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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 26. Februar 2018

TV-Tips für die Woche 9/2018

Montag, 26. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Elser - Er hätte die Welt verändert" (2015)
Free-TV-Premiere von Oliver Hirschbiegels historischem Drama über den nicht allzu bekannten deutschen Widerstandskämpfer Georg Elser, der bereits 1939 (und damit ganze fünf Jahre vor Stauffenberg) in München ein Bomben-Attentat auf die NS-Spitze um Adolf Hitler ausführte. "Das weiße Band"-Hauptdarsteller Christian Friedel spielt in diesem positiv besprochenen Film Elser, in weiteren Rollen sind Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Johann von Bülow zu sehen. Eine Warnung: Laut Videotext soll der Film bei Arte nur 90 Minuten dauern und damit rund 20 Minuten kürzer sein als die Kinofassung - da es bei dem FSK 12-Film keinerlei Grund für Kürzungen gibt, kann es sich ein Fehler sein (kam bei Arte schon manchmal vor) oder es handelt sich um eine bewußt kürzer gehaltene TV-Fassung.

Arte, 21.45 Uhr: "Drei Uhr nachts" (1956)
Roger Duchesne spielt in Jean-Pierre Melvilles ("Der eiskalte Engel") meisterhaftem Krimi den Spieler Bob, der einst als Einbrecher tätig war, inzwischen aber sogar mit Kommissar Ledru (Guy Decomble) befreundet ist, der ihm einmal das Leben rettete. Als Bob im Spiel wieder einmal verliert, wird er rückfällig und will sich an einem großen Casino-Raubzug beteiligen - ein Raubzug, von dem Kommissar Ledru bereits Wind bekommen hat ...

Dienstag, 27. Februar:
Disney Channel, 20.15 Uhr: "Signs - Zeichen" (2002)
M. Night Shyamalans dritter großer Hit (nach "The Sixth Sense" und "Unbreakable") hat mit heftigen Logikfehlern zu kämpfen, macht das aber durch Atmosphäre, starke Schauspieler und natürlich den unvermeidlichen Schlußtwist ziemlich gut wett. Joaquin Phoenix und Mel Gibson spielen die Brüder Merrill und Graham, die mit den zwei Kindern des verwitweten Graham auf einer Farm leben. Als Graham eines Morgens einen Kornkreis in den Feldern entdeckt, ist das nur der Auftakt mysteriöser Ereignisse, die auf eine bevorstehende Alieninvasion hinzudeuten scheinen!

Super RTL, 22.50 Uhr: "Lügen haben lange Beine" (1996)
In der wenig orignellen, aber sympathischen romantischen und gut gespielten Komödie gibt Janeane Garofalo ("Wet Hot American Summer") die Tierärztin und Radiomoderatorin Abby, die sich auf eine Verabredung mit dem charmanten Anrufer Brian (Ben Chaplin, "Birthday Girl") einläßt - dann aber kalte Füße bekommt, weil sie - klein, dunkelhaarig, zwar gutaussehend, aber keine Schönheit im Model-Sinn - sich als "attraktive Blondine" beschrieben hat. Daher schickt sie ihre schöne blonde Nachbarin Noelle (Uma Thurman) zum Date - man braucht nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, daß das nicht lange gutgehen kann ...

Außerdem:
Tatsächlich ... Liebe (Richard Curtis' moderner Weihnachtsklassiker mit Liam Neeson, Keira Knightley, Emma Thompson und Colin Firth zur Abwechslung im Februar; 20.15 Uhr bei Super RTL)

Mittwoch, 28. Februar:
Kabel Eins, 0.45 Uhr: "Frozen - Eiskalter Abgrund" (2010)
Ein solider Survivalthriller von Genrespezialist Adam Green ("Hatchet"), in dem drei Skifahrer (Shawn Ashmore, Emma Bell und Kevin Zegers) in einem Skilift steckenbleiben, als der am Ende des Wochenendes aufgrund eines Mißverständnisses beim Personal abgeschaltet wird. Als die Freunde realisieren, daß es sich nicht um einen technischen Fehler o.ä. handelt, bei dem sie nur auf Hilfe warten müssen, sondern daß sie komplett auf sich alleingestellt sind, ist guter Rat teuer. Und dann kommt auch noch ein Schneesturm auf ...

Donnerstag, 1. März:
Servus TV, 20.15 Uhr: "Sunshine" (2007)
Siehe meine Empfehlung von September 2015 für Danny Boyles Weltraum-Thriller mit Cillian Murphy, Chris Evans und Rose Byrne.

