Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Posts mit dem Label #I werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #I werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 11. Januar 2023

IM WESTEN NICHTS NEUES (2022)

Internationaler Titel: All Quiet on the Western Front
Regie: Edward Berger, Drehbuch: Edward Berger, Lesley Paterson, Ian Stokell, Musik: Volker Bertelmann
Darsteller: Felix Kammerer, Albrecht Schuch, Edin Hasanović, Aaron Hilmer, Adrian Grünewald, Moritz Klaus, Daniel Brühl, Devid Striesow, Thibault de Montalembert, Sebastian Hülk, Andreas Döhler, Michael Wittenborn
All Quiet on the Western Front (2022) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (8,2); FSK: 16, Dauer: 148 Minuten.
Im Frühjahr 1917 und damit drei Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges melden sich der Kleinstadt-Gymnasiast Paul Bäumer (Felix Kammerer) und einige Klassenkameraden freiwillig zum Kriegsdienst, aufgestachelt durch die aufpeitschenden Reden des Schuldirektors (Michael Wittenborn, "Wir sind die Neuen"). Angekommen an der Westfront, wo der brutale Grabenkrieg seit Jahren praktisch eingefroren ist, sieht es allerdings ganz anders aus als gedacht und die Kriegslust der jungen Männer verwandelt sich zwischen Scharfschützen und Gasangriffen rasch in endloses Grauen. Etwas Halt finden die Jungs beim erfahrenen Stanislaus "Kat" Katczinsky (Albrecht Schuch, "Schachnovelle"), der ihnen die Grundlagen des Überlebens an der Front beibringt, und beim etwas naiven, jedoch freundlichen Norddeutschen Tjaden Stackfleet (Edin Hasanovic, "Mein Ende. Dein Anfang."). Eineinhalb Jahre später hat sich an der Front wenig geändert, jedoch ist die deutsche Niederlage angesichts inzwischen zehntausender Toter pro Woche eigentlich nicht mehr zu verhindern. So führt der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger (Daniel Brühl, "Rush") nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm eine Delegation an, die mit den Franzosen um Marschall Ferdinand Foch (Thibault de Montalembert, TV-Serie "Call My Agent") einen Waffenstillstand verhandeln soll – allerdings gegen den Willen des deutschen Militärs ...

Mittwoch, 22. Dezember 2021

ICH BIN DEIN MENSCH (2021)

Regie: Maria Schrader, Drehbuch: Jan Schomburg und Maria Schrader, Musik: Tobias Wagner
Darsteller: Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Wolfgang Hübsch, Hans Löw, Annika Meier, Falilou Seck, Jürgen Tarrach, Marlene-Sophie Haagen, Henriette Richter-Röhl
Ich bin dein Mensch (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $1,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 108 Minuten.
Dr. Alma Felser (Maren Eggert, "Die Unsichtbaren") ist eine etwas spröde Wissenschaftlerin, die im Berlin der nahen Zukunft eher widerwillig der Teilnahme an einer Studie zustimmt, um im Gegenzug mehr Forschungsgelder für ihr eigenes Projekt zu erhalten. Im Rahmen der Studie soll Alma drei Wochen lang den humanoiden Roboter Tom (Dan Stevens, "The Guest") auf Herz und Nieren testen, der ganz auf sie zugeschnitten und als ihr perfekter Partner konzipiert ist. Alma hält das Ganze für Mumpitz und behandelt Tom wie eine Maschine, zumal der Roboter zunächst etliche Fehler macht, da seine Künstliche Intelligenz ja erst lernen muß, was genau Alma mag und was nicht. Trotzdem kann die Wissenschaftlerin eine gewisse Faszination für den gutaussehenden und immer freundlichen Tom mit seinem leichten britischen Akzent nicht verhehlen. Nach und nach gewöhnt Alma sich an Toms durchaus angenehme Gesellschaft und nimmt ihn auch zur Arbeit oder zu einer Party mit, wo er – ohne daß die Anwesenden merken würden, daß er kein Mensch ist – sehr gut ankommt. Alma, die noch unter ihrer Trennung von Julian (Hans Löw, "Hedi Schneider steckt fest") leidet, beginnt sich zu fragen, wie es wäre und welche konkreten Folgen es hätte, mit einem humanoiden Roboter zusammenzuleben ...

Dienstag, 28. Januar 2020

THE IRISHMAN (2019)

