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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 22. Februar 2024

THE MARVELS (2023)

Regie: Nia DaCosta, Drehbuch: Megan McDonnell, Elissa Karasik, Nia DaCosta, Musik: Laura Karpman
Darsteller: Brie Larson, Teyonah Parris, Iman Vellani, Samuel L. Jackson, Zenobia Shroff, Zawe Ashton, Mohan Kapur, Saagar Shaikh, Gary Lewis, Park Seo-joon, Abraham Popoola, Leila Farzad, Daniel Ings, Lashana Lynch, Tessa Thompson, Hailee Steinfeld, Kelsey Grammer
The Marvels (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 62% (5,9); weltweites Einspielergebnis: $206,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 105 Minuten.

Nachdem Carol Danvers alias Captain Marvel (Brie Larson, "Raum") die das Kree-Imperium kontrollierende "Oberste Intelligenz" zerstört hat, machten die Kree leider das Schlechteste aus ihrer (unfreiwillig) neu gewonnenen Freiheit und ergingen sich in einem Bürgerkrieg, der ihren Heimatplaneten Hala praktisch unbewohnbar machte. Die neue Kree-Anführerin Dar-Benn (Zawe Ashton, "Blitz") will das rückgängig machen, indem sie mithilfe eines Quantenbandes Sprungpunkte im Universum öffnet, durch die sie anderen (bewohnten) Planeten Ressourcen wie Sauerstoff oder Wasser stiehlt und sie nach Hala leitet. Da es aber zwei Quantenbänder gibt, die nur im Zusammenspiel einwandfrei funktionieren, sorgt Dar-Benns Vorgehen für einen ungewöhnlichen Nebeneffekt: Die Kräfte von Captain Marvel, ihrer inzwischen für Nick Fury (Samuel L. Jackson, "The Hateful 8") arbeitenden Nichte Monica Rambeau (Teyonah Parris, "They Cloned Tyrone") und der jugendlichen Kamala Khan alias Ms. Marvel (Iman Vellani) – die als Erbstück das zweite Quantenband besitzt – verschmelzen irgendwie miteinander, womit sie stets ihre Plätze tauschen, sobald zwei von ihnen gleichzeitig ihre Kräfte einsetzen. Das sorgt naturgemäß für viel Chaos, aber das Trio muß schnell lernen, zusammenzuarbeiten, denn Dar-Benns Aktionen bedrohen unzählige Lebewesen im gesamten Universum ...

Montag, 19. Februar 2024

TV-Tips für die Woche 8/2024

Montag, 19. Februar:

Arte, 20.15 Uhr: "Doch das Böse gibt es nicht" (2020)

Free-TV-Premiere des bei der Berlinale 2020 mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichneten deutsch-iranischen Episoden-Dramas von Mohammad Rasoulof ("Auf Wiedersehen"), in dem es um vier Menschen geht, die auf gänzlich unterschiedliche Art nud Weise mit der im Iran routinemäßig ausgeführten Todesstrafe in Berührung kommen.

Arte, 22.40 Uhr: "Der Löwe" (1988)

In der französischen Abenteuerkomödie von Claude Lelouch ("Ein Mann und eine Frau") spielt der für seine Leistung mit einem César prämierte Jean-Paul Belmondo den einflußreichen und stinkreichen Unternehmer Sam Lion, der mit Mitte 50 nach zwei gescheiterten Ehen seinen eigenen Tod inszeniert, um in Afrika ein neues, aufregenderes und freieres Leben zu beginnen. Dort wird er allerdings schon bald von seinem ehemaligen Angestellten Duvivier (Richard Anconina, "Der Bulle von Paris") erkannt ...

Außerdem:

Mission: Impossible - Rogue Nation (der rasante fünfte Teil der Spionage-Actionreihe mit Tom Cruise als Ethan Hunt, welcher es mit einer einflußreichen globalen Geheimorganisation zu tun bekommt; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 20. Februar:

Tele 5, 22.40 Uhr: "Brawl in Cell Block 99" (2017)

