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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 13. Juli 2020

TV-Tips für die Woche 29/2020

Montag, 13. Juli:
ARD, 20.15 Uhr: "Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon" (2018)
Free-TV-Premiere der Roadmovie-Tragikomödie von Florian Gallenberger ("Colonia Dignidad") rund um den schrulligen alten bayerischen Gärtner Schorsch (Elmar Wepper), dessen kleiner Betrieb kurz vor der Pleite steht. Als ihm nur noch sein altes Propellerflugzeug bleibt und auch das gepfändet werden soll, fliegt Schorsch damit kurzerhand davon in ein neues Leben voller ungewöhnlicher Begegnungen ...

Arte, 20.15 Uhr: "Good Night, and Good Luck. - Der Fall McCarthy" (2005)
George Clooneys zweite, für sechs OSCARs nominierte Regiearbeit gilt bis heute (völlig zu Recht) als seine beste: David Strathairn ("Das Bourne Ultimatum") spielt in dem auf wahren Geschehnissen beruhenden Schwarzweiß-Film den bekannten TV-Polit-Journalisten Edward R. Murrow, der sich Mitte der 1950er Jahre mit seinem Team gegen den "Kommunistenjäger" und republikanischen Senator McCarthy und seine fanatischen, unlauteren Methoden stellt - trotz heftiger Gegenwehr von Senderverantwortlichen, Sponsoren und natürlich McCarthy und seinen Verbündeten.

Arte, 21.45 Uhr: "Todesmelodie" (1971)
Anläßlich des Todes des genialen italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone nimmt Arte kurzfristig diesen sehenswerten Revolutionswestern von Sergio Leone ins Programm, in dem James Coburn und Rod Steiger zwei Kriminelle im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts spielen, die beim Versuch, reich zu werden, versehentlich zu Revolutionshelden avancieren ...

Dienstag, 14. Juli:
ARD, 22.45 Uhr: "Solange ich atme" (2017)
Free-TV-Premiere des positiv besprochenen romantischen britischen Biopics, bei dem Andy "Gollum" Serkis erstmals Regie führte. Andrew Garfield spielt den 28-jährigen Geschäftsmann Robin, der in den 1950er Jahren nach einem Afrika-Aufenthalt an Polio erkrankt und fortan vom Hals abwärts gelähmt ist - was nach dem damaligen Stand der Medizin ein Zustand ist, der sich bis zum mutmaßlich frühen Lebensende nicht ändern wird. Robins Ehefrau Diana (Claire Foy) holt ihn dennoch und gegen den Rat der Ärzte aus dem Krankenhaus nach Hause und kümmert sich aufopferungsvoll um ihn, was tatsächlich eine langsame Besserung von Robins Zustand zur Folge hat.

Außerdem:
Vielleicht lieber morgen (ein wunderbarer Coming of Age-Film mit Emma Watson und Logan Lerman; 20.15 Uhr bei Servus TV)

Mittwoch, 15. Juli:
Kabel Eins, 20.15 Uhr: "Der Sturm" (2000)
Siehe meinen TV-Tip von Mai 2016 zu Wolfgang Petersens Katastrophenfilm-Hit mit George Clooney und Mark Wahlberg.

Arte, 23.30 Uhr: "Couscous mit Fisch" (2007)
Das französische Familiendrama von Abdelattif Kechiche ("Blau ist eine warme Farbe") wurde unter anderem mit drei Césars und einem Europäischen Filmpreis prämiert. Der geschiedene Slimane hat nordafrikanische Wurzeln und arbeitet seit dreieinhalb Jahrzehnten in einer Werft in einer südfranzösischen Kleinstadt. Als er den Job verliert, will er sich einen lange gehegten Traum erfüllen und auf einem alten Schiff im Hafen ein von seiner Großfamilie betriebenes Couscous-Restaurant eröffnen. Dabei stößt er auf viele Hürden - von Behörden, Konkurrenten und nicht zuletzt seiner Familie -, doch zumindest die erwachsene Tochter (Hafsia Herzi, "Exit Marrakech") seiner Lebensgefährtin und sein handwerklich begabter jüngster Sohn unterstützen seine Pläne ...

Außerdem:
Alone in the Dark (grottenschlechte Computerspiel-Adaption von Uwe Boll mit einem ziemlich bedauernswerten Hauptdarsteller Christian Slater; 22.15 Uhr bei Tele 5)

Donnerstag, 16. Juli:
RBB, 23.30 Uhr: "Heute gehe ich allein nach Hause" (2014)
Free-TV-Premiere des vielfach (u.a. bei der Berlinale) ausgezeichneten brasilianischen Coming Out-Dramas von Daniel Ribeiro, das im Originalton mit deutschen Untertiteln gezeigt wird und von dem blinden Schüler Leo, seinen Freunden und ihren ersten Liebeswirren erzählt.

