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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 27. Juni 2022

TV-Tips für die Woche 26/2022

Montag, 27. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Martin Roumagnac" (1946)

In George Lacombes ("Die Nacht ist mein Reich") Adaption eines Romans von Pierre René Wolf spielt Jean Gabin den titelgebenden Selfmade-Bauunternehmer, der sich - obwohl selbst ein ziemlich einfach gestrickter Typ - in die ebenso glamouröse wie intrigante und skrupellose Witwe Blanche (Marlene Dietrich) verliebt. Martin verfällt der Femme fatale mit Haut und Haaren und versucht alles, sie zu beeindrucken - und tatsächlich gelingt ihm das sogar, zumindest ein Stück weit. Jedoch kann sich Blanche nicht zwischen Martin und dem reichen Konsul Laubry (Marcel Herrand, "Kinder des Olymp") entscheiden ...

ARD, 20.30 Uhr: "Knives Out - Mord ist Familiensache" (2019)

Gleich zum Auftakt seiner alljährlichen Sommerkino-Reihe haut die ARD deren größtes Highlight heraus, nämlich die Free-TV-Premiere von Rian Johnsons hochgelobter und für das Drehbuch OSCAR-nominierter schwarzhumoriger Krimikomödie. In der liebevollen Hommage an die klassischen Agatha Christie-Whodunits glänzt Ex-Bond Daniel Craig als cleverer Privatdetektiv Benoit Blanc, der angeheuert wird, um den Tod des betagten Familienpatriarchen Harlan Thrombey (Christopher Plummer) während einer großen Familienfeier aufzuklären. Eigentlich sieht alles nach Selbstmord aus, doch Blanc mutmaßt, daß es sich um Mord handelt - und in bester Agatha Christie-Tradition hat so ziemlich jeder anwesende Familienangehörige (gespielt u.a. von Chris "Captain America" Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette und Don Johnson) ein Mordmotiv. Unverdächtig scheint allein Harlans schüchterne Pflegerin (zauberhaft: Ana de Armas), die Blanc deshalb kurzerhand als seine Assistentin "zwangsverpflichtet".

Arte, 21.55 Uhr: "Pelikanblut" (2019)

Free-TV-Premiere des für einen Deutschen Filmpreis nominierten Dramas von Katrin Gebbe ("Tore tanzt"). Nina Hoss spielt Wiebke, die mit ihrer 9-jährigen Adoptivtochter Nicolina ein harmonisches Leben auf ihrem Reiterhof führt. Doch als Wiebke auch noch die 5-jährige Raya adoptiert, ändert sich das, denn Raya erweist sich schnell als echtes Problemkind mit einem schwerwiegenden neurologischen Problem. Obwohl die Ärzte empfehlen, Raya in eine spezielle Einrichtung zu stecken, will Wiebke sie nicht aufgeben - und greift zu immer drastischeren Maßnahmen, um Raya zu "heilen" ...

Donnerstag, 23. Juni 2022

OSCAR-News: Gewinner der Ehren-OSCARs wurden bekanntgegeben

Bis vor ein paar Jahren wurden die Ehren-OSCARs stets während der regulären OSCAR-Verleihung vergeben, inzwischen gibt es dafür eine eigene Veranstaltung namens "Governors Awards", die bereits einige Monate früher stattfindet. Dieses Mal ist das am 19. November 2022 der Fall und gestern wurden die vier diesjährigen Preisträger bekanntgegeben:

- Michael J. Fox

- Euzhan Palcy

- Peter Weir

- Diane Warren

Ein paar Worte zu den Preisträgern:

Michael J. Fox (61) war bekanntlich ein großer Kinostar der 1980er und 1990er Jahre dank der "Zurück in die Zukunft"-Reihe (1985-1990) und weiteren Hits wie "Teen Wolf" (1985), "Das Geheimnis meines Erfolges" (1987), "Die Verdammten des Krieges" (1989), "Doc Hollywood" (1991) und "The Frighteners" (1996). Da er Anfang der 1990er Jahre an Parkinson erkrankte, zog er sich nach der Jahrtausendwende aufgrund immer stärkerer Symptome zunehmend von der Schauspielerei zurück, absolviert aber bis heute immer wieder Gastauftritte in TV-Serien. Für den OSCAR wurde Fox nie nominiert, aber immerhin für "Zurück in die Zukunft" für den Golden Globe - erfolgreicher war auszeichnungstechnisch seine TV-Arbeit in Serien wie "Familienbande", "Chaos City" und "Good Wife", für die er u.a. fünf Emmys und vier Golden Globes gewann.

