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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 27. Dezember 2018

KINOVORSCHAU WINTER/FRÜHLING 2019 (Teil 1)

Letztes Update vom 19. Januar: Der US-Horrorfilm "Escape Room" wurde um eine Woche auf den 28. Februar verschoben.

Nachdem der Kinoherbst uns immerhin noch den erfolgreichsten Film des Jahres beschert hat ("Phantastische Tierwesen 2" mit gut 3,5 Millionen Zuschauern), stehen im Januar und Februar in den deutschen Lichtspielhäusern wieder einmal vorwiegend hoffnungsvolle OSCAR-Anwärter Schlange, um das anspruchsvolle Publikum in die Kinos zu locken - aber natürlich gibt es auch noch einige potentielle Mainstream-Highlights, wenngleich erstaunlicherweise zur Abwechslung ohne Comic-Superhelden. Die wichtigsten und vielversprechendsten deutschen Kinostarts bis Ende Februar: 

3. Januar:
Ich bin ja grundsätzlich ein großer Fan von Keira Knightley, aber in historischen bzw. in relativ ferner Vergangenheit spielenden Rollen ("Stolz und Vorurteil", "Die Herzogin", "Anna Karenina") finde ich sie sogar noch besser. Scheinbar sieht sie selbst das ähnlich oder vielleicht hat sie auch einfach ein Faible für solche Rollen, jedenfalls spielt auch das historische Biopic "Colette" mehr als 100 Jahre in der Vergangenheit: Die Story beginnt in den 1890er Jahren und handelt von der titelgebenden jungen Französin, die den bekannten Autor Willy (Dominic West) heiratet und von ihm in die Pariser Künstlerkreise eingeführt wird. Das weckt ihre eigene Kreativität und da weibliche Autoren zu dieser Zeit kaum Chancen haben, ermutigt Willy – der selbst in einer kreativen Krise steckt – sie, unter seinem Namen Bücher zu veröffentlichen. Die entwickeln sich zu einem großen Erfolg und schon bald will Colette nicht mehr akzeptieren, daß ihr Gatte den ganzen Ruhm einheimst …

"Die Frau des Nobelpreisträgers":
Ebenso wie Keira Knightley zählt Glenn Close zu den Kandidatinnen für eine weitere OSCAR-Nominierung, wobei Close nach ihrer Golden Globe-Nominierung sogar bessere Aussichten hat. Sie verkörpert in der Romanverfilmung des schwedischen Regisseurs Björn Runge Joan Castleman, deren Ehemann Joe (Jonathan Pryce) just den Literaturnobelpreis gewonnen hat. Auf der Reise zur Verleihung nach Stockholm werden Joan – die selbst Autorin ist – und Joe von ihrem Sohn David (Max Irons) und dem Schrifsteller Nathaniel (Christian Slater) begleitet, der unbedingt eine Biographie über Joe verfassen möchte. Doch die Reise zeigt auf, daß es bei der Schriftsteller-Familie Castleman bei weitem nicht so harmonisch zugeht wie es scheint …

10. Januar:
"Robin Hood":
Braucht die Welt eine weitere Verfilmung der Sage von Robin Hood, dem aufrechten Kämpfer für die Gerechtigkeit und die Unterdrückten gegen die korrupten und gierigen Adligen um den Sheriff von Nottingham und Prinz John? Nun, Hollywood meinte offensichtlich "Ja!", allerdings dürften die Produzenten das inzwischen schon wieder bereuen. Denn der neue "Robin Hood" vom britischen TV-Regisseur Otto Bathurst ("Peaky Blinders") fiel in den USA bei den Kritikern ebenso durch wie beim Publikum – im Rest der Welt, wo europäische Sagenstoffe traditionell populärer sind, dürfte es etwas besser laufen, angesichts von Produktionskosten von rund $100 Mio. wird es aber sehr schwer werden, am Ende schwarze Zahlen zu schreiben. "Kingsman"-Star Taron Egerton spielt den neuen Robin Hood in einem Film, der sich offenbar Guy Ritchies erfolgreiche "Sherlock Holmes"-Neuinterpretation als Vorbild genommen hat und vor allem auf temporeiche Action setzt – dabei aber offenbar Handlung und Figurenzeichnung weitgehend vernachlässigt. Robins engster Vertrauter John wird von Jamie Foxx verkörpert, Lady Marian von Eve Hewson (TV-Serie "The Knick"), der Sheriff von Nottingham vom australischen "Rogue One"-Bösewicht Ben Mendelsohn.

"Ben Is Back":
Zu den zahlreichen OSCAR-Kandidaten, die im Januar und Februar bei uns starten, zählt das Familien- und Suchtdrama "Ben Is Back" von Peter Hedges ("Pieces of April"), in dem dessen Sohn Lucas Hedges die Hauptrolle des drogensüchtigen Ben übernimmt, der sich selbst aus der Entzugsklinik entlassen hat und nun an Weihnachten vor der Tür seiner Familie steht. Von der wird er mehr als skeptisch aufgenommen, doch schließlich einigt er sich mit seiner Mutter (Julia Roberts) darauf, daß er einen Tag bleiben darf, bevor er freiwillig in die Klinik zurückkehrt. Lucas Hedges ist dieses Jahr gleich mit zwei Filmen aussichtsreich im Rennen um eine OSCAR-Nominierung, jedoch dürfte er mit "Der verlorene Sohn" (für den er bereits eine Golden Globe-Nominierung erhielt) bessere Chancen haben. Julia Roberts zählt auch zum erweiterten Kandidatinnenkreis.