Regie: Martin Scorsese, Drehbuch: Steven Zaillian, Musik: Robbie Robertson
Darsteller: Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci, Stephen Graham, Harvey Keitel, Domenick Lombardozzi, Bobby Cannavale, Ray Romano, Anna Paquin, Kathrine Narducci, Jack Huston, Stephanie Kurtzuba, Jesse Plemons, Gary Basaraba, Paul Herman, Marin Ireland, Sebastian Maniscalco, Lucy Gallina, Welker White, Steven Van Zandt, Paul Ben-Victor
The Irishman (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 95% (8,8); weltweites Einspielergebnis: $1,0 Mio.
FSK: 16, Dauer: 209 Minuten.
Als der irischstämmige Lastwagenfahrer Frank Sheeran (Robert De Niro, "Silver Linings") im Philadelphia der 1950er Jahre angeklagt wird, weil er einen Teil der Ladung illegal an die örtliche Mafia verkauft hat, vertritt ihn vor Gericht der Gewerkschaftsanwalt Bill Bufalino (Ray Romano, "The Big Sick"), der prompt einen Freispruch erwirkt. Was Frank nicht ahnt: Bills Cousin ist der einflußreiche Mafia-Boß Russell Bufalino (Joe Pesci, "Lethal Weapon 2"), dem er Frank nach dem Sieg vor Gericht vorstellt. Russell ist angetan von Frank und wird zu seinem Mentor. Da der Kriegsveteran Frank alle Befehle klaglos ausführt – selbst Morde – schafft er einen raschen Aufstieg in den Rängen der Mafia und erhält schließlich einen prestigeträchtigen, langfristiger ausgelegten Auftrag: Er wird zum Leibwächter des mächtigen und eng mit dem organisierten Verbrechen verbandelten Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino, "Once Upon a Time in … Hollywood"). Frank und der hitzköpfige Jimmy verstehen sich gut und werden bald zu engen Freunden, ihre Familien verbringen ebenso viel Zeit miteinander; speziell Franks Tochter Peggy (als Erwachsene: Anna Paquin, "Trick 'r Treat") hat ein inniges Verhältnis zu ihrem Lieblings-Onkel Jimmy. Doch als im Jahr 1960 John F. Kennedy zum US-Präsidenten gewählt wird und seinen Bruder Robert (Jack Huston, "Hail, Caesar!") zum Generalstaatsanwalt ernennt, nimmt sich dieser – obwohl JFK bei der Wahl aktiv von der Mafia unterstützt wurde – das organisierte Verbrechen und ganz speziell Jimmy Hoffa vor, was diesem letztlich eine mehrjährige Haftstrafe einbringt. Als Jimmy wieder freikommt, will er "seine" Gewerkschaft natürlich zurück, doch seine Nachfolger Frank Fitzsimmons (Gary Basaraba, "The Accountant") und Tony Provenzano (Stephen Graham, "Rocketman") denken gar nicht daran, ihre Macht abzugeben – und auch der Mafia wird Jimmys erratisches Verhalten zunehmend lästig. Kann Frank seinen Kumpel davon überzeugen, sich zurückzuhalten, bevor etwas Schlimmes passiert?

Dienstag, 23. Juli 2019

Klassiker-Rezension: DAS INDISCHE GRABMAL (1921)

Regie: Joe May, Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang, Musik: Wilhelm Löwitt, hier: Vojtěch Havel und Irena Havlova
Darsteller: Conrad Veidt, Olaf Fønss, Mia May, Bernhard Goetzke, Erna Morena, Paul Richter, Lya de Putti, Lewis Brody
 Das indische Grabmal zweiter Teil - Der Tiger von Eschnapur
(1921) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 6, Dauer: 233 Minuten.

Der renommierte britische Architekt Herbert Rowland (Olaf Fønss, "Der Gang in die Nacht") staunt nicht schlecht, als eines Tages der geheimnisvolle indische Yoghi Ramigani (Bernhard Goetzke, "Dr. Mabuse, der Spieler") unangekündigt in seinem Arbeitszimmer sitzt und ihm ein verlockendes Angebot macht: Herbert soll dem Maharadscha von Eschnapur, Ayan (Conrad Veidt, "Casablanca"), ein monumentales Grabmal für seine Frau bauen. Obwohl das Angebot ein paar merkwürdige Nebenbedingungen hat – so darf Herbert seiner Verlobten Irene (Mia May, "Die Herrin der Welt") nicht bezüglich seiner Abreise Bescheid sagen –, nimmt der Architekt es schließlich an, weil die berufliche Versuchung einfach zu groß ist. In Indien angekommen, muß Herbert allerdings zu seinem Schrecken erfahren, daß Ayans Frau Savitri (Erna Morena, "Die Verschwörung zu Genua") noch quicklebendig ist – aber eine Gefangene ihres Gatten, da der sie beim Fremdgehen mit dem britischen Offizier Mac Allan (Paul Richter, "Die Nibelungen") erwischt hatte. Für zusätzliche Komplikationen sorgt wenig später die Ankunft von Irene, die durch hartnäckige Nachforschungen herausfinden konnte, wohin ihr Verlobter verschwunden ist, und nun der Sache auf den Grund gehen will …

Dienstag, 14. August 2018

IN THE MIDDLE OF THE RIVER (2018)

Deutscher Alternativtitel: In der Mitte des Flusses
Regie und Drehbuch: Damian John Harper
Darsteller: Eric Hunter, Max Thayer, Nikki Lowe, Ava del Cielo, Morgan Hill, Matthew T. Metzler, Ryan Begay
 In the Middle of the River (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: -; weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 16, Dauer: 114 Minuten.

Nach einem Brand ist der Mittzwanziger Gabriel (Eric Hunter) vor ein paar Jahren aus seinem trostlosen Heimatort in New Mexico verschwunden, ohne sich von jemandem zu verabschieden. Nun kehrt er als ein kriegsversehrter Irak-Veteran zurück, um herauszufinden, wer für den Tod seiner Zwillingsschwester Naomi verantwortlich ist. Gabriels Rückkehr wird von Verwandten und früheren Freunden gemischt aufgenommen, vor allem seine indianische Ex-Freundin Dana (die MMA-Kämpferin Nikki Lowe) ist verständlicherweise immer noch stinksauer, weil Gabriel sie und ihren Sohn damals zurückgelassen hat. Gabriel versucht, das, was er kaputtgemacht hat, wieder zu reparieren und gleichzeitig den Mörder seiner Schwester zu finden, die offenbar von einer Klippe herabgestoßen wurde. Schnell kristallisieren sich zwei Favoriten heraus: Trigger Finger (Matthew T. Metzler, "Maze Runner 2"), Anführer einer White Power-Gang, der sich zu dessen Verdruß auch Gabriels kleiner Bruder Ishmael (Morgan Hill) angeschlossen hat – und Gabriels eigener, gewalttätiger Großvater (Max Thayer, "Karate Tiger 2") …

