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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Mittwoch, 4. Mai 2022

GIPFEL DER GÖTTER (2021)

Originaltitel: Le sommet des dieux, englischsprachiger Titel: The Summit of the Gods
Regie: Patrick Imbert, Drehbuch: Magali Pouzol und Patrick Imbert, Musik: Amine Bouhafa
Sprecher der deutschen Synchronfassung: Dennis Herrmann, Till Endemann, Lutz Schnell, Berenice Weichert, Tom Ferenc, Michael Tietz, Konrad Bösherz, Johannes Berenz, Michael Ernst, Pierre Peters-Arnolds
Gipfel der Götter (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (8,0); weltweites Einspielergebnis: $1,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 95 Minuten.
Makoto Fukamachi (Dennis Herrmann) ist ein junger Photojournalist, der in den 1990er Jahren regelmäßig Bergsteiger im Himalaya begleitet und ihre Touren mit spektakulären Bildern für die Zeitung, für die er arbeitet, dokumentiert. Als Makoto nach einer gescheiterten Besteigung des Mount Everest in Nepal von einer zwielichtigen Gestalt die angeblich echte Kamera des seit 1924 bei der versuchten Erstbesteigung des Mount Everest verschollenen George Mallory zum Kauf angeboten kommt, glaubt er an einen Schwindel und lehnt genervt ab. Doch als er wenig später zufällig mitbekommt, wie sich der legendäre, jedoch seit vielen Jahren komplett aus der Öffentlichkeit verschwundene japanische Bergsteiger Jouji Habu (Till Endemann) die offenbar gestohlene Kamera gewaltsam zurückholt, wittert Makoto eine große Geschichte. Aber leider verliert er Habu aus den Augen und kehrt somit unverrichteter Dinge nach Japan zurück, wo er seinen Chefredakteur davon überzeugen kann, der Sache nachzugehen – immerhin wäre der Fund von Mallorys Kamera und damit die Antwort darauf, ob er auf dem Aufstieg zum oder erst auf dem Wiederabstieg vom Gipfel starb, eine Sensation. Gewissenhaft recherchiert Makoto Habus wechselhafte Geschichte und trifft sich mit dessen früheren Weggefährten, immer in der Hoffnung, Hinweise auf Habus aktuellen Aufenthaltsort zu finden ...

Dienstag, 12. April 2022

Klassiker-Rezension: DER MÖRDER KAM UM MITTERNACHT (1959)

Originaltitel: Un témoin dans la ville, Englischsprachiger Titel: Witness in the City
Regie: Édouard Molinaro, Drehbuch: Gérard Oury, Alain Poiré und Édouard Molinaro, Musik: Barney Wilen
Darsteller: Lino Ventura, Franco Fabrizi, Sandra Milo, Jacques Berthier, Micheline Luccioni, Robert Dalban, Daniel Ceccaldi, Françoise Brion
Der Mörder kam um Mitternacht (1959) on IMDb Rotten Tomatoes: -, FSK: 16, Dauer: 86 Minuten.
Als der reiche Unternehmer Pierre Verdier (Jacques Berthier, "Der Freibeuter") seine Geliebte Jeanne (Françoise Brion, "Adieu, Bulle") tötet, indem er sie aus einem fahrenden Zug stößt, kommt er straffrei davon, da die Staatsanwaltschaft den Mord nach Ansicht des Richters nicht nachweisen kann. Seinen juristischen Sieg kann Verdier allerdings nicht lange genießen, denn Jeannes Ehemann, der LKW-Fahrer Ancelin (Lino Ventura, "Der Clan der Sizilianer"), sinnt auf Rache. Tatsächlich gelingt Ancelin der scheinbar perfekte Mord, indem er Verdiers Suizid durch Erhängen vortäuscht. Dummerweise wird Ancelin beim Verlassen von Verdiers Anwesen jedoch von dem Taxifahrer Lambert (Franco Fabrizi, "Balduin, der Trockenschwimmer") gesehen, den der Unternehmer kurz zuvor noch gerufen hatte. Während Lambert sich lediglich über diesen unhöflichen Kerl ärgert sowie darüber, daß er umsonst mitten in der Nacht zu dieser Adresse geschickt wurde (denn logischerweise kommt Verdier nicht mehr heraus), begreift Ancelin nach der ersten Überraschung schnell, daß der Taxifahrer seinen schönen Plan verderben könnte, sobald er von Verdiers Tod erfährt. Es bleibt Ancelin wohl nichts anderes übrig: Er muß auch Lambert noch in dieser Nacht töten! Ancelin folgt dem Taxifahrer, der sich zunächst mit seiner Freundin, der Telefonistin Liliane (Sandra Milo, "Der Panther wird gehetzt") trifft, und wartet auf eine Gelegenheit, um unbemerkt zuzuschlagen. So mitleidlos Ancelin den Mörder seiner Frau beseitigen konnte, muß er nun jedoch erkennen, daß es gar nicht so einfach ist, einen völlig Unschuldigen, der nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, zu töten ...

