Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Posts mit dem Label 2016 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2016 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Dezember 2021

A DARK SONG (2016)

Regie und Drehbuch: Liam Gavin, Musik: Ray Harman
Darsteller: Catherine Walker, Steve Oram, Susan Loughnane, Mark Huberman, Sheila Moloney, Martina Nunvarova, Nathan Vos
A Dark Song (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 91% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $0,02 Mio.
FSK: 16, Dauer: 100 Minuten.
Die etwa 40-jährige Irin Sophia Howard (Catherine Walker, "House of Gucci") sucht hartnäckig nach einem erfahrenen Okkultisten, der selbstredend kein Scharlatan sein darf und ihr ihren größten Wunsch ermöglichen soll: Kontakt zu ihrem kleinen Sohn im Jenseits aufzunehmen, für dessen Tod sie sich verantwortlich fühlt. Nach mehreren Absagen wird sie in Wales fündig beim ruppigen Joseph Solomon (Steve Oram, "Sightseers"), der sich schließlich bereiterklärt, mit Sophia das berüchtigte Abramelin-Ritual durchzuführen, das im Idealfall eine Verbindung zu Sophias Schutzengel herstellen soll – jedoch auch Dämonen herbeirufen kann. Das Ganze ist keine einfache oder schnelle Angelegenheit, denn die Vollendung des religiösen Rituals dauert etwa sechs bis acht Monate, weshalb sich Sophia und Joseph in einem abgelegenen Landhaus verschanzen und mit genügend Vorräten eindecken. Als sich längere Zeit wenig bis nichts tut, wachsen Sophias Zweifel und ebenso die Spannungen zwischen den ungleichen Charakteren, zumal Josephs aufbrausendes, herrisches Verhalten nicht gerade harmoniefördernd ist. Doch dann gibt es erste, noch sehr zaghafte Hinweise, daß das Ritual doch seine Wirkung entfalten könnte ...

Dienstag, 13. April 2021

ELVIS & NIXON (2016)

Regie: Liza Johnson, Drehbuch: Cary Elwes, Joey & Hanala Sagal, Musik: Ed Shearmur
Darsteller: Michael Shannon, Kevin Spacey, Alex Pettyfer, Colin Hanks, Johnny Knoxville, Evan Peters, Sky Ferreira, Tracy Letts, Tate Donovan, Ashley Benson, Ahna O'Reilly, Hanala Sagal, Poppy Delevingne, Dylan Penn
Elvis & Nixon (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 76% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $1,8 Mio.
FSK: 0, Dauer: 87 Minuten.
Im Dezember des Jahres 1970 beschließt der "King of Rock 'n' Roll" Elvis Presley (Michael Shannon, "Shape of Water") spontan, nach Washington zu fliegen, um dort Präsident Richard Nixon (Kevin Spacey, "Baby Driver") zu treffen und mit diesem über die Drogenproblematik der Jugend des Landes zu reden. Dieses Vorhaben scheitert zunächst daran, daß er am Flughafen seine Waffe mitnehmen will, doch sein per Telefon herbeigerufener Jugendfreund Jerry Schilling (Alex Pettyfer, "Magic Mike") klärt die Situation und begleitet Elvis in die Hauptstadt, wo kurze Zeit später dessen Freund und Bodyguard Sonny West (Johnny Knoxville, "The Last Stand") dazustößt. Nur für ihn überraschend erhält Elvis bei seinem unangekündigten Auftauchen am Hinterausgang des Weißen Hauses keinen Einlaß, allerdings bekommen Nixons enge Berater Egil Krogh (Colin Hanks, "King Kong") und Dwight Chapin (Evan Peters, "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit") Wind vom Besuch und wittern die Chance auf einen PR-Coup. Dummerweise hält Nixon davon überhaupt nichts, sodaß Krogh und Chapin zu einigen Tricks greifen müssen, um ihn zum Treffen mit der Musikikone zu überreden – währenddessen erkundet der sonst von seinem Manager und seiner Frau sehr von der Öffentlichkeit abgeschirmte und daher ziemlich weltfremde Elvis zum Erschrecken seiner Freunde die Stadt …

Mittwoch, 24. März 2021

FREE FIRE (2016)

Regie: Ben Wheatley, Drehbuch: Amy Jump und Ben Wheatley, Musik: Geoff Barrow und Ben Salisbury
Darsteller: Cillian Murphy, Brie Larson, Armie Hammer, Sharlto Copley, Michael Smiley, Sam Riley, Jack Reynor, Babou Ceesay, Enzo Cilenti, Noah Taylor, Patrick Bergin, Mark Monero, Tom Davis
Free Fire (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 69% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $3,7 Mio.
FSK: 16, Dauer: 90 Minuten.
Boston, Ende der 1970er Jahre: Eine Gruppe von IRA-Kämpfern um Frank (Michael Smiley, "The Nun") und Chris (Cillian Murphy, "Batman Begins") will auf Vermittlung von Justine (Brie Larson, "Captain Marvel") und Ord (Armie Hammer, "Lone Ranger") eine Ladung Sturmgewehre von den Waffenhändlern Vernon (Sharlto Copley, "Europa Report") und Martin (Babou Ceesay, "Severance") kaufen. Am Treffpunkt in einem verlassenen Fabrikgebäude beharken sich beide Parteien zwar verbal ein wenig, zumal Vernon und Martin andere Waffen mitgebracht haben als vereinbart – dennoch scheint alles glattzulaufen. Dann stellt sich allerdings heraus, daß es am Abend zuvor ein unerfreuliches Aufeinandertreffen zwischen dem IRA-Mann Stevo (Sam Riley, "Maleficent") und Vernons und Martins Helfer Harry (Jack Reynor, "Sing Street") gab, woraufhin die Angelegenheit unschön eskaliert und Kugeln die Luft und die Körper durchschneiden. Nach dem ersten Shootout gibt es zwar noch keine Tote, aber dafür sind alle Beteiligten mehr oder weniger schwer verletzt. Während Justine und Ord versuchen, die Situation irgendwie halbwegs friedlich zu lösen, trifft eine dritte Partei in der Fabrikhalle ein und eröffnet das Feuer …
 

