Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 5. März 2026

KINOVORSCHAU MÄRZ 2026

Der deutsche Kinomonat März erfreut Kinofans mit einem bunt gemischten Programm, dessen Bandbreite von einem neuen Pixar-Animationsfilm ("Hoppers") über diverse Arthouse-Highlights ("Nouvelle Vague", Berlinale-Gewinner "Gelbe Briefe", "Pillion") und originell klingende Genrefilme ("Good Luck, Have Fun, Don't Die", "They Will Kill You") bis hin zu zwei Hollywood-Großproduktionen ("Der Astronaut", "The Bride!") reicht. Wer da nicht fündig wird, macht etwas falsch ...

5. März:
"Hoppers":
Mit Pixars neuem Animationsfilm "Hoppers" feiert Daniel Chong sein Kino-Regiedebüt, nachdem er bereits an Pixar-Werken wie "Alles steht Kopf", "Lightyear" und "Elemental" beteiligt war. In der Welt von "Hoppers" wurde eine Technologie entwickelt, mit der man das menschliche Bewußtsein in robotische Tiere übertragen kann. Das nutzt die naturverbundene Studentin Mabel aus, um ihr Bewußtsein in einen Biber zu übertragen und in dieser Form die Tiere des Waldes zum Kampf gegen den geplanten Bau einer Autobahn in der unberührten Natur aufzurufen.

"The Bride! – Es lebe die Braut"
Nachdem Guillermo del Toro letztes Jahr eine eher klassische Neufassung von Mary Shelleys "Frankenstein" in die Kinos brachte (allerdings nur in wenige und nur für kurze Zeit, da es sich um eine Netflix-Produktion handelt), präsentiert nun Schauspielerin Maggie Gyllenhaal ("The Dark Knight") in ihrer zweiten Regiearbeit nach "Frau im Dunkeln" eine deutlich freiere Version des zweiten klassischen Universal-Frankenstein-Films "Frankensteins Braut" aus dem Jahr 1935. "The Bride!" spielt im Chicago der 1930er Jahre und zeigt, wie Frankensteins einsame Kreatur (Christian Bale, "The Big Short") die Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening, "Captain Marvel") bittet, ihm eine Gefährtin (Jessie Buckley, "Die Misswahl") zu erschaffen.

"Gelbe Briefe":
Der erste deutsche Gewinner des Goldenen Bären bei der Berlinale seit Fatih Akins "Gegen die Wand" (2004) stammt von Ilker Çatak, der erst letztes Jahr für "Das Lehrerzimmer" eine OSCAR-Nominierung erhielt. "Gelbe Briefe" spielt in Ankara und handelt von dem liberalen Künstler-Ehepaar Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer). Als es im Land zu Aufständen und Demonstrationen kommt, werden viele Künstler von der autokratischen Regierung unter fadenscheinigen Vorwänden mit einem Berufsverbot belegt, darunter auch Derya und Aziz. Da die Repressalien an ihren Finanzen zehren, müssen die beiden  deren Ehe unter der Situation zunehmend leidet  sich irgendwann entscheiden, ob sie weiter zu ihren Prinzipien stehen oder sich den Vorgaben der Regierung unterwerfen sollen ...

"The Chronology of Water":
Das Langfilm-Regiedebüt von Schauspielerin Kristen Stewart ist ein von der Kritik gefeiertes Arthouse-Biopic über die talentierte Schwimmerin Lidia Yuknavitch (Imogen Poots, "Centurion"), die hofft, durch ein Stipendium an einem texanischen College ihrem kaputten Elternhaus zu entkommen. Doch schon bald verliert sie ihr Stipendium wegen Alkohol- und Drogenmißbrauchs und startet daraufhin einen Neuanfang an der University of Oregon, wo sie sich im Kurs des Autors Ken Kesey (Jim Belushi, "Wonder Wheel") als experimentelle Schriftstellerin versucht und auf diesem Wege auch ihre eigene Sexualität erforscht.

