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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Donnerstag, 7. November 2013

KINOVORSCHAU WINTER/FRÜHLING 2014 (Teil 1)

Letztes Update vom 25. Januar: Aufgrund recht guter Kritiken habe ich das am 13. Februar startende deutsche Sterbehilfe-Drama "Und morgen Mittag bin ich tot" hinzugefügt.

Während die Tage wieder deutlich kürzer werden und die Bäume ihre Blätter verlieren, bleibt das Kinoprogramm attraktiv wie eh und je. Anspruchsvolle Filme mit OSCAR-Ambitionen haben einen besonderen Platz um die Jahreswende herum (siehe Teil 2 meiner Herbstvorschau), rechtzeitig zu Weihnachten gibt es auch wieder phantasievolle Blockbuster für die ganze Familie. Zu Beginn des neuen Jahres beginnt in den USA dagegen stets eine längere Flaute, denn dort müssen die OSCAR-Kandidaten bis Ende Dezember anlaufen, um die gestrengen Qualifikationskriterien zu erfüllen – echte Großproduktionen gibt es mit wenigen Ausnahmen erst wieder in der Summer Season ab Mai. In Deutschland sieht das zum Glück etwas anders aus, denn hier gibt es logischerweise keine OSCAR-Deadline und die Verleiher starten ihre Highlights gerne erst im Januar oder Februar, wenn es viel Publicity durch Filmpreise oder -nominierungen gibt. Diese Filme werde ich in diesem ersten Teil meiner Winter/Frühling 2014-Vorschau allesamt aufführen, doch bei der Vielzahl von exotischen Arthouse-Filmen, die oftmals sowieso nur in einer Handvoll Kinos zu sehen sein werden, treffe ich wie immer eine rein subjektive Auswahl, welche davon ich hier kurz vorstelle (den vollständigen Startkalender ohne Erläuterungen gibt es z.B. bei InsideKino). Es sind aber definitiv genügend, daß für jeden Filminteressierten etwas dabei sein dürfte ...

1./2. Januar:
"Das erstaunliche Leben des Walter Mitty":
Als der Komiker Ben Stiller ("Tropic Thunder") bekanntgab, ein Remake des Klassikers "Das Doppelleben des Herrn Mitty" mit Danny Kaye aus dem Jahr 1947 zu drehen, befürchteten die meisten eine weitere harmlose Familienkomödie á la "Nachts im Museum". Seit dem ersten Trailer ist allerdings unverkennbar, daß Stiller diesmal wesentlich größere Ambitionen verfolgt: Er scheint die Geschichte eines kleinen Angestellten (Stiller), der sich in abenteuerlastige Fantasiewelten hineinträumt, um seinem grauen, langweiligen Büroalltag zu entfliehen, als formal anspruchsvolles, magisches Märchen für Erwachsene anzulegen. Und hat sich damit vorübergehend sogar auf den Notizzetteln vieler OSCAR-Experten plaziert. Nach der Premiere beim New York Film Festival scheint aber klar zu sein: "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" taugt zum Crowdpleaser, ist aber zu oberflächlich, um echte Chancen in der Awards Season zu haben

"Paranormal Activity: Die Gezeichneten":
Da der Film nicht rechtzeitig zu Halloween fertig wurde, soll der fünfte Teil der Found Footage-Horrorreihe – der offiziell allerdings als Latino-Spin-Off gewertet wird, "Paranormal Activity 5" soll dann an Halloween 2014 folgen – die Zuschauer nun eben im Januar zum Gruseln bringen.

"Imagine":
Beim Warschauer Filmfestival gewann diese gefühlvolle Romanze des polnischen Regisseurs Andrzej Jakimowski über einen blinden Lehrer (Edward Hogg, "Anonymus"), der an einem Krankenhaus für Blinde in Lissabon seinen Schülern und einer in sich gekehrten erwachsenen Patientin (Alexandra Maria Lara, "Der Untergang") auf spielerische Art und Weise beibringt, sich von ihrem Handicap nicht von einem erfüllten Leben abhalten zu lassen, den Publikums- und den Regiepreis.

9. Januar:
"All is Lost":
Im zweiten Film des jungen Arthouse-Regisseurs J.C. Chandor ("Margin Call") steht ein echter Altstar nicht nur im Zentrum: Robert Redford ("Der Unbeugsame", "Die Unbestechlichen") ist sogar der einzige menschliche Darsteller im gesamten Film. Er spielt einen alten, namenlos bleibenden Segler, der mit seiner Yacht im Indischen Ozean in Seenot gerät, als sein Boot nach einer Kollision zu sinken droht. Mit der ganzen Erfahrung seiner annähernd 80 Jahre versucht der Segler, solange am Leben zu bleiben, bis er hoffentlich von einem anderen Schiff gesichtet und gerettet wird. Von den Kritikern wird "All is Lost" sehr gelobt und in seiner Überlebenskampf-Thematik mit Alfonso Cuaróns Weltraum-Thriller "Gravity" verglichen; vor allem Redfords weitgehend stumme Performance hat wahre Lobeshymnen und eine Golden Globe-Nominierung eingeheimst.

"Zwei vom alten Schlag":
In der Sportkomödie von Peter Segal ("Get Smart") treffen die Darsteller der beiden wohl berühmtesten Filmboxer überhaupt aufeinander – Sylvester Stallone ("Rocky" Balboa) und Robert De Niro (Jake LaMotta in "Wie ein wilder Stier"). Und diese Besetzung ist ein echter Coup, denn "Zwei vom alten Schlag" erzählt die Geschichte zweier gealterter rivalisierender Boxer, die zu ihren besten Zeiten zweimal gegeneinander gekämpft haben. Jeder gewann einen Kampf, Jahrzehnte später wollen sie noch einmal gegeneinander antreten, um endgültig zu entscheiden, wer von ihnen der bessere Boxer ist. In weiteren Rollen sind die beiden Altstars Alan Arkin ("Argo") und Kim Basinger ("L.A. Confidential") zu sehen, zu ihnen gesellt sich der in den USA momentan auf einer Erfolgswelle schwimmende afroamerikanische Comedian Kevin Hart ("Denk wie ein Mann") als Promoter des Kampfes.

"Diana":
Ursprünglich galt Oliver Hirschbiegels ("Der Untergang") Film über die Liebesbeziehung der britischen Prinzessin Diana (Naomi Watts, "The Impossible") in den letzten zwei Jahren ihres Lebens zu dem pakistanischen Chirurgen Hasnat Khan (Naveen Andrews, "Der englische Patient") als OSCAR-Anwärter, vor allem in Person von Naomi Watts. Deren Leistung wird zwar tatsächlich gelobt, der Film als Ganzes dagegen komplett verrissen. Bei den britischen Medien kann das mit Dianas immer noch unangastetem Legendenstatus zusammenhängen, der alle künstlerischen Darstellungen ihrer Person extrem kritisch beurteilen läßt – die internationalen Rezensionen fielen allerdings kaum besser aus, auch die Zuschauerzahlen in und außerhalb Englands sind nicht gerade berauschend. Man sollte die Erwartungen an "Diana" also deutlich zurückschrauben.

"Dhoom 3":
Die ersten beiden "Dhoom"-Teile aus den Jahren 2004 und 2006 zählen zu den erfolgreichsten Bollywood-Filmen weltweit, daran will der dritte Eintrag in der indischen Actionthriller-Reihe um einen Polizisten, der mit einem Kleinganoven zusammenarbeitet, um die Bösen zu überführen, nahtlos anknüpfen.

16. Januar:
"Shame"-Regisseur Steve McQueen hat mit großer Starbesetzung die Autobiographie des Afroamerikaners Solomon Northup verfilmt, der im 19. Jahrhundert als freier Mann geboren, aber als Erwachsener in Washington entführt und in die Sklaverei nach Louisana verkauft wurde. Erst nach zwölf Jahren gelang es ihm, seine Verwandten über sein Schicksal zu informieren, die daraufhin auf rechtlichem Wege um seine Befreiung kämpften. Chiwetel Ejiofor ("Children of Men") verkörpert Solomon, in weiteren Rollen sind Michael Fassbender, Brad Pitt, Paul Giamatti, Benedict Cumberbatch und Paul Dano zu sehen. Nach der ersten Vorführung beim Festival in Telluride ist "12 Years a Slave" prompt zu einem der Top-OSCAR-Favoriten aufgestiegen, was sich mit neun Nominierungen, u.a. für die Darsteller Ejiofor, Fassbender (als sadistischer Plantagen-Besitzer) und die kenianische Newcomerin Lupita Nyong'o bewahrheitet hat.

In Martin Scorseses ("Hugo Cabret") komödiantischem Wirtschaftsthriller verkörpert Leonardo DiCaprio ("Zeiten des Aufruhrs") Jordan Belfort, der zu Beginn der 1990er Jahre wie aus dem Nichts zu einem der erfolgreichsten Broker der Welt aufstieg, nur um einige Jahre später gaaaaanz tief zu fallen – bis ins Gefängnis, um genau zu sein. Klingt nach einem guten Komplementär zu Oliver Stones Klassiker "Wall Street". Neben DiCaprio sind in wichtigen Rollen Matthew McConaughey ("Killer Joe"), Jean Dujardin ("The Artist"), Jonah Hill ("Das ist das Ende"), Margot Robbie (TV-Serie "Pan Am"), Jon Bernthal (TV-Serie "The Walking Dead"), Jon Favreau ("Iron Man") und Kyle Chandler ("Zero Dark Thirty") zu sehen. Fünf OSCAR-Nominierungen.