Donnerstag, 23. Juli 2020

THE AUTOPSY OF JANE DOE (2016)

Regie: André Øvredal, Drehbuch: Ian Goldberg, Richard Naing, Musik: Danny Bensi, Saunder Jurriaans
Darsteller: Emile Hirsch, Brian Cox, Ophelia Lovibond, Michael McElhatton, Olwen Kelly
The Autopsy of Jane Doe
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,0); weltweites Einspielergebnis: $6,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 90 Minuten.
In einer Kleinstadt in Virginia stößt die Polizei in einem Haus auf drei Mordopfer – und auf eine ebenfalls tote, nackte junge Frau (Olwen Kelly), die im Keller halb vergraben ist und körperlich vollkommen unversehrt erscheint. Sheriff Burke (Michael McElhatton, "Justice League") bringt die mysteriöse Leiche zum örtlichen Gerichtsmediziner Tommy Tilden (Brian Cox, "Planet der Affen: Prevolution") und bittet diesen, für die Autopsie eine Nachtschicht einzulegen, damit er am nächsten Morgen der neugierigen Presse Näheres verkünden kann. Tommys Sohn Austin (Emile Hirsch, "Once Upon a Time in … Hollywood") wollte zwar eigentlich mit seiner Freundin Emma (Ophelia Lovibond, "Rocketman") ins Kino gehen, entscheidet sich aber, seinem Vater zu helfen und Emma auf die Spätvorstellung zu vertrösten. Doch sobald Vater und Sohn Tilden mit der Obduktion beginnen, stoßen sie auf immer mehr Ungereimtheiten – manche davon sind scheinbar medizinisch unmöglich – und Merkwürdigkeiten, und als draußen ein Unwetter tobt und der Strom ausfällt, wird es richtig ungemütlich. Zumal in dem alten, seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Gebäude wiederholt unheimliche Geräusche erklingen …

Donnerstag, 16. Juli 2020

VAIANA (2016)

Originaltitel: Moana
Regie: Ron Clements und John Musker, Drehbuch: Jared Bush, Musik: Mark Mancina, Opetaia Foa'i und Lin-Manuel Miranda
Sprecher der Originalfassung: Auli'i Cravalho, Dwayne Johnson, Jemaine Clement, Temuera Morrison, Rachel House, Nicole Scherzinger, Alan Tudyk
 Vaiana - Das Paradies hat einen Haken
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 95% (7,9); weltweites Einspielergebnis: $690,9 Mio.
FSK: 0, Dauer: 107 Minuten.
Etwa 3000 Jahre vor unserer Zeit wächst Vaiana (in der Originalfassung gesprochen von Auli'i Cravalho, TV-Serie "Rise") als Tochter des Häuptlings (Temuera Morrison, "Green Lantern") des Volks der polynesischen Insel Motunui auf. Seit ihrer frühesten Kindheit fühlt sich Vaiana auf magische Weise vom Ozean angezogen, doch ist es allen Bewohnern strengstens untersagt, das die Insel schützend umgebende Riff zu überqueren. Als aber die Fische verschwinden und die Pflanzen verrotten, wird klar, daß etwas nicht stimmt. Von ihrer Großmutter (Rachel House, "Thor 3") erfährt Vaiana die Wahrheit über die Herkunft ihres einstmals seefahrenden Stammes sowie über den wahrscheinlichen Grund der ihr Volk nun bedrohenden Plage. Der prahlerische Halbgott Maui (Dwayne Johnson, "Hercules") stahl der Göttin Te Fiti vor langer Zeit ihr Herz – in der Form eines grünen Edelsteins. Um ihr Volk zu retten, muß Vaiana aufbrechen, Maui finden und ihn dazu bewegen, das Herz Te Fiti zurückzugeben. Leichter gesagt als getan, denn Maui ist zwar recht schnell gefunden, er hat aber wenig Interesse daran, das Herz zurückzubringen, denn dafür müßte er zunächst den vulkanischen Dämon Te Kā besiegen. Und um gegen den überhaupt eine Chance zu haben, müßten Maui und Vaiana erstmal Mauis verlorengegangenen magischen Haken finden, der ihm von den Göttern überreicht wurde und mit dessen Hilfe er die Gestalt verändern kann …

Donnerstag, 14. Mai 2020

THE LIMEHOUSE GOLEM (2016)

