doch dann betrog Burt Katherine, hängte ihr einen Verrat an, den in Wirklichkeit er beging, und ließ ihren geschundenen, vermeintlich toten Körper achtlos zurück. Hierfür sinnt Doris / Katherine nach Rache an Burt sowie seinen engsten Vertrauten Joel (Rodrigo Santoro, "300") und Bash (Gilbert Owuor, TV-Serie "Goliath"). Zu diesem Zweck schleust Doris den jungen Ethan (Mena Massoud, "Aladdin") bei den Brawlers ein, der in dem von ihr geleiteten Restaurant gearbeitet hatte und nach einem Zwischenfall auf der Flucht vor der Polizei ist. Während Ethan sich rasch bei den Brawlers einlebt – wobei er selbst an der Seite der etablierten Matty (Rhys Wakefield, "The Purge") und Johnson (David Dastmalchian, "The Suicide Squad") zunächst ein "Phoenix" wird, quasi die Vorstufe zu den Brawlers – macht sich Doris auf die Suche nach Verstärkung und wird nicht nur unerwarteterweise bei Molly (Bethany Anne Lind, TV-Serie "Doom Patrol"), der Witwe ihres Ziehsohnes, fündig, sondern durch einen glücklichen Zufall auch bei den beiden tatkräftigen afroamerikanischen Veteranen Earl (Craig Tate, "Greyhound") und Cordell (Wavyy Jonez, TV-Serie "Dickinson"). Daß außerdem durch einen vermeintlich harmlosen Zwischenfall die Fehde zwischen den Brawlers und der rivalisierenden Bikergang der "Happiness Ghouls" wiederauflebt, kommt Doris durchaus zupaß ...

Dienstag, 10. Mai 2022

RED NOTICE (2021)

Regie und Drehbuch: Rawson Marshall Thurber, Musik: Steve Jablonsky
Darsteller: Dwayne Johnson, Ryan Reynolds, Gal Gadot, Ritu Arya, Ivan Mbakop, Vincenzo Amato, Chris Diamantopoulos, Daniel Bernhardt, Rawson Marshall Thurbert
Red Notice (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 36% (4,8); weltweites Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 118 Minuten.
Als der erfahrene FBI-Profiler John Hartley (Dwayne Johnson, "San Andreas") gemeinsam mit Interpol-Inspector Urvashi Das (Ritu Arya, "Last Christmas") nach einem anonymen Hinweis den Diebstahl eines von drei wertvollen "Goldenen Eiern" verhindern will, die einstmals Marcus Antonius der ägyptischen Pharaonin Kleopatra geschenkt hatte, kommen sie zu spät – das Ei ist bereits weg. Zwar gelingt es Hartley und Das recht schnell, den Täter Nolan Booth (Ryan Reynolds, "Deadpool") und das Diebesgut aufzuspüren, jedoch verschwindet das Ei sogleich erneut spurlos – und in Verdacht gerät nun angesichts eines hohen Geldeingangs auf ein auf seinen Namen lautendes Konto Hartley! Tatsächlich landet der FBI-Mann letztlich gemeinsam mit Booth in einem russischen Gefängnis, wo er erfährt, wer ihn hereingelegt hat: Es war Booth' Erzrivalin Sarah Black (Gal Gadot, "Wonder Woman"). Die bietet Booth eine Zusammenarbeit an, um gemeinsam das letzte noch fehlende Goldene Ei aufzuspüren, doch der Dieb lehnt ab – und wagt stattdessen gemeinsam mit Hartley einen Gefängnisausbruch. Es beginnt eine wilde Jagd über die Kontinente im Wettlauf darum, wer das dritte Goldene Ei zuerst findet: Hartley und Booth, Black oder doch Interpol ...

