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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 29. Januar 2026

KINOVORSCHAU FEBRUAR 2026

Wie so oft fällt der Kinomonat Februar recht unspektakulär aus, sollte aber trotzdem genügend interessante Filme für so ziemlich jeden Geschmack bieten:
 
5. Februar:
"Return to Silent Hill":
Nein, Kritikerlieblinge waren die beiden Verfilmungen der legendären japanischen Videospiel-Horrorreihe "Silent Hill" aus den Jahren 2006 (Rotten Tomatoes: 34% positive Kritiken, von denen die meisten erst Jahre nach Release geschrieben wurden) und 2012 (8%) definitiv nicht – aber bei Fans der Vorlagen (wie meiner Wenigkeit) kam zumindest der vom Franzosen Christophe Gans ("Pakt der Wölfe") inszenierte erste Teil trotzdem gut an (der zweite war hingegen in der Tat eine große Enttäuschung). Dementsprechend positiv war die Grundstimmung besagter Fans, als Gans – selbst ein erklärter Fan der Videospiele – nach 20 Jahren eine Rückkehr zur nebelverhangenen Alptraumwelt inszenieren durfte, die auch noch auf dem besten Teil der Reihe basiert, "Silent Hill 2". Dummerweise zeigen sich die Kritiker von dem u.a. in München und Nürnberg gedrehten "Return to Silent Hill" erneut wenig angetan (Rotten Tomatoes: 16%), aber wie beim ersten Film bewiesen, muß das ja nicht immer etwas heißen (die Hoffnung stirbt zuletzt). Zur Story: Als der depressive und trinksüchtige Maler James Sunderland (Jeremy Irvine, "Gefährten") einen Brief seiner eigentlich verstorbenen Lebensgefährtin Mary (Hannah Emily Anderson) erhält, die ihn in den Ort Silent Hill einlädt, will er natürlich herausfinden, was Sache ist ...

"No Other Choice":
Ein wahrer Kritikerliebling (Rotten Tomatoes: 97%!) ist hingegen wenig überraschend das neue Werk des südkoreanischen Meister-Filmemachers Park Chan-wook ("Oldboy"), das auf einem Roman des populären Pulp-Autors Donald E. Westlake ("Parker") basiert. In der schwarzhumorigen Gesellschaftssatire spielt Lee Byung-hun ("Die glorreichen Sieben") den gutmütigen Familienvater Man-soo, der nach 25 Jahren im Job entlassen wird. Als er eineinhalb Jahre später immer noch keine neue Festanstellung ergattert hat und die finanziellen Sorgen der Familie deshalb immer größer werden, greift Man-soo zu zunehmend radikalen Methoden, um sich seiner potentiellen Konkurrenten für seinen Wunschjob zu entledigen.

"Wahrheit & Verrat – Truth & Treason":
Das unabhängig produzierte und trotz arg konventioneller Machart positiv rezensierte historische Biopic von Matt Whitaker (der bereits 2002 eine Doku zum Thema namens "Truth & Conviction" drehte) erzählt die im Kern wahre, aber fiktionalisierte Geschichte des Hamburger Teenagers Helmuth Hübener (Ewan Horrocks, TV-Serie "The Last Kingdom"). Dieser gründete im Zweiten Weltkrieg – obwohl selbst zwangsweise Teil der Hitlerjugend – mit zwei Freunden eine Widerstandsgruppe á la "Weiße Rose" und verteilte u.a. Flugblätter gegen die Nazi-Herrschaft. Und wie bei Sophie Scholl und Co. ging das nicht gut aus. Der Gestapo-Offizier Muessener, der Jagd auf die "Hübener-Gruppe" macht, wird von Rupert Evans ("Hellboy") verkörpert.

12. Februar:
"Die Ältern":
In der neuen Komödie von Sönke Wortmann ("Der bewegte Mann") nach einem Roman von Jan Weiler spielt Sebastian "Eberhofer" Bezzel den Autor Hannes, der lange beruflich und privat sehr erfolgreich war. Als jedoch Hannes' Romanreihe aufgrund sinkender Verkaufszahlen vom Verlag eingestellt wird, seine Frau Sara (Anna Schudt) eine Beziehungspause will und es auch mit den beiden Kindern nicht gerade super läuft, muß er sich eingestehen, daß es so nicht weitergeht.