Mittwoch, 23. Mai 2018

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE (2018)

Regie und Drehbuch: Wes Anderson, Musik: Alexandre Desplat
Sprecher der Originalfassung: Bryan Cranston, Edward Norton, Liev Schreiber, Bill Murray, Jeff Goldblum, Bob Balaban, Koyu Rankin, Kunichi Nomura, Greta Gerwig, Scarlett Johansson, F. Murray Abraham, Akira Takayama, Frances McDormand, Akira Ito, Yoko Ono, Tilda Swinton, Harvey Keitel, Fisher Stevens, Ken Watanabe, Roman Coppola, Kara Hayward, Courtney B. Vance, Anjelica Huston
Sprecher der deutschen Synchronfassung: Torsten Michaelis, Andreas Fröhlich, Leon Boden, Klaus-Dieber Klebsch, Tom Vogt, Lutz Mackensy, Manja Doering, Luise Helm, Karin Buchholz, Christian Brückner, Wolf Frass, Martin Umbach
Ataris Reise
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (8,0); weltweites Einspielergebnis: $64,7 Mio.
FSK: 6, Dauer: 102 Minuten.

Japan, 2038: Hunde sind allgegenwärtig, weshalb Bürgermeister Kobayashi (Kunichi Nomura, "Lost in Translation") von Megasaki City – dessen Familie Hunde seit Generationen hasst – zu drastischen Maßnahmen greift, als sich eine Hundegrippe ausbreitet und auf den Menschen überzuspringen droht: Alle Hunde, die auch nur ansatzweise Symptome der Krankheit zeigen, werden nach Trash Island gebracht und dort sich selbst überlassen. Da der Name Programm und Trash Island eine Ansammlung kleinerer Inseln nahe der Küste ist, die verlassen und voller Müllberge sind, ist die Situation für die hungernden Vierbeiner bereits nach einem halben Jahr ziemlich aussichtslos. Eines Tages legt der 12-jährige Atari (Koyu Rankin) mit einem kleinen Flugzeug eine Bruchlandung auf Trash Island hin und wird von einem Rudel Alphahunde um Rex (Edward Norton, "Birdman") und den früheren Streuner Chief (Bryan Cranston, "Godzilla") gefunden. Schnell verstehen sie, was Atari – das Mündel des Bürgermeisters – hier will: Er ist auf der Suche nach seinem geliebten Hund Spots, der als allererster auf die Müllinseln verbannt wurde. Obwohl Chief anfangs dagegen ist, beschließt das fünfköpfige Rudel, dem Jungen zu helfen – immerhin ist er der erste Mensch, der die so schmählich im Stich gelassenen Hunde in ihrer unwirtlichen neuen Heimat aufsucht …

Dienstag, 3. April 2018

I, TONYA (2017)

Regie: Craig Gillespie, Drehbuch: Steven Rogers, Musik: Peter Nashel
Darsteller: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Julianne Nicholson, Caitlin Carver, Paul Walter Hauser, Bobby Cannavale, Bojana Novakovic, Jason Davis, Cory Chapman, Ricky Russert, Anthony Reynolds
I, Tonya
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (7,8); weltweites Einspielergebnis: $53,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 120 Minuten.

In den 1970er Jahren wird die gerade mal dreijährige Tonya von ihrer wenig fürsorglichen, aber umso durchsetzungsstärkeren Mutter LaVona (Allison Janney, "The Help") zum Eiskunstlaufen gebracht – die Trainerin Diane (Julianne Nicholson, "Black Mass") nimmt zwar eigentlich keine so kleinen Kinder in ihre Gruppe auf, doch als sie sieht, was Tonya bereits drauf hat, macht sie eine Ausnahme. Und tatsächlich ist das Kind ein Naturtalent, das bereits früh Wettbewerbe gewinnt und als junge Erwachsene (Margot Robbie, "The Wolf of Wall Street") auf dem Weg zu Olympia 1992 in Albertville ist. Privat läuft es allerdings nicht so gut, da sie noch immer unter der Fuchtel ihrer Mutter steht und ihre stürmische Beziehung zu Jeff (Sebastian Stan, "Captain America") mehr Tiefen als Höhen hat. Dazu kommt noch, daß die Eiskunstlaufrebellin Tonya – die zu rockigen Klängen anstatt zu der üblichen klassischen Musik läuft, sich wenig damenhaft gibt und sich ihre Kostüme aus Geldnot selbst näht – von den Jurymitgliedern klar benachteiligt wird. Auch deshalb entwickeln irgendwann der nicht allzu helle Jeff und sein bester Freund (und Tonyas Bodyguard) Shawn (Paul Walter Hauser, TV-Serie "Kingdom") den Plan, Tonyas größte nationale Konkurrentin Nancy Kerrigan (Caitlin Carver, "Margos Spuren") auszuschalten …

Dienstag, 13. März 2018

I REMEMBER YOU / GEISTERFJORD (2017)