Free-TV-Premiere von von S. Craig Zahlers ("Bone Tomahawk") brutalem, aber hochgelobten Knast-Actionthriller mit Noir-Elementen, der allerdings mangels FSK-Freigabe nicht ungeschnitten gezeigt werden darf (wie viel fehlt, ist nicht bekannt, aber möglicherweise wird es bei der Wiederholung in der Nacht auf Donnerstag um 2.45 Uhr weniger sein als bei dieser Late Prime-Ausstrahlung). Vince Vaughn ("Freaky") spielt den früheren Boxer Bradley, der nach einer Schießerei mit der Polizei im Gefängnis landet. Als seine schwangere Frau (Jennifer Carpenter, TV-Serie "Dexter") von einem mexikanischen Drogenboß entführt wird, soll Bradley einen Häftling töten, damit sie unversehrt wieder freikommt. Dummerweise sitzt besagter Häftling in einem privaten Hochsicherheitsgefängnis ein, weshalb Bradley erstmal dafür sorgen muß, selbst dorthin verlegt zu werden ...

Donnerstag, 15. Februar 2024

A RAINY DAY IN NEW YORK (2019)

Regie und Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Timothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez, Liev Schreiber, Jude Law, Diego Luna, Cherry Jones, Rebecca Hall, Kelly Rohrbach, Will Rogers, Annaleigh Ashford, Suki Waterhouse
A Rainy Day in New York (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 47% (5,4); weltweites Einspielergebnis: $23,8 Mio.
FSK: 0, Dauer: 93 Minuten.

Als die 21-jährige angehende Journalistin Ashleigh (Elle Fanning, "Die Verführten") die Chance erhält, ihren Lieblings-Regisseur Roland Pollard (Liev Schreiber, "Spotlight") für ihre College-Zeitung in New York zu interviewen, ist nicht nur sie aus dem Häuschen. Auch ihr aus reichem New Yorker Hause stammender Freund und Kommilitone Gatsby (Timothée Chalamet, "Dune") freut sich darauf, sie zu begleiten und ihr endlich seine geliebte Heimatstadt zeigen zu können. Im "Big Apple" angekommen, lädt Pollard Ashleigh sogar zu einer privaten Vorführung seines neuesten Films ein – doch während sie begeistert von diesem ist, ist Pollard sehr unzufrieden und verschwindet frustriert. Da Ted Davidoff (Jude Law, "Sherlock Holmes"), Drehbuch-Autor des Films und langjähriger Freund Pollards, fürchtet, dieser könne in einer Kurzschlußhandlung den gesamten Film vernichten, macht er sich gemeinsam mit Ashleigh auf die Suche nach ihm – dabei treffen sie auf den von Ashleigh umschwärmten Filmstar Francisco Vega (Diego Luna, "Rogue One"), der sie kurzerhand zum Abendessen einlädt. Unterdessen vertreibt sich Gatsby die immer länger werdende Zeit des Wartens auf Ashleigh, indem er einige alte Freunde und seinen Bruder wiedersieht – und zufällig begegnet er auch Chan (Selena Gomez, "The Dead Don't Die"), der attraktiven jüngeren Schwester seiner Ex-Freundin Amy ...

Montag, 12. Februar 2024

TV-Tips für die Woche 7/2024

Montag, 12. Februar:

Arte, 22.15 Uhr: "Ronin" (1998)

Der 2002 verstorbene Actionspezialist John Frankenheimer ("Grand Prix", "French Connection II") knüpfte mit dem raffiniert konstruierten Actionthriller über die Jagd nach einem geheimnisvollen Koffer überraschend noch einmal an seine große Zeit in den 1960er und 1970er Jahren an. Robert De Niro, Jean Reno, Natasha McElhone, Sean Bean, Stellan Skarsgård und Jonathan Pryce sind die Hauptdarsteller des spannenden, mit vielen Kämpfen und mehreren Autoverfolgungsjagden (von denen die längste sogar in die Filmhistorie einging) angereicherten Films.

ZDF, 22.15 Uhr: "Jussi Adler-Olsen: Erwartung" (2021)

Free-TV-Premiere der für drei Dänische Filmpreise nominierten Bestseller-Adaption, die eine Art Reboot darstellt. Denn nach vier Filmen mit Nicolaj Lie Kaas in der Rolle des Polizeikommissars Carl Mørck übernahm erstmals der dänische Schauspielveteran Ulrich Thomsen diese ikonische Rolle und bekommt es mit seinem Kollegen Assad (Zaki Youssef) vom Sonderdezernat Q mit einem alten Fall zu tun: Der 14-jährige Marco wird von der Polizei mit dem Reisepaß des seit Jahren verschwundenen mutmaßlichen Schwerverbrechers William Stark aufgegriffen. Angesichts dieser neuen Entwicklung übernehmen Mørck und Assad die Ermittlungen und kommen dabei einer großen Verschwörung auf die Spur. Bei Kritikern und Publikum kam "Erwartung" deutlich schlechter an als die vier Vorgänger mit der ursprünglichen Besetzung.

