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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 21. Juni 2021

TV-Tips für die Woche 25/2021

Montag, 21. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Everybody's Fine" (2009)

Das gelungene US-Remake von Guiseppe Tornatores "Allen geht's gut" von 1990 erzählt von Frank (Robert De Niro), der sich nie sonderlich für die Leben seiner vier Kinder interessiert hat. Als seine Frau, die ein viel engeres Verhältnis zum Nachwuchs hatte, stirbt, beschließt Frank jedoch, seinen Kindern endlich näherzukommen und lädt sie zu einem Familientreffen bei sich ein - das alle absagen. Also macht sich Frank mit dem Zug auf den Weg durch Amerika, um nacheinander alle vier Sprößlinge (gespielt u.a. von Kate Beckinsale, Sam Rockwell und Drew Barrymore) zu besuchen, wobei er viel Neues über sie erfährt.

Arte, 21.50 Uhr: "Die Verschwiegene" (1990)

In Christian Vincents ("Die Köchin und der Präsident") romantischem Drama verkörpert Fabrice Luchini ("Gemma Bovery") den Schriftsteller Antoine, der von seiner Freundin verlassen wird. Sein Freund Jean (Maurice Garrel) schlägt ihm vor, diese Enttäuschung als Ausgangspunkt für einen neuen Roman zu nehmen - und als Rache an den Frauen an sich soll er irgendeine Frau dazu bringen, sich in Antoine zu verlieben, nur um dann von ihm verlassen zu werden. Obwohl das nicht gerade ein vernünftiger Vorschlag ist, willigt Antoine ein und erwählt sich Catherine (Judith Henry) als Ziel, die er nicht sonderlich attraktiv findet. Doch wie sollte es anders sein: Er beginnt, sich tatsächlich in sie zu verlieben ...

ZDF, 22.15 Uhr: "Der Nebelmann" (2017)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten italienischen Psychothrillers von Donato Carrisi (der seinen eigenen Roman verfilmt), in dem der erfahrene Sonderemittler Vogel (Toni Servillo, "La Grande Bellezza") in einem vermuteten Entführungsfall in einem abgelegenen Bergdorf ermitteln soll. Dort verschwand die 16-jährige Anna Lou auf dem Weg zur Kirche und ward seitdem nicht mehr gesehen. Der für unkonventionelle Methoden bekannte Vogel nimmt die Ermittlungen auf und entfacht ein wahres Medienspektakel in dem kleinen Dorf, mit dem er den Entführer/Mörder provozieren will. Doch schon bald muß er feststellen: Hier ist fast nichts so, wie es scheint ...

Dienstag, 22. Juni:

HR, 0.00 Uhr: "Don Mariano weiß von nichts" (1968)
Italienischer Politthriller von Damiano Damiani ("Nobody ist der Größte"), in dem Franco Nero ("Django") als Polizeihauptmann auf Sizilien in einem Mafia-Mordfall ermittelt. Claudia Cardinale ("Spiel mir das Lied vom Tod") spielt die Witwe des Opfers und Lee J. Cobb ("Die Faust im Nacken") den titelgebenden Mafiapaten.

Donnerstag, 17. Juni 2021

MEN IN BLACK: INTERNATIONAL (2019)