Regie: Juan Carlos Medina, Drehbuch: Jane Goldman, Musik: Johan Söderqvist
Darsteller: Bill Nighy, Olivia Cooke, Daniel Mays, Sam Reid, Douglas Booth, María Valverde, Eddie Marsan, Graham Hughes, Henry Goodman, Morgan Watkins, David Bamber, Amelia Crouch, Adam Brown, Paul Ritter, Peter Sullivan
The Limehouse Golem - Das Monster von London (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 74% (6,4); weltweites Einspielergebnis: $2,3 Mio.
FSK: 16, Dauer: 109 Minuten.
Im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts wird der erfahrene Inspektor John Kildare (Bill Nighy, "Tatsächlich … Liebe") mit den Ermittlungen in Sachen "Limehouse Golem" betraut – einem Serienmörder, der London unsicher macht und selbst vor brutalen Morden an Frauen und Kindern nicht zurückschreckt. Es ist jedoch trotz seiner unbestrittenen Fähigkeiten der erste Mordfall für Inspektor Kildare, den er zudem nur deshalb übertragen bekommt, weil er im Falle des Scheiterns ein willkommener Sündenbock wäre – immerhin hat er angesichts anhaltender Gerüchte über seine sexuelle Orientierung sowieso keine große Karriere im Polizeidienst mehr in Aussicht. Mit der Unterstützung von Constable George Flood (Daniel Mays, "1917") entdeckt Kildare rasch, daß die Golem-Morde mit einem anderen Kriminalfall in Verbindung stehen: Die beliebte Varieté-Darstellerin Elizabeth "Lizzie" Cree (Olivia Cooke, "Ready Player One") ist des Giftmordes an ihrem Gatten, dem Bühnenautor John Cree (Sam Reid, "Anonymus"), angeklagt. Als sich herausstellt, daß ebenjener John Cree zu einer Handvoll Verdächtigen als "Limehouse Golem" zählt, versucht Kildare alles, um den Verstorbenen als Serienmörder zu überführen und so Lizzie vor dem Galgen zu retten …

Donnerstag, 2. April 2020

JACK REACHER: KEIN WEG ZURÜCK (2016)

Originaltitel: Jack Reacher: Never Go Back
Regie: Edward Zwick, Drehbuch: Richard Wenk, Marshall Herskovitz und Edwad Zwick, Musik: Henry Jackman
Darsteller: Tom Cruise, Cobie Smulders, Aldis Hodge, Patrick Heusinger, Robert Knepper, Holt McCallany, Danika Yarosh, Robert Catrini, Lee Child
Jack Reacher: Kein Weg zurück (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 38% (5,2); weltweites Einspielergebnis: $162,1 Mio.
FSK: 16, Dauer: 119 Minuten.

Der frühere Militärpolizist Jack Reacher (Tom Cruise, "Barry Seal") besucht das Hauptquartier seiner früheren Einheit in Washington, wo er sich mit seiner Nachfolgerin Major Susan Turner (Cobie Smulders, "The Avengers") treffen will. Stattdessen erfährt er zu seiner Überraschung, daß Turner kürzlich wegen Landesverrats festgenommen wurde. Weil das so gar nicht zu der Susan Turner paßt, die Reacher (wenn auch nur durch diverse Telefonate) kennt, geht er der Sache nach und bemerkt schnell, daß Turner Opfer einer großangelegten Verschwörung wurde. Durch seine Recherchen gerät auch Reacher ins Visier und wird wegen Mordverdachts verhaftet – was er aber nutzt, um gemeinsam mit Turner aus dem Militärgefängnis zu flüchten. Während der pflichtbewußte Captain Espin (Aldis Hodge, TV-Serie "Leverage") wie auch – aus weniger ehrenhaften Motiven – die Hintermänner der Verschwörung die Jagd auf Reacher und Turner eröffnen, versuchen diese herauszufinden, was genau eigentlich los ist. Und so ganz nebenbei muß sich Reacher auch noch mit der Neuigkeit arrangieren, daß er angeblich der Vater der 15-jährigen Samantha (Danika Yarosh, TV-Serie "Heroes Reborn") sein soll …

Dienstag, 21. August 2018

PRIVATE EYES (TV-Serie, 2016, 1. Staffel)

Serienschöpfer: Tim Kilby und Shelley Eriksen, Musik: Shawn Pierce
Darsteller: Jason Priestley, Cindy Sampson, Barry Flatman, Jordyn Negri, Ennis Esmer, Clé Bennett, Nicole de Boer, Mimi Kuzyk, Mayko Nguyen, Natalie Brown, Adam Copeland, Doug Gilmour, Kardinal Offishall, Thomas King
 Private Eyes (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 12, Dauer: 439 Minuten.
Der Mittvierziger Matt Shade (Jason Priestley, TV-Serie "Call Me Fitz") ist ein sehr bekannter ehemaliger Profi-Eishockeyspieler, der sich nun als Agent für Highschool-Talente durchschlägt. Als seine größte Hoffnung mit einem Herzinfarkt auf dem Eis zusammenbricht, versucht Shade herauszufinden, wie das passieren konnte – Unterstützung erhält er auf Anraten seines Vaters Don (Barry Flatman, "Saw III") von der Privatdetektivin Angie Everett (Cindy Sampson, TV-Serie "Supernatural"). Die gemeinsame Detektivarbeit macht Shade so viel Spaß, daß er nach der Auflösung des Eishockey-Falls beschließt, ebenfalls ein Ermittler zu werden. Zunächst eher widerwillig stellt ihn Angie ein, die aber schnell erkennt, daß Shades Menschenkenntnis und sein Bauchgefühl sich gut mit ihrer methodischen Vorgehensweise ergänzen – und Shades Bekanntheit kann ebenfalls manche Türen öffnen, die ansonsten verschlossen blieben. Privat versucht Shade immer noch, sich an die neue Rolle als Vater der fast blinden Teenagerin Jules (Jordyn Negri) zu gewöhnen. Während seiner aktiven Karriere hatte er sie sehr vernachlässigt, nun ist er zumindest vorübergehend alleine für sie verantwortlich, da seine Ex-Frau für längere Zeit im Ausland weilt …