Montag, 9. Mai 2022

TV-Tips für die Woche 19/2022

Montag, 9. Mai:

Arte, 23.00 Uhr: "Die Frau meines Bruders" (2019)

Free-TV-Premiere der in Cannes ausgezeichneten kanadischen Tragikomödie von Regiedebütantin Monia Chokri über die Mittdreißigerin Sophia (Anne-Élisabeth Bossé, "Laurence Anyways"), eine arbeitslose Akademikerin, die bei ihrem Bruder Karim wohnt. Das funktioniert wunderbar, bis sich Karim ausgerechnet in die Gynäkologin seiner Schwester verliebt ...

Arte, 0.55 Uhr: "Menschen am Sonntag" (1930)

Der quasi-dokumentarische deutsche Stummfilm der beiden späteren Hollywood-Regisseure Robert Siodmak ("Rächer der Unterwelt") und Edward G. Ulmer ("Die schwarze Katze") schildert das ganz normale Leben mehrerer junger Berliner an einem Sonntag, die von Laiendarstellern verkörpert werden - darunter ein Taxifahrer, ein Weinverkäufer und ein Mannequin. Das Drehbuch stammt von keinem Geringeren als Billy Wilder ("Manche mögen's heiß") in Zusammenarbeit mit Curt Siodmak ("Der Wolfsmensch"), dem jüngeren Bruder von Regisseur Robert.

Dienstag, 10. Mai:

Kabel Eins, 20.15 Uhr: "Ein riskanter Plan" (2012)

In dem soliden Thriller des dänischen Werbefilm-Spezialisten Asger Leth spielt "Avatar"-Star Sam Worthington den früheren Polizisten Nick, der zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, obwohl er stets seine Unschuld beteuerte. Als Nick zur Beerdigung seines Vaters einen Tag Freigang erhält, setzt er sich ab und stellt sich auf ein Fenstersims im obersten Stockwerk eines Hotels, von dem er zu springen droht. Die Polizeipsychologin Lydia (Elizabeth Banks) soll Nick vom Selbstmord abhalten, erkennt aber bald, daß die Dinge ganz anders sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen ... Weitere Hauptrollen spielen Ed Harris, Jamie Bell und Kyra Sedgwick.

Samstag, 7. Mai 2022

Samstags-Update (18/2022)

Rechtzeitig zum Beginn der Sommer-Blockbuster-Saison nehme ich nach meiner Kinovorschau auch wieder meine samstäglichen Box Office-Updates auf. Im deutschen Kinostartplan bis Ende Mai gibt es diesmal nur eine größere Änderung, denn der erste "Bob's Burgers"-Kinofilm wurde um knapp zwei Monate auf Ende Juli verschoben:

Kinovorschau Mai 2022

Box Office-News

Marvel gelingt mit dem von vielen Fans sehnsüchtig erwarteten "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" ein Start nach Maß in die Sommersaison. In Deutschland sieht es nach den Hochrechnungen von InsideKino nach einem Auftakt mit deutlich über 800.000 Zuschauern bis Sonntag aus. Das wäre in etwa im Bereich von "Spider-Man: No Way Home" (815.000), wobei der zweifellos von seinem Weihnachts-Start und der traditionell enormen Beliebtheit des Spinnenmannes profitierte - andererseits aber auch noch mit deutlich mehr Corona-Einschränkungen leben mußte und angesichts größerer Konkurrenz auf weniger Leinwänden loslegte. So oder so ist es ein erwartet starker Auftakt, gerade im Vergleich zum ersten Teil vor sechs Jahren, der mit "nur" knapp 400.000 Besuchern loslegte. Eventuell könnte es außerdem zum besten Start des Jahres reichen, den bislang "Phantastische Tierwesen" mit knapp 820.000 Kinogängern innehat - jedoch könnte dem das recht schöne Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Interessanter dürfte sowieso sein, wie gut sich "Doctor Strange 2" längerfristig hält, denn obwohl die Kritiken wieder einmal weitgehend positiv ausfallen, erwarten viele Rezensenten, daß der Film von Altmeister Sam Raimi mit seinen recht starken Horrorelementen das Publikum spalten wird ... Platz 2 geht in Deutschland an "Phantastische Tierwesen 3" mit über 100.000 Besuchern, Rang 3 sichert sich der romantische Abenteuerfilm "The Lost City" mit Sandra Bullock und Channing Tatum, der am dritten Wochenende auf etwa 70.000 Zuschauer abzielt. Rang 4 und 5 sollten sich zwischen Neustart "Die Biene Maja 3" und "Downton Abbey 2" mit jeweils um die 50.000 Besuchern entscheiden. Damit setzt sich der Abwärtstrend von "Die Biene Maja" fort, denn Teil 1 eröffnete 2014 noch mit knapp 165.000 Zuschauern, Teil 2 vier Jahre später immerhin noch mit 90.000.

