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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 28. September 2026

TV-Tips für die Woche 40/2026

Montag, 28. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Der Gefangene von Alcatraz" (1962)

John Frankenheimers ("Ronin") gefühlvolles Knastdrama erzählt gar nicht primär von Fluchtversuchen oder gewaltsamen Übergriffen durch Mithäftlinge oder sadistische Wärter (wenngleich auch das vorkommt), sondern konzentriert sich auf die unglaubliche, aber (in den Grundzügen) wahre Lebensgeschichte des verurteilten Mörders Robert Franklin Stroud (OSCAR-Nominierung für Burt Lancaster), der während seiner jahrzehntelangen Haft zu einem respektierten Vogelkundler wurde (der Originaltitel des Films lautet denn auch "Birdman of Alcatraz").

ZDF, 22.15 Uhr: "Dogman" (2023)

Free-TV-Premiere von Luc Bessons unkonventionellem Thriller-Drama, in dem Caleb Landry Jones ("Three Billboards ...") den im Rollstuhl sitzenden und zutiefst traumatisierten Außenseiter Doug spielt, welcher als Einbruchs- und Mordverdächtiger festgenommen wird. Einer Psychiaterin erzählt Doug von seinem schweren Leben, denn als Kind wurde er von seinem brutalen Vater stets zu Kampfhunden in einen Zwinger gesteckt und liebt seitdem Hunde viel mehr als Menschen. Als Erwachsener führt Doug deshalb ein Tierheim für ausgesetzte Hunde - und begeht für die Finanzierung des Heims mit seinen trainierten Hunden lukrative Einbrüche ...

Dienstag, 29. September:

Nitro, 20.15 Uhr: "Dragonheart" (1996)

In Rob Cohens ("The Fast and the Furious") familienfreundlichem Fantasyfilm spielt Dennis Quaid den Ritter und Drachentöter Bowen, der sich ausgerechnet mit dem letzten lebenden Drachen Draco (per Motion Capture gespielt von Sean Connery, in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Mario Adorf) zusammentun muß, um den tyrannischen König (David Thewlis) zu besiegen, dem Bowen einstmals diente und das Leben rettete. Unterstützung bekommen beide von dem Mönch Gilbert (Pete Postlethwaite) und der attraktiven Rebellin Kara (Dina Meyer, "Starship Troopers"). Im Anschluß zeigt Nitro um 22.10 Uhr respektive 0.05 Uhr die schwächeren, direkt für den Heimkino-Markt produzierten Fortsetzungen "Dragonheart 3" (2015) und "Dragonheart - Die Kraft des Feuers" (2017)

Montag, 21. September 2026

TV-Tips für die Woche 39/2026

Montag, 21. September:

Arte, 21.35 Uhr: "Black Rain" (1989)

Ein inhaltlich relativ konventioneller, aber ungemein stylisher Thriller von Sir Ridley Scott, in dem Michael Douglas und Andy Garcia als US-Cops in Japan ermitteln und mit den Yakuza ins Gehege kommen (was selten eine gute Idee ist).

ZDF, 0.05 Uhr: "Was Marielle weiß" (2025)

Free-TV-Premiere der mehrfach ausgezeichneten deutschen Tragikomödie von Frédéric Hambalek über die 12-jährige Marielle (Laeni Geiseler), die nach einer Ohrfeige plötzlich die Gedanken ihrer Eltern (Julia Jentsch und Felix Kramer) hören kann - was die Familiendynamik ganz schön auf den Kopf stellt ...