Donnerstag, 24. Mai 2018

FOLLOW THE MONEY (2016, TV-Serie, 1. Staffel)

Originaltitel: Bedrag
Regie: Per Fly, Jannik Johansen, Søren Balle, Søren Kragh-Jacobsen, Drehbuch: Jeppe Gjervig Gram, Anders August und Jannik Taj Mosholt, Musik: Tobias Wilner
Darsteller: Thomas Bo Larsen, Natalie Madueño, Nikolaj Lie Kaas, Thomas Hwan, Line Kruse, Esben Smed Jensen, Lucas Hansen, Claes Ljungmark, Waage Sandø, Julie Grundtvig Wester, Anders Heinrichsen, Charlotte Munk, Niels-Martin Eriksen, Villum Eneström Valsten
 Follow the Money
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 12, Dauer: 580 Minuten.
Der dänische Polizist Mads Justesen (Thomas Bo Larsen, "Die Jagd", "Das Fest") untersucht den Tod eines ukrainischen Arbeiters bei einem Windpark vor der dänischen Küste. Eigentlich spricht viel für einen Unfall, doch nicht zuletzt die merkwürdig mauernden Kollegen des zu Tode Gekommenen wecken Mads' Mißtrauen. Wie sich rasch herausstellt, trügt ihn seine Intuition keineswegs, ein Team der Wirtschafts-Kriminalpolizei um Alf Rybjerg (Thomas Hwan) ermittelt bereits lange gegen den aufstrebenden Windpark-Betreiber Energreen, dessen charismatischer Vorstandsvorsitzender Alexander "Sander" Sødergren (Nikolaj Lie Kaas, "Erbarmen") den vor dem Börsengang stehenden und auf zukunftsweisende alternative Energien setzenden Konzern hemdsärmelig führt. Im Konzern wird derweil die junge Juristin Claudia (Natalie Madueño) von ihrem Vorgesetzten ins Vertrauen gezogen, da er illegale Machenschaften entdeckt hat, die bis hin zu Sødergren reichen könnten. Nun muß die alleinerziehende Mutter eines Sohnes also eine folgenschwere Entscheidung treffen zwischen ihren moralischen Grundsätzen und ihrem beruflichen Ehrgeiz …

Dienstag, 9. Januar 2018

SCORE – EINE GESCHICHTE DER FILMMUSIK (2016)

Originaltitel: Score: A Film Music Documentary
Regie und Drehbuch: Matt Schrader, Musik: Ryan Taubert
Mitwirkende: Hans Zimmer, Tom Holkenborg (Junkie XL), Leonard Maltin, Dr. Siu-Lan Tan, John Williams, James Cameron, Steven Spielberg, Danny Elfman, Thomas Newman, Trent Reznor, Atticus Ross, Randy Newman, Howard Shore, Quincy Jones, Bear McCreary, Garry Marshall, Moby, Dario Marianelli, Alexandre Desplat, Patrick Doyle, Mark Mothersbaugh, John Powell, Brian Tyler, Harry Gregson-Williams, Henry Jackman, Jerry Goldsmith, Christope Beck, Rachel Portman, Steve Jablonsky, Marco Beltrami, David Arnold, Heitor Pereira, Deborah Lurie
Score - Eine Geschichte der Filmmusik
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 91% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 93 Minuten.

Die Filmmusik ist vermutlich das vom durchschnittlichen Zuschauer am meisten unterschätzte Element des Gesamtkunstwerks "Film". Meisterwerke können für immer verkannt bleiben, nur weil sie mit der falschen (oder gar keiner Musik) unterlegt sind, andererseits kann aber eine besonders gelungene, zum Geschehen auf der Leinwand passende musikalische Untermalung aus einem guten oder sogar einem mittelmäßigen Film einen echten Klassiker machen. Dabei ist der Ursprung der Filmmusik denkbar banal: Zur Stummfilmzeit mußte man irgendwie das laute Brummen der Projektoren übertönen – also sorgte (meist) ein Pianist für eine deutlich schönere Klangkulisse. Oft improvisierten die Musiker dabei, doch mit Einführung des Tonfilms war so etwas natürlich nicht mehr möglich. Stattdessen etablierten sich orchestrale Scores, später sorgte die Hinwendung zu moderner Musik wie dem Jazz für eine Revolution in Sachen Filmmusik. Matt Schraders "Score – Eine Geschichte der Filmmusik" gibt einen kurzen Abriß über die Entwicklung der Filmmusik in den letzten über 100 Jahren, konzentriert sich aber auch darauf, dem Zuschauer die Arbeitsweisen zahlreicher heutiger Filmkomponisten und -musiker nahezubringen …

Mittwoch, 6. Dezember 2017

THE MISSING (TV-Serie, 2016, 2. Staffel)