Außerdem:

Barney's Version (der aktuelle OSCAR-Nominee Paul Giamatti glänzt in der wunderbaren kanadischen Tragikomödie - mein Lieblingsfilm des Jahres 2011! - als alternder Lebemann, der mit einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung auf sein höchst ereignisreiches Leben zurückblickt; 20.15 Uhr bei One)

Sherlock Holmes - Spiel im Schatten (mitunter etwas langatmiger zweiter Teil der actionreichen Detektivgeschichten mit Robert Downey Jr. und Jude Law, der aber ein starkes Finale abliefert; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Donnerstag, 8. Februar 2024

VENOM: LET THERE BE CARNAGE (2021)

Regie: Andy Serkis, Drehbuch: Kelly Marcel, Musik: Marco Beltrami
Darsteller: Tom Hardy, Woody Harrelson, Michelle Williams, Stephen Graham, Naomie Harris, Reid Scott, Peggy Lu, Reece Shearsmith, Scroobius Pip, Little Simz, J.K. Simmons, Tom Holland
Venom: Let There Be Carnage (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 57 % (5,4); weltweites Einspielergebnis: $506,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 98 Minuten.

Eigentlich haben sich der Reporter Eddie Brock (Tom Hardy, "Dunkirk") und sein außerirdischer Symbiont Venom inzwischen ganz gut mit ihrer Koexistenz arrangiert – Eddie beschert sie gar einen Karrieresprung, als Venom nach einem Interview mit dem Serienmörder Cletus Kasady (Woody Harrelson, "Zombieland 2") ein entscheidendes Detail auffällt. Nach einem emotionalen Streit darüber, daß Eddie Venom einfach keine menschlichen Gehirne verspeisen läßt, gehen sie dennoch getrennte Wege. Das ist denkbar schlechtes Timing, denn kurz zuvor hatten Eddie und Venom bei einem letzten Besuch im Todestrakt bei Cletus diesen unwissentlich "infiziert", weshalb auch der wahnsinnige Serienkiller nun einen Symbionten namens Carnage mit sich trägt. Dergestalt gelingt Cletus leicht der Ausbruch aus dem Gefängnis und nachdem er seine mit einer übernatürlichen Fähigkeit ausgestattete Kindheitsfreundin Frances "Shriek" Barrison (Naomie Harris, "Skyfall") aus der geheimen Ravencroft-Anstalt befreit hat, will er sich an Eddie rächen sowie an Detective Patrick Mulligan (Stephen Graham, "The Irishman"), der für Shrieks Gefangenschaft verantwortlich zeichnet. Mit Hilfe von Eddies Ex-Frau Anne (Michelle Williams, "Greatest Showman") und ihrem Verlobten Dan (Reid Scott, "Late Night") müssen sich Eddie und Brock wieder zusammenraufen, um Cletus, Carnage und Shriek zu besiegen ...

Montag, 5. Februar 2024

TV-Tips für die Woche 6/2024

Montag, 5. Februar:

Arte, 20.15 Uhr: "Flic Story" (1975)

Alain Delon spielt in Jacques Derays ("Borsalino") auf einer wahren Geschichte beruhendem Polizei-Thriller den unkonventionellen, aber sehr erfolgreichen Polizisten Roger, der grundsätzlich keine Waffe trägt, aber trotzdem für unzählige Verhaftungen im Paris der 1940er Jahre verantwortlich zeichnet. Sein neuer Fall ist jedoch eine besondere Herausforderung: Er soll den aus der Psychiatrie entflohenen und so gerissenen wie brutalen Mörder Buisson (Jean-Louis Trintignant) wieder einfangen.

