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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Montag, 2. März 2015

Media Monday #192


Nach längerer Pause mache ich auch mal wieder beim beliebten Filmblog-Umfragespiel "Media Monday" mit (da mir tatsächlich zu allen Fragen auf Anhieb eine Antwort einfällt; naja, bis auf die Nr. 5 ...):

1. Leonard Nimoy war der beste (Halb-)Vulkanier aller Zeiten. Punkt.
2. Die Outfits/Kostüme in den Filmen von Tarsem ("The Cell", "The Fall", "Krieg der Götter", "Spieglein Spieglein") sind wirklich außergewöhnlich und ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Leider kann der Inhalt seiner Werke damit in der Regel nicht ganz mithalten; und da Tarsems Stamm-Kostümbildnerin Eiko Ishioka kurz vor ihrer OSCAR-Nominierung für "Spieglein Spieglein" verstarb, wird Tarsem erst beweisen müssen, daß er auch ohne ihre Unterstützung einen einzigartigen Look für seine Filme kreieren kann. Aber ich bin zuversichtlich, denn dafür zeichnet ja nicht nur die Kostüm-Abteilung verantwortlich, sondern auch Kamera, Ausstattung oder Makeup sorgen im Zusammenspiel dafür, Tarsems kreative Visionen absolut unverwechselbar umzusetzen.
3. Tarsem hat als Regisseur einen wirklich einzigartigen Stil, denn bei keinem anderen bekannten Regisseur dürfte es so einfach sein, einen Film sofort ihm zuzuordnen. Ob Serienmörder-Thriller, melancholische Fantasy, alberne Märchenadaption oder antike Schlachtplatte: Ein neuer Tarsem-Film ist eigentlich immer unverkennbar ...
4. Aktuell ist ja American Sniper häufig in der Kritik aufgrund der Art und Darstellung des in Amerika gefeierten Scharfschützen. Welche(r) Film(e) waren für euch unter moralischen / ethischen Gesichtspunkten besonders fragwürdig? Nunja, bei echten Propagandafilmen ist das ja eigentlich selbstverständlich, aber davon bekommt man außerhalb eines "echten" Krieges ja zum Glück nicht so viele zu Gesicht. Bei "normalen" Filmen erinnere ich mich gut, wie sehr mich "Wanted" geärgert hat; normalerweise halte ich es für Unsinn, Filmen Gewaltverherrlichung zu unterstellen, aber wie beiläufig "Wanted" zugunsten der spektakulären Action und der coolen Protagonisten über den "Kollateralschaden" zahlreicher unbeteiligter Zivilisten hinwegging, fand ich wirklich nicht angemessen (nicht mal für eine Comic-Adaption).
5. Unvergessen bleiben viele tolle Schauspieler, die dem Tod durch ihre Kunst gewissermaßen ein Schnippchen geschlagen haben. Bei Leonard Nimoy wird das dank Mr. Spock der Fall sein, bei anderen sorgt eine Vielzahl von Meisterleistungen dafür. Namen könnte ich Hunderte nennen, aber das ginge an dieser Stelle wohl etwas zu weit. Daher nur ein Tip für alle, die sich auch für ältere Filme interessieren, sich damit bisher aber noch nicht so richtig befaßt haben: Bette Davis! Eine tolle Schauspielerin, die viele richtig starke Filme gedreht hat (einer meiner Favoriten unter den weniger bekannten ist die Theaterverfilmung "Der versteinerte Wald", mit Humphrey Bogart in einer Nebenrolle als Gangster).
6. Jüngste Film-Entdeckung, von der die wenigsten je gehört haben werden, war für mich "R100" (war beim letzten Fantasy Filmfest zu sehen), denn der bizarre japanische Film über einen deprimierten alleinerziehenden Vater, der Abwechslung nur noch in der eigenen sexuellen Erniedrigung findet, ist ein dermaßen durchgeknallter Genremix aus Charakterstudie, splattriger (S)Exploitation und vogelwilder Satire, angereichert mit haarsträubend komischen (und bewußt übertriebenen) CGI-Effekten, daß man fast geneigt ist, den Filmtitel für bare Münze nehmen ... der bezieht sich nämlich auf eine Altersfreigabe "ab 100 Jahren"!
7. Zuletzt gesehen habe ich "Hänsel & Gretel: Hexenjäger" und das war ganz ähnlich wie bei Terry Gilliams "Brothers Grimm", weil beide Filme zu Beginn eine witzige und gut besetzte Märchenparodie sind, aber leider auch beiden Filmen in der zweiten Hälfte zunehmend die Puste ausgeht (was bei der "Hänsel & Gretel"-Netto-Laufzeit von nur rund 80 Minuten schon erstaunlich ist).

Die Links zu den übrigen Teilnehmern gibt es beim Medienjournal.

Montag, 1. Dezember 2014

Media Monday #179


In der letzten Zeit habe ich aus Zeitmangel auf die Teilnahme am Media Monday verzichtet, aber da die Filmbranche in der vergangenen Thanksgiving-Woche nicht genügend Material für meine Rubrik "Neues aus Hollywood" hergegeben hat, mache ich heute als Ersatz dafür mal wieder mit. Zumal es einige schöne Fragen gibt:

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist "Coupling". Die ersten drei Staffeln der dialogstarken, in jeder einzelnen Episode clever konstruierten Serie des heutigen "Doctor Who"-Masterminds Steven Moffat sind schlicht und ergreifend zum Schießen komisch (auch in der deutschen Synchronfassung!). Wobei ich nicht verschweigen will, daß man sich zu Beginn unter Umständen erst zwei oder drei Folgen lang an die teilweise *etwas* überzeichneten Figuren gewöhnen muß. Dann lernt man sie aber definitiv lieben ...
2. Myrna Loy und William Powell waren ein echtes Traumpaar in der "Der dünne Mann"-Filmreihe, denn ein charmanteres, liebenswürdigeres Ermittler-Ehepaar (plus Hund) wird man kaum finden.
3. Wenn die Handlung einen unvorhersehbaren, dabei aber trotzdem zumindest noch ansatzweise logischen und glaubwürdigen Verlauf nimmt, wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich passiert es einem notorischen Vielseher nicht mehr so oft, daß er keine Ahnung hat, was als nächstes passieren wird.
4. Der mieseste zweite Teil ist vermutlich "Aliens vs. Predator 2". Wobei "mies" für diesen Schund gar kein Ausdruck ist ...
5. Der FC Bayern München hat seinen Zenit längst überschritten, wie das schwache 1:0 in Berlin am Samstag wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn man wird ja wohl noch träumen dürfen ...
6. Dürfte ich einen Tag mit dem "Kalifen" des Islamischen Staats den Platz tauschen, würde ich verfügen, daß alle IS-Anhänger für alle Zeiten nur noch "Kumbaya" singen und Ringelreigen tanzen dürfen.
7. Zuletzt gelesen habe ich mein eigenes Buch "Die Darstellung des Krieges im US-Spielfilm als Indikator für gesellschaftlichen Wandel" (Arbeitstitel) und das war und ist auf Dauer anstrengend, weil ich immer noch mit dem Lektorat beschäftigt bin ...

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es wie üblich beim Medienjournal.

