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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Donnerstag, 18. Juli 2024

DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT (2017)

Originaltitel: Woman Walks Ahead
Regie: Susanna White, Drehbuch: Steven Knight, Musik: George Fenton
Darsteller: Jessica Chastain, Michael Greyeyes, Sam Rockwell, Chaske Spencer, Bill Camp, Ciarán Hinds
Woman Walks Ahead (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 59% (5,9); weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 103 Minuten.
Im Jahr 1889 entschließt sich die seit knapp einem Jahr (nicht unglücklich) verwitwete New Yorker Malerin Catherine Weldon (Jessica Chastain, "Molly's Game") dazu, in den Westen zu reisen, um den legendären Indianerhäuptling Sitting Bull (Michael Greyeyes, "The New World") zu portraitieren. Als sie per Zug im Standing Rock-Reservat ankommt, wird Catherine auf dem Militärstützpunkt Fort Yates nicht gerade herzlich willkommen geheißen – genaugenommen schicken sie der für die Indianer-Angelegenheiten zuständige US-Beamte James McLaughlin (Ciarán Hinds, "Die Frau in Schwarz") und der im gleichen Zug angekommene Colonel Silas Grove (Sam Rockwell, "See How They Run") direkt zurück nach New York. Neben einer ganz grundsätzlichen Abneigung des Militärs – speziell nach der demütigenden Niederlage in der Schlacht am Little Bighorn – gegen die Ureinwohner romantisierende Ostküsten-Aktivisten liegt das auch daran, daß eine Abstimmung unter diesen über ein Landzuteilungsgesetz unmittelbar bevorsteht, das ihnen noch einmal etwa die Hälfte ihres verbliebenen Landes nehmen würde. Der für die Armee arbeitende Lakota Chaske (Chaske Spencer, TV-Miniserie "The English"), Neffe von Sitting Bull, führt Catherine aber heimlich zu seinem Onkel, der sich inzwischen als Kartoffelbauer zurückgezogen hat. Nach anfänglicher Skepsis stimmt Sitting Bull zu, sich von Catherine malen zu lassen, die wiederum zunehmend entsetzt ist über die Zustände, in denen die Indigenen leben müssen ...

Mittwoch, 12. Juli 2023

THE BABYSITTER (2017)

Regie: McG, Drehbuch: Brian Duffield, Musik: Douglas Pipes
Darsteller: Judah Lewis, Samara Weaving, Robbie Amell, Bella Thorne, Hana Mae Lee, Andrew Bachelor, Emily Alyn Lind, Doug Haley, Leslie Bibb, Ken Marino
The Babysitter (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 70% (6,6); Altersempfehlung: 16, Dauer: 85 Minuten.
Obwohl Cole (Judah Lewis, "Summer of 84") immerhin 12 Jahre alt ist, engagieren seine Eltern (Leslie Bibb und Ken Marino) immer noch jedesmal eine Babysitterin für ihn, wenn sie länger weg sind. Dafür wird Cole von seinen Mitschülern verspottet – aber nur, bis sie die Babysitterin sehen. Denn Bee (Samara Weaving, "Ready or Not") ist die vermutlich coolste Babysitterin in der Geschichte der Menschheit: Wunderschön, supernett, smart, selbstbewußt und dazu noch ein Riesennerd! Da muß es doch irgendwo einen Haken geben? Oh ja! Als Cole auf Anregung seiner Schulkameradin und Nachbarin Melanie (Emily Alyn Lind, "Doctor Sleeps Erwachen") überprüfen will, ob Bee wirklich – wie es laut Melanie alle Babysitter machen – Sex mit einem Freund hat, sobald Cole eingeschlafen ist, muß er feststellen, daß alles noch viel schlimmer ist. Denn Bee ist die Anführerin einer Gruppe von Satanisten, die für ein blutiges Ritual ein Menschenopfer begehen und zusätzlich noch Coles unschuldiges Blut benötigen! Doch Cole ist keineswegs bereit, das wehrlose Opferlamm zu geben ...

Donnerstag, 22. Juli 2021

DIE SINNLICHKEIT DES SCHMETTERLINGS (2017)

Originaltitel: The Butterfly Tree
Regie und Drehbuch: Priscilla Cameron, Musik: Caitlin Yeo
Darsteller: Ed Oxenbould, Melissa George, Ewen Leslie, Sophie Lowe, Ella Jaz Macrokanis, Paula Nazarski, Lauren Dillon
Die Sinnlichkeit des Schmetterlings (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 43% (5,5); weltweites Einspielergebnis: $0,01 Mio.
FSK: 12, Dauer: 96 Minuten.
Seit dem Tod seiner Mutter ist der Teenager Fin (Ed Oxenbould, "Die Coopers") traumatisiert. Daß er den schrecklichen Verlust noch lange nicht überwunden hat, zeigt sich unter anderem daran, daß er im nahen Wald einen Schrein für sie errichtet hat, umgeben von den schillernden Schmetterlingen, die sie so sehr geliebt hat. Als Fin die neue Besitzerin des Blumenladens in der Nähe sieht, ist er sofort fasziniert, wenn nicht sogar besessen von ihr – denn die frühere Burlesque-Tänzerin Evelyn (Melissa George, "A Lonely Place to Die") sieht seiner Mutter recht ähnlich. Fin schafft es, einen Job bei der freundlichen, aber auch ein wenig traurig wirkenden Evelyn zu bekommen, die Fins aufdringliche Zuwendung sogar zu genießen scheint. Auch Fins Vater Al (Ewen Leslie, "The Nightingale") kämpft noch immer sichtlich darum, mit der Situation als alleinerziehender Vater zurechtzukommen. So läßt sich der College-Lehrer auf eine Affäre mit seiner deutlich jüngeren Studentin Shelley (Sophie Lowe, TV-Serie "Once Upon a Time in Wonderland") ein, obwohl das für ihn nicht wirklich funktioniert und er es eigentlich beenden will. Dann lernt er Evelyn kennen – ohne zu wissen, daß Fin sie kennt und sogar für sie arbeitet – und verabredet sich zu einem Date mit ihr …

