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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 27. September 2021

TV-Tips für die Woche 39/2021

Montag, 27. September:

Arte, 20.15 Uhr und 21.55 Uhr: "Pesthauch des Dschungels" (1956) und "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" (1972)

Zum Auftakt einer Luis Buñuel-Reihe zeigt Arte gleich zwei Filme des legendären mexikanisch-spanischen Surrealisten: Im Abenteuerfilm "Pesthauch des Dschungels" spielt Georges Marchal ("Der Koloß von Rhodos") den Abenteurer Shark, der irgendwo in Südamerika zum Lager der Arbeiter einer Diamantenmine kommt, dort in eine Revolte der Arbeiter aufgrund der Enteignung der Mine durch den Staat gerät und gemeinsam mit einigen anderen - darunter eine Prostituierte (Simone Signoret) und ein Priester (Michel Piccoli) - in den Dschungel flüchtet. Auch der OSCAR-gekrönte Klassiker "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" spielt in Lateinamerika und handelt von sechs Angehörigen des wohlhabenden Bürgertums (gespielt u.a. von Fernando Rey, Jean-Pierre Cassel und Stéphane Audran), die versuchen, sich zu einem gemeinsamen üppigen Mahl zu verabreden, dabei aber immer wieder gestört werden ... Wie gesagt: Buñuel ist Surrealist und das merkt man seinen Filmen überdeutlich an - sie sind also deutlich abgefahrener als es die bloße Inhaltsbeschreibung vermuten läßt!

Arte, 23.35 Uhr: "Carmen" (1918)

Jahre, bevor er in den USA zum Star wurde, versuchte sich die deutsche Regielegende Ernst Lubitsch an der wohl ersten Adaption von Georges Bizets berühmter Oper "Carmen" - nur eben als Stummfilm. Das Resultat wurde nicht unbedingt mit Begeisterung aufgenommen, ist aber filmhistorisch natürlich interessant, zumal es ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der polnischen Titeldarstellerin Pola Negri ("Das verbotene Paradies", "Eine mondäne Frau") zum Weltruhm war.

Außerdem:

Red Sparrow (atmosphärisches Spionagedrama mit oberflächlicher Story, das ganz von der Leistung seiner Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence lebt; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 28. September:

Kabel Eins, 0.00 Uhr, 1.45 Uhr und 3.15 Uhr: "Die nackte Kanone" (1988), "Die nackte Kanone 2 1/2" (1991) und "Die nackte Kanone 33 1/3" (1994)

Wem nach dem wochenlangen Wahlkampf in Deutschland (und/oder aufgrund der Wahlergebnisse vom Sonntag) der Sinn nach harmloser, aber sehr witziger Unterhaltung steht, dem bietet Kabel Eins in dieser Nacht ein Triple Feature mit der kultigen "Die nackte Kanone"-Reihe an. Im Mittelpunkt steht dabei (übrigens basierend auf der kurzlebigen TV-Serie "Die nackte Pistole" von 1982) der von Leslie Nielsen unnachahmlich trottelig verkörperte Chaos-Cop Frank Drebin, der diverse Verschwörungen aufdecken und Verbrecher fangen muß.

Außerdem:

Wonder Woman (inhaltlich relativ konventionelle, aber actionreich, humorvoll und mit guter Besetzung umgesetzte Superhelden-Origingeschichte von DC mit Gal Gadot und Chris Pine; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Alien (Sir Ridley Scotts legendärer Weltraum-Horrorklassiker, der Sigourney Weaver zum ersten echten weiblichen Actionhelden Hollywoods machte; 20.15 Uhr um wohl etwa zwei Minuten geschnitten bei Nitro, wo tags darauf zur gleichen Uhrzeit auch die ebenfalls leicht gekürzte Fortsetzung "Aliens - Die Rückkehr" gezeigt wird)

Samstag, 25. September 2021

Samstags-Update (38/2021)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende September:

Kinovorschau Herbst 2021 (Teil 1)

Box Office-News:

Es gibt wenig Bewegung in den deutschen Kinocharts, da sich in der Woche zwischen den Starts von "Dune" und "James Bond - Keine Zeit zu sterben" keine hochkarätigen Neustarts herantrauen. So bleibt "Dune" ungefährdet in Führung mit einem erfreulich niedrigen Rückgang auf etwa 300.000 Zuschauer. Platz 2 geht wahrscheinlich an Marvels "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" mit 60.000 bis 70.000 Besuchern, während "Paw Patrol" auf Rang 3 auf mindestens 50.000 Kinogänger kommen sollte. Die beiden besten Neustarts werden sich voraussichtlich in der unteren Hälfte der Top 10 einsortieren, denn sowohl die deutsche Stefan Zweig-Verfilmung "Schachnovelle" mit Oliver Masucci als auch der dänische Hit "Helden der Wahrscheinlichkeit" mit Mads Mikkelsen zielen auf ungefähr 20.000 Zuschauer ab - was ich als mittelmäßige Ergebnisse einstufen würde, für die dänische Produktion aber etwas besser als für die deutsche.