Arte, 22.00 Uhr: "Infernal Affairs" (2002)

Erstmals seit fast 12 Jahren läuft endlich wieder einer meiner absoluten Lieblingsfilme im deutschen Free-TV: "Infernal Affairs" von Andrew Lau und Alan Mak ist ein grandioser Hongkong-Polizeithriller, dessen Story die meisten westlichen Zuschauer vermutlich eher durch Martin Scorseses OSCAR-prämiertes Remake "The Departed" kennen. Das Original ist meines Erachtens aber noch deutlich besser, weil authentischer und geerdeter. Hier wie dort geht es um zwei junge Männer, die unter falscher Identität leben: Tony Leung Chiu-wai ("Shang-Chi") spielt einen Polizisten, der undercover bei den Triaden eingeschleust wurde - Andy Lau ("House of Flying Daggers") hingegen verkörpert ein Mitglied ebenjener Gangster-Organisation, das über Jahre hinweg als Maulwurf bei der Polizei aufgebaut wurde. Beinahe zwangsläufig kreuzen sich ihre Wege irgendwann ... Es gibt noch ein Prequel und eine Fortsetzung (beide aus dem Jahr 2003), die ebenfalls sehr gelungen sind, aber nicht die Meisterschaft dieses Originals erreichen. Alle drei Filme sind bis Anfang Mai in der Arte Mediathek zu finden.

Außerdem:

Sherlock Holmes (Guy Ritchies erstes Action-Abenteuer mit Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes und Jude Law als Mr. Watson; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Alpha (visuell beeindruckendes Steinzeit-Abenteuer über den Beginn der Domestizierung des Wolfes zum menschenfreundlichen Hund; 22.15 Uhr im ZDF)

Donnerstag, 1. Februar 2024

KINOVORSCHAU FEBRUAR 2024

Der Februar 2024 ist in Deutschland ein auffällig zweigeteilter Kinomonat: In der ersten Hälfte gibt es jede Menge interessante Filmstarts, von denen die meisten allerdings nur ein überschaubares kommerzielles Potential haben. In den letzten beiden Wochen sieht es dann quantitativ sehr mager aus, dafür gibt es aber mit "Dune 2" eine hochkarätige Hollywood-Großproduktion, die man normalerweise nicht so früh im Jahr erwartet (den letztjährigen Hollywood-Streiks sei dank):

1. Februar:
"Argylle":
Nach seinen "Kingsman"-Filmen widmet sich der britische Filmemacher Matthew Vaughn erneut dem Spionage-Genre – und das wiederum mit einem humorvollen Twist. Denn der Star seiner Adaption eines Romans von Elly Conway ist ebenjene, von Bryce Dallas Howard ("Jurassic World") verkörperte Autorin (respektive eine fiktionalisierte Version von ihr), die mit einer Buchreihe über den titelgebenden Superspion (Henry "The Witcher" Cavill) erfolgreich ist. Doch dann taucht der echte Spion Aidan (Sam Rockwell, "Jojo Rabbit") bei der zurückgezogen lebenden Elly auf und eröffnet ihr, ihre Storys würden sich etwas zu dicht an der Realität bewegen, weshalb sie in höchster Gefahr schwebe … In weiteren Rollen agieren Popstar Dua Lipa, Bryan Cranston, Samuel L. Jackson, OSCAR-Gewinnerin Ariana DeBose ("West Side Story"), Richard E. Grant, Sofia Boutella und John Cena. Leider sind die US-Kritiken nur mittelmäßig ausgefallen.

"Eine Million Minuten":
In seinem Langfilm-Regiedebüt erzählt Christopher Doll (war als Regieassistent u.a. an Bully Herbigs "Buddy" beteiligt) von der ziemlich glücklich in Berlin lebenden, realen Familie Küper (der Film basiert auf einem Buch von Familienvater Wolf Küper). Als die fünfjährige Tochter Nina den Wunsch äußert, eine Million Minuten mit ihrer normalerweise beruflich ziemlich stark eingespannten Familie nur mit schönen Dingen zu verbringen, beschließen Vater Wolf (Tom Schilling) und Mutter Vera (Dolls Ehefrau Karoline Herfurth), sich mit den Kindern auf eine genau eine Millionen Minuten (oder 694 Tage) lange Weltreise zu begeben, auf der sie alle viel lernen ...

