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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Donnerstag, 13. Juni 2024

THE HOLDOVERS (2023)

Regie: Alexander Payne, Drehbuch: David Hemingson, Musik: Mark Orton
Darsteller: Paul Giamatti, Dominic Sessa, Da'Vine Joy Randolph, Carrie Preston, Jim Kaplan, Andrew Garman, Naheem Garcia, Brady Hepner, Michael Provost, Ian Dolley, Darby Lily Lee-Stack, Stephen Thorne, Gillian Vigman, Tate Donovan, Kelly AuCoin, Oscar Wahlberg
The Holdovers (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 97% (8,5); weltweites Einspielergebnis: $44,7 Mio.
FSK: 12, Dauer: 134 Minuten.
Als Schüler und Lehrer des privaten Internats "Barton Academy" in Neuengland im Jahr 1970 in die Weihnachtsferien aufbrechen, muß der einzelgängerische und nicht nur bei seinen Schülern unbeliebte Professor für Antike Zivilisationen Paul Hunham (Paul Giamatti, "Barney's Version") zurückbleiben, um auf eine Handvoll Schüler aufzupassen, die die Feiertage an der Academy verbringen müssen. Darunter befindet sich der rebellische Angus (Dominic Sessa), der von seiner Mutter versetzt wurde, da sie lieber mit ihrem neuen Ehemann in die Ferien fährt. Hinzu kommen Angus' arroganter Klassenkamerad Teddy (Brady Hepner, "The Black Phone"), der Strahlemann Jason (Michael Provost, "Fear Street: 1978") – der einen kleinen Machtkampf mit seinem stinkreichen Vater austrägt – und die beiden deutlich jüngeren Ye-Joon (Jim Kaplan, "Marry Me") und Alex (Ian Dolley, "Spirited"). Bis auf Angus dürfen die Schüler nach ein paar Tagen aber doch noch die Academy verlassen, weshalb nur Professor Hunham, Angus, die um ihren im Vietnam-Krieg gefallenen Sohn trauernde afroamerikanische Köchin Mary (Da'Vine Joy Randolph, "Dolemite Is My Name") und Hausmeister Danny (Naheem Garcia, "Challengers") zurückbleiben. Obwohl Hunham und Angus immer wieder miteinander streiten, entwickelt sich nach und nach eine unerwartet enge Bindung zwischen den Zurückgelassenen, die sich immer stärker einander öffnen ...

Donnerstag, 25. April 2024

A HAUNTING IN VENICE (2023)

Regie: Kenneth Branagh, Drehbuch: Michael Green, Musik: Hildur Guðnadóttir
Darsteller: Kenneth Branagh, Tina Fey, Kelly Reilly, Michelle Yeoh, Riccardo Scamarcio, Jamie Dornan, Jude Hill, Kyle Allen, Camille Cottin, Emma Laird, Ali Khan, Rowan Robinson
A Haunting in Venice (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 75% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $122,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 104 Minuten.
Venedig, 1947: Der exzentrische belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh, "Dunkirk") hat sich in den Ruhestand zurückgezogen und läßt den früheren Polizisten Vitale (Riccardo Scamarcio, "John Wick 2") die zahlreichen Menschen abwimmeln, die ihn immer noch anheuern wollen. Nur eine Frau läßt Vitale zu Poirot durch, nämlich dessen alte Bekannte Ariadne Oliver (Tina Fey, "Date Night"). Die Krimi-Autorin hat ihren beliebten Romanhelden deutlich von Poirot inspirieren lassen, feierte damit in 27 Romanen große Erfolge (die letzten drei floppten allerdings) und mehrte nebenbei auch Poirots Ruhm. Ariadne ködert den unwilligen Poirot nicht direkt mit einem neuen kriminalistischen Fall, sondern mit einer etwas anderen Herausforderung: Er soll dabei helfen, das Medium Mrs. Reynolds (Michelle Yeoh, "Everything Everywhere All at Once") als Hochstaplerin zu entlarven, die an einem stürmischen Halloween-Abend in einer heruntergekommenen, als verflucht geltenden venetianischen Villa eine Séance abhalten will. Dort war die erwachsene Tochter Alicia der Schauspielerin Rowena Drake (Kelly Reilly, "Lady Henderson präsentiert") in ihren Tod gestürzt und Rowena hofft, durch die Séance Kontakt mit ihr aufnehmen zu können. Poirot glaubt ebenso wenig an solchen Humbug wie Ariadne – doch schon bald gibt es einen ersten Todesfall und Poirots Ermittlungskünste sind einmal mehr gefragt ...

Dienstag, 22. Februar 2022

DIE HAND GOTTES (2021)

