Montag, 8. Juni:
Arte, 20.15 Uhr: "Ich habe keine Angst" (2003)
In dem u.a. für sechs Italienische Filmpreise und einen Europäischen Filmpreis nominierten italienisch-spanisch-britischen Drama von Gabriele Salvatores ("Marrakech Express") findet der 9-jährige Michele (Giuseppe Cristiano) im Sommer 1978 beim Spielen in der Nähe seines Dorfes ein tiefes Loch, in dem ein verwahrloser Junge offenbar gefangengehalten wird. Nachdem er anfangs verängstigt ist und sich auch nicht traut, jemandem von seiner Entdeckung zu erzählen, entscheidet sich Michele schließlich dazu, den Gefangenen zu befreien. Dabei gelingen ihm einige schockierende Enthüllungen ...
Pro 7, 22.40 Uhr: "Nope" (2022)
Free-TV-Premiere des unkonventionellen Mystery-Horrorthrillers von Jordan Peele ("Get Out"), der vor allem gegen Ende mit seinem absurden Humor ein wenig an die Werke der Coen-Brüder ("Fargo") erinnert. Daniel Kaluuya ("Sicario") und Keke Palmer ("Hustlers") spielen die Geschwister OJ und Emerald, die in der Nähe von Los Angeles eine geerbte Pferderanch betreiben. Diese läuft allerdings nicht sonderlich gut und so denken die Geschwister darüber nach, das Gelände an einen benachbarten Freizeitpark mit Streichelzoo zu verkaufen, der von einem ehemaligen Hollywood-Kinderstar (Steven Yeun aus der TV-Serie "The Walking Dead") geleitet wird. Doch dann kommt es auf der Ranch zu unerklärlichen Phänomenen bis hin zu einer UFO-Sichtung ...
Dienstag, 9. Juni:
Das Wunder von Bern (passend zum bevorstehenden Start der Fußball-WM läuft mal wieder Sönke Wortmanns gelungener Mix aus Familiengeschichte und Sportfilm über den ersten deutschen WM-Titel 1954; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Wonder Woman (inhaltlich recht konventionelle, jedoch actionreich, humorvoll und mit guter Besetzung umgesetzte Superhelden-Origingeschichte von DC mit Gal Gadot und Chris Pine; 20.15 Uhr bei Nitro)
Spider-Man: Homecoming (Tom Hollands spaßiger erster Solofilm als die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, die es mit Ex-Batman Michael Keaton als Antagonist zu tun bekommt; 22.50 Uhr bei Nitro)
Don't Breathe (raffinierter, sehr spannender Home Invasion-Reißer mit Jane Levy und Stephen Lang; 1.25 Uhr bei Nitro)
Mittwoch, 10. Juni:
Arte, 20.15 Uhr: "BlackBerry - Klick einer Generation" (2023)
Free-TV-Premiere des hochgelobten und vielfach prämierten tragikomischen kanadisch-finnischen Biopics von Matt Johnson ("The Dirties") über Aufstieg und Niedergang des ersten Smartphone-Herstellers, der kanadischen Firma BlackBerry. Mit Jay Baruchel ("Das ist das Ende"), Glenn Howerton ("The Strangers"), Michael Ironside ("Starship Troopers") und Cary Elwes ("Saw").
Außerdem:
Blade Runner 2049 (Denis Villeneuves späte, aber sehr gute und mit zwei OSCARs prämierte Fortsetzung zu Ridley Scotts Cyberpunk-Klassiker "Blade Runner", diesmal mit Ryan Gosling in der Hauptrolle; 20.15 Uhr bei Nitro)
Die Tribute von Panem - The Hunger Games (der noch etwas unausgereifte erste Teil der erfolgreichen dystopischen Young Adult-Reihe mit Jennifer Lawrence; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Parasite (vierfach OSCAR-gekrönter südkoreanischer Genremix über eine ärmliche Familie, die sich nach und nach im Haushalt einer reichen Familie breitmacht - mit unabsehbaren Folgen; 23.05 Uhr bei Arte)
Halloween (David Gordon Greens späte Fortsetzung von John Carpenters Original-"Halloween" bringt Jamie Lee Curtis zurück und entpuppt sich lange als liebevolle Hommage - nur das Finale enttäuscht; 23.20 Uhr bei Nitro)
Donnerstag, 11. Juni:
RBB, 20.15 Uhr: "Jeanne du Barry - Die Favoritin des Königs" (2023)
Free-TV-Premiere des für zwei Césars nominierten Eröffnungsfilms des Festivals von Cannes 2023, ein schwelgerisches Kostümdrama von und mit "Poliezei"-Regisseurin Maïwenn. Sie spielt die Hauptrolle der bürgerlichen Jeanne Vaubernier, die im Frankreich des 18. Jahrhunderts geschickt die soziale Leiter emporklettert und schließlich über ihren Geliebten Graf du Barry (Melvil Poupaud) sogar König Louis XV. (Johnny Depp) kennenlernt. Auch der ist alles andere als immun gegenüber Jeannes Reizen, was bald einen Skandal in Versailles auslöst.