Originaltitel: Ég man pig
Regie: Óskar Thór Axelsson, Drehbuch: Ottó Geir Borg und Óskar Thór Axelsson
Darsteller: Jóhannes Haukur Jóhannesson, Anna Gunndís Gudmundsdóttir, Thor Kristjansson, Sara Dögg Ásgeirsdóttir, Ágústa Eva Erlendsdóttir, Amar Páll Hardarson
I Remember You
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (6,2); weltweites Einspielergebnis: $0,7 Mio.
FSK: 16, Dauer: 106 Minuten.
Da die Pathologin des Ortes gerade unterwegs ist, wird als Ersatz Psychiater Freyr (Jóhannes Haukur Jóhannesson, "Atomic Blonde") von Polizistin Katrín (Anna Gunndís Gudmundsdóttir) in die Kirche einer isländischen Kleinstadt gerufen, wo sich eine alte Frau das Leben genommen hat. Das ist an sich nicht besonders ungewöhnlich, allerdings stellt sich heraus, daß der Dame auf ihrem Rücken diverse Kreuze eingeritzt wurden, was offenbar über Jahre hinweg geschah. Katrín bemerkt Verbindungen zu einigen anderen Todesfällen, die allesamt als Unfälle abgehakt wurden, bei genauerer Betrachtung aber doch ziemlich merkwürdig sind. Gemeinsam mit Freyr forscht sie nach – und irgendwie scheinen die Vorkommnisse mit dem seit einiger Zeit spurlos verschwundenen kleinen Sohn des Psychiaters zusammenzuhängen. Derweil versuchen Dagný (Sara Dögg Ásgeirsdóttir, "Kaltes Licht") und Gardar (Thor Kristjansson, "Dracula Untold"), ihre nach einem Schicksalsschlag stark kriselnde Ehe zu retten, indem sie mit der gemeinsamen Freundin Lif (die frühere recht kontroverse Eurovision Song Contest-Teilnehmerin Ágústa Eva Erlendsdóttir, "Der Tote aus Nordermoor") ein heruntergekommenes Haus auf einer verlassenen kleinen Insel restaurieren. Doch vor allem Dagný wird wiederholt Zeugin merkwürdiger, rational kaum erklärbarer Geschehnisse in und um das Haus herum …

Dienstag, 30. Januar 2018

INSIDIOUS: THE LAST KEY (2018)

Regie: Adam Robitel, Drehbuch: Leigh Whannell, Musik: Joseph Bishara
Darsteller: Lin Shaye, Leigh Whannell, Angus Sampson, Kirk Acevedo, Bruce Davison, Caitlin Gerard, Spencer Locke, Javier Botet, Josh Stewart, Tessa Ferrer, Aleque Reid, Ava Kolker, Hana Hayes, Pierce Pope, Thomas Robie, Marcus Henderson, Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins, Barbara Hershey, Stefanie Scott, Joseph Bishara
Insidious: The Last Key
(2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 33% (5,1); weltweites Einspielergebnis: $172,8 Mio.
FSK: 16, Dauer: 104 Minuten.

Im Jahr 2010 erhält Medium Elise Rainier (Lin Shaye, "Tales of Halloween") einen Anruf des Gefängniswärters Ted Garza (Kirk Acevedo, "Planet der Affen: Revolution"), in dessen Haus es spukt. Als sie erfährt, daß Garza in jenem Haus wohnt, in dem sie selbst in den 1950er Jahren aufgewachsen ist, lehnt sie Garzas Bitte um Hilfe spontan ab, entscheidet sich jedoch schnell um. Grund für ihre emotionale Aufwallung ist, daß Elise als Kind in diesem Haus unmittelbar neben einem Hochsicherheitsgefängnis erstmals mit der Geisterwelt in Berührung kam. Denn ihr Vater Gerald (Josh Stewart, "The Dark Knight Rises") war in dem Gefängnis als Henker tätig und Elise konnte die Geister der von ihm exekutierten Häftlinge sehen – was dem gewalttätigen Vater überhaupt nicht gefiel. Rund ein halbes Jahrhundert nach ihrem letzten Besuch in dem Ort, in dem sie mit ihrem jüngeren Bruder Christian aufwuchs, kehrt sie nun also mit ihren beiden Geisterjäger-Assistenten Tucker (Angus Sampson, "Mad Max: Fury Road") und Specs (Leigh Whannell, "Saw") zurück, um einen Abschluß zu suchen. Doch es erwarten sie weit größere und vielfältigere Schrecken, als sie es sich je hätte vorstellen können …

Donnerstag, 16. Februar 2017

INTO THE FOREST (2015)

Regie und Drehbuch: Patricia Rozema, Musik: Max Richter
Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Callum Keith Rennie, Max Minghella, Michael Eklund, Wendy Crewson
 Into the Forest
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 76% (6,8); weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 101 Minuten.
In der nahen Zukunft leben die fast erwachsenen Schwestern Nell (Ellen Page, "Inception") und Eva (Evan Rachel Wood, "Across the Universe") mit ihrem fürsorglichen Vater Robert (Callum Keith Rennie, "Warcraft: The Beginning") in einem abgelegenen Haus irgendwo am Rande der riesigen kanadischen Wälder. Während Nell für den schon in zwei Tagen anstehenden College-Aufnahmetest büffelt, trainiert die angehende Tänzerin Eva mit höchster Konzentration, zumal sie nach einer längeren Verletzungspause etwas eingerostet ist. Mitten in den Alltag des Trios platzt eine Fernseh-Meldung, wonach an der gesamten Westküste der Strom ausgefallen ist – wenig später sitzen auch Nell, Eva und Robert im Dunklen. Während anfänglich alle mit einer baldigen Rückkehr des Stroms rechnen und so auch im nächsten Ort die Menschen halbwegs vernünftig bleiben, zieht sich die Situation doch zunehmend in die Länge, bald kommen selbst im Radio keine Nachrichten mehr. Als dann auch noch Robert einen Unfall hat, sind Nell und Eva ganz auf sich allein gestellt in dieser neuen, stromfreien Welt …