Originaltitel: È stata la mano di Dio, Alternativtitel: The Hand of God
Regie und Drehbuch: Paolo Sorrentino, Musik: Lele Marchitelli
Darsteller: Filippo Scotti, Toni Servillo, Teresa Saponangelo, Marlon Joubert, Luisa Ranieri, Massimiliano Gallo, Betti Pedrazzi, Renato Carpentieri, Biagio Manna, Sofya Gershevich, Lino Musella, Ciro Capano, Monica Nappo, Alessandro Bressanello
Die Hand Gottes (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 83% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 134 Minuten.
Neapel, 1984: Während in der Stadt das Gerücht für Furore sorgt, der argentinische Fußball-Star Diego Armando Maradona würde zum SSC Neapel wechseln, wächst der introvertierte 17-jährige Fabio "Fabietto" Schisa (Filippo Scotti) mit seinen Eltern Maria (Teresa Saponangelo, "Die süße Kunst des Müßiggangs") und Saverio (Toni Servillo, "La Grande Bellezza"), seinem älteren Bruder Marchino (Marlon Joubert, TV-Serie "Romulus") und seiner Schwester Daniela (Rossella Di Lucca) auf. Fabietto weiß noch nicht wirklich, was er nach der Schule machen will, er interessiert sich aber für Philosophie und ist auch vom Filmemachen fasziniert – zumal sein Bruder Schauspieler werden will und Fabietto ihn beispielsweise zum Casting für einen Fellini-Film begleitet. Freunde hat Fabietto eher nicht, dafür hält ihn allerdings seine schillernde Verwandtschaft genügend auf Trab, darunter seine schöne, zu seiner Freude exhibitionistisch veranlagte Tante Patrizia (Luisa Ranieri, "Briefe an Julia"), die darunter leidet, keine Kinder zu bekommen. Zuhause droht derweil Ungemach, als die Langzeit-Geliebte von Fabiettos Vater anruft und eine schwere Familienkrise auslöst. Aber zumindest findet Fabietto in dem älteren Schmuggler Armando (Biagio Manna) endlich einen Freund ...

Dienstag, 18. Mai 2021

HELLBOY – CALL OF DARKNESS (2019)

Originaltitel: Hellboy
Regie: Neil Marshall, Drehbuch: Andrew Cosby, Musik: Benjamin Wallfisch
Darsteller: David Harbour, Ian McShane, Milla Jovovich, Sasha Lane, Daniel Dae Kim, Alistair Petrie, Sophie Okonedo, Douglas Tait, Stephen Graham (Stimme), Penelope Mitchell, Brian Gleeson, Mark Stanley, Mario de la Rosa, Nitin Ganatra, Troy James, Emma Tate (Stimme), Markos Rounthwaite, Kristina Klebe, Ilko Iliev, Thomas Haden Church, Wolf Blitzer
Hellboy - Call of Darkness (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 17% (3,9); weltweites Einspielergebnis: $55,1 Mio.
FSK: 16, Dauer: 121 Minuten.
Vor 1500 Jahren besiegten König Artus und der Magier Merlin die unsterbliche Blutkönigin und Hexe Nimue (Milla Jovovich, "Die drei Musketiere"), als die Menschheit kurz vor der Niederlage gegen die von Nimue angeführten übernatürlichen Kreaturen stand. Nun versucht der Gruagach, ein wildschweinartiges Wesen aus dem Feenreich, Nimue wiederzubeleben und in der Folge die Herrschaft der Kreaturen über die Erde zu ermöglichen, wozu er zunächst die überall auf der Welt verteilten einzelnen Körperteile der Blutkönigin einsammeln muß. Die B.P.R.D., eine Geheimorganisation zur Bekämpfung paranormaler Gefahren, kommt dem Gruagach aber auf die Schliche und versucht, ihn aufzuhalten – angeführt von dem rothäutigen Halbdämon Hellboy (David Harbour, "Zeiten des Aufruhrs"). Dieser wurde einst durch ein finsteres Ritual auf die Erde gebracht, wo sich jedoch der B.P.R.D.-Leiter Professor Trevor "Broom" Bruttenholm (Ian McShane, "Scoop") seiner annahm und ihn zum schlagkräftigen Streiter für das Gute aufzog. An Hellboys Seite agieren das Medium Alice Monaghan (Sasha Lane, "American Honey") und Ex-Elitesoldat Ben Daimio (Daniel Dae Kim, TV-Serie "Hawaii Five-O"), gemeinsam bekommt es das Trio mit zahlreichen gefährlichen Kreaturen der Finsternis zu tun …

Mittwoch, 12. Mai 2021

HELLBOY – DIE GOLDENE ARMEE (2008)

Originaltitel: Hellboy II: The Golden Army
Regie und Drehbuch: Guillermo del Toro, Musik: Danny Elfman
Darsteller: Ron Perlman, Selma Blair, Doug Jones, Seth MacFarlane (Stimme), Luke Goss, Anna Walton, Jeffrey Tambor, John Hurt, Brian Steele, Iván Kamarás, Andrew Hefler, Mike Kelly, Roy Dotrice, Jimmy Kimmel
Hellboy 2 - Die goldene Armee (2008) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $168,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 120 Minuten.
Als in New York der Elfenprinz Nuada (Luke Goss, "Blade II") mit seinen Leuten eine Auktion überfällt, um dort einen Teil einer Krone zu rauben, ist die für übernatürliche Bedrohungen zuständige geheime FBI-Einheit B.P.R.D. natürlich mehr als alarmiert. Wie sich herausstellt, war das von Nuada geraubte Artefakt eines von drei Teilen einer mächtigen Krone, mit der man eine Armee mechanischer Krieger beherrschen kann: die legendenumwobene goldene Armee. Vor Ewigkeiten war diese Krone vom Elfenkönig Balor (Roy Dotrice, "Amadeus") – der selbst entsetzt war von der Unaufhaltsamkeit dieser von den Kobolden geschaffenen goldenen Armee – als Zeichen eines Waffenstillstands zwischen Elfen, Menschen und Trollen in jene drei Teile gebrochen und unter den drei Völkern verteilt worden. Angesichts der immer voranschreitenden Ausbreitung der Menschheit (die ob ihrer kurzlebigen Natur die Bedeutung ihres Kronen-Teils längst vergessen hat) auf dem Planeten mitsamt der Zerstörung der Natur will Nuada diesen Waffenstillstand aufkündigen und die Menschheit vernichten. Das zu verhindern ist natürlich die vordringliche Aufgabe des B.P.R.D., die allerdings dadurch erschwert wird, daß der (mehr oder weniger) freundliche Dämon Hellboy (Ron Perlman, "Pacific Rim") bei seinem Einsatz in dem Auktionshaus von TV-Kameras gefilmt wird und somit nun seine Existenz allgemein bekannt ist und höchst kontrovers diskutiert wird. Doch das drohende Ende der Menschheit kann nunmal nicht warten, weshalb sich Hellboy und seine Gefährten Abe Sapien (Doug Jones, "Shape of Water") und Liz Sherman (Selma Blair, "Natürlich blond") unter der Leitung ihres neuen Chefs Johann Krauss (in der Originalfassung gesprochen von Seth MacFarlane aus der TV-Serie "The Orville") auf dem Trollmarkt nach Hinweisen suchen – und dort unerwartete Hilfe von Nuadas Schwester Prinzessin Nuala (Anna Walton, "Mutant Chronicles") erhalten …