Auch in den USA herrscht weitgehende Neustart-Flaute, wobei man ursprünglich dachte, daß die Adaption des Erfolgs-Broadway-Musicals "Dear Evan Hansen" durchaus Hitpotential haben könnte. Mit Broadway-Adaptionen ist das in der jüngeren Vergangenheit allerdings so eine Sache, denn neben einigen Hits ("Mamma Mia!", "Chicago") stehen jede Menge Flops ("Cats", "Rent", "The Producers", "Nine", "Hedwig and the Angry Inch"). "Dear Evan Hansen" scheint sich auch als Folge höchst mediokrer Kritiken in die zweite Kategorie einzuordnen, denn anhand schwacher Previews am Donnerstagabend ist davon auszugehen, daß am Wochenende weniger als $10 Mio. drin sind. Das sollte immerhin zu Platz 2 reichen, an der Spitze bleibt zum vierten Mal "Shang-Chi" mit etwas weniger als $15 Mio., während "Free Guy" mit knapp $5 Mio. den dritten Rang einnehmen dürfte. In Deutschland ist der Kinostart für "Dear Evan Hansen" am 28. Oktober eingeplant.

Quellen:

InsideKino: News

Deadline Hollywood

Mittwoch, 22. September 2021

PROMISING YOUNG WOMAN (2020)

Regie und Drehbuch: Emerald Fennell, Musik: Anthony Willis
Darsteller: Carey Mulligan, Bo Burnham, Jennifer Coolidge, Clancy Brown, Chris Lowell, Alison Brie, Alfred Molina, Laverne Cox, Max Greenfield, Adam Brody, Samuel Richardson, Connie Britton, Christopher Mintz-Plasse, Francisca Estevez, Molly Shannon, Emerald Fennell
Promising Young Woman (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (8,1); weltweites Einspielergebnis: $17,1 Mio.
FSK: 16, Dauer: 114 Minuten.
Die 30-jährige Cassie (Carey Mulligan, "Die Ausgrabung") hat ein etwas eigentümliches Hobby: Sie geht gerne Abends in Clubs, tut so, als wäre sie stockbesoffen und läßt sich von einem hilfsbereiten Gentleman "nach Hause bringen". In Wirklichkeit ist sie vollkommen nüchtern und testet, wie weit ihre "Retter" gehen und ob sie ihren vermeintlich hilflosen Zustand ausnutzen wollen, um sie zu vergewaltigen – falls ja, erteilt sie ihnen eine Lektion, die sie nicht so schnell vergessen … Der Grund für Cassies "Hobby" liegt sieben Jahre in der Vergangenheit, als ein traumatisches Erlebnis die begabte Medizinstudentin dazu brachte, das College zu verlassen, bei ihren besorgten Eltern Susan (Jennifer Coolidge, "American Pie – Das Klassentreffen") und Stanley (Clancy Brown, "The Ballad of Buster Scruggs") einzuziehen und eine anspruchslose, wenig einträgliche Arbeit in einem Coffee-Shop anzunehmen. Als dort eines Tages Cassies charmanter ehemaliger Kommilitone Ryan (Bo Burnham, "The Big Sick") auftaucht und sie um ein Date bittet, sagt Cassie zögerlich zu. Tatsächlich kommen die beiden gut miteinander aus, die durch Ryan ausgelöste Erinnerung an den damaligen College-Vorfall bringt Cassie jedoch auch dazu, ihre "Lektionen" zielgerichteter auf die damals Beteiligten auszurichten …

Montag, 20. September 2021

TV-Tips für die Woche 38/2021

Montag, 20. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Fahr zur Hölle, Liebling" (1975)

Die Blütezeit des Film noir konzentrierte sich bekanntlich auf die 1940er und 1950er Jahre, doch hin und wieder gibt es auch seitdem noch gelungene Vertreter dieses speziellen Genres. Zu den besten zählt Dick Richards' ("Marschier oder stirb") für einen OSCAR nominierte Adaption eines Romans von Genre-Vorreiter Raymond Chandler. Genreveteran Robert Mitchum ("Goldenes Gift") spielt den zuvor bereits u.a. von Humphrey Bogart verkörperten hartgesottenen Privatdetektiv Philip Marlowe, der von einem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Gangster damit beauftragt wird, dessen verschwundene Freundin zu finden. Natürlich entwickelt sich der Fall aber erheblich komplizierter als gedacht ... Weitere Rollen spielen Charlotte Rampling, Sylvia Miles, Harry Dean Stanton und ein junger Sylvester Stallone. Drei Jahre später übernahm Mitchum die Rolle übrigens noch einmal in "Tote schlafen besser", der aber deutlich schwächer ausfiel.