Mittwoch, 12. August 2020

PLEASE STAND BY (2017)

Regie: Ben Lewin, Drehbuch: Michael Golamco, Musik: Heitor Pereira
Darsteller: Dakota Fanning, Toni Collette, Alice Eve, Michael Stahl-David, Patton Oswalt, Tony Revolori, Denise Dowse, Jessica Rothe, Shawn Roe, Marla Gibbs, Laura Innes, Robin Weigert
Please Stand By (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 56% (5,8); weltweites Einspielergebnis: $0,4 Mio.
FSK: 6, Dauer: 93 Minuten.
Wendy Welcott (Dakota Fanning, "Ocean's 8") ist eine junge Autistin, die manchmal gewisse Aggressionsprobleme hat – derentwegen sie von ihrer älteren Schwester Audrey (Alice Eve, "Star Trek Into Darkness") schweren Herzens in ein spezielles Pflegeheim geschickt wurde, als Audrey und ihr Ehemann ein Baby bekamen. Unter der Anleitung von Betreuerin Scottie (Toni Collette, "Knives Out") hat Wendy bereits große Fortschritte gemacht, sie hat ihre Wutanfälle weitgehend im Griff und sogar eine einfache Arbeitsstelle gefunden. Und Wendy hat zwei große Ziele, die miteinander zusammenhängen. Erstens will sie unbedingt zurück zu ihrer Schwester ziehen; da diese aber finanziell nicht gerade rosig dasteht, will sie als eingefleischter Fan des Franchises zweitens einen mit $100.000 Preisgeld dotierten Wettbewerb für ein "Star Trek"-Drehbuch gewinnen. Nach einem Streit mit Audrey macht sich Wendy kurzerhand auf eigene Faust auf den langen Weg nach Hollywood, um ihr 450 Seiten schweres Drehbuch persönlich abzuliefern. Während Scottie und Audrey verzweifelt nach ihr suchen, macht Wendy auf ihrer Reise einige interessante Bekanntschaften …

Donnerstag, 18. Juni 2020

WONDER WHEEL (2017)

Regie und Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Kate Winslet, Justin Timberlake, Juno Temple, Jim Belushi, Jack Gore, Tony Sirico, Steve Schirripia, David Krumholtz, Max Casella, Geneva Carr, Debi Mazar
Wonder Wheel (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 31% (5,0); weltweites Einspielergebnis: $15,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 102 Minuten.
New York, Ende der 1950er Jahre: Der angehende Dramatiker Mickey (Justin Timberlake, "The Social Network") verdient sich im Sommer als Rettungsschwimmer am Strand der Halbinsel Coney Island etwas Geld dazu, die für ihren großen Vergnügungspark bekannt ist. Dort arbeitet die Enddreißigerin Ginny (Kate Winslet, "Steve Jobs") als Kellnerin – nicht das, was sich die einstige hoffnungsvolle Bühnenschauspielerin erträumt hatte, doch nach einem folgenreichen Fehltritt ging ihr Leben komplett den Bach runter. Gerettet hat sie und ihren Sohn Richie (Jack Gore, TV-Serie "Billions") der stark dem Alkohol zugeneigte Karussell-Betreiber Humpty (Jim Belushi, "Mein Partner mit der kalten Schnauze"), den sie daraufhin aus Dankbarkeit geheiratet hat. Inzwischen schlägt die Dankbarkeit allerdings zunehmend in Frustration über ihr eintöniges Leben um, zumal auch der gerne zündelnde Richie immer wieder für Ärger sorgt. Doch dann treffen sich Ginny und der jüngere Mickey, beide sind sofort voneinander fasziniert und gehen eine Affäre ein. Derweil taucht unverhofft Humptys erwachsene Tochter aus erster Ehe, Carolina (Juno Temple, "Killer Joe"), auf, mit der Humpty seit fünf Jahren nicht mehr gesprochen hat, da sie mit 20 den Gangster Frank heiratete. Nun ist Carolina auf der Flucht vor Frank …

Mittwoch, 29. Mai 2019

JOHN WICK: KAPITEL 2 (2017)

Regie: Chad Stahelski, Drehbuch: Derek Kolstad, Musik: Tyler Bates und Joel J. Richard
Darsteller: Keanu Reeves, Riccardo Scamarcio, Ian McShane, Common, Ruby Rose, Laurence Fishburne, Lance Reddick, John Leguizamo, Claudia Gerini, Tobias Segal, Thomas Sadoski, Bridget Moynahan, Peter Serafinowicz, Peter Stormare, Franco Nero
John Wick: Kapitel 2 (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (7,4); weltweites Einspielergebnis: $174,3 Mio.
FSK: 18, Dauer: 123 Minuten.