Mittwoch, 5. Mai 2021

HELLBOY (2004)

Regie und Drehbuch: Guillermo del Toro, Musik: Marco Beltrami
Darsteller: Ron Perlman, Selma Blair, Rupert Evans, Doug Jones, David Hyde Pierce (Stimme), John Hurt, Karel Roden, Jeffrey Tambor, Brian Steele, Ladislav Beran, Bridget Hodson, Corey Johnson, Brian Caspe, James Babson, Stephen Fisher, Garth Cooper, Angus MacInnes, Jim Howick, William Hoyland, Winter Ave Zoli, Guillermo del Toro, Mike Mignola
Hellboy (2004) on IMDb Rotten Tomatoes: 81% (6,8); weltweites Einspielergebnis: $99,4 Mio.
FSK: 12 (Director's Cut: 16), Dauer: 122 Minuten (Director's Cut: 127 Minuten, aufgrund der etwas schnelleren Abspielgeschwindigkeit auf DVD im Vergleich zum Kino sind es aber gut 10 Minuten mehr).
Als die Nazis im Jahr 1944 mit der Hilfe von Grigori Rasputin (Karel Roden, "A Lonely Place to Die") höllische Mächte zu ihrer Unterstützung herbeirufen wollen, können alliierte Spezialkräfte um Professor Trevor "Broom" Bruttenholm (John Hurt, "Alien") das gerade noch so verhindern. Etwas ist allerdings doch durch das Portal zur Hölle geschlüpft, ehe es wieder geschlossen werden konnte: ein kleiner, roter, gehörnter Baby-Dämon. Der Professor entschließt sich, den kurzerhand "Hellboy" genannten Dämon selbst aufzuziehen und zu einem geheimen Streiter für das Gute zu machen. 60 Jahre später ist der körperlich erwachsene, aber immer noch ziemlich kindische Hellboy (Ron Perlman, "Moonwalkers") zu einem mehr oder weniger zuverlässigen Agenten der geheimen FBI-Unterabteilung "Amt zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen" (englische Abkürzung: B.P.R.D.) geworden, der sich gemeinsam mit seinem Mentor Broom, dem telepathischen Fischwesen Abe Sapien (Doug Jones, TV-Serie "Star Trek: Discovery"; in der Originalfassung gesprochen von David Hyde Pierce aus der TV-Kultserie "Frasier"), der Pyrokinetikerin Liz (Selma Blair, "Eiskalte Engel") – in die Hellboy verliebt ist – und dem neuen Agenten Myers (Rupert Evans, "Agora") auf die Bekämpfung übernatürlicher Gefahren für die Menschheit spezialisiert hat. Richtig gefährlich wird es jedoch, als der Magier Rasputin von den Toten erweckt wird und das Ende der Welt einleiten will – wofür er Hellboy benötigt …

Donnerstag, 16. April 2020

Klassiker-Rezension: HOUSE (1977)

Originaltitel: Hausu
Regie: Nobuhiko Ōbayashi, Drehbuch: Chiho Katsura, Musik: Asei Kobayashi, Mickie Yoshino
Darsteller: Kimiko Ikegami, Yōko Minamida, Kumiko Ōba, Miki Jinbo, Ai Matubara, Masayo Miyako, Eriko Tanaka, Mieko Satō, Kiyohiko Ozaki, Saho Sasazawa, Haruko Wanibuchi
Hausu (1977) on IMDb Rotten Tomatoes: 91% (7,5); US-Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 88 Minuten.
Als ihr geplantes Sommer-Ferienlager ausfällt, fährt die japanische Schülerin Oshare (Kimiko Ikegami, "Bruder und Schwester") mit sechs Freundinnen zu Oshares Tante (Yōko Minamida, "Kampfgeschwader Zero"), die abgelegen in einem großen Haus auf dem Land wohnt. Doch die Tante verhält sich merkwürdig und das Haus stellt sich alsbald als noch viel seltsamer heraus. Als dann auch noch eines der Mädchen nach dem anderen auf immer absurdere Art und Weise im Haus verschwindet, wird den verbleibenden Freundinnen bald klar, daß dies kein übermäßig vergnüglicher Urlaub für sie werden wird. Was ist das große Geheimnis dieses mysteriösen Spukhauses? Warum scheint es seine Besucherinnen regelrecht zu verschlucken? Und gibt es für die anderen Mädchen noch eine Chance, ihre Freundinnen und sich selbst zu retten?