Regie: F. Gary Gray, Drehbuch: Matt Holloway und Art Marcum, Musik: Chris Bacon, Danny Elfman
Darsteller: Tessa Thompson, Chris Hemsworth, Liam Neeson, Kumail Nanjiani (Stimme), Rafe Spall, Rebecca Ferguson, Emma Thompson, Anatole Taubman
Rotten Tomatoes: 23% (4,5); weltweites Einspielergebnis: $253,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 115 Minuten.
Nachdem Molly als Kind Zeugin eines kleinen Vorfalls mit einem niedlichen Alien und zwei Men in Black wurde, hat sie fortan alles versucht, um selbst Mitglied dieser Geheimorganisation zur Kontrolle von Aliens auf der Erde zu werden. Doch sogar beste Noten an Schule und Universität weckten nicht das Interesse dieser speziellen Organisation. Davon läßt sich die erwachsene Molly (Tessa Thompson, "Dirty Cops") aber nicht bremsen und schließlich gelingt es ihr, die US-Zentrale der Men in Black ausfindig zu machen, in die sie dann einfach hineinspaziert. Die Zweigstellen-Leiterin Agent O (Emma Thompson, "Late Night") zeigt sich durchaus beeindruckt und macht Molly auf Probe zur Agentin M, ausgebildet werden soll sie vom legendären Agent High T (Liam Neeson, "Batman Begins") in der Zweigstelle in London. Gleich Ms erste Mission an der Seite des einstigen Star-Agenten H (Chris Hemsworth, "Rush"), dessen Stern schon seit einiger Zeit am Sinken zu sein scheint, stellt sich als große Herausforderung heraus. Denn Vungus, ein einflußreiches Alien, das H und M einen Abend lang begleiten sollen, fällt zwei Gestaltwandler-Auftragskillern zum Opfer. Vor seinem Tod überreicht Vungus M ein Artefakt, das wohl das Ziel der Killer war, und warnt die neue Rekrutin vor einem möglichen Maulwurf bei den in Men in Black. Aus diesem Grund behält M die Existenz des Artefakts zunächst für sich – und findet sich schon bald gemeinsam mit H auf der Flucht vor den Alien-Killern wie auch den Men in Black wieder …

Dienstag, 15. Juni 2021

NEUES AUS DER WELT (2020)

Originaltitel: News of the World
Regie: Paul Greengrass, Drehbuch: Luke Davies und Paul Greengrass, Musik: James Newton Howard
Darsteller: Tom Hanks, Helena Zengel, Michael Angelo Covino, Thomas Francis Murphy, Mare Winningham, Elizabeth Marvel, Bill Camp, Ray McKinnon, Fred Hechinger, Neil Sandilands, Winsome Brown
Neues aus der Welt (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (7,4); weltweites Einspielergebnis: $12,7 Mio.
FSK: 12, Dauer: 119 Minuten.
Texas, 1870: Der Bürgerkrieg ist vorbei und aus der Sicht der Südstaaten verloren, wobei die Bevölkerung sich nur höchst widerwillig mit der Niederlage abfindet. Auch für Captain Jefferson Kyle Kidd (Tom Hanks, "Die Verlegerin") ist das Soldatenleben Vergangenheit, der einstige Drucker verdient sein Geld nun als eine Art personifizierte Presseschau: Er reist von Ort zu Ort und liest dort gegen ein geringes Eintrittsgeld den Bewohnern – welche nicht die Zeit, das Geld oder die Muße haben, jeden Tag Zeitung zu lesen – ausgewählte Nachrichten aus Zeitungen aus dem ganzen Land vor. Eines Tages stößt Kidd auf der Reise im Wald auf einen zerstörten Wagen, dessen schwarzer Fahrer gelyncht wurde – und in der Nähe auf ein etwa zehnjähriges, scheues blondes Mädchen. Durch Papiere im Besitz des Gelynchten findet Kidd heraus, daß das Mädchen Johanna Leonberger (Helena Zengel, "Systemsprenger") heißt und vor Jahren bei einem Überfall auf seine im Kiowa-Gebiet siedelnde Familie von den Kiowa entführt und als eine der Ihren aufgezogen wurde. Kürzlich wurde jedoch ihre Kiowa-Familie vom Militär getötet und Johanna sollte vom gelynchten Fahrer zu Verwandten gebracht werden. Als das Militär wenig Interesse an Johannas Schicksal zeigt, entschließt sich Kidd nach anfänglichem Zögern, das fast nur Kiowa sprechende Mädchen selbst zum 400 Meilen entfernten Castroville zu bringen, wo ihre Tante und ihr Onkel leben. Doch die Reise ist voller Gefahren …

