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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 5. März 2016

TV-Tips für das Wochenende 9/2016

Samstag, 5. März:
Servus TV, 20.15 Uhr: "Der einzige Zeuge" (1985)
Nachdem er sich mit "Star Wars" und "Indiana Jones" als Superheld der 1980er Jahre etabliert hatte, bewies Harrison Ford mit Peter Weirs ("Der Club der toten Dichter") einfühlsamem Thriller, daß er auch in "normalen" Rollen überzeugen und ein großes Publikum in die Kinos locken kann (und erhielt prompt seine bis heute einzige OSCAR-Nominierung). Er spielt den Detective John Book, der in einem Mordfall ermittelt, dessen einziger Zeuge ein Amish-Junge ist. Um ihn bis zum Prozeß zu schützen, geht John in der Amish-Gemeinde undercover ...

ZDF Neo, 20.15 Uhr: "The Score" (2001)
Drei der besten Schauspieler ihrer jeweiligen Generation haben sich für Frank Oz' nicht wirklich spektakulären, aber raffinierten und ungemein unterhaltsamen Gauner-Thriller zusammengetan: Marlon Brando, Robert De Niro und Edward Norton. De Niro spielt einen alternden Meisterdieb, der sich eigentlich zur Ruhe setzen will, sich aber von Nortons Figur zu einem letzten Coup überreden läßt (Brando spielt den Hehler). So einfach wie geplant läuft die Sache aber natürlich nicht.

Arte, 22.50 Uhr: "It Might Get Loud" (2008)
Für Rockfans von Interesse ist Martin Scorseses Dokumentarfilm, in dem ein Instrument im Mittelpunkt steht: die E-Gitarre. Über deren musikgeschichtliche Bedeutung berichten Jimmy Page von Led Zeppelin, The Edge von U2 und Jack White von den White Stripes. Viel Musik gibt es natürlich auch zu hören.

ZDF, 1.00 Uhr: "Darkman" (1990)
Lange stand Sam Raimis düstere Comicverfilmung in Deutschland (unverständlicherweise) auf dem Index, mittlerweile ist sie ab 16 Jahren freigegeben: Liam Neeson ist der Wissenschaftler Peyton, der von einer Gangsterbande mit Säure gefoltert und scheinbar tot zurückgelassen wird - doch er überlebt und strebt als maskierter "Darkman" nach Rache.

Pro 7, 1.40 Uhr: "The Descent" (2005)
Dem Briten Neil Marshall ist einer der besten Horrorfilme der letzten Jahrzehnte gelungen, der sich erfrischenderweise weit von vielen Genreklischees entfernt hält. So stehen etwa nicht die üblichen Teenager im Mittelpunkt, sondern eine Gruppe erwachsener Frauen, die zusammen eine Höhle in den amerikanischen Appalachen erkunden wollen. Bei der Expedition geht jedoch schnell einiges schief, der Rückweg ist ihnen versperrt und dann treffen sie auch noch auf menschenfressende Kreaturen ... Gut, ab dem Punkt läuft es dann natürlich doch wieder mehr oder weniger in bekannten Horrorfilm-Bahnen, das aber immer noch hochspannend inszeniert und stark gespielt.
Direkt im Anschluß (3.25 Uhr) läuft übrigens die Fortsetzung, die ich jedoch nicht empfehlen kann.

ZDF, 2.30 Uhr: "Dracula" (1979)
Mit Sicherheit nicht die beste Adaption des Gruselklassikers von Bram Stoker, aber dank der glänzenden Besetzung mit Frank Langella in der Titelrolle und der britischen Theaterikone Sir Laurence Olivier als Van Helsing durchaus einen Blick wert.

Sonntag, 6. März:
3sat, 17.15 Uhr: "Meuterei am Schlangenfluß" (1952)
Als Teil eines Western-Tags zeigt 3sat Anthony Manns Genreklassiker, in dem James Stewart den Anführer eines Siedlertrecks spielt, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

3sat, 18.40 Uhr: "Der letzte Zug von Gun Hill" (1959)
In dem recht düsteren, aber sehr sehenswerten Western spielt Kirk Douglas den US-Marshal Matt, dessen indianische Frau und der gemeinsame Sohn von einem jungen Mann ermordet werden, der sich als Sohn eines mächtigen Rinderbarons (Anthony Quinn) entpuppt, mit dem Matt seit Jahrzehnten befreundet ist ...