Nachdem der frühere Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves, "47 Ronin") den russischen Gangsterboß Tarasov und seine Schergen in einem beispiellosen Rachefeldzug beseitigt hat, will er sich eigentlich wieder und endgültig in das Privatleben zurückziehen. Seine kurzzeitige Rückkehr in die Welt des organisierten Verbrechens blieb allerdings nicht unbemerkt, und so taucht nur wenige Tage später der Mafioso Santino D'Antonio (Riccardo Scamarcio, "To Rome with Love") bei ihm auf und fordert eine alte Schuld ein. John weigert sich zunächst, doch die Regeln der Unterwelt sind klar: Er muß Santinos früheren Gefallen erwidern oder er wird zum Geächteten. So willigt John schließlich widerwillig ein. Der Auftrag hat es in sich: John soll in Rom Santinos Schwester Gianna (Claudia Gerini, "Die Passion Christi") ermorden, die seinen Machtbestrebungen im Wege steht. Da John und Gianna aber eine gemeinsame Vergangenheit haben, will er sie eigentlich nicht töten, doch letztlich muß er sich entscheiden: Soll er Santino trotzen und ein hohes Kopfgeld auf sich in Kauf nehmen, das alle Auftragskiller von Rang auf ihn hetzen wird? Oder soll er den Auftrag erfüllen und Gianna töten, was ihm mit Sicherheit den Rachedurst ihres Leibwächters Cassian (Common, "The Tale") – ein weiterer alter Bekannter von John – einbringen wird?

Mittwoch, 8. Mai 2019

DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS (2017)

Originaltitel: The Wife
Regie: Björn L. Runge, Drehbuch: Jane Anderson, Musik: Jocelyn Pook
Darsteller: Glenn Close, Jonathan Pryce, Max Irons, Christian Slater, Elizabeth McGovern, Annie Starke, Harry Lloyd, Karin Franz Körlof, Johan Widerberg, Grainne Keenan, Morgane Polanski, Nick Fletcher
Die Frau des Nobelpreisträgers (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $20,0 Mio.
FSK: 6, Dauer: 101 Minuten.

Connecticut in den USA, 1993: Der erfolgreiche Schriftsteller Joe Castleman (Jonathan Pryce, "In guten Händen") wird für sein umfangreiches Lebenswerk mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Im Dezember fliegt er mit seiner Frau Joan (Glenn Close, "Guardians of the Galaxy") und dem Sohn David (Max Irons, "Das krumme Haus") zur Verleihung nach Stockholm, allerdings zeigen sich bereits auf dem Flug Spannungen innerhalb der Familie, welche sich nach der Ankunft in Schweden weiter steigern. Denn David ist ebenfalls ein angehender Schriftsteller, der sich von seinem Vater jedoch geringgeschätzt fühlt und deshalb zunehmend gereizt agiert. Und Joan, die nach der Hochzeit mit Joe – der damals ihr Literaturdozent an der Uni war – vor rund 35 Jahren ihre eigenen künstlerischen Ambitionen auch wegen der mangelnden Erfolgsaussichten weiblicher Autoren zu dieser Zeit aufgab, fühlt ihren Beitrag zu Joes Erfolg zu wenig gewürdigt. Zusätzliches Salz in die Wunden streut der hartnäckige Journalist Nathanial Bone (Christian Slater, TV-Serie "Mr. Robot"), der mit oder ohne dessen Einverständnis eine Biographie über Joe schreiben möchte und davon überzeugt ist, in Wirklichkeit wäre Joan die Autorin von Joes Büchern …

Dienstag, 26. März 2019

PRIVATE EYES (TV-Serie, 2017/2018, 2. Staffel)

Serienschöpfer: Tim Kilby und Shelley Eriksen, Musik: Shawn Pierce
Darsteller: Jason Priestley, Cindy Sampson, Barry Flatman, Jordyn Negri, Ennis Esmer, Nicole de Boer, Samantha Wan, Bree Williamson, Mark Ghanimé, Sharon Lewis, Clé Bennett, Jonny Gray, William Shatner, Laura Vandervoort, Colin Ferguson, Anthony Lemke, Al Sapienza
 Private Eyes (2016) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 12, Dauer: 761 Minuten.
Seit einem Jahr arbeiten der ehemalige Eishockey-Profi Matt Shade (Jason Priestley, TV-Serie "Beverly Hills, 90210") und die Privatdetektivin Angie Everett (Cindy Sampson, "The Factory") inzwischen in ihrer eigenen kleinen Detektei in der kanadischen Großstadt Toronto zusammen und in dieser Zeit haben sie eine gute Routine entwickelt. Mit Angies detektivischem Wissen und Können, Shades Beziehungen, Charisma und Instinkt und der Unterstützung ihrer neuen Assistentin Zoe (Samantha Wan) können sie selbst schwierige Fälle lösen, die sie u.a. in den Autorennzirkus, die Modebranche, eine Familien-Brauerei oder die Welt der klassischen Musik führen. Auch privat läuft es ereignisreich, denn beide beginnen neue Beziehungen – Shade mit Staatsanwältin Mel Parker (Bree Williamson aus der Seifenoper "Liebe, Lüge, Leidenschaft"), Angie mit ihrer nach längerer Zeit aus Afrika zurückgekehrten ersten großen Liebe, dem Arzt Dr. Ken Graham (Mark Ghanimé, "Für immer Adaline"). Außerdem muß sich Shade mit den Teenager-Problemen seiner stark sehbehinderten Tochter Jules (Jordyn Negri) herumschlagen und hin und wieder auch mit seiner Ex-Frau Becca (Nicole de Boer, TV-Serie "Star Trek: Deep Space Nine"), die den Sprung von der "Wetterfee" zur Moderatorin ihrer eigenen Frühstücks-Fernsehshow geschafft hat …