Montag, 14. Juni 2021

TV-Tips für die Woche 24/2021

Montag, 14. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Wiesenstraße Nr. 10" (1959)

Jean Gabin spielt in Denys De La Patelliéres ("Taxi nach Tobruk") Drama den Bauarbeiter Henri, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt und erfahren muß, daß seine Frau bei der Geburt des dritten Kindes gestorben ist - das zudem nicht von ihm ist! Dennoch zieht er den Jungen Fernand genauso liebevoll auf wie seine beiden eigenen Kinder und versucht, allen dreien ein besseres, einfacheres Leben zu ermöglichen, als er selbst es hatte. Bei den beiden älteren scheint das gut zu funktionieren, doch Fernand macht immer wieder Schwierigkeiten.

Arte, 21.45 Uhr: "Sie leben!" (1988)

John Carpenters so unterhaltsames wie gesellschaftskritisches SciFi-B-Movie zeigt Wrestling-Superstar Roddy Piper in der Rolle des Tagelöhners John, der auf der Suche nach Arbeit in Los Angeles landet - und bald herausfindet, daß die Stadt von Aliens überrannt ist, die sich fast perfekt als Menschen tarnen können. Wie John das herausfindet? Indem er zufällig eine ganz spezielle Sonnenbrille findet, die die Aliens in ihrer wahren, furchterregenden Gestalt zeigt und außerdem verdeckte unterschwellige Botschaften überall in der Stadt enthüllt! John will diese geheime Invasion gemeinsam mit dem befreundeten Bauarbeiter Frank (Keith David) aufhalten und gerät daraufhin rasch selbst ins Visier der wenig zimperlichen Außerirdischen ...

Außerdem:

Alien vs. Predator (ordentlich beginnendes, in der zweiten Hälfte jedoch stark nachlassendes Crossover der beiden Kult-Horrorfilmreihen; 22.30 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 15. Juni:

Kabel Eins, 1.25 Uhr: "Serial Mom - Warum läßt Mama das Morden nicht?" (1994)

Amüsante und schwarzhumorige Krimikomödie von John Waters ("Hairspray"), in der Kathleen Turner ("Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten", aktuell in der Netflix-Serie "The Kominsky Method" zu sehen) als nur scheinbar biedere Familienmutter glänzt, die heimlich und mitleidlos jeden ermordet, der ihrer Familie auf irgendeine Art und Weise Unrecht tut ...

Mittwoch, 16. Juni:

Arte, 23.05 Uhr: "Das grüne Zimmer" (1978)

In François Truffauts von einer Erzählung von Henry James inspiertem Drama spielt er selbst die Hauptrolle des Journalisten Julien, der kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges Nachrufe in einer Regionalzeitschrift verfaßt und daraufhin - auch im Zusammenhang mit den Schrecken des Krieges, in dem er viele Freunde verlor - eine Obsession für die Verstorbenen entwickelt. Als auch noch seine Frau Julie stirbt, gestaltet er das titelgebende Zimmer in seinem Haus in einen Schrein für sie um. Generell interessiert sich Julien fast nur noch für die Toten und kaum noch für die Lebenden, nur mit der ebenfalls trauernden Cécilia (Nathalie Baye) fühlt er sich verbunden ... Wohl aufgrund der makabren Thematik zählt "Das grüne Zimmer" zu Truffauts größten kommerziellen Flops, wurde aber vor allem in Europa von vielen Kritikern gefeiert und auch für einen César nominiert.

