Montag, 30. März:
Arte, 20.15 Uhr: "Tage des Himmels / In der Glut des Südens" (1978)
Terrence Malicks zweiter (und für 20 lange Jahre auch letzter) Kinofilm ist ein poetisches, schwelgerisches Liebesdrama, das zur Zeit des Ersten Weltkrieges spielt. Richard Gere agiert als unbeherrschter Stahlarbeiter Bill, der, nachdem er seinen Boß im Affekt getötet hat, mit seiner Freundin Abby (Brooke Adams, "Die Körperfresser kommen") nach Texas flieht, wo sie sich als Geschwister ausgeben und als Erntehelfer auf einer Farm arbeiten. Als Bill hört, daß der Farmer (Sam Shepard) schwer erkrankt sei, ermutigt er Abby, diesen zu heiraten, damit sie nach seinem Tod alles erbt und sie somit ausgesorgt haben ... Der auch als "In der Glut des Südens" bekannte "Tage des Himmels" gewann den Kamera-OSCAR und war in weiteren drei Kategorien nominiert, darunter für Ennio Morricones gewohnt grandiose Musik. Direkt im Anschluß um 21.45 Uhr zeigt Arte die einstündige deutsche Doku "Terrence Malick - Suche nach dem Unsichtbaren" aus dem Jahr 2025.
One, 20.15 Uhr: "Tenor: Eine Stimme - zwei Welten" (2022)
Free-TV-Premiere der musikalischen französischen Komödie von Claude Zidi Jr., Sohn des erfolgreichen Filmemachers Claude Zidi ("Ein irrer Typ", "Brust oder Keule"). Der Pariser Student und Hobby-Rapper Antoine (Mohammed Belkhir) weiß noch nicht recht, was er mit seinem Leben anfangen soll, als er zufällig auf die Gesangslehrerin Madame Loyseau (Michèle Laroque) trifft, die in ihm das Talent zu einem Opernsänger zu erkennen glaubt! Obwohl der eher aus der Unterschicht stammende Antoine keinerlei Berührungspunkte zur Welt der Oper hat, läßt er sich auf ihr Angebot zu Gesangsstunden ein - verheimlicht das allerdings Familie und Freunden ...
ZDF, 22.15 Uhr: "Verheißung - Der Grenzenlose" (2024)
Free-TV-Premiere des für sieben Dänische Filmpreise nominierten Thrillers von Ole Christian Madsen ("Tage des Zorns") nach einem Roman von Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen. Der zweite Auftritt von Ulrich Thomsen als Kommissar Carl Mørck kam in Deutschland nicht ins Kino, sondern wurde direkt fürs Heimkino veröffentlicht - möglicherweise auch wegen ziemlich mediokrer Kritiken. Mørck wird von seinem alten Freund Christian auf der Insel Bornholm um Hilfe bei einem ungelösten alten Fall gebeten, schickt allerdings zunächst nur seine junge Kollegin Rose (Sofie Torp). Erst als Christian sich das Leben nimmt, kommt Mørck nach.
Dienstag, 31. März:
Super 8 (nostalgisches Coming of Age-Abenteuer im Stil der 1980er Jahre von "Star Wars"-Regisseur J.J. Abrams; 22.40 Uhr bei ZDF Neo)
Mittwoch, 1. April:
Arte, 20.15 Uhr: "Ein Kuß von Béatrice" (2017)
Free-TV-Premiere der französischen Tragikomödie von Martin Provost ("Séraphine"), in der Altstar Catherine Deneuve und Catherine Frot als zwei sehr unterschiedliche Frauen glänzen: Frot spielt die idealistische Hebamme und alleinerziehende Mutter Claire, der gegen Ende ihres Berufslebens der vorzeitige Verlust ihres Jobs droht, während Deneuve die titelgebende, leicht exzentrische und trunksüchtige frühere Geliebte von Claires verstorbenem Vater gibt. Als Claire von Béatrice unerwartet einen Anruf mit Bitte um eine seit Jahrzehnten überfällige Aussprache erhält, sagt sie nur zögerlich zu ...
Außerdem:
Mad Max: Fury Road (George Millers sechsfach OSCAR-prämierte, atemberaubende Rückkehr in die postapokalyptische Welt von Mad Max, diesmal mit Tom Hardy in der Titelrolle, dem aber von Charlize Theron die Schau gestohlen wird - aktuell Platz 187 in den IMDb Top 250; 20.15 Uhr um etwa eine Minute gekürzt bei Nitro)
Donnerstag, 2. April:
ZDF, 0.30 Uhr: "Ich Capitano" (2023)
Free-TV-Premiere des u.a. für einen OSCAR, einen Golden Globe und zwei Europäische Filmpreise nominierten humanistischen Road Movies von Matteo Garrone ("Das Märchen der Märchen"), das in seiner Heimat fast 900.000 Zuschauer in die Kinos lockte. Es geht um die beiden senegalesischen Teenager Seydou und Moussa, die auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa zahlreiche Entbehrungen ertragen müssen - und das bereits vor der lebensgefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer!