Außerdem:
Last Night (gut gespieltes, aber arg lahmes und zu geschwätziges Beziehungsdrama mit Keira Knightley, Sam Worthington und Eva Mendes; 20.15 Uhr bei Servus TV)
Der fremde Sohn (Clint Eastwoods bewegender 1920er Jahre-Thriller mit einer herausragenden Angelina Jolie in einer Geschichte über Polizeikorruption, Serienmord und Verlust; 20.15 Uhr bei ZDF Neo)

Freitag, 17. Juli:
RTL II, 22.20 Uhr (um eineinhalb Minuten gekürzt, wohl ungeschnittene Nachtwiederholung um 3.55 Uhr): "The Punisher" (2004)
Durch die letztlich kurzlebige Marvel-Netflix-Serie gewann der Racheengel "The Punisher" neue Popularität, doch zuvor gab es bereits drei Kinofilme über ihn, in denen er von Dolph Lundgren, Thomas Jane und Ray Stevenson verkörpert wurde. Keiner der Filme ist auch nur ansatzweise ein Meisterwerk, doch sind sie für Actionfans allesamt einigermaßen unterhaltsam und alle drei Hauptdarsteller machen einen guten Job. Mein Favorit in der Rolle (bei den Kinofilmen) ist aber Thomas Jane, der hier unter der Regie von Jonathan Hensleigh (Drehbuch-Autor von "Jumanji") als totgeglaubter FBI-Agent unerbittlich und blutig Jagd auf den von John Travolta verkörperten Mörder seiner Familie macht. In Deutschland war der Film bis 2019 indiziert und sollte somit in der Nachtwiederholung erstmals ungeschnitten im Free-TV laufen.

Tele 5, 22.25 Uhr: "The Homesman" (2014)
Tommy Lee Jones' zweite Kino-Regiearbeit erhielt zwar weniger Lob als sein gefeiertes Debüt "Three Burials", doch auch dieses Westerndrama wurde insgesamt wohlwollend rezensiert. Im Mittelpunkt steht die tiefgläubige Siedlerin Mary (Hilary Swank), die im rauhen Nebraska unter ihrer Einsamkeit leidet und sich entschließt, drei Frauen, die ob der widrigen Lebensumstände den Verstand verloren haben, zu einer Methodistengemeinde zu bringen, wo für sie gesorgt werden soll. Während der langwierigen Reise gewinnt sie in dem Outlaw George (Tommy Lee Jones) einen unwahrscheinlichen, aber treuen Begleiter. In einer Nebenrolle agiert Meryl Streep.

Außerdem:
Open Range (Oldschool-Western von und mit Kevin Costner mit einem fabelhaften Showdown; 0.45 Uhr im HR)

Samstag, 18. Juli:
Servus TV, 20.15 Uhr: "Das Urteil - Jeder ist käuflich" (2003)
Für mich die bis heute beste Adaption eines John Grisham-Romans: In einem Prozeß gegen einen Waffenhersteller nach einem Amoklauf spielt Dustin Hoffman den aufrechten Ankläger, Gene Hackman den gewieften Verteidiger und John Cusack ein undurchsichtiges Jury-Mitglied. Tolle Schauspieler (Rachel Weisz ist auch noch mit von der Partie) und eine wendungsreiche, kaum vorhersehbare, aber klug konstruierte Handlung - was will man mehr?

Außerdem:
Die Dolmetscherin (starker Oldschool-Politthriller mit Nicole Kidman und Sean Penn; 23.00 Uhr im ZDF)

Sonntag, 19. Juli:
Pro 7, 20.15 Uhr: "Game Night" (2018)
Free-TV-Premiere der sympathischen und witzigen Komödie, die das Potential ihrer Prämisse zwar kaum ausreizt, aber dank interessanter Charaktere und einer starken Besetzung rund um Rachel McAdams und Jason Bateman ziemlich viel Spaß macht.

Pro7Maxx, 20.15 Uhr (um ca. eine Minute geschnitten, ungekürzte Nachtwiederholung um 0.00 Uhr) und 22.10 Uhr: "Das unbesiegbare Schwert der Shaolin" (1977) und "Zhao - Der Unbesiegbare" (1972)
Pro7Maxx startet eine Shaw Brothers-Reihe mit zwei soliden Werken der Eastern-Spezialisten. Im relativ ungewöhnlichen "Das unbesiegbare Schwert der Shaolin" agiert Genrestar Ti Lung als melancholischer, dem Alkohol zugeneigter Schwertkämpfer, der in seine Heimat zurückkehrt, um eine Mordserie aufzuklären - dann aber selbst in Verdacht gerät. "Zhao - Der Unbesiegbare" ist ein mit etlichen Genregrößen wie Lo Lieh, Bolo Yeung und Tien Feng besetzter Martial Arts-Klassiker über einen Wettkampf zwischen zwei konkurrierenden Kung Fu-Schulen.

RTL, 22.35 Uhr: "Girls Trip" (2017)
Free-TV-Premiere der zotigen, in den USA sehr erfolgreichen Komödie über die gemeinsame Reise vierer afroamerikanischer Freundinnen in ihren Vierzigern (verkörpert von Queen Latifah, Tiffany Haddish, Regina Hall und Jada Pinkett Smith) nach New Orleans, wo sie auf einem Musikfestival noch einmal ihre ungezügelten Collegejahre aufleben lassen wollen. Der Film sollte bereits Mitte Mai laufen, fiel da aber vermutlich der Corona-Berichterstattung zum Opfer.

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