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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 27. Juli 2026

TV-Tips für die Woche 31/2026

Angesichts der angekündigten erneuten Hitzewelle bereite ich schon mal darauf vor, daß die TV-Tips nächste und vielleicht auch übernächste Woche ausfallen dürften. Zumindest die August-Kinovorschau schaffe ich aber hoffentlich vorher noch ...

Montag, 27. Juli:

ARD, 20.15 Uhr: "Die leisen und die großen Töne" (2024)

Free-TV-Premiere der für sieben Césars nominierten Tragikomödie von Emmanuel Courcol ("Ein Triumph"), die in ihrer französischen Heimat mehr als 2,6 Millionen Kinogänger sehen wollten. Benjamin Lavernhe ("Jeanne du Barry") spielt den weltweit erfolgreichen Dirigenten Thibaut, dessen Leben durch eine Leukämie-Diagnose auf den Kopf gestellt wird. Eine Knochenmarkspende eines Verwandten könnte ihn retten, doch auf diese Weise erfährt Thibaut, daß er adoptiert wurde. Immerhin hat er einen jüngeren Bruder (Pierre Lottin, "Die Tuschs - Mit Karacho nach Monaco!"), von dem er bisher nichts wußte - und der ganz anders als er ist und zunächst auch wenig Lust hat, einem ihm Unbekannten mit seinem Knochenmark zu helfen. Doch zumindest teilen die Brüder, so unterschiedlich sie sonst auch sind, die Liebe zur Musik ...

Außerdem:

Iron Man 3 (unter Comic-Fans ist der Film wegen zu viel Tony Stark und zu wenig Iron Man sowie aufgrund einer Abweichung gegenüber der Vorlage umstritten, für "normale" Zuschauer bietet er aber hervorragende Unterhaltung; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Duell in der Sonne (für zwei OSCARs nominierte und elegant inszenierte, dabei aber hoffnungslos übertrieben melodramatische Seifenoper von 1946 mit Gregory Peck, Jennifer Jones und Joseph Cotten; 20.15 Uhr bei Arte)

Dienstag, 28. Juli:

RBB, 22.15 Uhr: "Viet und Nam" (2024)

Free-TV-Premiere des hochgelobten und mehrfach ausgezeichneten melancholischen vietnamesischen Liebesdramas über die beiden titelgebenden jungen Bergleute, die heimlich ein Liebespaar sind. Ihre Zeit ist begrenzt, denn Nam will einen Neuanfang in einem anderen Land versuchen - doch vorher machen sie sich gemeinsam auf, um die Leiche von Nams Vater zu finden, der im Krieg irgendwo im Wald gefallen ist und nie geborgen wurde.

Mittwoch, 29. Juli:

Arte, 20.15 Uhr: "Vera Drake" (2004)

In Mike Leighs ("Happy-Go-Lucky") für drei OSCARs nominiertem, zutiefst bewegenden Sozialdrama glänzt Imelda Staunton ("Harry Potter 4") als sozial engagierte Hausfrau im Großbritannien der 1950er Jahre, die ein brisantes Geheimnis hat: Sie führt illegale Abtreibungen durch! Als es bei einer dieser Abtreibungen zu schweren Komplikationen kommt, fliegt ihre Arbeit auf und schon bald steht die Polizei vor ihrer Tür ... 

Außerdem:

Godzilla vs. Kong (visuell beeindruckender, inhaltlich aber überschaubarer Monster-Clash mit Rebecca Hall, Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown und der kürzlich tragisch verstorbenen Kaylee Hottle in den menschlichen Hauptrollen; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Planet der Affen: New Kingdom (weitgehend unterhaltsames Reboot der Reihe, das allerdings nie die Klasse der vorangegangenen Caesar-Trilogie erreicht; 22.35 Uhr bei Pro 7)

Donnerstag, 30. Juli:

Suicide Squad (inhaltlich wenig aufregender, aber unterhaltsamer und mit Will Smith, Margot Robbie und Jared Leto topbesetzter DC-Blockbuster, der im "Das dreckige Dutzend"-Stil eine Gruppe Bösewichte zur Rettung der Welt schickt; 20.15 Uhr um rund eine Minute gekürzt bei VOX, ungeschnittene Wiederholung am Freitag um 22.20 Uhr)

Pacific Rim (Guillermo del Toros bombastischer "Riesenroboter vs. Riesenmonster"-Actionfilm mit Charlie Hunnam, Rinko Kikuchi und Idris Elba; 22.40 Uhr bei VOX)

Freitag, 31. Juli:

ARD, 22.20 Uhr: "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" (2023)

Free-TV-Premiere der sympathischen, wohlwollend rezensierten britischen Tragikomödie von Hettie Macdonald ("Beautiful Thing"), in der Jim Broadbent ("Cloud Atlas") nach einem Roman von Rachel Joyce den titelgebenden älteren Herren spielt. Als Harold erfährt, daß seine alte Freundin Queenie (Linda Bassett) nicht mehr lange zu leben hat, will er ihr eigentlich nur einen letzten Brief schreiben. Stattdessen beschließt er spontan, sie persönlich in dem rund 500 Meilen entfernten Hospiz aufzusuchen - und zwar zu Fuß!

3sat, 22.25 Uhr: "The Convert" (2023)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten und u.a. mit vier Neuseeländischen Filmpreisen geehrten actionreichen Historiendramas des Ende 2025 verstorbenen Lee Tamahori ("James Bond: Stirb an einem anderen Tag") über den Laienprediger Thomas Munro (Guy Pearce, "L.A. Confidential"), der 1830 auf der später als Neuseeland bekannten Insel Aotearoa ankommt und die indigenen Maori zum Christentum bekehren will. Dabei gerät er rasch in einen blutigen Konflikt zwischen den britischen Kolonialisten und zwei verfeindeten Maori-Stämmen.

Außerdem:

Kingsman: The Golden Circle (leider deutlich schwächerer zweiter Teil der auf einer Comicreihe basierenden parodistischen Geheimagenten-Reihe mit Taron Egerton und Colin Firth; um zwei Minuten geschnitten um 20.15 Uhr bei Pro 7, ungekürzte Wiederholung am Sonntag um 23.00 Uhr)

Knives Out - Mord ist Familiensache (Daniel Craig glänzt als exzentrischer Ermittler in Rian Johnsons äußerst vergnüglicher, OSCAR-nominierter Whodunit-Krimikomödie; 22.50 Uhr im BR) 

Samstag, 1. August:

ZDF, 23.35 Uhr: "Arthur der Große" (2024)

Free-TV-Premiere von Simon Cellan Jones' ("The Family Plan") trotz einer allzu konventionellen und überraschungsarmen Inszenierung recht wohlwollend rezensierter Verfilmung der wahren Geschichte des titelgebenden Hundes. Der ecuadorianische Straßenhund freundete sich 2014 während eines 435 Meilen-Langstreckenrennens durch Südamerika mit dem schwedischen Läufer Mikael Lindnord an und begleitete ihn und sein Team bis zum Ziel. Im Film wurde das etwas abgeändert, so ist der Läufer nun ein US-Amerikaner namens Michael (Mark Wahlberg), der Schauplatz ist die Dominikanische Republik und das Rennen findet im Jahr 2018 statt.

ZDF, 2.10 Uhr: "Evacuate from the 21st Century" (2024)

Free-TV-Premiere der mehrfach prämierten chinesischen SciFi-Actionkomödie von Yang Li, in der drei befreundete Schüler entdecken, daß sie durch die Zeit reisen können - allerdings nur um genau 20 Jahre in eine nicht allzu idyllische Zukunft. Sie beschließen, diese zu verhindern und das Böse zu bekämpfen ...