3sat, 22.25 Uhr: "In der Glut des Südens" (1978)
Terrence Malicks zweiter (und für 20 lange Jahre auch letzter) Kinofilm ist ein poetisches, schwelgerisches Liebesdrama, das zur Zeit des Ersten Weltkrieges stattfindet. Richard Gere spielt den unbeherrschten Stahlarbeiter Bill, der, nachdem er seinen Boß im Affekt getötet hat, mit seiner Freundin Abby (Brooke Adams, "Die Körperfresser kommen") nach Texas flieht, wo sie sich als Geschwister ausgeben und als Erntehelfer auf einer Farm arbeiten. Als Bill hört, daß der Farmer (Sam Shepard) scheinbar schwer erkrankt ist, ermutigt er Abby, diesen zu heiraten, damit sie nach seinem Tod alles erbt und sie somit ausgesorgt haben ... "In der Glut des Südens" gewann den Kamera-OSCAR und war in weiteren drei Kategorien nominiert, auch für Ennio Morricones gewohnt grandiosen Score.

Außerdem:
RocknRolla (handlungstechnisch überschaubare, aber spaßige Actionkomödie von Guy Ritchie mit Gerard Butler in der Hauptrolle; 0.55 Uhr bei Kabel Eins)

Freitag, 2. März:
RTL II, 22.30 Uhr: "Equilibrium" (2002)
In Kurt Wimmers sehr sehenswertem dystopischen SciFi-Actionfilm, der klar von (literarischen) Genreklassikern wie "1984", "Schöne neue Welt" oder "Fahrenheit 451" inspiriert ist, verkörpert Christian Bale den "Grammaton-Kleriker" (eine Art Elitepolizist) John, der in einer totalitären - mithilfe einer Pille, deren Einnahme vorgeschrieben ist nach Emotionslosigkeit strebenden - Gesellschaft nach dem Dritten Weltkrieg Jagd auf Widerständler macht. Doch nach und nach kommen ihm Zweifel ...

Außerdem:
Looper (Rian Johnsons packender Zeitreise-Actionthriller mit Joseph Gordon-Levitt, Emily Blunt und Bruce Willis; um 20.15 Uhr um knapp vier Minuten gekürzt bei RTL II, ungeschnittene Nachtwiederholung um 2.30 Uhr)

Samstag, 3. März:
Servus TV, 20.15 Uhr: "Frost/Nixon" (2008)
Fünf OSCAR-Nominierungen gab es für Ron Howards Polit-Kammerspiel über das reale, über vier Sendungen verteilte TV-Interview des britischen Journalisten David Frost (Michael Sheen) mit dem zurückgetretenen US-Präsidenten Richard Nixon (Frank Langella) im Jahr 1977, das zu einem regelrechten Psychoduell ausartet.

ARD, 23.40 Uhr: "Tot oder Torte" (2007)
Amüsante, schwarzhumorige britische Komödie über den Auftragskiller Milo ("Homeland"-Star Damian Lewis), der seinen Job an den Nagel hängen will, aber dadurch selbst ins Visier seines früheren Auftraggebers gerät. Also taucht Milo in einem Dorf in Wales unter und gibt sich als Bäcker aus ...

Sonntag, 4. März:
Tele 5, 18.05 Uhr, 20.15 Uhr und 22.10 Uhr: "Fantomas" (1964), "Fantomas gegen Interpol" (1965) und "Fantomas bedroht die Welt" (1966)
Tele 5 zeigt die komplette französische Krimikomödien-Reihe über den von den Romanautoren Pierre Souvestre und Marcel Allain erfundenen Meisterverbrecher und Verwandlungskünstler Fantomas (dessen Verbrechen bereits zu Stummfilm-Zeiten adaptiert wurden). Der wird hier von Jean Marais verkörpert, während Louis de Funès den Kommissar Juve spielt, der Fantomas hartnäckig auf den Fersen ist.
 
Arte, 20.15 Uhr: "Die drei Tage des Condor" (1975)
In Sydney Pollacks gesellschaftskritischem, dem "New Hollywood" zugerechnetem Klassiker des Agentenfilms wird Robert Redford als einziger Überlebender eines Anschlags auf eine CIA-Dienststelle von unbekannten Mächten gejagt und gerät in eine Verschwörungsgeschichte mit ungeahnten Ausmaßen.

Außerdem:
The Revenant (Free-TV-Premiere von Alejandro González Iñárritus mit drei OSCARs prämiertem Schneewestern-Survivalabenteuer mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy; um 20.15 Uhr um ein paar Minuten gekürzt bei Pro 7, wegen der folgenden Liveübertragung der OSCAR-Verleihung gibt es keine ungeschnittene Nachtwiederholung)
Lucy (Luc Bessons auf einer wissenschaftlich hanebüchenen Prämisse basierender, allerdings grandios inszenierter SF-Actionfilm, in dem Scarlett Johansson als etwas andere Superheldin glänzt; 20.15 Uhr bei RTL)
Tristan & Isolde (tolle Bilder, schöne Musik und eine namhafte Besetzung um James Franco und Sophia Myles können bei Kevin Reynolds' Mittelalter-Romanze nur bedingt über die allzu konventionell-langweilige Umsetzung hinwegtäuschen; 2.40 Uhr bei RTL II)

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