Donnerstag, 20. Dezember 2018

KILLING GOD – LIEBE DEINEN NÄCHSTEN (2017)

Originaltitel: Matar a Dios
Regie und Drehbuch: Caye Casas und Albert Pintó, Musik: Francesc Guzmán
Darsteller: Eduardo Antuña, Itziar Castro, David Pareja, Francesc Orella, Emilio Gavira
 Killing God - Liebe Deinen Nächsten (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: -; weltweites Einspielergebnis: $0,04 Mio.
FSK: 16; Dauer: 93 Minuten.
 An Silvester empfängt das nicht mehr ganz junge Ehepaar Carlos (Eduardo Antuña, "Torrente 4") und Ana (Itziar Castro, "Blancanieves") in einem Landhaus in den Bergen Carlos' jüngeren Bruder Santi (David Pareja, "Magical Girl") und seinen und Carlos' Vater (Francesc Orella, "Der unsichtbare Gast") zu einem gemütlichen Beisammensein. Zumindest theoretisch. Praktisch fällt der Abend recht ungemütlich aus, da Carlos seine Gattin aufgrund einer SMS ihres Chefs des Ehebruchs verdächtigt und Santi stark unter Liebeskummer leidet, weil seine Freundin ihn verlassen hat. Die Stimmung ist folglich bereits am Boden, als ein ungeladener Gast erscheint (seltsamerweise in der abgeschlossenen Toilette): Der jähzornige Kleinwüchsige (Emilio Gavira, "Clever & Smart") stellt sich als Gott vor und liefert auch gleich einen ziemlich überzeugenden Beweis für seine Behauptung ab. Dann erzählt Gott dem schockierten Quartett, er habe genug von der Menschheit und werde mit dem Sonnenaufgang alle Menschen töten – nur zwei dürfen überleben, und die vier Anwesenden müssen bestimmen, wer die Glücklichen (?) sein sollen …

Mittwoch, 24. Oktober 2018

NIGHT IS SHORT, WALK ON GIRL (2017)

Originaltitel: Yoru wa mijikashi aruke yo otome
Regie: Masaaki Yuasa, Drehbuch: Tomihiko Morimi und Makoto Ueda, Musik: Michiru Ohshima
Sprecher der Originalfassung: Kana Hanazawa, Gen Hoshino, Mugihito, Hiroshi Kamiya, Ryuji Akiyama, Kazuhiro Yamaji, Kazuya Nakai, Yuko Kaida, Hiroyuki Yoshino
Yoru wa mijikashi aruke yo otome (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $3,9 Mio.
FSK: 16; Dauer: 93 Minuten.
Am Abend des Universitätsfestes in Kyoto will ein Student sich endlich jener schwarzhaarigen jüngeren Kommilitonin offenbaren, in die er sich – obwohl er sie eigentlich nur vom Sehen kennt – schon vor längerer Zeit unsterblich verliebt hat und der er ständig "zufällig" begegnet. Sie hat allerdings ganz andere Dinge im Kopf, denn die sonst so brave, sich aber als bemerkenswert trinkfest erweisende Studentin will endlich einmal so richtig die Nacht durchmachen und dabei vor allem reichlich Alkohol vertilgen! So streifen die beiden Kommilitonen getrennt durch das nächtliche Kyoto, treffen auf mehr oder weniger skurrile Leute wie die "Schlafzimmerforscher", die Sophisten, einen rabiaten Unterhosendieb, eine Guerilla-Theatertruppe oder den "Gott des Bücher-Flohmarktes" und durchleben diverse denkwürdige Abenteuer …

Dienstag, 25. September 2018

CINDERELLA THE CAT (2017)

