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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 30. April 2026

KINOVORSCHAU MAI 2026

Mengenmäßig ist der Mai 2026 einer der dünnsten deutschen Kinomonate seit längerem - dabei gibt es nicht einmal ein Superhelden-Abenteuer, dem andere Verleiher ausweichen müßten (dafür aber immerhin einen neuen "Star Wars"-Film). Qualitativ sieht es hingegen durchaus vielversprechend aus, sogar ein Film läuft an, der sich bereits in die IMDb Top 250 geschoben hat ("Verflucht normal") - und der erste "Schafskrimi" in der Geschichte des Kinos!

7. Mai:
"Mortal Kombat 2":
Nachdem der australische Langfilm-Regiedebütant Simon McQuoid 2021 mit seiner während der Corona-Pandemie veröffentlichten Neuverfilmung des Prügelspiel-Videospielklassikers "Mortal Kombat" viele Fans der Vorlage überzeugen konnte (bei den Kritikern kam der Film erwartungsgemäß weniger gut an), gibt es nun die Fortsetzung. Wiederum unter McQuoids Regie bedroht der schurkische Shao Khan (Martyn Ford) das Earthrealm, was natürlich dessen stärkste Beschützer um Johnny Cage (Karl Urban, "Star Trek Beyond") auf den Plan ruft … Ein dritter Teil befindet sich bereits in Entwicklung.

"Nürnberg":
Basierend auf einem Sachbuch von Jack El-Hai erzählt Regisseur und Drehbuch-Autor James Vanderbilt ("Der Moment der Wahrheit") die Geschichte des US-amerikanischen Gefängnispsychiaters Douglas M. Kelley (Rami Malek, "Bohemian Rhapsody"), der während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse einige der hochrangigsten Nazi-Angeklagten begutachten sollte – vor allem Hitlers rechte Hand Hermann Göring (Russell Crowe, "The Nice Guys") erweist sich für ihn als eine große Herausforderung. Die Kritiken für das intensive Psychoduell fielen überwiegend positiv aus, vor allem Crowe erhielt viel Lob für seine schauspielerische Leistung.

"Whistle":
In dem recht wohlwollend rezensierten kanadisch-irischen Horrorfilm von Corin Hardy ("The Nun") spielt Dafne Keen ("Logan") die Schülerin Chrys, die nach einem grausigen Vorfall gemeinsam mit einigen Mitschülern eine schädelförmige aztekische Todespfeife findet. Wie sich bald herausstellt, stirbt jeder, der damit pfeift, wenig später. Da dummerweise bei einer Party jede Menge Schüler die Pfeife benutzt haben, suchen sie nun verzweifelt nach einem Ausweg … Mit Sophie Nélisse (TV-Serie "Yellowjackets"), Nick Frost ("Fighting with My Family") und "Game of Thrones"-Star Michelle Fairley (Catelyn Stark).

"Billie Eilish – Hit Me Hard And Soft: The Tour Live in 3D":
Kein geringerer als Kult-Filmemacher James Cameron hat zwischen seinen "Avatar"-Filmen tatsächlich noch die Zeit gefunden, um diesen 3D-Konzertfilm zu drehen – gemeinsam mit der OSCAR-prämierten Protagonistin Billie Eilish. Gefilmt wurde bei einem Konzert in Manchester während ihrer "Hit Me Hard and Soft"-Tour 2025.

14. Mai:
"Glennkill: Ein Schafskrimi":
Na, da behaupte noch einmal jemand, es gebe keine neuen Ideen mehr: "Glennkill", basierend auf dem erfolgreichen Romandebüt der deutschen Krimiautorin Leonie Swann aus dem Jahr 2005, ist eine Krimikomödie, mit der der US-amerikanische Animationsfilm-Regisseur Kyle Balda ("Minions") sein Realfilmdebüt gibt. Hugh Jackman ("Greatest Showman") spielt den krimibegeisterten Schäfer George, der seiner Schafherde jeden Abend zum Einschlafen Krimis vorliest. Was er nicht ahnt: Die Schafe verstehen ihn genau und diskutieren jede Nacht leidenschaftlich über das Gehörte, über Tatverdächtige und so weiter. Als eines Tages George tot auf einer Wiese liegt, sind seine Schafe überzeugt davon, daß er ermordet wurde. Da der junge Dorfpolizist Tim (Nicholas Braun, TV-Serie "Succession") mit den Ermittlungen heillos überfordert ist, beschließen die Schafe, mit ihren Krimierfahrungen selbst den Mörder zu suchen und zu überführen … Mit Emma Thompson und Hong Chau, die Schafe werden in der Originalfassung u.a. von Julia Louis-Dreyfus, Chris O'Dowd, Sir Patrick Stewart, Bryan Cranston, Regina Hall und Bella Ramsey gesprochen. In der deutschen Synchronfassung sind als die beiden "Leitschafe" Anke Engelke und Bastian Pastewka zu hören, was äußerst vielversprechend erscheint!

"Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang":
Bereits 1911 veröffentlichte der bayerische Schriftsteller Ludwig Thoma seine satirische Kurzgeschichte "Der Münchner im Himmel" über einen bayerischen Engel. 1962 wurde die Geschichte als Zeichentrick-Kurzfilm adaptiert und jetzt folgt eine (wohl ziemlich freie) erste Realfilmversion fürs Kino. Regie bei der deutsch-österreichischen Komödie führt David Dietl ("König von Deutschland"), die Hauptrolle des Münchner Taxifahrers Wiggerl übernimmt Maximilian Brückner ("Wunderschön"). Nach einem Unfall stirbt Wiggerl und landet im Himmel, wo sich der Ur-Bayer allerdings ziemlich fehl am Platz fühlt. Prompt wird er auf die Erde zurückgeschickt, ist allerdings zunächst für alle außer seiner entfremdeten Teenager-Tochter Toni (Momo Beier, "Alter weißer Mann") unsichtbar – und bleiben darf er nur, wenn es ihm gelingt, seine negative Karma-Bilanz auszugleichen … Mit Hannah Herzsprung und Olli Schulz.

20./21. Mai:
"The Mandalorian and Grogu" (3D):
Erstaunliche sieben Jahre ist es inzwischen schon her, daß mit dem kontrovers beurteilten Trilogie-Finale "Der Aufstieg Skywalkers" letztmals ein "Star Wars"-Film in die Kinos kam (abgesehen von Wiederaufführungen von "Episode I" vor zwei Jahren und "Episode III" vor einem Jahr). Angesichts zahlreicher angekündigter und teilweise auch schon konkreter Projekte dürfte eine solch lange Pause so schnell nicht mehr vorkommen (bereits nächstes Jahr soll Shawn Levys "Star Wars: Starfighter" mit Ryan Gosling starten), zumal "Star Wars"-Eigner Disney sich fortan mehr auf Kinofilme als auf Serien für den Streamingdienst Disney+ konzentrieren will. Wie aussichtsreich diese neue Strategie ist, wird man bereits an den Einspielergebnissen von "The Mandalorian and Grogu" ablesen können, wobei das zweifellos ein sehr ungewöhnlicher "Star Wars"-Kinofilm ist – immerhin der erste, der auf einer TV-Serie basiert, nämlich "The Mandalorian". Ob der unbestrittene Erfolg der Serie mit bislang drei Staffeln sich auf die Kinoleinwände wird übertragen lassen, das ist die große Frage. Zuschauerzahlen im Bereich der Hauptreihe sind vermutlich nicht zu erwarten, aber da das Budget mit angeblich gut $160 Mio. relativ überschaubar ist, muß das auch nicht unbedingt sein – zumal der niedliche Grogu zweifellos wieder für überragende Merchandising-Verkäufe sorgen wird. Zur konkreten Handlung ist nicht viel bekannt: Nach dem Fall des Imperiums heuert die noch recht schwächliche Neue Republik den mandalorianischen Kopfgeldjäger Din Djarin (Pedro Pascal, "Gladiator II") an, um den Sohn von Jabba the Hutt zu retten, welcher über wichtige Informationen verfügt … Sigourney Weaver spielt Colonel Ward, eine hochrangige Persönlichkeit der Neuen Republik.