"Polaroid":
Der norwegische Regisseur Lars Klevberg legt gerade einen ziemlich steilen Aufstieg hin: Seine cineastischen Sporen verdiente er sich durch drei Kurzfilme, von denen der letzte – eine an den Genreklassiker "Ring" erinnernde Horrorstory namens "Polaroid" – offenbar so gut ankam, daß er ihn selbst zu einem englischsprachigen Kinofilm ausbauen durfte. Und ebenfalls 2019 soll auch noch die von ihm geleitete Wiederbelebung der altehrwürdigen "Child's Play"-Reihe (aka "Chucky – Die Mörderpuppe") die Leinwände erobern. Ob er das Zeug dazu hat, kann man ja anhand von "Polaroid" schon einmal überprüfen. Hier geht es um die recht menschenscheue Schülerin Bird (Kathryn Prescott aus der TV-Serie "24: Legacy"), deren große Leidenschaft das Photographieren ist. Doch als sie in einem Antiquariat eine alte Polaroid-Kamera ersteht, muß sie bald feststellen, daß deren Benutzung unschöne Nebenwirkungen mit sich bringt: Wer von ihr photographiert wird, stirbt wenig später einen grausigen Tod …

"Kalte Füße":
Deutsch-österreichische Komödie über den jungen Kleinkriminellen Denis (Emilio Sakraya), der in die abgelegene Villa des reichen Raimund (Heiner Lauterbach) einbricht und erwischt wird. Zu seinem Glück wird er allerdings für den neuen Pfleger des von einem Schlaganfall schwer gezeichneten Raimund gehalten und nutzt diese Gelegenheit, um der sicheren Verhaftung zu entgehen. Bevor er wieder abhauen kann, kommt ein Schneesturm auf, der alle Anwesenden – darunter auch Raimunds Enkelin (Sonja Gerhardt) – in der Villa festsetzt. Das ist ungünstig für Denis, denn Raimund hat ihn schnell durchschaut.

Diese schrullig-sympathische Heavy Metal-Komödie aus Finnland, die im letzten Drittel immer wahnwitziger wird, war der Publikumsliebling beim Fantasy Filmfest 2018. Mehr zum Film in meiner verlinkten Rezension.

"Das Mädchen, das lesen konnte":
Französisches historisches Drama über die junge Bäuerin Violette (Pauline Burlet) – auf deren Autobiographie der Film basiert –, die Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Bergdorf in der Provence aufwächst, als alle Männer des Ortes von Napoleon III. als Rebellen verhaftet werden. Fortan müssen die zurückgebliebenen Frauen sich ohne männliche Hilfe über Wasser halten …

17. Januar:
"Glass":
Nachdem sich M. Night Shyamalans bester und erfolgreichster Film seit langem, "Split", ganz am Ende überraschend als Spin-Off seines frühen Mystery-Hits "Unbreakable" entpuppte, führt der für seine überraschenden Wendungen berühmt-berüchtigte Filmemacher die beiden Filme und ihre Pro- und Antagonisten in "Glass" zusammen: Bruce Willis kehrt als unverwundbarer Superheld wider Willen David Dunn zurück und Samuel L. Jackson als dessen skrupelloser, an der Knochenkrankheit leidender "Entdecker" Mr. Glass sowie aus "Split" James McAvoy als schizophrener Kevin Wendell Crumb (alias Beast) und Anya Taylor-Joy als dessen einziges entflohenes Opfer Casey Cooke. Da Beast-Kevin inzwischen komplett außer Kontrolle ist, will David ihn zur Strecke bringen – doch da dies ein Shyamalan-Film ist, dürfen wir uns garantiert auf etliche unerwartete Storyentwicklungen freuen.

Das Kino-Regiedebüt der renommierten britischen Theater-Regisseurin Josie Rourke erzählt die tragische Geschichte von Mary Stuart, hier verkörpert von Saoirse Ronan ("Brooklyn"), und ihrer Rivalin Königin Elizabeth I. (Margot Robbie). Den Kritikern zufolge sollen die darstellerischen Leistungen (neben der für Kostümfilme üblichen prächtigen Ausstattung) allerdings auch schon das beste Element eines allzu konventionell inszenierten und trotz betonter Konzentration auf die beiden Rivalinnen zu wenig in die Tiefe gehenden Films sein, der deshalb kaum eine Rolle in der Awards Season spielt.