3sat, 20.15 Uhr: "Zwei rechnen ab" (1957)
Weiter geht es mit dem Western-Tag, wobei ich diese Verfilmung der berühmten Geschichte von Wyatt Earp (Burt Lancaster), Doc Holliday (Kirk Douglas) und ihrem Showdown mit der Clanton-Bande eher als solide einstufen würde. Besser gefällt mir da "Tombstone" von 1993 mit Kurt Russell als Wyatt Earp und Val Kilmer als Doc Holliday, den 3sat passenderweise direkt im Anschluß (22.15 Uhr) zeigt.

Arte, 20.15 Uhr: "Gremlins" (1984)
Joe Dantes Horrorkomödie über kleine pelzige Viecher, die zu grauenvollen Monstern werden, wenn sie mit Wasser oder Sonnenlicht in Berührung kommen oder nach Mitternacht essen, zählt zu den Klassikern des Unterhaltungskinos der 1980er Jahre. Die noch durchgeknalltere Fortsetzung zeigt Arte direkt im Anschluß (22.00 Uhr).

Sixx, 20.15 Uhr: "Die Farbe Lila" (1985)
Was für Harrison Ford und "Der einzige Zeuge" gilt, trifft ganz ähnlich auf Steven Spielberg und "Die Farbe Lila" zu: Nachdem er mit Welterfolgen wie "Der weiße Hai", "E.T." oder "Indiana Jones" zum Superhelden des Blockbuster-Kinos wurde, bewies Spielberg mit dem engagierten, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den US-Südstaaten spielenden Rassismus-Drama nach einem Roman von Alice Walker, daß er auch anspruchsvolle Stoffe sehr überzeugend und publikumswirksam umsetzen kann. Dafür gab es beeindruckende 11 OSCAR-Nominierungen (u.a. für Hauptdarstellerin Whoopi Goldberg und Nebendarstellerin Oprah Winfrey), von denen allerdings keine in einen Sieg umgewandelt werden konnte.

RTL II, 22.35 Uhr: "Carrie" (2013)
Free-TV-Premiere der Stephen King-Neuverfilmung mit Chloé Grace Moretz als unwissentlich übersinnlich begabtem Teenager und Julianne Moore als religiös verblendeter Mutter. Erreicht zwar nicht die Qualität von Brian e Palmas kultiger Erstverfilmung von 1976 (mit Sissy Spacek in der Titelrolle), wer die aber nicht kennt und auf Horrorfilme steht, der kann sich auch mit dem neuen Film durchaus ordentlich amüsieren.

ARD, 1.10 Uhr: "Lost in Translation" (2003)
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme: Regisseurin Sofia Coppola erhielt einen hochverdienten OSCAR für ihr poetisches Drehbuch über einen alternden Filmstar (Bill Murray) und eine frisch verheiratete, aber dennoch irgendwie in ihrem Leben verlorene und ziellose junge Schönheit (Scarlett Johansson), die sich zufällig in einem Tokioter Hotel begegnen und sich als verwandte Seelen erkennen. Für Johansson bedeutete der Film den endgültigen Durchbruch, für Murray ein vielbeachtetes Comeback inklusive seiner ersten OSCAR-Nominierung (er unterlag Sean Penn aus "Mystic River").

Außerdem:
Olympus Has Fallen (Passend zum Kinostart der Fortsetzung am Donnerstag zeigt RTL noch einmal den mittelmäßigen Actionkracher mit Gerard Butler und Aaron Eckhart über einen Terrorangriff auf das weiße Haus; 20.15 Uhr um etwa fünf Minuten geschnitten, möglicherweise ungekürzte Nachtwiederholung um 23.10 Uhr)
Prometheus (Sir Ridley Scotts mit Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba und Noomi Rapace stark besetztes, aber inhaltlich doch etwas dünnes "Alien"-Prequel; 20.15 Uhr um eine Minute gekürzt bei Pro 7, ungeschnittene Nachtwiederholung um 2.25 Uhr)
Predators (spaßige späte Fortsetzung des 1980er Jahre-Klassikers, in dem die von Adrien Brody angeführten Anti-Helden nach und nach von den außerirdischen Kopfgeldjägern dezimiert werden; 22.40 Uhr um rund 5 Minuten geschnitten bei Pro 7, leider diesmal ohne ungekürzte Nachtwiederholung; ein weiterer Film aus der Reihe befindet sich übrigens derzeit unter der Leitung von "Iron Man 3"-Regisseur Shane Black in Vorbereitung)

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