Regie: Ben Chanan, Drehbuch: Jack & Harry Williams, Musik:
Darsteller: Tchéky Karyo, Keeley Hawes, David Morrissey, Laura Fraser, Abigail Hardingham, Jake Davies, Roger Allam, Florian Bartholomäi, Derek Riddell, Anastasia Hille, Lia Williams, Filip Peeters, Ólafur Darri Ólafsson, Daniel Ezra, Brian Bovell, Bernhard Schütz, Chelsea Edge, Stefan Schönenberg, Tobias Schönenberg, Indica Watson, Camille Schott, Fabrice Rodriguez, Sebastian Urbanski, Nabil Elouahabi, Lena Lauzemis, Cela Yildiz
 The Missing
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (7,6); FSK: 16, Dauer: 472 Minuten.
Im Jahr 2003 verschwindet die 11 Jahre alte Alice – Tochter des dort stationierten britischen Offiziers Sam Webster (David Morrissey, "Centurion") und seiner Frau Gemma (Keeley Hawes, TV-Serie "Ashes to Ashes") – aus dem deutschen Ort Eckhausen. Die Ermittlungen bleiben erfolglos. 2014 taucht Alice (Abigail Hardingham, TV-Serie "Will") am gleichen Ort wieder auf, offensichtlich schwer traumatisiert, aber am Leben. Während sie, ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder Matthew (Jake Davies) versuchen, mit der neuen Situation umzugehen, versuchen die deutsche Polizei und das britische Militär unter Führung von Brigadier Stone (Roger Allam, "A Royal Night") und seiner hochschwangeren Tochter Sergeant Eve Stone (Laura Fraser, "Ritter aus Leidenschaft") in Zusammenarbeit den Täter ausfindig zu machen – denn wie sie von Alice erfahren haben, hatte sie noch eine in etwa gleichaltrige Mitgefangene namens Sophie Giroux. Die verschwand bereits 2002 aus Frankreich, der leitende Ermittler war Julien Baptiste (Tchéky Karyo, "Nikita"). Als der inzwischen pensionierte Julien von der neuen Spur erfährt, macht er sich sofort auf den Weg nach Deutschland, denn Sophies ungeklärtes Verschwinden ließ ihn niemals los …

Donnerstag, 30. November 2017

COLOSSAL (2016)

Regie und Drehbuch: Nacho Vigalondo, Musik: Bear McCreary
Darsteller: Anne Hathaway, Jason Sudeikis, Dan Stevens, Austin Stowell, Tim Blake Nelson, Agam Darshi
Colossal
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 82% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $4,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 114 Minuten.
 Seit Gloria (Anne Hathaway, "The Dark Knight Rises") vor einem Jahr ihren Job als Journalistin verloren hat, hängt sie meistens in der New Yorker Wohnung ihres Freundes Tim (Dan Stevens, "The Guest") herum und schreibt gelegentlich einen Artikel für ein Onlinemagazin vor allem aber trinkt sie sehr viel Alkohol und feiert bis in die Nacht hinein wilde Partys. Irgendwann reicht es Tim und da Gloria nicht einmal einsehen will, daß sie ein Alkoholproblem hat, schmeißt er sie kurzerhand raus. Mittellos kehrt Gloria in ihren Heimatort zurück, wo sie direkt ihrem alten Schulfreund Oscar (Jason Sudeikis, "Wir sind die Millers") über den Weg läuft, der ihr einen Job als Kellnerin in der Bar anbietet, die er von seinem Vater geerbt hat. Gloria nimmt an und verbringt einige unterhaltsame, reichlich alkoholgeschwängerte Abende mit Oscar und seinen beiden Freunden Joel (Austin Stowell, "Bridge of Spies") und Garth (Tim Blake Nelson, "Der unglaubliche Hulk") – beeinträchtigt nur durch die Tatsache, daß in Seoul aus dem Nichts eine gigantische Kreatur auftaucht und für Chaos und viele Tote sorgt. Bald entdeckt Gloria etwas Unglaubliches: Sie scheint diese Kreatur, die jedes Mal genau zur gleichen Zeit auftaucht und nach wenigen Minuten wieder verschwindet, unbewußt zu steuern …

Mittwoch, 15. November 2017

THE MERMAID (2016)

Originaltitel: Mei ren yu
Regie: Stephen Chow, Drehbuch: Chan Hing-ka, Kelvin Lee, Ho Miu-kei, Fung-Chih-chiang, Lu Zhengyu, Ivy Kong, Tsang Kan-cheng und Stephen Chow, Musik: Raymond Wong
Darsteller: Deng Chao, Jelly Lin, Zhang Yuqi, Show Lo, Ivan Kotik, Lu Zhengyu, Fan Shuzhen, Wen Zhang, Kris Wu, Tsui Hark
The Mermaid
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 95% (6,9); weltweites Einspielergebnis: $554,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 94 Minuten.
Liu Xuan (Deng Chao, "Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen") ist ein junger Self-Made-Milliardär und notorischer Playboy, der bei seinem Aufstieg aus armem Elternhaus zu einem der reichsten Männer Chinas irgendwann sein Gewissen vergaß. Sein neuester Deal ist der Kauf einer unter Naturschutz stehenden Bucht, die er zu teurem Bauland aufschütten will, nachdem er die dort lebenden Delphine heimlich durch ein spezielles Sonargerät vertrieben und so den Naturschutzstatus aufgehoben hat. Was er nicht ahnt: Die Bucht ist die Heimat einer größeren Gruppe von Meermenschen! Die entsenden aus ihrer Mitte die hübsche Shan (Jelly Lin), als Mensch verkleidet, um Xuan zu ermorden – doch nachdem dieser Anschlag auf groteske Art und Weise fehlschlägt, zeigt sich Xuan fasziniert von der ungewöhnlichen jungen Frau, die zu seinem Erstaunen überhaupt kein Interesse an seinem Geld zeigt. Kurz gesagt: Xuan verliebt sich Hals über Kopf in Shan, die wiederum ebenfalls unerwartet Sympathie für ihren Verehrer empfindet und daher in ihrer Entschlossenheit schwankt – Xuans schöner, aber zwielichtiger Geschäftspartnerin Ruolan (Zhang Yuqi, "CJ7 Nicht von dieser Welt") gefällt die sich anbahnende Romanze derweil ganz und gar nicht, zumal sie selbst eine heimliche Agenda verfolgt …