"Wuthering Heights – Sturmhöhe":
Nach ihrem OSCAR-Erfolg "Promising Young Woman" widmet sich die britische Schauspielerin und Filmemacherin Emerald Fennell einer allerdings recht freien Neuadaption des Romanklassikers "Sturmhöhe" von Emily Brontë. Margot Robbie verkörpert in der tragischen Liebesgeschichte die schöne Catherine, die sich in ihren Adoptivbruder Heathcliffe (Jacob Elordi, "Frankenstein") verliebt – eine verbotene Liebe, die immer manischer und obsessiver wird.

"Crime 101":
Chris "Thor" Hemsworth spielt in Bart Laytons ("American Animals") stark besetztem britisch-amerikanischen Thriller den brillanten Juwelendieb Davis, der genretypisch noch einen letzten großen Coup plant. Dabei kreuzen sich seine Pläne allerdings mit denen der Versicherungsmanagerin Sharon (Halle Berry, "Cloud Atlas") – während Detective Lubesnik (Mark Ruffalo, "Die Unfaßbaren") Davis immer dichter auf die Spur kommt. Mit Barry Keoghan, Monica Barbaro, Nick Nolte und Jennifer Jason Leigh.

"Das Beste liegt noch vor uns":
Erst drei Jahre nach seiner Premiere kommt die neue Tragikomödie des italienischen Festivallieblings Nanni Moretti ("Das Zimmer meines Sohnes") in die deutschen Kinos – vermutlich auch, weil die Kritiken diesmal etwas weniger euphorisch ausfielen aus sonst. Moretti selbst spielt den Filmemacher Giovanni, der kurz vor Drehbeginn seines neuen Films steht, eines ambitionierten politischen Zirkusfilms. Allerdings gibt es da einige Probleme: Die beginnen in Giovannis Privatleben, setzen sich mit finanziellen Problemen seines Koproduzenten und inhaltlichen Diskussionen mit seiner Hauptdarstellerin fort und führen bis hin zur bedrohlichen Konkurrenz durch die Streaminganbieter. Weitere Hauptrollen spielen Mathieu Amalric ("Ein Quantum Trost"), Silvio Orlando ("Parthenope") und Margherita Buy ("Mia Madre").

19. Februar:
"Dead of Winter – Eisige Stille":
Nach Salma Hayek, Kate Beckinsale, Mary Elizabeth Winstead oder Jennifer Garner versucht sich nun auch eine waschechte OSCAR-Gewinnerin fortgeschrittenen Alters als Actionheldin: Emma Thompson ("Sinn und Sinnlichkeit"). Sie spielt in dem positiv rezensierten amerikanisch-deutschen Survival-Thriller von Brian Kirk ("21 Bridges") die Fischerin Barb, die den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes erfüllen will: seine Asche in jenem See in der Wildnis von Minnesota zu verstreuen, an dem sie sich kennengelernt hatten. Doch dann sieht sie mit an, wie eine junge Frau in eine Hütte im Wald verschleppt wird – Kontakt zur Außenwelt gibt es keinen, also muß sie alleine handeln ...

"Dust Bunny":
Der US-Amerikaner Bryan Fuller ist vor allem bekannt als Schöpfer respektive treibende kreative Kraft fast ausnahmslos kultiger TV-Serien wie "Wonderfalls", "Dead Like Me", "Pushing Daisies", "American Gods" oder "Hannibal". Branchenintern ist Fuller aber auch bekannt für seine Kompromißlosigkeit, die schon häufiger dazu führte, daß er sich vorzeitig von Serien verabschiedete oder diese gar nicht erst zustandekamen. Vielleicht auch deshalb scheint er sich jetzt mehr aufs Filmgeschäft zu konzentrieren, wo vielleicht nicht ganz so viele Personen hineinreden wie im TV – jedenfalls gibt er nun sein Kinodebüt mit dem sehr wohlwollend besprochenen Genremix "Dust Bunny", in dem die achtjährige New Yorkerin Aurora (Sophie Sloan) ihren mysteriösen Nachbarn (Mads Mikkelsen, "Doctor Strange") dazu überredet, mit ihr das Monster unter ihrem Bett zu jagen, das ihre Eltern verschlungen hat ...