Außerdem:

Midway - Für die Freiheit (Roland Emmerichs wenig anspruchsvoller, aber handwerklich überzeugender und gut besetzter Action-Kriegsfilm mit Patrick Wilson und Luke Evans; 20.15 Uhr um eine knappe Minute gekürzt bei Kabel Eins, ungeschnittene Wiederholung am Mittwoch um 23.10 Uhr)

Operation: Overlord (etwas unausgewogenes, aber durchaus spaßiges Horror-Kriegsfilm-B-Movie über alliierte Soldaten, die 1944 in Frankreich auf mit Zombie-Supersoldaten experimentierende Nazis treffen; 23.05 Uhr bei Kabel Eins)

Montag, 14. September 2026

TV-Tips für die Woche 38/2026

Montag, 14. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Julia" (1977)

Drei OSCARs bei elf Nominierungen erreichte Fred Zinnemanns ("Zwölf Uhr mittags") Politdrama, das Mitte der 1930er Jahre spielt und auf einer wahren Geschichte basiert. Es geht in erster Linie um die Freundschaft zwischen zwei Frauen: Während die Jüdin Julia (Vanessa Redgrave) in Oxford und Wien Medizin studiert und durch die Nähe zum erstarkenden Nationalsozialismus ein politisches Bewußtsein entwickelt, bleibt die (reale) Theaterautorin Lillian Hellman (Jane Fonda) in den USA, wobei sie durch Briefe in Kontakt bleiben. Als Lillian zu einem Autorentreffen in Moskau eingeladen wird, bittet Julia sie, auf dem Weg dorthin Geld für den Widerstand gegen die Nazis nach Deutschland zu schmuggeln ... Zur hochkarätigen Besetzung zählen des weiteren Maximilian Schell, Meryl Streep, Jason Robards und Hal Holbrook. Direkt im Anschluß um 22.05 Uhr zeigt Arte das einstündige französische Portrait "Jane Fonda - Eine Rebellin in Hollywood" aus dem Jahr 2020.

One, 20.15 Uhr: "Wilder Diamant" (2024)

Free-TV-Premiere des für zwei Césars nominierten französischen Dramas von Kino-Regiedebütantin Agathe Riedinger über die 19-jährige Liane (Malou Khebizi), die davon besessen ist, eine einflußreiche Influencerin zu werden. Dafür tut sie so ziemlich alles inklusive diverser Schönheits-OPs; als nächstes hofft sie, ihre Bekanntheit durch die Teilnahme an einer Reality-TV-Show zu vergrößern.

Arte, 0.00 Uhr: "Skandal in Baden-Baden" (1928)

Sehr späte Free-TV-Premiere des deutschen Stummfilm-Klassikers von Erich Waschneck ("Regine") nach einem Roman von Georg Fröschel, in dem "Metropolis"-Star Brigitte Helm als junge Berliner Tänzerin Vera wenig Glück bei ihren Vorsprechen hat. Doch als sie zufällig den reichen Unternehmer John Leeds (Ernst Stahl-Nachbaur, "M - Eine Stadt sucht einen Mörder") trifft und dieser sie zum nächsten Casting begleitet, geht es plötzlich und scheinbar unaufhaltsam bergauf für Vera - zumal als ihr neuer Manager (Leo Peukert) an die Presse (fälschlicherweise) durchsticht, sie sei die Geliebte von Mr. Leeds ...

ZDF, 0.05 Uhr: "In die Sonne schauen" (2025)

Free-TV-Premiere des u.a. mit zehn Deutschen Filmpreisen sowie dem Großen Preis der Jury in Cannes ausgezeichneten episodischen Dramas von Mascha Schilinski ("Die Tochter"). Erzählt werden die Geschichten von vier Mädchen respektive jungen Frauen aus verschiedenen Zeiten, die eines gemeinsam haben: Sie alle leben auf dem gleichen Hof in der Altmark (Sachsen-Anhalt). Die 7-jährige Alma (Hanna Heckl) wächst kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf und wird durch eine neue Information zutiefst verunsichert; in den 1940er Jahren entwickelt Erika (Lea Drinda) eine Obsession für die Kriegsverletzung ihres Onkels; in den 1980er Jahren entdeckt die lebenslustige Angelika (Lena Urzendowsky) zur Zeit der DDR ihre Sexualität; und in der Gegenwart zieht die kleine Lenka mit ihren Eltern und ihrer Schwester von Berlin auf den heruntergekommenen Hof und wird von merkwürdigen Träumen heimgesucht ...