ZDF, 22.15 Uhr: "Hustlers - Rache ist sexy" (2019)

Free-TV-Premiere der vielfach ausgezeichneten, vor allem in den USA sehr erfolgreichen Heistkomödie von Lorene Scafaria ("Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt") über die wahre Geschichte einiger Stripperinnen, die während der großen Finanzkrise ab 2008 diverse arrogante Banker ausnehmen wollen. Lob gab es vor allem für die starke Besetzung rund um die Golden Globe-nominierte Jennifer Lopez, Constance Wu ("Crazy Rich") und Julia Stiles ("Bourne"-Trilogie), Figuren mit überraschend viel Tiefgang und einen hohen Unterhaltungswert.

Dienstag, 21. September:

3sat, 23.00 Uhr: "Das Boot ist voll" (1981)

Das OSCAR-nominierte schweizerische Kriegsdrama von Markus Imhoof ("More than Honey") erzählt von sechs Flüchtlingen - darunter vier Juden -, die 1942 bei einem Zwischenhalt in der Schweiz von einem Nazi-Häftlingszug entkommen. Da die neutrale Schweiz inzwischen aber die Bleibebedingungen für Flüchtlinge erheblich verschärft hat ("Das Boot ist voll!"), versucht das Sextett alles, um sie irgendwie zu erfüllen, wobei sie von einigen Dorfbewohnern Hilfe erhalten. Doch der pflichtbewußte Dorfpolizist kommt ihnen bald auf die Schliche ...

Samstag, 18. September 2021

Samstags-Update (37/2021)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende September:

Kinovorschau Herbst/Winter 2021 (Teil 1)

Box Office-News:

Mit Denis Villeneuves Neuverfilmung von Frank Herberts SciFi-Klassiker "Dune" kommt endlich mal wieder ein richtig bildgewaltiges Epos in die Kinos - und es erobert, unterstützt von guten Kritiken, mit Leichtigkeit die Spitze der deutschen Kinocharts. Aktuell sieht es nach etwa 400.000 Zuschauern aus, was der zweitbeste Start seit Beginn der Corona-Pandemie wäre (nach "Fast & Furious 9" mit 525.000) und generell ein gutes Ergebnis, das auf eine Fortsetzung hoffen läßt - schließlich deckt der Film lediglich die erste Hälfte des Buches ab! Auch in anderen Ländern sehen die ersten Zahlen sehr hoffnungsvoll aus, beispielsweise gab es in Frankreich den viertbesten September-Starttag aller Zeiten und in Rußland den besten Starttag des Jahres. Und da die ersten Zuschauerreaktionen sehr positiv ausfallen, dürfte auch eine gewisse Langlebigkeit gegeben sein. Platz 2 und 3 werden in Deutschland voraussichtlich Vorwochengewinner "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" und "Paw Patrol" unter sich ausmachen, die jeweils an einer sechsstelligen Besucherzahl kratzen. Das "Saw"-Reboot "Spiral" zielt mit rund 50.000 Kinogängern auf Platz 5 ab, bleibt aber weit hinter den Startergebnissen der Vorgänger zurück (die allesamt sechsstellig eröffneten). Christian Schwochows politisches Thriller-Drama "Je suis Karl" mit Jannis Niewöhner und Luna Wedler enttäuscht ebenfalls und dürfte mit bis zu 20.000 Zuschauern die Top 10 verpassen.

In den USA müssen die Science Fiction-Fans noch erstaunliche fünf Wochen bis zum Start von "Dune" warten und werden an diesem Wochenende stattdessen mit zwei wenig zugkräftigen Neustarts abgespeist. Dementsprechend bleibt "Shang-Chi" mit wohl über $20 Mio. problemlos in Führung, alle anderen Filme könnten bereits an der niedrigen $5 Mio.-Hürde scheitern. Sollte nicht einer der beiden Neustarts positiv überraschen, dürfte "Free Guy" mit knapp $5 Mio. Platz 2 belegen, "Candyman" zielt mit etwa $3 Mio. auf den dritten Rang ab. In etwa in diesem Bereich dürften auch die Neustarts landen (frühe Freitagszahlen gibt es aber noch nicht): Clint Eastwoods mittelmäßig rezensiertes Drama "Cry Macho" mit ihm selbst in der Hauptrolle und Joe Carnahans mit guten Kritiken ausgestatteter Actionthriller "Copshop" mit Gerard Butler. In Deutschland kommt "Cry Macho" am 21. Oktober auf die Leinwände, "Copshop" hat noch keinen Starttermin und könnte durchaus direkt fürs Heimkino veröffentlicht werden.