"In the Grey":
Auch hier ist zur Handlung nicht viel mehr als die Prämisse bekannt: Im neuen Actionthriller von Guy Ritchie ("The Gentlemen") spielen Henry Cavill ("Man of Steel"), Jake Gyllenhaal ("Nightcrawler") und Eiza González ("Baby Driver") ein dreiköpfiges Eliteteam, das damit beauftragt wird, ein von einem gewissenlosen Diktator gestohlenes Milliardenvermögen zurückzuholen. Mit Rosamund Pike ("Barney's Version"), "Game of Thrones"-Star Kristofer Hivju (Tormund) und Fisher Stevens.

"Passenger":
Und erneut gibt es nicht viele Infos zur Handlung: Im übernatürlichen Horrorfilm des norwegischen Genrespezialisten André Œvredal ("The Autopsy of Jane Doe") beobachtet ein junges Paar (Jacob Scipio aus "The Outpost" und Lou Llobell aus der Apple TV-Serie "Foundation") im Urlaub einen schrecklichen Unfall und wird fortan von einem dämonischen Widersacher verfolgt.

"Mother Mary":
Das positiv rezensierte musikalische Melodram von Arthouse-Filmemacher David Lowery ("The Green Knight") erzählt von dem titelgebenden Popstar (Anne Hathaway, "Colossal"), der nach längerer Pause vor einem großen Bühnen-Comeback steht. Kurz zuvor besucht die zunehmend von Selbstzweifeln geplagte Mary ihre einstige beste Freundin und Modedesignerin Sam (Michaela Coel, TV-Serie "I May Destroy You"), mit der sie sich vor Jahren überworfen hat ... Vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen erhielten viel Lob von den Kritikern.

28. Mai:
"Solo Mio":
In der sehr wohlwollend besprochenen romantischen Tragikomödie des US-Brüderpaars Chuck und Dan Kinnane spielt Kevin James ("Der Kaufhaus-Cop") den Grundschullehrer Matt, der jahrelang für eine Traumhochzeit in Italien mit seiner Verlobten Heather (Julie Ann Emery) gespart hat. Dummerweise läßt die ihn allerdings alleine vor dem Altar stehen, weshalb der am Boden zerstörte Matt den Rest der bezahlten Reise wohl oder übel alleine unternehmen muß. Dabei lernt er die charmante Café-Betreiberin Gia (Nicole Grimaudo, "Männer al dente") kennen … Mit den TV-Stars Alyson Hannigan ("How I Met Your Mother") und Kim Coates ("Sons of Anarchy") sowie Gastauftritten von Andrea Bocelli und Ed Sheeran.

"Finding Emily":
Wir bleiben mehr oder weniger beim gleichen Genre, denn in dieser britischen romantischen Komödie von Kino-Regiedebütantin Alicia MacDonald (TV-Serie "The Outlaws") geht es um den hoffnungslos verliebten Musiker Owen (Spike Fearn, "Alien: Romulus"), der versehentlich eine falsche Telefonnummer seiner Traumfrau erhält, von der er nur weiß, daß sie Emily heißt und an der Uni studiert. Leider gibt es an der Uni 318 Emilys, weshalb Owens Suche nicht einfach ist – immerhin hilft ihm aber die ambitionierte Psychologiestudentin Sami (Angourie Rice, "These Final Hours"), die Owen als eine Art lebendes Studienobjekt betrachtet.

"Verflucht normal":
"Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht"-Star Robert Aramayo (Elrond) brilliert in dem u.a. mit zwei BAFTAs ausgezeichneten britischen Biopic von Kirk Jones ("Lang lebe Ned Devine!") als John Davidson, der zu Beginn der 1980er Jahre in einer schottischen Kleinstadt aufwächst und mit 12 Jahren an dem damals noch praktisch unbekannten Tourette-Syndrom erkrankt – das sich in erster Linie durch unkontrollierbare Ticks und Anfälle auswirkt. Damit wird John zum gesellschaftlichen Außenseiter und erst viele Jahre später ändert sich das durch die Begegnung mit einer Krankenschwester (Maxine Peake, "Die Erlösung der Fanny Lye"), die ihn bei sich aufnimmt und ihm sogar eine Arbeit verschafft. Mit Shirley Henderson und Peter Mullan. In den IMDb Top 250 der besten Filme aller Zeiten belegt "Verflucht normal" derzeit Rang 131!