Mittwoch, 31. Oktober 2018

HALLOWEEN (2018)

Regie: David Gordon Green, Drehbuch: Danny McBride, Jeff Fradley und David Gordon Green, Musik: John Carpenter, Cody Carpenter und Daniel Davies
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Andi Matichak, Toby Huss, Nick Castle, James Jude Courtney, Will Patton, Haluk Bilginer, Dylan Arnold, Drew Scheid, Virginia Gardner, Jefferson Hall, Miles Robbins, Rhian Rees, Omar Dorsey, P.J. Soles
Halloween
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 79% (6,8); weltweites Einspielergebnis: $259,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 106 Minuten.

Seit seiner Mordserie an Halloween vor 40 Jahren ist der psychopathische Killer Michael Myers wieder in einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt, doch nun soll er in eine andere Einrichtung verlegt werden – gegen den Willen seines Psychiaters Dr. Ranbin Sartain (Haluk Bilginer, "The International"), dessen Mentor Dr. Loomis als Erster versuchte, Michael zu therapieren. Wie sich herausstellt, ist Dr. Sartains Widerstand gegen die Verlegung mehr als berechtigt, denn Michael gelingt wieder einmal die Flucht und während die Polizei um Deputy Frank Hawkins (Will Patton, "Armageddon") – der vor 40 Jahren Michael festnahm – fassungslos die blutigen Leichen seiner neuen Opfer betrachtet, macht sich der Killer unverzüglich auf den Weg in seine Heimat Haddonfield. Dort ist die einzige Überlebende von Michaels damaligem Mordzug, Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, "Ein Fisch namens Wanda"), nie wirklich über das erlittene Trauma hinweggekommen: Da sie alles unternahm, um sich und ihre Tochter auf die aus ihrer Sicht unvermeidliche Rückkehr Michaels vorzubereiten, wurde ihr Karen vom Jugendamt entzogen, als sie 12 war. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Laurie und ihrer Tochter (als Erwachsene: Judy Greer, "Ant-Man") angespannt, mit ihrer Teenager-Enkeltochter Allyson (Andi Matichak) kommt sie hingegen gut aus. Als Laurie von Michaels Flucht erfährt, holt sie ihre widerwillige Familie sofort zu sich in ihr abgelegenes Haus im Wald, das sie penibel zu einer hoffentlich uneinnehmbaren Festung ausgebaut hat …

Dienstag, 30. Oktober 2018

Klassiker-Rezension: HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS (1978)

Regie und Musik: John Carpenter, Drehbuch: Debra Hill und John Carpenter
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasance, Nick Castle, Nancy Loomis, P.J. Soles, Brian Andrews, John Michael Graham, Charles Cyphers, Kyle Richards, Nancy Stephens
Halloween - Die Nacht des Grauens (1978) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (8,6); weltweites Einspielergebnis: ca. $70 Mio.
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.

Nachdem er im Alter von sechs Jahren am Halloween-Abend seine ältere Schwester ermordet hat, wird Michael Myers in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen – 15 Jahre später gelingt ihm wiederum an Halloween die Flucht. Sein Psychiater Dr. Sam Loomis (Donald Pleasance, "Gesprengte Ketten"), der Michael für einen hoffnungsvollen Fall, ja gar für absolut "böse" hält, ahnt, wohin es den nun 21-Jährigen zieht: zurück in seinen Heimatort Haddonfield. Während Dr. Loomis dort noch versucht, den Sheriff (Charles Cyphers, "Coming Home") von der Gefahr zu überzeugen, hat Michael sich bereits seine nächsten potentiellen Opfer auserkoren: Die 17-jährige Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, "True Lies") und ihre besten Freundinnen Annie (Nancy Loomis) und Lynda (P.J. Soles, "Carrie") begegnen durch Zufall dem im Auto vorbeifahrenden Michael, der sie fortan heimlich verfolgt. Während die aufmerksame Laurie das bemerkt, halten ihre Freundinnen sie für paranoid. Am Abend arbeiten Laurie und Annie als Babysitter in dicht beieinander gelegenen Häusern, später – wenn die Kinder im Bett sind – wollen Lynda und ihr Freund für ein geselliges Beisammensein vorbeischauen. Doch der mit Maske und scharfem Messer ausgestattete Michael hat andere Pläne …

Dienstag, 2. Oktober 2018

HEAVY TRIP (2018)

Originaltitel: Hevi reissu
Regie: Juuso Laatio und Jukka Vidgren, Drehbuch: Juuso Laatio, Aleksi Puranen, Jari Olavi Rantala und Jukka Vidgren, Musik: Lauri Porra
Darsteller: Johannes Holopainen, Antti Heikkinen, Max Ovaska, Samuli Jaskio, Ville Tiihonen, Minka Kuustonen, Chike Ohanwe, Rune Temte
Heavy Trip (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 94% (7,5); US-Einspielergebnis: $,0,03 Mio.
FSK: 12, Dauer: 91 Minuten.
Seit 12 Jahren spielen Turo (Johannes Holopainen, "Der unbekannte Soldat"), Lotvonen (Samuli Jaskio), Jynkky (Antti Heikkinen) und Pasi (Max Ovaska, TV-Serie "Nymphs") zusammen in ihrer eigenen, immer noch namenlosen Heavy Metal-Coverband – nun fragen sie sich, ob sie vielleicht irgendwann einmal öffentlich auftreten sollten anstatt immer nur zu üben. Das könnte auch ihrem Image helfen, denn in ihrem finnischen Heimatort Taivalkoski gelten die vier jungen Männer als merkwürdige Verlierer und werden bestenfalls mitleidig betrachtet, schlimmstenfalls verspottet. Als die Band zufällig Frank (Rune Temte, TV-Serie "Fortitude"), den Organisator des norwegischen Heavy Metal-Festivals "Northern Damnation", trifft und ihm ein Demoband ihres ersten eigenen Songs mitgebt, könnte sich ihr Traum erfüllen. Da Leadsänger Turo vor seiner schönen früheren Schulkameradin Miia (Minka Kuustonen, "Das Mädchen und der Rapper") etwas angibt, macht im Dorf in Windeseile die Runde, daß der Auftritt bereits feststehe – und schon werden sie in der öffentlichen Wahrnehmung von Losern zu Helden. Nur der schleimige Schlagersänger Jouni (Ville Tiihonen, TV-Serie "Black Widows"), der selbst hinter Miia her ist, ist wenig begeistert von der unerwarteten Konkurrenz. Doch noch wartet Turo auf die Zusage, daß sie tatsächlich in Norwegen auftreten dürfen …