Donnerstag, 10. Juni 2021

MANOLO UND DAS BUCH DES LEBENS (2014)

Originaltitel: The Book of Life
Regie: Jorge R. Gutiérrez, Drehbuch: Doug Langdale und Jorge R. Gutiérrez, Musik: Gustavo Santaolalla
Sprecher der Originalfassung: Diego Luna, Zoe Saldana, Channing Tatum, Kate del Castillo, Ron Perlman, Christina Applegate, Hector Elizondo, Ice Cube, Danny Trejo, Carlos Alazraqui, Ana de la Reguera, Eugenio Derbez, Dan Navarro, Gabriel Iglesias, Miguel Sandoval, Cheech Marin, Sandra Echeverría, Troy Evans, Guillermo del Toro, Jorge R. Gutiérrez, Plácido Domingo
Manolo und das Buch des Lebens (2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 83% (6,9); weltweites Einspielergebnis: $99,8 Mio.
FSK: 6, Dauer: 97 Minuten.
Irgendwann vor ziemlich langer Zeit, wohl im späten 19. Jahrhundert, in Mexiko: In der Ortschaft San Angel wachsen Manolo, Joaquín und María als unzertrennliche Freunde auf, wobei beide Jungs um das Herz der schönen María wetteifern – die jedoch von ihrem Vater auf eine Schule in Spanien geschickt wird. Die drei ahnen nicht, daß sie am traditionellen Tag der Toten die Aufmerksamkeit von La Muerte (in der Originalfassung gesprochen von Kate del Castillo, "Bad Boys for Life"), der gutmütigen Herrin des Reiches der Erinnerten, und ihrem ewigen Rivalen Xibalbá (Ron Perlman, "Hellboy"), dem Herrn des Reiches der Vergessenen, auf sich ziehen. La Muerte und Xibalbá gehen eine Wette ein: Wenn es Manolo gelingt, Marías Herz zu erobern, wird Xibalbá aufhören, sich in die Existenzen der Lebenden einzumischen – wenn aber Joaquín María für sich gewinnt, dann tauschen La Muerte und Xibalbá ihre Reiche. Xibalbá hat schon lange genug vom trostlosen Reich der Vergessenen, weshalb er seine Siegchancen heimlich erhöht, indem er Joaquín ein Medaillon überläßt, das diesen unverwundbar macht. So kommt es, daß Joaquín (Channing Tatum, "Logan Lucky"), als María (Zoe Saldana, "Mister Link") nach Jahren endlich nach San Angel zurückkehrt, ein gefeierter Held geworden ist, während Manolo (Diego Luna, "Rogue One") damit hadert, daß er nach dem Willen seines Vaters die Tradition der Stierkämpfer-Dynastie fortsetzen soll, obwohl er eigentlich Musiker werden und auf keinen Fall in der Arena einen Stier töten will. Dennoch scheint María Manolo zuzuneigen, weshalb Xibalbá erneut schummelt und dafür sorgt, daß Manolo im Reich der Erinnerten landet – wo ihm seine verstorbenen Familienmitglieder helfen müssen, den Weg zurück zu den Lebenden zu finden, ehe es zu spät ist …

Mittwoch, 9. Juni 2021

ARMY OF THE DEAD (2021)