Donnerstag, 3. November 2016

DIE INSEL DER BESONDEREN KINDER (3D, 2016)

Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
Regie: Tim Burton, Drehbuch: Jane Goldman, Musik: Michael Higham und Matthew Margeson
Darsteller: Asa Butterfield, Eva Green, Samuel L. Jackson, Ella Purnell, Finlay MacMillan, Lauren McCrostie, Terence Stamp, Chris O'Dowd, Dame Judi Dench, Allison Janney, Rupert Everett, Hayden Keeler-Stone, Georgia Pemberton, Milo Parker, Raffiella Chapman, Cameron King, Pixie Davis, Kim Dickens, O-Lan Jones, Aiden Flowers, Nicholas Oteri
Die Insel der besonderen Kinder
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 65% (6,0); weltweites Einspielergebnis: $296,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 127 Minuten.

Der 16-jährige Amerikaner Jacob (Asa Butterfield, "Hugo Cabret") ist ein Außenseiter. Auch die Beziehung zu seinen vielbeschäftigten Eltern ist nicht sonderlich innig, einzig Großvater Abe (Terence Stamp, "Song for Marion") kümmert sich seit jeher liebevoll um ihn und erzählte ihm von klein auf fantastische Geschichten von seinen Abenteuern im Kampf gegen gräßliche Monster in Europa. Nun ist Abe tot, offiziell an einem Herzinfarkt verstorben, doch Jacob, der ihn fand, sah eine riesige, baumartige Kreatur vom Tatort verschwinden. Wenig überraschend glaubt ihm das niemand, weshalb er bei der Psychiaterin Dr. Golan (Allison Janney, "The Help") landet, die Jacobs Eltern empfiehlt, mit ihm auf die kleine walisische Insel zu reisen, auf der sein Großvater in einem Waisenhaus aufwuchs – dort könne er bestimmt mit dem Erlebten abschließen. Also fahren Jacob und sein Vater (Chris O'Dowd, "Am Sonntag bist du tot") nach Wales, wo der Junge schon bald herausfindet, daß Abes Geschichten sehr wohl mehr als nur Phantastereien waren – denn er landet in dem von Miss Peregrine (Eva Green, "300 – Rise of an Empire") geleiteten Waisenhaus, in dem sein Großvater aufwuchs; nur daß sich dieses Waisenhaus inmitten einer Zeitschleife im Jahr 1943 befindet, von Kindern mit übernatürlichen Fähigkeiten bewohnt wird und von ebenjenen, vom finsteren Mr. Barron (Samuel L. Jackson, "The Hateful 8") angeführten Monstern bedroht wird, die Abe töteten …

Dienstag, 8. Dezember 2015

IM HERZEN DER SEE (3D, 2015)

Originaltitel: In the Heart of the Sea
Regisseur: Ron Howard, Drehbuch: Charles Leavitt, Musik: Roque Baños
Darsteller: Chris Hemsworth, Benjamin Walker, Tom Holland, Cillian Murphy, Ben Whishaw, Brendan Gleeson, Michelle Fairley, Charlotte Riley, Frank Dillane, Paul Anderson, Jamie Sives, Joseph Mawle, Donald Sumpter, Osy Ikhile, Gary Beadle, Edward Ashley, Jordi Mollà
Im Herzen der See
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 43% (5,5); weltweites Einspielergebnis: $94,3 Mio. 
FSK: 12, Dauer: 122 Minuten.

Nach langem Bitten gelingt es dem jungen, aufstrebenden Schriftsteller Herman Melville (Ben Whishaw, "Cloud Atlas") endlich doch, Thomas Nickerson (Brendan Gleeson, "The Guard"), den letzten Überlebenden des legendenumwobenen Untergangs des Walfangschiffes "Essex" einige Jahrzehnte zuvor, zu überreden, ihm die ganze Wahrheit über das Unglück zu erzählen. Der noch immer traumatisierte Mann war seinerzeit, im Jahr 1820, das mit 14 Jahren jüngste Besatzungsmitglied, als das Schiff unter dem unerfahrenen Captain George Pollard (Benjamin Walker, "Abraham Lincoln: Vampirjäger") von der Insel Nantucket aus in See stach. Doch als Folge der boomenden Nachfrage nach Waltran sind in den üblichen Gewässern nur noch sehr wenige Wale zu finden, weshalb die "Essex" immer weiter hinaus auf die hohe See steuern muß. Der anhaltende Mißerfolg verstärkt die Spannungen zwischen Captain Pollard und dem ersten Steuermann Owen Chase (Chris "Thor" Hemsworth), dem eigentlich versprochen worden war, die Fahrt selbst als Captain anzuführen. Als die "Essex" schließlich doch auf eine riesige Walherde stößt, ist der Jubel groß – allerdings nur kurz, denn ein gewaltiger weißer Walbulle attackiert das Schiff …

Donnerstag, 3. Dezember 2015

IRRATIONAL MAN (2015)

Regie und Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Parker Posey, Jamie Blackley, Tom Kemp, Ethan Phillips, Betsy Aidem, Sophie von Haselberg
Irrational Man
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 47% (5,6); weltweites Einspielergebnis: $29,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 95 Minuten.

