Montag, 23. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Ladykillers" (1955)
In Alexander Mackendricks ("Dein Schicksal in meiner Hand") OSCAR-nominiertem britischen Klassiker der schwarzen Komödie aus den Ealing Studios mieten sich einige Kriminelle (darunter Alec Guinness, Peter Sellers und Herbert Lom) bei einer älteren Dame ein, da sie dort in aller Ruhe ihren nächsten Coup planen wollen. Mrs. Wimmerforce (Katie Johnson) ist die Liebenswürdigkeit in Person und erscheint absolut harmlos, dennoch kommt sie der Bande durch eine Verkettung (un)glücklicher Zufälle mächtig in die Quere.
Arte, 0.10 Uhr: "Possession" (1981)
In Andrzej Zulawskis ("Meine Nächte sind schöner als deine Tage") an die frühen Werke von Roman Polanski erinnerndem Arthouse-Horrorfilm geht es um das in Berlin lebende Ehepaar Mark (Sam Neill) und Anna (Isabelle Adjani), das sich trennt. Als Mark nach ein paar Wochen zu der Wohnung zurückkehrt, in der nun Anna und der gemeinsame Sohn Bob leben, stellt er fest, daß Anna sich immer merkwürdiger verhält ... Diese Inhaltsbeschreibung klingt sehr vage, aber mehr kann man kaum dazu schreiben, denn die oft als kafkaesk beschriebene Handlung spielt hier sowieso nur eine Nebenrolle; viel eher geht es um die höchst verstörende Atmosphäre. Definitiv nichts für jeden Zuschauer, aber wer sich für eher abseitige, künstlerische Gruselstoffe interessiert, könnte mit "Possession" glücklich werden.
Außerdem:
Ant-Man and the Wasp (spaßiges zweites Abenteuer des - im Anzug - winzigen Marvel-Superhelden, der diesmal versucht, die von Michelle Pfeiffer gespielte, im Subatomaren Raum gefangene Ehefrau seines Mentors zu befreien; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Hulk (Ang Lees Versuch, Superhelden-Abenteuer mit Arthouse-Drama zu kombinieren, kam bei den Kritikern deutlich besser an als bei den Comicfans; 22.40 Uhr bei Kabel Eins)
Dienstag, 24. Februar:
MDR, 22.55 Uhr: "Z for Zachariah" (2015)
Craig Zobels ("The Hunt") auf dem gleichnamigen Roman von Robert C. O'Brien basierendes Endzeit-Kammerspiel ist glänzend besetzt und erhielt auch gute Kritiken, ging an den Kinokassen aber trotzdem ziemlich unter. Margot Robbie spielt Ann, die auf dem Bauernhof ihrer Familie als einer der wenigen Menschen die nukleare Apokalypse überlebt hat. Als sie auf den schwer gezeichneten Ingenieur John (Chiwetel Ejiofor) trifft, nimmt sie ihn auf und pflegt ihn gesund. Die beiden kommen sich immer näher und ergänzen sich auch im Überlebenskampf gut - doch als es mit Caleb (Chris Pine) einen weiteren Neuankömmling gibt, verkomplizieren sich die Dinge ...
Mittwoch, 25. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Fallende Blätter" (2023)
Free-TV-Premiere von Aki Kaurismäkis ("Der Mann ohne Vergangenheit") romantischer Tragikomödie, die in Cannes den Großen Preis der Jury erhielt. Im Zentrum der Geschichte stehen die Supermarktangestellte Ansa (Alma Pöysti) und der Bauarbeiter Holappa (Jussi Vatanen), die beide in Helsinki trotz etlicher Enttäuschungen immer noch die große Liebe suchen.