"Ella und der schwarze Jaguar":
Nach "Mia und der weiße Löwe" und "Der Wolf und der Löwe" bringt der französische Regisseur Gilles de Maistre ein weiteres Mal eine Geschichte über ein junges Mädchen und wilde Tiere in die Kinos. Diesmal geht es um die kleine Ella, die im Amazonas gemeinsam mit einem Jaguarbaby aufwächst. Als sie mit ihrem Vater nach New York umziehen muß, bleibt der Jaguar namens Hope zurück – doch acht Jahre später macht sich die inzwischen zum Teenager herangewachsene Ella (Lumi Pollack) erneut auf den Weg in den Regenwald, um Hope vor Wilderern zu retten.

"A Great Place To Call Home":
In der hochgelobten Indie-SciFi-Tragikomödie von Marc Turtletaub ("Puzzle") spielt Sir Ben Kingsley ("Shang-Chi") den verwitweten Rentner Milton, in dessen Garten eines Nachts ein waschechtes UFO landet! Heraus kommt ein kleiner humanoider Außerirdischer, den Milton kurzerhand bei sich aufnimmt ...

"Das fünfte Element" (6.2.):
Luc Bessons kunterbuntes Science Fiction-Abenteuer mit Bruce Willis, Gary Oldman und Milla Jovovich kommt am 6. Februar für einen Tag in einer 4K-Restauration zurück in die deutschen Kinos.

Montag, 29. Januar 2024

TV-Tips für die Woche 5/2024

Montag, 29. Januar:

Arte, 22.40 Uhr: "Straße der Versuchung" (1945)

Späte Free-TV-Premiere (im Originalton mit deutschen Untertiteln) des Film noir-Klassikers von Fritz Lang ("Metropolis"). Edward G. Robinson ("Little Caesar") spielt den verheirateten Kassierer Chris, der eines Abends die schöne Kitty (Joan Bennett, "Vater der Braut") vor ihrem gewalttätigen Freund Johnny (Dan Duryea, "Winchester '73") beschützt. Um Kitty zu beeindrucken, behauptet Chris, ein erfolgreicher Künstler zu sein - das funktioniert "besser" als erhofft, denn Johnny überredet Kitty daraufhin dazu, Chris gemeinsam um seinen vorgeblichen Reichtum zu bringen ...

Außerdem:

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (in Teil 2 der Prequel-Reihe müssen die jungen Mutanten mit ihren älteren Ichs aus der Zukunft zusammenarbeiten, um das Ende der Welt zu verhindern; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 30. Januar:

Tele 5, 22.10 Uhr (um knapp zwei Minuten gekürzt, ungeschnittene Wiederholung in der Nacht auf Donnerstag um 2.10 Uhr): "Red Hill" (2010)

Positiv rezensierter, atmosphärischer australischer Western-Thriller mit Mystery-Elementen von Patrick Hughes ("Killer's Bodyguard") über den jungen Polizisten Shane (Ryan Kwanten, TV-Serie "True Blood"), der mit seiner schwangeren Frau der Ruhe wegen in das Kaff Red Hill zieht. Doch dummerweise geht es in Red Hill keineswegs so geruhsam zu wie Shane das erhofft hatte - u.a. treibt in der Gegend ein aus der Haft entflohener brutaler Mörder sein Unwesen ...

Außerdem:

Starsky & Hutch (klamauklastige Kinoversion der kultigen Actionserie, hier mit Ben Stiller und Owen Wilson in den Hauptrollen; 22.30 Uhr bei Kabel Eins)

Montag, 22. Januar 2024

TV-Tips für die Woche 4/2024

Montag, 22. Januar:

One, 20.15 Uhr: "Zweite Chance" (2014)

Free-TV-Premiere des für einen Dänischen Filmpreis nominierten Thriller-Dramas von Susanne Bier ("In einer besseren Welt") über Recht und Gerechtigkeit. Die Polizisten Andreas (Nikolaj Coster-Waldau aus "Game of Thrones") und Simon (Ulrich Thomsen) finden bei einem Junkie-Paar ein Baby im Schrank. Die Behörden entscheiden, daß das Kind zu seinen Eltern zurückgebracht werden müsse, was Andreas ob deren für ihn offensichtlichen Erziehungsuntauglichkeit schlicht fassungslos macht. Kurzerhand trifft er eine Entscheidung mit weitrechenden Konsequenzen ...

