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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Donnerstag, 28. Mai 2026

KINOVORSCHAU JUNI 2026

Trotz Fußball-WM kann in diesem Jahr von einem Sommerloch in den deutschen Kinos nicht die Rede sein: Mit "Masters of the Universe", "Supergirl" und Spielbergs "Disclosure Day" starten gleich drei Hollywood-Großproduktionen, dazu gesellen sich zwei späte Fortsetzungen ("Jackass 5" und "Scary Movie 6"), ein ungewöhnlicher Robin Hood-Film ("The Death of Robin Hood") und zwei der alleine durch die US-Einspielergebnisse bereits rentabelsten Horrorfilme aller Zeiten ("Backrooms" und "Obsession"). Nur der deutsche Film macht sich angesichts der geballten Konkurrenz ziemlich rar ...

4. Juni:
"Masters of the Universe" (3D):
Vor 39 Jahren brachte Garry Goddard eine erste Verfilmung der beliebten Mattel-Fantasy-Actionfiguren rund um den edlen He-Man und den bösen Skeletor in die Kinos. "Masters of the Universe" mit Dolph Lundgren und Frank Langella erhielt allerdings miese Kritiken und floppte an den Kinokassen brutal, weshalb eine bereits angekündigte Fortsetzung rasch gestrichen wurde und das erhoffte Kino-Franchise in Rekordzeit wieder Geschichte war. In den beinahe vier Dekaden seitdem gab es immer wieder lose Pläne für einen Neuanfang mit teils durchaus prominenten Namen (wie der Hongkong-Filmemacher-Legende John Woo), aber erst im Jahr 2026 ist es so weit: Travis Knight hat sich mit dem Stop Motion-Animationsfilm "Kubo – Der tapfere Samurai" und dem "Transformers"-Spin-Off "Bumblebee" bereits einen guten Namen gemacht und durfte sich nun mit einem beachtlichen Budget von $170-200 Mio. am neuen "Masters of the Universe" versuchen. Der Brite Nicholas Galitzine (derzeit auch mit dem populären Schafkrimi "Glennkill" in den Kinos) verkörpert den außerirdischen Prinzen Adam, der von seinen Eltern als Kind wegen eines Bürgerkrieges zur Erde geschickt wurde – dummerweise verlor er bei der Bruchlandung jedoch sein mächtiges magisches Schwert. Als er dieses 15 Jahre später wiederfindet, bringt es ihn zurück in seine Heimat Eternia, die inzwischen vom tyrannnischen Skeletor (Jared Leto, "Blade Runner 2049") beherrscht wird. Nun muß Adam zu "He-Man" werden – der mächtigsten Person des Universums –, um Eternia zu befreien … Mit Idris Elba, Camila Mendes, Alison Brie, Morena Baccarin und Charlotte Riley.

"Scary Movie":
Nicht ganz so alt wie die von "Masters of the Universe" ist die Geschichte des "Scary Movie"-Franchise, das aber immerhin auch schon 26 Jahre auf dem Buckel hat. Im Jahr 2000 erschien das erste "Scary Movie" als Parodie auf Horrorfilme wie "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und startete eine ganze Welle von – meist leider nicht sehr guten – Parodie-Filmen inklusive vier direkter Sequels. Nach 13 Jahren Pause meldet sich die Reihe mit einem sechsten Teil zurück, der allerdings wie der Erstling schlicht unter dem Titel "Scary Movie" fungiert. Das mag eine Art Reboot suggerieren, allerdings handelt es sich tatsächlich um eine direkte Fortsetzung mit vielen Bezügen auf die Vergangenheit (was durchaus Sinn ergibt, immerhin ist die primär Pate stehende "Scream"-Reihe ja immer noch sehr erfolgreich und auch von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" gab es letztes Jahr eine späte Fortsetzung). Zwar gibt es mit dem genreerfahrenen Michael Tiddes ("Ghost Movie") einen neuen Regisseur, das Drehbuch verantworten aber erneut die Wayans-Brüder Marlon, Shawn und Keenan Ivory (gemeinsam mit Rick Alvares), die auch vor der Kamera auftreten. Und die beiden prägendsten Darstellerinnen der Reihe, Anna Faris und Regina Hall, kehren als Cindy Campbell respektive Brenda Meeks ebenfalls zurück, denn nach 26 Jahren hat es ein maskierter Serienkiller erneut auf die damaligen Überlebenden abgesehen.