Montag, 2. März 2026

Keine TV-Tips für die Woche 10/2026

Mangels Masse entfallen die TV-Tips in dieser Woche (dafür gibt es in den nächsten Tagen noch meine März-Kinovorschau).

Montag, 23. Februar 2026

TV-Tips für die Woche 9/2026

Montag, 23. Februar:

Arte, 20.15 Uhr: "Ladykillers" (1955)

In  Alexander Mackendricks ("Dein Schicksal in meiner Hand") OSCAR-nominiertem britischen Klassiker der schwarzen Komödie aus den Ealing Studios mieten sich einige Kriminelle (darunter Alec Guinness, Peter Sellers und Herbert Lom) bei einer älteren Dame ein, da sie dort in aller Ruhe ihren nächsten Coup planen wollen. Mrs. Wimmerforce (Katie Johnson) ist die Liebenswürdigkeit in Person und erscheint absolut harmlos, dennoch kommt sie der Bande durch eine Verkettung (un)glücklicher Zufälle mächtig in die Quere.

Arte, 0.10 Uhr: "Possession" (1981)

In Andrzej Zulawskis ("Meine Nächte sind schöner als deine Tage") an die frühen Werke von Roman Polanski erinnerndem Arthouse-Horrorfilm geht es um das in Berlin lebende Ehepaar Mark (Sam Neill) und Anna (Isabelle Adjani), das sich trennt. Als Mark nach ein paar Wochen zu der Wohnung zurückkehrt, in der nun Anna und der gemeinsame Sohn Bob leben, stellt er fest, daß Anna sich immer merkwürdiger verhält ... Diese Inhaltsbeschreibung klingt sehr vage, aber mehr kann man kaum dazu schreiben, denn die oft als kafkaesk beschriebene Handlung spielt hier sowieso nur eine Nebenrolle; viel eher geht es um die höchst verstörende Atmosphäre. Definitiv nichts für jeden Zuschauer, aber wer sich für eher abseitige, künstlerische Gruselstoffe interessiert, könnte mit "Possession" glücklich werden.

Außerdem:

Ant-Man and the Wasp (spaßiges zweites Abenteuer des - im Anzug - winzigen Marvel-Superhelden, der diesmal versucht, die von Michelle Pfeiffer gespielte, im Subatomaren Raum gefangene Ehefrau seines Mentors zu befreien; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Hulk (Ang Lees Versuch, Superhelden-Abenteuer mit Arthouse-Drama zu kombinieren, kam bei den Kritikern deutlich besser an als bei den Comicfans; 22.40 Uhr bei Kabel Eins)

Donnerstag, 19. Februar 2026

VENOM: THE LAST DANCE (2024)

Regie und Drehbuch: Kelly Marcel, Musik: Dan Deacon
Darsteller: Tom Hardy, Chiwetel Ejiofor, Juno Temple, Rhys Ifans, Clark Backo, Stephen Graham, Alanna Ubach, Hala Finley, Dash McCloud, Cristo Fernández, Reid Scott, Andy Serkis
IMDb: 6,0; Rotten Tomatoes: 40%; weltweites Einspielergebnis: $478,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 109 Minuten.
Nachdem der Enthüllungsjournalist Eddie Brock (Tom Hardy, "The Bikeriders") und sein gefräßiger außerirdischer Symbiont Venom den Kampf gegen Carnage gewonnen haben, flüchten sie nach Mexiko – immerhin kam bei der Schlacht in einer Kathedrale auch Detective Mulligan (Stephen Graham, Netflix-Serie "Adolescence") zu Tode, wofür Eddie der Hauptverdächtige ist. Da das aber keine Dauerlösung sein soll, wollen sie sich nach New York aufmachen, um die Dinge aufzuklären. Dummerweise werden sie auf dem Weg dorthin jedoch von einer Xenophage attackiert, einer riesigen, zerstörerischen und scheinbar unbesiegbaren außerirdischen Kreatur, die offensichtlich auf Venom angesetzt wurde. Denn, so erfährt Eddie von Venom, gemeinsam verfügen sie in ihrem Körper über den einzigen Schlüssel im Universum zur Befreiung des gottgleichen und äußerst bösartigen Knull (Andy Serkis, Regisseur von "Venom: Let There Be Carnage"), dessen Ziel die Vernichtung allen Lebens im Universum ist. Als wäre das noch nicht Problem genug, macht auch noch General Strickland (Chiwetel Ejiofor, "Doctor Strange") mit einer Spezialeinheit des US-Militärs namens "Imperium" Jagd auf Eddie und Venom, der in einem geheimen Testlabor unterhalb von Area 51 von einem von Dr. Teddy Payne (Juno Temple, "Wonder Wheel") geleiteten Wissenschaftlerteam untersicht werden soll ...