Euzhan Palcy (64) ist eine französische Filmemacherin, die u.a. einen César und den Silbernen Löwen beim Festival von Venedig gewann. Ihre bekanntesten Werke sind das für einen OSCAR nominierte, in Südafrika spielende Hollywood-Drama "Weiße Zeit der Dürre" (1989) mit Donald Sutherland und Marlon Brando sowie der Historienfilm "Die Straße der Negerhütten" (1983), "Siméon" (1992) und der TV-Film "Ruby Bridges - Ein Mädchen kämpft für sein Recht" (1998).

Der Australier Peter Weir (77), einer meiner Lieblings-Regisseure, war bereits für sechs OSCARs nominiert, ging aber immer leer aus. Auf sein Konto gehen Klassiker wie "Picknick am Valentinstag" (1975), "Die letzte Flut" (1977), "Gallipoli" (1981), "Ein Jahr in der Hölle" (1982), "Der einzige Zeuge" (1985), mein absoluter Lieblingsfilm "Der Club der toten Dichter" (1989), "Die Truman Show" (1998), "Master & Commander: Bis ans Ende der Welt" (2003) und zuletzt "The Way Back" (2010). Zu den sechs OSCAR-Nominierungen (vier als Regisseur, je eine als Produzent und Drehbuch-Autor) kommen vier Golden Globe-Nominierungen, drei britische BAFTA Awards, ein Europäischer Filmpreis und ein César.

Die US-amerikanische Songwriterin Diane Warren (65) ist ein Stammgast bei der OSCAR-Verleihung: Satte 13 Nominierungen hat sie für ihre Filmsongs bereits auf dem Konto - gewinnen konnte sie bislang nie. Dafür hat sie einen Emmy, zwei Golden Globes, einen Grammy und alleine in den USA neun Nummer-1-Songs in der Hitparade erreicht. Zu ihren bekanntesten Filmhits zählen Starships "Nothing's Gonne Stop Us Now" aus "Mannequin" (1987), Celine Dions "Because You Loved Me" aus "Aus nächster Nähe" (1996), LeAnn Rimes' "How Do I Live" aus "Con Air" (1997), Aerosmiths "I Don't Want to Miss a Thing" aus "Armageddon" (1998), Faith Hills "There You'll Be" aus "Pearl Harbor" (2001), Lady Gagas "Til It Happens to You" aus der Doku "Freiwild - Tatort Universität" (2015) und Laura Pausinis "Io sì (Seen)" aus "Du hast das Leben vor dir" (2020). Große Hits abseits des Films waren u.a. Toni Braxtons Mega-Ballade "Un-Break My Heart" (1996) und LeAnn Rimes' "Can't Fight the Moonlight" (2001).

Herzlichen Glückwunsch an das geehrte Quartett.

Quelle: Pressemitteilung der Academy.

Mittwoch, 22. Juni 2022

TOD AUF DEM NIL (2022)