Originaltitel: La Gatta Cenerentola
Regie: Alessandro Rak, Ivan Cappiello, Marino Guarnieri und Dario Sansone, Drehbuch: Marino Guarnieri, Alessandro Rak, Ivan Cappiello, Dario Sansone, Marianna Garofalo, Corrado Morra, Italo Scialdone, Musik: Antonio Fresa und Luigi Scialdone
Sprecher und (via Motion Capture) Darsteller: Massimiliano Gallo, Maria Pia Calzone, Mariano Rigillo, Alessandro Gassmann, Federica Altamura, Chiara Baffi, Ciro Priello, Renato Carpentieri
 Cinderella the Cat (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 67% (5,5); weltweites Einspielergebnis: $0,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 87 Minuten.
Italien, nahe Zukunft: Vittorio Basile (Mariano Rigillo, "To Rome with Love") ist ein idealistischer und visionärer Wissenschaftler und Unternehmer, der seiner heruntergekommenen Heimatstadt Neapel mit dem Bau eines Wissenschaftszentrums zu neuem Glanz verhelfen möchte. Seine Basis hat Vittorio auf dem fortschrittlichen, mit Hologrammen ausgestatteten Schiff Megarida im Hafen Neapels, wo der 50-Jährige auch die schöne Angelica (Maria Pia Calzone, TV-Serie "Gomorrha") heiraten will. Er ahnt nicht, daß Angelica und ihr Geliebter – sowie sein Freund und Geschäftspartner – Salvatore Lo Giusto (Massimiliano Gallo, "Männer al dente") bereits geplant haben, Vittorio noch am Abend der Hochzeit zu ermorden. So geschieht es auch. 15 Jahre später liegt die Megarida noch immer in Neapel vor Anker, ist inzwischen aber ähnlich ramponiert wie die Stadt selbst. Vittorios Tochter Mia ist nun beinahe volljährig, doch seit dem Tod ihres Vaters sprach sie kein Wort und von ihrer Stiefmutter und deren sechs erwachsenen Kindern wird das Mädchen ständig schikaniert. Doch während der inzwischen zum mächtigen Gangsterboß aufgestiegene Salvatore und Angelica ihre finsteren Pläne verfolgen, gibt es einen Hoffnungsschimmer: Primo Gemito (Alessandro Gassmann, "Transporter 2"), einst Leibwächter des ermordeten Vittorio, arbeitet inzwischen für die Polizei – und sein großes Ziel ist es, Mia zu befreien und die Mörder ihres Vaters zu überführen …

Donnerstag, 13. September 2018

MOLLY'S GAME – ALLES AUF EINE KARTE (2017)

Regie und Drehbuch: Aaron Sorkin, Musik: Daniel Pemberton
Darsteller: Jessica Chastain, Idris Elba, Kevin Costner, Michael Cera, Chris O'Dowd, Jeremy Strong, Brian d'Arcy James, Bill Camp, Graham Greene, J.C. MacKenzie, Justin Kirk, Angela Gots, Joe Keery, Claire Rankin, Madison McKinley, Stephanie Herfield, Jon Bass, Samantha Isler, Piper Howell, Rachel Skarsten
Molly's Game: Alles auf eine Karte (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 81% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $59,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 140 Minuten.

Molly Blooms (Jessica Chastain, "Zero Dark Thirty") Tag beginnt nicht wirklich gut: Das FBI steht mit einer schwerbewaffneten Einsatztruppe vor ihrer Wohnungstür und nimmt sie recht rabiat fest. Der Grund: Molly, einst beinahe eine olympische Skifahrerin, organisierte bis vor zwei Jahren zuerst in Los Angeles, dann in New York höchst erfolgreich illegale Pokerrunden mit sehr hohen Einsätzen. An und für sich halb so schlimm, doch da zu den Spielern nicht nur Hollywood- und Sport-Stars, Hedgefonds-Manager und andere steinreiche Prominente zählten, sondern auch diverse (russische wie auch italienische) Mafiosi, hat das FBI großes Interesse an Mollys Kooperation. Da deren ganzes Vermögen im Zuge ihrer Verhaftung konfisziert wurde und die Behörden starken zeitlichen Druck auf sie ausüben, ist es gar nicht so einfach, eine gute Rechtsvertretung zu finden. Doch dann landet sie bei Charlie Jaffey (Idris Elba, "Pacific Rim"). Der erfahrene Anwalt hat eigentlich wenig Interesse daran, einen Fall zu übernehmen, für den er womöglich niemals bezahlt wird und bei dem er die Klientin im Grunde genommen für schuldig hält – doch die Fürsprache seiner Teenager-Tochter (die Mollys zuvor erschienene Autobiographie gelesen hat) und Mollys ungewöhnlich prinzipientreues Verhalten mitsamt der Weigerung, für eine Strafminderung oder sogar Immunität ihre damaligen Kunden zu verraten, stimmen ihn schließlich um …

Donnerstag, 16. August 2018

VOLLBLÜTER (2017)

Originaltitel: Thoroughbreds
Regie und Drehbuch: Cory Finley, Musik: Erik Friedlander
Darsteller: Anya Taylor-Joy, Olivia Cooke, Anton Yelchin, Paul Sparks, Francie Swift
Vollblüter (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $3,5 Mio.
FSK: 16, Dauer: 93 Minuten.

Nachdem die Schülerin Amanda (Olivia Cooke, "Ready Player One") ihr eigenes Pferd getötet hat, wird sie von ihren Mitschülern so sehr gemieden, daß ihre Mutter ihre frühere Freundin Lily (Anya Taylor-Joy, "Split") dafür bezahlt, Zeit mit Amanda zu verbringen. Wenn sie wüßte, was sie damit anrichtet: Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden immer weiter an und es zeigt sich, daß die beiden eine potentiell höchst toxische Kombination darstellen. So enthüllt Amanda Lily, daß sie schlicht und ergreifend nichts fühle und entsprechende Regungen seit Jahren vorspiele, damit ihre Andersartigkeit nicht weiter auffällt. Lily findet das faszinierend und läßt sich von Amanda einiges beibringen. Auch sie selbst empfindet sich zunehmend am falschen Platz, denn ihre Mutter (Francie Swift, "Ein Chef zum Verlieben") hat nach dem Tod ihres Vaters den reichen Mark (Paul Sparks, "Greatest Showman") geheiratet, mit dem Lily allerdings überhaupt nicht klarkommt. Als Mark auch noch entscheidet, Lily auf ein Internat für verhaltensauffällige Schülerinnen zu schicken – unter dem Vorwand, daß sie sich in der Schule mit einem Plagiat aus dem Internat hat erwischen lassen –, bringt Amanda sie eher ungewollt auf eine Idee: Warum Mark nicht einfach umbringen? Übernehmen soll dies der nicht allzu bedrohliche Drogendealer Tim (Anton Yelchin, "Star Trek Beyond"), den Lily zufällig auf einer Party getroffen hat …