Donnerstag, 30. September 2021

THE LAST JOURNEY – DIE LETZTE REISE DER MENSCHHEIT (2020)

Originaltitel: Le Dernier Voyage
Regie und Drehbuch: Romain Quirot, Musik: Etienne Forget
Darsteller: Hugo Becker, Lya Oussadit-Lessert, Paul Hamy, Jean Reno, Bruno Lochet, Philippe Katerine, Emilie Gavois-Kahn
Die letzte Reise der Menschheit (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: -; weltweites Einspielergebnis: $0,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.
In der nicht allzu fernen Zukunft hat die Klimaerwärmung viele Gegenden der Erde buchstäblich verwüstet, die natürlichen Ressourcen wurden von der Menschheit weitestgehend ausgebeutet. Praktischerweise tauchte jedoch ein mysteriöser "Roter Mond" auf, von dem die Menschen das "Lumina" abbauen und als überlegene Energiequelle nutzen konnten. Dummerweise befindet sich der Rote Mond inzwischen allerdings auf Kollisionskurs mit der Erde und hat ein beinahe undurchdringliches, wie ein Schutzschild wirkendes Magnetfeld um sich entwickelt. Lediglich der Astronaut Paul W.R. (Hugo Becker, TV-Serie "Frankreich gegen den Rest der Welt") verfügt über die Fähigkeit, dieses Magnetfeld zu durchbrechen und den Roten Mond mit Nuklearwaffen zu zerstören, ehe er mit der Erde kollidiert. Kurz vor Beginn der Mission verschwindet Paul aber spurlos und befindet sich seitdem auf der Flucht, da er glaubt, seit seiner Kindheit Nachrichten und Visionen vom Roten Mond zu erhalten und überzeugt ist, daß es ein schwerwiegender Fehler wäre, ihn zu zerstören. Gemeinsam mit dem Teenager-Mädchen Elma (Lya Oussadit-Lessert, "Ausgeflogen"), das sich ihm auf seiner Flucht kurzerhand angeschlossen hat, sucht Paul nach einem Ort, den er aus seinen Visionen kennt – verfolgt von der Staatsmacht und vor allem seinem großen Bruder Eliott (Paul Hamy, "Madam empfiehlt sich"), welcher seit einem gescheiterten Versuch, das Magnetfeld des Roten Mondes zu durchdringen, über unerklärliche Gedankenkräfte verfügt …

Donnerstag, 19. November 2020

BALTHAZAR (2018, TV-Serie, 1. Staffel)

Regie: Frédéric Berthe, Vincent Jamain und Jérémy Minui, Drehbuch: Clélia Constantine, Clothilde Jamin, Chloé Glachant und Nicolas Clément, Musik: Alexandre Fortuit
Darsteller: Tomer Sisley, Hélène de Fougerolles, Yannig Samot, Philypa Phoenix, Côme Levin, Pauline Cheviller, Aliocha Itovich, Aminthe Audiard, Gabriel Caballero
Balthazar (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 16, Dauer: 347 Minuten.
Als Capitaine Hélène Bach (Hélène de Fougerolles, "Fanfan der Husar") eine Stelle in einem Pariser Polizeirevier antritt, lernt sie schnell den vorlauten Rechtsmediziner Raphaël Balthazar (Tomer Sisley, "Largo Winch") kennen. Obwohl sie sich von den flotten, nicht selten zynischen Sprüchen des gutaussehenden Pathologen zunächst genervt zeigt, kann auch sie sich nicht lange dessen großem Können und Wissen sowie seinem Charisma entziehen. Gemeinsam mit Bachs Partner Jérôme Delgado (Yannig Samot) und Balthazars Assistenten Fatim (Philypa Phoenix, "Der geheime Roman des Monsieur Pick") und Eddy (Côme Levin, "Das unerwartete Glück der Familie Payan") lösen sie die schwierigsten Fälle, die von einem ermordeten Richter und einer toten Anhalterin bis hin zu am Ufer der Seine gefundenen Leichenteilen reichen. Was allerdings niemand ahnt: Balthazars Energie und Lebensfreude sind größtenteils nur Fassade, in Wirklichkeit überdeckt der Pathologe damit nur seine anhaltende Trauer um seine vor sechs Jahren ermordete Frau Lise (Pauline Cheviller), mit der er in seiner Phantasie noch immer jeden Tag spricht. Als Balthazar durch Zufall erfährt, daß eine Leiche gefunden wurde, die eine kleine, aber sehr spezifische Ähnlichkeit mit der von Lise aufweist, mutmaßt er sofort, daß der wahre Mörder noch frei herumläuft und tötet und an seiner Stelle ein Unschuldiger im Gefängnis sitzt. Insgeheim beginnt Balthazar mit neuen Nachforschungen …

Dienstag, 21. Januar 2020

DIE WACHE (2018)

Originaltitel: Au poste! Englischsprachiger Titel: Keep an Eye Out
Regie und Drehbuch: Quentin Dupieux, Musik: David Sztanke
Darsteller: Benoȋt Poelvoorde, Grégoire Ludig, Marc Fraize, Anaїs Demoustier, Jacky Lambert, Philippe Duquesne, Orelsan, Vincent Grass, Jeanne Rosa, Johnny Malle, Michel Hazanavicius, Laurent Nicolas, Alain Chabat (Stimme)
Die Wache (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 86% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $2,0 Mio.
FSK: 12, Dauer: 71 Minuten.

