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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 11. Februar 2013

Neues aus Hollywood (6/2013)

Die vielversprechendsten Entwicklungen der vergangenen Woche rund um neue Filmprojekte:

- Wie die Walt Disney Studios bekanntgegeben haben, werden außer der von J.J. Abrams inszenierten "Star Wars Episode VII" in naher Zukunft auch noch zwei Stand-Alone-Filme aus dem "Star Wars"-Universum produziert werden. Über deren Inhalt ist offiziell noch nichts bekannt, für die Drehbücher werden jedoch Lawrence Kasdan ("Das Imperium schlägt zurück", "Indiana Jones Jäger des verlorenen Schatzes") respektive Simon Kinberg ("Mr. & Mrs. Smith", "X-Men 3") verantwortlich zeichnen, deren Verpflichtung bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben worden war (damals noch ohne direkte Verbindung zu bestimmten Filmen). Gerüchte über die Themen dieser Spin-Offs gibt es natürlich en masse, doch laut einer Exklusivmeldung der für gewöhnlich gut unterrichteten "Entertainment Weekly" wird einer der Filme die Abenteuer des jungen Weltraumschmugglers Han Solo erzählen, wohingegen sich der zweite dem in Fankreisen äußerst populären Kopfgeldjäger Boba Fett widmen soll. Auch Gerüchte über einen Film über Jedi-Meister Yoda halten sich hartnäckig, doch für den Anfang klingen Han Solo und Boba Fett meiner Ansicht nach realistischer. Sollte sich die EW-Meldung bewahrheiten, dürfte die Suche nach passenden Hauptdarstellern für diese ikonischen Rollen sehr unterhaltsam werden. Da Disney nach der Übernahme von Lucasfilm anklingen ließ, daß man mittelfristig jedes Jahr einen "Star Wars"-Film in die Kinos bringen wolle, die "Hauptfilme" – also die Episoden 7 bis 9 – aber wohl ab 2015 in einem Zwei-Jahres-Rhythmus erscheinen sollen, könnten die Spin-Offs 2016 und 2018 anstehen. Mangels offizieller Verlautbarungen ist das aber noch reine Spekulation ...

- Katherine Heigl gilt nicht gerade als die beliebteste Schauspielerin in Hollywood. Mit ihrer Eigenart, unverblümt ihre Meinung zu sagen und damit auch mal Kollegen zu verprellen, hat sich die attraktive Blondine nicht allzu viele Freunde gemacht. Dazu kommt, daß sie seit ihrem Ausstieg bei der TV-Serie "Grey's Anatomy" zwar einige ordentliche Kassenerfolge feiern konnte, abgesehen von Judd Apatows "Beim ersten Mal" mit ihren seichten romantischen Komödien ("27 Dresses", "Die nackte Wahrheit") und Abenteuerfilmen ("Kiss & Kill", "Einmal ist keinmal") aber nur für wenig Begeisterung beim Publikum und noch weniger bei den Kritikern sorgte. Dennoch war ich stets von ihren schauspielerischen Fähigkeiten überzeugt, sie müßte lediglich eine mutigere Rollenwahl an den Tag legen und ein Projekt wählen, in dem ihr ganzes Können gefordert ist (so wie Hilary Swank in "Boys Don't Cry" oder Charlize Theron in "Monster"). Mit etwas Glück wird ihr das demnächst gelingen, denn wie im Rahmen der Berlinale bekanntgegeben wurde, übernimmt sie die Hauptrolle im neuen Film von Regisseur Ben Lewin, der mit seinem letzten Werk "The Sessions" bereits Helen Hunt (die wie Heigl durch eine TV-Serie berühmt wurde) zu einer OSCAR-Nominierung verholfen hat. In dem romantischen Drama "A Moment to Remember" wird Heigl eine erfolgreiche Modedesignerin verkörpern, die von einer Krankheit befallen wird, die zunehmend ihr Erinnerungsvermögen beeinträchtigt. Zugegeben, nach einer extrem mutigen Rolle klingt das auch nicht gerade, aber Lewin sollte für eine gewisse Qualität sorgen und im Vergleich zu Heigls letzten Filmen kann "A Moment to Remember" eigentlich nur besser werden. Kurioserweise basiert die Geschichte übrigens auf einem koreanischen Kinofilm, der wiederum auf einer japanischen TV-Serie basiert. Nähere Details sind noch nicht bekannt, es ist aber anzunehmen, daß Lewin selbst das Drehbuch schreiben wird. Die Dreharbeiten sollen im späten Frühjahr 2013 beginnen.

- Der Name Brian Percival wird noch nicht vielen geläufig sein, aber als Regisseur der britischen Erfolgsserie "Downton Abbey" hat er sich in der Branche großes Ansehen verschafft. Das nutzt er nun und wird vermutlich bereits ab diesem Monat in Berlin einen Kinofilm namens "The Book Thief" drehen, eine Adaption des mehrfach ausgezeichneten Romans "Die Bücherdiebin" des deutsch-australischen Schriftstellers Markus Zusak. Das Drehbuch schrieb Michael Petroni ("Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte"). Erzählt wird die Geschichte der neunjährigen Liesel (Sophie Nélisse, "Monsieur Lazhar"), die ein gewitztes Waisenkind ist, das sich während des Zweiten Weltkrieges in einem fiktiven Vorort von München irgendwie durchschlägt und durch das Lesen gestohlener Bücher an Lebensmut gewinnt. Der Australier Geoffrey Rush ("Fluch der Karibik", "The Warrior's Way") und die Britin Emily Watson ("Gefährten", "Anna Karenina") werden Liesels Pflegeeltern spielen, auch Heike Makatsch übernimmt eine Rolle. Der Kinostart ist für Anfang 2014 vorgesehen.

- Abschließend gibt es noch zwei Casting-Updates. Auch diesmal haben Robert Rodriguez und Frank Miller einen neuen Darsteller für "Sin City: A Dame to Kill For" vorgestellt: TV-Veteran Stacy Keach ("Mike Hammer", "Prison Break") wurde für die Rolle des bösen Gangsterbosses Wallenquist besetzt.
Außerdem hat Schauspieler Ryan Gosling ("Crazy, Stupid, Love.") für sein anstehendes Regie- und Autorendebüt, das moderne Märchen "How to Catch a Monster" (über das ich bereits Anfang September 2012 berichtet hatte), inzwischen eine sehr ansehnliche Schauspielerriege versammelt. Neben Christina Hendricks ("Drive"), die von Anfang an für die Hauptrolle der alleinstehenden Mutter Billy, die es in eine mysteriöse Unterwelt verschlägt, vorgesehen war, werden auch Eva Mendes ("Last Night"), Saoirse Ronan ("Abbitte"), Matt Smith (TV-Serie "Doctor Who") und Ben Mendelsohn ("The Dark Knight Rises") mitwirken. Die Dreharbeiten sollen im Mai in Detroit beginnen, in die weltweiten Lichtspielhäuser dürfte "How to Catch a Monster" damit irgendwann im Jahr 2014 kommen.

Quellen:

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