Montag, 16. Februar 2026

TV-Tips für die Woche 8/2026

Montag, 16. Februar:

Arte, 20.15 Uhr: "Zwei Freundinnen" (1968)

Hauptdarstellerin Stéphane Audran gewann bei der Berlinale den Silbernen Bären für ihre Hauptrolle der Frédérique in Claude Chabrols Thriller-Drama über zwei denkbar unterschiedliche Frauen, die sich trotzdem miteinander anfreunden und sogar eine Liebesbeziehung beginnen - bis, natürlich, ein Mann (Jean-Louis Trintignant) zwischen sie kommt ...

Außerdem:

Hellboy - Die goldene Armee (fantastische Fortsetzung, in der es der rothäutige Halbdämon und seine Gefährten mit Elfen-Prinz Nuada zu tun bekommen, der mit Hilfe der mechanischen "goldenen Armee" die Menschheit vernichten will; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Operation: Overlord (etwas unausgewogenes, aber durchaus spaßiges Horror-Kriegsfilm-B-Movie über alliierte Soldaten, die 1944 in Frankreich auf mit Zombie-Supersoldaten experimentierende Nazis treffen; 22.40 Uhr bei Kabel Eins)

Ghost in the Shell (in den Kinos gefloppte, aber durchaus sehenswerte Manga-Adaption mit Scarlett Johansson, Juliette Binoche und Takeshi Kitano; 0.50 Uhr bei Kabel Eins)

Montag, 9. Februar 2026

TV-Tips für die Woche 7/2026

Montag, 9. Februar:

One, 20.15 Uhr: "Hannah und ihre Schwestern" (1986) 

Woody Allens mit drei OSCARs ausgezeichnete (bei sieben Nominierungen), komplex strukturierte Tragikomödie zeigt auf, wie sich das Leben mehrerer Schwestern und ihrer Familien innerhalb eines Jahres entwickelt. Mit Mia Farrow, Woody Allen, Barbara Hershey, Carrie Fisher, Max von Sydow sowie den OSCAR-gekrönten Michael Caine und Dianne Wiest.

Arte, 21.55 Uhr: "Verbrannte Erde" (2024)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten deutschen Gangster-Thrillers von Thomas Arslan ("Gold"), in dem der Verbrecher Trojan (Mišel Matičević, "Wir waren Könige") nach 12 Jahren in seine Heimatstadt Berlin zurückkehrt, die er einst fluchtartig verlassen mußte. Vieles hat sich verändert, weshalb Trojan sich zunächst schwertut, Geld zu verdienen - bis er vom undurchschaubaren Victor (Alexander Fehling) mit dem Diebstahl eines wertvollen Gemäldes von Caspar David Friedrich beauftragt wird ...

