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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Donnerstag, 21. März 2024

Klassiker-Rezension: DER SPION, DER AUS DER KÄLTE KAM (1965)

Originaltitel: The Spy Who Came in from the Cold
Regie: Martin Ritt, Drehbuch: Paul Dehn und Guy Trosper, Musik: Sol Kaplan
Darsteller: Richard Burton, Claire Bloom, Oskar Werner, Peter van Eyck, Cyril Cusack, Rupert Davies, Sam Wanamaker, George Voskovec, Beatrix Lehmann, Michael Hordern, Robert Hardy, Anne Blake, Bernard Lee
The Spy Who Came in from the Cold (1965) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,6); US-Einspielergebnis: $7,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 112 Minuten.
Als der berüchtigte ostdeutsche Geheimdienstchef Hans-Dieter Mundt (Peter van Eyck, "Lohn der Angst") erneut einen Informanten des britischen Geheimdienstes enttarnt und beseitigt hat, beschließt MI6-Chef "Control" (Cyril Cusack, "Fahrenheit 451"), zu drastischen Maßnahmen zu greifen. Um Mundt endlich loszuwerden, wird der bisherige Leiter der Berliner MI6-Station, Alec Leamas (Richard Burton, "Cleopatra"), offiziell degradiert, was den Beginn eines drastischen sozialen Abstiegs darstellt, an dessen Ende Leamas' Rekrutierung durch die Stasi stehen soll. Diese soll er dann vorsichtig mit Informationen füttern, die darauf hindeuten, Mundt könne ein für die Briten arbeitender Doppelspion sein. Zunächst läuft alles nach Plan, wenngleich nicht unbedingt vorgesehen war, daß der irgendwann als Bibliotheks-Assistent arbeitende Leamas sich in seine junge, naiv-idealistische Kollegin Nancy (Claire Bloom, "Die Brüder Karamasov") verliebt. Doch schließlich wird Leamas tatsächlich von der Stasi angeworben und von Mundts Stellvertreter (und größtem internen Rivalen) Fiedler (Oskar Werner, "Jules und Jim") befragt ...

Dienstag, 12. April 2022

Klassiker-Rezension: DER MÖRDER KAM UM MITTERNACHT (1959)

Originaltitel: Un témoin dans la ville, Englischsprachiger Titel: Witness in the City
Regie: Édouard Molinaro, Drehbuch: Gérard Oury, Alain Poiré und Édouard Molinaro, Musik: Barney Wilen
Darsteller: Lino Ventura, Franco Fabrizi, Sandra Milo, Jacques Berthier, Micheline Luccioni, Robert Dalban, Daniel Ceccaldi, Françoise Brion
Der Mörder kam um Mitternacht (1959) on IMDb Rotten Tomatoes: -, FSK: 16, Dauer: 86 Minuten.
Als der reiche Unternehmer Pierre Verdier (Jacques Berthier, "Der Freibeuter") seine Geliebte Jeanne (Françoise Brion, "Adieu, Bulle") tötet, indem er sie aus einem fahrenden Zug stößt, kommt er straffrei davon, da die Staatsanwaltschaft den Mord nach Ansicht des Richters nicht nachweisen kann. Seinen juristischen Sieg kann Verdier allerdings nicht lange genießen, denn Jeannes Ehemann, der LKW-Fahrer Ancelin (Lino Ventura, "Der Clan der Sizilianer"), sinnt auf Rache. Tatsächlich gelingt Ancelin der scheinbar perfekte Mord, indem er Verdiers Suizid durch Erhängen vortäuscht. Dummerweise wird Ancelin beim Verlassen von Verdiers Anwesen jedoch von dem Taxifahrer Lambert (Franco Fabrizi, "Balduin, der Trockenschwimmer") gesehen, den der Unternehmer kurz zuvor noch gerufen hatte. Während Lambert sich lediglich über diesen unhöflichen Kerl ärgert sowie darüber, daß er umsonst mitten in der Nacht zu dieser Adresse geschickt wurde (denn logischerweise kommt Verdier nicht mehr heraus), begreift Ancelin nach der ersten Überraschung schnell, daß der Taxifahrer seinen schönen Plan verderben könnte, sobald er von Verdiers Tod erfährt. Es bleibt Ancelin wohl nichts anderes übrig: Er muß auch Lambert noch in dieser Nacht töten! Ancelin folgt dem Taxifahrer, der sich zunächst mit seiner Freundin, der Telefonistin Liliane (Sandra Milo, "Der Panther wird gehetzt") trifft, und wartet auf eine Gelegenheit, um unbemerkt zuzuschlagen. So mitleidlos Ancelin den Mörder seiner Frau beseitigen konnte, muß er nun jedoch erkennen, daß es gar nicht so einfach ist, einen völlig Unschuldigen, der nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, zu töten ...

Dienstag, 10. August 2021

Klassiker-Rezension: UNTERNEHMEN PETTICOAT (1959)

Originaltitel: Operation Petticoat
Regie: Blake Edwards, Drehbuch: Stanley Shapiro und Maurice Richlin, Musik: David Rose
Darsteller: Cary Grant, Tony Curtis, Joan O'Brien, Dina Merrill, Gene Evans, Arthur O'Connell, Dick Sargent, Robert F. Simon, Virginia Gregg, Robert Gist, Gavin MacLeod, George Dunn, Dick Crockett, Marion Ross, Madlyn Rhue, Kirk Douglas
Unternehmen Petticoat (1959) on IMDb Rotten Tomatoes: 81% (6,6); US-Einspielergebnis: $23,3 Mio.
FSK: 6, Dauer: 124 Minuten.
Als im Jahr 1959 das altgediente U-Boot der US-Marine "Sea Tiger" verschrottet werden soll, erweist ihm sein ehemaliger Kommandant Matt Sherman (Cary Grant, "Der unsichtbare Dritte") die letzte Ehre – und erinnert sich daran, was er mit diesem U-Boot alles erlebt hat. Sherman befehligte die "Sea Tiger" während des Zweiten Weltkrieges im Pazifik, wo sie im Hafen eines philippinischen Marinestützpunkts während eines japanischen Luftangriffs schwer getroffen wird und eigentlich aufgegeben werden soll. Sherman will das U-Boot allerdings unbedingt wieder seetauglich bekommen und da kommt sein neuer Junior-Offizier Nicholas Holden (Tony Curtis, "Manche mögen's heiß") gerade Recht. Wobei, eigentlich kann Sherman mit dem leichtlebigen und auf die Regeln pfeifenden Holden wenig anfangen, doch für diese spezielle Situation ist Holdens Erfindungsreichtum genau richtig. Letztlich gelingt es ihnen so, die "Sea Tiger" wieder halbwegs zusammenzuklöppeln, auch wenn das zur Bestürzung der Crew in einer rosafarbenen Lackierung resultiert. Aber immerhin, die "Sea Tiger" sticht wieder in See und bekommt es bald mit dem nächsten ungewöhnlichen Problem zu tun: Bei einem Zwischenhalt wird eine Gruppe gestrandeter Krankenschwestern um Lieutenant Dolores Crendall (Joan O'Brien, "Ob blond, ob braun …") und Lieutenant Barbara Duran (Dina Merrill, "Die jungen Wilden") von Holden zur Mitreise auf der "Sea Tiger" eingeladen – dabei weiß doch nun wirklich jeder, daß Frauen auf einem U-Boot großes Unglück bedeuten …

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Klassiker-Rezension: DAS WUNDER VON MANHATTAN (1947)

Originaltitel: Miracle on 34th Street
Regie und Drehbuch: George Seaton, Musik: Cyril Mockridge
Darsteller: Edmund Gwenn, Maureen O'Hara, John Payne, Natalie Wood, Jerome Cowan, Gene Lockhart, Alvin Greenman, Porter Hall, William Frawley, Philip Tonge, Harry Antrim, Thelma Ritter
Das Wunder von Manhattan (1947) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (8,5); US-Einspielergebnis 1947: $2,65 Mio.
FSK: 0, Dauer: 97 Minuten.
Die alleinerziehende Mutter Doris Walker (Maureen O'Hara, "Rio Grande") wurde von der Liebe so sehr enttäuscht, daß sie nur noch an die Realität und an Fakten glaubt – eine Einstellung, die sie auch ihrer kleinen Tochter Susan (Natalie Wood, "… denn sie wissen nicht, was sie tun") vermittelt, die daher keine Märchen erzählt bekommt und nicht an den Weihnachtsmann glaubt. Ironischerweise zeichnet ausgerechnet Doris für die Organisation der großen jährlichen Thanksgiving-Parade des Kaufhauses Macy's in New York verantwortlich, die mit der Ankunft von Santa Clause die Weihnachtssaison einleitet. Als der angeheuerte Nikolaus sehr kurzfristig ausfällt, engagiert Doris vom Fleck weg einen netten älteren Herren, der genau so aussieht, wie man sich den Weihnachtsmann vorstellt – und felsenfest darauf besteht, wirklich Santa Clause zu sein! Tatsächlich wird dieser Kris Kringle (Edmund Gwenn, "Immer Ärger mit Harry") bei der Parade ein voller Erfolg, weshalb er anschließend bis Weihnachten bei Macy's Kinderwünsche anhören (und durch die Käufe der Eltern die Kassen des Kaufhauses füllen) soll. Alle lieben diesen Santa Claus, der überall Frohsinn und Menschlichkeit verbreitet – abgesehen von dem grantigen Kaufhaus-Psychologen Sawyer (Porter Hall, "Reporter des Satans"), der Kris wegen seines Glaubens, der echte Weihnachtsmann zu sein, für gefährlich hält und in die Psychiatrie einweisen lassen will. Die Angelegenheit geht vor Gericht, wo Richter Harper (Gene Lockhart, "Der große Edison") widerwillig urteilen muß, ob der von Doris' idealistischem Nachbarn Fred (John Payne, "Auf Messers Schneide") vertretene Mr. Kringle in Freiheit bleibt oder nicht …

Donnerstag, 6. August 2020

Klassiker-Rezension: DIE ERBIN (1949)

Originaltitel: The Heiress
Regie: William Wyler, Drehbuch: Ruth und Augustus Goetz, Musik: Aaron Copland
Darsteller: Olivia de Havilland, Montgomery Clift, Ralph Richardson, Miriam Hopkins, Vanessa Brown, Betty Linley, Ray Collins, Selena Royle, Mona Freeman
 Die Erbin
(1949) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (8,9); FSK: 12, Dauer: 110 Minuten.
Mitte des 19. Jahrhunderts wächst Catherine Sloper (Olivia de Havilland, "Vom Winde verweht") in New York als einzige Tochter des wohlhabenden Arztes Dr. Austin Sloper (Ralph Richardson, "Der Drachtentöter") auf. Obwohl sie durch den Nachlaß ihrer verstorbenen Mutter gut versorgt ist und von ihrem Vater dereinst ein noch größeres Erbe bekommen soll, finden sich allerdings nicht wirklich Heiratsanwärter für Catherine. Das dürfte daran liegen, daß sie – zum Leidwesen ihres Vaters und ihrer Tante Lavinia (Miriam Hopkins, "Serenade zu dritt") – sehr schüchtern ist, sich unscheinbar kleidet und sich lieber zu Hause ihren Strickarbeiten widmet als die noblen Partys der feinen Gesellschaft zu besuchen. Als sie trotzdem wieder einmal zu einer solchen Feier mitgeschleppt wird, lernt sie den charmanten Morris Townsend (Montgomery Clift, "Red River") kennen, der sofort von ihr fasziniert scheint und ihr fortan den Hof macht. Catherine, die selbst kaum noch daran geglaubt hatte, die Liebe zu finden, ist begeistert und fiebert bereits der baldigen Hochzeit entgegen – doch ihr Vater argwöhnt, daß der arbeitslose Morris es nur auf das Geld abgesehen hat und sich von Catherine aushalten lassen will. Also kommt man überein, daß Catherine mit ihrem Vater ein halbes Jahr auf Europa-Reise geht. Wartet Morris anschließend immer noch in New York auf sie, will Dr. Sloper in die Heirat einwilligen …

Dienstag, 21. Juli 2020

Klassiker-Rezension: BLIND WOMAN'S CURSE (1970)

Originaltitel: Kaidan nobori ryû
Regie: Teruo Ishii, Drehbuch: Chûsei Sone und Teruo Ishii, Musik: Hajime Kaburagi
Darsteller: Meiko Kaji, Hoki Tokuda, Makoto Satô, Tôru Abe, Ryôhei Uchida, Yoshi Katô, Shirô Ôtsuji, Tatsumi Hijikata
 Blind Woman's Curse - Die verfluchte Schwertkämpferin mit dem Drachentattoo (1970) on IMDb Rotten Tomatoes: -, FSK: 16, Dauer: 85 Minuten.
Als ihr Vater stirbt, übernimmt Akemi (Meiko Kaji) die Führung des Tachibana-Clans. Akemi gelingt es, den Tod ihres Vaters durch Goda (Hoki Tokuda), den Anführer eines rivalisierenden Yakuza-Clans, zu rächen – dabei blendet sie aber versehentlich dessen Tochter (Hoki Tokuda), als diese versucht, ihren Vater zu schützen. Wegen dieser Tat und weil dabei eine schwarze Katze eine Rolle spielte, glaubt Akemi fortan, daß sie verflucht ist und von der Katze verfolgt wird. Da kommt eine längere Auszeit im Gefängnis gar nicht so ungelegen, wo die mit einem eindrucksvollen Drachentattoo auf dem Rücken versehene Akemi unter ihren Mitgefangenen zahlreiche neue Anhänger findet, die ihr nach ihrer Haftentlassung drei Jahre später weiterhin zur Seite stehen und sich ebenfalls ein Drachentattoo stechen lassen. Akemi ist durch die Zeit im Gefängnis bedächtiger geworden und möchte ihren Clan nun möglichst friedlich führen. Das bezahlt jedoch eine der Frauen nach der anderen auf grausame Art und Weise mit dem Leben. Lastet also immer noch der Fluch auf Akemi und denen, die ihr zur Seite stehen? Oder steckt der feindliche Yakuza-Anführer Dobashi (Tôru Abe) dahinter, der es aufs Tachibana-Territorium abgesehen hat?

Donnerstag, 25. Juni 2020

Klassiker-Rezension: MALCOLM X (1992)

Regie: Spike Lee, Drehbuch: Arnold Perl und Spike Lee, Musik: Terence Blanchard
Darsteller: Denzel Washington, Angela Bassett, Al Freeman Jr., Albert Hall, Delroy Lindo, Kate Vernon, Spike Lee, Theresa Randle, Lonette McKee, Tommy Hollis, Roger Guenvuer Smith, Wendell Pierce, Leonard L. Thomas, James McDaniel, Christopher Plummer, Veronica Webb, Debi Mazar, Karen Allen, Giancarlo Esposito, Nicholas Turturro, John Sayles, Martin Donovan, John David Washington, Michael Imperioli, Vincent D'Onofrio, Richard Schiff, William Kunstler, Terence Blanchard, Bobby Seale, Al Sharpton, Nelson Mandela
Malcolm X
(1992) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (7,7); weltweites Einspielergebnis: $48,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 202 Minuten.
In den 1940er Jahren wächst der Afroamerikaner Malcolm Little (Denzel Washington, "Fences") nach dem Ku-Klux-Klan-Mord an seinem als Prediger tätigen Vater bei einer Pflegefamilie in Detroit auf, wo er als junger Erwachsener mit seinem Freund Shorty (Spike Lee) den großen Macker raushängen läßt und im Grunde genommen so leben will wie ein Weißer – inklusive weißer Freundin namens Sophia (Kate Vernon, TV-Serie "Battlestar Galactica"). Mit schlecht bezahlten Hilfsarbeiten (obwohl er Klassenbester war, erscheint für ihn wegen seiner Hautfarbe mehr kaum möglich) läßt sich ein solcher Lebensstil nicht auf Dauer finanzieren, weshalb er seine Tätigkeit als Kellner aufgibt und sich in New York unter die Fittiche des Gangsters West Indian Archie (Delroy Lindo, "Da 5 Bloods") begibt. Diese Episode endet für Malcolm allerdings im Gefängnis, in dem er von seinem Mithäftling Baines (Albert Hall, TV-Serie "Ally McBeal"), einem überzeugten Mitglied der radikalen "Nation of Islam", zum Islam konvertiert wird. Nach seiner Entlassung wird der charismatische Malcolm – der seinen "Sklavennamen" abgelegt hat und sich nun schlicht "Malcolm X" nennt – schnell zu einem der einflußreichsten Prediger der vom selbsternannten Propheten Elijah Muhammad (Al Freeman Jr., TV-Serie "One Life to Live") angeführten Nation of Islam, die für die strikte Trennung von schwarzer und weißer Gesellschaft mit schwarzer Vorherrschaft eintritt …

Donnerstag, 23. April 2020

Klassiker-Rezension: FROM BEYOND (1986)

Deutscher Alternativtitel: From Beyond – Aliens des Grauens
Regie: Stuart Gordon, Drehbuch: Dennis Paoli, Musik: Richard Band
Darsteller: Barbara Crampton, Jeffrey Combs, Ted Sorel, Ken Foree, Carolyn Purdy-Gordon, Bunny Summers, Bruce McGuire
From Beyond - Aliens des Grauens (1986) on IMDb Rotten Tomatoes: 80% (6,9); US-Einspielergebnis: $1,3 Mio.
FSK: 16, Dauer: 82 Minuten.
Der visionäre Wissenschaftler Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel, "Network") und sein begabter Assistent Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs, "The Frighteners") sind davon überzeugt, daß sich in der menschlichen Zirbeldrüse eine Art sechstes Auge verbirgt, also ein im Laufe der Evolution verlorengegangenes zusätzliches Sinnesorgan. Um dieses zu reaktivieren, arbeiten sie seit längerem an einem Gerät, das sie Resonator nennen und das die Zirbeldrüse so stark anregen soll, daß seine ursprüngliche Funktion wieder "erwacht". Eines Abends gelingt es ihnen endlich und tatsächlich werfen sie auf diese Weise einen Blick in eine für den normalen Menschen unsichtbare Dimension. Dort tummeln sich merkwürdige Kreaturen, die man nur mit angeregter Zirbeldrüse sehen kann – und auch sie bemerken uns nur dann. Zum Glück, denn wie sich herausstellt, haben die Kreaturen großen Hunger auf Menschen und töten prompt Dr. Pretorius, ehe Crawford den Resonator deaktivieren kann. Weil ihm seine Geschichte niemand glaubt, wird er wegen Mordes festgenommen und zudem für verrückt gehalten – die ehrgeizige Psychiaterin Dr. Katherine McMichaels (Barbara Crampton, "Tales of Halloween") soll seinen Geisteszustand untersuchen und will dafür das Resonator-Experiment mit Crawford und dem ihnen als Aufpasser zugeteilten Polizisten Buford "Bubba" Brownlee (Ken Foree, "Dawn of the Dead") nachstellen. Was kann da schon schiefgehen …

Donnerstag, 16. April 2020

Klassiker-Rezension: HOUSE (1977)

Originaltitel: Hausu
Regie: Nobuhiko Ōbayashi, Drehbuch: Chiho Katsura, Musik: Asei Kobayashi, Mickie Yoshino
Darsteller: Kimiko Ikegami, Yōko Minamida, Kumiko Ōba, Miki Jinbo, Ai Matubara, Masayo Miyako, Eriko Tanaka, Mieko Satō, Kiyohiko Ozaki, Saho Sasazawa, Haruko Wanibuchi
Hausu (1977) on IMDb Rotten Tomatoes: 91% (7,5); US-Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 88 Minuten.
Als ihr geplantes Sommer-Ferienlager ausfällt, fährt die japanische Schülerin Oshare (Kimiko Ikegami, "Bruder und Schwester") mit sechs Freundinnen zu Oshares Tante (Yōko Minamida, "Kampfgeschwader Zero"), die abgelegen in einem großen Haus auf dem Land wohnt. Doch die Tante verhält sich merkwürdig und das Haus stellt sich alsbald als noch viel seltsamer heraus. Als dann auch noch eines der Mädchen nach dem anderen auf immer absurdere Art und Weise im Haus verschwindet, wird den verbleibenden Freundinnen bald klar, daß dies kein übermäßig vergnüglicher Urlaub für sie werden wird. Was ist das große Geheimnis dieses mysteriösen Spukhauses? Warum scheint es seine Besucherinnen regelrecht zu verschlucken? Und gibt es für die anderen Mädchen noch eine Chance, ihre Freundinnen und sich selbst zu retten?

Dienstag, 7. April 2020

Klassiker-Rezension: DER CLUB DER TOTEN DICHTER (1989)

Regie: Peter Weir, Drehbuch: Tom Schulman, Musik: Maurice Jarre
Darsteller: Robin Williams, Ethan Hawke, Robert Sean Leonard, Josh Charles, Gale Hansen, Dylan Kussman, Allelon Ruggiero, James Waterston, Alexandra Powers, Norman Lloyd, Colin Irving, Kurtwood Smith, Kevin Cooney, George Martin, Lara Flynn Boyle, Melora Walters
Der Club der toten Dichter (1989) on IMDb Rotten Tomatoes: 84% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $235,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 129 Minuten.