"Der Spitzenkandidat":
Letzteres gilt auch für Jason Reitmans auf realen Geschehnissen basierendes Politdrama, das lange als potentielles OSCAR-Schwergewicht galt – ehe die mediokren Rezensionen kamen, die vor allem die Haltungslosigkeit des überwiegend bloß abbildenden Films kritisieren. Auch hier erhält der Hauptdarsteller das meiste Lob, denn Hugh Jackman ("Greatest Showman") verkörpert gewohnt charismatisch den US-Politiker Gary Hart, der 1988 als aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten galt, ehe ihn eine außereheliche Affäre und seine denkbar schlechte Krisenbewältigung gegenüber den Angriffen der Boulevardmedien zu Fall brachten. Vera Farmiga spielt Harts Ehefrau, J.K. Simmons seinen Wahlkampfmanager.

"Manhattan Queen":
In der mittelmäßig rezensierten, vom Klassiker "Die Waffen der Frauen" aus dem Jahr 1988 inspirierten Komödie von Peter Segal ("Get Smart") spielt Jennifer Lopez Maya, die mit Anfang 40 stellvertretende Filialleiterin in einem Supermarkt in New York ist, damit jedoch wohl bereits das Ende der Karriereleiter erreicht hat, da sie keinen Schulabschluß besitzt und ihr so das höhere Management verwehrt bleibt. Doch als ihre beste Freundin ihren Lebenslauf kreativ überarbeitet, erhält sie prompt eine Anstellung als Marketing-Beraterin in einer Kosmetikfirma. Zunächst läuft es gut, doch natürlich droht ihr Schwindel irgendwann aufzufliegen … Lopez hat für ihre gewohnt charmante Performance viel Lob erhalten, doch ein uninspiriertes Skript ohne viel Witz kann auch sie nur ansatzweise retten.

"Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers":
In den 1950er Jahren und danach noch einmal in den 1970er Jahren wurden insgesamt fünf erfolgreiche "Immenhof"-Heimatfilme gedreht (und in den 1990er Jahren noch eine TV-Serie), die die Abenteuer der Bewohner des fiktiven Reiter-Gutshofs in Schleswig-Holstein schildern. Jetzt versucht sich die Regisseurin und Drehbuch-Autorin Sharon von Wietersheim ("Workaholic") an einer modernen Neubelebung, in der drei Schwestern (zwei davon noch minderjährig) sich seit dem Tod des Vaters alleine um den Immenhof kümmern. Während die gewitzte mittlere Tochter Lou (Leia Holtwick) mit ihren 16 Jahren die ersten Liebeswirren erlebt, versucht sie alles, um den drohenden Ruin des Immenhofs abzuwenden. Weitere Rollen spielen Heiner Lauterbach und Wotan Wilke Möhring.

"Fahrenheit 11/9":
Das Ziel von OSCAR-Gewinner Michael Moore ("Bowling for Columbine") ist klar: US-Präsident Donald Trump muß weg! Da werden ihm viele zustimmen, doch sein Plan, mit dieser neuen polemischen Doku (deren Titel von seinem früheren Erfolg "Fahrenheit 9/11" abgeleitet ist und somit indirekt die Wahl Trumps in ihrer Wirkung auf die USA mit den Anschlägen vom 11. September 2001 vergleicht) pünktlich zu den Zwischenwahlen im November 2018 die Wähler aufzurütteln, ging trotzdem ziemlich schief. Zwar verliefen die Zwischenwahlen für Trump wenig erfolgreich, mit Moores Film hat das jedoch kaum zu tun, den wollte in den USA nämlich kaum jemand im Kino sehen – eher schwer vorstellbar, daß das bei uns anders laufen wird. Hat sich Moores gewollt polarisierender Stil einfach abgenutzt? Oder können die "normalen Bürger" das Thema einfach nicht mehr hören und sehen? An den Kritiken kann es jedenfalls nicht liegen, die fielen nämlich sehr positiv aus, zumal sich Moore weniger als sonst in den Mittelpunkt stellt und sich auch keineswegs nur an Trump abarbeitet, sondern ebenso die Fehler des übrigen US-Politbetriebs (auch und gerade bei den nun oppositionellen Demokraten) seziert, die seiner Meinung nach Trumps Wahl erst ermöglicht haben.

"Raus":
Ein deutsches Aussteiger-Drama von Philipp Hirsch über den linken Aktivisten Glocke (Matti Schmidt-Schaller), der ins Visier der Polizei gerät und sich daher einer Gruppe von Aussteigern anschließt, die autark in den Bergen leben will. Doch die erhoffte Idylle wird schon bald von der grimmen Realität eingeholt …

24. Januar:
" Chaos im Netz" (3D):
2012 feierte Disney mit einer seiner relativ wenigen kompletten Neukreationen der jüngeren Vergangenheit große Erfolge bei Publikum und Kritikern: "Ralph reichts" schildert die eifrigen Bemühungen eines eigentlich doch recht liebenswürdigen Videospiel-Bösewichts, endlich auch mal ein Held sein zu dürfen. In "Chaos im Netz" kehren Randale-Ralph, Rennfahrerin Vanellope von Schweetz und die anderen Spielfiguren zurück, um im Internet nach einem entscheidenden Ersatzteil für ein beschädigtes Videospiel zu suchen … Nachdem bereits der erste Teil mit vielen Cameos legendärer Videospiel-Figuren glänzte, weitet "Chaos im Netz" das noch aus und bringt u.a. die Disney-Prinzessinnen sowie Marvel-Superhelden ins Spiel – was erneut für starke Kritiken und hohe Einspielergebnisse sorgt.