In den USA eröffnete "Doctor Strange 2" am Donnerstag mit den achtbesten Previews aller Zeiten in Höhe von $36 Mio., am gesamten Wochenende sieht es nach $180-200 Mio. aus - auch hier mehr als eine Verdoppelung des Startergebnisses des ersten Teils ($85,1 Mio.). Wie in Deutschland wird entscheidend sein, wie sich die anfängliche Mundpropaganda entwickelt - bisher sieht es nach guten, aber nicht begeisterten Reaktionen aus -, zudem könnte sich der Muttertag am Sonntag leicht dämpfend auswirken. Platz 2 geht an diesem Wochenende an den Animationsfilm "Die Gangster Gang" mit etwa $10 Mio., während der dritte Rang für "Sonic the Hedgehog 2" mit ca. $7 Mio. reserviert ist.

Quellen:

Mittwoch, 4. Mai 2022

GIPFEL DER GÖTTER (2021)

Originaltitel: Le sommet des dieux, englischsprachiger Titel: The Summit of the Gods
Regie: Patrick Imbert, Drehbuch: Magali Pouzol und Patrick Imbert, Musik: Amine Bouhafa
Sprecher der deutschen Synchronfassung: Dennis Herrmann, Till Endemann, Lutz Schnell, Berenice Weichert, Tom Ferenc, Michael Tietz, Konrad Bösherz, Johannes Berenz, Michael Ernst, Pierre Peters-Arnolds
Gipfel der Götter (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (8,0); weltweites Einspielergebnis: $1,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 95 Minuten.
Makoto Fukamachi (Dennis Herrmann) ist ein junger Photojournalist, der in den 1990er Jahren regelmäßig Bergsteiger im Himalaya begleitet und ihre Touren mit spektakulären Bildern für die Zeitung, für die er arbeitet, dokumentiert. Als Makoto nach einer gescheiterten Besteigung des Mount Everest in Nepal von einer zwielichtigen Gestalt die angeblich echte Kamera des seit 1924 bei der versuchten Erstbesteigung des Mount Everest verschollenen George Mallory zum Kauf angeboten kommt, glaubt er an einen Schwindel und lehnt genervt ab. Doch als er wenig später zufällig mitbekommt, wie sich der legendäre, jedoch seit vielen Jahren komplett aus der Öffentlichkeit verschwundene japanische Bergsteiger Jouji Habu (Till Endemann) die offenbar gestohlene Kamera gewaltsam zurückholt, wittert Makoto eine große Geschichte. Aber leider verliert er Habu aus den Augen und kehrt somit unverrichteter Dinge nach Japan zurück, wo er seinen Chefredakteur davon überzeugen kann, der Sache nachzugehen – immerhin wäre der Fund von Mallorys Kamera und damit die Antwort darauf, ob er auf dem Aufstieg zum oder erst auf dem Wiederabstieg vom Gipfel starb, eine Sensation. Gewissenhaft recherchiert Makoto Habus wechselhafte Geschichte und trifft sich mit dessen früheren Weggefährten, immer in der Hoffnung, Hinweise auf Habus aktuellen Aufenthaltsort zu finden ...

Sonntag, 1. Mai 2022

TV-Tips für die Woche 18/2022

Es fühlt sich weiterhin so an, als befänden sich die TV-Sender in Sachen Filme bereits in der Sommerpause - wobei das ironischerweise im Sommer definitiv besser werden wird, weil dann aller Voraussicht nach ARD und ZDF wieder auf mehreren Sendeplätzen hochkarätiges Sommerkino zeigen werden ...