Außerdem:

Men in Black: International (sehr mittelmäßiges und dementsprechend geflopptes Reboot mit Chris Hemsworth, Tessa Thompson und Liam Neeson; 20.15 Uhr bei SAT. 1)

Sonntag, 2. August:

Pro 7, 20.15 Uhr: "Better Man - Die Robbie Williams Story" (2024)

Free-TV-Premiere des OSCAR-nominierten und mit viel Lob bedachten Musiker-Biopics von Michael Gracey ("Rocketman"), das den abwechslungsreichen Lebens- und Karriereweg des populären britischen Popstars und Ex-"Take That"-Mitglieds nachzeichnet. Der Clou daran: Williams wird von einem computeranimierten Schimpansen gespielt! Einen tieferen Sinn hat das nicht, aber Williams liebte die Idee und irgendwie funktioniert es tatsächlich.

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Alles Fifty Fifty" (2024)

Free-TV-Premiere der mit einem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Komödie von Alireza Golafshan ("Die Goldfische"), in der Marion (Laura Tonke) und Andi (Moritz Bleibtreu) nach ihrer Trennung weiterhin gleichberechtigt den 11-jährigen Sohn Milan (Valentin Thatenhorst) großziehen wollen. Sie fahren sogar zusammen mit Marions neuem Partner Robin (David Kross) in den Sommerurlaub in Italien - wo sie allerdings feststellen müssen, daß sie mit ihrer Erziehungsmethode beim trickreichen Sprößling vielleicht doch eher versagt haben. Beim Bemühen, das zu ändern, scheinen sie sich wieder näherzukommen ...

Außerdem:

Ein Quantum Trost (der infolge eines Autorenstreiks während der Vorproduktion schwächste James Bond-Film mit Daniel Craig, der aber trotzdem einige starke Sequenzen enthält; 20.15 Uhr bei RTL)

Montag, 20. Juli 2026

Keine TV-Tips

Aus gesundheitlichen Gründen entfallen die TV-Tips diese Woche.

Montag, 13. Juli 2026

TV-Tips für die Woche 29/2026

Montag, 13. Juli:

Arte, 20.15 Uhr: "Tausend Milliarden Dollar" (1982)

In Henri Verneuils ("Lautlos wie die Nacht") von der Kritik gelobtem französischen Politthriller kommt der Pariser Reporter Paul (Patrick Dewaere, "Die Ausgebufften") nach dem vermeintlichen Selbstmord eines Politikers einer großangelegten internationalen Verschwörung auf die Spur.

One, 20.15 Uhr: "Control" (2007)

Anton Corbijns ("The American") u.a. in Cannes prämiertes künstlerisches, in Schwarzweiß gedrehtes Musiker-Biopic über den charismatischen "Joy Division"-Sänger Ian Curtis (Sam Riley), der mit nur 23 Jahren Selbstmord beging. Mit Samantha Morton und Alexandra Maria Lara (mit der der Brite Riley seit 2009 verheiratet ist).

ZDF, 22.15 Uhr: "Heads of State" (2025)

Free-TV-Premiere der wohlwollend rezensierten, direkt bei Amazon Prime veröffentlichten Actionkomödie von Ilya Naishuller ("Nobody"), in der der US-Präsident (John Cena) und der britische Premierminister (Idris Elba) - die sich nicht leiden können - einen Anschlag auf Air Force One überleben und daraufhin zusammenarbeiten müssen, um zuerst mal zu überleben und dann die Hintermänner des Attentats aufzuspüren. Unterstützt werden sie dabei von der MI6-Agentin Bisset (Priyanka Chopra Jonas).

Arte, 22.20 Uhr: "Carlito's Way" (1993)

Brian De Palmas vorletzter richtig guter Film (drei Jahre später folgte "Mission: Impossible") ist ein für zwei Golden Globes nominierter klassischer Gangsterfilm, in dem Al Pacino als puertoricanischer Mafioso überzeugt, der nach der vorzeitigen Entlassung aus einer langjährigen Haftstrafe (dank der Winkelzüge seines raffinierten Anwalts, der von Sean Penn verkörpert wird) ein gesetzestreues neues Leben führen will. Doch wie sagte Pacino selbst es schon so schön als Michael Corleone in "Der Pate, Teil III": "Gerade wo ich denke, ich bin draußen, ziehen die mich wieder rein!" ...