"Sommer auf Asphalt":
In Simon Ostermanns (TV-Serie "Stardust Hotel") sommerlicher Tragikomödie nach einem Roman von Wolf Schmidt spielt Mala Emde ("303") die Fahrradkurierin Les, die nicht wirklich ein Ziel im Leben hat, sondern lieber sorglos die Nächte durchfeiert. Das ändert sich, als zweierlei passiert: Erstens taucht nach langer Zeit ihr Vater (Christoph Maria Herbst) wieder bei ihr auf und enthüllt ihr schließlich, daß er schwer krank ist – und zweitens wird sie ungeplant schwanger. Zeit zum Erwachsenwerden?

"Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris":
In der französischen Komödie von Grégoire Vigneron läßt sich der junge Bauunternehmer Stan (Rayane Bensetti, "Superheld wider Willen") zu einer Kurzschlußhandlung hinreißen, als ihm die versprochene Beförderung verwehrt wird: Er stiehlt kurzerhand eine Million Euro Schwarzgeld aus dem Tresor seines Chefs und will sich mit seiner Freundin ins Ausland absetzen. Doch im letzten Moment erfährt Stan, daß er nun doch befördert werden soll – also will er das gestohlene Geld sofort zurückbringen, bevor der Raub bemerkt wird. Dafür braucht er jedoch die Hilfe des nervigen Hippolyte (Christian Clavier, "Monsieur Claude und seine Töchter") vom Schlüsseldienst ...

10./11. Juni:
"Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit":
Steven Spielbergs mit Spannung erwartete Rückkehr zum Science Fiction-Kino (das er bereits u.a. mit "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "E.T.", "Minority Report" und "Krieg der Welten" prägte) gibt sich bezüglich der Handlung im Vorfeld ziemlich zugeknöpft. Bekannt ist eigentlich nur, daß Emily Blunt ("Jungle Cruise") die Hauptrolle einer TV-Meteorologin spielt, die mit einem offensichtlich außerirdischen Phänomen konfrontiert wird – das die Regierungsbehörden unbedingt vertuschen wollen. Ersten (überwiegend euphorischen) Vorabkritiken zufolge sollte man den Film aber sowieso mit möglichst wenig Vorwissen genießen! Weitere wichtige Rollen spielen Josh O'Connor ("Challengers"), Colin Firth, Wyatt Russell, Eve Hewson und Colman Domingo.

"Dolly":
Recht wohlwollend rezensierter Indie-Slasher von Rod Blackhurst ("Blood for Dust"), basierend auf dessen Kurzfilm "Babygirl" von 2022, in dem Macy (Fabianne Therese, "Southbound") und Chase ("American Pie"-Star Seann William Scott) in einer abgelegenen Bergregion wandern gehen, wobei Chase seiner Freundin einen Heiratsantrag machen will. Vorher wird er jedoch von einer durchgeknallten Frau in einer Puppenmaske aus Porzellan angegriffen (gespielt von der transsexuellen Profi-Wrestlerin "Max the Impaler"), die es fortan auch auf Macy abgesehen hat ...

"Zombies im Zoo – Verrückt nach Mitternacht":
In dem trotz der Thematik familienfreundlichen und humorvollen, von der Kritik mit viel Lob bedachten kanadisch-französisch-belgischen Animationsfilm von Rodrigo Perez-Castro und Ricardo Curtis verwandelt der Einschlag eines Meteors in einem Zoo fast alle Tiere in Zombies! Nicht betroffen sind u.a. ein Wolf und ein Berglöwe, die sich daraufhin zusammentun, um den Zoo zu retten und eine Ausbreitung des Zombievirus zu verhindern.