Im Jahr 1959 kommt der extrem schüchterne Todd Anderson (Ethan Hawke, "Before Sunset") an die Welton Academy, ein erzkonservatives Elite-Internat im Vermont. Todd stand zeit seines Lebens im Schatten seines älteren Bruders Jeffrey, dessen schulische Leistungen am gleichen Internat überragten. Weil Todd sich stark von seinem überaus beliebten Bruder unterscheidet, leidet er sehr unter dem Erfolgsdruck und versucht in erster Linie, nicht aufzufallen. Doch mit dem charismatischen Neil Perry (Robert Sean Leonard, TV-Serie "Dr. House") wird Todd einem Zimmergenossen zugeteilt, der sich Todds an- und ihn in seine Freundesgruppe aufnimmt, zu der Knox Overstreet (Josh Charles, TV-Serie "Good Wife") und der extrovertierte Charlie Dalton (Gale Hansen) zählen. So richtig aus sich heraus geht Todd allerdings erst, als ihn der neue, fortschrittliche Englischlehrer John Keating (Robin Williams, "Insomnia") – selbst ein Absolvent des Internats – immer wieder reizt und ermutigt. Neil, Knox, Todd und einige andere beleben in der Folge den einst von Keating gegründeten "Club der toten Dichter" neu, was bedeutet, daß sie sich heimlich in einer Höhle außerhalb des Schulgeländes treffen und dabei diskutieren, trinken und Gedichte rezitieren. Die Treffen inspirieren Neil dazu, sich gegen den Willen seines Vaters (Kurtwood Smith, TV-Serie "Die wilden Siebziger") der Schauspielerei zu verschreiben, derweil Knox versucht, die schöne und eigentlich unerreichbare Chris (Alexandra Powers, "Die Wiege der Sonne") zu erobern. Unterdessen stoßen Keatings unkonventionelle Lehrmethoden auf immer größere Widerstände bei seinen Kollegen und den Eltern der Schüler …

Dienstag, 17. März 2020

Klassiker-Rezension: DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE (1934)

Originaltitel: The Man Who Knew Too Much
Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: Charles Bennett und D.B. Wyndham-Lewis, Musik: Arthur Benjamin
Darsteller: Leslie Banks, Peter Lorre, Hugh Wakefield, Frank Vosper, Nova Pilbeam, Pierre Fresnay, Edna Best, George Curzon, Alfred Hitchcock
Der Mann, der zuviel wußte
(1934) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (7,8); FSK: 16, Dauer: 76 Minuten.

Das britische Ehepaar Bob (Leslie Banks, "Graf Zaroff Genie des Bösen") und Jill Lawrence (Edna Best, "Ein Gespenst auf Freiersfüßen") befindet sich mit Tochter Betty (Nova Pilbeam, "Jung und unschuldig") und dem Freund der Familie Clive (Hugh Wakefield, "Geisterkomödie") im Urlaub in den Schweizer Bergen, als dort der Franzose Louis Bernard (Pierre Fresnay, "Die große Illusion"), mit dem sie sich angefreundet hatten, erschossen wird. Der sterbende Louis bittet mit seinen letzten Worten die auch anwesenden Lawrences eindringlich, eine versteckte Notiz aus seinem Zimmer zu holen und dann dem britischen Konsul zu übergeben. Bob holt die mysteriöse Nachricht, doch bevor er sie abgeben kann, wird Betty entführt, um die Lawrences zum Stillschweigen zu erpressen. Zurück in London erfährt das verzweifelte Ehepaar, daß Louis Geheimagent war und seine Notiz einen Mordanschlag auf einen Diplomaten verhindern könnte. Weiterhin wagen die Lawrences nicht, ihr Wissen zu enthüllen, jedoch beschließen Bob und Clive, auf eigene Faust der Sache nachzugehen. Tatsächlich stoßen sie auf Bettys Entführer Abott (Peter Lorre, "Die Spur des Falken"), den sie bereits in der Schweiz getroffen hatten …

Mittwoch, 28. August 2019

Klassiker-Rezension: DAS PHANTOM DER OPER (1925)

Originaltitel: The Phantom of the Opera
Regie: Rupert Julian, Drehbuch: Elliott J. Clawson, Musik (Premiere): Joseph Carl Breil, hier: Gabriel Thibaudeau
Darsteller: Lon Chaney, Mary Philbin, Norman Kerry, Arthur Edmund Carewe, Gibson Gowland, Mary Fabian, Virginia Pearson Snitz Edwards, John St. Polis
Das Phantom der Oper
(1925) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (8,3); FSK: 12, Dauer: 91 Minuten.
Die neuen Eigentümer des renommierten, allerdings angeblich verfluchten Pariser Opernhauses staunen nicht schlecht, als die gefeierte Primadonna Carlotta (die echte Opernsängerin Mary Fabian in ihrer einzigen Filmrolle) ihnen einen vom "Phantom" unterzeichneten Drohbrief zeigt. Darin wird gefordert, daß die junge Sängerin Christine Daaé (Mary Philbin, "Der Mann, der lacht") die Hauptrolle im großen Saisonauftakt mit Charles Gounods Oper "Faust" übernimmt, ansonsten werde es Carlotta schlecht ergehen. Zwar wurden die neuen von den alten Eignern bereits vor diesem mysteriösen Phantom gewarnt, das mutmaßlich unter dem Gebäude haust, doch mit einer solchen Drohung hatten sie sicher nicht gerechnet. Tatsächlich kommt daraufhin Christine zum Einsatz und liefert eine fantastische Vorstellung ab – woraufhin sie mit ihrem Geliebten, dem adligen Raoul (Norman Kerry, "Der Glöckner von Notre Dame"), Schluß macht, weil er will, daß sie heiraten und sie ihre Karriere beendet. Das unsterblich in sie verliebte, aber körperlich entstellte Phantom (Lon Chaney, "Die unheimlichen Drei") spricht zu Christine wie ein Mentor und ermutigt sie, und als in der nächsten Vorstellung doch wieder Carlotta auftritt, zeigt sich, daß seine Drohung keineswegs leer war. Daraufhin machen sich der besorgte Raoul und der verdeckt ermittelnde Polizist Ledoux (Arthur Edmund Carewe, "Doctor X") auf die Jagd nach dem Phantom …