Außerdem:
Die Schöne und das Biest (visuell prachtvolles, sehr sympathisches und mit u.a. Emma Watson, Luke Evans und Kevin Kline stark besetztes Realfilm-Remake des Disney-Zeichentrickklassikers; 20.15 Uhr im Disney Channel)
Karfreitag, 3. April:
One, 20.15 Uhr: "Judy" (2019)
Free-TV-Premiere des positiv rezensierten Biopics von Rupert Goold ("True Story") über die in den USA immer noch enorm populäre Schauspielerin Judy Garland. Die begann ihre Karriere als Kinderstar und wurde durch die Hauptrolle in "Der Zauberer von Oz" zum Weltstar. Renée Zellweger spielt Garland als Mittvierzigerin und damit in einer Phase ihres Lebens, in der ihre Karriere deutlich schwächelt und sie mit privaten wie auch finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Einen Hoffnungsschimmer gibt es, als sie eher widerwillig ein gut einmonatiges Engagement im Londoner Club von Bernard Delfont (Michael Gambon) annimmt und ihren Job so gut macht, daß immer mehr Zuschauer sie sehen wollen - doch die Trennung von ihren in den USA gebliebenen Kindern macht Judy schwer zu schaffen ... Zellweger gewann für ihre überzeugende Darstellung ihren zweiten OSCAR.
Außerdem:
Der Sternwanderer (zauberhafte Neil Gaiman-Adaption mit Claire Danes als gefallenem Stern, Robert De Niro als wunderlichem Luftpirat und Michelle Pfeiffer als böser Hexe; 18.20 Uhr bei ZDF Neo)
Thor: Love and Thunder (der vierte Soloauftritt von Chris Hemsworth als nordischer Donnergott erreicht nicht die Klasse des Vorgängers, hat aber mit Christian Bale als Bösewicht und der Rückkehr von Natalie Portman als Jane Foster trotzdem einiges zu bieten; 20.15 Uhr bei Pro 7)
Johnny English - Man lebt nur dreimal (Rowan Atkinsons dritter Kino-Einsatz als schusseliger Geheimagent unterhält solide, erreicht aber nicht die Qualität des Vorgängers; 20.15 Uhr bei RTL Super)
Drive (Nicolas Winding Refns extrem stylisher, aber auch brutaler Arthouse-Actionthriller mit Ryan Gosling als Fluchtwagenfahrer sowie Carey Mulligan, Oscar Isaac, Bryan Cranston und Ron Perlman; 22.30 Uhr um eine knappe Minute geschnitten bei RTL II)
John Wick: Kapitel 4 (Keanu Reeves' vierter Film als Ex-Auftragskiller erfreut Genrefans erneut mit grandiosen Actionsequenzen, ist dabei aber nicht so einfallsreich wie das dritte Kapitel; 22.40 Uhr um drei Minuten geschnitten bei Pro 7, ungekürzte Wiederholung am Ostermontag um 23.30 Uhr)
Schachnovelle (gelungene Literaturverfilmung mit Oliver Masucci als Nazi-Gefangener, der durch Schach seinen Verstand behält; 23.35 Uhr in der ARD)
Samstag, 4. April:
One, 22.15 Uhr: "Der Psycho-Coach - Mörderische Therapie" (2024)
Free-TV-Premiere der wohlwollend rezensierten schwarzhumorigen Thriller-Komödie des türkischen Filmemachers Tolga Karaçelik, der damit sein englischsprachiges Regiedebüt gibt. Der unter einer Schreibblockade leidende Autor Keane (John Magaro, "Past Lives") lernt zufällig in einer Bar den exzentrischen Ex-Auftragskiller Kollmick (Steve Buscemi) kennen, der will, daß Keane ein Buch über ihn schreibt. Obwohl Keane eigentlich ablehnt, folgt der betrunkene Kollmick ihm nach Hause und stellt sich dessen Ehefrau Suzie ("Severance"-Star Britt Lower) als "Berater" vor - woraufhin die glaubt, er sei ein für ihre Ehe dringend benötigter Paartherapeut ...