ZDF, 2.30 Uhr: "Tatami" (2023)

Free-TV-Premiere des mehrfach prämierten, auf wahren Geschehnissen basierenden und in Schwarzweiß gedrehten georgisch-amerikanischen Thrillers vom ungewöhnlichen israelisch-iranischen Regieduo Guy Nattiv ("Golda") und Zar Amir Ebrahimi (eigentlich Schauspielerin, bekannt u.a. aus "Holy Spider"). Es geht um die iranische Weltklasse-Judoka Leila (Arienna Mandi), die bei der Weltmeisterschaft in der georgischen Hauptstadt Tiflis reelle Titelchancen hat. Doch nach den ersten Siegen erhalten sie und ihre Trainerin Maryam (Co-Regisseurin Ebrahimi) die Anweisung, zum nächsten Kampf nicht anzutreten - denn ihre Gegnerin könnte eine israelische Judoka sein und Iraner dürfen niemals Israelis unterliegen! Leila will aber unbedingt die Goldmedaille gewinnen und deshalb antreten - ist das die sicheren Repressionen, die daraufhin für sie, ihre Familie und auch ihre Trainerin folgen würden, wert?

Montag, 7. September 2026

TV-Tips für die Woche 37/2026

Diesmal eine ungewöhnlich ergiebige Woche:

Montag, 7. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Darling" (1965)

John Schlesingers ("Asphalt-Cowboy") mit drei OSCARs ausgezeichnetes Liebesdrama erzählt von der schönen, aber von ihrem Leben gelangweilten Diana (Julie Christie, "Wenn die Gondeln Trauer tragen"), die in den "Swinging Sixties" in London zum gefragten Model wird und für den verheirateten Reporter Robert (Dirk Bogarde, "Der Tod in Venedig") ihren eigenen Gatten verläßt. Beide werden schnell zu einem echten "It"-Paar, doch beiderseitiger Eifersucht und ihr beruflicher Ehrgeiz verkomplizieren die Beziehung ...

Arte, 22.15 Uhr: "Stiefel, die den Tod bedeuten" (1971)

Mia Farrow ("Rosemaries Baby") spielt in Richard Fleischers ("Conan der Zerstörer") recht wohlwollend rezensiertem britischen Psychothriller die kürzlich bei einem Reitunfall erblindete Sarah, die in das Landhaus ihres wohlhabenden Onkels zieht. Während sie eines Tages mit ihrem Ex-Freund unterwegs ist, dringt ein Killer in das Anwesen ein und tötet jeden - was die blinde Sarah nach ihrer Rückkehr zunächst nicht erkennen kann. Und der Mörder hat es auch auf sie abgesehen ... Direkt im Anschluß um 23.45 Uhr zeigt Arte das einstündige französische Portrait "Mia Farrow - Zwischen Fiktion und Realität" aus dem Jahr 2024.

ZDF, 23.15 Uhr: "Night Call" (2024)

Free-TV-Premiere des sehenswerten belgisch-französischen Actionthrillers von Langfilm-Regiedebütant Michiel Blanchart (der demnächst mit "Final Destination 7" auch seinen Hollywood-Einstand geben wird). Newcomer Jonathan Feltre spielt den jungen Schlosser Mady, der eines Nachts von der attraktiven Claire (Natacha Krief, "Rabia - Der verlorene Traum") gerufen wird, weil sie ihren Wohnungsschlüssel verloren habe. Mady hilft ihr, ohne zu ahnen, daß sie gar nicht dort wohnt und nach seiner Verabschiedung eine Tasche voller Bargeld aus der Wohnung stiehlt. Deren Besitzer, der Gangster Yannick (Romain Duris, "Die drei Musketiere"), findet schnell heraus, daß Mady (unfreiwillig) in den Diebstahl involviert war und zwingt ihn, ihm sein Eigentum bis zum nächsten Morgen zurückzubringen ... Die Prämisse mag nicht die originellste sein, aber der nur knapp eineinhalbstündige "Night Call" ist ein wirklich gut gemachter, rasanter und stets unterhaltsamer No-Nonsense-Actionthriller.

Außerdem:

Star Trek (J.J. Abrams' gelungenes Reboot über die Abenteuer der jungen "Enterprise"-Crew; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Star Trek Into Darkness (der zweite, etwas schwächere Film mit der jungen "Enterprise"-Crew - und Leonard Nimoys letzter Gastauftritt als alter Mr. Spock; 22.50 Uhr bei Kabel Eins)

Mittwoch, 2. September 2026

KINOVORSCHAU SEPTEMBER 2026

Die ganz großen Blockbuster gibt es im September wie gewohnt nicht mehr (abgesehen von einer leicht erweiterten Wiederaufführung von Marvels "Avengers: Endgame"), dafür aber etliche vielversprechende Mid-Budget-Filme wie "The Uprising", "Resident Evil" oder "Eiserne Wildnis", zudem einige frühe OSCAR-Kandidaten ("Vaterland", "Primetime") - und natürlich das Kinofest am 12. und 13. September mit besonders günstigen Eintrittspreisen in den teilnehmenden Kinos!

3. September:
"Das gewisse Etwas":
Die neue Komödie von Marc Rothemund ("Mein Blind Date mit dem Leben") ist ein Remake des französischen Megahits "Was ist schon normal?", der in seiner Heimat mit beinahe 11 Millionen Kinogängern zum erfolgreichsten Film des Jahres 2024 avancierte (und bei uns auf gut 210.000 Zuschauer kam). Florian Lukas ("Good Bye, Lenin!") spielt Karlo, der nach einem Diebstahl gemeinsam mit Sohn Alex (Max von der Groeben, "Fack ju Göhte") untertauchen muß. Als das Duo zufällig auf einen Reisebus voller junger Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung auf dem Weg in ein Ferienlager stößt, sehen sie dafür die perfekte Möglichkeit gekommen und schleichen sich in die von Polly (Mala Emde, "303") betreute Gruppe ein ...

"Onslaught":
Nach zuletzt zwei hoch budgetierten "Godzilla"-Filmen ("Godzilla vs. Kong" und "Godzilla x Kong: The New Empire") erinnert sich Genrespezialist Adam Wingard wieder seiner Independent-Wurzeln mit Filmen wie "The Guest" – mit dem sich "Onslaught" laut Wingard übrigens ein Filmuniversum teilt, ohne eine Fortsetzung zu sein. Für das auf anspruchsvolle Genrekost spezialisierte Kultstudio A24 erzählt er in "Onslaught" von einem heftig mißglückten Militärexperiment, in dessen Folge einige gentechnisch optimierte Supersoldaten die Anwohner terrorisieren. Die mit ihrer Tochter in einem Wohnwagenpark residierende Veteranin Celeste (Adria Arjona, "A Killer Romance") stellt sich ebenso wie einige Söldner dem Kampf mit dem scheinbar übermächtigen Feind … Zur Besetzung zählen mit "The Guest"-Hauptdarsteller Dan Stevens, Michael Biehn ("Aliens"), Reginald VelJohnson ("Stirb Langsam") und Rebecca Hall ("Iron Man 3") weitere genreerfahrene Stars.