Regie: Zack Snyder, Drehbuch: Shay Hatten, Joby Harold und Zack Snyder, Musik: Tom Holkenborg
Darsteller: Dave Bautista, Ella Purnell, Omari Hardwick, Matthias Schweighöfer, Tig Notaro, Garret Dillahunt, Nora Arnezeder, Raúl Castillo, Ana de la Reguera, Samantha Win, Hiroyuki Sanada, Theo Rossi, Huma Qureshi, Richard Cetrone, Athena Perample, Michael Cassidy, Sean Spicer, Donna Brazile
Army of the Dead (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 68% (6,1); Altersempfehlung: 16, Dauer: 148 Minuten.
Als in der Glücksspiel-Metropole Las Vegas eine Zombieepidemie ausbricht, gelingt es dem Militär, die Stadt schnell genug abzuriegeln und einzumauern, um die Ausbreitung im ganzen Land zu verhindern. Einige Monate später soll Las Vegas mitsamt der Untoten mittels einer Atombombe kurzerhand vom Erdboden getilgt werden, was den zwielichtigen Casinobesitzer Tanaka (Hiroyuki Sanada, "Avengers: Endgame") auf den Plan ruft. Er bietet dem Ex-Soldat Scott Ward (Dave Bautista, "Hotel Artemis") – der sich beim Beginn der Katastrophe in Las Vegas heldenhaft bewährt hatte – eine Millionensumme, damit dieser ein Team zusammenstellt und vor dem Atombomben-Abwurf in Las Vegas eindringt, um $200 Mio. aus dem Tresor seines Casinos zu holen. Nach anfänglichem Zögern willigt Scott ein und versammelt seine früheren Kameraden Vanderohe (Omari Hardwick, "Kick-Ass") und Maria Cruz (Ana de la Reguera, "Cowboys & Aliens") um sich sowie den Zombiekiller-Youtuber Mikey Guzman (Raúl Castillo, "Cash Truck"), den deutschen Safeknacker Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer, "What a Man") und die Hubschrauberpilotin Marianne Peters (Tig Notaro, "Lucy in the Sky"), welche die Truppe nach dem Coup wieder aus Las Vegas herausbringen soll. Zu Scotts Verdruß schließt sich ihnen außerdem seine entfremdete Tochter Kate (Ella Purnell, "Die Insel der besonderen Kinder") an, die in der Stadt nach ihrer vermißten Freundin Geeta (Huma Qureshi, "Der Stern von Indien") suchen will, zudem schickt Tanaka seinen Sicherheitschef Martin (Garret Dillahunt, "Looper") mit und die ortskundige Führerin Lily (Nora Arnezeder, "Paris, Paris") soll sie in den verbotenen Bereich bringen. Dort angekommen, stellt sich heraus, daß es sich hier nicht um "normale" Zombies handelt, sondern sie von einem intelligenten Alpha namens Zeus (Richard Cetrone, "Sucker Punch") angeführt werden …

Montag, 7. Juni 2021

TV-Tips für die Woche 23/2021

Vermutlich sollte ich (für neuere oder Gelegenheits-Leser) zwischendurch immer mal wieder erwähnen, daß ich in meinen wöchentlichen TV-Tips primär Filme vorstelle, über die ich nicht bereits geschrieben habe - Ausnahmen gibt es, wenn beispielsweise besonders gute Filme zur Primetime laufen oder wenn am entsprechenden Tag nichts Interessantes läuft, über das ich nicht schon geschrieben habe. Meine TV-Tips sind also keine Liste aller sehenswerter Filme der Woche, sondern priorisieren seltener gezeigte Werke und Free-TV-Premieren (daher weise ich beispielsweise nicht auf die am heutigen Montag bei Arte laufenden "Larry Flynt" und "Die Klapperschlange" hin, weil beide ziemlich regelmäßig im TV zu sehen sind und deshalb bereits öfter in dieser Rubrik vorkamen). Für dieses längere Vorwort ist diesmal übrigens locker Platz, da es sich um eine recht magere Woche handelt - und angesichts der am Freitag startenden Fußball-EM dürfte das in den nächsten Wochen nicht viel besser aussehen, weshalb es sein kann, daß ich die TV-Tips zwischendurch mal komplett ausfallen lassen werde ...

Montag, 7. Juni:

Kabel Eins, 22.35 Uhr (um fast zehn Minuten geschnitten, ungekürzte Nachtwiederholung um 1.30 Uhr): "Predator 2" (1990)