Dienstag, 23. Juli 2019

Klassiker-Rezension: DAS INDISCHE GRABMAL (1921)

Regie: Joe May, Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang, Musik: Wilhelm Löwitt, hier: Vojtěch Havel und Irena Havlova
Darsteller: Conrad Veidt, Olaf Fønss, Mia May, Bernhard Goetzke, Erna Morena, Paul Richter, Lya de Putti, Lewis Brody
 Das indische Grabmal zweiter Teil - Der Tiger von Eschnapur
(1921) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 6, Dauer: 233 Minuten.

Der renommierte britische Architekt Herbert Rowland (Olaf Fønss, "Der Gang in die Nacht") staunt nicht schlecht, als eines Tages der geheimnisvolle indische Yoghi Ramigani (Bernhard Goetzke, "Dr. Mabuse, der Spieler") unangekündigt in seinem Arbeitszimmer sitzt und ihm ein verlockendes Angebot macht: Herbert soll dem Maharadscha von Eschnapur, Ayan (Conrad Veidt, "Casablanca"), ein monumentales Grabmal für seine Frau bauen. Obwohl das Angebot ein paar merkwürdige Nebenbedingungen hat – so darf Herbert seiner Verlobten Irene (Mia May, "Die Herrin der Welt") nicht bezüglich seiner Abreise Bescheid sagen –, nimmt der Architekt es schließlich an, weil die berufliche Versuchung einfach zu groß ist. In Indien angekommen, muß Herbert allerdings zu seinem Schrecken erfahren, daß Ayans Frau Savitri (Erna Morena, "Die Verschwörung zu Genua") noch quicklebendig ist – aber eine Gefangene ihres Gatten, da der sie beim Fremdgehen mit dem britischen Offizier Mac Allan (Paul Richter, "Die Nibelungen") erwischt hatte. Für zusätzliche Komplikationen sorgt wenig später die Ankunft von Irene, die durch hartnäckige Nachforschungen herausfinden konnte, wohin ihr Verlobter verschwunden ist, und nun der Sache auf den Grund gehen will …

Mittwoch, 3. Juli 2019

Klassiker-Rezension: ALEXANDER, DER LEBENSKÜNSTLER (1968)

Originaltitel: Alexandre le bienheureux
Regie: Yves Robert, Drehbuch: Pierre Lévy-Corti und Yves Robert, Musik: Vladimir Cosma
Darsteller: Philippe Noiret, Marlène Jobert, Françoise Brion, Paul Le Person, Pierre Richard, Tsilla Chelton, Jean Carmet, Bernard Charlan
 Alexander, der Lebenskünstler
(1968) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 6, Dauer: 92 Minuten.
Vor zehn Jahren hat der gemütliche, naturliebende Bauer Alexandre (Philippe Noiret, "Abschied in der Nacht") eine äußerst ehrgeizige Frau (Françoise Brion, "Adieu, Bulle") geheiratet – und seitdem hatte er keine ruhige Minute! Seine Gattin treibt Alexandre nämlich unerbittlich an und hat aus Sparsamkeit sogar alle Knechte entlassen, sodaß der arme Alexandre eigentlich nur noch von einem träumt: Schlaf! Als seine Frau bei einem Unfall stirbt, hält sich Alexandres Trauer in Grenzen, vielmehr verspürt er große Erleichterung und beschließt: Ab sofort wird nicht mehr gearbeitet! Stattdessen bleibt Alexandre einfach im Bett und die täglichen Besorgungen im Dorf läßt er von seinem äußerst schlauen Hund erledigen. Die übrigen Dorfbewohner sind zunächst irritiert und ratlos ob Alexandres Arbeitsverweigerung, doch nach und nach findet er Bewunderer und Nachahmer, darunter die kürzlich aus der Großstadt hergezogene rothaarige Schönheit Agathe (Marlène Jobert, "Der aus dem Regen kam"). Um nicht den Dorffrieden und -wohlstand nachhaltig zu gefährden, versuchen Dörfler rund um den geschäftstüchtigen Sanguin (Paul Le Person, "Das Gespenst der Freiheit") alles, um Alexandre endlich wieder zur Arbeit zu bewegen …

Donnerstag, 16. Mai 2019

Klassiker-Rezension: DIE BOUNTY (1984)

Regie: Roger Donaldson, Drehbuch: Robert Bolt, Musik: Vangelis
Darsteller: Sir Anthony Hopkins, Mel Gibson, Liam Neeson, Daniel Day-Lewis, Bernard Hill, Philip Davis, Tevaite Vernette, Philip Martin Brown, Wi Kuki Kaa, Edward Fox, Sir Laurence Olivier
Die Bounty
(1984) on IMDb Rotten Tomatoes: 74% (6,3); weltweites Einspielergebnis: $18,3 Mio.
FSK: 12, Dauer: 131 Minuten.