"Creed II":
Und gleich noch eine Fortsetzung: Nach dem gelungenen "Rocky"-Reboot "Creed" mit dem von Michael B. Jordan ("Black Panther") verkörperten Sohn von Apollo Creed, der mit der Hilfe von Rocky (immer noch: Sylvester Stallone) selbst ein erfolgreicher Boxer werden möchte, knüpft "Creed II" an "Rocky IV" an – denn Adonis Creed, der es in der Zwischenzeit zum Weltmeister gebracht hat, soll in seinem nächsten Kampf auf den Sohn von Rockys früherem Erzrivalen Ivan Drago (erneut: Dolph Lundgren) treffen. Rocky ist davon nur wenig begeistert, muß er sich auf diese Weise doch erneut mit Traumata aus seiner Vergangenheit beschäftigen … Laut Stallone soll dies sein letzter Auftritt als "Rocky" sein; mal sehen, ob er sich daran hält, denn weitere "Creed"-Filme dürfte es als Folge der wiederum positiven Kritiken und des auf dem Niveau des Vorgängers bleibenden kommerziellen Erfolges auf jeden Fall geben.

Zu den größten OSCAR-Favoriten zählt "The Favourite" vom griechischen Filmemacher Yorgos Lanthimos, der mit seinen höchst unkonventionellen Filmen ("The Lobster", "The Killing of a Sacred Deer") schon für viel Furore bei Kritikern und Festivalbesuchern überall auf der Welt sorgte – das große reguläre Kinopublikum fand er außerhalb seiner Heimat bislang aber nicht. Mit "The Favourite" könnte sich das ändern, denn der satirische Kostümfilm soll für Lanthimos' Verhältnisse recht zugänglich geraten sein und glänzt zudem mit einer Hauptdarstellerinnen-Troika, die gute Aussichten hat, komplett für die Academy Awards nominiert zu werden: Die vor allem aus hochwertigen britischen TV-Serien wie "Broadchurch", "The Night Manager" oder "The Crown" bekannte Charaktermimin Olivia Colman spielt die britische Königin Anne, die im 18. Jahrhundert mühsam über ein Großbritannien herrscht, das sich im Krieg mit Frankreich befindet. Da Anne jedoch gesundheitlich angeschlagen ist, erledigt in Wahrheit ihre Vertraute Lady Sarah (Rachel Weisz, "Ewige Jugend") die meisten Angelegenheiten – zumindest, bis sie Konkurrenz durch das neue Dienstmädchen Abigail (Emma Stone) erhält, das schnell Annes Freundschaft gewinnt …

"Beautiful Boy":
Auch "Beautiful Boy" ist im OSCAR-Rennen vertreten, jedoch vorwiegend mit seinem jungen Hauptdarsteller Timothée Chalamet, dem nach dem letztjährigen "Call Me by Your Name" seine zweite Nominierung in Folge winkt. Der eine wahre Geschichte erzählende Film selbst, ein charakterzentriertes Suchtdrama vom belgischen Regisseur Felix van Groeningen ("The Broken Circle"), wird zwar durchaus wohlwollend rezensiert, löst aber kaum Euphorie bei den Kritikern aus, die vor allem einen zu glatten und emotional manipulativen Handlungsverlauf bemängeln. Chalamet spielt Nic, Sohn liebender Eltern (Steve Carell und Amy Ryan), der trotz aller guten Voraussetzungen auf die schiefe Bahn gerät und drogenabhängig wird. Vor allem Vater David versucht alles, um Nic zu helfen, seine Abhängigkeit zu überwinden, doch der macht es seinen Eltern alles andere als einfach.

"Womit haben wir das verdient?":
In der gesellschaftskritischen österreichischen Komödie spielt Caroline Peters aus der TV-Serie "Mord mit Aussicht" Wanda, deren Teenager-Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) ihr zu ihrer großen Überraschung eröffnet, daß sie zum Islam konvertieren, sich in Fatima umbenennen und ein Kopftuch tragen möchte. Zwar ist Wanda grundsätzlich sehr weltoffen und tolerant, mit dieser scheinbar aus dem Nichts kommenden Enthüllung muß sie aber erstmal klarkommen. Wenig begeistert von Ninas Entscheidung ist auch Hanife (Alev Irmak), die Mutter von Ninas türkischstämmiger Freundin Maryam und Befürworterin eines aufgeklärten Islam …

"Die unglaublichen Abenteuer von Bella":
US-Familienfilm über die titelgebende Hündin, die von ihrem Herrchen getrennt wird und einen 600 km weiten Weg zurücklegt, um zu ihm zurückzufinden. Auf dem Weg trifft Bella viele Menschen (u.a. Ashley Judd und Edward James Olmos), deren Leben sie beeinflußt.