Außerdem:

Iron Man (der starke erste Auftritt von Robert Downey Jr. als Unternehmer und Erfinder Tony Stark begründete den gigantischen Erfolg des Marvel Cinematic Universe; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Unternehmen Petticoat (herrliche Kriegskomödie von Blake Edwards mit Cary Grant, Tony Curtis, einem rosa U-Boot und diversen Krankenschwestern an Bord; 22.45 Uhr im NDR)

Montag, 6. Juli 2026

TV-Tips für die Woche 28/2026

Montag, 6. Juli:

One, 20.15 Uhr: "Frida" (2002)

Das von Julie Taymor einfallsreich gestaltete Biopic über die berühmte mexikanische Malerin Frida Kahlo war ein langjähriges Herzensprojekt für Schauspielerin Salma Hayek, die auch als Co-Produzentin fungierte. Und die Begeisterung für das Projekt merkt man Hayek an, denn mit der leidenschaftlichen Darstellung der nicht gerade vom Glück verfolgten Künstlerin bot sie die stärkste schauspielerische Leistung ihrer Karriere (und erhielt dafür eine verdiente OSCAR-Nominierung; insgesamt gab es sechs Nominierungen bei zwei Siegen). Mit Alfred Molina, Mía Maestro, Diego Luna, Valeria Golino, Edward Norton, Geoffrey Rush und Antonio Banderas.

Dienstag, 7. Juli:

Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse (solider, aber nicht an den ersten Teil heranreichender Abschluß der Harry Potter-Spin-Off-Reihe mit Eddie Redmayne; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Mittwoch, 8. Juli:

Arte, 15.40 Uhr: "Liebe 1962" (1962)

In Michelangelo Antonionis ("Der Schrei") in Cannes ausgezeichnetem romantischen Melodram beginnt die junge römische Übersetzerin Vittoria (Monica Vitti, "Die Nacht") eine Affäre mit dem Börsenhändler Piero (Alain Delon), wobei beide vor allem ihre Verlorenheit im Leben eint. Doch das ist nicht die beste Voraussetzung für eine funktionierende Beziehung.

Außerdem:

Nur ein kleiner Gefallen (unterhaltsamer schwarzhumoriger Thriller, der vor allem mit seinem zentralen Darsteller-Trio Anna Kendrick, Blake Lively und Henry Golding punktet; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Dienstag, 23. Juni 2026

KINOVORSCHAU JULI 2026

Wie bereits im Juni ist auch im Juli 2026 die Auswahl an Kinostarts in Deutschland nicht allzu breit, dafür gibt es aber jede Woche ein potentielles großes Highlight – allen voran Christopher Nolans "Die Odyssee", "Toy Story 5", das Realfilm-Remake von "Vaiana" und "Spider-Man: Brand New Day":

1./2. Juli:
"Minions & Monster" (3D):
Alleine in Deutschland hat die "Ich – Einfach unverbesserlich"-Reihe von Illumination Entertainment mit sechs Animationsfilmen mehr als 26 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt – davon gehen über elf Millionen auf das Konto der bislang zwei "Minions"-Spin-Offs. Entsprechend groß sind die Erwartungen an den dritten Teil, der in einem für Cineasten besonders reizvollen Setting spielt: dem Hollywood der 1920er Jahre! Die kleinen gelben Gestalten mit der großen Vorliebe für möglichst böse Bösewichte wollen hier mit dem Regisseur Max (sowohl in der Original- als auch in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Christoph Waltz) einen Horrorfilm drehen. Und was braucht man für einen guten Horrorfilm? Richtig, ein überzeugendes Monster! Also machen sich die Minions auf die Suche nach einem passenden Kandidaten ...