Außerdem:
Guardians of the Galaxy Vol. 2 (das zweite Weltraum-Abenteuer der höchst unkonventionellen Superhelden-Truppe ist mindestens genauso unterhaltsam wie das erste; 20.15 Uhr bei Pro 7)
Knives Out - Mord ist Familiensache (Daniel Craig glänzt als kanadischer Ermittler in Rian Johnsons äußerst vergnüglicher, OSCAR-nominierter Whodunit-Krimikomödie; 20.15 Uhr im HR)
Johnny English - Jetzt erst Recht! (der klar witzigste Mittelteil der James Bond-Parodie-Trilogie mit Rowan Atkinson; 20.15 Uhr bei RTL Super)
Justice League (das enttäuschende erste große DC-Superhelden-Crossover rund um Batman, Wonder Woman, Aquaman und den totgeglaubten Superman will trotz erstaunlich viel Humor nicht wirklich zünden; 23.05 Uhr bei Pro 7)
Doctor Sleeps Erwachen (leider gefloppte, dabei richtig gute und schön gruselige späte "Shining"-Fortsetzung nach Stephen King, mit Ewan McGregor und Rebecca Ferguson; 23.50 Uhr bei SAT. 1)
10 Cloverfield Lane (raffiniertes, wendungsreiches und hochspannendes Psycho-Mysterythriller-Kammerspiel mit zwei tollen Hauptdarstellern Mary Elizabeth Winstead und John Goodman; 1.20 Uhr bei Pro 7)
Ostersonntag, 5. April:
SAT. 1, 20.15 Uhr: "Kung Fu Panda 4" (2024)
Free-TV-Premiere des vierten Teils der beliebten DreamWorks-Animationsfilmreihe, der zwar schwächere Kritiken erhielt als die Vorgänger, aber immer noch recht gut abschnitt und an den Kinokassen sogar wieder zulegte. Acht Jahre nach dem dritten Teil soll der im Original von Jack Black und in der deutschen Synchronfassung von Hape Kerkeling vertonte kampfstarke Pandabär und "Drachenkrieger" Po auf Anweisung seines Meisters einen Nachfolger für sich auswählen und selbst zum spirituellen Führer aufsteigen - worauf Po aber eigentlich noch gar keine Lust hat. Dann taucht mit einem zaubermächtigen Chamäleon eine neue Antagonistin auf, die mit ihren Gestaltwandler-Fähigkeiten für viel Unruhe sorgt ...
Außerdem:
Die Insel der besonderen Kinder (Tim Burtons bester Film seit Jahren ist eine phantasie- und stimmungsvolle Schauermär mit Eva Green und Samuel L. Jackson; 22.05 Uhr bei SAT. 1)
No Country for Old Men (die grimmige Cormac McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder mit Josh Brolin, Tommy Lee Jones und Javier Bardem gewann vier OSCARs; 22.20 Uhr bei ZDF Neo)
Fast verheiratet (solide romantische Komödie mit Emily Blunt und Jason Segel, die eine relativ originelle Geschichte erzählt - das allerdings etwas zu langatmig; 22.45 Uhr bei Sixx)
Werk ohne Autor (Florian Henckel von Donnersmarcks bildgewaltiges dreistündiges Künstler-Epos mit Tom Schilling, Paula Beer und Sebastian Koch wurde für zwei OSCARs nominiert; 0.00 Uhr in der ARD)
Ostermontag, 6. April:
Pro 7, 20.15 Uhr: "Guardians of the Galaxy Vol. 3" (2023)
Starker Abschluß von James Gunns schräger SciFi-Superhelden-Trilogie, in dem die Guardians um Peter "Star-Lord" Quill (Chris Pratt) alles riskieren müssen, um den schwer verwundeten Rocket (in der Originalfassung gesprochen von Bradley Cooper) zu retten. Dabei bekommen sie es mit dem High Evolutionary (Chukwudi Iwuji) und dem Superkrieger Adam Warlock (Will Poulter) zu tun.
Außerdem:
Unternehmen Petticoat (herrliche Kriegskomödie von Blake Edwards mit Cary Grant, Tony Curtis, einem rosa U-Boot und diversen Krankenschwestern an Bord; 17.00 Uhr bei 3sat)
Tod auf dem Nil (Kenneth Branaghs zweite Poirot-Adaption mit ihm selbst in der Hauptrolle ist schwächer als der Vorgänger "Mord im Orient Express", kommt in der zweiten Hälfte aber doch noch in Schwung; 22.00 Uhr im ZDF)
Sein letztes Rennen (wenig originelle, aber überzeugend umgesetzte deutsche Tragikomödie, in der Dieter Hallervorden als Ex-Marathonstar, der in hohem Alter noch ein allerletztes Rennen bestreiten will, brilliert; 23.30 Uhr im MDR)
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