Stephen Hopkins' ("Der Geist und die Dunkelheit") Fortsetzung zu John McTiernans drei Jahre zuvor erschienenem SciFi-Actionklassiker "Predator" mit Arnold Schwarzenegger (der in der Fortsetzung eigentlich eine Nebenrolle spielen sollte, aber absagte - über die Gründe gibt es sehr verschiedene Aussagen) wurde von der Kritik beim Erscheinen ziemlich verrissen, kam bei Fans des Franchises allerdings deutlich besser an und hat sich über die Jahre einen ziemlich guten Ruf erarbeitet - zu Recht! Denn wenn man kein Problem mit dem offensiven B-Movie-Ansatz hat, der sich u.a. in genüßlich überzogenen Splatter-Einlagen (die in Deutschland dazu führten, daß der Film bis 2014 indiziert war) und einem mit schmissigen Onelinern um sich werfenden Protagonisten ausdrückt, macht "Predator 2" richtig viel Spaß. Im Zentrum steht der sich wenig um Regeln und Gesetze scherende Polizist Mike Harrigan ("Lethal Weapon"-Star Danny Glover hat sichtlich viel Freude an der Rolle), der in einem sowieso schon von brutalen Bandenkriegen erschütterten Los Angeles auch noch mit dem titelgebenden außerirdischen Kopfgeldjäger konfrontiert wird, welcher es nach einer ersten Begegnung auf ihn und sein Team abgesehen hat.

Dienstag, 8. Juni:

Kabel Eins, 22.40 Uhr: "Heartbreak Ridge" (1986)

Clint Eastwoods solider, für einen OSCAR nominierter Kriegsfilm handelt von dem alternden Marine und Koreakriegs-Veteranen Tom Highway (Eastwood), der kurz vor seiner Pensionierung einen Trupp besonders undisziplinierter Rekruten ausbilden soll. Um die jungen Männer zu erreichen, greift Highway auf unkonventionelle bis illegale Methoden zurück und scheint damit sogar langsam durchzudringen.

Dienstag, 1. Juni 2021

THE NEW MUTANTS (2020)

Regie: Josh Boone, Drehbuch: Knate Lee und Josh Boone, Musik: Mark Snow
Darsteller: Blu Hunt, Alice Braga, Maisie Williams, Anya Taylor-Joy, Charlie Heaton, Henry Zaga, Adam Beach, Happy Anderson, Marilyn Manson (Stimme)
X-Men: New Mutants (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 35% (4,8); weltweites Einspielergebnis: $48,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 94 Minuten.
Als eine Katastrophe – ein Tornado? Etwas Übernatürliches? – ein Cheyenne-Reservat zerstört, ist Teenager Danielle Moonstar (Blu Hunt, TV-Serie "The Originals") die einzige Überlebende. Sie erwacht in einem abgelegenen Gebäudekomplex in der Wildnis, das sich als eine geheime Forschungseinrichtung entpuppt, in welcher jugendliche Mutanten von Dr. Cecilia Reyes (Alice Braga, "Predators") zur Kontrolle ihrer Kräfte trainiert werden – ob sie wollen oder nicht. Dani hatte jedoch keine Ahnung, daß sie eine Mutantin ist, auch haben sich ihre Kräfte noch nicht offenbart, weshalb sie sich noch verlorener fühlt als sie es nach dem Tod ihres Vaters (Adam Beach, "Feinde – Hostiles") und all ihrer Freunde und Bekannten im Reservat sowieso wäre. Neben Dani befinden sich vier weitere junge Mutanten in der Einrichtung: die mitfühlende Rahne (Maisie Williams, TV-Serie "Game of Thrones"), der selbstzerstörerische Sam (Charlie Heaton, "Das Geheimnis von Marrowbone"), der reiche Schönling Roberto (Henry Zaga, TV-Miniserie "The Stand") und die rebellische Illyanka (Anya Taylor-Joy, "Split"). Die Teenager sind alles andere als ein eingeschworenes Quintett – vor allem Illyanka sorgt immer wieder für Ärger –, doch als die Insassen der Einrichtung zunehmend von ihren eigenen schlimmsten Alpträumen und Ängsten geplagt werden, die irgendwie Gestalt anzunehmen scheinen, müssen sie sich doch zusammenraufen …

Montag, 31. Mai 2021

TV-Tips für die Woche 22/2021

Nachtrag vom 6. Juni: Die Ausstrahlung von "Suicide Squad" am heutigen Sonntag bei Pro 7 fällt der Live-Übertragung des Finales der U-21-Fußball-EM zum Opfer. Auch die Free-TV-Premiere von "Anna" entfällt.