Donnerstag, 2. November 2017

POLDARK (TV-Serie, 2016, 2. Staffel)

Regie: William Sinclair, Charlie Palmer und Richard Senior, Drehbuch: Debbie Horsfield, Musik: Anne Dudley
Darsteller: Aidan Turner, Eleanor Tomlinson, Heida Reed, Luke Norris, Jack Farthing, Caroline Blakiston, Kyle Soller, Gabriella Wilde, John Nettles, Ruby Bentall, Richard Harrington, Beatie Edney, Phil Davis, John Hollingworth, Richard Hope, Pip Torrens, Max Willis, Tristan Sturrock, Ed Browning, Henry Garrett, Hugh Skinner, Mark Frost, Amelia Clarkson, Sebastian Armesto, John Macneill, Turlough Convery, Lewis Peek, Richard McCabe, Alexander Morris, Lewis Peek, Isabella Parriss, Patrick Ryecart, Rose Reynolds, Gracee O'Brien, Crystal Leaity, Robin Ellis, Michael Culkin, Matthew Wilson
 Poldark
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 80% (6,7); FSK: 12, Dauer: 576 Minuten.
Nach der eskalierten Plünderung des vor seinem Land gekenterten Warleggan-Handelsschiffs muß sich Ross Poldark (Aidan Turner, "Der Hobbit") vor Gericht für diverse schwere Vergehen verantworten, wobei Schiffseigner George Warleggan (Jack Farthing, "The Riot Club") auch vor Betrug und Bestechung nicht zurückschreckt, um seinen Erzrivalen endlich loszuwerden. Doch nach einer ausgesprochen wechselhaften Verhandlung kommt Ross frei und kann sich wieder seinen Bergbau-Geschäften zuwenden. Bedauerlicherweise entwickeln die sich jedoch immer schlechter – auch dank der Quertreibereien der Warleggans –, weshalb Ross sich auf eine riskante Zusammenarbeit mit dem Schmuggler Mr. Trencrom (Richard McCabe, "Notting Hill") einläßt. Immerhin läuft es privat etwas besser, denn Ross und seine Ehefrau Demelza (Eleanor Tomlinson, TV-Serie "The White Queen") haben sich wieder mit seinem Cousin Francis (Kyle Soller, "The Trip to Spain") und dessen Gattin Elizabeth (Heida Reed, TV-Serie "Lava") – Ross' erster großer Liebe – versöhnt, Ross und Francis arbeiten nun sogar gemeinsam in der alten Familienmine. Ein tragisches Unglück beendet jedoch die (trotz der finanziellen Sorgen) kurze Phase relativer Sorglosigkeit – und eine große Dummheit führt zu einer ernsthaften Ehekrise zwischen Ross und Demelza. Derweil steht George dicht davor, all seine (wenig ehrenhaften) Ziele zu erreichen …

Mittwoch, 6. September 2017

A SILENT VOICE (2016)

Originaltitel: Koe noe Katachi
Regie: Naoko Yamada, Drehbuch: Reiko Yoshida, Musik: Kensuke Ushio
Sprecher der Originalfassung: Miyu Irino, Saori Hayami, Aoi Yuki, Kensho Ono, Yui Ishikawa, Mayu Matsuoka, Yuki Kaneko, Fuminori Komatsu, Satsuki Yukino, Takuya Masumoto, Ryo Nishitani, Megumi Han, Akiko Hiramatsu
 A Silent Voice
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 94% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $31,6 Mio.
FSK: 6, Dauer: 130 Minuten.
Als die gehörlose Shoko Nishimiya neu in die Klasse einer japanischen Grundschule kommt, wird sie zunächst von den meisten mit respektvoller Neugierde empfangen. Die vermeintliche Sonderbehandlung, die Shoko durch die Lehrer bekommt, sorgt allerdings schnell dafür, daß Interesse in Mißgunst und Spott umschlägt. Obwohl er bei weitem nicht der einzige ist, tut sich besonders der angeberische Shoya Ishida darin hervor, die sanftmütige, schüchterne Shoko zu schikanieren – was schließlich dazu führt, daß er (und nur er) als Mobber bloßgestellt wird und Shoko die Schule verläßt. Als Shoya die Konsequenzen seines Tuns erkennt, schämt er sich und nimmt es reumütig an, daß durch seine öffentliche Bloßstellung nun er es ist, der von den anderen Schülern gemieden wird. Das ändert sich auch nicht, als er einige Jahre später in die Oberschule kommt, wo er sich bewußt von den anderen abkapselt – nur der pummelige, aber fröhliche Tomohiro freundet sich mit ihm an. Eines Tages beschließt Shoya, Shoko zu suchen, um sich endlich bei ihr zu entschuldigen. Das führt auf Umwegen auch zum Wiedersehen mit weiteren früheren Mitschülern, was eine Reflektion der damaligen und der aktuellen Denk- und Verhaltensweisen der Jugendlichen zur Folge hat, von denen sich einige weiterentwickelt haben – andere nicht so sehr …

Donnerstag, 17. August 2017

THE PROMISE – DIE ERINNERUNG BLEIBT (2016)

Regie: Terry George, Drehbuch: Robin Swicord und Terry George, Musik: Gabriel Yared
Darsteller: Oscar Isaac, Charlotte Le Bon, Christian Bale, Marwan Kenzari, Angela Sarafyan, Shoreh Aghdashloo, Kevork Malikyan, Rade Serbedzija, Daniel Giménez-Cacho, Igal Naor, Tom Hollander, James Cromwell, Aaron Neil, Stewart Scudamore, Alicia Borrachero, Andrew Tarbet, Tamer Hassan, Numan Acar, Milene Mayer, Jean Reno, Michael Stahl-David
The Promise: Die Erinnerung bleibt
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 51% (5,7); weltweites Einspielergebnis: $12,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 133 Minuten.