Originaltitel: Death on the Nile
Regie: Kenneth Branagh, Drehbuch: Michael Green, Musik: Patrick Doyle
Darsteller: Kenneth Branagh, Gal Gadot, Armie Hammer, Tom Bateman, Annette Bening, Ali Fazal, Emma Mackey, Sophie Okonedo, Letitia Wright, Russell Brand, Rose Leslie, Jennifer Saunders, Dawn French, Susannah Fielding
Tod auf dem Nil (2022) on IMDb Rotten Tomatoes: 63% (5,9); weltweites Einspielergebnis: $137,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 127 Minuten.
Wir schreiben das Jahr 1937: Der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh, "Dunkirk") macht gerade Urlaub in Ägypten, wo er unverhofft auf seinen alten Freund Bouc (Tom Bateman, "Hard Powder") trifft. Dieser ist einer der Gäste auf der luxuriösen Hochzeitsreise der steinreichen Linnet Ridgeway (Gal Gadot, "Wonder Woman") mit Simon Doyle (Armie Hammer, "Lone Ranger"). Zu den weiteren Gästen zählen etwa Boucs Mutter Euphemia (Annette Bening, "The Report") und die Jazz-Sängerin Salome Otterbourne (Sophie Okonedo, "Hotel Ruanda") mit ihrer Nichte und Agentin Rosalie (Letitia Wright, "Black Panther"). Als Simons Ex-Verlobte – und zugleich Linnets ehemalige beste Freundin – Jacqueline "Jackie" de Bellefort (Emma Mackey, "Eiffel in Love") auftaucht und einen kleinen Eklat verursacht, beschließen Linnet und Simon, die Reise auf dem Flußdampfer "Karnak" auf dem Nil fortzusetzen, wohin Jackie ihnen nicht folgen kann. Auf Bitten des Brautpaars schließt sich Poirot der Reisegesellschaft an – und muß schon bald sein Können beweisen, als ein heimtückischer Mord verübt wird. Mit dem gewohnten Scharfsinn und unbestechlicher Kombinationsgabe geht Poirot der Angelegenheit nach. Doch unglücklicherweise hat so ziemlich jeder der Anwesenden ein mehr oder weniger überzeugendes Tatmotiv und einige haben kein Alibi. Es soll auch nicht der einzige Mord an Bord des Schiffes bleiben ...

Montag, 20. Juni 2022

Die TV-Tips entfallen diese Woche

 Was die Überschrift sagt ...

Mittwoch, 15. Juni 2022

MOTHERLESS BROOKLYN (2019)

Regie und Drehbuch: Edward Norton, Musik: Daniel Pemberton
Darsteller: Edward Norton, Gugu Mbatha-Raw, Alec Baldwin, Willem Dafoe, Bobby Cannavale, Bruce Willis, Michael Kenneth Williams, Dallas Roberts, Ethan Suplee, Cherry Jones, Robert Ray Wisdom, Josh Pais, Fisher Stevens, Radu Spinghel, Leslie Mann
Motherless Brooklyn (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 64% (6,3); weltweites Einspielergebnis: $18,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 145 Minuten.
New York, 1950er Jahre: Als der erfahrene Privatdetektiv Frank Minna (Bruce Willis, "Looper") nach einem Treffen, über dessen Hintergründe er sich seinen vier Mitarbeitern gegenüber sehr bedeckt hielt, erschossen wird, ist gerade sein Schützling Lionel (Edward Norton, "Birdman") schockiert; zudem macht er sich Vorwürfe, daß er Franks Tod nicht verhindert hat. Während seine Kollegen in der Detektei, Gilbert Coney (Ethan Suplee, "Unstoppable"), Tony Vermonte (Bobby Cannavale, "Blue Jasmine") und Danny Fantl (Dallas Roberts, TV-Serie "The Walking Dead") sich recht schnell wieder ihrer normalen Arbeit widmen, konzentriert sich Lionel – der unter dem Tourette-Syndrom leidet, welches ihn unkontrolliert Laute und Satzfetzen äußern läßt, speziell, wenn er angespannt ist – darauf, die Hintergründe von Franks Tod aufzudecken. Diese erweisen sich als reichlich komplex, haben aber offensichtlich mit dem Politiker Moses Randolph (Alec Baldwin, "To Rome with Love") zu tun. Der hält sich zumeist im Hintergrund, hat als Leiter mehrerer Stadtdezernate aber großen Einfluß vor allem auf die Bautätigkeiten in New York. Irgendwie ist außerdem die dunkelhäutige Aktivistin Laura Rose (Gugu Mbatha-Raw, "Jupiter Ascending") in die Angelegenheit verwickelt, die engagiert gegen die Vertreibung der armen, oft schwarzen Bevölkerung aus ihren Vierteln wegen der von Randolph vorangetriebenen Modernisierung ankämpft. Auch der mysteriöse Architekt Paul (Willem Dafoe, "The Northman") verfügt über erstaunliches Insiderwissen, das er mit Lionel, der sich als Enthüllungsjournalist ausgibt, teilt …