"Nebraska":
Der dritte OSCAR-Kandidat an diesem Starttermin ist das neueste Werk des gefeierten Independent-Regisseurs Alexander Payne ("The Descendants"). In "Nebraska" erzählt er in Schwarz-weiß-Bildern die emotionale Geschichte eines alten, alkohol- und demenzkranken Mannes (Bruce Dern, "Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß", "Django Unchained"), der mit seinem ihm entfremdeten Sohn (Will Forte, "Rock of Ages") quer durch die Vereinigten Staaten von Montana nach Nebraska reist, um dort einen angeblichen Gewinn in Höhe von einer Million US-Dollar abzuholen. Bruce Dern gewann beim Filmfestival in Cannes den Darstellerpreis und erhielt eine OSCAR-Nominierung.

"A Touch of Sin":
Auch das chinesische Kriminal-Drama von Jia Zhangke ("Still Life") konnte in Cannes einen wichtigen Preis gewinnen, nämlich den für das beste Drehbuch. "A Touch of Sin" ist ein pessimistischer, gewalthaltiger Episodenfilm, der vier voneinander unabhängige Geschichten über den harten Alltag einfacher Bürger im China des 21. Jahrhunderts erzählt.

"Fünf Freunde 3":
Nachdem die ersten beiden Teile der Enid Blyton-Neuverfilmung 2012 und 2013 jeweils über eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos lockten, war klar, daß ein dritter Teil nicht lange auf sich warten lassen würde – schließlich werden die jugendlichen Hauptdarsteller ihre Rollen nicht ewig spielen können. Als Bösewichte sind diesmal Sky Du Mont ("Der Schuh des Manitu"), Comedian Michael Kessler und Nora von Waldstätten ("Carlos – Der Schakal") zu sehen.

"Nicht mein Tag":
In der Komödie von Peter Thorwarth ("Bang Boom Bang") spielt Komiker Axel Stein ("Tell") den intellektuell unterforderten Bankangestellten Til, der von einem wenig talentierten Bankräuber (Moritz Bleibtreu, "World War Z") als Geisel genommen wird – die gemeinsame Flucht macht Til zur Irritation des Geiselnehmers zunehmend Spaß ... Peter Thorwarth hat sich in der Vergangenheit als talentierter Komödienregisseur erwiesen, die Besetzung (auch: Anna Maria Mühe, Jasmin Gerat, Ralf Richter, Milan Peschel) kann sich sehen lassen – bleibt abzuwarten, was er aus dem schauspielerisch bislang nicht übermäßig positiv aufgefallenen Axel Stein herausholen kann.

"Das radikal Böse":
Der österreichische Auslands-OSCAR-Gewinner Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher") ergründet in seinem ersten Dokumentarfilm anhand eines Sachbuches von Christopher Browning die Wandlung scheinbar ganz normaler Menschen zu grausamen Kriegsverbrechern.

23. Januar:
"I, Frankenstein" (3D):
Bei dieser Graphic Novel-Verfilmung von Regisseur und Autor Stuart Beattie ("Tomorrow, when the War began", Co-Autor von "Fluch der Karibik") handelt es sich um eine sehr, sehr freie "Frankenstein"-Variation, in der Aaron Eckhart ("The Dark Knight") Frankensteins Kreatur spielt, die sich selbst den Namen Adam Frankenstein gegeben hat. Adam, der bereits seit Jahrhunderten "lebt", hat übernatürliche Kräfte und gerät in einer antiken, von vielen anderen nichtmenschlichen Wesen bevölkerten Stadt mitten in einen jahrhundertealten Konflikt zweier verschiedener Clans, die es beide auf das Geheimnis von Adams vermeintlicher Unsterblichkeit abgesehen haben. In weiteren Rollen sind Bill Nighy ("Tatsächlich ... Liebe"), Yvonne Strahovski (TV-Serie "Chuck"), Miranda Otto ("Schatten der Wahrheit"), Jai Courtney ("Jack Reacher") und der Autor der Graphic Novel höchstpersönlich, Kevin Grevioux ("Underworld"), zu sehen.

"Homefront":
Ein von Sylvester Stallone verfaßter Action-Thriller von Regisseur Gary Fleder ("Das Urteil"), in dem Actionstar Jason Statham ("The Expendables") einen ehemaligen DEA-Agenten namens Phil Broker spielt, der nach dem Tod seiner Frau ein friedliches Leben mit seiner Tochter führen will. Ungewollt kommt er dennoch dem lokalen Drogenboß (James Franco, "Spring Breakers") in die Quere, der Broker prompt zum Abschuß freigibt ...

"Der blinde Fleck":
Beim Münchner Filmfestival wurde Daniel Harrichs Thriller-Drama über einen Journalisten (Benno Fürmann, "Nordwand"), der versucht, dem bis heute nicht vollständig aufgeklärten Attentat auf das Oktoberfest im Jahr 1980 mit 13 Toten auf den Grund zu gehen, ziemlich kontrovers aufgenommen, gewann aber immerhin einen Regiepreis. In weiteren Rollen sind Heiner Lauterbach ("Der Eisbär") und Nicolette Krebitz ("Bandits") zu sehen.