Quellen:

InsideKino: News

Deadline Hollywood 

Boxoffice Pro

Donnerstag, 16. September 2021

SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS (2021)

Regie: Destin Daniel Cretton, Drehbuch: Dave Callaham, Destin Daniel Cretton und Andrew Lanham, Musik: Joel P. West
Darsteller: Simu Liu, Awkwafina, Meng'er Zhang, Tony Leung Chiu-Wai, Michelle Yeoh, Fala Chen, Sir Ben Kingsley, Florian Munteanu, Yuen Wah, Andy Le, Benedict Wong, Raymond Ma, Tim Roth, Mark Ruffalo, Brie Larson, Dee Bradley Baker (Stimme)
Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 92% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $262,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 133 Minuten.
Gemeinsam mit seiner besten Freundin Katy (Awkwafina, "Crazy Rich") arbeitet der etwa 30-jährige Shaun (Simu Liu, TV-Serie "Kim's Convenience") als Parkwächter, obwohl beide einen College-Abschluß haben und ihre Freunde längst berufliche und private Meilensteine erreicht haben. Shaun und Katy ziehen es vor, das Leben zu genießen und in den Tag hineinzuleben – sie sind ja schließlich noch jung! Doch eines Tages ändert sich alles für das unzertrennliche Duo, als einige hartgesottene Schläger, angeführt von dem beeindruckenden Razor Fist (Florian Munteanu, "Creed 2"), Shaun attackieren und jenen Anhänger von ihm wollen, den ihm seine verstorbene Mutter Ying Li (Fala Chen, TV-Serie "The Undoing") dereinst schenkte. Shaun kann sich zwar – zu Katys gewaltigem Erstaunen – prächtig der Übermacht erwehren, am Ende ist der Anhänger aber doch weg. Und Shaun hat seiner Freundin einiges zu erklären: Tatsächlich heißt er Shang-Chi und wurde von seinem Vater Xu Wenwu (Tony Leung Chiu-Wai, "Chungking Express") einem knallharten Martial Arts-Training unterzogen, denn eines Tages soll Shang-Chi Nachfolger seines Vaters als Anführer der geheimen kriminellen Organisation Die Zehn Ringe werden – benannt übrigens nach einem antiken Artefakt, das seinem Träger übermenschliche Kräfte und sogar ewiges Leben verleiht! Shang-Chi hatte auf eine Verbrecher-Karriere nur wenig Lust und setzte sich daher als Teenager unter neuer Identität in den Westen ab, doch nun muß er mit seiner entfremdeten Schwester Xu Xialing (Meng'er Zhang) zusammenarbeiten, um ihren Vater davon abzuhalten, das gut verborgene magische Dorf Ta Lo zu zerstören, dem ihre Mutter entstammte …

Montag, 13. September 2021

TV-Tips für die Woche 37/2021

Montag, 13. September:

Arte, 22.20 Uhr: "Das Tal der toten Mädchen" (2017)

Sollte bereits vor einer Woche laufen, fiel aber einer kurzfristigen Programmänderung wegen des Todes von Jean-Paul Belmondo zum Opfer: Der solide spanische Thriller mit Marta Etura ("Eva") als baskischer Kommissarin Salazar, die nach mehreren Morden an jungen Mädchen in ihrer Heimat ermittelt, lief bereits mehrfach im ZDF - allerdings in einer deutlich geschnittenen Fassung. Nun zeigt Arte die Free-TV-Premiere der um rund 15 Minuten längeren Originalfassung (in der Mediathek wahlweise auch auf Spanisch mit deutschen Untertiteln). Die beiden Fortsetzungen "Das Tal der vergessenen Kinder" und "Das Tal der geheimen Gräber" werden am folgenden Montag (20. September) ebenfalls erstmals ungeschnitten ausgestrahlt, wobei die Differenz da wohl jeweils nur ein paar Minuten beträgt.

Außerdem:

The Equalizer 2 (etwas schwächere, aber immer noch sehenswerte Fortsetzung des harten Actionthrillers mit Denzel Washington als Ex-CIA-Agent; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 14. September:

Arte, 22.15 Uhr: "Für Sama" (2019)

Free-TV-Premiere der hochgelobten und OSCAR-nominierten syrisch-britischen Dokumentation über die junge angehende Journalistin Waad, die sich während des syrischen Bürgerkrieges in Aleppo in den Arzt Hamza verliebt und sich nicht sicher ist, ob sie mit ihrer Familie ins Ausland flüchten oder in Aleppo bleiben, helfen und das Leben während des Krieges dokumentieren soll.