"Das letzte Mahl":
Das historische Kammerspiel von Langfilm-Debütant Florian Frerichs zeigt ein Abendessen der jüdischen Familie Glickstein in Berlin – am Tag von Hitlers Machtergreifung 1933. So ist Hitler natürlich ein großes Gesprächsthema, da es sehr unterschiedliche Meinungen zu ihm gibt und zu seinen Auswirkungen auf das jüdische Leben in Deutschland – der gerade volljährige Sohn Michael offenbart sich gar als NSDAP-Anhänger …

30./31. Januar:
Ein weiterer OSCAR-Topfavorit: Die Tragikomödie "Green Book" vom eigentlichen Klamauk-Spezialisten Peter Farrelly ("Verrückt nach Mary", "Dumm und Dümmer") hat bereits etliche wichtige Kritikerpreise gewonnen (u.a. vom National Board of Review) und ist für fünf Golden Globes nominiert – dabei sind die Kritiken zwar gut, aber nicht herausragend und bemängeln vor allem eine etwas oberflächliche und weichspülende Behandlung der Thematik. Aber die auf wahren Begebenheiten beruhende Story eines brillanten schwarzen Pianisten (Mahershali Ali, "Moonlight"), der in den frühen 1960er Jahren auf Tournee in den noch stark vom Rassismus geprägten Südstaaten geht und dabei nach und nach Freundschaft mit seinem wenig politisch korrekten weißen Fahrer (Viggo Mortensen) schließt, scheint in unserer Ära des wieder einmal erstarkenden politischen Populismus einen Nerv zu treffen.

"The Mule":
Mit 88 Jahren ist Clint Eastwood erstmals seit 2012 ("Back in the Game") wieder vor der Kamera zu sehen – und er hat offensichtlich immer noch seine Fans, denn das von Eastwood auch inszenierte Krimidrama "The Mule" lockt zumindest in den USA trotz nur leicht positiver Kritiken überraschend viele Zuschauer in die Kinos. Eastwood spielt in einer weiteren Adaption einer wahren Geschichte den 90-jährigen Koreakriegs-Veteranen Earl, der sich aufgrund einer finanziellen Notlage als Drogenschmuggler für ein mexikanisches Kartell verdingt …

"Plötzlich Familie":
Bemerkenswert positiv rezensiert wurde die chaotische, jedoch offenbar sehr sympathische Familienkomödie von Sean Anders ("Kill the Boss", "Daddy's Home"), in der Rose Byrne ("Bad Neighbors") und Mark Wahlberg ein Ehepaar spielen, das beschließt, gleich drei Pflegekinder aufzunehmen, von denen das älteste bereits 15 ist (und von Isabela Moner aus "Sicario 2" gespielt wird). Wenig überraschend halsen sie sich damit wesentlich mehr auf, als sie erwartet hatten …

"The Possession of Hannah Grace":
Generischer US-Horrorfilm über Ex-Polizistin Megan (Shay Mitchell aus der TV-Serie "Pretty Little Liars"), die inzwischen als Nachtwächterin in einer Leichenhalle arbeitet – und es dabei eines Nachts mit einem Dämon zu tun bekommt, der immer noch in der bei einem Exorzismus gestorbenen Hannah Grace haust und es nun auf Megan abgesehen hat.

"Belleville Cop":
"Ziemlich beste Freunde"-Star Omar Sy spielt in der französischen Actionkomödie von Rachid Bouchareb ("London River") den Pariser Polizisten Baaba, der mit seinem Leben sehr zufrieden ist und deshalb auch schon mehrere Beförderungen ausgeschlagen hat. Doch als ein alter Freund aus den USA, der ihn vor einem Drogendeal warnt, ermordet wird, beschließt Baaba, aus seiner Bequemlichkeit auszubrechen und gemeinsam mit seiner Mutter nach Miami zu ziehen, um die Hintergründe des Mordes aufzudecken. Dabei arbeitet er mit dem US-Cop Ricardo (Luis Guzman) zusammen, der allerdings von Baabas eher kreativen und nicht immer legalen Ermittlungsmethoden wenig angetan ist …

7. Februar:
"Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" (3D):
Im dritten und (angeblich) letzten Teil von Dreamworks' populärer Animationsfilm-Reihe versucht Wikinger Hicks als neuer Häuptling seines Dorfes weiterhin, ein friedliches Zusammenleben zwischen Wikingern und Drachen zu sichern. Doch dann bedroht eine neue Gefahr ihre Heimat und Hicks und sein loyaler Drache Ohnezahn müssen in eine mythenumwobene Welt reisen, um sie abzuwenden.

"The LEGO Movie 2" (3D):
In der Fortsetzung des vor allem in den USA enorm erfolgreichen "The LEGO Movie" übernimmt ein neuer Regisseur die Leitung: Mike Mitchell ("Für immer Shrek", "Trolls") löst Phil Lord und Christopher Miller ab und führt die Geschichte von Emmet fort. Der muß mit seinen Freunden (inklusive Batman) diesmal gefährliche Invasoren aus dem Weltall abwehren …

"Holmes & Watson":
In seiner zweiten Regiearbeit (nach "Der Knastcoach") widmet sich der bis dato vorwiegend als Drehbuch-Autor (u.a. für "Tropic Thunder" und "Men in Black 3") tätige Etan Cohen wie so viele Künstler vor ihm den Abenteuern von Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv Sherlock Holmes – allerdings passend zu Cohens bisherigem Werk in komödiantischer Form. Zur Handlung ist nur bekannt, daß Holmes (Will Ferrell) und Dr. Watson (John C. Reilly) innerhalb von vier Tagen versuchen müssen, einen Mordversuch des brillanten Dr. Moriarty (Ralph Fiennes) auf Königin Victoria zu vereiteln. Bei den US-Kritikern kam "Holmes & Watson" überhaupt nicht gut an.