Louis Fugain (Grégoire Ludig, "Ab in den Dschungel") hat vor dem Haus eine Leiche gefunden und brav die Polizei darüber informiert. Da er jedoch nicht bis zu deren Eintreffen wartete, sein Bügeleisen bei der Leiche zurückließ und außerdem eine Nachbarin berichtet, er habe in dieser Nacht bemerkenswerte sieben Mal das Haus verlassen und wieder betreten, gerät Louis in den Verdacht, selbst der Mörder zu sein. In der Polizeiwache richtet sich Hauptkommissar Buron (Benoȋt Poelvoorde, "Das brandneue Testament") auf eine lange Verhörnacht ein, während Louis einfach nur genervt und müde und hungrig ist und endlich nach Hause will. Als Buron kurz aus privaten Gründen weg muß, überläßt er Louis seinem ein wenig einfältigen einäugigen Kollegen Philippe (Marc Fraize, "Der geheime Roman des Monsieur Pick"), welcher Louis' gelangweilte Konversationsversuche für den Auftakt zu einem raffinierten Fluchtplan hält. Als es daher kurz vor Burons Rückkehr zu einem höchst unglücklichen Unfall kommt, ist es mit der Langeweile für Louis vorbei …

Dienstag, 26. November 2019

PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN (2019)

Originaltitel: Portrait de la jeune fille en feu
Regie und Drehbuch: Céline Sciamma, Musik: Jean-Baptiste de Laubier und Arthur Simonini
Darsteller: Noémie Merlant, Adèle Haenel, Luàna Bajrami, Valeria Golino
Porträt einer jungen Frau in Flammen (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 97% (9,0); weltweites Einspielergebnis: $10,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 122 Minuten.

Frankreich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Als jüngere Tochter einer Adelsfamilie ist Héloїse (Adèle Haenel, "Die Blumen von gestern") im Grunde genommen "überflüssig" und wird deshalb ins Kloster geschickt, um Nonne zu werden. Doch als ihre ältere Schwester unerwartet stirbt, wird Héloїse zurückgeholt, um mit deren Verlobtem – einem wohlhabenden Adeligen aus Mailand, den sie nie getroffen hat – verheiratet zu werden. Bevor der Verlobte zustimmt, will er ein Portrait von Héloїse, die aber wenig Lust auf die Heirat verspürt und sich deshalb standhaft weigert, Modell zu stehen. Nachdem der vorgesehene Maler daher letztlich unverrichteter Dinge seiner Wege zog, engagiert Héloїses Mutter, die Gräfin (Valeria Golino, "Hot Shots!"), die junge Malerin Marianne (Noémie Merlant, "Der Vater meiner besten Freundin"), die sich als Héloїses Gesellschafterin ausgeben, sie bei den täglichen Spaziergängen am Strand der bretonischen Insel genau beobachten und dann abends aus dem Gedächtnis malen soll. Diese List geht auf und als das Portrait fertig ist, reagiert Héloїse gar überraschend gefaßt, obwohl sie Mariannes Blicke als romantisches Interesse fehlinterpretiert hatte. Allerdings macht sie keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung darüber, wie Marianne – die sich an die gängigen Regeln und Konventionen der Portraitmalerei hielt – sie gemalt hat, woraufhin diese die Gräfin in der Tat dazu überredet, ihr einen zweiten Versuch zu gewähren. Während die Gräfin für fünf Tage verreist, macht sich Marianne wieder an die Arbeit und will dieses Mal ein wahrhaftiges Portrait der nun bereitwillig Modell stehenden Héloїse erschaffen. Doch die sich verstärkenden Gefühle der jungen Damen verkomplizieren die Angelegenheit zunehmend …

Mittwoch, 3. Juli 2019

Klassiker-Rezension: ALEXANDER, DER LEBENSKÜNSTLER (1968)

Originaltitel: Alexandre le bienheureux
Regie: Yves Robert, Drehbuch: Pierre Lévy-Corti und Yves Robert, Musik: Vladimir Cosma
Darsteller: Philippe Noiret, Marlène Jobert, Françoise Brion, Paul Le Person, Pierre Richard, Tsilla Chelton, Jean Carmet, Bernard Charlan
 Alexander, der Lebenskünstler
(1968) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 6, Dauer: 92 Minuten.
Vor zehn Jahren hat der gemütliche, naturliebende Bauer Alexandre (Philippe Noiret, "Abschied in der Nacht") eine äußerst ehrgeizige Frau (Françoise Brion, "Adieu, Bulle") geheiratet – und seitdem hatte er keine ruhige Minute! Seine Gattin treibt Alexandre nämlich unerbittlich an und hat aus Sparsamkeit sogar alle Knechte entlassen, sodaß der arme Alexandre eigentlich nur noch von einem träumt: Schlaf! Als seine Frau bei einem Unfall stirbt, hält sich Alexandres Trauer in Grenzen, vielmehr verspürt er große Erleichterung und beschließt: Ab sofort wird nicht mehr gearbeitet! Stattdessen bleibt Alexandre einfach im Bett und die täglichen Besorgungen im Dorf läßt er von seinem äußerst schlauen Hund erledigen. Die übrigen Dorfbewohner sind zunächst irritiert und ratlos ob Alexandres Arbeitsverweigerung, doch nach und nach findet er Bewunderer und Nachahmer, darunter die kürzlich aus der Großstadt hergezogene rothaarige Schönheit Agathe (Marlène Jobert, "Der aus dem Regen kam"). Um nicht den Dorffrieden und -wohlstand nachhaltig zu gefährden, versuchen Dörfler rund um den geschäftstüchtigen Sanguin (Paul Le Person, "Das Gespenst der Freiheit") alles, um Alexandre endlich wieder zur Arbeit zu bewegen …