Dienstag, 26. Juni 2018

FEINDE – HOSTILES (2017)

Regie und Drehbuch: Scott Cooper, Musik: Max Richter
Darsteller: Christian Bale, Rosamund Pike, Wes Studi, Rory Cochrane, Jesse Plemons, Adam Beach, Jonathan Majors, Q'orianka Kilcher, John Benjamin Hickey, Ben Foster, Ryan Bingham, Paul Anderson, Stephen Lang, Timothée Chalamet, Tanaya Beatty, Xavier Horsechief, Robyn Malcolm, Peter Mullan, Bill Camp, Scott Wilson, David Midthunder, Gray Wolf Herrera, Scott Shepherd
Feinde - Hostiles
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 70% (6,8); weltweites Einspielergebnis: $35,7 Mio.
FSK: 16, Dauer: 134 Minuten.

New Mexico, 1892: Captain Joe Blocker (Christian Bale, "The Big Short") steht kurz vor seiner Pensionierung, doch einen letzten Auftrag soll der Veteran der Indianerkriege noch erfüllen: Zu seiner großen Verärgerung soll er ausgerechnet seinen bislang inhaftierten Erzfeind, den an Krebs sterbenden Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk (Wes Studi, "Der mit dem Wolf tanzt"), mit dessen Familie zum heiligen Stammesgebiet der Cheyenne in Montana eskortieren. Widerwillig macht er sich mit vier Soldaten auf den beschwerlichen Weg, der schon bald noch schwieriger wird – denn sie stoßen auf die traumatisierte Rosalee Quaid (Rosamund Pike, "Gone Girl"), die als einzige einen Überfall marodierender Komantschen auf die Farm ihrer Familie überlebt hat. Besagte Komantschen sind nun auch hinter Blockers Truppe her, weshalb Chief Yellow Hawk Blocker beschwört, ihn und seine Familienmitglieder zu bewaffnen; denn nur gemeinsam hätten sie eine Chance, die numerisch überlegenen Komantschen abwehren …

Donnerstag, 31. Mai 2018

ZWEI IM FALSCHEN FILM (2017)

Regie und Drehbuch: Laura Lackmann, Musik: Lukas und Simon Frontzek
Darsteller: Laura Tonke, Marc Hosemann, Hans Longo, David Bredin, Katrin Wichmann, Rolf Becker, Christine Schorn, Josefine Voss, Arnd Klawitter, Dietrich Hollinderbäumer
 Zwei im falschen Film
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: -; Zuschauer in Deutschland: ca. 5.000
FSK: 12, Dauer: 107 Minuten.

Hans (Marc Hosemann, "Oh Boy") und Laura (Laura Tonke, "Der Staat gegen Fritz Bauer"), Spitzname "Heinz", sind bereits seit acht Jahren ein Paar. Sie sind nicht verheiratet, weil Heinz das immer spießig fand, sie haben auch keine Kinder, weil zuerst sie (aus beruflichen Gründen) nicht wollte und dann er. Wirklich glücklich sind sie nach den acht Jahren vielleicht nicht mehr, aber eigentlich sind sie zufrieden in ihrem Alltagstrott. Hans ist Mitbesitzer eines Copyshops, Laura arbeitet als Synchronsprecherin und wenn sie am Abend zu Hause sind, spielen sie am liebsten zusammen Playstation und gelegentlich gehen sie ins Kino. Der dortige Besuch einer romantischen Komödie aus deutschen Landen sorgt allerdings nicht für Begeisterung – viel zu kitschig! Als dann aber bei einem gemeinsamen Essen zum Jahrestag der Beziehung in einem Restaurant Heinz' Ex-Freund Max (Hans Longo) auftaucht und Hans ihm anstandslos und ohne jeden Anflug von Eifersucht ihre Telefonnummer gibt, ist Heinz doch etwas geschockt. Sind sie wirklich so festgefahren in ihrer ereignisarmen Beziehung, daß sie nichts mehr richtig berührt? Auf Heinz' Drängen versuchen die beiden, vielleicht doch etwas mehr Romantik in die traute Zweisamkeit zu bringen – doch das erweist sich zunächst als eher kontraproduktiv …

Mittwoch, 16. Mai 2018

A BEAUTIFUL DAY (2017)

Originaltitel: You Were Never Really Here
Regie und Drehbuch: Lynne Ramsay, Musik: Jonny Greenwood
Darsteller: Joaquin Phoenix, Ekaterina Samsonov, Alex Manette, Judith Roberts, John Doman, Frank Pando, Alessandro Nivola
 A Beautiful Day
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (8,2); weltweites Einspielergebnis: $10,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 90 Minuten.