Donnerstag, 26. Februar:
RBB, 20.15 Uhr: "Anatomie eines Falls" (2023)
Das gefeierte und OSCAR-prämierte französische Kriminal- und Justizdrama von Justine Triet ("Sibyl - Therapie zwecklos") brachte der deutschen Hauptdarstellerin Sandra Hüller eine OSCAR-Nominierung und einen Karrieresprung nach Hollywood ein (die Bestseller-Verfilmung "Der Astronaut" mit Ryan Gosling startet im März in den deutschen Kinos). Sie spielt die Schriftstellerin Sandra, die in Frankreich des Mordes an ihrem französischen Ehemann Samuel (Samuel Theis) bezichtigt wird. Vor Gericht muß die Mutter eines sehbehinderten Sohnes mit ihrem Anwalt Vincent (Swann Arlaud) um ihre Freiheit kämpfen.
Freitag, 27. Februar:
BR, 22.50 Uhr: "Zeuge einer Verschwörung" (1974)
Alan J. Pakulas Politthriller ist das Mittelstück seiner legendären inoffiziellen "Paranoia"-Trilogie, die 1971 mit "Klute" begann und 1976 mit dem Watergate-Film "Die Unbestechlichen" ihr triumphales Finale hatte. Dabei ist "Zeuge einer Verschwörung" - wiewohl weithin als Klassiker geachtet - in meinen Augen klar der schwächste der drei Filme, aber dennoch sehenswert. Warren Beatty ("Bonnie und Clyde") spielt den Lokaljournalisten Joseph Frady, der Augenzeuge der Ermordung eines US-Senators wird. Offiziell soll es die Tat einer Einzelperson gewesen sein, doch in den Jahren danach kommen immer mehr Augenzeugen auf teils mysteriöse Art und Weise ums Leben. Frady versucht herauszufinden, was es mit dem Attentat wirklich auf sich hatte ...
Außerdem:
Terminator: Dark Fate (sehr ordentliche, direkt an "Terminator 2" anschließende späte Fortsetzung, in der Linda Hamilton zeigt, daß ihr als Actionheldin noch immer niemand so schnell etwas vormacht; 20.15 Uhr um vier Minuten gekürzt bei Pro 7, ungeschnittene Wiederholung am Samstag um 23.40 Uhr)
The Equalizer (Antoine Fuquas geradliniger Actionthriller mit Denzel Washington in Bestform; 22.20 Uhr bei RTL II)
Samstag, 28. Februar:
Mr. & Mrs. Smith (lange sehr unterhaltsame Actionkomödie mit dem Ex-Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt, die in der zweiten Hälfte aber zunehmend an Inspiration verliert; 20.15 Uhr bei VOX)
Findet Dorie (sympathische, aber doch deutlich schwächere "Findet Nemo"-Fortsetzung; 20.15 Uhr im Disney Channel)
Sonntag, 1. März:
RTL, 20.15 Uhr: "Aquaman: Lost Kingdom" (2023)
Free-TV-Premiere des zweiten und letzten Solofilms von Jason Momoa als halbatlantischer Superheld (im neuen DC Universe unter Leitung von James Gunn wechselt Momoa zur Rolle des Antihelden Lobo), der bei Kritikern und Publikum aber deutlich schlechter ankam als der gelungene Erstling. Diesmal muß sich Aquaman mit seinem eigentlich verfeindeten Halbbruder (Patrick Wilson) zusammenraufen, um Atlantis gegen den rachsüchtigen Bösewicht Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II) zu verteidigen.
Außerdem:
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (generischer Fantasyfilm mit guter Besetzung, aber schwacher Handlung - weshalb die geplante Fortsetzung nie realisiert wurde; 20.15 Uhr im Disney Channel)
John Wick: Kapitel 2 (spektakuläre Fortsetzung des Actionkrachers mit Keanu Reeves, wenn auch mit ein paar Klischees und überzeichneten Kampfszenen; 22.25 Uhr um fünfeinhalb Minuten geschnitten bei Pro 7, ungekürzte Nachtwiederholung um 2.35 Uhr)
Gefährten (Steven Spielbergs episodisch aufgebaute, vor allem zu Beginn im schwelgerischen Stil eines John Ford inszenierte Theaterverfilmung über die Erlebnisse des Pferdes Joey im Ersten Weltkrieg; 23.15 Uhr bei Kabel Eins)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen