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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Samstag, 17. Dezember 2016

Samstags-Update (50/2016)

Im deutschen Kinostartplan bis Ende Februar 2017 gibt es diesmal einige Verzögerungen zu vermelden: Während die OSCAR-Kandidaten "Elle" und "Loving", die jeweils Anfang Februar anlaufen sollten, um ein paar Wochen verschoben wurden, ging es für Juan Antonio Bayonas "Sieben Minuten nach Mitternacht" gleich um drei Monate auf Anfang Mai nach hinten:


Box Office-News:
Nicht wirklich überraschend legt "Rogue One: A Star Wars Story" in Deutschland den besten Kinostart des Jahres hin und könnte sogar die Marke von einer Million Zuschauern knacken - "Episode VII" eröffnete letztes Jahr zwar doppelt so gut, mit solchen Sphären war beim ersten Spin-Off der Reihe aber natürlich nicht zu rechnen. Die Frage ist nun, wie viel Langlebigkeit "Rogue One" an den Tag legen wird; die Kritiken sind etwas schwächer als bei "Das Erwachen der Macht", die frühen Publikumsreaktionen scheinen allerdings sehr positiv zu sein. Die neun Millionen von "Episode VII" werden außer Reichweite bleiben, aber ein Gesamtergebnis von fünf Millionen scheint durchaus realistisch - wenn es gut läuft, reicht es vielleicht sogar für zwei Goldene Leinwände (sechs Millionen verkaufte Kinotickets). Der Vorwochenspitzenreiter "Sing" hält sich trotz der Megakonkurrenz gut und belegt mit mindestens 300.000 Besuchern Platz 2, gefolgt von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" mit etwas weniger als 200.000 Kinogängern.
Auch in den USA übernimmt "Rogue One" selbstverständlich mit meilenweitem Abstand die Spitze der Charts und zielt wohl auf $150-160 Mio. am ersten Wochenende ab - da der Film etwas weniger frontlastig sein sollte als "Episode VII" (der immerhin der erste "Star Wars"-Film mit Luke, Leia und Han Solo seit über 30 Jahren war und auf unerreichbare $248 Mio. kam), könnten die $160 Mio. sogar übertroffen werden, angesichts einer Rekordkältewelle in weiten Teilen der USA wären aber auch "nur" $150 Mio. oder etwas weniger absolut keine schlechte Nachricht für Walt Disney. Die Konkurrenz leidet unter "Rogue One" in den USA stärker als in Deutschland, nur der ebenfalls von Disney stammende 3D-Animationsfilm "Vaiana" hält sich auf Platz 2 mit ca. $12 Mio. sehr wacker. Den dritten Rang wird die Komödie "Office Christmas Party" mit etwa $8 Mio. einnehmen, was nicht gut für Will Smith ist. Dessen (nur durch den Ensemblefilm "Suicide Squad" unterbrochener) kommerzieller Abwärtstrend setzt sich nämlich mit dem hochkarätig besetzten Tränenzieher "Verborgene Schönheit" fort, der zu erstaunlich miesen Kritiken mit sehr schwachen $7 Mio. auf Platz 4 eröffnet (die überwiegend weiblichen Zuschauer, die aufgetaucht sind, scheinen den Film aber doch zu mögen). Interessanterweise schlägt der "Rogue One"-Erfolg selbst auf die Arthouse-Vertreter negativ durch, denn die beiden OSCAR-Favoriten "Manchester by the Sea" und "La La Land" bleiben nach hervorragenden Zahlen im limitierten Einsatz bei ihrer dieswöchigen Ausbreitung auf 1200 ("Manchester by the Sea") bzw. 200 ("La La Land") Kinos mit jeweils ungefähr $4 Mio. auf den Rängen 6 und 7 unter den Erwartungen. Wohlgemerkt, das sind keine schlechten Ergebnisse (besonders für "La La Land"), aber sie bleiben eben doch unter dem, was viele Branchenexperten veranschlagt hatten ... In Deutschland kommt "La La Land" am 12. Januar in die Kinos, "Manchester by the Sea" eine Woche später.

Quellen:

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