Türkei, 1914: Der junge armenische Apotheker Michael Boghosian (Oscar Isaac, "Agora") geht eigens eine Verlobung ein, um mit der Mitgift sein Medizinstudium in Konstantinopel finanzieren zu können. Obwohl er tatsächlich beabsichtigt, Maral (Angela Sarafyan, TV-Serie "Westworld") nach seinem Studium zu heiraten, verliebt er sich bald in die schöne Zeichnerin Ana Khesarian (Charlotte Le Bon, "The Walk"), die in Paris studierte und nun mit dem unbeherrschten, aber aufrechten amerikanischen AP-Korrespondenten Chris Myers (Christian Bale, "The Big Short") liiert ist. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die große armenische Minderheit wird von den türkischen Truppen brutal unterdrückt, es kommt gar zu Massakern. Michaels Kommilitone und Freund Emre Ogan (Marwan Kenzari, "Die Mumie") – Sohn eines hochrangigen türkischen Beamten – kann ihn zunächst vor Schlimmerem bewahren, doch Emres nationalistischer Vater sorgt schließlich dafür, daß Michael in ein Strafgefangenenlager gebracht wird …

Donnerstag, 20. April 2017

MOONLIGHT (2016)

Regie und Drehbuch: Barry Jenkins, Musik: Nicholas Britell
Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Jaden Piner, Jharrel Jerome, André Holland, Patrick Decile
Moonlight
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 98% (9,0); weltweites Einspielergebnis: $65,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 111 Minuten.

Miami in den 1980er Jahren: Der neunjährige Afroamerikaner Chiron (Alex Hibbert) hat es nicht leicht, denn seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris, "Skyfall") ist cracksüchtig und er selbst ist in der Schule ein Außenseiter, da er schmächtig ist und nicht mehr als nötig redet. Ausgerechnet in dem kubanischstämmigen Drogendealer Juan (Mahershala Ali, "Die Tribute von Panem: Mockingjay"), der beobachtet, wie "Little" – so Chirons Spitzname – von mehreren Jungs gejagt wird, findet er einen unerwarteten Freund. Bei Juan und seiner Freundin Teresa (Janelle Monáe, "Hidden Figures") kann Little fortan auch übernachten, wenn seine Mutter – die ihre Drogen ironischerweise bei Juans Leuten kauft – wieder mal indisponiert ist. Sieben Jahre später hat sich – obwohl er deutlich in die Höhe geschossen ist – an Chirons (Ashton Sanders) Außenseiterstatus nicht viel geändert, in Kevin (Jharrel Jerome) hat er nur einen Freund, dafür wird er von Großmaul Terrel (Patrick Decile) und dessen Freunden noch stärker schikaniert als früher. Daß Chiron tiefere Gefühle für Kevin entwickelt, macht seine gesellschaftliche Position im Mikrokosmos Highschool nicht einfacher …

Dienstag, 18. April 2017

VICTORIA (TV-Serie, 2016, 1. Staffel)

Regie: Oliver Blackburn, Tom Vaughan und Sandra Goldbacher, Drehbuch: Daisy Goodwin und A.N. Wilson, Musik: Martin Phipps und Ruth Barrett
Darsteller: Jenna Coleman, Tom Hughes, Rufus Sewell, Catherine Flemming, Adrian Schiller, Daniela Holtz, Eve Myles, Ferdinand Kingsley, Nell Hudson, Nigel Lindsay, Margaret Clunie, David Oakes, Peter Firth, Alex Jennings, Paul Rhys, Anna Wilson-Jones, Peter Bowles, Basil Eidenbenz, David Bamber
 Victoria
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 80% (6,8); FSK: 12, Dauer: 348 Minuten.
Großbritannien im Sommer 1837: Als König William IV. ohne regulären Thronerben stirbt, fällt die Königswürde seiner 18 Jahre alten Nichte Victoria (Jenna Coleman, TV-Serie "Doctor Who") zu. Die aus dem Haus Hannover stammende neue Königin ist durchaus froh, auf diese Weise endlich der strengen Erziehung durch ihre Mutter (Catherine Flemming, "Hunger – Sehnsucht nach Liebe") zu entkommen, die Victoria seit ihrer Geburt auf eine mögliche Thronbesteigung vorbereitete, dabei aber zu wenig Wert darauf legte, ihre Tochter alltagstauglich zu machen. Bei aller peniblen Vorbereitung ist Victoria natürlich komplett unerfahren, was ihr Selbstbewußtsein zwar kaum schmälert, sie jedoch gerade deswegen auch zu einigen schweren Fehlern verleitet. Zum Glück gibt es den verwitweten Lord Melbourne (Rufus Sewell, "Hercules"), der zunächst zwar unwillig ist, das Amt des Premierministers auch unter der neuen Königin zu bekleiden, dann aber schnell eine innige Freundschaft zu der jungen Monarchin aufbaut und ihr als nahezu unverzichtbarer Berater und Mentor dient. Ihre Beziehung sorgt jedoch schnell für Neider und böse Gerüchte, zumal Victoria von allen Seiten bedrängt wird, schnellstmöglich standesgemäß zu heiraten und einen Thronerben in die Welt zu setzen. Lord Melbourne kommt dafür nicht in Frage, stattdessen gibt es drei geeignete Kandidaten: den charmanten russischen Großfürsten (Daniel Donskoy), Prinz George (Nicholas Agnew, "Kingsman: The Secret Service") den Sohn des machtbewußten Herzogs von Cumberland (Peter Firth, TV-Serie "Spooks") sowie Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (Tom Hughes, "Alles eine Frage der Zeit"), ein Neffe des belgischen Königs Leopold (Alex Jennings, "Die Queen") …