Montag, 1. September 2014

Media Monday #166


1. Die berühmteste Person, von und mit der ich wohl noch nie einen Film gesehen habe, ist vermutlich Angela Merkel. Oder Barack Obama. Oder irgendein anderer mächtiger Politiker, dessen Leben noch nicht verfilmt wurde. Was Schauspieler betrifft, fällt mir als passioniertem Vielseher tatsächlich kein einziger berühmter ein, von dem ich noch nichts gesehen hätte, selbst bis in die Stummfilm-Zeit zurückgehend ...
2. Könnte ich nur aus mir bereits bekannten Filmen wählen, um einen davon noch mal zu schauen, fiele meine Wahl wohl auf "Der Club der toten Dichter". Ist nunmal mein Lieblingsfilm.
3. Ziemlich viele Darsteller bewundere/mag ich ja weniger wegen der Schauspielerei, sondern mehr wegen ihres Charismas oder weil sie unfaßbar cool rüberkommen (z.B. Chow Yun-Fat in den guten alten John Woo-Klassikern). Oder auch, weil sie einfach sehr sympathisch wirken.
4. Könnte ich in der Zeit zurückreisen, um bei einer Filmpremiere dabei sein zu können, fiele meine Wahl auf "Die Spur des Falken", weil es der wohl beste Film Noir aller Zeiten ist. Und mit Bogey, Peter Lorre, Sydney Greenstreet und Mary Astor konnte man bei einer Premieren-Party sicher viel Spaß haben. Wobei ich mich so hätte setzen oder stellen müssen, daß mir Bogeys Zigarettenqualm nicht ständig ins Gesicht weht ...
5. Viel zu viele Literatur-Klassiker wollte ich zu gerne lesen, jedoch fehlt mir schlicht die Zeit und vielleicht auch die Geduld.
6. Die Serie "Space 2063" ist leider maßlos unterschätzt, denn schließlich handelt es sich um meine Lieblings-SF-Serie der 1990er Jahre. Inzwischen hat sie zwar gerade unter Genrefans einen kleinen Kultstatus erlangt, aber den meisten "normalen" Menschen ist sie schlicht unbekannt.
7. Zuletzt gelesen habe ich Timothy Zahns "Glücksritter" und das war eine unterhaltsame "Ocean's Eleven"-Variation, die aber nicht an Zahns sonstige "Star Wars"-Romane heranreicht, weil es einfach zu wenig "Star Wars"-Flair gibt (kaum Weltraum-Szenen, zudem sind mit Han, Chewie und Lando nur drei Figuren aus den Filmen dabei, dazu ein vierter, dessen Identität man aber erst ganz am Schluß erfährt) und die Story doch vergleichsweise unspektakulär daherkommt.

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es beim Medienjournal.

Montag, 18. August 2014

Media Monday #164


1. Wenn ich Coming of Age-Filme sehe, werde ich richtiggehend nostalgisch, weil die nunmal fast zwangsläufig an das eigene Heranwachsen erinnern.
2. Mit seiner Rolle als schwuler Bodyguard in Barry Sonnenfelds "Be Cool" (2005) ist Dwayne "The Rock" Johnson endlich mal aus seinen Rollenschema ausgebrochen, denn sonst spielt er ja doch meistens coole Actionhelden. So eine schräge, selbstironische Rolle dürfte er ruhig mal wieder übernehmen.
3. Coming of age-Stories liebe ich, wenn sie gut gemacht sind. Begründungen (neben dem in Frage 1 Genannten) gibt es in meinen Kritiken: "Vielleicht lieber morgen", "Boyhood", "Ganz weit hinten", "Rushmore", auch "Stoker" oder der unterschätzte "Violet & Daisy". Sogar mein absoluter Lieblingsfilm ist ein Coming of Age-Film: "Der Club der toten Dichter" (leider ohne Rezension).
4. Die "Feuerlöscher-Szene" in Gaspar Noés kontrovers diskutiertem (inzwischen aber scheinbar etwas in Vergessenheit geratenen) Drama "Irreversibel" war die mitunter brutalste Szene, die mir je in einem Film untergekommen ist und zwar, weil sie im Gegensatz zu vielen Horrorfilm-Brutalitäten so unerträglich realistisch inszeniert war und einen zudem aufgrund der Rückwärts-Erzählweise gleich zu Beginn schockt. Wenn man das und später auch noch eine zweite, ähnlich unerträgliche Sequenz durchsteht, wird man in der zweiten Hälfte aber mit einem richtig guten, einfühlsamen und hervorragend gespielten Drama belohnt, dessen emotionale Wucht auch der eingangs präsentierten Brutalität geschuldet ist.
5. Viele Slasher-Filmreihen aus den 1970er und 1980er Jahren hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich kommt doch sowieso kein Remake, Reboot oder Fortsetzung qualitativ an die Originale ("The Fog", "Halloween", "Hellraiser", "Nightmare on Elm Street") heran ...
6. Normalerweise kann ich einfalls- und niveaulosen Parodien wie "Scary Movie" und den ganzen noch viel schlechteren Nachfolgern und Nachahmern nichts abgewinnen, aber das ist ja nicht meine Schuld. Die müßten ja nur bessere Filme machen, nicht wahr?
7. Zuletzt gesehen habe ich "Die üblichen Verdächtigen" und das war etwas ernüchternd, weil ich diesen Kultfilm doch irgendwie noch deutlich besser in Erinnerung hatte. Aber gut, die überraschende Enthüllung am Ende ist halt nur einmal überraschend. Und wie verdammt viel in dem Film verdammt noch mal geflucht wird, hatte ich wohl total verdrängt. Fuck! ;-)

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Montag, 11. August 2014

Media Monday #163


1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder -konsum thematisieren, sind tendentiell eher nichts für mich. Ob "Fear and Loathing in Las Vegas" oder "Ananas Express", mit so einigen Kult-"Drogenfilmen" kann ich einfach überhaupt nichts anfangen – vielleicht auch deshalb, weil ich selbst keinerlei Erfahrung mit Drogen habe (sogar Alkohol trinke ich nur höchst selten). Zu den wenigen Ausnahmen zählt übrigens ausgerechnet die deutsche Kifferkomödie "Lammbock", die ich ausgesprochen witzig fand. Wenn Drogendealer in Krimis oder Actionfilmen einfach nur als Bösewichte verwendet werden, habe ich damit aber natürlich kein Problem. Und mit ernsthaften Dramen auch nicht.
2. Stummfilme empfinde ich als anstrengend, denn durch den Mangel an Gesprochenem und die ständige "Ablenkung" durch die begleitende Musik muß man sich wirklich durchgehend auf das Gezeigte konzentrieren. Deshalb neige ich selbst bei den besten Stummfilmen dazu, gedanklich abzuschweifen und muß mich dann immer selbst disziplinieren ...
3. Arztserien mag ich ganz gerne, meine klaren Favoriten sind "M*A*S*H" und "Dr. House" (die aber natürlich beide nicht unbedingt klassische Arztserien sind).
4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der ausfällt. Weil ich mir die Dinger sowieso nie anschaue.
5. ______ schreit schon Kunstfilm, erscheint mir aber nur prätentiös, weil ______ . Mir fällt gerade kein konkretes Beispiel ein, mir ging es aber so bei etlichen Filmen der französischen "Nouvelle Vague". Einige davon liebe ich ("Hiroshima, mon amour"), andere fand ich trotz Bewunderung für die formalen Stärken inhaltlich tatsächlich vor allem prätentiös (z.B. "Letztes Jahr in Marienbad").
6. Sarah Polley ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt auch in ihren Rollen, speziell in fast all ihren Filmen, ganz besonders aber in "Das süße Jenseits", "Go", "Mein Leben ohne mich", "Don't Come Knocking" und auch dem "Dawn of the Dead"-Remake. Und inzwischen überzeugt sie auch noch in ihren Rollen als Regisseurin und Drehbuch-Autorin ("An ihrer Seite", "Take This Waltz", "Stories We Tell") – die Kanadierin ist einfach eine tolle Frau!
7. Zuletzt gesehen habe ich "Wir kaufen einen Zoo" und das war nett, weil das einfach die perfekte Umschreibung von Cameron Crowes Tragikomödie ist. Objektiv betrachtet gibt es schon einige Mängel, aber das Ganze ist so sympathisch umgesetzt (und besetzt), daß man dem Film kaum böse sein kann. 7 Punkte.

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Montag, 28. Juli 2014

Media Monday #161



1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen, finde ich generell gut, weil es Abwechslung bietet und die erzählerischen Möglichkeiten erweitert; aber natürlich muß es sinnvoll eingesetzt werden und nicht nur zum Selbstzweck oder aus "Hip-ness".
2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als Mary Tilford in William Wylers Drama "Infam" (1961), denn wie herzlos dieses schreckliche Kind aus purem Trotz und verletzter Eitelkeit die Leben und Karrieren zweier engagierter Lehrerinnen (die auch noch von den höchst bezaubernden Audrey Hepburn und Shirley MacLaine verkörpert werden) zerstört, indem es ihnen eine lesbische Beziehung unterstellt, macht mich unbeschreiblich wütend. Mir ist klar, daß die Frage eher auf "echte" Protagonisten abzielen dürfte, die sehr unsympathisch sind, aber wenig hat mich einem Film je so sehr aufgeregt wie dieses verzogene, böswillige Gör. Um aber doch noch etwas zum eigentlichen Zweck der Frage beizutragen: Am Samstag habe ich mir im Fernsehen den Actionfilm "Lockout" angeschaut und der von mir eigentlich sehr geschätzte Guy Pearce zählt als obercooler wandelnder Oneliner definitiv zu den unsympathischeren Filmhelden, die ich in der letzten Zeit gesehen hab.
3. Mit einer ungewöhnlichen, überraschenden Storyline hat man mich im Grunde schon am Haken, weil für einen Vielseher wie mich das Unerwartete bei einem Film (gleich welchen Genres) eines der höchsten Güter ist. Gerade weil es so selten vorkommt ...
4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um Schlagermusik ein Ende findet, denn Helene Fischer, Andrea Berg und Co. lassen meine Ohren bluten.
5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist es, daß ich meine schreiberischen Fähigkeiten konsequent trainieren (und hoffentlich verbessern) kann. Und ich schreibe einfach gern!
6. Von Menschen, die sich grundsätzlich keine Filme anschauen, die vor 1980 (oder gar 1990, hängt wohl auch vom Geburtsjahr ab) gedreht wurden, kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil sie sich so verdammt viel Gutes freiwillig entgehen lassen!
7. Zuletzt gesehen habe ich Lee Tamahoris "The Devil's Double" und das war ein mediokres Erlebnis, weil die Story um einen (angeblichen) Doppelgänger von Saddam Husseins Sohn Uday zwar interessant und relativ originell ist, der Film aber kaum in die Tiefe geht. Dominic Cooper in der (Doppel-)Hauptrolle ist aber richtig gut.

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Montag, 14. Juli 2014

Media Monday #159


Deutschland ist verdient Weltmeister (ein Denkmal für Schweinsteiger!), aber das Leben geht weiter – und der Media Monday auch:

1. Die Familie Huxtable in der Serie "Die Bill Cosby Show" ist wirklich ein schöner Wegbegleiter meiner Kindheit gewesen.
2. Wenn man einen Film poetisch nennen könnte, dann sicherlich "Der Himmel über Berlin", denn der wurde ja von einem echten Poeten (Peter Handke) geschrieben, und das merkt man ihm auch überdeutlich und sehr positiv an!
3. Optik ist ja nicht alles, aber "Godzilla" sah schon beeindruckend gut aus, vor allem im Kampf gegen den (das?) Muto im Finale.
4. Tom Cruise gefällt mir am besten in Rollen, in denen er nicht wie meist arg "glatt" daherkommt, sondern Ecken und Kanten zeigt (wie in "Edge of Tomorrow") oder sogar so richtig schön durchdreht (wie in "Magnolia" und "Tropic Thunder").
5. Das schönste Happy-End bringt nichts, wenn man mit den Figuren zuvor nicht warm geworden ist ...
6. Das letzte Mal so richtig als Geek gefühlt habe ich mich vermutlich noch nie. Ein gesundes Maß an "Geekness" fühle ich quasi ständig, aber "so richtig" ... das könnte ich nicht wirklich behaupten. Ich war noch nie bei einer "Star Trek"-Convention, ich habe zu keinem Film und zu keiner Serie überteuerte Fanprodukte oder Bettwäsche oder ähnliches Zeugs gekauft, ich habe auch noch nie einen Fanbrief geschrieben oder um Autogramme gebeten. Wobei ich all sowas aber durchaus nachvollziehen kann, und wenn es eine "Star Trek"-Convention in relativer geographischer Nähe zu meinem Wohnort gäbe, würde ich bestimmt mal hinfahren und mich dann vermutlich so richtig geekig fühlen ...
7. Zuletzt gesehen habe ich "Elite Squad" und das war beeindruckend, weil der (damals durchaus kontrovers diskutierte) Berlinale-Gewinner 2008 ungeschönt, kompromißlos und gesellschaftskritisch das Ringen zwischen organisierter Kriminalität und korrupten Politikern und Polizisten in Brasilien aus der Perspektive jeweils eines idealistischen Vertreters aus Politik und Polizei fesselnd schildert.

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Montag, 7. Juli 2014

Media Monday #158


1. Der coolste Westernheld ist und bleibt Lee van Cleef, denn Clint Eastwood werden an dieser Stelle schon genügend andere Media Monday-Teilnehmer nennen. Und mit seiner Leistung in vor allem Italo-Western wie "Zwei glorreiche Halunken" oder "Der Tod ritt dienstags" hat sich van Cleef die Nennung redlich verdient.
2. Die Serie "Enterprise" hat in dem Moment stark nachgelassen, als sie im verzweifelten Bemühen um Relevanz ihre Herkunft vergaß oder ignorierte, weil der durchgehende Xindi-Handlungsstrang zwar in der Theorie eine gute Idee war, in der Praxis aber (zumindest in meinen Augen) ziemlich katastrophal umgesetzt wurde. Zum Glück wurde die finale 4. Staffel viel, viel besser.
3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten, dann kann daraus einer der fünf besten deutschen Filme aller Zeiten werden: "Der Himmel über Berlin".
4. "Torture Porn"-Filme würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn auch als Fan des Horrorgenres habe ich irgendwo eine Grenze. Außerdem stehe ich sowieso mehr auf atmosphärische Grusel- als auf brutale Horrorfilme ...
5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig richtig originelle Ideen. Was aber auch kein Wunder ist, denn fast immer, wenn mal jemand mit einer daherkommt, wird sofort überall gejammert, wie unglaubwürdig und blöd das doch alles sei ...
6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, die Geschichten von Michael Moorcock zu verfilmen. Aber das schrieb ich ja schon vor ein paar Monaten bei einer ähnlichen Frage.
7. Zuletzt gesehen habe ich "Underworld: Awakening" und das war erschreckend, weil nach den keineswegs grandiosen, aber doch unterhaltsamen ersten beiden Teilen der Reihen einfach nichts Gescheites mehr nachkam. Ich hatte ja noch gehofft, daß das schwache Prequel "Aufstand der Lykaner" nur ein Ausrutscher war, aber "Awakening" hat das mit einer lahmen, inkohärenten Story, teils lachhaft banalen Dialogen, null Figurenzeichnung und überraschenderweise sogar nur bedingt überzeugenden Kreaturen- und sonstigen Spezialeffekten locker unterboten. Im Grunde genommen der "Highlander – Die Quelle der Unsterblichkeit" des "Underworld"-Franchise ...

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Montag, 16. Juni 2014

Media Monday #154


1. Der beste Beitrag oder die beste Kritik, die ich in der vergangenen Woche auf einem Blog gelesen habe, war ________ . Da muß ich passen - es ist ja schließlich Fußball-WM, da habe ich genügend damit zu tun, mich jeden Tag rechtzeitig um mein eigenes Blog zu kümmern. Einzige Ausnahme war Wulfs "Pacific Rim"-Rezension, die aus diesem Grund konkurrenzloser Sieger ist (aber natürlich auch gut geschrieben) ...
2. Zu viele Computerspiele hatten ein wirklich enttäuschendes Ende, denn gerade bei meinem Lieblings-Genre Rollenspiel habe ich oft den Eindruck, daß den Machern zwar spannender Stoff für viele, viele Stunden einfällt, sie dann aber keine Ideen mehr haben und ein erschreckend lustloses, abruptes Ende hinklatschen. Zum Glück gibt es Ausnahmen wie "Planescape: Torment", aber die sind für meinen Geschmack viel zu selten. Und im TV-Serien-Bereich muß natürlich "Lost" als Paradebeispiel für ein enttäuschendes Ende genannt werden ...
3. In der zweiten Jahreshälfte 2014 freue ich mich am meisten auf einen schönen Winter, so richtig mit Schnee (die Älteren werden sich erinnern), weil der letzte ja buchstäblich komplett ins Wasser fiel.
4. Demnächst möchte ich die fünf mir noch fehlenden "Star Wars"-Romane von Timothy Zahn lesen, weil ich mich auf diese Weise schon mal auf die neuen Filme einstimmen kann. Mit "Glücksritter" habe ich bereits begonnen.
5. Zuletzt enttäuscht von einer Figur, die plötzlich völlig out-of-character agiert hat, war ich vermutlich in einer Nicht-Procedural-TV-Serie, in der eine Figur sehr offensichtlich nur deshalb eine charakterliche 180°-Wende durchlief, weil die Autoren eine andere, frische Konstellation ausprobieren wollten. Mir fällt jetzt gerade nicht ein, wann mir das letztmals passiert war, aber im Zweifelsfall kann man wohl immer eine spätere Staffel von "Alias" nennen ...
6. Das größte Geschenk, das man mir in punkto Medien machen könnte, wäre mehr Zeit. Damit ich die ganzen Medien, die mich interessieren, tatsächlich anschauen, lesen, hören und spielen könnte.
7. Zuletzt gesehen habe ich Leo McCareys (nicht wirklich) Laurel & Hardy-Kurzfilm "Why Girls Say No" (1927) und das war trotz aus heutiger Sicht höchst politisch unkorrekter Story (jüdische Stereotype, "romantisches Verhalten", das man heute Stalking nennen würde) sehr amüsant, weil ich zwar eigentlich kein großer Laurel & Hardy-Fan bin (obwohl ich sie als Kind natürlich geliebt habe), dieser 20-Minüter aber richtig gut ist. Vielleicht gerade deshalb, weil es eben *kein* richtiger Laurel & Hardy-Sketch ist: Laurel spielt gar nicht mit, sondern war "nur" Drehbuch-Autor, Hardy spielt eine (witzige) Nebenrolle als Polizist.

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Montag, 2. Juni 2014

Media Monday #153


1. Eine Freundes-Clique, mit der ich gerne auch einmal abhängen würde, ist ganz klar die Crew des Raumschiffs "Serenity", weil ich dann bei den Kabbeleien zwischen Mal und Jayne in der ersten Reihe sitzen würde, weil ich mit Kaylee flirten könnte und mit Washs Dinosaurier-Figuren spielen – und die Bekanntschaft mit River hätte sicher auch ihre Vorteile ...
2. Bei den zahllosen Literatur-Verfilmungen frage ich mich ja ein wenig, warum sich noch keiner auf das Werk von Michael Moorcock gestürzt hat, denn daraus könnte man sicher epische, aber doch ganz andere Fantasy-Filme machen. Von "Elric von Melniboné" war ja mal eine Verfilmung geplant, aber daraus wurde dann leider doch nichts. Zugegebenermaßen wäre es sicher auch nicht einfach, Moorcocks Geschichten angemessen auf die große Leinwand zu übertragen, aber trotzdem: Versucht's doch einfach mal!
3. Die Grundidee von Ricky Gervais' "Lügen macht erfinderisch" fand ich ja ziemlich genial, wohingegen mich das Gesamtwerk kaum zu überzeugen wusste, weil aus der genialen Prämisse viel zu wenig gemacht und insgesamt zu sehr den üblichen Hollywood-Storykonventionen treu geblieben wurde. Amüsant ist der Film trotzdem, aber er hätte richtig, richtig gut werden können.
4. Vampire und Werwölfe, Cowboys und Aliens, Roboter und Aliens, schön und gut, aber ______ wäre doch mal eine richtig coole Combo, denn ______ . Seit ich von der Existenz von "Pride and Prejudice and Zombies" gehört habe, glaube ich nicht, daß noch irgendeine coole Kombination übrig sein kann. Mir fällt jedenfalls keine ein ...
5. Wenn es mich ins Kino verschlägt, erwarte ich mir gute Unterhaltung. Ja, so einfach ist das.
6. Von Sir Peter Ustinov würde hätte ich ja gerne mal eine Lesung besucht, weil ich seinen klugen, nachdenklich machenden Humor und seine Themenauswahl liebe – und weil er auf seine ganz eigene, charismatische Art einfach ein perfekter Entertainer und Erzähler war.
7. Mein zuletzt gelesenes Buch war der "Das Schwarze Auge"-Roman "Scharfrichter" von Dorothea Bergermann und das war ein solider Trilogie-Abschluß, weil die Stärken der beiden Vorgänger-Bände konsequent fortgeführt wurden (leider auch die zum Glück nicht allzu schwerwiegenden Schwächen).