"Frühes Versprechen":
Eric Barbiers tragikomischer biographischer Historienfilm schildert das ungemein ereignisreiche Leben des in Litauen geborenen Romain Gary (als Erwachsener: Pierre Niney, "Frantz"), der mit seiner Mutter (Charlotte Gainsbourg) in Polen lebt, als dort 1939 die Nazis einmarschieren. Gemeinsam flüchten sie nach Frankreich, wo Romain zunächst als Widerstandskämpfer, dann als Pilot in den afrikanischen Kriegsschauplätzen und nach dem Krieg als Diplomat tätig ist. Außerdem wird er ein vielfach prämierter Schriftsteller, schreibt am Drehbuch zum Kriegsfilm-Klassiker "Der längste Tag" mit und dreht als Regisseur zwei Filme. Fleißiges Kerlchen …

"The Prodigy":
In dem Horrorthriller von Nicholas McCarthy ("The Pact") spielt "Orange Is the New Black"-Star Taylor Schilling Sarah, deren Sohn Miles ein Wunderkind ist, aber auch sehr beunruhigende Fähigkeiten offenbart, die kein Arzt erklären kann. Hat Miles also übernatürliche Fähigkeiten – oder ist er gar nicht mehr "ihr" Miles, sondern von irgendeiner Macht besessen?

14. Februar:
"Alita: Battle Angel" (3D):
Obwohl die Hollywood-Realfilm-Adaption des Anime-Klassikers "Ghost in the Shell" nicht so richtig erfolgreich ausfiel, steht uns bereits der nächste Versuch ins Haus, ein Kult-Anime in die westliche Welt zu übertragen. Unter der Regie von Robert Rodriguez ("From Dusk till Dawn") und mit James Cameron als Produzent spielt Rosa Salazar aus "Maze Runner 2 + 3" den titelgebenden Cyborg, der in einer postapokalyptischen Welt vom Mechaniker Dr. Ido (Christoph Waltz) gefunden und repariert wird, dabei allerdings die Erinnerungen an ihr vorheriges Dasein verliert. Während Dr. Ido Alita wie eine eigene Tochter aufzieht, sind sinistre Gestalten hinter ihr her – denn Alita hat einzigartige Fähigkeiten …

"Club der roten Bänder – Wie alles begann":
Das Prequel erzählt die Vorgeschichte der Protagonisten der ersten (und enorm erfolgreichen) VOX-Serien-Eigenproduktion über einige krebskranke Jugendliche. Inwiefern das Sinn ergibt, da erstens der Kern der Serie durch die Prequel-Prämisse wohl kaum erhalten bleiben kann und zweitens die Darsteller inzwischen einige Jahre älter sind als beim Beginn der Serie 2015 (was sich bei Jugendlichen optisch logischerweise ziemlich sichtbar auswirkt), wird sich erweisen müssen. Fans der Serie werden sich aber wohl so oder freuen.

"Happy Deathday 2U":
Auf über 350.000 Zuschauer in Deutschland kam Ende 2017 der originelle schwarzhumorige Zeitschleifen-Teenie-Horrorfilm "Happy Deathday", in dem die Studentin Tree (Jessica Rothe, "La La Land") den Tag ihrer Ermordung wieder und wieder durchleben muß, bis sie die Identität ihres Mörders herausbekommt. In der wiederum von Christopher Landon ("Scouts vs. Zombies") inszenierten und bewußt auf den Valentinstag terminierten Fortsetzung soll gezeigt werden, wie und warum Tree überhaupt in die Zeitschleife kam. Achtung: Der Trailer verrät die Identität des Killers aus dem ersten Teil (da sie für die Fortsetzung eine wichtige Rolle spielt)!

"Sweethearts":
Schauspielerin Karoline Herfurth ("Fack ju Göhte") führt nach "SMS für Dich" zum zweiten Mal Regie: In der Komödie "Sweethearts" spielt Hannah Herzsprung die alleinerziehende Mutter Mel, die in finanziellen Nöten steckt und daher einen Diamantenraub plant. Der läuft allerdings nicht ganz wie gedacht, weshalb sie die eigentümliche Franny (Herfurth) als Geisel nimmt. Auf der turbulenten Flucht vor dem Sondereinsatzkommando der Polizei – in deren Verlauf Mel auch noch den Polizisten Harry (Frederick Lau) als Geisel nimmt –, entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten unerwartet eine Art Freundschaft zwischen Mel und Franny.