18. Juni:
"The Death of Robin Hood":
Die Legende des noblen englischen Räubers, der die Reichen bestiehlt und den Armen gibt, zählt historisch gesehen zu den meistverfilmten Geschichten überhaupt. Hollywood wagte sich letztmals 2018 an den Stoff, wobei Otto Bathhursts "Robin Hood" mit Taron Egerton in den Titelrolle allerdings kräftig floppte (besser erging es erst letztes Jahr der neuen TV-Serie "Robin Hood" mit Sean Bean als Sheriff von Nottingham, die für eine zweite Staffel verlängert wurde). Eine etwas andere Variante der altbekannten Geschichte präsentiert nun Michael Sarnoskis ("A Quiet Place: Tag Eins") "The Death of Robin Hood", der sich einem gealterten und desillusionierten Robin widmet. Auch das ist kein ganz neuer Ansatz (Richard Lesters "Robin und Marian" von 1976 mit Sean Connery und Audrey Hepburn), aber doch ein vergleichsweise unverbrauchter. Robin wird hier vom Australier Hugh Jackman ("Greatest Showman") verkörpert und sehnt seinen Tod regelrecht herbei – bis er schwer verwundet auf die geheimnisvolle Schwester Brigid (Jodie Comer, "The Last Duel") trifft, die für ihn der Schlüssel zur Erlösung sein könnte ...

"Backrooms":
Gleich zwei Indie-Horrorfilme von US-YouTubern starten in Deutschland diesen Juni, die in Nordamerika für Furore gesorgt haben (der zweite folgt nächste Woche mit "Obsession"). Dieser vom Kultstudio A24 vertriebene Found Footage-SciFi-Horrorfilm stammt vom gerade mal 20-jährigen Kane Parsons, der seit 2022 auf seinem YouTube-Kanal "The Backrooms" erfolgreich Kurzfilme veröffentlicht. Diese durfte er jetzt selbst mit einem Budget von weniger als $10 Mio. fürs Kino adaptieren und schon der Vorverkauf macht klar, daß es sich um einen der größten Horrorstarts aller Zeiten in den USA handeln wird! OSCAR-Nominee Chiwetel Ejiofor ("12 Years a Slave") spielt die Hauptrolle des Möbelgeschäft-Besitzers Clark, der offenbar in eine andere Dimension verschwunden ist. Seine Psychiaterin Dr. Kline (Renate Reinsve, "Der schlimmste Mensch der Welt") versucht, ihn zu retten.

"LOL 2.0":
17 Jahre nach der weltweit erfolgreichen französischen Komödie "LOL" – die 2012 ein Hollywood-Remake mit gleichem Namen und Miley Cyrus und Demi Moore in den Hauptrollen erhielt – kommt eine Fortsetzung in die Kinos. Erneut unter der Regie von Lisa Azuelos ("Der Vater meiner besten Freundin") kehrt Sophie Marceau ("Braveheart") als Mittfünfzigerin Anne zurück, die nach dem Auszug ihrer inzwischen erwachsenen Kinder die neue Freiheit in Berufs- und Privatleben genießt. Zumindest so lange, bis ihre Tochter Louise (Thaïs Alessandrin) nach diversen Rückschlägen doch wieder bei ihr einzieht. Nicht mehr mit dabei ist kurioserweise die jugendliche "LOL"-Protagonistin Lola (Christa Théret), deren Name Pate für den Filmtitel stand ...

"The Furious":
Von der Kritik und Genrefans gefeierter Hongkong-Martial Arts-Kracher von Kenji Tanigaki ("Enter the Fat Dragon"), in dem es der gewöhnliche Handwerker Wei (Mo Tse, "The Monkey King") nach der Entführung seiner Tochter mit der Hilfe eines nicht nur verbal schlagfertigen Journalisten (Joe Taslim, "The Raid") mit einem ganzen kriminellen Imperium aufnimmt, um sie zu retten.