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Montag, 19. Mai 2014

Media Monday #151


1. Was ist euer liebster Urlaubsfilm (und ich meine damit Filme, die Urlaube wie auch immer thematisieren oder an Urlaubsorten spielen oder oder oder)? Ehrlich gesagt wollte mir auf Anhieb gar kein Urlaubsfilm einfallen. Nach Recherche bei der IMDB fällt meine Wahl klar auf Hitchcocks "Der Mann, der zu viel wußte"; wobei dessen Protagonist sich zwar auf Urlaubsreise befindet, als er in das Abenteuer seines Lebens hineingezogen wird, aber als echter "Urlaubsfilm" qualifiziert er sich kaum. François Ozons "Swimming Pool" schon eher. Oder Komödien wie "Forgetting Sarah Marshall" oder "Eurotrip" (der mich seinerzeit sehr positiv überrascht hat).
2. Welche Art von Buch ist euch für den Strand die liebste? Ich war leider schon ewig nicht mehr am Strand, aber wenn, dann lese ich dort normalerweise kaum, sondern genieße einfach das Meer und die ganze Natur drumherum (weit fernab überfüllter Badestrände, wohlgemerkt).
3. Von welcher Stadt würdet ihr euch wünschen, dass sie einmal Handlungsort eines Films (oder einer Serie, eines Romans) wäre und warum? Ich schätze, jede Stadt, die sich als Schauplatz eines Films, einer Serie oder eines Romans eignet, war das auch bereits. Zumindest fällt mir keine ein, die in dieser Hinsicht noch jungfräulich wäre ...
4. Ähnliches Szenario wie Frage 3: Welche Stadt würdet ihr im Rahmen eines Katastrophenfilms liebend gerne zerstört werden sehen und warum? "Diese Frage wurde gesponsert von Roland Emmerich." Ähem. Leider fällt mir auch hierzu nichts Interessantes ein. Ich bin wohl einfach zu friedfertig und wünsche deshalb keiner Stadt bewußt ein solches Kino-Schicksal ...
5. Es gilt spontan zu verreisen und ihr wisst nicht, was und ob man vor Ort unternehmen kann. Was – in punkto medialer Erzeugnisse jeder Art – muss folglich auf jeden Fall mit, um möglicher Langeweile entgegenzuwirken? Genügend Bücher, um notfalls die komplette Reisezeit damit ausfüllen zu können. Auswahl habe ich reichlich, wie mir der stetig wachsende Stapel ungelesener Bücher auf dem Schreibtisch sagt. Andere mediale Erzeugnisse brauche ich auf Reisen nicht (wobei ein Fernseher vor Ort schon nett wäre).
6. Niederländische Filme kenne ich eigentlich nur von Paul Verhoeven. Und der blutige Mittelalterfilm "Flesh + Blood" mit Rutger Hauer und Jennifer Jason Leigh ist davon mein Favorit. Zu belgischen Filmen könnte ich etwas mehr schreiben (beispielsweise zeigt heute Abend das ZDF zufällig den tollen Thriller "Tödliche Affären"), aber was will man machen?
7. Mein zuletzt gesehener Film war "Godzilla" und der war insgesamt sehr unterhaltsam, weil die "Monster-Passagen" absolut grandios geworden sind. Über die mediokren "Menschen-Passagen" muß man sich halt irgendwie hinwegretten ...

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Montag, 12. Mai 2014

Media Monday #150

Zur Jubiläums-Ausgabe mache ich mal wieder mit, zumal mir auch tatsächlich etwas zu den Fragen einfällt (ich mag es nicht, einfach nur um des Mitmachens willen mitzumachen ...):

1. Fragt man mich nach meinen drei liebsten SchauspielerInnen, so fallen mir spontan Robert De Niro, Jodie Foster und Kate Winslet ein. Zumindest was die noch aktiven betrifft. Bei den "historischen" Lieblingsschauspielern würde ich Marlon Brando, Bette Davis und Cary Grant nennen.
2. Es gibt Filme, die allein auf die Unterhaltung abzielen und ebenso gibt es Filme, die versuchen, den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen oder den Anspruch haben, sich ernsthaft mit einem sozialen oder gesellschaftlichen Thema auseinanderzusetzen. Bevorzugt ihr eine der Gruppen und wenn ja, warum? Grundsätzlich soll mich ein Film schlicht und ergreifend gut unterhalten. Das kann sowohl auf reine "Unterhaltungsfilme" zutreffen als auch auf anspruchsvolle Werke mit "Botschaft". Selbst wirklich schwere Brocken wie Schlesingers "Asphalt-Cowboy" können mich hervorragend unterhalten, wenn sie die entsprechende inszenatorische und darstellerische Qualität haben. Und den nachhaltigeren Eindruck hinterlassen sie dann wahrscheinlich auch, zumal wenn die jeweilige Thematik mich persönlich besonders bewegt (z.B. bei "Hotel Ruanda" oder "Agora" geschehen). Langer Rede kurzer Sinn: Ich schaue mir zwar sicherlich mehr "Unterhaltungsfilme" an als "ernsthafte", habe aber keine grundsätzliche Präferenz.
3. Fernab von sympathischen und/oder attraktiven SchauspielerInnen oder präferierten Genres; habt ihr einen Lieblingsregisseur, der euch ungeachtet der genannten Kriterien in steter Folge ins Kino treibt, wenn sein neuestes Werk anläuft? Da gibt es sogar eine ganze Reihe: Wes und Paul Thomas Anderson, Woody Allen, die Coen-Brüder, die McDonagh-Brüder ("The Guard", "Brügge sehen ... und sterben?", "7 Psychos"), auch mainstreamigere Schwergewichte wie Martin Scorsese, Peter Jackson, Quentin Tarantino oder Steven Spielberg.
4. Es kommt immer wieder vor, dass man ins Kino gelockt und von dem dann folgenden Film grenzenlos enttäuscht wird. Was war euer schlimmster Film, für den ihr auch noch eine Kinokarte gelöst habt? "Das kleine Arschloch". Ja, ich war jung (Teenager) und dumm. Bis heute der einzige Film, bei dem ich vorzeitig das Kino verlassen habe.
5. Den einen sind deutsche Filme verhasst, wieder andere können mit Hollywood-Produktionen nichts anfangen, den nächsten ist Bollywood ein Gräuel. Gibt es (nicht nur länderspezifische) Sparten, denen ihr absolut nichts abgewinnen könnt? Siehe Frage 3: Letztlich geht es mir um die Qualität und weniger um konkrete Themen oder gar die Herkunft eines Films. Wobei ich zugeben muß, daß ich echte Bollywood-Filme noch gar nicht gesehen habe und deshalb nicht beurteilen kann (oder zählt "Makkhi – Die Rache der Fliege"?) ...
6. Wenn ich lese, dass es einen neuen Film mit Jason Statham gibt, dann ist mir eigentlich schon im Vorfeld klar, dass es keine Jane Austen-Verfilmung sein kann.
7. Mein zuletzt gesehener Film war "Muppets Most Wanted" und der war lustig, weil Ricky Gervais und Tina Fey mitspielen. Und natürlich die Muppets. Und vor allem Danny "Machete" Trejo, der sich in diversen Gulag-Musical-Einlagen mit bewundernswertem Enthusiasmus selbst auf die Schippe nimmt (ebenso wie Ray Liotta).