1789 bricht der britische Dreimaster "Bounty" unter dem Kommando des erfahrenen Lieutenant William Bligh (Anthony Hopkins, "Der Löwe im Winter") in Richtung Tahiti auf, wo er Ableger des Brotfruchtbaums aufnehmen und nach Jamaika weitertransportieren soll. Doch die Hinfahrt dauert wesentlich länger als geplant, weil die von der Admiralität angeordnete, aber ungemein schwierige Umrundung des berüchtigten Kap Hoorn an der Spitze Südamerikas scheitert und die "Bounty" schließlich die deutlich längere Alternativroute nehmen muß. Das sorgt ebenso wenig für gute Laune an Bord wie Blighs herrisches Verhalten. Umso angenehmer ist es für die Crew, daß der Aufenthalt in Tahiti als Konsequenz der Verspätung fünf statt der angepeilten zwei Monate beträgt, da die Brotfruchtbaum-Stecklinge erst dann gezogen werden können. Die Besatzung genießt das angenehme Leben im paradiesischen Tahiti, dessen König Tynah (Wi Kuki Kaa) sie sehr freundlich aufnimmt – ebenso wie die vielen, sehr luftig gekleideten jungen Frauen. So nimmt bei einigen Seeleuten und sogar beim Ersten Offizier Fletcher Christian (Mel Gibson, "The Expendables 3") – der sich in die Königstochter Mauatua (Tevaite Vernette in ihrem einzigen Filmauftritt) verliebt hat – der Wunsch überhand, zu desertieren und für immer in Tahiti zu bleiben …

Mittwoch, 30. Januar 2019

Klassiker-Rezension: DER MANN VON DER INSEL MAN (1929)

Originaltitel: The Manxman
Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: Eliot Stannard
Darsteller: Carl Brisson, Anny Ondra, Malcolm Keen, Randle Ayrton
Der Mann von der Insel Man (1929) on IMDb Rotten Tomatoes: 92% (6,6); FSK: nicht geprüft; Dauer: 80 Minuten.
Fischer Pete (Carl Brisson, "Der Weltmeister") und Anwalt Philip (Malcolm Keen, "Der Mieter") sind trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft seit ihrer Kindheit beste Freunde, Brüder beinahe – bis sie sich beide in das gleiche schöne Mädchen verlieben. Die Auserwählte heißt Kate (Anny Ondra, "Erpressung"), ist Wirtin im Gasthaus ihres Vaters Caesar (Randle Ayrton, "Zeichen im Sturm") und scheint Petes Gefühle zu erwidern, der sich allerdings auch wesentlich offensiver um sie bemüht, während der zurückhaltende Philip Kate eher im Geheimen anschmachtet. Als Pete Caesar um die Hand seiner Tochter bittet, wird er von ihm aber kurzerhand rausgeworfen, denn Caesar denkt nicht daran, Kate einem armen Fischer zu überlassen. Pete entscheidet daraufhin, sein Glück in Afrika zu suchen und erst als wohlhabender Mann zurückzukehren – Kate verspricht ihm auf sein Drängen hin, auf seine Rückkehr zu warten und Philip (von dessen Gefühlen Pete nichts ahnt) soll solange auf sie aufpassen. Einige Zeit später erreicht Philip und Kate eine schlimme Nachricht aus Afrika …

Dienstag, 30. Oktober 2018

Klassiker-Rezension: HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS (1978)

Regie und Musik: John Carpenter, Drehbuch: Debra Hill und John Carpenter
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasance, Nick Castle, Nancy Loomis, P.J. Soles, Brian Andrews, John Michael Graham, Charles Cyphers, Kyle Richards, Nancy Stephens
Halloween - Die Nacht des Grauens (1978) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (8,6); weltweites Einspielergebnis: ca. $70 Mio.
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.

Nachdem er im Alter von sechs Jahren am Halloween-Abend seine ältere Schwester ermordet hat, wird Michael Myers in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen – 15 Jahre später gelingt ihm wiederum an Halloween die Flucht. Sein Psychiater Dr. Sam Loomis (Donald Pleasance, "Gesprengte Ketten"), der Michael für einen hoffnungsvollen Fall, ja gar für absolut "böse" hält, ahnt, wohin es den nun 21-Jährigen zieht: zurück in seinen Heimatort Haddonfield. Während Dr. Loomis dort noch versucht, den Sheriff (Charles Cyphers, "Coming Home") von der Gefahr zu überzeugen, hat Michael sich bereits seine nächsten potentiellen Opfer auserkoren: Die 17-jährige Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, "True Lies") und ihre besten Freundinnen Annie (Nancy Loomis) und Lynda (P.J. Soles, "Carrie") begegnen durch Zufall dem im Auto vorbeifahrenden Michael, der sie fortan heimlich verfolgt. Während die aufmerksame Laurie das bemerkt, halten ihre Freundinnen sie für paranoid. Am Abend arbeiten Laurie und Annie als Babysitter in dicht beieinander gelegenen Häusern, später – wenn die Kinder im Bett sind – wollen Lynda und ihr Freund für ein geselliges Beisammensein vorbeischauen. Doch der mit Maske und scharfem Messer ausgestattete Michael hat andere Pläne …

Dienstag, 11. September 2018

Klassiker-Rezension: DER TAG, AN DEM DIE ERDE FEUER FING (1961)