"Erbarmen":
Ein Dänen-Thriller von Mikkel Nørgaard (TV-Serie "Borgen – Gefährliche Seilschaften"), in dem Nikolaj Lie Kaas ("Adams Äpfel") den Kopenhagener Kommissar Carl Mørck aus der auch in Deutschland sehr erfolgreichen Roman-Reihe von Jussi Adler-Olsen verkörpert. Der bekommt es mit dem Fall einer seit Jahren spurlos verschwundenen Politikerin zu tun, bei der von der Polizei Selbstmord vermutet wurde. Mørck entdeckt jedoch einige Ungereimtheiten ...

30. Januar:
Niemand kann sich so richtig vorstellen, wie ein $175 Mio.-Samuraiepos mit fast ausschließlich asiatischer Besetzung und einem ebenso unbekannten wie unerfahrenen Regisseur (Carl Rinsch, bislang vor allem als Werbefilmer tätig, aber immerhin ein Schüler von Sir Ridley Scott) jemals grünes Licht in Hollywood erhalten konnte. Fakt ist: Nach jahrelangen Verzögerungen und diversen Konflikten im Entstehungsprozeß ist "47 Ronin" fertig und kommt tatsächlich noch in die Kinos – und die Trailer sehen sogar recht vielversprechend aus. Auch die Tatsache, daß der von ähnlich schlechten Vorzeichen begleitete Zombiefilm "World War Z" sich im Sommer 2013 als recht gelungener Überraschungshit entpuppte, läßt Anlaß für ein wenig Hoffnung. Zumal die in Japan sehr bekannte Legende über 47 nach dem Mord an ihrem Herren entehrte Samurai ("Ronin"), die sich an Bösewicht Lord Kira (Tadanobu Asano, "Thor") rächen wollen, viel Action und Spannung verspricht. Und auch wenn das beim Großteil der westlichen Zuschauer nicht viel Werbewirkung haben wird: Die mit Stars des japanischen Kinos wie Rinko Kikuchi ("Pacific Rim"), Hiroyuki Sanada ("Samurai der Dämmerung"), Cary-Hiroyuki Tagawa ("Der letzte Kaiser"), Togo Igawa ("Last Samuari") oder Kô Shibasaki ("Battle Royale") gespickte Besetzung kann sich jedenfalls sehen lassen, als einziger westlicher Star gesellt sich Keanu Reeves ("Matrix") als halbjapanischer Ronin dazu.

"Anchorman – Die Legende kehrt zurück":
In den USA verfügt die Komödie "Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy" über einen von Will Ferrell ("Schräger als Fiktion") verkörperten Nachrichtenmoderator über Kultstatus – entsprechend sehnsuchtsvoll wird die späte Fortsetzung nach neun Jahren dort erwartet. Der Rest der Welt sieht das vermutlich deutlich entspannter, belief sich doch das gesamte weltweite Einspielergebnis von "Anchorman" außerhalb der USA auf mickrige $5,3 Mio.! Diejenigen, die ihn dennoch gesehen haben (größtenteils vermutlich erst auf DVD oder im Fernsehen), können sich immerhin über die Rückkehr fast aller Darsteller von Belang freuen (u.a. Christina Applegate, Paul Rudd, Steve Carell, Vince Vaughn). Als Neuzugänge stoßen Harrison Ford ("Ender's Game"), James Marsden ("Der Butler") und Greg Kinnear ("Movie 43") dazu, außerdem wird es wieder zahlreiche Cameos geben.

"Kill Your Darlings – Junge Wilde":
In dem hochgelobten Drama erzählt Regisseur John Krokidas, wie sich 1944 vier der später berühmtesten Schriftsteller der "Beat-Generation" – Allen Ginsberg, Jack Kerouac, Lucien Carr und William Burroughs – als junge Männer an der Universität kennenlernen, zu Freunden und schließlich zu Mordverdächtigen werden. Daniel Radcliffe macht in der Ginsberg-Rolle nach "Die Frau in Schwarz" einen weiteren Schritt weg von seinem Harry Potter-Image, außerdem spielen Jack Huston ("Nachtzug nach Lissabon"), Dane DeHaan ("Chronicle"), Ben Foster ("Pandorum"), Michael C. Hall (TV-Serie "Dexter"), Jennifer Jason Leigh ("Road to Perdition"), Elizabeth Olsen ("Silent House") und Kyra Sedgwick (TV-Serie "The Closer") mit.

"Mandela: Der lange Weg zur Freiheit":
Nachdem es in den letzten Jahren bereits mehrere Filme über Friedensnobelpreis-Träger Nelson Mandela gab ("Invictus", "Goodbye Bafana", "Winnie"), versucht sich nun der britische Regisseur Justin Chadwick ("Die Schwester der Königin") an der Thematik. Mandela-Darsteller Idris Elba ("Thor – The Dark Kingdom") hat für seine Leistung viel Lob bekommen, die Kritiken für den Film insgesamt sind allerdings eher mittelmäßig ausgefallen.