"Vaterland":
Sage und schreibe vier realistische OSCAR-Chancen hat Sandra Hüller in diesem Jahr: Neben den beiden Hollywood-Filmen "Der Astronaut" und "Digger" (startet am 1. Oktober) und dem deutschen Berlinale-Gewinner "Rose" zählt dazu auch das neue, in Schwarzweiß gedrehte Werk des polnischen Regiestars Pawel Pawlikowski ("Cold War"), der dafür in Cannes mit dem Regiepreis geehrt wurde. Hüller spielt in dem Road-Movie Erika Mann, die Tochter des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann (Hanns Zischler, "Die Theorie von Allem"). Im Jahr 1949 kehrt Thomas Mann nach 15-jährigem US-Exil vor den Nazis erstmals in sein noch stark vom verlorenen Zweiten Weltkrieg gezeichnetes Vaterland zurück und reist gemeinsam mit Tochter Erika von Frankfurt am Main nach Weimar, wo er einen Preis erhalten soll.

"That's Why the Lady is a Champ":
"Euphoria"-Star Sydney Sweeney erhielt viel Lob für ihre schauspielerische Leistung in diesem ansonsten arg konventionell geratenen und an den US-Kinokassen heftig gefloppten Sportlerinnen-Biopic von David Michôd ("War Machine"). Sweeney verkörpert darin die Boxerin Christy Martin, die in den 1990er Jahren zu einer der populärsten Sportlerinnen der USA avancierte. Gleichzeitig nahmen jedoch die Schwierigkeiten in ihrem Privatleben mit dem Manager und späteren Ehemann Jim (Ben Foster, "Warcraft") immer weiter zu.

Montag, 31. August 2026

TV-Tips für die Woche 36/2026

Montag, 31. August:

Arte, 20.15 Uhr: "Schieß, solange du kannst" (1965)

Lino Ventura spielt in Claude Sautets ("Die Dinge des Lebens") französisch-italienischem Abenteuerkrimi nach einem Roman von Charles Williams den erfahrenen Schiffskapitän Cournot, der in der Karibik unglücklich in das mit einigen Leichen zusammenhängende Verschwinden eines US-amerikanischen Segelboots verwickelt wird. Gemeinsam mit dessen Besitzerin Rae Osborne (Sylvia Koscina, "Kampf um Rom") macht sich Cournot auf die Suche nach dem Boot und kommt skrupellosen Waffenschmugglern auf die Spur.

ZDF, 22.15 Uhr: "The Silent Hour" (2024)

Free-TV-Premiere des wohlwollend rezensierten Actionthrillers von Brad Anderson ("Der Maschinist"). Als die gehörlose Ava (Sandra Mae Frank, TV-Serie "New Amsterdam") Zeugin des Mordes an zwei Drogendealern wird, gerät sie in das Visier nicht nur der Gangster, sondern auch von korrupten Cops. Unterstützung erhält sie vom desillusionierten Polizisten Frank (Joel Kinnaman, AppleTV-Serie "For All Mankind"), der seit einem Unfall selbst hörgeschädigt ist und deshalb von seinem Ex-Partner Doug (Mark Strong, "Kingsman") als Gebärdendolmetscher hinzugeholt wurde.

Dienstag, 1. September:

One, 20.15 Uhr: "Miss Austen Regrets" (2008)

Das mit einem BAFTA ausgezeichnete britische TV-Drama von Jeremy Lovering (AppleTV-Serie "Slow Horses") erzählt von der jungen Fanny (Imogen Poots, "Centurion"), die bei ihrer berühmten Tante Jane Austen (Olivia Williams, "Der Ghostwriter") Rat in Sachen Liebe sucht. Die ist inzwischen allerdings 40 und noch immer unverheiratet ...

Mittwoch, 2. September:

Arte, 23.30 Uhr: "Souleymans Geschichte" (2024)

Free-TV-Premiere (im Originalton mit deutschen Untertiteln) des u.a. mit vier Césars ausgezeichneten französischen Sozialdramas von Boris Lojkine ("Camille") über den titelgebenden guineischen Flüchtling (Abou Sangaré), der in Paris illegal als Essenskurier arbeitet, während er auf den Bescheid über seinen Asylantrag wartet. Sangaré gewann für sein Schauspieldebüt u.a. den Europäischen Filmpreis, wo er sich sowohl gegen die beiden deutschen Schauspiel-Schwergewichte Lars Eidinger und Franz Rogowski als auch gegen die britischen Stars Ralph Fiennes und Daniel Craig durchsetzte!