Als der bekannte Philosophie-Professor und erfolgreiche Sachbuch-Autor Abe Lucas (Joaquin Phoenix, "Walk the Line") an das Kleinstadt-College Braylin in Rhode Island wechselt, sind alle begeistert – abgesehen von Abe. Der befindet sich nämlich in einer handfesten depressiven Phase, die er zum größten Teil mit Alkohol und Selbstmitleid auslebt. Selbst die Anhimmelung seiner Studenten und die amourösen Avancen durch die etwas ältere, aber attraktive Chemie-Professorin Rita Richards (Parker Posey, "Superman Returns") und die ebenso intelligente wie bildschöne Studentin Jill Pollard (Emma Stone, "Birdman") bringen seine Lebensgeister nicht zurück. Das gelingt erst einem Gespräch einer Gruppe Fremder in einem Café, das Abe und Jill zufällig mitanhören und in dem es um ein großes Unrecht geht, das einer tapferen Mutter droht. Abe weiß sofort, was zu tun ist: Er wird einen perfekten und zudem moralisch gerechtfertigten Mord begehen! Alleine die Planungsphase versetzt Abe in eine nie gekannte Euphorie, die auch sein Liebesleben endlich wieder in Schwung bringt …

Donnerstag, 16. Juli 2015

INSIDIOUS: CHAPTER 3 (2015)

Regie und Drehbuch: Leigh Whannell, Musik: Joseph Bishara:
Darsteller: Lin Shaye, Stefanie Scott, Dermot Mulroney, Angus Sampson, Leigh Whannell, Michael Reid MacKay, Tom Fitzpatrick, Hayley Kiyoko, Tate Berney, Steve Coulter, Ashton Moio, Phyllis Applegate, Jeris Poindexter, Joseph Bishara, James Wan
Insidious: Chapter 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 56% (5,6); weltweites Einspielergebnis: $120,5 Mio.
FSK: 16, Dauer: 98 Minuten.

Nach dem krankheitsbedingten Tod ihrer Mutter lebt die Schülerin Quinn Brenner (Stefanie Scott, "Freundschaft Plus") gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Alex und ihrem von der Situation überforderten Vater Sean (Dermot Mulroney, "The Grey") in einem großen, optisch nicht übermäßig freundlichen Wohnhauskomplex in Chicago. Da Quinn, die hofft, nach der High School in der Schauspielschule aufgenommen zu werden, ihre Mutter unendlich vermißt, will sie Kontakt zu der Verstorbenen aufnehmen und landet so bei dem Medium Elise Rainier (Lin Shaye, "Snakes on a Plane"). Obwohl Elise diese Tätigkeit inzwischen aufgegeben hat, macht sie für die verzweifelte Quinn eine Ausnahme – ohne Erfolg. Quinn spricht in ihrer Wohnung trotzdem weiterhin mit ihrer toten Mutter, bis sie eines Nachts tatsächlich Antwort zu erhalten scheint. Doch schon bald muß sie erkennen, daß es sich in Wirklichkeit um einen mächtigen Dämon handelt, der es auf ihre Seele abgesehen hat. Ob Elise die arme Quinn noch vor einem grausamen Schicksal bewahren kann?

Mittwoch, 4. März 2015

INHERENT VICE – NATÜRLICHE MÄNGEL (2014)

Regie und Drehbuch: Paul Thomas Anderson, Musik: Jonny Greenwood
Darsteller: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Katherine Waterston, Benicio del Toro, Owen Wilson, Reese Witherspoon, Joanna Newsom, Martin Short, Maya Rudolph, Hong Chau, Eric Roberts, Jena Malone, Martin Donovan, Sasha Pieterse, Peter McRobbie, Keith Jardine, Jefferson Mays, Elaine Tan, Jeannie Berlin, Serena Scott Thomas, Michael Kenneth Williams, Michelle Sinclair, Wilson Bethel, Anders Holm
Inherent Vice
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 74% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $14,8 Mio.
FSK: 16, Dauer: 148 Minuten.

Los Angeles, 1970: Larry "Doc" Sportello (Joaquin Phoenix, "Hotel Ruanda") ist Privatdetektiv und ein leidenschaftlicher Kiffer. Man möchte meinen, daß Letzteres für Ersteres nicht gerade zuträglich ist, doch tatsächlich hat er so einiges zu tun. Dafür, daß Doc in einen ziemlichen Schlamassel gerät, der eigentlich mindestens eine Nummer zu groß für ihn ist, ist primär seine Ex-Freundin Shasta (Katherine Waterston, "Taking Woodstock") verantwortlich. Die informiert Doc nämlich darüber, daß sie von der Frau ihres Geliebten – dem reichen Immobilientycoon Michael Z. Wolfmann (Eric Roberts, "Express in die Hölle") – und deren Liebhaber aufgefordert wurde, ihnen bei einem Komplott gegen Wolfmann zu helfen. Kurz nachdem Doc dies erfahren hat, verschwinden sowohl Wolfmann als auch Shasta scheinbar spurlos. Unterdessen erhält der Privatdetektiv weitere Aufträge, so soll er beispielsweise im Auftrag dessen vermeintlicher Witwe (Jena Malone, "Die Tribute von Panem – Catching Fire") den angeblichen Tod des Surfer-Saxophonisten Coy Harlingen (Owen Wilson, "Midnight in Paris") überprüfen. Und irgendwie scheinen all seine neuen Fälle mit Michael Z. Wolfmann in Zusammenhang zu stehen. Das ruft auch den mit Doc nicht wirklich befreundeten Detective "Bigfoot" Bjornsen (Josh Brolin, "True Grit"), das FBI sowie die Staatsanwaltschaft – in Person von Docs aktueller Freundin Penny Kimball (Reese Witherspoon, "Wasser für die Elefanten") – auf den Plan …