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Montag, 14. April 2014

Media Monday #146


1. Chris Hemsworth hat seinen Durchbruch mittlerweile schon lange hinter sich und spätestens mit "Rush" gezeigt, daß er mehr kann als nur Actionheld sein, wohingegen Liam Hemsworth noch darauf wartet. Ich habe keine Ahnung, wie sich seine Rolle in der "Die Tribute von Panem"-Reihe noch entwickeln wird, vielleicht reicht es ja, um ihn aus dem Schatten seines Bruders treten zu lassen. Wobei er dafür aber auch schauspielerisch noch etwas mehr bieten muß als das, was ich bislang von ihm gesehen habe.
2. Nostalgie überkommt mich jedes Mal, wenn ich Filme oder Musik sehe respektive höre, die ich mit positiven Kindheits- oder Jugenderinnerungen verbinde. Aber auch dann, wenn ich einen Film wie "Super 8" sehe, der ganz generell an die unschuldige Unbeschwertheit des Kindseins erinnert. Oder einen Film wie "Vielleicht lieber morgen", der Freuden und Leiden des Teenager-Daseins komprimiert abbildet (denn die Leiden gehören zu den Teenager-Jahren doch einfach dazu ...).
3. Ein richtig guter Krimi sollte gut konstruiert sein, aber nicht überkonstruiert; er sollte Überraschungen zu bieten haben, die aber nicht aus dem Nichts kommen; er sollte möglichst durchgehend spannend sein und von authentischen Charakteren getragen werden, mit denen man mitfiebert. Das alles zusammen ist nicht leicht zu erreichen, aber es gelingt doch erstaunlich oft.
4. Justin Bieber wurde schon des Öfteren als Newcomer schlechthin gehypt, aber ich kann das verzogene Gör trotzdem nicht leiden. Ist jetzt nicht die alleroriginellste Antwort, aber sonst fällt mir zu dieser Frage im Moment niemand ein. Der Helene Fischer-Hype geht mir zwar auch auf die Nerven (ohne daß ich sie wirklich unsympathisch fände), aber die kann man wirklich nicht mehr als Newcomer bezeichnen.
5. Wetten, dass..? ist quasi Geschichte. Welche Show/Serie/Reihe/was-auch-immer sollte auch baldmöglichst eingestampft werden? So ziemlich alles aus dem Bereich Doku-Soap und Casting-Show. "Wetten, dass ..?" hätte wegen mir gerne bleiben können, wenn auch mit einem geeigneteren Moderator. Es gibt jedenfalls weit Schlimmeres im deutschen Fernsehen.
6. Der am wenigsten furchteinflößende Bösewicht ist vermutlich immer noch der von Rick Moranis grandios verkörperte Lord Helmchen aus Mel Brooks' "Spaceballs" ...
7. Zuletzt gesehen habe ich "Noah" (bin gerade aus dem Kino zurückgekommen) und das war eher enttäuschend, weil mir das letzte Drittel ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Und zwar nicht, weil es sich deutlich von der Bibel-Vorlage entfernt, sondern weil ich die Handlungsweisen sämtlicher Personen sehr wenig nachvollziehbar fand, teilweise schlichtweg an den Haaren herbeigezogen. Nein, da bin ich von Darren Aronofsky deutlich Besseres gewohnt (obwohl ich die ersten beiden Drittel recht unterhaltsam fand).

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es wie immer beim Medienjournal.

Montag, 17. März 2014

Media Monday #142: St. Patrick's Day-Special


1. Der irische Schauspieler Brendan Gleeson ist mir der liebste, weil er als ewiger Hollywood-Nebendarsteller selbst kleine Rollen so einprägsam und charismatisch verkörpert, daß man sie lange und positiv im Gedächtnis behält. Und weil er seine Qualitäten in kleineren, oft irischen Produktionen (z.B. "The Guard", "Brügge sehen ... und sterben?") auch als Hauptdarsteller ausspielt. Er ist einfach ein Klasse-Mann!
2. Die irische Schauspielerin Maureen O'Hara ist mir der liebste, weil sie eine der größten Schönheiten der "Goldenen Ära" Hollywoods war, und nebenbei auch noch eine gute Schauspielerin ("Rio Grande", "So grün war mein Tal", "Mr. Hobbs macht Ferien"), die extrem sympathisch rüberkam.
3. Der Nationalfeiertag der Iren: Welcher Film oder welche Serienepisode, der/die in irgendeiner Form den St. Patrick’s Day behandelt, ist euch der/die liebste und warum? Puh, das einzige, was mir dazu spontan einfällt, ist "Ferris macht blau", aber eigentlich habe ich keine Ahnung, ob das eine St. Patrick's Day-Parade war, bei der Ferris "Twist & Shout" singt, oder irgendeine andere ...
4. Das Glück der Iren: Welcher Protagonist aus Film oder Fernsehen hat so viel mehr Glück als Verstand, dass es kaum noch glaubwürdig wirkt? Hmm ... "Forrest Gump" vielleicht? Aber das ändert natürlich nichts daran, daß es ein toller Film ist.
5. Die Trinkfestigkeit der Iren: Alkohol ist ein essentieller Bestandteil des Films "Sideways", der mir gut gefallen hat, weil er selbst mir als Alkohol-Verweigerer die Freuden von Weinproben auf sympathische Weise nähergebracht hat. Was aber nicht heißen soll, daß ich jemals eine machen werde ...
6. Die Literatur der Iren: Der irische Schriftsteller Oscar Wilde hatte einen wunderbaren Humor und ein großartiges Gespür für spritzige Dialoge, die sich auch hervorragend für Filmumsetzungen eignen (meine liebste ist "Ernst sein ist alles" mit Colin Firth, Reese Witherspoon und Rupert Everett).
7. Zuletzt gesehen oder gelesen, was irgendetwas mit der grünen Insel zu tun hatte, habe ich vermutlich "Grabbers" mit Richard Coyle und das war, weil er letztes Jahr auf dem Fantasy Filmfest lief und sehr witzig klang (fiese Aliens bedrohen kleine irische Insel, nur stark Alkoholisierte werden nicht angegriffen ... so gesehen würde sich "Grabbers" eigentlich auch für Frage 5 eignen). Der Film war dann zwar eher mittelmäßig, aber trotzdem ganz nett anzuschauen. Wäre dieser Media Monday allerdings ein Media Tuesday, dann müßte ich hier morgen "Philomena" nennen ...

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es wie gewöhnlich beim Medienjournal.

Montag, 10. März 2014

Media Monday #141


1. Enttäuschendste Fortsetzung aller Zeiten war für mich vermutlich "Aliens vs. Predator 2", zumindest wenn man ihn als Fortsetzung der grandiosen "Alien"-Reihe betrachtet und nicht nur als Sequel zum mittelmäßigen "Alien vs. Predator". Aber bekanntlich gibt es mehr als genügend weitere Anwärter auf diesen unrühmlichen Titel, und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fallen mir vermutlich ein. Wobei eigentlich keiner schlechter sein kann als AvP 2 ...
2. Am Donnerstag ist es soweit: Veronica Mars – das Vorzeige-Kickstarter-Projekt – startet in den deutschen Kinos. Wie sieht es bei euch aus, seid ihr echte Marshmallows oder geht euch dieser Film zur Serie am A**** vorbei? Als großer Fan der Serie freue ich mich natürlich tierisch auf den Film, auch wenn ich nicht mitfinanziert habe und ehrlich gesagt noch Zweifel habe, daß die Kinoauswertung auf mehr als zwei oder drei Leinwänden bundesweit stattfindet. Aber Kristen Bell war nie so gut wie in der Rolle als Veronica Mars, und auf das späte Wiedersehen mit den ganzen liebgewonnenen Figuren des Mars-Universums bin ich sehr gespannt. Eine gute Handlung wäre natürlich auch schön.
3. Und auch wenn es die Frage in ähnlicher Form schon einmal gab: Für welche Serie würdet ihr euch eine ähnliche Aktion wünschen, um nach einem unbefriedigenden (Serien-)Ende in den Genuss eines Kinofilms zu kommen? Oh, da gibt es mehr als ich hier aufzählen könnte. Um eine halbwegs realistische Option zu nennen: "Rome" (auch wenn das Serienende nur insofern unbefriedigend war, als es zu früh kam). Ein Kinofilm zur Serie ist ja schon seit Jahren im Gespräch, von einer Realisierung aber wohl noch immer weit entfernt – vielleicht könnte da ja Kickstarter helfen? Gegen einen weiteren "Firefly"/"Serenity"-Film hätte ich natürlich erst recht nichts, aber da Joss Whedon auf Jahre hinaus anderweitig beschäftigt ist, dürfte das utopisch bleiben.
4. Es gibt Leute, die können kein Blut sehen, andere wollen in Filmen keine Leichen, wieder andere können mit Fantasy überhaupt nichts anfangen und noch wieder andere kommen mit Psycho-Horror, um es mal so platt auszudrücken, nicht zurecht. Was verscheucht euch geradewegs aus dem Film, den ihr euch anseht oder lässt euch direkt zögern, es überhaupt zu „probieren“? Gewalt gegen Tiere. Ja, ich weiß, es ist irgendwo unlogisch, aber Tierquälerei kann ich nicht einmal in fiktionaler Form ertragen (bzw. nur schwer ertragen, kommt natürlich auch immer darauf an, wie genau es umgesetzt wird). Wenn man dann auch noch bedenkt, daß noch bis vor wenigen Jahrzehnten bei vielen Filmen keine Rede von "No animals were harmed during this production" die Rede sein konnte ... Und es hat auch seinen Grund, daß in Großbritannien die Pferdestürze aus asiatischen Historienfilme bis heute regelmäßig zensiert werden.
5. Sammeln kann ja jeder, aber so richtig stolz bin ich auf die abgeschlossene Reihe von Tolkien-Büchern bei mir im Regal, weil der Herr Professor es einfach drauf hatte, eine fantastische und zugleich authentisch wirkende Welt zu erfinden; und das sowohl in Romanform als auch in seinen Geschichtensammlungen bzw. "Geschichtsbüchern Mittelerdes".
6. Al Pacino ist ja ein toller Schauspieler, aber an seine Rolle in Francis Ford Coppolas "Der Pate"-Trilogie als Michael Corleone wird er nie wieder heranreichen, weil es nunmal eine der ikonischsten Rollen der Filmgeschichte ist – und das vollkommen zurecht.
7. Mein zuletzt gelesenes Buch war Joseph Hellers "Catch-22" und das war manchmal etwas zäh, aber trotzdem eindrucksvoll, weil Heller so wunderbar absurd und bei den Dialogen mitunter beinahe dadaistisch schreibt.