"Le passé – Das Vergangene":
Nach seinem OSCAR-gekrönten Drama "Nader und Simin – Eine Trennung" hat auch das nächste Arthouse-Drama des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi die Kritiker begeistert (weshalb es eine umso größere Überraschung war, daß er diesmal bei den Academy Awards bereits in der Vorausscheidung scheiterte). Schauplatz ist Frankreich, wohin der Iraner Ahmad (Ali Mosaffa) reist, um endlich offiziell die Scheidung von seiner seit Jahren getrennt lebenden französischen Ehefrau Marie (Bérénice Bejo, "OSS 117 – Der Spion, der sich liebte") zu vollziehen und auch ihre beiden Töchter aus einer früheren Beziehung zu besuchen. Marie hat inzwischen einen neuen Lebensgefährten, der einen eigenen Sohn mitgebracht hat, was die Verhältnisse zusätzlich verkompliziert – zumal alle Personen Geheimnisse zu haben scheinen.

"Disconnect":
Fast eineinhalb Jahre nach seiner Premiere kommt Henry Alex Rubins (Doku "Murderball") Spielfilm-Debüt in die deutschen Kinos, ein Thriller-Drama über eine Gruppe von Menschen, die in der modernen, vernetzten Welt nach echter menschlicher Nähe suchen. Die Kritiken des Ensemble-Films mit Jason Bateman ("Juno"), Hope Davis ("Mord und Margaritas"), Paula Patton ("Mission: Impossible – Phantom Protokoll"), Michael Nyqvist ("Europa Report"), Andrea Riseborough ("Oblivion") und Frank Grillo ("The Grey") sind ziemlich positiv ausgefallen, die Publikumsreaktionen sogar noch besser.

"Le Weekend":
Eine britische Tragikomödie von "Notting Hill"-Regisseur Roger Michell und dem bekannten Schriftsteller Hanif Kureishi ("Intimacy"), in der das bereits ältere britische Ehepaar Nick (Jim Broadbent, "Cloud Atlas") und Meg (Lindsay Duncan, "Alles eine Frage der Zeit") seine einstige Hochzeitsreise nach Paris wiederholen möchte, um ihrer seit längerem im Alltag erstarrten Ehe neuen Schwung zu verleihen. In einer weiteren Rolle ist Jeff Goldblum ("Die Tiefseetaucher") zu sehen.

6. Februar:
"RoboCop":
Der brasilianische Regisseur José Padilha, international gefeiert für seine beiden "Tropa de Elite"-Filme, wagt sich in seinem Hollywood-Debüt an ein Remake des blutigen 1980er Jahre-Klassikers von Paul Verhoeven. Die seinerzeit von Peter Weller ("Star Trek Into Darkness") gespielte Rolle des Polizisten, der bei einem Anschlag eigentlich tödlich verwundet, aber vom Megakonzern OmniCorp als "Mensch-Maschine" ins Leben (?) zurückgeholt wird, übernimmt der Schwede Joel Kinnaman ("Verblendung"). Das Budget für den Science Fiction-Film beträgt immerhin $100 Mio., auch die Besetzung der weiteren Rollen kann sich sehen lassen: Gary Oldman ("Batman Begins"), Samuel L. Jackson ("The Avengers"), Jackie Earle Haley ("Little Children"), Abbie Cornish ("7 Psychos"), Jennifer Ehle ("The Ides of March") und Michael Keaton ("Batman"). Wer allerdings ähnlich brutale und kompromißlose Action wie im bis Ende 2013 sogar indizierten Original erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden: Die FSK hat den neuen "RoboCop" bereits ab 12 (!) Jahren freigegeben ...

"Vaterfreuden":
Der inzwischen zum deutschen Kino-Superstar aufgestiegene Matthias Schweighöfer versucht sich nach den beachtlichen Erfolgen von "What a Man" und "Schlußmacher" ein drittes Mal in der Doppelrolle als Regisseur und Hauptdarsteller. Die Handlung kann man sich anhand des Titels schon so in etwa zusammenreimen, und tatsächlich: Schweighöfer spielt einen jungen Mann, der eigentlich keinen Kinderwunsch hat, bis er sich in die hübsche Maren (Isabell Polak, "Rubbeldiekatz") verliebt. Außerdem geht es noch um weitere Männer, die Väter werden wollen oder es bereits sind.

Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée ("Victoria, die junge Königin") hat ein AIDS-Drama geschaffen, das Matthew McConaughey die erste OSCAR-Nominierung seiner (zu?) lange von romantischen Komödien geprägten Karriere eingebracht hat. Für die Rolle des texanischen Elektrikers Ron, der Mitte der 1980er Jahre HIV-positiv getestet wird und anschließend gegen viele Widerstände beharrlich um eine adäquate medizinische Versorgung kämpft, hungerte er sich extrem herunter, wird aber auch und vor allem für seine schauspielerische Leistung sehr gelobt. Ähnliches gilt für Jared Leto ("Lord of War"), der einen transsexuellen AIDS-Kranken spielt. Jennifer Garner ("Operation: Kingdom") ist zudem als engagierte Ärztin zu sehen.