Montag, 2. Mai:

Arte, 20.15 Uhr: "Ein Gespenst auf Freiersfüßen" (1947)

In dem OSCAR-nominierten romantischen Komödienklassiker von Joseph L. Mankiewicz ("Alles über Eva") zieht die junge Witwe Lucy (Gene Tierney, "Ein himmlischer Sünder") mit ihrer Tochter um das Jahr 1900 herum in ein Landhaus an der englischen Küste. Bald merkt sie, daß sie einen ungebetenen Mitbewohner hat: Den Geist des vorherigen Hausbesitzers und Schiffskapitäns Daniel Gregg (Rex Harrison, "My Fair Lady")! Gregg will die neuen Störenfriede schnellstmöglich vergraulen, doch Lucy zeigt sich wenig beeindruckt - und nach und nach kommen sich Mensch und Geist immer näher.

Arte, 21.55 Uhr: "Carmen" (1983)

In Carlos Sauras ("Züchte Raben ...") für den Auslands-OSCAR nominiertem Tanzfilm bereitet sich der Choreograph Antonio (Antonio Gades) auf eine Aufführung der berühmten Bizet-Oper "Carmen" vor und ist dafür wie besessen auf der Suche nach der perfekten Titeldarstellerin. Tatsächlich wird er schließlich bei der von Laura del Sol ("Die Profikiller") verkörperten Primaballerina Carmen (jawoll!) fündig, in die er sich schnell unsterblich verliebt. Die verheiratete Carmen hat es allerdings faustdick hinter den Ohren und für Antonio verschwimmen Oper und Realität immer stärker miteinander ...

Dienstag, 3. Mai:

Regression (gut gespielter, aber leider extrem vorhersehbarer und wenig aufregend inszenierter spanischer Psychothriller mit Emma Watson und Ethan Hawke; 20.15 Uhr um etwa zwei Minuten geschnitten bei Sixx, ungekürzte Nachtwiederholung um 0.30 Uhr)

Stoker (Park Chan-wooks elegante Mischung aus Familiendrama, Gothic-Schauermär und erotisch angehauchtem Psychothriller mit Mia Wasikowska und Nicole Kidman; 22.25 Uhr bei Sixx)

Donnerstag, 28. April 2022

3 ENGEL FÜR CHARLIE (2019)

Originaltitel: Charlie's Angels
Regie und Drehbuch: Elizabeth Banks, Musik: Brian Tyler
Darsteller: Kristen Stewart, Naomi Scott, Ella Balinska, Elizabeth Banks, Sir Patrick Stewart, Djimon Hounsou, Luis Gerardo Méndez, Jonathan Tucker, Sam Claflin, Nat Faxon, Chris Pang, Noah Centineo, David Schütter, Hannah Hoekstra, Marie-Lou Sellem, Dennenesch Zoudé, Jane Chirwa, Danica Patrick, Ronda Rousey, Aly Raisman, Chloe Kim, Laverne Cox, Lili Reinhart, Hailee Steinfeld, Robert Clotworthy (Stimme), Jaclyn Smith
3 Engel für Charlie (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 52% (5,3); weltweites Einspielergebnis: $73,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 119 Minuten.
Nachdem die von Charlie Townsend gegründete Detektei "Townsend Agency" sich international aufgestellt hat, gibt es inzwischen zahlreiche "Engel" sowie eine ganze Reihe von "Bosleys", die die Aufträge erteilen und sich um die Logistik kümmern. Als der betagte "Original-Bosley" John Bosley (Sir Patrick Stewart, "Logan") in den Ruhestand geht, kümmern sich fortan Edgar Bosley (Djimon Hounsou, "Shazam!") und Rebekah Bosley (Elizabeth Banks, "Mädelsabend") – der erste Engel, der zum Bosley wurde – um die trotz ihres jungen Alters bereits erfahrene Sabina Wilson (Kristen Stewart, "Snow White and the Huntsman") und ihre neue Partnerin Jane Kano (Ella Balinska, Netflix-Serie "Resident Evil"), eine frühere britische MI-6-Agentin. Ihr nächster Auftrag ist die Whistleblowerin Elena Houghlin (Naomi Scott, "Aladdin"), welche einen potentiell lebensgefährlichen Fehler im "Calisto Project" – einer revolutionären und nachhaltigen Energiequelle – entdeckt und ihrem Vorgesetzten Fleming (Nat Faxon, "Ganz weit hinten") gemeldet hat. Dieser vertuscht ihn jedoch, um die von langer Hand geplante Markteinführung nicht zu gefährden. Gemeinsam wollen Elena, die Engel und die Bosleys genau diese stoppen, wobei Elena hofft, mit dem Unternehmenschef Alexander Brok (Sam Claflin, "Snow White and the Huntsman") direkt sprechen und ihn von einer Verzögerung überzeugen zu können. Doch bereits beim ersten Treffen von Elena mit Edgar Bosley wird von dem geheimnisvollen Profikiller Hodak (Jonathan Tucker, TV-Serie "Kingdom") ein Anschlag auf sie ausgeführt, den Elena nur knapp überlebt, wobei aber ihr Beweismaterial verlorengeht. Nun bleibt nur noch eine Lösung: Die Engel müssen mit Elenas Hilfe die Calisto-Prototypen stehlen ...