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es beim Medienjournal.

Montag, 3. Februar 2014

Media Monday #136 In Memoriam Philip Seymour Hoffman


Eigentlich wollte ich diese Woche auf die Teilnahme am Media Monday verzichten, weil ich nach zwei gestern verfaßten Nachrufen zu großartigen Schauspielern wirklich nicht in der Stimmung für Frage- und Antwort-Spielchen bin. Aber da die Ausgabe 136 von Wulf vom Medienjournal ausdrücklich Philip Seymour Hoffman gewidmet ist, paßt es ja doch irgendwie:

1. Philip Seymour Hoffman wird mir zuvorderst in seiner Rolle als Father Brendan Flynn in John Patrick Shanleys "Glaubensfrage" in bester Erinnerung bleiben, weil er die ambivalente Rolle des gutmütigen, aber ohne jede Beweise des sexuellen Mißbrauchs von Kindern verdächtigten Priesters extrem nuanciert und einfühlsam und einfach brillant verkörpert hat und vor allem die eloquenten, explosiven Rededuelle mit seiner Film-Antagonistin Meryl Streep ein Fest der Schauspielkunst sind.
2. Aber auch der Film "Tödliche Entscheidung" von Sidney Lumet unter Beteiligung von Hoffman ist ein äußerst sehenswerter Film, weil sich die im Kern simple und sperrig erzählte Thriller-Geschichte auch dank Hoffmans intensiver Darbietung neben Ethan Hawke und Marisa Tomei zu einer Tragödie beinahe altgriechischen Ausmaßes entwickelt. Selbstverständlich sollte man auch Hoffmans OSCAR-Rolle als "Capote" nennen, aber den Film an sich fand ich gar nicht so großartig.
3. Letzte Worte zum Tod eines – meiner Meinung nach – großartigen Schauspielers, der es noch weit hätte bringen können und wie so viele leider viel zu früh gehen musste: Da verweise ich auf meinen noch in der Nacht verfaßten Nachruf.
4. Während die Todesursache noch längst nicht offiziell mitgeteilt worden ist, wird allerorten bereits heiter spekuliert und von einer Überdosis Drogen ausgegangen. Ob richtig oder nicht, tut so eine öffentliche Zurschaustellung, so ein Breittreten der mutmaßlichen Todesumstände einer Person des öffentlichen Lebens wirklich not? Wie ist eure Meinung? Grundsätzlich hat die Öffentlichkeit kein Anrecht auf eine solche Information, aber wenn es wirklich Drogen waren, dann könnte eine breite Berichterstattung vielleicht wenigstens eine gewisse abschreckende Wirkung erzielen. Wobei das bei Heath Ledger und all den anderen, die an den Folgen ihres Drogenkonsums viel zu jung gestorben sind, natürlich auch nicht funktioniert hat. Zumindest nicht längerfristig.
5. Fernab jeder Pietätlosigkeit schreibt allerdings – wie ich finde – ________ oft sehr schöne Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel ________ . Ich lese zwar immer wieder mal gelungene Nachrufe, aber entweder achte ich da nie auf die Autoren oder sie stammen aus unterschiedlichen Federn. Jedenfalls ist mir bisher niemand im Gedächtnis geblieben.
6. Kommt nur mir das so vor, oder häufen sich in der letzten Zeit die tragischen Todesfälle? Oder liegt es vielleicht vielmehr an der wachsenden Verbreitung Sozialer Netze, dass man derartige Nachrichten ganz anders oder unmittelbarer wahrnimmt? Was meint ihr dazu? Die prominenten Todesfälle, gerade wenn es Leute aus der Filmbranche betrifft, scheinen wirklich oft in Wellen zu kommen. Ich sehe das aber nüchtern und betrachte es als puren Zufall. Ich glaube auch nicht, daß das Internet da größere Bedeutung hat. Wenn es weltweite Stars betrifft, würde sich das auch ohne Internet schnell verbreiten; und wenn es nicht ganz so bekannte Leute sind, dann ist es "dem Internet" auch egal (oder habe ich etwa die Aufregung um die Tode von Giuliano Gemma oder Georges Lautner in den letzten Monaten nur verpaßt?) ...
7. Meine zuletzt gesehener Film mit Philip Seymour Hoffman war "Catching Fire" und der war deutlich besser als der erste Teil "The Hunger Games", weil trotz einer leicht repetitiven Story erfreulicherweise größeres Augenmerk auf die gesellschaftliche und politische Situation gelegt wird und sich das Ganze deshalb viel stärker wie eine erwachsene Dystopie als wie ein Teeniefilm in dezenter Endzeitatmosphäre anfühlt.