Dienstag, 12. Juni 2018

Klassiker-Rezension: ADIEU, BULLE (1975)

Originaltitel: Adieu poulet, DDR-Titel: Ungleiches Duell, US-Titel: The French Detective
Regie: Pierre Granier-Deferre, Drehbuch: Francis Veber, Musik: Philippe Sarde
Darsteller: Lino Ventura, Patrick Dewaere, Victor Lanoux, Claude Brosset, Claude Rich, Pierre Tornade, Julien Guiomar, Françoise Brion
Adieu Bulle
(1975) on IMDb Rotten Tomatoes: -; Zuschauerzahl in Frankreich: 1,95 Millionen
FSK: 16, Dauer: 87 Minuten.
Im korruptionsgeplagten nordfranzösischen Rouen wird der aufrechte Kommissar Verjeat (Lino Ventura, "Der Kommissar und sein Lockvogel") mit dem Fall eines erschlagenen jugendlichen Wahlkampf-Plakatierers betraut, der von Schergen des konkurrierenden, ehrgeizigen Politikers Lardatte (Victor Lanoux, "Ein Elefant irrt sich gewaltig") etwas zu heftig aufgemischt wurde – zudem wurde ein Polizist aus Verjeats Truppe, der als erster am Ort des Geschehens ankam, schwer verletzt. Natürlich will Lardatte nichts damit zu tun gehabt haben, doch Verjeat glaubt ihm kein Wort und ist entschlossen, ihm seine Beteiligung (oder zumindest stillschweigende Billigung) nachzuweisen. Als Verjeat sogar eine Geiselnahme in Lardattes Büro raffiniert dazu nutzt, den Politiker unter Druck zu setzen, bekommt er schnell die Konsequenzen zu spüren: Er wird befördert und ab der nächsten Woche nach Montpellier versetzt, also den Mächtigen in Rouen bequem aus dem Weg geschafft. Dies läßt Verjeat und seinem aufbrausenden jungen Kollegen Lefèvre (Patrick Dewaere, "Série noir") nicht viel Zeit, um den Fall abzuschließen …

Dienstag, 18. Oktober 2016

FRANTZ (2016)

Regie: François Ozon, Drehbuch: Philippe Piazzo und François Ozon, Musik: Philippe Rombi
Darsteller: Paula Beer, Pierre Niney, Marie Gruber, Ernst Stötzner, Johann von Bülow, Anton von Lucke, Cyrielle Clair, Alice de Lencquesaing, Merlin Rose
 Frantz
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 91% (7,4); weltweites Einspielergebnis: $7,5 Mio.
FSK: 12, Dauer: 114 Minuten.

Quedlinburg im Jahr 1919: Das tägliche Leben in der mitteldeutschen Kleinstadt geht seinen gemütlichen, geregelten Gang, ist allerdings noch stark geprägt von den Nachwehen des jüngst verlorenen Ersten Weltkrieges. Fast jeder im Ort hat einen Verwandten oder einen anderweitig geliebten Menschen verloren, was durch die Niederlage des Deutschen Kaiserreichs besonders sinnlos scheint. Manche betrauern die Gefallenen in aller Stille, andere träumen bereits wieder von der grandiosen Wiederauferstehung des deutschen Volkes. Zur ersten Kategorie zählt die Familie Hoffmeister, die den einzigen Sohn Frantz (Anton von Lucke, TV-Serie "Babylon Berlin") – der vor dem Krieg in Frankreich studierte – in den Schützengräben verlor. Der Vater Hans (Ernst Stötzner, "Die kommenden Tage"), ein Arzt, vertieft sich in seine Arbeit, verläßt aber sonst kaum noch das Haus, während Mutter Magda (Marie Gruber, "Das Leben der Anderen") unermüdlich dafür sorgt, daß alles am Laufen bleibt; ebenfalls im Haus wohnt Frantz' Verlobte Anna (Paula Beer, "Poll"), die für die Hoffmeisters wie eine Tochter ist. Eines Tages sieht Anna, während sie wie jeden Tag Frantz' Grab besucht, einen Fremden, der ebenfalls dort Blumen ablegt. Wenig später taucht der stille junge Mann beim Haus der Hoffmeisters auf und stellt sich vor: Adrien (Pierre Niney, "Die anonymen Romantiker") ist eigens aus Frankreich angreist, um Frantz' und seiner Familie die letzte Ehre zu erweisen. Während der Franzose im Ort bestenfalls skeptisch aufgenommen wird, sind vor allem Magda und Anna begierig darauf, von Adrien mehr über Frantz' Leben in Frankreich vor dem Krieg zu erfahren, aber ebenso und ganz besonders über seine letzten Tage …

Mittwoch, 9. März 2016

Klassiker-Rezension: SIE KÜSSTEN UND SIE SCHLUGEN IHN (1959)

Originaltitel: Les quatre cents coups
Regie: François Truffaut, Drehbuch: Marcel Moussy, François Truffaut, Musik: Jean Constantin
Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Claire Maurier, Albert Rémy, Patrick Auffay, Georges Flamant, Yvonne Claudie, Guy Decomble, Claude Mansard, Philippe de Broca, Jacques Demy, Jeanne Moreau, François Truffaut
Sie küßten und sie schlugen ihn
(1959) on IMDb Rotten Tomatoes: 99% (9,4); FSK: 12, Dauer: 99 Minuten.