"23 000 Leben":
Das neue Drama von Markus Goller ("Friendship!") ist eine Netflix-Produktion, die am 17. Juli beim Streamingdienst startet und zuvor eine kurze und vermutlich sehr limitierte Kinoauswertung erhält. Inspiriert von wahren Geschehnissen geht es um eine Gruppe idealistischer Jugendlicher, die angesichts des von der Politik mehr oder weniger hingenommenen Massensterbens von Flüchtlingen im Mittelmeer mittels einer Crowdfunding-Kampagne ein altes Schiff kaufen und sich damit als Seenotretter betätigen. Mit Louis Hofmann ("Unter dem Sand"), Mala Emde ("303") und Frederick Lau ("Victoria") sowie Gastauftritten von Corinna Harfouch, Herbert Knaup, Franka Potente, Katja Riemann und Ulrich Matthes.

"The Piano Tuner":
Der hochgelobte kanadisch-amerikanische Thriller des eigentlichen Dokumentarfilmers Daniel Roher ("Navalny") erzählt von dem jungen New Yorker Klavierstimmer Niki (Leo Woodall, "Bridget Jones 4"), der über ein äußerst feines Gehör verfügt. Dieses macht sein Leben ziemlich schwierig und hat seiner Musikerkarriere ein frühes Ende gesetzt – dafür hilft er damit neben seiner eigentlichen Tätigkeit Kriminellen beim Safeknacken … Altstar Dustin Hoffman spielt Nikis Mentor und Havana Rose Liu ("Power Ballad") die Musikstudentin Ruthie, in die sich Niki verliebt.

Montag, 22. Juni 2026

Diese Woche keine TV-Tips

Angesichts der Kombination aus kaum erträglicher Hitzewelle und wegen der laufenden Fußball-WM sowieso überschaubarem Filmangebot fallen die TV-Tips diese Woche (und vielleicht auch nächste) aus.

Montag, 15. Juni 2026

TV-Tips für die Woche 25/2026

Montag, 15. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Miss Daisy und ihr Chauffeur" (1989)

Bruce Beresfords ("Doppelmord") größter Kinoerfolg ist eine mit vier OSCARs (darunter dem Hauptpreis als Bester Film) ausgezeichnete Tragikomödie nach einem Theaterstück von Alfred Uhry. Morgan Freeman spielt den Chauffeur Hoke, der von Millionärssohn Boolie (Dan Aykroyd) als Fahrer seiner exzentrischen 72-jährigen Mutter Daisy (Jessica Tandy) angeheuert wird - gegen deren ausdrücklichen Willen. Obwohl sie dem ebenfalls verwitweten Hoke zunächst sehr eisig begegnet, entwickelt sich nach und nach eine innige Freundschaft zwischen den auf den ersten Blick in jeder Hinsicht so unterschiedlichen Persönlichkeiten.

Außerdem:

Das Phantom der Oper (1925) (immer noch faszinierender, so opulenter wie stimmungsvoller Stummfilm mit dem "Mann mit den 1000 Gesichtern" Lon Chaney in der Titelrolle; 0.20 Uhr bei Arte)

Dienstag, 16. Juni:

ZDF Neo, 22.35 Uhr: "Sinn und Sinnlichkeit" (1995)

Ang Lees ("Tiger & Dragon") meisterhafte, für sieben OSCARs nominierte Jane Austen-Adaption, in der Alan Rickman als melancholischer Colonel der jungen Kate Winslet den Hof macht. Auch mit von der Partie: Emma Thompson (die zudem das Drehbuch schrieb und dafür einen OSCAR erhielt), Hugh Grant, Tom Wilkinson, Imelda Staunton, Hugh Laurie und Harriet Walter.