"Jappeloup – Eine Legende":
Irgendwie scheinen Pferdefilme nie aus der Mode zu kommen, wie in den letzten Jahren beispielsweise "Seabiscuit" und "Hidalgo" bewiesen haben. Nun bringen auch die Franzosen die wahre Geschichte eines eigentlich zu kleinen und wilden, aber doch fabelhaften Springreit-Pferdes aus den 1980er Jahren in die Lichtspielhäuser. In Frankreich lockte das immerhin gut 1,8 Millionen Zuschauer an, mal sehen, ob es angesichts der starken Besetzung mit Guillaume Canet ("Last Night"), Daniel Auteuil ("Ein Mann sieht rosa"), Marina Hands ("Schmetterling und Taucherglocke"), Donald Sutherland ("Stolz und Vorurteil") und Tchéky Karyo ("Nikita") auch in Deutschland für einen Achtungserfolg reicht. Regie führte der kanadische TV-Regisseur Christian Duguay ("Jeanne D'Arc – Die Frau des Jahrtausends", "Hitler – Aufstieg des Bösen", "Human Trafficking").

"Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag" (3D):
Ein sehr amerikanisch anmutender Animationsfilm über Truthähne, die in der Zeit zurückreisen, um ihr Schicksal als traditioneller Thanksgiving-Festschmaus zu verhindern. Zu den Sprechern der Originalfassung zählen Owen Wilson und Woody Harrelson, die US-Kritiken sind aber ziemlich mies ausgefallen.

"Blutgletscher":
Ein Horrorfilm aus Österreich – seit den beiden doch recht erfolgreichen "In 3 Tagen bist du tot"-Slashern ist das gar nicht mehr so ungewöhnlich. Marvin Kren, Regisseur des reichlich unoriginellen, aber handwerklich gutgemachten und auch ziemlich unterhaltsamen deutschen Zombiefilms "Rammbock", hat mit "Blutgletscher" die klassische Methode wiederaufleben lassen, aus aktuellen Entwicklungen den Stoff für einen zünftigen Horrorfilm zu weben. Denn sein Film handelt von einer kleinen Gruppe den Klimawandel erforschender Wissenschaftler, die in den Alpen einen Gletscher entdecken, aus dem eine mysteriöse, blutrote Flüssigkeit entweicht. Wie sich herausstellt, infiziert diese Flüssigkeit Lebewesen und mutiert sie zu aggressiven Schreckensgestalten, die es auf die Menschen in ihrer kleinen Klimaforschungs-Station abgesehen haben. In den österreichischen Kinos war "Blutgletscher" zwar nicht allzu erfolgreich, dafür erhielt er immerhin vier Nominierungen für den österreichischen Filmpreis. Auch in der "Midnight Madness"-Sektion des renommierten Festivals in Toronto kam Krens mit John Carpenters Genre-Klassiker "Das Ding aus einer anderen Welt" verglichener Film gut an.

"... und Äktschn!":
Nach langer Kinopause kehrt der deutsche Kult-Kabarettist Gerhard Polt ("Herr Ober", "Man spricht deutsch") mit einer überdrehten Komödie über einen Amateurfilmer (Polt) zurück, der mit einem Film über die private Person Adolf Hitler einen lokalen Filmwettbewerb gegen seinen Erzfeind gewinnen will. Sein Spielfilm-Regiedebüt gibt der Dokumentarfilmer Frederick Baker ("Im Schatten des Dritten Mannes").

13. Februar:
Nachdem Regisseur David O. Russell mit seinen letzten beiden Filmen "Silver Linings" und "The Fighter" bei insgesamt 15 Nominierungen drei OSCARs holen konnte, wird auch sein neues Werk erwartungsgemäß mit Spannung erwartet. Dies gilt erst recht, da die Story des Films über einen Trickbetrüger, der in den 1970er Jahren mit dem FBI zusammenarbeitet, um ein gewaltiges Korruptionsnetzwerk aufzudecken, nach einem weiteren interessanten und preiswürdigen Stoff klingt. Und die Besetzung mit Christian "Batman" Bale, dem bewährten "Silver Linings"-Trio Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert De Niro sowie Amy Adams ("Man of Steel") und Jeremy Renner ("Das Bourne Vermächtnis") läßt ebenso Großes erhoffen wie zehn OSCAR-Nominierungen.