Paris in den 1950er Jahren: Der 14-jährige Antoine (Jean-Pierre Léaud, "Vertrag mit meinem Killer") ist im Grunde genommen ein typischer Teenager, der allerdings bei seiner Mutter (Claire Maurier, "Die fabelhafte Welt der Amélie") und seinem Stiefvater (Albert Rémy, "Schießen Sie auf den Pianisten") kein übermäßig liebevolles Zuhause hat. In der Schule heckt er mit seinem besten Freund René (Patrick Auffay in seiner einzigen Rolle vor der Kamera) gerne Streiche aus, die ihn bei seinem strengen Klassenlehrer (Guy Decomble, "Tatis Schützenfest") wenig überraschend nicht übermäßig beliebt machen – was wiederum auch ein Grund dafür ist, daß Antoine die Schule immer häufiger schwänzt. Als er eines Tages auffliegt, scheint ihn das seiner Mutter zunächst sogar etwas näherzubringen – bis er wiederum Mist baut, wegläuft und sich bei René versteckt …

Freitag, 22. August 2014

Klassiker-Rezension: DEN SEINEN GIBT'S DER HERR ... (1963)

Originaltitel: Un drôle de paroissien
Regie und Drehbuch: Jean-Pierre Mocky, Musik: Joseph Kosma
Darsteller: Bourvil, Francis Blanche, Jean Poiret, Véronique Nordey, Solange Certain, Jean Yonnel, Jean Tissier, Bernard Lavalette, Marcel Perez, Jean Galland, Denise Péronne
 Un drôle de paroissien
(1963) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: unbekannt, Dauer: 92 Minuten.
Georges (Bourvil) ist das Oberhaupt der altehrwürdigen Familie Lachaunaye, die inzwischen arm wie eine Kirchenmaus ist. Da Georges ebenso wie seine Tochter Françoise (Véronique Nordey, "Leb wohl, meine Königin!"), die gerade ihr Studium absolviert, intelligent ist und auch beachtliches handwerkliches Geschick besitzt, wäre das eigentlich kein Problem, denn eine ordentlich bezahlte Arbeitsstelle würden die Familienmitglieder schon finden. Nur: Für eine Familie von solch guter Herkunft wäre es unschicklich, zu arbeiten! Als der fromme Georges in der Kirche betend um Rat fragt, erhält er – wie er glaubt – ein göttliches Zeichen, wonach er sich einfach bei den Opferstöcken bedienen soll. Mit Feuereifer gehen Georges, sein Freund Raoul (Jean Poiret, "Die letzte Metro") und Françoise an diese gottgewollte Tätigkeit heran und ersinnen immer raffiniertere Methoden, um die Spendenstöcke der zahllosen Pariser Kirchen zu erleichtern – natürlich immer nur um die Hälfte, man will Gotts Gutmütigkeit ja nicht über Gebühr strapazieren. Dennoch wird die Sache zunehmend kompliziert, da der Polizei natürlich nicht entgeht, daß die Kirchen reihenweise ausgeplündert werden …

Mittwoch, 20. August 2014

LUCY (2014)

Regie und Drehbuch: Luc Besson, Musik: Éric Serra
Darsteller: Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Choi Min-sik, Amr Waked, Julian Rhind-Tutt, Pilou Asbæk, Analeigh Tipton, Nicolas Phongpheth, Jan Oliver Schröder, Luca Angeletti, Paul Chan, Frédéric Chau, Wolfgang Pissors
Lucy
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 67% (6,0); weltweites Einspielergebnis: $469,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 89 Minuten.
Die Mittzwanzigerin Lucy (Scarlett Johansson, "Match Point") ist eine amerikanische Studentin in Taiwan. Nach einer langen Partynacht wird sie von dem charmanten Richard (Pilou Asbæk, TV-Serie "Borgen – Gefährliche Seilschaften"), den sie erst vor einer Woche kennengelernt hat, "überredet", einen Koffer bei Mr. Jang (Choi Min-sik, "Oldboy", "I Saw the Devil") abzugeben, da er selbst es sich mit diesem gründlich verscherzt habe. Zu ihrem Leidwesen muß Lucy schnell feststellen, daß Mr. Jang in Wahrheit ein skrupelloser koreanischer Gangsterboß ist und der Koffer, den sie ihm übergibt, eine experimentelle, für den Verkauf im Westen vorgesehene Droge enthält. Nach der Übergabe darf Lucy nicht einfach wieder gehen, stattdessen wird ihr kurzerhand operativ ein Beutel mit der Droge in den Bauch eingepflanzt, den sie und einige Europäer als Drogenkuriere in ihre Heimatländer bringen sollen. Der Beutel in Lucys Bauch platzt jedoch wenig später, die Droge dringt in ihren Blutkreislauf ein – und Lucy entwickelt immer stärkere, nahezu übermenschliche Kräfte. Sie sucht Rat bei Professor Norman (Morgan Freeman, "Oblivion"), der seit Jahrzehnten erforscht, wie sich die Fähigkeiten des Menschen verändern würden, wenn er mehr als nur 10% seines Gehirns nutzen könnte …