Montag, 24. August 2026

TV-Tips für die Woche 35/2026

Montag, 24. August:

Arte, 20.15 Uhr: "Sieben Tote hat die Woche" (1963)

Der französisch-italienische Schwarzweiß-Gangsterfilm von Jacques Deray ("Borsalino") dreht sich um fünf Ex-Kriminelle, die sich für einen lukrativen Drogendeal zusammentun - nur um sich nach dem geglückten Coup erbittert um die Beute zu streiten ... Mit Jean Rochefort ("Der Uhrmacher von St. Paul"), Charles Vanel ("Lohn der Angst"), dem späteren Regisseur José Giovanni ("Endstation Schafott") und Michèle "Angelique" Mercier.

Außerdem:

Before Midnight (der dritte, nicht mehr so poetische, aber umso wahrhaftigere Teil von Richard Linklaters gefeierter "Before"-Reihe mit Julie Delpy und Ethan Hawke; 20.15 Uhr bei One)

The Expendables 3 (der mittelmäßige, zum Ärger der Fans auf eine niedrigere Altersfreigabe runtergeschnittene dritte Teil der Action-Altstar-Reihe mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Arnold Schwarzenegger; 20.15 Uhr bei Pro 7 um fünfeinhalb Minuten geschnitten, ungekürzte Wiederholung am Mittwoch um 22.50 Uhr)

Zwei Leben (recht unspektakuläres, aber stark gespieltes deutsch-norwegisches Drama über eine Frau, die aus der DDR nach Norwegen geflohen ist und sich dort eine neue Familie und ein neues Leben aufgebaut hat – bis sie die Vergangenheit einholt; 22.00 Uhr bei Arte)

Dienstag, 25. August:

Nitro, 20.15 Uhr: "Batman" (1989)

Neben Spider-Man ist Batman vermutlich der - zumindest bezüglich der Kino-Adaptionen - beliebteste Superheld der letzten Jahrzehnte, was vor allem Christopher Nolans spektakuläre "Dark Knight"-Trilogie bewies, zuletzt aber auch Matt Reeves' grimmiges Reboot "The Batman". Vor über 35 Jahren ging es in cineastischer Hinsicht noch ein paar Nummern kleiner zu, was Tim Burtons leicht skurrile Version des beliebten Comic-Helden aber nicht daran hinderte, Kultstatus anzunehmen. Und das, obwohl es sich nicht gerade um eine sehr vorlagentreue Verfilmung handelt, in der Batman (Michael Keaton) die Schergen seines Widersachers Joker (Jack Nicholson) ziemlich gedanken- und skrupellos tötet. Die Fortsetzung "Batmans Rückkehr" (1992) mit Michelle Pfeiffer als Catwoman zeigt Nitro direkt im Anschluß um 22.40 Uhr.

Montag, 17. August 2026

TV-Tips für die Woche 34/2026

Montag, 17. August:

ARD, 20.15 Uhr: "Der Buchspazierer" (2024)

Free-TV-Premiere der mit gut 735.000 Kinogängern recht erfolgreichen und mit einem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Carsten Henn durch Kino-Regiedebütant Ngo The Chau (war zuvor als Kameramann u.a. bei "Almanya" und "Tom Sawyer" tätig). Christoph Maria Herbst spielt die Hauptrolle des zurückhaltenden Buchhändlers Carl, der täglich nach Ladenschluß einigen Kunden persönlich Bücher ausliefert - was seinen stärksten Kontakt zur Welt außerhalb des Buchladens darstellt. Als die 9-jährige Schascha (Yuna Bennett) ihn ungefragt zu begleiten beginnt, ist Carl zunächst wenig begeistert ... Mit Maren Kroymann, Ronald Zehrfeld und Edin Hasanović.