"Winter's Tale":
Der OSCAR-gekrönte Drehbuch-Autor Akiva Goldsman ("A Beautiful Mind", "I, Robot") gibt sein Kino-Regiedebüt mit der Adaption eines fantastischen Romans von Mark Helprin aus dem Jahr 1983. Die komplexe, in New York spielende Handlung mit Zeitreiseelementen umfaßt mehr als 100 Jahre – vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende –, und erzählt die poetische Geschichte des irischen Kleinkriminellen Peter Lake (Colin Farrell, "Brügge sehen ... und sterben?"). Bei einem Einbruch trifft dieser auf die junge, aber todkranke Beverley Penn (Jessica Brown Findlay, TV-Serie "Downton Abbey") und verliebt sich in sie. Nebenrollen haben etliche Stars wie Will Smith ("Men in Black"), Russell Crowe ("Les Misérables"), Jennifer Connelly ("Blood Diamond"), Eva Marie Saint ("Die Faust im Nacken", "Superman Returns") oder William Hurt ("Robin Hood") übernommen.

"Das finstere Tal":
Ab und zu gibt es doch tatsächlich noch etwas Neues – oder wer hat schon einmal einen österreichischen Alpen-Western gesehen? "Das finstere Tal" von Andreas Prochaska ("In 3 Tagen bist du tot") ist genau das, basierend auf einem Roman von Thomas Willmann. Der Engländer Sam Riley ("On the Road") spielt einen mysteriösen jungen Mann, der in das titelgebende Tal kommt und in der dortigen Ortschaft um Schutz vor einem aufkommenden Schneesturm bittet. Da das Tal anschließend von der Außenwelt abgeschnitten ist, bleibt der Fremde im Ort und sieht sich prompt mit einer grausamen Mordserie konfrontiert ... In weiteren Hauptrollen sind Tobias Moretti ("Die Schatzinsel"), Paula Beer ("Poll") und Clemens Schick ("Casino Royale") mit dabei. Zwei bayerische Filmpreise (für Regisseur Prochaska und für Darsteller Moretti) lassen darauf hoffen, daß "Das finstere Tal" nicht nur ungewöhnlich, sondern tatsächlich gut geworden ist.

"Und morgen Mittag bin ich tot":
Ein deutsches Drama über die 22-jährige Lea, bei der eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird. Durch eine hochkomplizierte Operation könnte sie vielleicht gerettet werden, doch Lea entscheidet sich dagegen und will lieber selbst in der Schweiz (wo begleitete Sterbehilfe legal ist) ihr Leben beenden – wovon ihre sie begleitende Familie noch nichts ahnt. Was sehr dröge und deprimierend klingt, wird von Kritikern als erstaunlich lebensbejahender Film beschrieben, der von einer überragenden Hauptdarstellerin Liv Lisa Fries ("Die Welle") getragen wird.

20. Februar:
"Monuments Men – Ungewöhnliche Helden":
Zum fünften Mal versucht sich Weltstar George Clooney auch als Regisseur, und diesmal klotzt er so richtig. Für seine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte über eine Truppe alliierter Kunstexperten, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges versucht, unschätzbare Meisterwerke der Kunst vor der Zerstörung durch die Nazis zu retten, konnte er gleich ein halbes Dutzend Stars gewinnen: Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, Jean Dujardin, John Goodman und natürlich Clooney selbst. Der hat den Klassiker "Die Kanonen von Navarone" mit Gregory Peck und David Niven als filmisches Vorbild genannt, was auf einen nicht übermäßig anspruchsvollen, aber umso unterhaltsameren Film hoffen läßt.

"Stromberg – Der Film":
Dank Crowdfunding wurde eine Kinoversion der beliebten Comedy-Serie "Stromberg" – einer Adaption der britischen Kultserie "The Office" – mit Christoph Maria Herbst als stoffeligem Versicherungsmanager Bernd Stromberg realisiert. Sollte diese zum Erfolg werden, dürfen wir uns vermutlich auf noch mehr Crowdfunding-Projekte und Kinoadaptionen diverser TV-Serien einstellen (schließlich war der "Türkisch für Anfänger"-Kinofilm bereits ein kommerzieller Hit).

"Tarzan" (3D):
Mit einer Neuverfilmung von Edgar Rice Burroughs berühmtem Abenteuerroman versucht die deutsche Constantin Film, den Animationsfilmgiganten aus den USA, Großbritannien und Japan Konkurrenz zu machen. Regie führt Reinhard Klooß, der mit "Konferenz der Tiere" aus dem Jahr 2010 bereits einen internationalen Animationsfilm-Erfolg vorzuweisen hat.