Joe (Joaquin Phoenix, "Irrational Man") ist ein schweigsamer, muskelbepackter Mann mittleren Alters, den beständig eine Wolke der Schwermütigkeit umgibt. Nur wenn er sich fürsorglich um seine greise Mutter (Judith Roberts, "Eraserhead") kümmert, taut er ein wenig auf. Sein Geld verdient Joe auf eher ungewöhnliche Weise: Er befreit entführte Mädchen, wobei er nicht gerade zimperlich mit all jenen umgeht, die ihm im Weg stehen. Als ihm sein langjähriger Auftraggeber John McCleary (John Doman, TV-Serie "Gotham") einen neuen Job vermittelt, bei dem es um Nina (Ekaterina Samsonov, "The Ticket") geht, die Tochter des Senators Votto (Alex Manette, "Shame"), die offenbar in ein Minderjährigen-Bordell verschleppt wurde, läuft anfangs alles mehr oder weniger nach Plan. Doch dann kommt es zu einer unerwarteten und äußerst unschönen Wendung, die Joe fortan alles abverlangt und reichlich Blutvergießen nach sich zieht…

Mittwoch, 25. April 2018

GHOST STORIES (2017)

Regie und Drehbuch: Jeremy Dyson und Andy Nyman, Musik: Frank Ilfman
Darsteller: Andy Nyman, Martin Freeman, Paul Whitehouse, Alex Lawther, Macie Allen, Kobna Holdbrook-Smith, Nicholas Burns, Jeremy Dyson
Ghost Stories
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 85% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $4,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 98 Minuten.

Der britische Professor Phillip Goodman (Andy Nyman, "Sterben für Anfänger") hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, in seiner TV-Sendung falsche Hellseher und ähnliche Scharlatane zu entlarven. Als er eines Tages einen Brief mit einer Einladung seines Kollegen Charles Cameron erhält, ist das für Prof. Goodman eine große Sache: Nicht nur war Cameron mit seinen eigenen Nachforschungen in den 1970er Jahren sein großes Vorbild, er verschwand außerdem vor vielen Jahren spurlos und wird seitdem allgemein für tot gehalten. Das mit Spannung erwartete Treffen verläuft für Prof. Goodman allerdings eher ernüchternd, denn Cameron ist nicht wirklich ein Fan seines Nachfolgers im Geiste. Dennoch bittet er ihn, drei mysteriöse Fälle zu überprüfen, bei denen es Cameron nicht gelang, übernatürliche Vorkommnisse auszuschließen. Im ersten geht es um Nachtwächter Tony (Paul Whitehouse, "The Death of Stalin"), der in einer ehemaligen psychiatrischen Anstalt für Frauen eine grauenhafte Nacht überlebte; der zweite Fall handelt von dem Jugendlichen Simon (Alex Lawther, "The Imitation Game"), der nachts mit dem Auto seines Vaters ein merkwürdiges Wesen überfuhr; in Fall 3 geht es um ein Poltergeist-Erlebnis des arroganten Investmentbankers Mike (Martin Freeman, "Der Hobbit"). Findet Prof. Goodman eine Erklärung?

Dienstag, 17. April 2018

THE DEATH OF STALIN (2017)

Regie: Armando Iannucci, Drehbuch: David Schneider, Ian Martin, Armando Iannucci, Musik: Christopher Willis
Darsteller: Steve Buscemi, Simon Russell Beale, Jeffrey Tambor, Michael Palin, Jason Isaacs, Adrian McLoughlin, Olga Kurylenko, Paul Chahidi, Dermot Crowley, Paul Whitehouse, Andrea Riseborough, Rupert Friend, David Crow, Paddy Considine, Sylvestra Le Touzel, Roger Ashton-Griffiths, Diana Quick
The Death of Stalin
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 95% (8,0); weltweites Einspielergebnis: $24,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 108 Minuten.

Sowjetunion, 1953: Als Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei hat Josef Stalin (Adrian McLoughlin) das Riesenreich fest in seinem Griff, alle auch nur potentiellen Gefahren für seine Macht werden schnellstmöglich in diktatorischer Manier entsorgt – die von seinem skrupellosen Geheimdienstchef Beria (Simon Russell Beale, "My Week with Marilyn") erstellten Listen umfassen über die Jahre hinweg Millionen von Bürgern, die ohne Prozeß ins Gefängnis geworfen oder gleich exekutiert werden. Als Stalin einen Schlaganfall erleidet und im Sterben liegt, beginnt unverzüglich der Machtkampf um seine Nachfolge. Die neun verbliebenen Mitglieder des Politbüros bringen sich in Stellung und intrigieren, was das Zeug hält, wobei neben Beria sowie Stalins eitlem Stellvertreter und designierten Nachfolger Malenkow (Jeffrey Tambor, "Hellboy") vor allem der ehrgeizige Erste Sekretär des Zentralkomitees Chruschtschow (Steve Buscemi, "The Big Lebowski") und der zuletzt bei Stalin in Ungnade gefallene frühere Außenminister Molotow (Monty Python-Legende Michael Palin) gute Aussichten haben. Zudem muß nach Stalins Tod eine angemessen pompöse Trauerfeier bereitet werden und mit Stalins Kindern Svetlana (Andrea Riseborough, "Birdman") und Wassili (Rupert Friend, "Stolz und Vorurteil") sowie dem Armeechef und Kriegshelden Schukow (Jason Isaacs, "Herz aus Stahl") kommen weitere Akteure ins Spiel …