Mittwoch, 1. August 2018

HOTEL ARTEMIS (2018)

Regie und Drehbuch: Drew Pearce, Musik: Cliff Martinez
Darsteller: Jodie Foster, Sterling K. Brown, Dave Bautista, Sofia Boutella, Charlie Day, Brian Tyree Henry, Jeff Goldblum, Zachary Quinto, Jenny Slate, Kenneth Choi, Josh Tillman
Hotel Artemis
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 57% (5,8); weltweites Einspielergebnis: $13,3 Mio.
FSK: 16, Dauer: 95 Minuten.

Los Angeles, 21. Juni 2028. Ein ganz normaler Mittwochabend – das behauptet zumindest die Schwester (Jodie Foster, "Flightplan"), Leiterin des vom Mafiaboß "Wolf King" (Jeff Goldblum, "Thor 3") finanzierten Untergrund-Krankenhauses "Hotel Artemis", in dem sich Kriminelle jeder Art nach mißglückten Aktionen wieder zusammenflicken lassen können (sofern sie zahlende Mitglieder sind). So ganz normal ist dieser Mittwochabend allerdings nicht wirklich, denn ein gewalttätiger Aufstand ist ausgebrochen, nachdem die Trinkwasserversorgung privatisiert wurde und inzwischen für die ganz normale Bevölkerung das kühle Naß kaum noch erschwinglich ist. Sherman (Sterling K. Brown, TV-Serie "This Is Us") und drei weitere Männer wollen das Chaos für einen Banküberfall nutzen, der jedoch nur ansatzweise gelingt. Denn Shermans Bruder Lev (Brian Tyree Henry, TV-Serie "Atlanta") wird dabei angeschossen, weshalb Sherman ihn mit letzter Kraft zu dem nach der griechischen Göttin der Jagd benannten Hotel Artemis schleppt. Dort herrschen strenge Regeln, über deren Einhaltung Everest (Dave Bautista, "Guardians of the Galaxy"), der loyale Beschützer der Schwester, sorgt so sind Waffen ebenso verboten wie das Töten anderer Patienten. Diese Nacht wird jedoch eine echte Herausforderung nicht für Everest, denn einer der Patienten soll im Hotel Artemis einen Auftragsmord durchführen …

Dienstag, 14. Februar 2017

HIDDEN FIGURES – UNERKANNTE HELDINNEN (2016)

Regie: Theodore Melfi, Drehbuch: Allison Schroeder und Theodore Melfi, Musik: Hans Zimmer, Pharrell Williams und Benjamin Wallfisch
Darsteller: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons, Mahershala Ali, Glen Powell, Aldis Hodge, Olek Krupa, Kimberly Quinn
 Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 93% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $236,0 Mio.
FSK: 0, Dauer: 127 Minuten.

In den 1960er Jahren befinden sich die USA und die Sowjetunion nicht nur im Kalten Krieg, der immer dichter davor steht, ein heißer Krieg zu werden, sie stehen ebenfalls in einem erbitterten Wettrennen ins All – und die Sowjets liegen vorne, nachdem Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum und lebendig wieder zurück gebracht wurde. Die NASA versucht verzweifelt, den Rückstand aufzuholen, wofür die Arbeit der besten und klügsten Köpfe Amerikas vonnöten ist. Dazu zählt auch eine Gruppe afroamerikanischer Mathematikerinnen, die es aber gleich aus zwei Gründen besonders schwer hat: Sie sind Frauen und sie sind schwarz. Zwar werden sie innerhalb der NASA nicht mit dem gleichen offenen Rassismus konfrontiert wie im öffentlichen Raum, wo noch immer vielerorts strikte Rassentrennung herrscht, doch müssen sie sich auch hier häufig anhören, daß sie keine Ansprüche zu stellen haben und froh sein sollen, daß sie überhaupt hier arbeiten dürfen. Katherine Goble (Taraji P. Henson, "Date Night"), Mary Jackson (Janelle Monáe, "Moonlight") und Dorothy Vaughan (Octavia Spencer, "The Help") wollen das allerdings nicht akzeptieren – sie wissen, was sie können und sie wollen dieses Können auch zeigen und anwenden. Dank des Rückstands auf die Sowjets und des aufgeschlossenen neuen Direktors Al Harrison (Kevin Costner, "Man of Steel") dürfen sie das endlich …

Donnerstag, 19. Januar 2017

HELL OR HIGH WATER (2016)

Regie: David Mackenzie, Drehbuch: Taylor Sheridan, Musik: Nick Cave und Warren Ellis
Darsteller: Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges, Gil Birmingham, Katy Mixon, Marin Ireland, John-Paul Howard, Dale Dickey, Buck Taylor, Kevin Rankin, Alma Sisneros, Margaret Bowman, Kevin Wiggins, Amber Midthunder, Taylor Sheridan
Hell or High Water
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 97% (8,5); weltweites Einspielergebnis: $38,0 Mio.
FSK: 12, Dauer: 102 Minuten.