Nitro, 22.30 Uhr: "Der Mandant" (2011)

Matthew McConaughey glänzt in Brad Furmans ("The Infiltrator") launigem Justizthriller als unkonventioneller Anwalt Mick Haller, dessen "Büro" sein Auto ist, ein Lincoln (daher der Originaltitel "The Lincoln Lawyer"), während seine Klienten überwiegend Kleinkriminelle sind. Eines Tages erhält er einen besonders einträglichen Fall, als er den Sohn (Ryan Phillippe) einer wohlhabenden Familie gegen eine Vergewaltigungs-Anklage verteidigen soll. Haller findet jedoch bald heraus, daß die Angelegenheit komplizierter ist als sie scheint; doch mit seinen Nachforschungen bringt er sich selbst und seine Ex-Frau Maggie (Marisa Tomei) in Gefahr ...

Samstag, 11. September 2021

Samstags-Update (36/2021)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende September:

Kinovorschau Herbst/Winter 2021 (Teil 1)

Box Office-News:

An einem Wochenende ohne große Neustarts hält Marvels "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" mit gut 150.000 Zuschauern beinahe sein Vorwochenniveau und erobert respektive verteidigt damit die Spitzenposition der Kinocharts - je nachdem, ob man beim Resultat der Vorwoche die Preview-Zahlen von "After Love" mitrechnet oder nicht. Diesmal landet das Romanzen-Sequel jedenfalls eindeutig auf Platz 2 mit etwas über 100.000 Besuchern, Platz 3 geht wie in der Vorwoche an "Paw Patrol" mit wohl mindestens 70.000 Kinogängern. Die besten Neustarts plazieren sich im Mittelfeld der Top 10, sowohl das US-Horror-Sequel "Don't Breathe 2" als auch die deutsche Komödie "Beckenrand Sheriff" scheitern aber voraussichtlich an der 50.000 Zuschauer-Marke. Als großer Flop erweist sich Tom McCarthys OSCAR-Kandidat "Stillwater", denn das Thriller-Drama mit Matt Damon dürfte zum Start nicht einmal 10.000 Interessierte in die Kinos locken ...

Auch in den USA steht ein ziemlich mageres Kinowochenende an, hier sogar mit nur einem landesweiten Neustart. Vermutlich deshalb wurden diesmal auch noch keine frühen Freitagszahlen vermeldet, klar ist trotzdem: Die Führung wird problemlos "Shang-Chi" halten. Die Frage ist nur, wieviel er nach seinem deutlichen Labor Day-Wochenendrekord nun in der zweiten Woche einspielen wird - gerade im Vergleich zu anderen Disney-Produktionen, die anders als "Shang-Chi" gegen Aufpreis parallel bei Disney+ zu sehen waren und wohl deshalb im Kino schnell sinkende Zahlen aufwiesen. Die von Analysten erwartete Spannbreite ist sehr groß und reicht ungefähr von $25-40 Mio. - die Anwälte von Scarlett Johansson (die ja Disney wegen mutmaßlich entgangener Gewinne durch den Parallelstart verklagt, ihr "Black Widow" verlor am zweiten Wochenende satte 70%) werden das sehr genau beobachten ... James Wans bei uns trotz recht guter Kritiken bereits heftig gefloppter Horror-Neustart "Malignant" wird bei etwas über $5 Mio. erwartet, was sogar knapp für Platz 2 vor "Free Guy" und "Candyman" reichen könnte.

Quellen:

InsideKino: News

Boxoffice Pro

Mittwoch, 8. September 2021

Nachruf: Jean-Paul Belmondo (1933-2021)

Vor vielen Jahren habe ich einmal eine Statistik über die erfolgreichsten Schauspieler in den französischen Kinos gesehen, gemessen an den Gesamt-Zuschauerzahlen. Leider finde ich diese Statistik nicht mehr, aber auf den Spitzenpositionen befanden sich u.a. der hierzulande nicht ganz so bekannte Komiker Bourvil, Lino Ventura, Louis de Funès, Alain Delon ... und Jean-Paul Belmondo. Man kann gut und gerne sagen, daß dieses Quintett dem französischen Kino der 1960er bis 1980er Jahre ein Gesicht gab, respektive fünf Gesichter; und es ist vielleicht auch bezeichnend, daß der einzige von ihnen, der ein im klassischen Sinne schönes Gesicht hatte, Delon war. Auf Bourvil, Ventura, de Funès und Belmondo traf wohl eher die Kategorisierung als "Charakterköpfe" zu - sie wurden nicht in erster Linie aufgrund ihres Äußeren zu Ikonen des europäischen Kinos, sondern aufgrund ihres Talents, ihres Charismas und ihrer harten Arbeit (wobei all das natürlich ebenso auf Delon zutrifft). Bourvil, Lino Ventura und Louis de Funès sind schon lange tot, doch die 15 bis 20 Jahre jüngeren Alain Delon und Jean-Paul Belmondo hielten lange die Flagge ihrer Schauspieler-Generation hoch - nun bleibt nur noch Delon übrig, denn Jean-Paul Belmondo starb vorgestern mit 88 Jahren in Paris und stürzte eine ganze Nation, wenn nicht einen ganzen Kontinent in Trauer - aber auch in nostalgische Erinnerungen an die zahlreichen Filmklassiker, die er prägte.