Donnerstag, 5. April 2018

POLDARK (TV-Serie, 2017, 3. Staffel)

Regie: Joss Agnew und Stephen Woolfenden, Drehbuch: Debbie Horsfield, Musik: Anne Dudley
Darsteller: Aidan Turner, Eleanor Tomlinson, Jack Farthing, Heida Reed, Gabriella Wilde, Luke Norris, Caroline Blakiston, Harry Richardson, Tom York, Ellise Chappell, Christian Brassington, Harry Marcus, Josh Whitehouse, Beatie Edney, Tristan Sturrock, Sean Gilder, John Hopkins, John Hollingworth, James Wilby, Pip Torrens, Turlough Convery, Ed Browning, Richard Hope, Esme Coy, Ciara Charteris, Ruby Bentall, John Nettles, Richard McCabe, Robin Ellis
 Poldark
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (7,3); FSK: 12, Dauer: 540 Minuten.
Ende der 1790er Jahre: Die französische Revolution ist immer noch im vollen Gange, was im britischen Empire in mindestens zweierlei Hinsicht die Sorgen schürt. Erstens davor, daß die geknechtete, von wiederholten Ernteausfällen geplagte Landbevölkerung sich inspiriert fühlen und ebenfalls rebellieren könnte und zweitens davor, daß die französischen Revolutionäre eine Invasion Großbritanniens starten – wovon Cornwall wohl als erstes betroffen wäre. Während der kriegserfahrene Ross Poldark (Aidan Turner, "Der Hobbit") die Ausbildung einer Art Bürgerwehr übernimmt und der fortschrittliche Abgeordnete Sir Francis Bassett (John Hopkins, TV-Reihe "Inspector Barnaby") Verbündete im Kampf gegen Vetternwirtschaft und Eliten-Korruption sucht – am liebsten wäre ihm Ross, der aber auf keinen Fall Politiker werden will –, hat Ross' bester Freund Dr. Dwight Enys (Luke Norris) auf einem Kriegsschiff angeheuert. Als er wie viele seiner Kameraden nach einem schweren Gefecht in Gefangenschaft der französischen Revolutionäre gerät, macht sich Ross mit einigen Getreuen auf den Weg, um ihn zu retten. Derweil muß sich seine tüchtige Ehefrau Demelza (Eleanor Tomlinson, "Colette") um die Poldark-Ländereien und ihre Bewohner kümmern und außerdem noch um ihre beiden Brüder Sam (Tom York, TV-Serie "Olympus") und Drake (Harry Richardson, "Dunkirk"), die einen Neuanfang suchen und dabei komplizierte potentielle Romanzen finden. Das gilt speziell für Drake, der sich ausgerechnet in Morwenna (Ellise Chappell) verliebt, Gouvernante des jungen Geoffrey Charles (Harry Marcus, "Die Schöne und das Biest") – Sohn von Ross' Ex-Verlobter Elizabeth (Heida Reed, "Zwei an einem Tag") und Stiefsohn seines Rivalen George Warleggan (Jack Farthing, "The Riot Club"), der unterdessen seine Macht auch wegen Ross' Untätigkeit immer weiter ausbauen kann …

Dienstag, 3. April 2018

I, TONYA (2017)

Regie: Craig Gillespie, Drehbuch: Steven Rogers, Musik: Peter Nashel
Darsteller: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Julianne Nicholson, Caitlin Carver, Paul Walter Hauser, Bobby Cannavale, Bojana Novakovic, Jason Davis, Cory Chapman, Ricky Russert, Anthony Reynolds
I, Tonya
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (7,8); weltweites Einspielergebnis: $53,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 120 Minuten.

In den 1970er Jahren wird die gerade mal dreijährige Tonya von ihrer wenig fürsorglichen, aber umso durchsetzungsstärkeren Mutter LaVona (Allison Janney, "The Help") zum Eiskunstlaufen gebracht – die Trainerin Diane (Julianne Nicholson, "Black Mass") nimmt zwar eigentlich keine so kleinen Kinder in ihre Gruppe auf, doch als sie sieht, was Tonya bereits drauf hat, macht sie eine Ausnahme. Und tatsächlich ist das Kind ein Naturtalent, das bereits früh Wettbewerbe gewinnt und als junge Erwachsene (Margot Robbie, "The Wolf of Wall Street") auf dem Weg zu Olympia 1992 in Albertville ist. Privat läuft es allerdings nicht so gut, da sie noch immer unter der Fuchtel ihrer Mutter steht und ihre stürmische Beziehung zu Jeff (Sebastian Stan, "Captain America") mehr Tiefen als Höhen hat. Dazu kommt noch, daß die Eiskunstlaufrebellin Tonya – die zu rockigen Klängen anstatt zu der üblichen klassischen Musik läuft, sich wenig damenhaft gibt und sich ihre Kostüme aus Geldnot selbst näht – von den Jurymitgliedern klar benachteiligt wird. Auch deshalb entwickeln irgendwann der nicht allzu helle Jeff und sein bester Freund (und Tonyas Bodyguard) Shawn (Paul Walter Hauser, TV-Serie "Kingdom") den Plan, Tonyas größte nationale Konkurrentin Nancy Kerrigan (Caitlin Carver, "Margos Spuren") auszuschalten …