Montag, 13. Juni 2022

TV-Tips für die Woche 24/2022

Montag, 13. Juni:

Kabel Eins, 1.20 Uhr: "Jackie Chan: Hard to Die" (1993)

In diesem etwas weniger bekannten Actionfilm muß Jackie Chan - der auch als Koregisseur fungiert - als Inspektor Chan einen von einer Verbrecherbande bedrohten Hongkonger Geschäftsmann beschützen. Das gelingt ihm nicht (auch, weil er die Bedrohung nicht so richtig ernstgenommen hatte) und so setzt er nun alles daran, den Entführten auf eigene Faust zu befreien und die Kriminellen hinter Gitter zu bringen.

Dienstag, 14. Juni:

HR, 0.15 Uhr: "The Way Back - Der lange Weg" (2010)

Die Literaturadaption von Peter Weir ("Der Club der toten Dichter") schildert die gefährliche und entbehrungsreiche Flucht einiger Kriegsgefangener (gespielt u.a. von Jim Sturgess, Ed Harris, Saoirse Ronan, Colin Farrell, Mark Strong) aus einem sibirischen Gulag während des Zweiten Weltkrieges.

Mittwoch, 15. Juni:

Arte, 20.15 Uhr: "Lügen der Liebe" (1996)

In dem französischen Krimidrama von Regiedebütant Gilles Mimouni (es sollte sein einziger Kinofilm bleiben) will Max (Vincent Cassel) Muriel (Sandrine Kiberlain) heiraten, als er kurz vorher auf dem Weg zu einer Geschäftsreise nach Tokio glaubt, die Stimme seiner einstigen großen Liebe Lisa (Monica Bellucci) zu hören. Max macht sich auf die Suche nach ihr, findet jedoch eine andere, Lisa ähnlich sehende Frau (Romane Bohringer), die er vor dem Selbstmord bewahrt ...

Tele 5, 22.00 Uhr: "The Lodge" (2019)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten, aber langsam erzählten und mit "Hereditary" verglichenen Mystery-Thrillers vom österreichischen Regie-Duo Veronika Franz und Severin Fiala ("Ich seh, ich seh"). Richard Armitage spielt den Journalisten Richard, der seine Frau (Alicia Silverstone) für die deutlich jüngere Grace (Riley Keough) verlassen hat - was bei seinen beiden Kindern nicht so richtig gut ankommt. Richard versucht, die beiden durch einen gemeinsamen Weihnachtsurlaub in einer abgelegenen Hütte zu besänftigen, bei dem die Kinder Grace näher kennenlernen sollen. Dummerweise muß Richard dann aber noch mal für zwei Tage zurück zur Arbeit, womit die Kinder und Grace alleine zurückbleiben. Als plötzlich in bitterer Kälte der Strom ausfällt und die Kinder ein dunkles Geheimnis aus Graces Vergangenheit herausfinden, das diese tief traumatisiert hat, wird es dramatisch ...

Samstag, 11. Juni 2022

Samstags-Update (23/2022)

Keine nennenswerten Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Juni:

Kinovorschau Juni 2022

Box Office-News:

Nachdem "Top Gun: Maverick" zwei Wochen lang die weltweiten Kinos dominiert hat, folgt nun die nächste Blockbuster-Konkurrenz mit "Jurassic World 3". Und das Finale der zweiten "Jurassic"-Trilogie enttäuscht nicht, wenn auch die Höhen der ersten Filme nicht mehr erreicht werden können. In Deutschland sieht es, etwas beeinträchtigt vom sommerlichen Wetter, nach über einer halben Million Zuschauern zum Start aus, was natürlich für die Spitze der Charts reicht. Das bewegt sich im Bereich des wenig beliebten Vorgängers "Das gefallene Königreich", der 2018 mit 575.000 Besuchern eröffnete - die Original-Trilogie kam zwischen 1993 und 2001 noch auf Startwochenenden über der Millionenmarke, "Jurassic World" im Jahr 2015 immerhin auf 900.000 Kinogänger. Die Erosion ist also unverkennbar, zuschauerträchtig bleiben die Dinos dennoch, auch wenn der deutsche Verleiher angesichts der Rückkehr der gealterten Heroen der Spielberg-Trilogie vermutlich auf noch etwas mehr Interesse gehofft hätte. Die Kritiken fallen ähnlich schwach wie beim direkten Vorgänger aus, die bisherigen Zuschauerreaktionen sehen dagegen deutlich besser aus, was sich in einer längeren Laufzeit und damit vielleicht auch einem Endergebnis über "Jurassic World 2" (2,4 Millionen) auswirken könnte. Und das Wetter spielt im Sommer natürlich auch immer eine bedeutende Rolle. Auf Platz 2 rutscht "Top Gun: Maverick" ab, hält sich mit über 200.000 Zuschauern aber gut. Dahinter sieht es relativ düster aus, für Rang 3 reichen "Doctor Strange 2" bereits rund 50.000 Kinogänger.

In den USA sieht es für "Jurassic World 3" nach den Previews und den frühen Freitagszahlen ähnlich aus wie in Deutschland: Ein starker Start mit wohl mindestens $130 Mio. steht ins Haus, womit aber die Werte der beiden Vorgänger ($208,8 Mio. respektive $148 Mio.) außer Reichweite bleiben. Die Startergebnisse der Original-Trilogie werden dafür bei weitem übertroffen, was zum einen natürlich an der nicht inflationsbereinigten Berechnung in US-Dollar liegt, aber auch daran, daß in den USA der Unterschied zwischen den Zuschauerzahlen der "Jurassic Park"- und der "Jurassic World"-Reihe nie so deutlich war wie in Deutschland (beispielsweise erreichte "Jurassic World" in den USA wesentlich mehr Zuschauer als "Jurassic Park 2 + 3", während er sich in Deutschland zwischen diesen beiden Filmen einordnete; und während "Jurassic World 2" in Deutschland mit Abstand der schwächste Teil der gesamten Reihe ist, liegt er in den USA deutlich vor "Jurassic Park 3" und nur knapp hinter "Jurassic Park 2" ...). Platz 2 sichert sich "Top Gun: Maverick" mit weiterhin sehr starken mindestens $50 Mio., "Doctor Strange 3" landet mit etwa $5 Mio. auf dem dritten Rang.

Quellen:

InsideKino: News

Deadline Hollywood 

Montag, 6. Juni 2022

TV-Tips für die Woche 23/2022

Pfingstmontag, 6. Juni:

Pro 7, 22.40 Uhr: "Bad Boys for Life" (2020)

Free-TV-Premiere des überraschend positiv rezensierten und sehr erfolgreichen späten dritten Teils der von Michael Bay gestarteten Actionkomödien-Reihe mit Will Smith und Martin Lawrence als Chaos-Cops. Diesmal übernahm allerdings das belgische Regieduo Adil El Arbi und Bilall Fallah die Regie, Smith und Lawrence werden als Mike Lowry und Marcus Burnett von einer rachsüchtigen mexikanischen Kartellchefin (Kate del Castillo) gejagt.