21. Februar:
"Der goldene Handschuh":
Fatih Akin ("Aus dem Nichts") verfilmt den preisgekrönten Bestseller von Heinz Strunk – das schreit doch eigentlich (nach einem weitestgehend hitfreien Jahr 2018) nach einem dringend benötigten Erfolg für die deutsche Kinobranche. Im Mittelpunkt der wahren Geschichte steht der Hamburger Hilfsarbeiter Fritz Honka (Jonas Dassler), der in den 1970er Jahren ein dunkles Geheimnis vor dem Rest der Welt verbirgt – er ist einer der schlimmsten Serienmörder in der deutschen Nachkriegshistorie, bekannt auch als "Bestie von Altona"! Wie er seine komplett auf weibliche Opfer konzentrierten Taten beging, bis er letztlich gefaßt wurde, zeigt "Der goldene Handschuh" aus der Perspektive des Mörders.

"Mein Bester & Ich":
In Neil Burgers ("The Illusionist") US-Remake des französischen Hits "Ziemlich beste Freunde" spielt "Breaking Bad"-Antiheld Bryan Cranston den an den Rollstuhl gefesselten Millionär, der durch die unkonventionelle und direkte Art seines frisch aus dem Gefängis entlassenen neuen Pflegers (Kevin Hart) frischen Lebensmut gewinnt. Nicole Kidman mimt die im Original von Audrey Fleurot verkörperte Rolle der bezüglich des neuen Pflegers skeptischen Assistentin.

"Can You Ever Forgive Me?":
Die Komödien-Experten Melissa McCarthy hat glänzende Aussichten auf ihre zweite OSCAR-Nominierung; doch während sie die erste passenderweise für die Komödie "Brautalarm" erhielt, begeistert sie Kritiker und Publikum dieses Mal in einer ernsten Rolle. In dem tragikomischen Biopic "Can You Ever Forgive Me?" spielt sie die lesbische Schriftstellerin Lee Israel, die 1991 in eine finanzielle Notlage gerät, da ihre Bücher und Artikel nicht mehr sonderlich gefragt sind. Eines Tages kommt ihr die möglicherweise rettende Idee: Dank ihres Talents und der Erfahrung mit Biographien berühmter Persönlichkeiten fällt es ihr leicht, Briefe besagter Persönlichkeiten zu fälschen – daraus muß sich doch Geld machen lassen … Die glänzenden Kritiken loben nicht nur die herausragenden Leistungen von McCarthy und ihrem Co-Star Richard E. Grant (der ebenfalls eine OSCAR-Nominierung erhalten dürfte), sondern auch das intelligente, sehr gekonnt zwischen Drama und Humor balancierende Skript und die einfühlsame Inszenierung von Marielle Heller ("The Diary of a Teenage Girl").

"Vice – Der zweite Mann":
Nach seinem OSCAR-gekrönten Erfolg mit der Wirtschaftssatire "The Big Short" bleibt der US-Regisseur Adam McKay der Satire treu, wechselt jedoch von der Wirtschaft in die Politik. In "Vice" spielt Christian Bale dank einer beeindruckenden Maske den umstrittenen früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, der während der Regierungszeit George W. Bushs als treibende Kraft galt. Bale wird für seine Performance aller Voraussicht nach seine bereits vierte OSCAR-Nominierung einheimsen, doch der Film selbst ruft leider deutlich weniger Begeisterung hervor als "The Big Short". Unterhaltsam, ja, jedoch nicht sonderlich inspiriert, überraschend oder gar einsichtsreich soll McKays Sicht auf seine Protagonisten und ihren Einfluß auf die USA sein, so die Kritiker. Das Ensemble ist jedoch über jeden Zweifel erhaben: Neben Bale agieren u.a. Amy Adams (als Cheneys Ehefrau), Sam Rockwell (als George W. Bush) und Steve Carell (als Verteidigungsminister Rumsfeld).

"Nobody's Fool":
In der Komödie von Tyler Perry ("Madea"-Franchise) fanden die meisten Kritiker eigentlich nur an den talentierten Hauptdarstellerinnen Gefallen: Tiffany Haddish und Tika Sumpter agieren als Schwestern Tanya und Danica, die für längere Zeit getrennt waren, da Tanya im Knast saß. Als sie entlassen wird, mischt Tanya das Leben ihrer beruflich sehr erfolgreichen kleinen Schwester mächtig auf – zumal als sie herausfindet, daß Danica in einer reinen Online-Beziehung lebt und Tanya befürchtet, ihre Schwester könnte einem Betrüger zum Opfer fallen.

"Der verlorene Sohn":
Inspiriert von einer wahren Geschichte schildert Joel Edgerton in seiner zweiten Regie- (nach "The Gift") und vierten Drehbuch-Arbeit den Leidensweg des 19-jährigen Jared (Lucas Hedges), der im erzkonservativen ländlichen Arkansas als Sohn eines Baptisten-Pastors (Russell Crowe) und seiner Frau (Nicole Kidman) aufwächst. Als die erfahren, daß Jared schwul ist, stecken sie ihn kurzerhand in ein "Gay Conversion Therapy"-Camp, wie sie etwa vom amtierenden US-Vizepräsidenten Mike Pence unterstützt werden. Dort soll Jared mit allen Mitteln von seiner "Krankheit" geheilt respektive therapiert werden – den leitenden "Therapeuten" spielt Edgerton selbst. Die Rezensionen für "Der verlorene Sohn" sind überwiegend positiv ausgefallen, wobei die schauspielerischen Leistungen (vor allem die vom für "Manchester by the Sea" OSCAR-nominierten Lucas Hedges) mehr gelobt werden als der wohl relativ konventionell inszenierte Film selbst.