West-Texas ist eine jener ländlichen Gegenden im Kernland der USA, die besonders stark von den Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 betroffen sind: Die Industrie liegt brach, mit Landwirtschaft läßt sich auch nicht mehr viel verdienen, viele Einwohner sind hoch verschuldet und fühlen sich von den Banken betrogen. So auch die Brüder Toby (Chris Pine, "Star Trek Beyond") und Tanner Howard (Ben Foster, "Warcraft"), die kurz davor stehen, die Familienfarm an die Bank zu verlieren. Doch das wollen sie sich nicht bieten lassen und so überfallen sie die lokalen Filialen der betreffenden Bank, um mit der Beute dann die Hypothek begleichen zu können. Obwohl die ungleichen Brüder – Toby ist eigentlich ein netter Kerl, der niemandem schaden will, Tanner dagegen ein echter Krimineller, der ein Viertel seines Lebens hinter Gittern verbracht hat – Anfängerfehler begehen, funktioniert ihr Plan ganz gut. Doch dann setzt sich der kurz vor dem Ruhestand stehende Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges, "True Grit") mit seinem etwas jüngeren Partner Alberto Parker (Gil Birmingham, "Lone Ranger") auf ihre Spur …

Mittwoch, 4. Mai 2016

EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG (2016)

Originaltitel: A Hologram for the King
Regie und Drehbuch: Tom Tykwer, Musik: Johnny Klimek und Tom Tykwer
Darsteller: Tom Hanks, Sarita Choudhury, Alexander Black, Sidse Babett Knudsen, Tracey Fairaway, Tom Skerritt, Ben Whishaw, Khalid Laith, Jane Perry, David Menkin, Christy Meyer, Megan Maczko, Amira El Sayed, Mohamed Attifi
Ein Hologramm für den König
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 70% (6,2); weltweites Einspielergebnis: $11,8 Mio.
FSK: 6, Dauer: 98 Minuten.

Es ist die wohl letzte Chance für Alan Clay (Tom Hanks, "Captain Phillips"): Der Mittfünfziger war einst Manager eines im Zuge der Wirtschaftskrise Pleite gegangenen Fahrradherstellers, nun ist er kaum mehr als ein einfacher IT-Verkäufer. Da seine Frau ihn verlassen hat und er seiner Tochter Kit (Tracey Fairaway, "Genug gesagt") das College finanzieren muß, ist Alan auf sein Einkommen angewiesen. Doch es läuft nicht allzu gut in seinem neuen Job und so sagt ihm sein Vorgesetzter ziemlich klar: Wenn es ihm nicht gelingt, dem König von Saudi-Arabien ein hochmodernes holographisches Kommunikationssystem zu verkaufen, dann ist Schluß für ihn. Also macht sich Alan auf nach Saudi-Arabien, wo er und sein kleines Präsentationsteam jedoch in ihrem Zelt auf einer riesigen – aber verdächtig wenig arbeitsamen – Baustelle Tag für Tag vertröstet werden. Also macht Alan das Beste aus der Situation und erkundet mit seinem redseligen Fahrer Yousef (Alexander Black) die für ihn so fremde Gegend und lernt außerdem als Folge gesundheitlicher Probleme die nette Ärztin Dr. Zahra Hakeem (Sarita Choudhury, "Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1") kennen …

Donnerstag, 7. April 2016

THE HUNTSMAN & THE ICE QUEEN (3D, 2016)

Originaltitel: The Huntsman: Winter's War
Regie: Cedric Nicolas-Troyan, Drehbuch: Evan Spiliotopoulos und Craig Mazin, Musik: James Newton Howard
Darsteller: Chris Hemsworth, Jessica Chastain, Emily Blunt, Charlize Theron, Sheridan Smith, Nick Frost, Rob Brydon, Alexandra Roach, Sam Claflin, Sope Dirisu, Colin Morgan, Sophie Cookson, Sam Hazeldine, Ralph Ineson
The Huntsman & the Ice Queen
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 20% (4,3); weltweites Einspielergebnis: $165,0 Mio.
FSK: 12, Dauer: 114 Minuten.

Mehrere Jahre vor ihrer erbitterten und letztlich für sie tödlich verlaufenden Auseinandersetzung mit Snow White herrscht die böse Magierin Ravenna (Charlize Theron, "Mad Max: Fury Road") bereits über zahlreiche Königreiche und erobert immer weitere. Ihr einziger Schwachpunkt ist ihre deutlich sanftere kleine Schwester Freya (Emily Blunt, "Looper"), bei der sich das große magische Talent, das in der Familie liegt, noch nicht gezeigt hat. Erst ein schrecklicher Verrat ändert das, Freya trennt sich von ihrer Schwester und errichtet als "Ice Queen" im Norden selbst ein frostiges Königreich. Ihr einziges Ziel: Die Auslöschung der Liebe. So zieht sie sich mit Zwangsrekruten, die bereits als Kinder geraubt und ganz im buchstäblich lieblosen Sinne der Ice Queen zu loyalen und gefühlskalten "Huntsmen" erzogen werden, um dann als Freyas Armee weitere Länder zu erobern, in ihr Schloß zurück. Doch ausgerechnet ihre beiden besten Krieger, Eric (Chris Hemsworth, "Im Herzen der See") und Sara (Jessica Chastain, "Zero Dark Thirty"), verlieben sich ineinander …

Donnerstag, 18. Februar 2016

HAIL, CAESAR! (2016)

Regie und Drehbuch: Joel und Ethan Coen, Musik: Carter Burwell
Darsteller: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Scarlett Johansson, Tilda Swinton, Ralph Fiennes, Channing Tatum, Frances McDormand, Jonah Hill, Clancy Brown, Christopher Lambert, Veronica Osorio, Alison Pill, Fisher Stevens, David Krumholtz, Patrick Fischler, Max Baker, John Bluthal, Robert Picardo, Robert Trebor, Mather Zickel, Kyle Bornheimer, Wayne Knight, Jack Huston, Agyness Deyn, Dolph Lundgren
 Hail, Caesar!
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $64,2 Mio.
FSK: 0, Dauer: 106 Minuten.