Montag, 31. Mai:

Arte, 20.15 Uhr: "Die letzten beißen die Hunde" (1974)

In Michael Ciminos ("Die durch die Hölle gehen") sehr gelungener Actionkomödie tut sich der junge Kleinkriminelle Lightfoot (Jeff Bridges) mit dem untergetauchten Bankräuber John (Clint Eastwood) zusammen und sie versuchen, an Johns Teil der Beute aus dem letzten Coup seiner Bande zu gelangen. Dummerweise wurde über seinem Versteck mittlerweile eine neue Schule gebaut, außerdem wollen Johns Ex-Partner ihm die Beute abjagen ...

Außerdem:

Song for Marion (sympathische britische Feelgood-Tragikomödie über einen von Terence Stamp verkörperten alten Grantler, der durch einen Popsongs trällernden Rentnerchor unter der Leitung von Gemma Arterton unerwartet den Lebensmut wiederfindet; 23.15 Uhr im NDR)

Dienstag, 1. Juni:

ARD, 0.35 Uhr: "Prélude" (2019)

Free-TV-Premiere des deutschen Musikdramas von Sabrina Sarabi über den 19-jährigen David (Louis Hofmann, "Lommbock"), der eine Karriere als Pianist anstrebt. Seine Selbstsicherheit erhält einen gehörigen Knacks, als er auf dem Konservatorium feststellt, daß sein Talent nicht so außergewöhnlich ist, wie er immer dachte. Ein Lichtblick ist die schöne Gesangsstudentin Marie (Liv Lisa Fries, TV-Serie "Babylon Berlin"), in die er sich verliebt; doch der Erfolgs- und Konkurrenzdruck im Kampf um ein wichtiges Stipendium setzen David mental immer stärker zu.

Mittwoch, 26. Mai 2021

KINOVORSCHAU SOMMER 2021 (Teil 1)

Update vom 19. Juni: Die derbe Komödie "Buddy Games" von und mit Josh Duhamel wurde vom 17. Juni auf den 12. August verschoben.
 
Nach rund halbjähriger Corona-Pause öffnen die deutschen Kinos nach und nach wieder, wobei der offizielle bundesweite Re-Start für den 1. Juli geplant ist. Je nach Inzidenz wagen sich aber immer mehr Kinos schon früher aus der Deckung, weshalb es auch im Rest-Mai und im Juni bereits einige interessante Neustarts gibt – nur die Hollywood-Hochkaräter warten größtenteils noch ab, zumal Mitte Juni ja auch noch die Fußball-EM dazwischenfunkt. Trotzdem bekommen ausgehungerte Kinogänger bereits einige gute Optionen, die ich im Folgenden vorstelle (über die vermutlich zahlreichen kurzfristigen Verschiebungen werde ich jeden Samstag informieren):
 
20. Mai:
"Demon Slayer – The Movie: Mugen Train":
Während in Europa noch die meisten Kinos pandemiebedingt geschlossen bleiben mußten, zeigte das asiatische Publikum mit Nachdruck, wie verfrüht all die düsteren Prognosen über die Pandemie als Anfang vom Ende des Kinos waren – denn sowohl in Japan als auch in China starteten heimische Produktionen, die sich in den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten plazierten. In China waren das die Komödien "Hi, Mom" (Platz 3) und "Detective Chinatown 3" (Rang 5), während in Japan stilgerecht ein Kinospecial zu einer populären Anime-Serie innerhalb kurzer Zeit zum erfolgreichsten Film überhaupt aufstieg: "Demon Slayer – The Movie: Mugen Train" (aktuell etwa 29 Millionen Kinogänger!). Angesichts der mangelnden Auswahl von Hollywood-Produktionen punktete "Demon Slayer" sogar außerhalb Asiens, spielte beispielsweise in den USA fast $50 Mio. ein – ein sensationelles Ergebnis! Es geht um eine Gruppe Dämonenjäger, die im "Zug der Unendlichkeit" von einem mächtigen Dämon überrascht und in eine Art ewigen Schlaf versetzt wird. Während Tanjiro einen Weg für sich und seine Gefährten aus dem Schlaf zu finden versucht, bekämpft von außen ihr Kollege Rengoku den Dämon …
 