Arte, 23.05 Uhr: "Die Nacht ist meine Welt" (1951)

Sehr späte Free-TV-Premiere des beim Festival von Venedig mit dem Volpi Award für den besten Schauspieler geehrten (und auch unter dem Titel "Die Nacht ist mein Reich" bekannten) französischen Schwarzweiß-Melodrams von Georges Lacombe ("Sie waren Sechs"). Jean Gabin spielt den Lokomotivführer Raymond, der nach einem Unfall erblindet und beinahe seinen Lebensmut verliert. Auf Empfehlung eines anderen Blinden, den er zufällig trifft, besucht Raymond eine Blindenschule, lernt die Braille-Schrift und verliebt sich in die blinde Lehrerin Louise (Simone Valère, "Der Pakt mit dem Teufel") - bei der er jedoch einen sehenden Rivalen hat ...

ZDF, 1.40 Uhr: "Licorice Pizza" (2021)

Free-TV-Premiere des für drei OSCARs nominierten, episodisch aufgebauten Coming of Age-Films von Paul Thomas Anderson ("One Battle After Another"). Im Mittelpunkt der Geschichte steht der von Philip Seymour Hoffmans Sohn Cooper Hoffman ("The Long Walk") verkörperte Teenager Gary, der in den 1970er Jahren als Kinderdarsteller recht bekannt ist und jede geschäftliche Möglichkeit nutzen will. Als Gary in der Schule die zehn Jahre ältere, ziellose Alana (Alana Haim, "Das Drama") kennenlernt, die als Assistentin des Schulphotographen arbeitet, verliebt er sich sofort in sie und versucht, sie trotz des Altersunterschieds zu erobern. Alana lehnt natürlich ab, ist aber durchaus geschmeichelt und läßt sich auf eine wechselhafte Freundschaft mit dem umtriebigen Gary ein ... In Nebenrollen geben sich Hollywood-Größen wie Sean Penn, Bradley Cooper oder Tom Waits die Ehre.

Montag, 10. August 2026

TV-Tips für die Woche 33/2026

Montag, 10. August:

Arte, 20.15 Uhr: "Gas-Oil" (1955)

In Gilles Grangiers ("Tatort Paris") auch unter dem Titel "Straßensperre" bekanntem eleganten Noir-Krimidrama nach einem Roman von Georges Bayle spielt Jean Gabin den Pariser Trucker Jean, der auf dem Heimweg von seiner Freundin einen auf der Straße liegenden Mann überrollt. Er ruft sofort die Polizei, die später feststellt, daß der Mann bereits vor seiner Begegnung mit Jean tot und zudem ein bekannter Krimineller war. Dummerweise glauben die Kumpane des Toten fälschlicherweise, daß Jean dem Getöteten die Beute ihres letzten Raubzugs abgenommen hat ... Der Film mit Jeanne Moreau in der weiblichen Hauptrolle beginnt recht gemächlich, hat aber einen erstklassigen Showdown zu bieten!

ZDF, 22.15 Uhr: "A Killer Romance" (2023)

Free-TV-Premiere von Richard Linklaters hochgelobter, u.a. für einen Golden Globe nominierter romantischer Thriller-Komödie, in der Glen Powell ("Top Gun: Maverick"), der mit Linklater auch das Drehbuch verfaßte, den Uni-Dozenten Gary verkörpert, welcher nebenbei für die Polizei als eine Art Lockvogel arbeitet: Er gibt sich mit aufwendigen Verkleidungen als Profikiller aus, damit die Polizei seine Auftraggeber aus dem Verkehr ziehen kann, bevor etwas passiert. Doch als die misshandelte Ehefrau Madison (Adria Arjona, TV-Serie "Star Wars: Andor") ihn beauftragt, ihren Gatten zu töten, will er sie nicht der Polizei ausliefern, sondern ihr helfen - nicht mit einem Mord, aber indem er hilft, ihren Schläger-Ehemann hinter Gitter zu bringen. Und dummerweise verliebt sich Gary auch noch in Madison ...