ZDF, 0.15 Uhr: "Jagen auf Französisch" (2023)

Free-TV-Premiere der schwarzhumorigen französischen Komödie von Frédéric Forestier ("Asterix bei den Olympischen Spielen") und Antonin Fourlon, die über 1,9 Millionen Franzosen in die Kinos lockte und 2025 eine Fortsetzung nach sich zog. Das Ehepaar Adélaïde (Camille Lou, TV-Serie "Cat's Eyes") und Simon (Hakim Jemili) zieht mit den beiden Kindern von seinem kleinen Pariser Appartement in ein schönes Haus auf dem Land. Dabei unterschätzen sie im Kaufvertrag jedoch eine Bedingung, an die das Geschäft geknüpft ist: Sie müssen in der Jagdsaison (September bis Februar) den Dorfbewohnern die Jagd auf ihrem an einen Wald angrenzenden Grundstück erlauben. Und diese Erlaubnis wird von den Dorfbewohnern so weidlich ausgenutzt, daß die Neulinge um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kinder fürchten ...

Donnerstag, 11. Juni 2026

WAKE UP DEAD MAN: A KNIVES OUT MYSTERY (2025)

Regie und Drehbuch: Rian Johnson, Musik: Nathan Johnson
Darsteller: Daniel Craig, Josh O'Connor, Josh Brolin, Glenn Close, Thomas Haden Church, Jeremy Renner, Kerry Washington, Andrew Scott, Cailee Spaeny, Daryl McCormack, Mila Kunis, Jeffrey Wright, Annie Hamilton, James Faulkner, Noah Segan, Joseph Gordon-Levitt (Stimme)
IMDb: 7,3; Rotten Tomatoes: 92%; US-Einspielergebnis: $1,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 144 Minuten.

Als der exzentrische Kleinstadt-Priester Jefferson Wicks (Josh Brolin, "Dune") während einer kurzen Pause des Karfreitags-Gottesdienstes in einer Nebenkammer tot zusammenbricht, ruft die Polizeichefin Geraldine Scott (Mila Kunis, "Jupiter Ascending") den berühmten Privatdetektiv Benoic Blanc (Daniel Craig, "Skyfall") zur Hilfe. Als Hauptverdächtiger des schnell als Mord eingestuften Todesfalls gilt Wicks' junger Priester-Assistent Jud Duplenticy (Josh O'Connor, "Challengers"), ein ehemaliger Boxer, der mit Wicks wegen dessen selbstherrlicher und oft eher alttestamentarischer Art immer wieder aneinandergeriet. Blanc hält Jud jedoch für unschuldig und macht ihn kurzerhand zu seinem Assistenten bei den Ermittlungen zum wahren Täter. In Frage für den Mord kommt in erster Linie eine siebenköpfige Gruppe besonders leidenschaftlicher Anhänger von Wicks, zu der u.a. dessen rechte Hand Martha Delacroix (Glenn Close, "Die Frau des Nobelpreisträgers"), der trunksüchtige Arzt Nat Sharp (Jeremy Renner, "Arrival") und die auf eine Wunderheilung hoffende junge Musikerin Simone Vivane (Cailee Spaeny, "Bad Times at the El Royale") zählen. Nur: Was könnte deren Motiv sein? Blanc erkennt nach einigen Wendungen, daß dies nicht einfach nur ein weiterer Fall für ihn ist, sondern eine ganz besonders harte Nuß ...

Montag, 8. Juni 2026

TV-Tips für die Woche 24/2026

Montag, 8. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Ich habe keine Angst" (2003)

In dem u.a. für sechs Italienische Filmpreise und einen Europäischen Filmpreis nominierten italienisch-spanisch-britischen Drama von Gabriele Salvatores ("Marrakech Express") findet der 9-jährige Michele (Giuseppe Cristiano) im Sommer 1978 beim Spielen in der Nähe seines Dorfes ein tiefes Loch, in dem ein verwahrloser Junge offenbar gefangengehalten wird. Nachdem er anfangs verängstigt ist und sich auch nicht traut, jemandem von seiner Entdeckung zu erzählen, entscheidet sich Michele schließlich dazu, den Gefangenen zu befreien. Dabei gelingen ihm einige schockierende Enthüllungen ...