27. Mai:
"Cruella" (3D):
Disney setzt die Reihe von Realverfilmungen alter Zeichentrickklassiker fort, wobei es natürlich nicht immer direkte Remakes sind (wie bei "Der König der Löwen" oder "The Jungle Book"), sondern gerne auch Neuinterpretationen, die nur noch wenig mit dem Original zu tun haben ("Dumbo", "Maleficent"). "Cruella" gehört eindeutig in die zweite Kategorie, denn es handelt sich um ein Prequel über die hundepelzliebende "101 Dalmatiner"-Antagonistin Cruella de Vil – wohl auch deshalb, weil es bereits in den 1990er Jahren zwei erfolgreiche "101 Dalmatiner"-Realfilme gab, damals mit Glenn Close als Cruella. Close hat übrigens erst kürzlich kundgetan, daß sie die Rolle sehr gerne noch einmal spielen würde und sogar eine Storyidee hätte, aber erst einmal ist dieses Prequel an der Reihe, das vermutlich zeigen wird, wie und warum Cruella ihre ungesunde Obsession mit Dalmatinern und ihrem Pelz entwickelt. Die Titelrolle übernimmt diesmal Emma Stone ("The Favourite"), wobei Cruella eigentlich Estella heißt und im London der 1970er Jahre eine erfolgreiche Modedesignerin werden will. Als höchst problematisch für die versnobte Branche erweist sich allerdings ihre ärmliche Herkunft (sie ist eine Waise), weshalb sie und ein paar Freunde sich auf kriminelle Art und Weise über Wasser halten – bis Estella durch einen Zufall endlich ihre Chance bekommt … Weitere Rollen spielen Emma Thompson, Mark Strong und Paul Walter Hauser.
 
"Weißbier im Blut":
In der Krimikomödie von Jörg Graser spielt Sigi Zimmerschied (wie in der zugrundeliegenden Hörspiel-Reihe) den niederbayerischen Kommissar Kreuzeder, dessen beste Zeiten ziemlich lange zurück liegen. Inzwischen ist aus dem einst so engagierten und talentierten Ermittler ein alternder Grantler geworden, der glaubt, daß die Menschheit sowieso nicht mehr zu retten ist – warum also noch groß anstrengen, zumal die Pensionierung schon in Sichtweite ist? Doch als sein Vorgesetzter ihm einen Mordfall entzieht und ihn zur Berufstauglichkeitsprüfung schickt, wird Kreuzeders Ehrgeiz doch noch einmal geweckt …
 
"The Secrets We Keep – Schatten der Vergangenheit":
Das recht mittelmäßig rezensierte Thriller-Drama von Yuval Adler ("Die Agentin") spielt einige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den USA. Die Rumänin Maja (Noomi Rapace, "Prometheus") hat sich hier mit ihrem Mann Lewis (Chris Messina, "Birds of Prey") ein neues Leben aufgebaut – das allerdings bis ins Mark erschüttert wird, als Maja zufällig Thomas (Joel Kinnaman, "Suicide Squad") trifft und in ihm einen Kriegsverbrecher zu erkennen glaubt, der sie einst brutal mißhandelt und ihre Schwester ermordet hat. Maja kidnappt ihren vermeintlichen Peiniger, um ein Geständnis aus ihm herauszupressen. Doch Thomas beharrt darauf, nicht der Mann zu sein, für den Maja ihn hält – auch deshalb zweifelt Lewis zunehmend an seiner Frau … Die Kritiker loben den Film als gut gespieltes, durchaus unterhaltsames und spannendes B-Movie, bemängeln aber grobe Logik- und Glaubwürdigkeitsfehler.