Donnerstag, 26. Februar 2015

INTO THE WOODS (2014)

Regie: Rob Marshall, Drehbuch: James Lapine, Songs: Stephen Sondheim
Darsteller: Emily Blunt, James Corden, Anna Kendrick, Meryl Streep, Lilla Crawford, Daniel Huttlestone, Chris Pine, Tracey Ullman, Johnny Depp, Mackenzie Mauzy, Billy Magnussen, Christine Baranski, Lucy Punch, Tammy Blanchard, Annette Crosbie, Frances de la Tour
Into the Woods
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 71% (6,6); weltweites Einspielergebnis: $212,9 Mio.
FSK: 6, Dauer: 125 Minuten.

Eigentlich leben der Bäcker (James Corden, "One Chance") und seine schöne Frau (Emily Blunt, "Edge of Tomorrow") ein sehr zufriedenes Leben am Rande des Zauberwalds, nur eines fehlt ihnen zu ihrem Glück: ein Kind. Eines Tages erfahren sie, warum es einfach nicht klappen will: Ihre Nachbarin, die böse Hexe (Meryl Streep, "Glaubensfrage"), hat den Vater des Bäckers und all seine männlichen Nachfahren verflucht, nachdem der ihr einige Zauberbohnen stahl und sie damit (unwissentlich) ihrer Jugend und Schönheit beraubte. Damit die Hexe den Fluch wieder aufhebt, soll ihr der Bäcker innerhalb der nächsten zwei Tage vier Dinge bringen: eine schneeweiße Kuh, einen blutroten Umhang, maisgelbes Haar und Schuhe aus Gold. Da trifft es sich gut, daß sich im Zauberwald auch Cinderella (Anna Kendrick, "The Voices"), Rapunzel (MacKenzie Mauzy) und Rotkäppchen (Lilla Crawford) aufhalten sowie der junge Hans (Daniel Huttlestone, "Les Misérables"), der die alte, weiße Kuh seiner Mutter verkaufen soll …

Mittwoch, 11. Februar 2015

THE IMITATION GAME – EIN STRENG GEHEIMES LEBEN (2014)

Regie: Morten Tyldum, Drehbuch: Graham Moore, Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Matthew Goode, Matthew Beard, Charles Dance, Mark Strong, Allen Leech, Rory Kinnear, James Northcote, Steven Waddington, Alex Lawther, Jack Bannon, Tuppence Middleton
 The Imitation Game
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (7,7); weltweites Einspielergebnis: $233,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 114 Minuten.

Als Großbritannien in den Zweiten Weltkrieg eingreift, bewirbt sich der junge Mathematiker Alan Turing (Benedict Cumberbatch, "12 Years a Slave") um eine Stelle als "Codeknacker" beim Militär. Da sich der hochintelligente, aber im sozialen Umgang nicht eben einfache Alan beim Vorstellungsgespräch bei Commander Denniston (Charles Dance, "Dracula Untold") allzu großspurig verhält, hätte er eigentlich keine Chance – doch im letzten Moment kann er den Commander doch davon überzeugen, ihn einzustellen. Alan wird Teil einer kleinen Gruppe, die unter höchster Geheimhaltung die als unantastbar geltende Nazi-Verschlüsselungsmaschine "Enigma" knacken soll. Während die anderen einen eher direkten Ansatz wählen, kapselt sich Alan ab und will im Alleingang eine "Universalmaschine" entwickeln, die Enigma gewachsen ist. Dank der Unterstützung des Geheimdienstchefs Menzies (Mark Strong, "The Guard") kann sich Alan vorerst durchsetzen und noch einige zusätzliche Leute in das Team holen, von denen sich vor allem die Studentin Joan (Keira Knightley, "Can a Song Save Your Life?") als wichtige Verstärkung erweist – zumal sich der notorische Außenseiter Alan der als brillante Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft klar Benachteiligten emotional verbunden fühlt …

Donnerstag, 18. Dezember 2014

IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS (2014)

Regie: Giulio Ricciarelli, Drehbuch: Elisabeth Bartel, Giulio Ricciarelli, Musik: Sebastian Pille und Niki Reiser
Darsteller: Alexander Fehling, André Szymanski, Gert Voss, Johannes Krisch, Johann von Bülow, Friederike Becht, Hansi Jochmann, Robert Hunger-Bühler, Elinor Eidt, Mathis Reinhardt, Tim Williams
 Im Labyrinth des Schweigens
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 82% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $4,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 123 Minuten.

