Eine ausgesprochen magere Woche im Schatten von Karneval und Olympia:
Montag, 2. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "12 Monkeys" (1995)
Über die Logik von Terry Gilliams kultigem Zeitreisefilm kann man sich lange streiten, erstklassige Unterhaltung bietet "12 Monkeys" mit seiner originellen, wenn auch sehr komplizierten Story und der düsteren visuellen Gestaltung allemal. Schwerverbrecher Cole (Bruce Willis) wird aus dem Jahr 2035 knapp 40 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um die Ausbreitung jenes Virus zu verhindern, das in den folgenden vier Dekaden fast die gesamte Menschheit ausrotten wird. Eine verzweifelte Schnitzeljagd beginnt, da Cole nur wenig Hinweise über den oder die Urheber der Seuche hat ... Brad Pitt erhielt für seine Nebenrolle als Patient einer Irrenanstalt seine erste OSCAR-Nominierung. Direkt im Anschluß um 22.20 Uhr zeigt Arte die einstündige französische Doku "Terry Gilliams Welt: Im Reich der Fantasie" von 2025.
Außerdem:
Justice League (das enttäuschende erste große DC-Superhelden-Crossover rund um Batman, Wonder Woman, Aquaman und den totgeglaubten Superman will trotz erstaunlich viel Humor nicht wirklich zünden; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Dienstag, 3. Februar:
Nitro, 20.15 Uhr: "Rush Hour" (1998)
Jackie Chans erster richtig großer US-Erfolg ist eine sehr klassisch gehaltene, aber unterhaltsame Actionkomödie, in der zwei ungleiche Cops zusammenarbeiten müssen, um einen Fall zu lösen. Wobei in diesem Fall zu den charakterlichen Unterschieden noch eine Culture Clash-Komponente kommt, da es sich um einen Polizisten aus Hongkong (Chan) und einen aus Los Angeles (Chris Tucker) handelt. Regie führte der in den letzten Jahren wegen diverser Verfehlungen in Ungnade gefallene Brett Ratner, der gerade ein Comeback mit der kontroversen Doku "Melania" feiert (und in den Epstein-Akten auftaucht).