Montag, 27. Januar 2014

Media Monday #135


Nach ein paar Wochen bin ich auch wieder mal mit dabei:

1. Sven von CineKie.de warf jüngst wieder eine Frage auf, die ich gerne ebenfalls aufgreifen möchte: “Wie sieht’s eigentlich bei euch [in punkto Kino] aus? Zahlt ihr für jede Vorstellung einzeln? Nutzt ihr auch die GoldCard (bzw. ähnliche Angebote anderer Kinos)? Oder schaut ihr Filme lieber später in den eigenen vier Wänden?”
Ich zahle einzeln. Ich glaube, mein Stammkino hat vor Jahren, als das in Mode kam, mal so eine Art Jahres-Flatrate angeboten, aber sowas ist mir grundsätzlich zu riskant. Da bricht man sich das Bein und kann ein paar Monate lang nicht laufen, schon ist das Geld futsch ... Ich denke auch, daß das Angebot nicht sonderlich gut angekommen ist und wohl bald wieder gestrichen wurde, jedenfalls habe ich seit langem nichts mehr davon gehört.
2. Welche/r SchauspielerIn, die/der es mittlerweile zu beachtlichem Ruhm gebracht hat, ist euch unlängst in einem älteren Film aufgefallen, ohne dass ihr zuvor Kenntnis von ihr/ihm genommen hättet?
Oh, das passiert mir ehrlich gesagt ständig. Gerade letzte Woche habe ich beim TV-Zapping zufällig den Vorspann des Gerichts-Thrillers "Zivilprozeß" mit John Travolta erwischt und war in höchstem Maße erstaunt, wie viele von mir sehr geschätzte Schauspieler darin Nebenrollen spielen, die ich damals (Ende der 1990er) gar nicht oder kaum kannte: Tony Shalhoub, William H. Macy, Zeljko Ivanek, John Lithgow, Kathleen Quinlan, James Gandolfini, Peter Jacobson, Stephen Fry, Paul Ben-Victor, Dan Hedaya ... Hat mir fast Lust gemacht, mir den Film mal wieder anzuschauen.
3. Was war der enttäuschendste Trailer, der euch in den letzten Wochen untergekommen ist oder schaut ihr etwa gar keine Trailer und wenn nein, warum nicht?
Ich schaue mir Trailer grundsätzlich (mit ganz seltenen Ausnahmen) nur im Kino an, da ich sie als nur selten sonderlich hilfreich empfinde. Es gibt einfach zu viele gute Trailer zu schlechten Filmen und umgekehrt, da gibt es für mich wesentlich verlässlichere Indikatoren, ob ich mir einen Film anschauen soll oder nicht (z.B. Rotten Tomatoes, IMDB, Filmblogs). Der letzte enttäuschende Trailer im Kino war aber der zu "Der Medicus", weil ich ihn so klischeehaft fand (v.a. die "Liebe auf den ersten Blick"-Szene), daß er mir tatsächlich den Kinobesuch verleidet hat. Ich warte jetzt lieber auf die TV-Ausstrahlung ...
4. Gibt es tatsächlich noch Filme, die ihr gerne einmal wieder sehen wollen würdet, die es aber noch immer nicht auf DVD oder Blu-ray gibt (alternativ: Serien)?
Definitiv, vor allem, was Serien betrifft. Da gibt es ein paar, die im deutschen TV leider nie komplett gezeigt wurden (z.B. die kanadische Serie "ReGenesis" oder die 1990er Jahre-Mysteryserie "First Wave") und die ich gerne noch vervollständigen würde. Bislang aber leider keine Chance. Bei Filmen fällt mir jetzt nichts Konkretes ein, aber es gibt auf jeden Fall viele asiatische Filme, die ich gerne via westlicher DVD (sprich: mit zumindest englischen Untertiteln) haben würde.
5. Wir BloggerInnen sind ja allesamt mehr oder weniger stark in diversen Sozialen Netzen, in Foren oder anderen Communitys aktiv. Wie sind eure Erfahrungen, ob positiv oder negativ? Welchen Kanal möchtet ihr nicht mehr missen oder womit seid ihr überhaupt nicht warmgeworden?
Ich bin ja bislang als vermutlich einziger Blogger der Welt allein mit diesem Blog in der Internetlandschaft unterwegs. Facebook überlege ich schon, seit ich begonnen habe, konnte mich bisher aber aufgrund meiner prinzipiellen Abneigung gegen den Laden nicht dazu durchringen. Twitter käme schon eher infrage, aber was man so liest, soll dessen Auswirkung auf die Besucherzahlen ja eher gering sein. Im Grunde genommen ist es einfach so, daß ich meine viel zu knapp bemessene Zeit lieber in das Schreiben für mein Blog stecke als mich großartig mit den anderen Wegen zu beschäftigen. Aber immerhin verlinke ich seit kurzem meine Kritiken bei der OFDB (Dank an die Media Monday-Kollegen, die mich auf die Idee gebracht haben ...).
6. Mein jüngster Neuerwerb in punkto Medien war die "Ernst Lubitsch Collection", weil ich die Hollywood-Filme des Meisters der intelligenten Komödie (neben Billy Wilder mein absoluter Favorit dieses Genres) liebe und gespannt bin, wie er sich bei seinen frühen deutschen Werken gemacht hat (wobei ich den Stummfilm "Die Austernprinzessin" bereits kenne und gut finde).
7. Meine zuletzt gesehener Film war John Sturges' "Der letzte Zug von Gun Hill" (1959, lief gestern bei arte) und der war in der ersten Hälfte hervorragend, weil ein im besten Sinne klassischer, psychologischer Western mit einem tollen Hauptdarsteller Kirk Douglas, einem kaum weniger starken ambivalenten Antagonisten Anthony Quinn, einem wie üblich tollen Western-Soundtrack von Dimitri Tiomkin und einer erstaunlich kritischen Story, die sich offen mit dem weißen Rassismus gegenüber den Indianern beschäftigt (was in den Western der 1950er Jahre ja noch keine Selbstverständlichkeit war). Leider ist in der zweiten Hälfte, die sehr an den kurz zuvor erschienenen "Zähl bis drei und bete" (vielen wohl eher durch das Remake "Todeszug nach Yuma" mit Russell Crowe bekannt) und auch "Zwölf Uhr mittags" mit Gary Cooper erinnert, ein bißchen die Luft raus, die gesellschaftspolitischen Elemente verschwinden fast völlig und die Auflösung ist ziemlich konstruiert. Insgesamt trotzdem ein guter Western: 7,5 Punkte.

Die Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es wie üblich beim Medienjournal, von dem auch die Fragen stammen.

Montag, 30. Dezember 2013

Media Monday #131


Morgen werde ich meine große Kino-Jahresbilanz 2013 veröffentlichen, heute gibt es via Media Monday schon einmal einen deutlich kürzeren, aber breiter gefaßten Rückblick auf die letzten 12 Monate.

1. Der beste Film in 2013 war für mich "Django Unchained", "Silver Linings", "Captain Phillips" oder "Gravity" – ich habe mich noch nicht entschieden und tue mich auch schwer damit, weil es 2013 für mich einfach keinen richtig herausragenden Kinofilm gab.
2. Mein liebstes Buch in 2013 war Stephen Frys "Der Sterne Tennisbälle". Aber viele Bücher habe ich dieses Jahr leider nicht geschafft.
3. Größte Serienneuentdeckung in 2013 war zweifelsohne "House of Cards" ("Arrow" ist aber auch überraschend gut).
4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar "Hyde Park am Hudson", was Filme betrifft. Die Bundesliga-Hinrunde des 1. FC Nürnberg, was Sport betrifft. Das Ausmaß der und die Reaktionen auf die unsägliche NSA-Affäre sowie die Besetzung vieler Ministerposten unserer neuen Regierung, was Politik betrifft. Privat fällt mir glücklicherweise wenig ein.
5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf hoffentlich viele gute Filme, nachdem der Kinojahrgang 2013 in meinen Augen doch ziemlich deutlich hinter 2012 zurückblieb (wie ich beim Erstellen meiner Jahresbestenliste feststellen mußte).
6. Spannend wird 2014 vor allem, weil jedes neue Jahr spannend wird. Und wenn es Olympia und Fußball-WM gibt, dann erst recht ...
7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind keine. Wie jedes Jahr.