Ende der 1950er Jahre in Frankfurt am Main: Johann Radmann (Alexander Fehling, "Buddy") geht es richtig gut. Im boomenden Wirtschaftswunderland hat er kürzlich sein Jura-Studium abgeschlossen und arbeitet nun für die Staatsanwaltschaft. Zwar muß er als Anfänger sich zunächst mit Verkehrsdelikten und ähnlich "spannenden" Angelegenheiten beschäftigen – aber immerhin lernt er auf diese Weise die gewitzte Verkehrssünderin Marlene (Friederike Becht, "Hannah Arendt") kennen, die schon bald seine Freundin wird. Eines Tages sieht Johann im Gerichtsgebäude, wie der wütende Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski) die zufällig gerade anwesenden Anwälte der Reihe nach fragt, warum sie einen ehemaligen KZ-Wärter nicht anklagen wollen, obwohl sein jüdischer Künstlerfreund Simon Kirsch (Johannes Krisch, "Finsterworld") ihn als Lehrer auf dem Pausenhof einer Frankfurter Schule erkannt hat. Johann ist irritiert, denn wie viele seiner Altersgenossen weiß er über die Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg kaum etwas – und die älteren Generationen schweigen großteils zu dieser Thematik. Johanns Interesse ist geweckt, und das, was er von Gnielka und später diversen KZ-Überlebenden hört und liest, trifft ihn bis ins Mark. Er will die damaligen Mittäter, die bei den Nürnberger Prozessen keine Rolle spielten, vor Gericht bringen – stößt mit diesem Ansinnen aber vorwiegend auf Ablehnung. Die entscheidende Person allerdings stimmt ihm zu: Der (jüdische) Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss, "Zettl") überträgt Johann kurzerhand die Leitung der Ermittlungen. Ein Name springt dem jungen Staatsanwalt dabei bald besonders ins Gesicht: der des früheren KZ-Arztes Josef Mengele …

Donnerstag, 13. November 2014

INTERSTELLAR (2014)

Regie: Christopher Nolan, Drehbuch: Jonathan und Christopher Nolan, Musik: Hans Zimmer
Darsteller: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, Sir Michael Caine, Matt Damon, David Gyasi, Wes Bentley, John Lithgow, Casey Affleck, Topher Grace, Mackenzie Foy, Timothée Chalamet, David Oyelowo, William Devane, Ellen Burstyn, Elyes Gabel, Josh Stewart, Bill Irwin
Interstellar
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 73% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $705,2 Mio.
 FSK: 12, Dauer: 169 Minuten.
In der nicht allzu fernen Zukunft sind die natürlichen Ressourcen der Erde nahezu erschöpft. Staubstürme überziehen den Planeten, Getreide kann infolge großflächigen Mehltau-Befalls nicht mehr angebaut werden, die gesamte Landwirtschaft konzentriert sich notgedrungen auf den Anbau von Mais. Die Industriegesellschaft, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr, auch der begnadete Ingenieur und frühere Astronaut Cooper (Matthew McConaughey, "Dallas Buyers Club") betätigt sich widerwillig als Farmer. Doch eines Tages stoßen er und seine wißbegierige Tochter Murphy (Mackenzie Foy, "Conjuring – Die Heimsuchung") auf ein seltsames Phänomen in ihrem Haus, das ihnen bestimmte Koordinaten zu übermitteln scheint. Sie folgen ihnen und landen bei den Überresten der NASA, die unter der Leitung von Dr. Brand (Sir Michael Caine, "Harry Brown") an einem Geheimprojekt zur Umsiedlung der Menschheit durch ein plötzlich aufgetauchtes Wurmloch in eine fremde Galaxie arbeitet. Und Cooper soll nun gemeinsam mit Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway, "Les Misérables"), den weiteren Astronauten Romilly (David Gyasi, "Cloud Atlas") und Doyle (Wes Bentley, "Die Tribute von Panem – The Hunger Games") sowie den Robotern TARS (im Original gesprochen von Bill Irwin, "Das Mädchen aus dem Wasser") und CASE (Josh Stewart, "Transcendence") durch das Wurmloch fliegen und einen passenden Planeten finden …

Dienstag, 11. März 2014

Klassiker-Rezension: IN EINEM ANDEREN LAND (1932)

Originaltitel: A Farewell to Arms
Regie: Franz Borzage, Drehbuch: Benjamin Glazer und Oliver H.P. Garrett, Musik: Milan Roder
Darsteller: Gary Cooper, Helen Hayes, Adolphe Menjou, Mary Philips, Jack La Rue, Blanche Friderici, Gilbert Emery, Mary Forbes, George Humbert
A Farewell to Arms
(1932) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (7,5); FSK: nicht geprüft; Dauer: 85 Minuten.
Europa während des Ersten Weltkrieges: Der Amerikaner Frederic Henry (Gary Cooper, "Ein Mann wie Sprengstoff") ist als Freiwilliger Teil der italienischen Armee und fungiert dort als Ambulanzfahrer. Eines Tages lernt er im Hospital die hübsche englische Krankenschwester Catherine Barkley (Helen Hayes, "Anastasia", "Airport") kennen und obwohl Liebeleien streng verboten sind, verlieben sie sich unsterblich ineinander. Frederic muß schon bald wieder an die Front, weshalb die Liebenden die lange Zeit bis zu ihrem Wiedersehen mit Briefen überbrücken müssen, die durch unglückliche Umstände jedoch beiderseits nie ihr Ziel erreichen. Irgendwann hält Frederic die Ungewißheit nicht mehr aus und desertiert kurzerhand, um sich inmitten der Wirren des Krieges auf die Suche nach Catherine – von deren Schwangerschaft er noch nichts weiß – zu machen ...