Dienstag, 26. April 2022

KINOVORSCHAU MAI 2022

Letztes Update vom 7. Mai: "Bob's Burgers - Der Film" wurde vom 26. Mai auf den 21. Juli verlegt.

Nach rund einem halben Jahr Pause mache ich endlich mit meiner großen Kino-Vorschau weiter, wobei die allerdings aus Zeitgründen zumindest vorübergehend nur einen Monat abdeckt anstelle der früheren zwei. Ich hoffe, daß ich in Zukunft wieder regelmäßige Kino-Vorschauen werde liefern können, das hängt aber in erster Linie von meinen beruflichen Verpflichtungen und meinen (deutlich verbesserten, aber noch immer nicht verschwundenen) Schulterbeschwerden zusammen. Damit zu den wichtigsten und vielversprechendsten Kinostarts in Deutschland im Mai, dem traditionellen Auftaktmonat von Hollywoods Blockbuster-Sommersaison:

4./5. Mai:

"Doctor Strange in the Multiverse of Madness" (3D):

Lange hat es gedauert, bis der Marvel-Magier Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) endlich seinen zweiten Soloauftritt erhält, nachdem er 2016 erstmalsdas Licht der Kinoleinwände erblickt hat. Doch natürlich war er in der Zwischenzeit nicht untätig, sondern in diversen anderen MCU-Vertretern mal mehr, mal weniger prominent vertreten. Trotzdem schön, daß er jetzt wieder im Mittelpunkt eines "eigenen" Films steht, auch wenn der wieder einmal eher ein verkappter "Avengers"-Film werden dürfte. Daß Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) eine wichtige, an die Disney+-Serie "WandaVision" anknüpfende Rolle spielen wird, ist bekannt, ansonsten allerdings nicht viel. Aber da es wie bereits in "Spider-Man: No Way Home" um das Multiversum geht, sind Überraschungen und Comebacks alter Bekannter quasi garantiert – zumal Regisseur und "Spider-Man"-Veteran Sam Raimi wegen des gewaltigen "No Way Home"-Erfolges extra noch Nachdrehs eingeschoben hat, die weitere Gastauftritte in die Story integrieren. Bleibt nur zu hoffen, daß diese Story – die noch stärkere Horrorelemente beinhalten soll als der erste Teil – auch etwas taugt und das Ganze mit dem Multiversum und den Cameos am Ende nicht mehr Schein als Sein wird.