Außerdem:

Aquaman (unterhaltsames, actionreiches DC-Superheldenabenteuer mit Jason Momoa als halbatlantischem Superhelden, der gegen seinen kriegslüsternen Halbbruder um den unterseeischen Thron kämpft; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Montag, 2. Februar 2026

TV-Tips für die Woche 6/2026

Eine ausgesprochen magere Woche im Schatten von Karneval und Olympia: 

Montag, 2. Februar:

Arte, 20.15 Uhr: "12 Monkeys" (1995)

Über die Logik von Terry Gilliams kultigem Zeitreisefilm kann man sich lange streiten, erstklassige Unterhaltung bietet "12 Monkeys" mit seiner originellen, wenn auch sehr komplizierten Story und der düsteren visuellen Gestaltung allemal. Schwerverbrecher Cole (Bruce Willis) wird aus dem Jahr 2035 knapp 40 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um die Ausbreitung jenes Virus zu verhindern, das in den folgenden vier Dekaden fast die gesamte Menschheit ausrotten wird. Eine verzweifelte Schnitzeljagd beginnt, da Cole nur wenig Hinweise über den oder die Urheber der Seuche hat ... Brad Pitt erhielt für seine Nebenrolle als Patient einer Irrenanstalt seine erste OSCAR-Nominierung. Direkt im Anschluß um 22.20 Uhr zeigt Arte die einstündige französische Doku "Terry Gilliams Welt: Im Reich der Fantasie" von 2025.

Außerdem:

Justice League (das enttäuschende erste große DC-Superhelden-Crossover rund um Batman, Wonder Woman, Aquaman und den totgeglaubten Superman will trotz erstaunlich viel Humor nicht wirklich zünden; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 3. Februar:

Nitro, 20.15 Uhr: "Rush Hour" (1998)

Jackie Chans erster richtig großer US-Erfolg ist eine sehr klassisch gehaltene, aber unterhaltsame Actionkomödie, in der zwei ungleiche Cops zusammenarbeiten müssen, um einen Fall zu lösen. Wobei in diesem Fall zu den charakterlichen Unterschieden noch eine Culture Clash-Komponente kommt, da es sich um einen Polizisten aus Hongkong (Chan) und einen aus Los Angeles (Chris Tucker) handelt. Regie führte der in den letzten Jahren wegen diverser Verfehlungen in Ungnade gefallene Brett Ratner, der gerade ein Comeback mit der kontroversen Doku "Melania" feiert (und in den Epstein-Akten auftaucht).

Donnerstag, 29. Januar 2026

KINOVORSCHAU FEBRUAR 2026

Wie so oft fällt der Kinomonat Februar recht unspektakulär aus, sollte aber trotzdem genügend interessante Filme für so ziemlich jeden Geschmack bieten:
 
5. Februar:
"Return to Silent Hill":
Nein, Kritikerlieblinge waren die beiden Verfilmungen der legendären japanischen Videospiel-Horrorreihe "Silent Hill" aus den Jahren 2006 (Rotten Tomatoes: 34% positive Kritiken, von denen die meisten erst Jahre nach Release geschrieben wurden) und 2012 (8%) definitiv nicht – aber bei Fans der Vorlagen (wie meiner Wenigkeit) kam zumindest der vom Franzosen Christophe Gans ("Pakt der Wölfe") inszenierte erste Teil trotzdem gut an (der zweite war hingegen in der Tat eine große Enttäuschung). Dementsprechend positiv war die Grundstimmung besagter Fans, als Gans – selbst ein erklärter Fan der Videospiele – nach 20 Jahren eine Rückkehr zur nebelverhangenen Alptraumwelt inszenieren durfte, die auch noch auf dem besten Teil der Reihe basiert, "Silent Hill 2". Dummerweise zeigen sich die Kritiker von dem u.a. in München und Nürnberg gedrehten "Return to Silent Hill" erneut wenig angetan (Rotten Tomatoes: 16%), aber wie beim ersten Film bewiesen, muß das ja nicht immer etwas heißen (die Hoffnung stirbt zuletzt). Zur Story: Als der depressive und trinksüchtige Maler James Sunderland (Jeremy Irvine, "Gefährten") einen Brief seiner eigentlich verstorbenen Lebensgefährtin Mary (Hannah Emily Anderson) erhält, die ihn in den Ort Silent Hill einlädt, will er natürlich herausfinden, was Sache ist ...