Donnerstag, 6. August 2026

KINOVORSCHAU AUGUST 2026

So spektakulär wie der Kinomonat Juli mit den Rekorde-Brechern "Die Odyssee" und "Spider-Man: Brand New Day" wird der August 2026 bei weitem nicht, zumal die Leinwände noch auf Wochen hinaus weiterhin zahlreich von den beiden Über-Blockbustern belegt sein werden. Dennoch gibt es im traditionell etwas schwächeren letzten Monat der Kino-Sommersaison noch einige Hollywood-Großproduktionen wie "The End of Oak Street" und "Das Ende der Sterne", dazu kommen das Horrorsequel "Insidious: Out of the Further", ein neuer Jason Statham-Actioner ("Mutiny"), ein ungewöhnlicher OSCAR-Kandidat ("Teenage Sex and Death at Camp Miasma") und natürlich der bayerische Blockbuster "Steckerlfischfiasko" mit Dorfpolizist Eberhofer. Genügend Stoff also für weiterhin und trotz anhaltender Hitzewellen volle (schattige und klimatisierte) Kinos ...

6. August:
"Eli Roth's The Ice Cream Man":
Im neuen, von der US-Kritik ziemlich ungnädig aufgenommenen Horrorfilm von "Hostel"-Regisseur Eli Roth treibt in einer US-amerikanischen Kleinstadt ein sinistrer Eisverkäufer (Ari Millen, TV-Serie "Orphan Black") sein Unwesen, dessen Produkte eine unvorhersehbare Nebenwirkung an den Tag legen: Sie verwandeln die überwiegend minderjährigen Konsumenten in blutrünstige Killermaschinen!

"PAW Patrol – Der Dino Film":
Nachdem die letzten beiden Kino-Ausflüge der beliebten kanadischen Animations-Kinderserie in Deutschland 2021 und 2023 jeweils deutlich über eine Million Zuschauer anlockten, will "Der Dino Film" auf diesem Erfolg aufbauen. Diesmal erleiden die tierischen Retter und ihr menschlicher Anführer Schiffbruch auf einer Insel, die von Dinosauriern bewohnt wird.

"You, Me & Italy":
Die als arg oberflächlich kritisierte, insgesamt aber dennoch recht wohlwollend besprochene romantische Verwechslungskomödie von Kat Coiro ("Marry Me") erzählt von der jungen Anna (Halle Bailey, "Arielle, die Meerjungfrau"), deren Leben sich gerade in einem ziemlichen Chaos befindet. Um allem zu entkommen, reist sie in die Toskana, da ihr der charmante Italiener Matteo (Lorenzo de Moor) erzählt hat, dort eine leerstehende Villa zu besitzen. Anna übernachtet dort und wird am nächsten Morgen von Matteos Mutter überrascht, die sie für Matteos Verlobte hält! Anna läßt die Fehlannahme unwidersprochen und lernt so Matteos Familie kennen – inklusive seins Cousins Michael ("Bridgerton"-Star Regé-Jean Page), in den sie sich zu verlieben droht ...

"Nightborn":
Von der Kritik gelobter finnischer Arthouse-Horrorfilm von "Hatchling"-Regisseurin Hanna Bergholm. Die Finnin Saga (Seidi Haarla, "Abteil Nr. 6") und ihr britischer Gatte Jon ("Harry Potter"-Star Rupert Grint) ziehen in ihr abgelegenes Elternhaus in den Wäldern, um dort eine Familie zu gründen. Doch nach der Geburt eines Sohnes wird das harmonische Zusammenleben nachhaltig gestört – denn Saga ist zunehmend davon überzeugt, daß mit dem Baby etwas nicht in Ordnung ist ...