"Die Biene Maja – Das geheime Königreich" (3D):

Bei deutschen Kinderfilm-Reihen ist man ja eigentlich einen ziemlich schnellen Veröffentlichungsrhythmus gewohnt, bei Realfilmen gerne sogar einen jährlichen. Bei Animationsfilmen dauert es natürlich etwas länger, dennoch ist es überraschend, daß die "Die Biene Maja"-Filme nur alle vier Jahre in die Kinos kommen (vielleicht ja auch deshalb, weil die Reihe eine deutsch-australische Koproduktion ist). Dem zweiten Teil "Die Honigspiele" hat das an den Kinokassen eher geschadet, er sammelte nur noch 330.000 Zuschauer ein, nachdem das Original 2014 noch auf fast 800.000 gekommen war. Mal sehen, ob Teil 3 sich wieder berappeln kann. Diesmal erwacht Maja als erste aus ihrem Bienenvolk aus dem Winterschlaf und langweilt sich zunächst tödlich – bis sie und ihr Freund Willi von einer verletzten Ameise den Auftrag erhalten, eine goldene Kugel zu ihrem Ameisenbau zu bringen. Eine abenteuerliche Reise nimmt ihren Anfang ...

"Memoria":

In dem hochgelobten und beim Festival von Cannes mit dem Preis der Jury geehrten Arthouse-SciFi-Drama des thailändischen Filmemachers Apichatpong Weerasethakul ("Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben") spielt Tilda Swinton die seit einem mysteriösen Knallgeräusch an Schlaflosigkeit leidende, in Kolumbien lebende Schottin Jessica. Sie versucht, dem Geräusch – das sie, aber offenbar nur sie, noch mehrere Male hört – auf den Grund zu gehen …

"Nawalny":

Ein US-Dokumentarfilm von Daniel Roher über den russischen Oppositionellen Alexei Nawalny, der 2020 eine mutmaßlich vom russischen Geheimdienst verantwortete Vergiftung überlebte und aktuell wegen fragwürdiger Gerichtsurteile eine langjährige Haftstrafe absitzt. Roher begleitete Navalny nach der Vergiftung und bei der Genesung in Deutschland und war daher in der Lage, ein intimes Portrait eines nicht unumstrittenen, aber definitiv mutigen Mannes zu drehen – der sich zur Rückkehr nach Russland entschied, obwohl er wußte, daß er sofort festgenommen werden würde. Den (durchweg begeisterten) US-Kritikern zufolge wirkt "Nawalny", obwohl eine Doku, wie ein Agenten-Thriller von John le Carré ("Dame, König, As, Spion"). Na, wenn das keine Empfehlung ist!

Montag, 25. April 2022

TV-Tips für die Woche 17/2022

Trotz Feiertag mal wieder eine ziemlich magere Woche mit wenig Neuem:

Montag, 25. April:

Arte, 20.15 Uhr: "Über den Todespaß" (1954)
Ein klassischer Western mit eindrucksvollen Naturaufnahmen von Genrespezialist Anthony Mann ("Winchester '73"), in dem sich James Stewart als aufrechter Cowboy mit einem korrupten Richter anlegt, der ihm seine Rinderherde stiehlt.

Außerdem:

Fantastic Four (mittelmäßiges Prä-MCU-Superhelden-Abenteuer mit sympathischen Heroen, aber einfallslosem Drehbuch und altbackenem Humor; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Mad Max: Fury Road (George Millers sechsfach OSCAR-prämierte, atemberaubende Rückkehr in die postapokalyptische Welt von Mad Max, diesmal mit Tom Hardy in der Titelrolle, dem aber von Charlize Theron die Schau gestohlen wird - aktuell Platz 202 in den IMDb Top 250; 22.15 Uhr im ZDF)

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (leicht verbesserte, aber immer noch ziemlich mediokre Fortsetzung; 22.30 Uhr bei Kabel Eins) 

Dienstag, 26. April:

HR, 23.25 Uhr: "Zeugin der Anklage" (1957)

Siehe meine Empfehlung von März 2017 zu Billy Wilders Gerichtsdrama-Klassiker mit Charles Laughton und Marlene Dietrich.