Freitag, 15. August 2014

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER (2014)

Originaltitel: Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?
Regie: Philippe de Chauveron, Drehbuch: Guy Laurent und Philippe de Chauveron, Musik: Marc Chouarain
Darsteller: Christian Clavier, Chantal Lauby, Pascal N'Zonzi, Élodie Fontan, Noom Diawara, Frédérique Bel, Medi Sadoun, Julia Piaton, Ary Abittan, Émilie Caen, Frédéric Chau, Salimata Kamate, Tatiana Rojo, Elie Semoun, Loïc Legendre
Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: -; weltweites Einspielergebnis: $176,4 Mio.
FSK: 0, Dauer: 97 Minuten.

Eigentlich führt das wohlhabende und konservative ältere Ehepaar Claude (Christian "Asterix" Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby, "Portugal, mon amour") ein sehr erfülltes Leben: Sie sind in der Gemeinde angesehen, bewohnen ein recht stattliches Anwesen in schöner Lage und haben vier intelligente und hübsche erwachsene Töchter. Das Problem an der Sache: Drei der Töchter sind bereits verheiratet – und zwar nicht mit "echten", katholischen Franzosen, sondern mit einem Chinesen, einem muslimischen Araber und einem Juden. Selbstverständlich sind Claude und Marie keine Rassisten, und eigentlich finden sie ihre Schwiegersöhne sogar einigermaßen sympathisch. Mit einem davon könnten sie auch sicher leben, aber gleich drei? Das ist dann doch ein bißchen viel des Guten. Immerhin gibt es ja noch eine Hoffnung, nämlich Nesthäkchen Laure (Élodie Fontan). Und tatsächlich – zur Begeisterung ihrer Eltern verlobt sie sich mit einem Katholiken! Er ist zwar Schauspieler, aber was soll's? Ein klitzekleines Detail hat Laure ihren Eltern jedoch verschwiegen: ihr Verlobter Charles (Noom Diawara) stammt aus der Elfenbeinküste und ist schwarz. Und er hat einen Vater (Pascal N'Zonzi, "Night on Earth"), der ebenso konservativ und stur ist wie Claude und seinem Sohn alles wünscht, bloß keine weiße, französische Ehefrau. Na, das kann ja eine heitere Hochzeit werden …

Freitag, 9. Mai 2014

WIE SEHR LIEBST DU MICH? (2005)

Originaltitel: Combien tu m'aimes?
Regie und Drehbuch: Bertrand Blier
Darsteller: Bernard Campan, Monica Bellucci, Gérard Depardieu, Jean-Pierre Darroussin, Sara Forestier, Édouard Baer, Farida Rahouadj, Michel Vuillermoz, Bertrand Blier
 Combien tu m'aimes?
(2005) on IMDb Rotten Tomatoes: 55% (5,2); weltweites Einspielergebnis: $6,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 94 Minuten.

Ein unauffälliger Mann mittleren Alters (Bernard Campan, "Die Herzen der Männer") betritt am späten Abend eine fast leere Bar. Eine wunderschöne, dunkelhaarige Frau (Monica Bellucci, "Pakt der Wölfe", "Die Passion Christi") setzt sich neben ihn und bietet ihm eines Liebesnacht an. Für 150 Euro. Der Mann erzählt ihr, er habe im Lotto gewonnen und biete ihr 100.000 Euro pro Monat, wenn sie mit ihm lebe. Die Frau zögert zunächst ob dieser unerwarteten Offerte … und akzeptiert. Das Arrangement funktioniert zunächst, doch nach und nach treten ein paar Probleme auf. Beispielsweise ist der Mann, François ist sein Name, herzkrank und darf sich eigentlich nicht aufregen. Da ist es eher ungünstig, wenn er mit der so ziemlich aufregendsten Frau zusammenlebt, die er sich vorstellen kann. Außerdem hat diese Frau, Daniela, auch noch einen Liebhaber namens Charlie (Gerard Depardieu, "Das Schmuckstück"), der gleichzeitig ihr Zuhälter ist und mit dem von Daniela eigenmächtig abgeschlossenen Deal nicht allzu glücklich ist …

Donnerstag, 24. April 2014

Klassiker-Rezension: HIROSHIMA, MON AMOUR (1959)

Regie: Alain Resnais, Drehbuch: Marguerite Duras, Musik: Georges Delerue, Giovanni Fusco
Darsteller: Emmanuelle Riva, Eiji Okada
Hiroshima Mon Amour
(1959) on IMDb Rotten Tomatoes: 96% (8,8), FSK: 16, Dauer: 86 Minuten.