"No Other Choice":
Ein wahrer Kritikerliebling (Rotten Tomatoes: 97%!) ist hingegen wenig überraschend das neue Werk des südkoreanischen Meister-Filmemachers Park Chan-wook ("Oldboy"), das auf einem Roman des populären Pulp-Autors Donald E. Westlake ("Parker") basiert. In der schwarzhumorigen Gesellschaftssatire spielt Lee Byung-hun ("Die glorreichen Sieben") den gutmütigen Familienvater Man-soo, der nach 25 Jahren im Job entlassen wird. Als er eineinhalb Jahre später immer noch keine neue Festanstellung ergattert hat und die finanziellen Sorgen der Familie deshalb immer größer werden, greift Man-soo zu zunehmend radikalen Methoden, um sich seiner potentiellen Konkurrenten für seinen Wunschjob zu entledigen.

"Wahrheit & Verrat – Truth & Treason":
Das unabhängig produzierte und trotz arg konventioneller Machart positiv rezensierte historische Biopic von Matt Whitaker (der bereits 2002 eine Doku zum Thema namens "Truth & Conviction" drehte) erzählt die im Kern wahre, aber fiktionalisierte Geschichte des Hamburger Teenagers Helmuth Hübener (Ewan Horrocks, TV-Serie "The Last Kingdom"). Dieser gründete im Zweiten Weltkrieg – obwohl selbst zwangsweise Teil der Hitlerjugend – mit zwei Freunden eine Widerstandsgruppe á la "Weiße Rose" und verteilte u.a. Flugblätter gegen die Nazi-Herrschaft. Und wie bei Sophie Scholl und Co. ging das nicht gut aus. Der Gestapo-Offizier Muessener, der Jagd auf die "Hübener-Gruppe" macht, wird von Rupert Evans ("Hellboy") verkörpert.

Montag, 26. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 5/2026

Montag, 26. Januar:

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Girl You Know It's True" (2023)

Free-TV-Premiere des mit viel Lob bedachten und mit zwei Deutschen Filmpreisen prämierten deutsch-französischen Musiker-Biopics von Simon Verhoeven ("Willkommen bei den Hartmanns") über das 1980er Jahre-Phänomen "Milli Vanilli". Die vom Deutschen Frank Farian (hier gespielt von Matthias Schweighöfer) produzierte Band feierte Ende der 1980er mehrere Welthits und gewann sogar einen Grammy, sorgte wenig später aber für einen der größten Skandale im Musikbusiness, als aufflog, daß die beiden vermeintlichen Sänger bei ihren Auftritten in Wirklichkeit nur so taten, als würden sie singen - die echten Sänger waren andere ... Direkt im Anschluß zeigt SAT. 1 um 22.50 Uhr ebenfalls als Free-TV-Premiere die zweistündige US-Doku "Milli Vanilli" aus dem Jahr 2023.

Außerdem:

The Expendables 3 (der mittelmäßige, zum Ärger der Fans auf eine niedrigere Altersfreigabe runtergeschnittene dritte Teil der Action-Altstar-Reihe mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Arnold Schwarzenegger; 20.15 Uhr bei Kabel Eins um fünfeinhalb Minuten geschnitten, in der Nacht auf Mittwoch um 2.15 Uhr soll dafür ungekürzt der um knapp sechs Minuten längere und deutlich härtere "Director's Cut" laufen)

Bullet Train (spaßige, in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug spielende Actionkomödie mit Brad Pitt; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 27. Januar:

Kabel Eins, 20.15 Uhr: "Was Frauen wollen" (2000)

Beeindruckende sechseinhalb Millionen Zuschauer haben sich allein in den deutschen Kinos prächtig amüsiert über Mel Gibsons romantisch-komödiantische Abenteuer, als ausgerechnet er als Macho-Werbeprofi nach einem heftigen Stromschlag plötzlich die Gedanken aller Frauen lesen kann. Das will er nutzen, um seine neue Chefin (Helen Hunt) zu beeindrucken ...