Mittwoch, 12. April 2017

SILENCE (2016)

Regie: Martin Scorsese, Drehbuch: Jay Cocks und Martin Scorsese, Musik: Kathryn und Kim Allen Kluge
Darsteller: Andrew Garfield, Adam Driver, Issey Ogata, Yosuke Kubozuka, Liam Neeson, Yoshi Oida, Tadanobu Asano, Shin'ya Tsukamoto, Ciarán Hinds, Nana Komatsu, SABU
Silence
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 83% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $23,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 162 Minuten.

Als im 16. und im frühen 17. Jahrhundert europäische Missionare den christlichen Glauben in Japan verbreiteten, reagierte die Obrigkeit zunächst gelassen darauf, zumal sich vorrangig die einfachen Leute bekehren ließen. In den 1630er Jahren änderte sich das, nach einem Aufstand der christlichen Landbevölkerung verfügte der Shogun die Abschließung Japans in Verbindung mit einer gnadenlosen Verfolgung der Christen, die einem grausamen Tod nur dann entgehen konnten, wenn sie ihrem Glauben öffentlich abschworen. Während zahlreiche Priester den Märtyrertod starben, geht das Gerücht um, daß der portugiesische Jesuit Pater Ferreira (Liam Neeson, "The Grey") tatsächlich abschwor und nun als Japaner mit Frau und Kindern lebt – Pater Ferreiras frühere Jesuiten-Schüler Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield, "The Amazing Spider-Man") und Francisco Garupe (Adam Driver, "Star Wars Episode VII") wollen das nicht glauben und machen sich selbst auf den beschwerlichen Weg nach Japan, um das Schicksal ihres Mentors zu eruieren. Der in China gestrandete, trunksüchtige Fischer Kichijiro (Yosuke Kubozuka, "Ichi Die blinde Schwertkämpferin") bestreitet zwar heftig, ein Christ zu sein, leitet sie jedoch mit einem Boot heimlich zu der kleinen christlichen Küstengemeinde Tomogi, wo sie begeistert und voller religiöser Inbrunst empfangen werden. Die Suche nach Pater Ferreira muß also erst einmal warten, da die frommen Dorfbewohner die beiden Jesuiten mit ihren religiösen Begehren voll in Beschlag nehmen. Dann kommt der unnachgiebige Inquisitor Inoue Masashige (Issey Ogata, "Tony Takitani") in die Gegend und sucht auch in Tomogi mit äußerst effektiven Methoden nach verborgenen Christen …

Donnerstag, 6. April 2017

DIE VERSUNKENE STADT Z (2016)

Originaltitel: The Lost City of Z
Regie und Drehbuch: James Gray, Musik: Christopher Spelman
Darsteller: Charlie Hunnam, Robert Pattinson, Sienna Miller, Tom Holland, Angus Macfadyen, Edward Ashley, Franco Nero, Pedro Coello, Matthew Sunderland, Johann Myers, Aleksandar Jovanovic, Ian McDiarmid, Clive Francis, Daniel Huttlestone, Harry Melling
Die versunkene Stadt Z
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $19,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 141 Minuten.

Anfang des 20. Jahrhunderts bekommt der britische Offizier Percy Fawcett (Charlie Hunnam, "Pacific Rim") den Auftrag, für die Royal Geographic Society (RGS) – an der er früher selbst studierte – eine aufwendige Landvermessung in Bolivien vorzunehmen, um Grenzstreitigkeiten mit Brasilien möglichst friedlich beizulegen. Fawcett, der bereits an den äußersten Ecken des Commonwealth in Asien stationiert war, hält diesen langweilig klingenden Auftrag zunächst für unter seiner Würde, stellt aber schnell fest, daß das ein gewaltiger Irrtum war. Die Erkundung des Amazonas-Gebiets auf der Suche nach der Quelle des Rio Verde ist anspruchsvoll und gefährlich, nicht nur die unwirtliche Flora und Fauna machen Fawcett und seinen Begleitern zu schaffen, sondern auch teilweise feindlich gesonnene Eingeborenenstämme. Dennoch erreicht die Expedition ihr Ziel, an dem Fawcett zu seiner gewaltigen Überraschung und Begeisterung Überreste einer uralten, lange untergegangenen Zivilisation entdeckt. Zurück in London stellt er seine Erkenntnisse den durchaus skeptischen Mitgliedern der RGS vor und schafft es mit der Unterstützung des Antarktis-Erforschers James Murray (Angus Macfadyen, "Braveheart"), eine neue Forschungsreise auf die Beine zu stellen, die nach der versunkenen Stadt suchen soll, von deren Existenz Fawcett überzeugt ist …