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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 18. August 2014

Media Monday #164


1. Wenn ich Coming of Age-Filme sehe, werde ich richtiggehend nostalgisch, weil die nunmal fast zwangsläufig an das eigene Heranwachsen erinnern.
2. Mit seiner Rolle als schwuler Bodyguard in Barry Sonnenfelds "Be Cool" (2005) ist Dwayne "The Rock" Johnson endlich mal aus seinen Rollenschema ausgebrochen, denn sonst spielt er ja doch meistens coole Actionhelden. So eine schräge, selbstironische Rolle dürfte er ruhig mal wieder übernehmen.
3. Coming of age-Stories liebe ich, wenn sie gut gemacht sind. Begründungen (neben dem in Frage 1 Genannten) gibt es in meinen Kritiken: "Vielleicht lieber morgen", "Boyhood", "Ganz weit hinten", "Rushmore", auch "Stoker" oder der unterschätzte "Violet & Daisy". Sogar mein absoluter Lieblingsfilm ist ein Coming of Age-Film: "Der Club der toten Dichter" (leider ohne Rezension).
4. Die "Feuerlöscher-Szene" in Gaspar Noés kontrovers diskutiertem (inzwischen aber scheinbar etwas in Vergessenheit geratenen) Drama "Irreversibel" war die mitunter brutalste Szene, die mir je in einem Film untergekommen ist und zwar, weil sie im Gegensatz zu vielen Horrorfilm-Brutalitäten so unerträglich realistisch inszeniert war und einen zudem aufgrund der Rückwärts-Erzählweise gleich zu Beginn schockt. Wenn man das und später auch noch eine zweite, ähnlich unerträgliche Sequenz durchsteht, wird man in der zweiten Hälfte aber mit einem richtig guten, einfühlsamen und hervorragend gespielten Drama belohnt, dessen emotionale Wucht auch der eingangs präsentierten Brutalität geschuldet ist.
5. Viele Slasher-Filmreihen aus den 1970er und 1980er Jahren hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich kommt doch sowieso kein Remake, Reboot oder Fortsetzung qualitativ an die Originale ("The Fog", "Halloween", "Hellraiser", "Nightmare on Elm Street") heran ...
6. Normalerweise kann ich einfalls- und niveaulosen Parodien wie "Scary Movie" und den ganzen noch viel schlechteren Nachfolgern und Nachahmern nichts abgewinnen, aber das ist ja nicht meine Schuld. Die müßten ja nur bessere Filme machen, nicht wahr?
7. Zuletzt gesehen habe ich "Die üblichen Verdächtigen" und das war etwas ernüchternd, weil ich diesen Kultfilm doch irgendwie noch deutlich besser in Erinnerung hatte. Aber gut, die überraschende Enthüllung am Ende ist halt nur einmal überraschend. Und wie verdammt viel in dem Film verdammt noch mal geflucht wird, hatte ich wohl total verdrängt. Fuck! ;-)

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es beim Medienjournal.

Kommentare:

  1. The Rock als Homosexueller? Klingt gut. Ab auf die to-watch-Liste.

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    1. Wobei der Film insgesamt leider sehr mittelmäßig ist, deutlich schwächer jedenfalls als der Vorgänger "Get Shorty". Aber man kann ihn trotzdem gut gucken, wenn man gerade in der Stimmung für leichte Unterhaltung ist.

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  2. Mit den Remakes hast du schon recht. Aber irgendwie hätte ich schon Lust auf eine stimmige Neuauflage von predator oder commando. Nur schade, das niemand die Essenz dieser finde heute noch zu verstehen scheint - zumindest in Hollywood!

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    1. Naja, ein neuer "Predator"-Film unter Leitung von Shane Black ("Lethal Weapon", "Kiss Kiss Bang Bang", "Iron Man 3") ist ja in Vorbereitung, davon verspreche ich mir doch einiges. Wobei ich aber ehrlich gesagt nie der ganz große "Predator"-Fan war, sondern klar die Giger-Aliens bevorzuge ...

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    2. Das wollte ich auch damit sagen: ich hoffe, dass der neue Predator super wird und nicht so ein Dreck wie zuletzt Predators. Vielleicht ist ja Black der Richtige und bekommt freie Hand. Alien ist auch super, aber als spaßigen Actionfilm finde ich Predator besser als z.B. Aliens. Ridley Scotts Original ist großartig, aber eben ein Horrorfilm.

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    3. Abgesehen vom verschenkten Alibi-Finale fand ich "Predators" sehr unterhaltsam. Ich mag einfach das gute, alte "Zehn kleine Negerlein"-Prinzip in solchen Filmen. Zumindest wenn die einzelnen Charaktere prägnant genug sind und die Todes-Reihenfolge nicht komplett vorhersehbar ist. Beide Punkte hat "Predators" für mich weitgehend erfüllt. Im Gegensatz zum grauenhaft schlechten "Aliens vs. Predator 2" ...

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  3. Yeah, wir haben beide Irreversibel genannt. Der Film war wirklich heftig. Ich würde ihn allerdings nicht empfehlen. Noch weniger A Serbian Movie..

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    1. "Irreversibel" würde ich manchen Personen schon empfehlen, weil er ja wirklich Inhalt und Sinn hat und, wenn man bis zum Ende durchhält, emotional aufwühlt. "A Serbian Film" dagegen habe ich nie gesehen und angesichts all dessen, was ich darüber gelesen habe, werde ich ihn bestimmt auch nie anschauen ...

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  4. Bist du noch so jung? ;)
    Bei Punkt 6 sehe ich das ebenso. Ich kann auch nix dafür, dass solch Schund produziert wird ;)

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