"Cold Storage":
In Jonny Campbells ("Alien Autopsy") französisch-amerikanischer Horrorkomödie nach einem Drehbuch von "Jurassic Park"-Autor David Koepp spielen "Stranger Things"-Star Joe Keery und Georgina Campbell ("They See You") zwei Angestellte eines Self-Storage-Ladens auf einem ehemaligen Militärstützpunkt, deren Nachtschicht ziemlich aus dem Ruder läuft, als ein sich schnell verbreitender und mutierender parasitärer Pilz ausbricht, der die Kontrolle über Menschen übernehmen kann. Weitere Rollen spielen Liam Neeson, Vanessa Redgrave, Lesley Manville und Sosie Bacon.

26. Februar:
"Scream 7":
Nach einem Film Pause (wegen finanzieller Differenzen) kehrt Ur-"Scream"-Heldin Neve Campbell als Sidney Prescott zurück zur erfolgreichen Slaherreihe. Wieder einmal versucht Sidney einen Neuanfang in einer Kleinstadt, wo aber natürlich schon bald ein neuer Ghostface-Killer auftaucht, der sich nicht nur Sidney zum Ziel gesetzt hat, sondern auch ihre Teenager-Tochter Tatum (Isabel May, TV-Serie "Alexa und Katie"). Auch Courteney Cox kehrt als Reporterin Gale zurück. Das Drehbuch stammt von "Dawson's Creek"-Schöpfer und "Scream"-Spezialist Kevin Williamson, der bereits die Skripts zu den ersten beiden Filmen und dem fünften Teil besteuerte und hier zusätzlich erstmals die Regie übernahm.

"Marty Supreme":
Für neun OSCARs nominiert wurde Josh Safdies ("Der schwarze Diamant") hochgelobte, lose auf einer wahren Geschichte basierende Tragikomödie über den Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet, "Dune"), der in den 1950er Jahren unbedingt Tischtennis-Weltmeister werden will. Um das dafür benötigte Geld zu bekommen, versucht Marty so ziemlich alles … Mit Gwyneth Paltrow und Odessa A'zion ("Hellraiser").

"Ein fast perfekter Antrag":
In Marc Rothemunds ("Wochenendrebellen") romantischer Tragikomödie hat es sich der Witwer Walter (Heiner Lauterbach) zur Aufgabe gemacht, Restaurants zu testen und anschließend penibel im Internet zu bewerten. Bei dieser Tätigkeit trifft er zufällig auf seine Jugendliebe Alice (Iris Berben), die inzwischen /(alleinstehende) Kunstprofessorin ist. Walter sieht eine zweite Chance gekommen, doch Alice ist skeptisch und stellt eine Grundbedingung: Der bisherige Kunstbanause Walter müsse echtes Interesse an "ihrer" Welt beweisen. Prompt meldet er sich als Gasthörer an einem Unikurs an.

"EpiC: Elvis Presley in Concert":
Mit Musik kennt sich der australische Filmemacher Baz Luhrmann ("Moulin Rouge!") bekanntlich aus und so besteht die Hoffnung, daß auch seine Rückkehr zur Titelfigur seines OSCAR-gekrönten Films "Elvis" in Form eines spektakulär inszenierten, positiv rezensierten Konzertfilms zu einem Highlight wird. Gezeigt werden Elvis' Auftritte in Las Vegas ab 1968, wobei neben den Konzertaufnahmen selbst viele Szenen aus den Proben gezeigt werden, die den "King of Rock 'n' Roll" hinter den Kulissen zeigen.

"Father Mother Sister Brother":
Indie-Altmeister Jim Jarmusch ("Dead Man") erzählt in seinem tragikomischen Anthologiefilm unspektakuläre, aber gut beobachtete Familiengeschichten aus drei verschiedenen Ländern (USA, Irland, Frankreich). Zur hochkarätigen Besetzung zählen Adam Driver, Cate Blanchett, Tom Waits, Vicky Krieps und Charlotte Rampling.

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