Hiroshima, 1959: In der japanischen Stadt, die am 6. August 1945 zum ersten Einsatzort einer Atombombe in einem Krieg wurde, durch die insgesamt rund 200.000 Japaner das Leben verloren, trifft eine französische Schauspielerin (Emmanuelle Riva, 2012 OSCAR-nominiert in Michael Hanekes "Liebe") auf einen japanischen Architekten (Eiji Okada, "Yakuza", "Die Frau in den Dünen"). Beide sind verheiratet, eigentlich sogar glücklich verheiratet, doch verlieben sie sich auf der Stelle leidenschaftlich ineinander. Da sie ihren Film gerade abgedreht hat und am nächsten Tag zurück nach Paris fliegen wird, wissen sie, daß ihnen lediglich einige Stunden bleiben, ehe sich ihre Wege wahrscheinlich für immer trennen werden. Da der Architekt mehr von ihr erfahren möchte, erzählt die Schauspielerin ihm von ihrer ersten großen Liebe – einem deutschen Soldaten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Lange hatte sie diese Episode ihres Lebens verdrängt gehabt, doch durch ihre Erzählung holt sie die Wucht der widerstreitenden Gefühle wieder ein …

Dienstag, 28. Januar 2014

Klassiker-Rezension: FANTÔMAS-Filmreihe (1913/1914)

Einzeltitel: Im Schatten der Guillotine; Juve gegen Fantômas; Ein mörderischer Leichnam; Fantômas gegen Fantômas; Der falsche Ermittler
Originaltitel: À l'ombre de la guillotine; Juve contre Fantômas; Le mort qui tue; Fantômas contre Fantômas; Le faux magistrat
Regie und Drehbuch: Louis Feuillade, Musik: Yann Tiersen, James Blackshaw, Amiina, Tim Hecker und Loney Dear
Darsteller: René Navarre, Edmond Bréon, Georges Melchior, Renée Carl, Naudier, Jane Faber, André Volbert, Yvette Andréyor, Luitz-Morat, Fabienne Fabréges, Germaine Pelisse, Mesnery, André Luguet, Laurent Morléas, Jean-François Martial, Suzanne Le Bret
 Fantômas - À l'ombre de la guillotine
(1913) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (8,5); FSK: nicht bewertet; Dauer: ca. 340 Minuten.
Paris im 19. Jahrhundert: Die Öffentlichkeit erzittert vor den Untaten eines ebenso mysteriösen wie skrupellosen Kriminellen (René Navarre), der sich selbst "Fantômas" nennt und ein wahrer Verwandlungskünstler ist. Nach einem Hotelraub bei einer Prinzessin (Jane Faber) setzt sich der erfahrene Inspektor Juve (Edmond Bréon) auf seine Spur, der dabei auf die Unterstützung seines guten Freundes Jérôme Fandor (Georges Melchior) zählen kann. Der junge Mann ist ein engagierter und gewitzter Journalist und kommt an Quellen, die der Polizei nicht zur Verfügung stehen. Gemeinsam kommen sie Fantômas recht bald auf die Schliche und können ihn sogar verhaften – doch der Verbrecher ist nicht nur ein kriminelles Genie, sondern zusätzlich auch ein wahrer Ausbrecherkönig ...

Mittwoch, 15. Januar 2014

Klassiker-Rezension: DIE ROTE HERBERGE (1951)

Originaltitel: L'auberge rouge
Regie und Drehbuch: Claude-Autant Lara, Musik: René Cloërec
Darsteller: Fernandel, Françoise Rosay, Julien Carette, Marie-Claire Olivia, Lud Germain, Didier d'Yd, Grégoire Aslan, Caussimon, Nane Germon, Jacques Charon, A. Viala, André Dalibert, Robert Berri, André Cheff, Yves Montand
 L'auberge rouge
(1951) on IMDb Rotten Tomatoes: -; FSK: 12, Dauer: 101 Minuten.
Südost-Frankreich im frühen 19. Jahrhundert: Abgelegen in der bergigen Wildnis der Ardéche steht eine Herberge, zu der sich nur selten Gäste verirren. Dennoch geht es der Familie Martin, die das Gasthaus mit ihrem schwarzen Diener Fetiche (Lud Germain) betreibt, erstaunlich gut. Ein Drehorgelspieler, der mit seinem zahmen Affen an der roten Herberge Station macht, muß sehr schnell herausfinden, warum das so ist: Die Wirtsleute betäuben jeden ihrer Gäste, der auch nur ansatzweise so aussieht, als ob er irgendetwas von Wert besitzen könnte, mit einem vergifteten Trank, erschlagen ihn im Schlaf und vergraben ihn dann im Garten. In einer grauen Winternacht winkt den Martins besonders fette Beute, als eine Reisekutsche in der Nähe der Herberge einen Defekt hat und die teilweise gutbetuchten Reisenden im Gasthaus übernachten wollen. Doch ergeben sich zwei Probleme: Erstens kommt wenig später auch ein Bettelmönch (Fernandel, "Don Camillo und Peppone") durch die Tür, zweitens verliebt sich die Tochter des Hauses, die hübsche Mathilde (Marie-Claire Olivia), in kürzester Zeit in den jungen Novizen des Mönchs (Didier d'Yd). Da die Wirtsfrau Marie (Françoise Rosay) gläubig ist, vertraut sie sich zudem dem Mönch im Vertrauen auf das Beichtgeheimnis an; doch rechnet sie nicht damit, daß der Mönch nun alles ihm durch seine Berufung nicht ausdrücklich Verbotene versucht, um das Leben der nichts Böses ahnenden Reisenden zu retten ...