Originaltitel: The Day the Earth Caught Fire
Regie: Val Guest, Drehbuch: Wolf Mankowitz und Val Guest, Musik: Stanley Black
Darsteller: Edward Judd, Janet Munro, Leo McKern, Arthur Christianson, Reginald Beckwith, Michael Goodliffe, Austin Trevor, Bernard Braden, Edward Underdown, Robin Hawdon, Renée Asherson, Sir Michael Caine
Der Tag, an dem die Erde Feuer fing (1961) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,4); FSK: 6, Dauer: 95 Minuten.
Die Journalisten des Londoner "Daily Express" gehen routiniert ihrer Arbeit nach, auch wenn diverse ungewöhnliche Wetterphänomene für großes Stirnrunzeln sorgen. Tatsächlich kommen der abgebrühte Wissenschaftsredakteur Bill Maguire (Leo McKern, "Das Omen") und sein nach seiner Scheidung besonders zynischer jüngerer Kollege und Freund Peter Stennings (Edward Judd, "Raubzug der Wikinger") durch eine Kombination aus gründlicher Recherche und guten Kontakten wie der Ministersekretärin und Telefonistin Jeannie Craig (Janet Munro, "Dschungel der 1000 Gefahren") den Ursachen des merkwürdigen Wetters auf die Spur: Alles deutet darauf hin, daß zwei von den Amerikanern und den Sowjets an Nord- und Südpol zufällig gleichzeitig durchgeführte Atombombentests die Erde aus ihrem Gleichgewicht gebracht haben! Während die Regierungen das verheimlichen wollen, um keine Panik in der Bevölkerung zu verursachen, veröffentlicht der "Daily Express" seine Erkenntnisse und Schlußfolgerungen. Das gibt natürlich Ärger, schlimmer ist jedoch, daß das Wetter immer extremer wird, die Temperaturen immer weiter steigen und deshalb schon bald die Wasserversorgung gefährdet ist. Ist die Erde noch zu retten?

Dienstag, 10. Juli 2018

Klassiker-Rezension: DER DÜNNE MANN (1934)

Originaltitel: The Thin Man
Regie: W.S. Van Dyke, Drehbuch: Albert Hackett, Frances Goodrich, Musik: Dr. William Axt
Darsteller: William Powell, Myrna Loy, Skippy, Maureen O'Sullivan, Nat Pendleton, Porter Hall, Minna Gombell, Henry Wadsworth, William Henry, Cesar Romero, Natalie Moorhead, Edward Ellis
Der dünne Mann
(1934) on IMDb Rotten Tomatoes: 98% (8,8); weltweites Einspielergebnis: $1,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 93 Minuten.
Der elegante und wortgewandte, vielleicht etwas zu sehr dem Alkoholgenuß zugeneigte frühere Privatdetektiv Nick Charles (William Powell, "Mein Mann Godfrey", "Der große Ziegfeld") kann sich wahrlich nicht über sein Leben beklagen immerhin hat er vor einigen Jahren die reiche, wunderschöne und schlagfertige Erbin Nora (Myrna Loy, "Mitternachtsspitzen") geehelicht und führt seitdem ein ziemlich perfektes Leben im Kreise der High Society von San Francisco. Bei einem Besuch in der Weihnachtszeit in New York bittet ihn allerdings Dorothy Wynant (Mia Farrows Mutter Maureen O'Sullivan, "Stolz und Vorurteil") um Hilfe, denn ihr Vater – ein früherer Mandant von Nick – ist spurlos verschwunden. Nach anfänglichem Zögern sagt Nick zu und nimmt die Ermittlungen auf, was Nora von der Seitenlinie mit amüsierter Faszination verfolgt. Schon bald wird die Sache aber ziemlich ernst, denn Wynants frühere Sekretärin wird ermordet aufgefunden …

Dienstag, 12. Juni 2018

Klassiker-Rezension: ADIEU, BULLE (1975)

Originaltitel: Adieu poulet, DDR-Titel: Ungleiches Duell, US-Titel: The French Detective
Regie: Pierre Granier-Deferre, Drehbuch: Francis Veber, Musik: Philippe Sarde
Darsteller: Lino Ventura, Patrick Dewaere, Victor Lanoux, Claude Brosset, Claude Rich, Pierre Tornade, Julien Guiomar, Françoise Brion
Adieu Bulle
(1975) on IMDb Rotten Tomatoes: -; Zuschauerzahl in Frankreich: 1,95 Millionen
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.
Im korruptionsgeplagten nordfranzösischen Rouen wird der aufrechte Kommissar Verjeat (Lino Ventura, "Der Kommissar und sein Lockvogel") mit dem Fall eines erschlagenen jugendlichen Wahlkampf-Plakatierers betraut, der von Schergen des konkurrierenden, ehrgeizigen Politikers Lardatte (Victor Lanoux, "Ein Elefant irrt sich gewaltig") etwas zu heftig aufgemischt wurde – zudem wurde ein Polizist aus Verjeats Truppe, der als erster am Ort des Geschehens ankam, schwer verletzt. Natürlich will Lardatte nichts damit zu tun gehabt haben, doch Verjeat glaubt ihm kein Wort und ist entschlossen, ihm seine Beteiligung (oder zumindest stillschweigende Billigung) nachzuweisen. Als Verjeat sogar eine Geiselnahme in Lardattes Büro raffiniert dazu nutzt, den Politiker unter Druck zu setzen, bekommt er schnell die Konsequenzen zu spüren: Er wird befördert und ab der nächsten Woche nach Montpellier versetzt, also den Mächtigen in Rouen bequem aus dem Weg geschafft. Dies läßt Verjeat und seinem aufbrausenden jungen Kollegen Lefèvre (Patrick Dewaere, "Série noir") nicht viel Zeit, um den Fall abzuschließen …