Mittwoch, 28. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Die fabelhafte Welt der Amelie" (2001)

Wahrlich kein Geheimtip, aber unverändert so gut, daß man immer wieder darauf hinweisen kann: Jean-Pierre Jeunets wunderbares, höchst einfallsreich inszeniertes Kinomärchen machte Audrey Tautou in der Titelrolle einer jungen Frau, die mit ihrer unerschütterlichen Lebensfreude und Hilfsbereitschaft das Dasein all ihrer Bekannten und Nachbarn bereichert, zum Weltstar. Und womit? Mit Recht! Aktuell auf Platz 111 der IMDb Top 250.

Montag, 19. Januar 2026

TV-Tips für die Woche 4/2026

Montag, 19. Januar:

Arte, 20.15 Uhr: "Die untreue Frau" (1969)

Claude Chabrols ("Die Blume des Bösen") psychologischer Erotikthriller wurde 2002 von Hollywood als "Untreu" neu verfilmt, beide Versionen gelten als sehr gelungen. Im Original spielt Michel Bouquet ("Endstation Schafott") den Pariser Anwalt Charles, der glaubt, daß seine Frau Hélène (Stéphane Audran, "Der diskrete Charme der Bourgeoisie") ihm untreu ist und deshalb einen Detektiv anheuert, um ihr hinterherzuspionieren, während er bei der Arbeit ist. Dieser bestätigt seinen Verdacht rasch und Charles entscheidet sich, den Liebhaber seiner Frau persönlich zu konfrontieren - mit drastischen Konsequenzen ...

Außerdem:

Men in Black: International (sehr mittelmäßiges und dementsprechend geflopptes Reboot mit Chris Hemsworth, Tessa Thompson und Liam Neeson; 23.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 20. Januar:

ZDF Neo, 22.35 Uhr: "Punch-Drunk Love" (2002)

In Paul Thomas Andersons u.a. mit dem Regiepreis in Cannes prämierter romantischer Tragikomödie bewies Brachial-Komiker Adam Sandler erstmals, daß er sehr wohl auch ein richtig guter Schauspieler in ernsten Rollen sein kann. Er spielt den jungen, einsamen Barry, der mit seinem Leben ziemlich unzufrieden ist - und der Versuch, sich mit dem Anruf bei einer Telefonsex-Hotline zu entspannen, resultiert darin, daß er Betrügern aufsitzt und von diesen erpresst wird. Immerhin lernt er aber auch Lena (Emily Watson) kennen, die Barrys romantisches Interesse erwidert ... In weiteren Rollen agieren Philip Seymour Hoffman, Luis Guzmán und Mary Lynn Rajskub.

Mittwoch, 21. Januar:

Arte, 22.55 Uhr: "Bad Director" (2023)

Free-TV-Premiere der für einen Deutschen Filmpreis nominierten tragikomischen Satire von Oskar Roehler ("Enfant Terrible"), der seinen eigenen Roman "Selbstverfickung" adaptierte. Oliver Masucci spielt den knapp 60-jährigen Regisseur Gregor Samsa (sicher nicht zufällig auch der Name des Protagonisten aus Kafkas "Die Verwandlung"), dessen beste Zeiten lange vorbei sind. Für die Filmbranche scheint er nur noch Verachtung übrigzuhaben, was er die anderen Filmschaffenden auch deutlich spüren läßt, selbst beim Deutschen Filmpreis. Als Gregor einen Tag vor Drehbeginn seines neuen Films zufällig auf Grete (Bella Dayne, "Girl You Know It's True") trifft, ist er überzeugt, in ihr seine neue Muse gefunden zu haben und besetzt sie sofort. Doch da Gregor am Set schnell wieder alle Mitstreiter befremdet, droht die chaotische Produktion schon bald gegen die Wand zu fahren ... Mit Anne Ratte-Polle, Götz Otto, Natalia Avelon und Samuel Finzi.