Arte, 22.10 Uhr: "Blue Velvet" (1986)

David Lynchs ("Mulholland Drive") kontroverser Kultfilm ist ein surrealistischer erotischer Thriller, in dem Jeffrey (Kyle MacLachlan, "Dune") bei der Rückkehr in seinen Heimatort ein abgeschnittenes menschliches Ohr findet und fortan in eine abgründige Kriminalgeschichte verwickelt wird. Isabella Rossellini ("Fearless") glänzt in der weiblichen Hauptrolle als Femme fatale und Nachtclubsängerin Dorothy, Dennis Hopper ("Easy Rider") als brutaler Gangster.

ZDF, 22.30 Uhr: "See for Me - Der unsichtbare Feind" (2021)

Free-TV-Premiere des sehr positiv rezensierten kanadischen Thrillers von Randall Okita ("The Lockpicker") über die junge Skifahrerin Sophie (Skyler Davenport), deren Olympia-Hoffnungen verpuffen, als sie als Folge einer Krankheit erblindet. Ihr Geld verdient Sophie nun als Katzensitterin und Gelegenheitsdiebin - doch als sie für die reiche New Yorkerin Debra (Laura Vandervoort, TV-Serie "Bitten") in deren abgelegenem Anwesen auf ihre Katze aufpassen soll, wird sie bald mit drei Einbrechern konfrontiert! Da die Polizei nicht rechtzeitig kommen kann, stellt sich Sophie den Kriminellen mit der Hilfe von Kelly (Jessica Parker Kennedy, TV-Serie "Black Sails"), die sie per titelgebender Smartphone-App aus der Ferne unterstützt ...

Außerdem:

Iron Man (der starke erste Auftritt von Robert Downey Jr. als Unternehmer und Erfinder Tony Stark begründete den gigantischen Erfolg des Marvel Cinematic Universe; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Donnerstag, 18. Januar 2024

KILLERS OF THE FLOWER MOON (2023)

Regie: Martin Scorsese, Drehbuch: Eric Roth und Martin Scorsese, Musik: Robbie Robertson
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Robert De Niro, Lily Gladstone, Jesse Plemons, Jillian Dion, Tantoo Cardinal, Cara Jade Myers, Scott Shepherd, Janae Collins, Jason Isbell, John Lithgow, William Belleau, Brendan Fraser, Tatanka Means, Pete Yorn, Tommy Schultz, Barry Corbin, Sturgill Simpson, Ty Mitchell, Gary Basaraba, Elden Henson, Jack White, Larry Fessenden, Martin Scorsese
Killers of the Flower Moon (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 93% (8,6); weltweites Einspielergebnis: $156,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 206 Minuten.

Als Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Stammesgebiet der Osage große Mengen Öl gefunden werden, schwimmen die Stammesmitglieder fortan im Reichtum – und ziehen damit natürlich auch jede Menge Weiße an, die sich auf die eine oder andere Weise bereichern wollen. Als der Weiße Ernest Burkhart (Leonardo DiCaprio, "The Revenant") im Jahr 1919 aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, zieht er zu seinem Onkel William "King" Hale (Robert De Niro, "Joker"), der im Osage-Gebiet eine große Ranch besitzt – ohne Ölzugang, dennoch ist Hale wohlhabend und bei den Osage wegen seiner großzügigen Investitionen in die Gemeinschaft anerkannt und beliebt. In Wirklichkeit geht es Hale allerdings primär darum, sich den Reichtum der Osage auf illegale Weise anzueignen. Da kommt es gerade recht, daß Ernest sich in die Osage Mollie (Lily Gladstone, "Certain Women") verliebt – ermutigt von Hale heiraten sie bald und bekommen Kinder. Um an Mollies gesamte, riesige Erbschaft zu gelangen, muß Hale allerdings zuerst ihre Mutter und ihre Schwestern beseitigen. Hale schreckt dafür auch vor Mord nicht zurück und spannt den leicht beeinflußbaren Ernest und dessen Bruder Byron (Scott Shepherd, "Jason Bourne") für sich ein. Irgendwann wird der Staat auf die jahrelange Mordserie im Osage-Gebiet (die nicht allein auf Hale zurückgeht) aufmerksam und schickt den Bundesagenten Tom White (Jesse Plemons, "Game Night"), um der Sache auf den Grund zu gehen ...