Außerdem:

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (der fünfte und vermutlich letzte Film der beliebten Piratenreihe mit Johnny Depp - eine Art Reboot mit Margot Robbie ist geplant - würde trotz eines Post-Credit-Cliffhangers prima als Abschluß der Geschichte von Captain Jack Sparrow funktionieren; 20.15 Uhr bei SAT. 1)

Krieg der Götter (temporeiche und visuell eindrucksvolle antike Schlachtplatte mit Henry Cavill und Luke Evans, die den Krieg zwischen griechischen Göttern und Titanen in den Mittelpunkt stellt; 22.50 Uhr bei SAT. 1)

Dienstag, 7. Juni:

Disney Channel, 20.15 Uhr: "Tage wie dieser" (1996)
Sympathische, deutlich von den Screwball-Komödien aus Hollywoods Goldener Ära inspirierte, für einen OSCAR nominierte romantische Komödie von Michael Hoffman ("Ein russischer Sommer") mit einem ausgesprochen sympathischen (und gutaussehenden) Hauptdarsteller-Paar George Clooney und Michelle Pfeiffer.
 
Nitro, 22.35 Uhr: "American Gangster" (2007) 
Harter, realistischer und für zwei OSCARs nominierter Gangsterfilm von Sir Ridley Scott mit Denzel Washington als New Yorker Drogenbaron in den 1970er Jahren und Russell Crowe als ebenso zielstrebigem wie hartnäckigen Detective, der ihn um jeden Preis zur Strecke bringen will.

Donnerstag, 2. Juni 2022

DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS (3D, 2022)

Regie: Sam Raimi, Drehbuch: Michael Waldron, Musik: Danny Elfman
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Elizabeth Olsen, Rachel McAdams, Benedict Wong, Xochitl Gomez, Chiwetel Ejiofor, Patrick Stewart, John Krasinski, Lashana Lynch, Hayley Atwell, Anson Mount, Sheila Atim, Adam Hugill (Stimme), Michael Stuhlbarg, Bruce Campbell, Julian Hilliard, Jett Klyne, Topo Wresniwiro, Ross Marquand (Stimme), Michael Waldron, Charlize Theron
Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022) on IMDb Rotten Tomatoes: 74% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $879,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 126 Minuten.
Eigentlich dachte Doctor Strange (Benedict Cumberbatch, "The Power of the Dog") ja, nach seinen jüngsten Abenteuern mit Spider-Man wäre die Konfrontation mit dem Multiversum vorbei – weit gefehlt! Ausgerechnet während der Hochzeit von Stranges großer Liebe Dr. Christine Palmer (Rachel McAdams, "Game Night") – mit einem anderen Mann – erscheint ein riesiges Seemonster in New York und sorgt für Chaos. Offenbar hat das Monster namens Gargantos es auf eine Jugendliche abgesehen, die Strange zu seinem Erstaunen aus seinen (Alp-)Träumen wiedererkennt! Gemeinsam mit dem Obersten Zauberer Wong (Benedict Wong, "Prometheus") gelingt es Strange letztlich, die Kreatur zu besiegen. Es stellt sich heraus, daß sie aus einem anderen Universum kam, ebenso wie ihr Ziel. America Chavez (Xochitl Gomez, TV-Serie "Der Babysitter-Club") verfügt nämlich über die Fähigkeit, zwischen den Universen zu reisen – nur kann sie die Fähigkeit leider (noch) nicht kontrollieren. Da Gargantos durch Hexerei beeinflußt war, sucht Strange Rat bei der einzigen Hexe, die erkennt: Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen, "Godzilla"). Was er nicht ahnt: Die immer noch vom Tod von Vision im Kampf gegen Thanos schwer traumatisierte Wanda war es, die Gargantos America auf die Spur gesetzt hat, da sie America ihre Kraft abnehmen und für sich nutzen will, um in ein Universum zu gelangen, in dem ihre beiden Kinder mit Vision real und am Leben sind ...

Dienstag, 31. Mai 2022

Kurz-Nachruf: Ray Liotta (1954-2022)

Am letzten Donnerstag verstarb mit dem US-Schauspieler Ray Liotta ein Mann, der zwar nach der Jahrtausendwende nicht mehr allzu viele Hauptrollen spielte, aber in Nebenrollen eigentlich immer überzeugte und unter seinen Kollegen sehr beliebt war. Angesichts seines Alters von 67 Jahren kam dieser Tod sehr überraschend, aber immerhin starb er friedlich im Schlaf während Dreharbeiten auf der Dominikanischen Republik.