Der Einwanderersohn Belmondo (sein Nachname verrät die italienischen Wurzeln, sein Vater wurde allerdings in Algerien geboren, das damals noch eine französische Kolonie war) versuchte sich nach der Schule zunächst als Boxer - so erwarb er seine charakteristische gebrochene Nase -, ehe er sich mit Mitte 20 dazu entschied, Schauspieler zu werden. Nach einigen ersten Rollen Ende der 1950er Jahre feierte er seinen Durchbruch bereits 1960 mit einem der wohl prägendsten und wegweisendsten Filme der Kinohistorie: Jean-Luc Godards "Außer Atem". Ähnlich wie in Deutschland war auch das französische Nachkriegskino zunächst von eher belanglosen Unterhaltungsfilmen dominiert worden, doch während das deutsche Kino diese gewisse Bräsigkeit nur langsam überwand, gelang das den Franzosen mit einem Schlag, dessen Widerhall selbst in Hollywood zu spüren war: Gemeinsam mit François Truffauts ein Jahr vorher veröffentlichtem "Sie küßten und sie schlugen ihn" markierte "Außer Atem" den Beginn der "Nouvelle Vague", einer von früheren Filmkritikern und Intellektuellen gegründeten Bewegung, die auf anspruchsvolles Autorenkino und auf künstlerische Experimente abseits der bisherigen Normen setzte und damit die Sehgewohnheiten des Publikums offensiv herausforderte (und damit auch die etwa eine Dekade später folgende Erneuerung Hollywoods durch das "New Hollywood" inspirierte). Der in schwarzweiß gedrehte und von den großen amerikanischen Film noirs inspirierte "Außer Atem" gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Nouvelle Vague, und Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo ist in seiner ikonischen Rolle als unglamouröser kleinkrimineller Antiheld Michel an der Seite der US-Schauspielerin Jean Seberg ein wichtiger Grund dafür.

In den 1960er Jahren drehte Belmondo einige weitere Nouvelle Vague-Filme, allen voran Godards Klassiker "Elf Uhr nachts" (1964), doch generell arbeitete er wie ein Verrückter (fast 30 Filme in fünf Jahren!) und etablierte sich somit auch in anderen Genres und Rollentypen. Beispielhaft seien genannt Claude Sautets Gangsterfilm "Der Panther wird gehetzt" (1960) neben Lino Ventura, Vittorio de Sicas erschütterndes Zweiter Weltkriegs-Melodram "... und dennoch leben sie" (1960) an der Seite von Sophia Loren, Godards Liebeskomödie "Eine Frau ist eine Frau" (1961) mit Anna Karina, Réné Clements international besetzter Kriegsfilm "Brennt Paris?" (1966), Truffauts Liebesdrama "Das Geheimnis der falschen Braut" (1969; Vorlage des Angelina Jolie-Films "Original Sin" von 2001) mit Catherine Deneuve und Jacques Derays Gaunerkomödie "Borsalino" (1970) mit Alain Delon. Dazu entwickelten sich fruchtbare längerfristige Zusammenarbeiten Belmondos mit einigen weiteren großen Filmemachern: So realisierte Belmondo mit Jean-Pierre Melville u.a. das Drama "Eva und der Priester" (1961), in dem er einen Pfarrer spielt, der sich von einer überzeugten Atheistin (Emmanuelle Riva) in theologische Debatten verwickeln läßt, und den meisterhaften Krimi "Der Teufel mit der weißen Weste" (1963). Mit Henri Verneuil drehte er die Tragikomödie "Ein Affe im Winter" (1962), das Kriegsdrama "Dünkirchen, 2. Juni 1940" (1964) und den Abenteuerfilm "100.000 Dollar in der Sonne" (1964, erneut als Co-Star von Lino Ventura). Und für Phillipe de Broca wurde Belmondo zuerst in der Abenteuerkomödie "Cartouche, der Bandit" zum schlitzohrigen Mantel-und-Degen-Helden, dann mit dem enorm unterhaltsamen "Abenteuer in Rio" (1964) zum international gefeierten Actionhelden mit komischem Talent, das er auch als suizidaler Millionär in de Brocas "Die tollen Abenteuer des Monsieur L." (1965) ausleben konnte. Mit anderen Worten: Jean-Paul Belmondo war überall, begeisterte in den verschiedensten Rollen (wobei sich bereits ein Faible für Action- und Abenteuerkomödien abzeichnete) und weil er so viel drehte, fielen die durchaus vorhandenen Flops neben den vielen Hits kaum ins Gewicht.

Ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schraubte Belmondo sein Drehpensum deutlich zurück, in den 1970er Jahren drehte er "nur" noch ein bis zwei Filme pro Jahr. Seine Variabilität in der Rollenauswahl ließ erkennbar nach: Dramen rückten in den Hintergrund, stattdessen dominierten jene Komödien und actionreichen Abenteuerfilme, in denen er am erfolgreichsten war - zumal er inzwischen mit seinem Bruder seine eigene Produktionsfirma gegründet hatte und somit zusätzlich von Kassenerfolgen profitierte (aber umgekehrt natürlich auch darauf angewiesen war). Belmondo bestand stets darauf, auch gefährliche Stunts selbst zu absolvieren, was seiner Glaubwürdigkeit beim Publikum sicherlich zugute kam. Die Taktik ging jedenfalls auf, denn die Zuschauer strömten für diese Filme nur so in die Kinos, in Deutschland beispielsweise erreichte er in den 1970er und frühen 1980er Jahren die meisten Zuschauer, oft war es ein Millionen-Publikum (die Kritiker waren dafür nicht immer begeistert). Für Jean-Paul Rappeneaus vergnüglichen "Musketier mit Hieb und Stich" (1971) packte Belmondo noch einmal den Degen aus, doch ansonsten sollten Schußwaffen seine Arbeit in dieser Dekade dominieren, wobei die Handlung ihn gerne durch die halbe Welt führte. So auch in de Brocas "La Magnifique - Ich bin der Größte" (1973), in dem Belmondo einen wenig erfolgreichen Schriftsteller spielt, der sich in seinen Gedanken als Held in haarsträubenden Abenteuern inszeniert, in Philippe Labros Actionfilm "Der Greifer" (1976) oder meinem persönlichen Lieblings-Belmondo-Film, Georges Lautners atemberaubenden und ziemlich brutalen Spionage-Thriller "Der Profi" (1981) mit der genialen Musik von Ennio Morricone. "Der Profi" war in Deutschland übrigens Belmondos zweiterfolgreichster Film mit über drei Millionen Kinogängern, übertroffen nur von de Brocas Komödie "Der Unverbesserliche" aus dem Jahr 1975 (über vier Millionen), in der er den charmanten, aber unverbesserlichen Kleinganoven Victor spielt, der sich in seine Bewährungshelferin verliebt - die dummerweise direkt über einem Museum wohnt; eine Versuchung, der Victor nicht lange widerstehen kann ...

Weitere Highlights aus dieser Zeit sind Henri Verneuils Heistfilm "Der Coup" (1972) mit Omar Sharif, José Giovannis unterschätztes Gangsterdrama "Der Mann aus Marseille" (1972) mit Claudia Cardinale, Verneuils Actionkrimi "Angst über der Stadt" (1975, wiederum mit einem tollen Morricone-Soundtrack), Claude Zidis Komödie "Ein irrer Typ" (1977, in einer Doppelrolle als hochnäsiger Schauspieler und dessen vom Unglück verfolgtes Stuntdouble) mit Raquel Welch, Lautners Krimi "Der Windhund" (1979), die Komödie "Der Puppenspieler" (1980, ebenfalls von Lautner), die während der Olympischen Spiele in Berlin spielende Sport-Tragikomödie "Das As der Asse" (1982) und die Komödie "Fröhliche Ostern" (1984, mit der 17-jährigen Sophie Marceau in einer ihrer ersten Hauptrollen). Einen letzten größeren Kassenerfolg feierte Belmondo 1985 mit der Gaunerkomödie "Der Boß", in dem er und seine Bande als Clowns verkleidet eine Bank überfallen. Ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahre machte sich Jean-Paul Belmondo rarer, für einen Actionhelden war er nun wohl einfach zu alt und wurde vom Publikum nicht mehr wirklich angenommen. Ein paar gute Filme drehte er trotzdem noch, allen voran zwei Regiearbeiten von Claude Lelouch: Für seine Rolle in dem Rührstück "Der Löwe" (1988) gewann er sogar seinen einzigen César, sieben Jahre später folgte die exzellente und mit einem Golden Globe gekrönte freie Adaption von Victor Hugos Dauerbrenner "Les Misérables", die weitgehend während des Zweiten Weltkrieges angesiedelt ist. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2001, der ihn körperlich beeinträchtigte, zog sich Belmondo scheinbar endgültig aus dem Filmgeschäft und generell aus der Öffentlichkeit zurück - abgesehen von einem kurzzeitigen Comeback in der Hauptrolle von Francis Husters "Ein Mann und sein Hund" (2008), einem allerdings nur mittelmäßigem Remake von Vittorio de Sicas neorealistischem Klassiker "Umberto D." von 1952.