Außerdem:
The Dark Knight (Christopher Nolans zweiter Batman-Film, in dem neben Christian Bale u.a. Aaron Eckhart als Harvey Dent und der posthum OSCAR-prämierte Heath Ledger als Joker glänzen, ist für mich der beste Superhelden-Film aller Zeiten und belegt derzeit Platz 3 in den IMDb Top 250; 20.15 Uhr um dreieinhalb Minuten geschnitten bei VOX, ungekürzte Wiederholung am Freitag um 22.15 Uhr)
American Pie - Das Klassentreffen (witzig-nostalgischer vierter Teil der berühmten Komödienreihe mit Jason Biggs und Alyson Hannigan; 22.25 Uhr bei Kabel Eins)
Freitag, 12. Juni:
Die glorreichen Sieben (trotz toller Besetzung mit Denzel Washington, Chris Pratt und Ethan Hawke enttäuschend mittelmäßiges Westernklassiker-Remake; 20.15 Uhr um gut drei Minuten gekürzt bei Pro 7, ungeschnittene Nachtwiederholung in der Nacht auf Donnerstag um 3.10 Uhr)
Verblendung (David Finchers Adaption von Teil 1 der "Millennium"-Saga, mit Daniel Craig und Rooney Mara in den Hauptrollen; 20.15 Uhr um vier Minuten gekürzt bei RTL II)
Samstag, 13. Juni:
Swiss Army Man (schrullige, tragikomische Groteske mit Daniel Radcliffe und Paul Dano über die wundersame Freundschaft zwischen einem Mann und einer Leiche ...; 1.15 Uhr im WDR)
Sonntag, 14. Juni:
RTL, 20.15 Uhr: "Blue Beetle" (2023)
Free-TV-Premiere des letzten DC-Superhelden-Abenteuers vor dem Reboot durch James Gunn. Die Geschichte des jungen Latinos Jaime Reyes (Xolo Maridueña, TV-Serie "Cobra Kai"), der durch den Einfluß eines sich an seine Wirbelsäule haftenden übernatürlichen Skarabäus eine blaue Hightech-Rüstung erhält und darin sogar fliegen kann, ist wenig originell, aber mit seinem starken Fokus auf Jaimes Familie sehr sympathisch. Der aus armen Verhältnissen stammende Jaime freut sich zunächst sehr über seine neuen Fähigkeiten, doch dummerweise ist hinter dem Skarabäus die fiese Konzernchefin Victoria Kord (Susan Sarandon) mit ihren Schergen her.
Arte, 20.15 Uhr: "Adel verpflichtet" (1949)
Sir Alec Guinness brilliert in diesem rabenschwarzen britischen Komödienklassiker von Robert Hamer ("Der Sündenbock") in den Rollen von allen acht Mitgliedern der versnobten Adelsfamilie D'Ascoyne. Und Dennis Price ("Der Rebell") spielt Louis, der sich für das Verstoßen seiner Mutter aus besagter Familie rächen will, indem er alle lebenden D'Ascoynes umbringt und damit selbst zum Alleinerben wird ...
Arte, 22.00 Uhr: "Kap der Angst" (1991)
Gerade ist bei AppleTV ein Serien-Remake von Martin Scorseses kultigem Psychothriller erschienen, da kann es ja nicht schaden, zum Vergleich mal wieder das für zwei OSCARs nominierte "Original" (das wiederum auf dem 1950er Jahre-Klassiker "Ein Köder für die Bestie" mit Robert Mitchum basiert) anzuschauen. Darin brilliert Robert De Niro als Schwerverbrecher Max Cady, der sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis an seinem von Nick Nolte verkörperten damaligen Pflichtverteidiger Sam Bowden rächen will, den er für seine Verurteilung verantwortlich macht. De Niro wurde ebenso wie Juliette Lewis, die Sams Tochter spielt, für einen OSCAR nominiert. Sams Gattin wird von Jessica Lange verkörpert und mit Robert Mitchum, Gregory Peck und Martin Balsam haben die drei Hauptdarsteller von "Ein Köder für die Bestie" kleine Gastauftritte erhalten.
Außerdem:
To the Wonder (Terrence Malicks ästhetisch sehr ansprechendes, aber allzu langatmiges und inhaltlich arg nihilistisches Liebesdrama mit Ben Affleck, Olga Kurylenko und Rachel McAdams; 23.15 Uhr im SWR)
Fantastic Four (trotz einiger interessanter Ansätze und namhafter Besetzung mit Miles Teller, Kate Mara, Michael B. Jordan und Jamie Bell katastrophal gescheitertes Reboot der Marvel-Superheldenreihe; 0.50 Uhr bei Pro 7)
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