Dienstag, 7. Januar 2014

22 BULLETS (2010)

Originaltitel: L'immortel
Regie: Richard Berry, Drehbuch: Matthieu Delaporte, Alexandre de La Patelliére und Richard Berry, Musik: Klaus Badelt
Darsteller: Jean Reno, Kad Merad, Joey Starr, Marina Foïs, Jean-Pierre Darroussin, Richard Berry, Gabriella Wright, Claude Gensac, Catherine Samie
L'immortel
(2010) on IMDb Rotten Tomatoes: 46% (5,2); weltweites Einspielergebnis: $21,7 Mio.
FSK: 18, Dauer: 117 Minuten.

Charly Mattei (Jean Reno, "Léon – Der Profi", "Die purpurnen Flüsse") war lange Zeit einer der mächtigsten Gangsterbosse in Südfrankreich. Vor drei Jahren hat er sich komplett aus den kriminellen Geschäften zurückgezogen, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Umso unerwarteter kommt es, als er eines Tages in einem Parkhaus von einer Handvoll maskierter, schwerbewaffneter Männer angegriffen wird. Doch Mattei erweist sich als "Der Unsterbliche" (so die wörtliche Übersetzung des Originaltitels) und überlebt trotz 22 Kugeln in seinem Körper schwer verletzt. Als er wieder einigermaßen fit ist, sinnt er wenig überraschend auf Rache, während die engagierte Polizistin Marie Goldman (Marina Foïs, "Affären á la carte", "Poliezei") ihm zuvorkommen und die Täter verhaften will ...

Dienstag, 19. November 2013

ADÉLE UND DAS GEHEIMNIS DES PHARAOS (2010)

Originaltitel: Les aventures extraordinaires d'Adéle Blanc-Sec
Regie und Drehbuch: Luc Besson, Musik: Eric Serra
Darsteller: Louise Bourgoin, Mathieu Amalric, Gilles Lellouche, Jacky Nercessian, Philippe Nahon, Frédérique Bel, Jean-Paul Rouve, Nicolas Giraud, Gérard Chaillou, Serge Bagdassarian
Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec
(2010) on IMDb Rotten Tomatoes: 85% (6,1); weltweites Einspielergebnis: $34,6 Mio.
FSK: 6, Dauer: 106 Minuten.

Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die energische Autorin und Abenteurerin Adéle Blanc-Sec (Louise Bougoin, "Die Nonne") stibitzt in Ägypten aus einer Grabkammer die Mumie des legendären Leibarztes eines Pharaos. Mithilfe des exzentrischen Professors Espérandieu (Jacky Nercessian, "In the Name of the Son") will sie diese nach ihrer Rückkehr nach Paris wieder zum Leben erwecken. Dieses Vorhaben wird jedoch nicht von eitler Ruhmsucht geleitet, sondern von der verzweifelten Hoffnung, daß der berühmte Arzt mit seinem in der Zwischenzeit verlorengegangen medizinischen Wissen ihre seit einem tragischen Unfall dahinvegetierende Zwillingsschwester Agathe retten kann. Professor Espérandieu hat Adéles Ägypten-Aufenthalt genutzt, um seine Fähigkeiten bei der Erweckung und anschließenden Kontrolle von Toten zu trainieren. An sich eine gute Idee, daß er als Trainigsobjekt jedoch ausgerechnet ein in einem nahegelegenen Museum aufbewahrtes Pterodaktylus-Ei wählte, war nicht ganz so weitsichtig. Die prähistorischen Flugsaurier können nämlich – welch Überraschung! – fliegen. Und da der Professor den Pterodaktylus nur kontrollieren kann, solange er wach ist, macht sich selbiger nächtens selbständig und sorgt für Aufruhr in Paris, den Adéle angesichts ihres wagemutigen Plans überhaupt nicht gebrauchen kann ...

Dienstag, 8. Oktober 2013

WRONG (2012)

Regie und Drehbuch: Quentin Dupieux, Musik: Tahiti Boy und Mr. Oizo
Darsteller: Jack Plotnick, William Fichtner, Alexis Dziena, Éric Judor, Steve Little, Arden Myrin, Mark Burnham, Regan Burns
Wrong
(2012) on IMDb Rotten Tomatoes: 65% (6,1); weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 93 Minuten.
Das Leben von Dolph Springer (Jack Plotnick, "Gods and Monsters") entwickelt sich nicht gerade vorteilhaft: Erst vor kurzem hat er seinen Job verloren; sein Gärtner Victor (Éric Judor, "Barfuß") enthüllt ihm, daß sich die Palme in seinem Garten über Nacht aus unerfindlichen Gründen in eine Kiefer verwandelt hat (und Dolph kann Kiefern nicht ausstehen); die attraktive Emma (Alexis Dziena, "Broken Flowers") steht vor seinem Haus und erklärt Dolph, daß sie ihren Ehegatten für ihn verlassen habe und nun bei ihm einziehe – was schon schräg genug wäre, wenn Dolph die junge Frau wenigstens kennen würde. Tut er aber nicht. Mit Abstand am schlimmsten ist jedoch, daß Dolphs einziger echter Freund, sein über alles geliebter Hund Paul, über Nacht spurlos verschwunden ist. Doch dann erhält er eine Nachricht von einem Master Chang (William Fichtner, "The Dark Knight"), der mit Dolph über Paul reden will ...