Pro 7, 22.40 Uhr: "Nope" (2022)

Free-TV-Premiere des unkonventionellen Mystery-Horrorthrillers von Jordan Peele ("Get Out"), der vor allem gegen Ende mit seinem absurden Humor ein wenig an die Werke der Coen-Brüder ("Fargo") erinnert. Daniel Kaluuya ("Sicario") und Keke Palmer ("Hustlers") spielen die Geschwister OJ und Emerald, die in der Nähe von Los Angeles eine geerbte Pferderanch betreiben. Diese läuft allerdings nicht sonderlich gut und so denken die Geschwister darüber nach, das Gelände an einen benachbarten Freizeitpark mit Streichelzoo zu verkaufen, der von einem ehemaligen Hollywood-Kinderstar (Steven Yeun aus der TV-Serie "The Walking Dead") geleitet wird. Doch dann kommt es auf der Ranch zu unerklärlichen Phänomenen bis hin zu einer UFO-Sichtung ...

Montag, 1. Juni 2026

TV-Tips für die Woche 23/2026

Montag, 1. Juni:

Pro 7, 22.15 Uhr: "Abigail" (2024)

Free-TV-Premiere der sehr spaßigen Horrorkomödie von den "Ready or Not"-Machern, in der einige Auftrags-Kidnapper (gespielt u.a. von Melissa Barrera, Dan Stevens und Kathryn Newton) feststellen müssen, daß das von ihnen entführte titelgebende Mädchen weit mehr ist als ein normales Kind.

Außerdem:

Get Out (Jordan Peeles satirischer Horror-Thriller mit Daniel Kaluuya und Allison Williams als gemischtrassigem Paar auf Besuch bei ihrer sich betont liberal gebenden Familie gewann den Drehbuch-OSCAR; 0.25 Uhr bei Pro 7)

Dienstag, 2. Juni:

300 - Rise of an Empire (die epische Fortsetzung der antiken Spartaner-Schlachtplatte, in der erneut klar die Devise "style over substance" herrscht, was aber dank grandioser Optik, toller Kampfchoreographien, einer mitreißenden Musik und vor allem der umwerfenden Eva Green sehr verschmerzbar ist; 23.25  Uhr bei Nitro)

Mittwoch, 3. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Blindgänger" (2024)

Free-TV-Premiere der deutsch-schweizerischen, betont diversen Ensemble-Tragikomödie von Kerstin Polte ("Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?"), die während einer Evakuierungsaktion nach dem Fund einer nicht explodierten Weltkriegsbombe in Hamburg spielt und dabei zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Lebensumständen begleitet. Mit Anne Ratte-Polle, Bernhard Schütz, Claudia Michelsen, Thelma Buabeng, Karl Markovics.

Arte, 21.45 Uhr: "Wie wilde Tiere" (2022)

Free-TV-Premiere des auf einer wahren Geschichte basierenden, hochgelobten und u.a. mit neun spanischen Goyas ausgezeichneten Thriller-Dramas von Rodrigo Sorogoyen ("Stockholm"). Das französische Ehepaar Antoine (Denis Ménochet, "Barfuß auf Nacktschnecken") und Olga (Marina Foïs, "Mama gegen Papa") zieht in die spanische Provinz, wo sie Bio-Lebensmittel anbauen und sich für die ziemlich heruntergekommene kleine Gemeinschaft engagieren. Zum Bruch zwischen den Zugezogenen und den Einheimischen kommt es, als eine Windkraftanlage gebaut werden soll - während die meisten Dorfbewohner ihre Grundstücke bereitwillig verkaufen wollen (um dann das Dorf zu verlassen), weigern sich Antoine und Olga - und bedrohen somit auch den erhofften Geldsegen der übrigen ...