Ray Liottas Karriere vor der Kamera begann 1978 mit einer dreijährigen Rolle in der US-Seifenoper "Another World". Erste kleine Kinorollen ergatterte Liotta ab Mitte der 1980er Jahre und spätestens mit der für einen Golden Globe nominierten Nebenrolle als gewalttätiger Ehemann in Jonathan Demmes Krimikomödie "Gefährliche Freundin" (1986) sowie seiner Hauptrolle in Robert M. Youngs Drama "Dominick & Eugene" (1988) erfuhr er größere Aufmerksamkeit. Das führte zunächst zu einer großen Nebenrolle in Phil Alden Robinsons Baseball-Märchen "Feld der Träume" (1989) an der Seite von Kevin Costner und dann zu seinem frühen Karriere-Höhepunkt: In Martin Scorseses für sechs OSCARS nominiertem Gangsterdrama "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" (1990) - in den IMDb Top 250 der besten Filme nach Nutzerwertungen aktuell auf Platz 17! - spielt er die Hauptrolle des Henry Hill, dessen Aufstieg in der Mafia (mit Robert DeNiro als Darsteller seines Mentors) über drei Jahrzehnte hinweg penibel geschildert wird. Logischerweise prägte diese Rolle Liottas weiteren Karriereweg, auf dem er häufig Gangster oder andere harte Typen spielte.

Als Hauptdarsteller konnte sich Ray Liotta nach einigen bitteren kommerziellen Flops in den 1990er Jahren mit Filmen wie "Flucht aus Absolom" (1994), "Unforgettable" (1996) oder "Turbulence" (1997) nicht durchsetzen, umso mehr Erfolg hatte er als Nebendarsteller. Ob als New Yorker Cop in James Mangolds exzellentem Thriller "Cop Land" (1997), als FBI-Agent mit unappetitlichem Schicksal in Ridley Scotts "Hannibal" (2001), als Betrugsopfer von Sigourney Weaver und Jennifer Love Hewitt in David Mirkins "Heartbreakers" (2001), als Johnny Depps Vater in Ted Demmes "Blow" (2001), als Gefängniswärter in James Mangolds "Identität" (2003) oder als Gangsterboß in Guy Ritchies "Revolver" (2005) - um die Jahrtausendwende herum war Ray Liotta gut beschäftigt und machte immer eine gute Figur. Anschließend sah es etwas schlechter aus und Liotta gab sich auch mal mutmaßlich für eine gute Gage für Uwe Bolls Fantasy-Flop "Schwerter des Königs" her, gelegentliche Highlights wie als Gangsterboß in Shawn Levys "Date Night" (2010), als krimineller Poker-Organisator in Andrew Dominiks "Killing Them Softly" (2012), als Gangster in Ariel Vromens "The Iceman" (2012), als korrupter Cop in Derek Cianfrances "The Place Beyond the Pines" (2012), als mörderischer Geschäftsmann in "Sin City 2" (2014) oder als knallharter Scheidungsanwalt in Noah Baumbachs "Marriage Story" (2019) gab es aber immer noch. Dazu kamen vermehrte Ausflüge ins TV-Geschäft, allen voran als Hauptdarsteller der recht kurzlebigen Polizei-Serie "Shades of Blue" (2016-2018) mit Jennifer Lopez. Für eine Gastrolle in der Krankenhaus-Serie "Emergency Room" gewann Liotta im Jahr 2005 sogar einen Emmy. Eine ganz andere Seite von sich zeigen konnte Ray Liotta derweil in gleich zwei Muppets-Filmen - "Muppets aus dem All" (1999) und "Muppets Most Wanted" (2014) -, an denen er sichtlich Spaß hatte.

Ray Liotta hatte noch einige Filmprojekte am Laufen, bereits abgedreht wurde beispielsweise Olivia Wildes mit Spannung erwarteter Thriller "Cocaine Bear", der 2023 in die Kinos kommen soll. Am 26. Mai 2022 starb Ray Liotta mit 67 Jahren während Dreharbeiten für den Film "Dangerous Waters" in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik im Schlaf. R.I.P.

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