25. Juni:
"Supergirl":
Nachdem James Gunns "DC Universe" letzten Sommer mit "Superman" einen weitgehend erfolgreichen Kinostart hinlegte (begleitet von den TV-Serien "Creature Commandos" und "Peacemaker"), folgt nun mit Craig Gillespies ("I, Tonya") "Supergirl" der zweite Streich. Supermans Cousine Kara Zor-El wird – wie bereits bei ihrem Cameo in "Superman" – vom australischen "House of the Dragon"-Star Milly Alcock verkörpert und befindet sich in einer ernsthaften Sinnkrise. Von ihren Eltern wurde sie von Krypton zur Erde geschickt, um Kal-El zu beschützen – nur daß das gar nicht nötig ist, da der deutlich früher angekommene Kal-El alias Clark Kent ganz alleine zum mächtigsten Superhelden der Erde geworden ist. Also macht sich Kara an ihrem 23. Geburtstag gemeinsam mit ihrem Hund Krypto auf eine Reise durch die Galaxis. Dabei trifft sie das Mädchen Ruthye (Eve Ridley), deren Vater vom Weltraumpiraten Krem (Matthias Schoenarts, "Red Sparrow") getötet wurde. Ruthye überredet Kara, ihr bei ihrem Rachefeldzug zu helfen ... Jason Momoa, im alten DCEU als "Aquaman" aktiv, gibt in "Supergirl" sein Debüt als außerirdischer Kopfgeldjäger Lobo.

"Obsession – Du sollst mich lieben":
Anders als "Backrooms" konnte "Obsession" trotz starker Kritiken nicht bereits vor seinem Kinostart einen gewaltigen Hype entfachen, entpuppte sich dafür aber als klassischer Langläufer. Nach einem guten, wenngleich unspektakulären Start legte "Obsession" dank überragender Mundpropaganda am zweiten Wochenende deutlich zu – anstatt wie die meisten Horrorfilme um mindestens 60% einzubrechen! – und sollte damit ziemlich locker die $100 Mio.-Marke durchbrechen. Und angesichts von Produktionskosten von unter $1 Mio. bedeutet das, daß "Obsession" einer der kommerziell rentabelsten Filme aller Zeiten sein wird! Dabei ist die Prämisse des Horrorfilms von Curry Barker gar nicht sonderlich originell, denn der Film erzählt vom hoffnungslosen Romantiker und Musikladen-Angestellten Bear (Michael Johnston, TV-Serie "Teen Wolf"), der zufällig auf ein altes Spielzeug stößt, das einen Wunsch erfüllen soll. Natürlich wünscht sich Bear, daß seine Angebetete Nikki (Inde Navarette, TV-Serie "Superman & Lois") ihn mehr liebt als alles andere – und das geschieht tatsächlich! Doch dummerweise erweist sich Bears konkrete Wunsch-Formulierung als nicht ideal, denn Nikki wird zunehmend besessen von Bear ...

"Jackass – Einer geht noch":
Zum fünften und angeblich letzten Mal kommt die Chaoten-Truppe um Spike Jonze und Johnny Knoxville zusammen, um ihre Fans mit aberwitzigen und komplett bescheuerten Stunts und Gags zu unterhalten. Zudem werden noch einmal Highlights aus der über 25-jährigen Franchise-Geschichte gezeigt.

"Power Ballad – Der Song meines Lebens":
Der irische Musikfilm-Spezialist John Carney bringt nach "Once", "Can a Song Save Your Life?" oder "Sing Street" eine weitere musikalische Geschichte in die Kinos, die von den Kritikern viel Lob erfährt. Paul "Ant-Man" Rudd spielt Rick, den Sänger einer Hochzeitsband, der immer vom großen Durchbruch träumte, ihn aber nie schaffte. Dann trifft Rick auf einer Hochzeit auf den Ex-Boyband-Sänger Danny (Nick Jonas, "Jumanji: The Next Level") und die beiden merken bei einer Jam-Session, daß sie musikalisch hervorragend miteinander harmonieren. Scheinbar ergibt sich daraus zwar nichts, doch einige Monate später stellt Rick fest, daß Danny einen von Rick geschriebenen Song als seinen eigenen ausgegeben und zu einem Nummer 1-Hit gemacht hat ...

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