"Die Winzlinge 2 – Abenteuer in der Karibik":
In der Fortsetzung des französischen Animationsfilm "Die Winzlinge – Operation Zuckerdose" (100.000 Zuschauer in Deutschland) verschlägt es den Marienkäfer-Protagonisten versehentlich in einer Pappschachtel bis in die Karibik – dort findet er zwar Artgenossen, deren Lebensraum ist allerdings durch Bauarbeiten stark gefährdet. Können der Marienkäfer und seine zur Hilfe gerufenen Freunde den karibischen Marienkäfern helfen?

28. Februar:
"Hard Powder":
Der norwegische Regisseur Hans Petter Moland hat es Kollegen wie Michael Haneke ("Funny Games U.S.") oder Ole Bornedal ("Freeze – Alptraum Nachtwache") gleichgetan und selbst ein englischsprachiges Remake seines eigenen Erfolgsfilms gedreht (wobei "Hard Powder" eine britische Produktion ist, keine amerikanische). In Molands Fall war das der sehr sehenswerte schwarzhumorige Thriller "Einer nach dem anderen" von 2014, in dem Stellan Skarsgård als braver Bürger und Schneepflugfahrer in einer norwegischen Kleinstadt auf Rachefeldzug (u.a. gegen Bruno Ganz als serbischer Gangsterboß) geht, als sein Sohn stirbt. Diese Story dürfte im Remake weitgehend erhalten bleiben, aber nun ist es Liam Neeson, der als Nelson Coxman die lokale Unterwelt (hier: in den Rocky Mountains) kräftig ausdünnt – was nach einer sehr passenden Besetzung aussieht. Laura Dern spielt Nelsons Ehefrau, auch Emmy Rossum ist mit von der Partie. Bleibt nur noch zu hoffen, daß es Moland gelingt, die Qualität des Originals beizubehalten - Haneke und Bornedal schafften das nämlich nicht ...

"Escape Room":
Adam Robitels ("Insidious: The Last Key") unabhängig produzierter Horrorthriller erzählt von sechs einander unbekannten Menschen, die eine Sache gemeinsam haben: Sie halten sich für sehr schlau. Dieses Sextett erhält Einladungen für eine Reihe komplizierter "Escape Rooms", für deren Bewältigung sie $1 Mio. versprochen bekommen. Was die Einladung verschweigt: Wenn sie sich nicht rechtzeitig aus einem Escape Room befreien können, zeitigt das tödliche Konsequenzen …
"Ostwind 4 – Aris Ankunft":
Heimische Pferdefilme sind und bleiben offensichtlich im Trend bei deutschen Jugendlichen, wie u.a. die beliebte "Ostwind"-Reihe zeigt – deren Zuschauerzahlen stiegen von 850.000 auf gut 1,2 Millionen und gingen mit dem dritten Teil nur leicht auf 1,1 Millionen zurück. Solide Aussichten also für Teil 4, erneut die Millionenmarke zu knacken. Wieder einmal ist die Zukunft von Gut Kaltenbach gefährdet, zudem wird Ostwind durch einen Vorfall traumatisiert und nicht einmal seine Reiterin Mika (Hanna Binke) scheint ihm helfen zu können. Ausgerechnet die hitzköpfige Ari, die neu an den Hof kommt, scheint Ostwinds Vertrauen gewinnen zu können …

"The Hate U Give":
Die Romanverfilmung von George Tillman, Jr. ("Notorious B.I.G.") ist ein recht ungewöhnlicher, aber überschwänglich gelobter Coming of Age-Film über die 16-jährige Afroamerikanerin Starr (Amandla Stenberg, "Die Tribute von Panem"), die in einem ärmlichen Viertel wohnt, aber eine Privatschule besucht, wo sie eines von wenigen Kindern ist, die nicht weiß sind. Auf diese Weise wächst sie gewissermaßen in zwei Welten auf, was ihr emotional zunehmend Probleme bereitet. Als Starr dann auch noch sieht, wie ihr bester Freund von der Polizei erschossen wird, droht sie als möglicherweise entscheidende Zeugin zum Spielball der immer stärker offenbar werdenden gesellschaftlichen Konflikte in den USA zu werden.

"Wie gut ist deine Beziehung?":
Eien Beziehungskomödie von Ralf Westhoff ("Shoppen") über das eigentlich glückliche Paar Steve (Friedrich Mücke) und Carola (Julia Koschitz), das durch die plötzliche Trennung eines befreundeten Paars selbst in unruhiges Fahrwasser gerät. Steve ist verunsichert, fragt sich, ob er genügend für die Beziehung tut und versucht, Carola ein in jeder Hinsicht (noch) besserer Partner zu werden – die jedoch betrachtet Steves Wandlung verwundert und wird gerade wegen dessen Bemühungen selbst unsicher …


Das war meine ausführliche Vorschau auf die ersten beiden Kinomonate 2019, die Vorschau auf März und April kommt voraussichtlich irgendwann im Februar.


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