"Nymph()maniac 1":
Das Enfant Terrible des europäischen Kinos, der Däne Lars von Trier, ist wieder einmal ausgezogen, die Welt zu schockieren. Dieses Mal hat er sich für ein Erotikdrama über eine Nymphomanin (Charlotte Gainsbourg, die bereits in von Triers "Antichrist" und "Melancholia" eindrucksvoll agierte) entschieden, die im Alter von 50 Jahren einem Mann (Stellan Skardsgård, "King Arthur"), der ihr hilft, ihre ereignis- und sexreiche Lebensgeschichte erzählt. Und diese fällt offenbar so episch aus, daß von Trier sein Werk gleich in zwei Teile spaltete (der zweite wird in Deutschland am 3. April starten). Ursprünglich sollte "Nymph()maniac" übrigens in zwei Versionen existieren – einer "normalen" Kinofassung (also mit zwar vielen, aber simulierten Sexszenen) und einer "Pornofassung", die beim Filmfestival in Cannes ihre Premiere feiern sollte (und bei der natürlich nicht die vielen namhaften Stars wie Willem Dafoe, Uma Thurman, Shia LaBeouf, Jamie Bell oder Connie Nielsen beim realen Geschlechtsverkehr zu sehen gewesen wären, stattdessen wären sie an den entscheidenden Stellen von Pornodarstellern gedoubelt worden). Dieses Vorhaben wurde inzwischen aber gestrichen, es gibt nur noch eine einheitliche Kinofassung – die allerdings nicht von Triers Vision entspricht, sondern vom Produzenten aus kommerziellen Gründen von insgesamt fünfeinhalb auf vier Stunden gekürzt wurde. Von Triers "Director's Cut" (der auf der Berlinale gefeiert wurde) soll eventuell später auf DVD und Blu-ray veröffentlicht werden.

27. Februar:
In diesem Reboot der Verfilmungen der beliebten Spionage-Romane von Tom Clancy spielt Chris Pine ("Star Trek") eine junge Version jenes Agenten, der bereits von Alec Baldwin ("Jagd auf Roter Oktober"), Harrison Ford ("Die Stunde der Patrioten" und "Das Kartell") und Ben Affleck ("Der Anschlag") verkörpert wurde. Dieser Jack Ryan hat gerade erst als Analyst bei der CIA angefangen und hat Kevin Costner als Mentor. Den Bösewicht spielt Sir Kenneth Branagh ("My Week with Marilyn") – der auch Regie führt –, die weibliche Hauptrolle hat Keira Knightley ergattert.

Paul W.S. Anderson, Mastermind der "Resident Evil"-Reihe und ganz allgemein bekannt für anspruchslose, aber oft erstaunlich unterhaltsame B-Movies, hat die Zeit der alten Römer für sich entdeckt. Kein Wunder, so ein Vulkanausbruch wie der des Vesuv, der die römische Stadt Pompeji im Jahr 79 n.Chr. komplett zerstörte, bietet natürlich reichlich Raum für Action und Zerstörung (und eine dramatische Liebesgeschichte) – und das alles in 3D. Die Besetzung kann sich ebenfalls sehen lassen; zwar fehlen richtige Stars, aber mit Schauspielern wie Kiefer Sutherland (TV-Serie "24"), Carrie-Anne Moss ("Matrix"), Emily Browning ("Sucker Punch"), Jared Harris ("Sherlock Holmes – Spiel im Schatten"), Jessica Lucas ("Evil Dead"), Kit Harington ("Silent Hill: Revelation") und Paz Vega ("Fliegende Liebende") kann man schon was anfangen – zumindest, sofern das Drehbuch (bei Anderson-Filme regelmäßig die Achillesferse) einigermaßen paßt ...

Nach einigen schwächeren Jahren mit Flops wie "Chéri", "Immer Drama um Tamara" oder "Lady Vegas" scheint dem britischen Regisseur Stephen Frears ("Die Queen", "Gefährliche Liebschaften") mit dieser hochemotionalen Tragikomödie wieder einmal ein eindrucksvolles Comeback gelungen zu sein. Vor allem Dame Judi Dench ("Skyfall") wird für ihre sensible Darstellung einer alten irischen Dame, die sich in den USA auf die Suche nach ihrem ihr vor Jahrzehnten von der katholischen Kirche geraubten unehelichen Sohn macht, überschwänglich gelobt und erhielt dafür eine von vier OSCAR-Nominierungen des Films. Auch dem Komiker Steve Coogan ("In 80 Tagen um die Welt"), der in der Rolle eines atheistischen Journalisten Philomena bei ihrer Suche hilft, wird eine starke Leistung attestiert.

"Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman" (3D):
Ein Animationsfilm von Rob Minkoff ("Der König der Löwen") über den hochintelligenten sprechenden Hund Mr. Peabody und den von ihm adoptierten Jungen Sherman, die erstmals in einer amerikanischen animierten TV-Serie der 1960er Jahre auftauchten. Zu den Sprechern der Originalfassung zählt Comedy-Legende Mel Brooks ("Spaceballs"), der dem Psychoanalytiker Sigmund Freud seine Stimme leiht.

Das war also meine Vorschau auf die Monate Januar und Febraur 2014, Teil 2, der sich mit dem deutschen Filmprogramm in den Monaten März und April befassen wird, folgt irgendwann in den nächsten Wochen.

Bei Gefallen an meinem Blog würde ich mich über die Unterstützung von "Der Kinogänger" mittels etwaiger amazon.de-Bestellungen über einen der Links oder das amazon-Suchfeld in der rechten Spalte freuen.

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