Hollywood, Anfang der 1950er Jahre: Auf dem Studiogelände der Capitol Pictures geht es so turbulent zu wie immer. Auf einem Set wird eine anspruchsvolle Theateradaption gedreht, auf einem anderen ein Wasserballettfilm, auf einem dritten eine Matrosen-Musicalkomödie. Das ganz große Prestigeprojekt ist jedoch "Hail, Caesar!", ein opulenter Momunentalfilm über einen römischen Legionär – gespielt von dem Superstar Baird Whitlock (George Clooney, "Burn After Reading") –, der durch eine kurze Begegnung mit Jesus Christus kurz vor dessen Kreuzigung in seinem Glauben erschüttert wird. Eddie Mannix (Josh Brolin, "Inherent Vice") ist der Mann, der im Hintergrund dafür sorgt, daß all diese Produktionen halbwegs reibungslos ablaufen und auch die Verfehlungen der Schauspieler in ihrem Privatleben möglichst unter der Decke bleiben. Kurzum: Er ist ein sogenannter "Fixer" – und zwar der wahrscheinlich beste in der gesamten Filmbranche. Womit er nun konfrontiert wird, ist allerdings selbst für den alten Hasen Eddie neu: Baird Whitlock wird kurz vor dem Abschluß der Dreharbeiten zu "Hail, Caesar!" von einer Studiengruppe kommunistischer Drehbuch-Autoren entführt (wobei die Identität der Entführer Eddie verborgen bleibt), die für seine Freilassung $100.000 Lösegeld fordert

Mittwoch, 3. Februar 2016

THE HATEFUL 8 (2015)

Originaltitel: The Hateful Eight
Regie und Drehbuch: Quentin Tarantino, Musik: Ennio Morricone
Darsteller: Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Walton Goggins, Tim Roth, Michael Madsen, Demián Bichir, Bruce Dern, James Parks, Channing Tatum, Zoë Bell, Dana Gourrier, Gene Jones
The Hateful 8
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 75% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $161,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 169 Minuten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika wenige Jahre nach Ende des Bürgerkrieges (also um 1870 herum): Eine Postkutsche fährt durch die verschneite Berglandschaft von Wyoming und versucht, noch vor einem ihr bereits dicht folgenden Schneesturm "Minnies Miederwarenladen" zu erreichen, die letzte Postkutschenstation vor dem Zielort Red Rock. Einzige Insassen sind der berüchtigte Kopfgeldjäger John "Der Henker" Ruth (Kurt Russell, "Miracle") und seine für den Galgen bestimmte Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh, "Letzte Ausfahrt Brooklyn"), eine Mörderin, auf die $10.000 Kopfgeld ausgesetzt sind. Entsprechend ist John nicht begeistert, als die Kutsche von einem Mann angehalten wird, der sich ebenfalls als ein Kopfgeldjäger entpuppt: der befreite Sklave Marquis Warren (Samuel L. Jackson, "Black Snake Moan"), der im Bürgerkrieg zum Schrecken der Südstaaten-Soldaten wurde. Da John Marquis flüchtig kennt, nimmt er ihn trotzdem mit – ebenso wenig später den angeblichen neuen Sheriff von Red Rock, den aus dem Süden stammenden Rassisten Chris Mannix (Walton Goggins, "Lincoln"). Als sie Minnies Miederwarenladen endlich erreichen, ist die Besitzerin jedoch nicht anwesend, stattdessen führt ein gewisser Bob (Demián Bichir, "Savages") das Geschäft und auch eine weitere Kutsche mit drei Insassen hat die Station erreicht. Dies sind der ehemalige Südstaaten-General Sanford Smithers (Bruce Dern, "Nebraska"), der alternde Cowboy Joe Gage (Michael Madsen, "Pulp Fiction") und der neue Henker von Red Rock, Oswaldo Mobray (Tim Roth, "Selma"). John ist sich absolut sicher, daß mindestens einer davon vorhat, Daisy zu befreien …

Freitag, 14. August 2015

HOWL (2015)