Am 6. September 2021 starb Jean-Paul Belmondo im Alter von 88 Jahren in Paris eines natürlichen Todes. R.I.P.

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Montag, 6. September 2021

TV-Tips für die Woche 36/2021

Nachtrag vom 8. September: Anläßlich des Todes von Jean-Paul Belmondo hatte Arte noch am Montag das Programm umgestellt, damit entfiel "Das Tal der toten Mädchen" - der spanische Thriller verschiebt sich somit um eine Woche und ist nun für den kommenden Montag um 22.20 Uhr eingeplant.

Montag, 6. September:

Arte, 21.50 Uhr: "Das Tal der toten Mädchen" (2017)

Der solide spanische Thriller mit Marta Etura ("Eva") als baskischer Kommissarin Salazar, die nach mehreren Morden an jungen Mädchen in ihrer Heimat ermittelt, lief bereits mehrfach im ZDF - allerdings in einer deutlich geschnittenen Fassung. Nun zeigt Arte die Free-TV-Premiere der um rund 15 Minuten längeren Originalfassung (in der Mediathek wahlweise auch auf Spanisch mit deutschen Untertiteln). Die beiden Fortsetzungen "Das Tal der vergessenen Kinder" und "Das Tal der geheimen Gräber" werden an den folgenden Montagen ebenfalls erstmals ungeschnitten ausgestrahlt.

Außerdem:

Zwei im falschen Film (einfallsreiche und sehr charmante deutsche (Anti-)RomCom mit Laura Tonke und Marc Hosemann; 1.00 Uhr im MDR)

Dienstag, 7. September:

Nitro, 22.25 Uhr (um wenige Minuten gekürzt, ungeschnittene Wiederholung am Mittwoch um 23.40 Uhr): "Hannibal" (2001)

Überraschende zehn Jahre dauerte es, bis man nach dem großen Erfolg von "Das Schweigen der Lämmer" eine Fortsetzung drehte, wiederum basierend auf einem Roman von Thomas Harris. "Lämmer"- Hauptdarstellerin Jodie Foster und Regisseur Jonathan Demme hatten allerdings nach Ansicht des Drehbuchs keine Lust mehr, für sie wurde aber mit Julianne Moore respektive Sir Ridley Scott hochkarätiger Ersatz gefunden. Am wichtigsten war aber wohl sowieso, daß Sir Anthony Hopkins erneut in seine ikonische Serienmörder-Rolle als Hannibal Lecter schlüpfen würde, der nach seiner Flucht aus dem Gefängnis in Florenz untergetaucht ist - bis er dort einem italienischen Polizisten (Giancarlo Giannini) auffällt und dieser Lecter an den stinkreichen Mason Verger (Gary Oldman) verpfeift, der nach einer früheren Begegnung ein hohes Kopfgeld auf Lecter ausgesetzt hat ... Hopkins' dämonisch-charismatische Darstellung des kultivierten Serienkillers ist zweifellos erneut ein Highlight eines Films, der insgesamt leider nicht an die Qualität des Vorgängers heranreicht, aber Genrefreunde durchaus gut unterhält.

Mittwoch, 8. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Porträt einer jungen Frau in Flammen" (2019)

Free-TV-Premiere des zigfach ausgezeichneten historischen Liebesdramas über die junge Malerin Marianne (Noémie Merlant), die im 18. Jahrhundert auf einer kleinen bretonischen Insel die Adelstochter Héloïse (Adèle Haenel) für dessen Verlobten - der sie nie getroffen hat - portraitieren soll. Da Héloïse wenig Interesse an einer Heirat hat und bereits einen Maler vergraulte, soll sich Marianne jedoch als Gesellschafterin ausgeben und Héloïse heimlich malen. Die Adelstochter bemerkt allerdings sehr wohl, wie genau Marianne sie die ganze Zeit beobachtet - und fehlinterpretiert das als durchaus willkommenes romantisches Interesse ...