Mittwoch, 27. April:

Arte, 20.15 Uhr: "Alice oder Die Bescheidenheit" (2019)

Free-TV-Premiere der mit einem César ausgezeichneten Tragikomödie von Nicolas Pariser (TV-Serie "In Therapie"), in der der altgediente, aber ausgebrannte Bürgermeister von Lyon, Paul (Fabrice Luchini, "Gemma Bovery"), die hochintelligente Philosophiestudentin Alice (Anaïs Demoustier, "Das Haus am Meer") einstellt, die ihm mit ihrer ganz eigenen Perspektive neuen Schwung verleihen soll. Pauls sonstige Mitarbeiter sind von der Idee und von der neuen Kollegin nicht so sehr begeistert ...

Außerdem:

Interstellar (Christopher Nolans fast dreistündiges philosophisches Science Fiction-Abenteuer mit Matthew McConaughey, Anne Hathaway und Jessica Chastain; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Mittwoch, 20. April 2022

THE FRENCH DISPATCH (2021)

Regie und Drehbuch: Wes Anderson, Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: Owen Wilson, Benicio del Toro, Adrien Brody, Léa Seydoux, Tilda Swinton, Tony Revolori, Frances McDormand, Timothée Chalamet, Lyna Khoudri, Jeffrey Wright, Bill Murray, Mathieu Amalric, Liev Schreiber, Elisabeth Moss, Bob Balaban, Henry Winkler, Lois Smith, Denis Menochet, Morgane Polanski, Christoph Waltz, Cécile de France, Stéphane Bak, Rupert Friend, Guillaume Gallienne, Willem Dafoe, Edward Norton, Saoirse Ronan, Stephen Park, Hippolyte Girardot, Damien Bonnard, Jason Schwartzman, Fisher Stevens, Griffin Dunne, Wally Wolodarsky, Pablo Pauly, Antonia Desplat, Bruno Delbonnel, Jarvis Cocker, Anjelica Huston (Stimme)
The French Dispatch (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 75% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $46,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 108 Minuten.
Als Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray, "Lost in Translation"), der Gründer und Chefredakteur des Magazins "The French Dispatch", unerwartet verstirbt, bedeutet dies das Ende der Publikation – denn in seinem Testament hat Howitzer verfügt, den "French Dispatch" nach seinem Tod mit einer Abschiedsausgabe einzustellen. Und so wird diese letzte Ausgabe nicht nur ein Nachruf auf Howitzer, sondern ebenso auf den "French Dispatch" selbst mit seinen unkonventionellen Journalisten. Für die finale Ausgabe wird ein Best-of zusammengestellt, das die Vielseitigkeit des Magazins betont. So berichtete der radelnde Reporter Herbsaint Sazerac (Owen Wilson, "Inherent Vice") einfühlsam über die Kleinstadt Ennui-sur-Blasé, Sitz der Redaktion, während die Kritikerin J.K.L. Berensen (Tilda Swinton, "Suspiria") ausführlich von dem genialen, jedoch sehr eigenwilligen Künstler Moses Rosenthaler (Benicio del Toro, "Sicario") und seiner Muse Sabine (Léa Seydoux, "Mission: Impossible – Phantom Protokoll") berichtet. Die Politikexpertin Lucinda Krementz (Frances McDormand, "Nomadland") wiederum begleitete die französische Studentenrevolte, wobei "begleitet" angesichts ihres großen Einflusses auf den Studentenführer Zeffirelli (Timothée Chalamet, "Dune") eigentlich zu tief gegriffen ist. Und schließlich erfahren wir vom Food-Journalisten Roebuck Wright (Jeffrey Wright, "Die Tribute von Panem – Catching Fire"), wie ihn sein geplanter Bericht über den Koch Nescaffier (Stephen Park, "Snowpiercer") ins Zentrum eines echten Krimis bringt, als der Sohn des Polizeipräsidenten (Mathieu Amalric, "Adéle und das Geheimnis des Pharaos") entführt wird ...
-->