Regie: Paul Hyett, Drehbuch: Mark Huckerby und Nick Ostler, Musik: Paul E. Francis
Darsteller: Ed Speleers, Holly Weston, Elliot Cowan, Shauna Macdonald, Sam Gittins, Duncan Preston, Ania Marson, Amit Shah, Rosie Day, Calvin Dean, Sean Pertwee
Howl
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 63% (5,6); weltweites Einspielergebnis: $0,5 Mio.
FSK: 16, Dauer: 92 Minuten.
Joe (Ed Speleers, "Eragon") ist ziemlich mies drauf. Der Londoner Zug-Schaffner hat gerade erfahren, daß seine Bewerbung um eine Beförderung abgelehnt wurde – und dann drückt ihm derjenige, der an seiner statt befördert wurde, auch noch eine zusätzliche Nachtschicht auf. Die Passagiere sind um die Uhrzeit nicht mehr allzu freundlich, dann läßt ihn auch noch seine hübsche Kollegin Ellen (Holly Weston, TV-Serie "Hollyoaks"), die für das Catering im Zug zuständig ist, abblitzen. Und als Krönung des Ganzen stößt der Zug mit irgendetwas auf den Gleisen zusammen und bleibt mitten in einem Waldgebiet stehen, woraufhin der Zugführer Tony (Sean Pertwee, "Doomsday") aussteigt, um nachzuschauen – und spurlos verschwindet! Da die Verbindung zur Zugleitzentrale gestört ist und die Handys keinen Empfang haben, läßt sich Joe von den verbliebenen Passagieren – dem großkotzigen Adrian (Elliot Cowan, TV-Serie "Da Vinci's Demons"), der taffen Geschäftsfrau Kate (Shauna Macdonald, "The Descent"), dem älteren Ehepaar Ged (Duncan Preston, TV-Serie "Emmerdale Farm") und Jenny (Ania Marson, "Nikolaus und Alexandra"), der schlecht gelaunten Jugendlichen Nina (Rosie Day), dem jungen Ingenieurstudent Billy (Sam Gittins) und dem schüchternen Bücherwurm Matthew (Amit Shah, "Alles koscher!") – überreden, zur nächsten Haltestelle zu laufen. Ein Vorhaben, das sie nach lautem Wolfsgeheul und einem Angriff unheimlicher Kreaturen schnell wieder fallenlassen, um sich stattdessen im Zugabteil zu verbarrikadieren …

Dienstag, 12. Mai 2015

HAMATORA – THE ANIMATION (TV-Serie, 2014, Episoden 1-3)

Eigentlich bespreche ich ja auf "Der Kinogänger" Nomen est omen – nur Filme, aber wenn mir (wie in diesem Fall von Kazé Anime) ein Rezensionsexemplar zugesandt wird, schrecke ich natürlich auch nicht vor einer TV-Serie zurück. Zumal, wenn es sich nur um die ersten drei Folgen handelt und der Zeitaufwand somit nicht größer ist als bei einem Kinofilm.

Regie: Seiji Kishi und Hitoshi Kimura, Drehbuch: Tōka Machida und Jun Kumagi, Musik: Makoto Yoshimori
 Hamatora the Animation
(2014) on IMDb FSK: 12, Dauer: 70 Minuten.
Der 17-jährige Nice ist ein ziemlich fauler Teenager, der es sich am liebsten einfach gut gehen läßt. Murasaki ist vier Jahre älter und ziemlich das Gegenteil von Nice: ein fleißiger und betont verantwortungsbewußter junger Mann. Gemeinsam führen die beiden die Detektei Hamatora in Yokohama. Was sie dazu befähigt? Sie sind sogenannte Minimum Holder – Besitzer eines "Minimum-Gens", das ihnen eine übermenschliche Fähigkeit verleiht. Bei Nice handelt es sich um Schallgeschwindigkeit, bei Murasaki um gewaltige Greifkraft. Doch sind sie bei weitem nicht die einzigen Minimum Holder, und so treffen sie bei ihren Aufträgen immer wieder auf andere übermenschlich Begabte – und auf einen Serienmörder, der Minimum Holder grausam tötet und ihnen die Gehirne entfernt …

Mittwoch, 21. Januar 2015

HERZ AUS STAHL (2014)

Originaltitel: Fury
Regie und Drehbuch: David Ayer, Musik: Steven Price
Darsteller: Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Peña, Jason Isaacs, Brad William Henke, Kevin Vance, Anamaria Marinca, Alicia von Rittberg, Jim Parrack, Xavier Samuel, Scott Eastwood
 Fury
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 76% (6,9); weltweites Einspielergebnis: $211,8 Mio.
FSK: 16, Dauer: 134 Minuten.

Deutschland im April 1945: Die Niederlage Nazi-Deutschlands ist nur noch eine Frage der Zeit, dennoch will Hitler nicht aufgeben und mobilisiert die allerletzten Kräfte – was unter anderem bedeutet, daß die SS selbst Kinder dazu zwingt, gegen die alliierten "Invasoren" zu kämpfen (wenn sie sich weigern, bekommt ihnen das nicht wirklich gut). In der Folge müssen sich die Alliierten mühsam von Kleinstadt zu Kleinstadt vorkämpfen, immer auf der Hut vor verbliebenen deutschen Truppen und einzelnen Scharfschützen. Der amerikanische Sherman-Panzer "Fury", dessen Besatzung von Sergeant Don "Wardaddy" Collier (Brad Pitt, "Moneyball") angeführt wird, hat soeben eine brutale Schlacht als einziger des Platoons überstanden, dabei aber einen Schützen verloren. Als Ersatz wird dem Panzer der junge Norman (Logan Lerman, "Vielleicht lieber morgen") zugeteilt, der erst seit zwei Monaten bei der Armee als Schreiber tätig ist. Collier und seine Männer – "Bibel" (Shia LaBeouf, "Transformers"), "Gordo" (Michael Peña, "Aushilfsgangster") und "Rattenarsch" (Jon Bernthal, "The Wolf of Wall Street") – sind von dieser Entscheidung nicht gerade begeistert und lassen das den armen Norman auch deutlich spüren. Nachdem die alliierten Truppen eine weitere Kleinstadt eingenommen haben, erhält die "Fury"-Besatzung von Captain Waggoner (Jason Isaacs, "Sweetwater") den Befehl, gemeinsam mit drei weiteren Panzern eine für den Vormarsch der Alliierten strategisch ungemein wichtige Kreuzung zu sichern – Aufklärung über das betroffene Gebiet gibt es allerdings nicht, weshalb niemand weiß, wie massiv dort noch deutsche Truppen vorhanden sind …