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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 4. Mai 2015

Neues aus Hollywood (18/2015)

Direkt zur Sache:

  • Heute beginnen wir mit einer Komödie: Jake Szymanski hat sich bislang vor allem abseits des Kinos einen Namen gemacht als Regisseur bei Comedy-Formaten wie "Saturday Night Live" oder "Funny or Die" sowie mit zahlreichen komödiantischen Kurzfilmen. Nun versucht er, auch auf der großen Leinwand durchzustarten. Eines von zwei Projekten, das er aktuell verfolgt, nennt sich "The Social Life" und ist in den Hauptrollen mit Amanda Seyfried und Rebel Wilson besetzt. Ich will an dieser Stelle jedoch vor allem auf die Ensemble-Komödie "Mike and Dave Need Wedding Dates" eingehen, in der es um die beiden titelgebenden, unreifen Partylöwen-Brüder geht, die per Internet-Anzeige nach weiblicher Begleitung für ihren Besuch einer Hochzeit suchen. Das Drehbuch stammt vom Duo Brendan O'Brien und Andrew J. Cohen, das bereits den letztjährigen Hit "Bad Neighbors" schrieb; in dessen etwas derbere Humor-Richtung soll auch "Mike and Dave Need Wedding Dates" abzielen. Die beiden Titelrollen übernehmen Zac Efron ("Bad Neighbors") und Adam DeVine (TV-Serie "Workaholics"), die weiblichen Hauptrollen gingen an Anna Kendrick ("The Voices", sie soll Efrons Date spielen) und Aubrey Plaza ("Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt", TV-Serie "Parks and Recreation"). Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch nicht bekannt, aber da der deutsche Kinostart bereits auf den 18. August 2016 festgesetzt wurde (in den USA geht es einen Monat früher los), sollte es in den nächsten Monaten losgehen.

  • Auch Luke Scott ist ein Regisseur, der in der Filmwelt für sich genommen noch eine große Unbekannte ist. Daß sein Kinodebüt dennoch mit Spannung erwartet werden darf, liegt vor allem daran, daß Luke Scott der Sohn des großen "Alien"-Regisseurs Sir Ridley Scott ist. Obwohl Luke 2012 mit dem Kurzfilm "Loom" bereits zeigen konnte, daß er ebenfalls Talent besitzt, dürfte die namhafte Besetzung seines ersten Langfilms "Morgan" denn auch vor allem damit zusammenhängen, daß Sir Ridley als Produzent beteiligt ist. Bei "Morgan" handelt es sich um einen futuristischen Thriller á la "Ex Machina", in dem eine Risikomanagement-Beraterin von einem Konzern beauftragt wird, in einem abgelegenen Labor zu entscheiden, ob eine neuentwickelte Künstliche Intelligenz zerstört werden soll oder "am Leben" bleiben darf. Das Drehbuch von Seth W. Owen (ebenfalls ein Kino-Neuling) wurde 2014 von Branchenexperten in die Black List der besten noch unverfilmten Skripte gewählt, was natürlich qualitativ hoffen läßt. Die Hauptrolle der Beraterin wird Kate Mara ("127 Hours", TV-Serie "House of Cards", ab August auch Superheldin im "Fantastic Four"-Reboot) spielen, Newcomerin Anya Taylor-Joy – die im Januar beim Sundance Festival mit ihrer Hauptrolle im Horrorfilm "The Witch" beeindruckte – die titelgebende, um ihre Existenz bangende KI. Des weiteren wird Paul Giamatti ("Barney's Version") einen Psychologen spielen, Toby Jones ("Captain America") den führenden Wissenschaftler des Labors und Boyd Holbrook ("Gone Girl") einen Ernährungswissenschaftler. Auch hier steht noch kein Drehplan fest; ausgehend von der Story würde ich aber auf eine Premiere bei einem der großen Filmfestivals tippen, also wohl entweder Anfang 2016 (Berlin, Sundance, vielleicht auch Cannes im Mai) oder, wahrscheinlicher, erst im Herbst (Venedig, Toronto, Rom).

  • "Morgan"-Autor Seth W. Owen hat allerdings noch ein weiteres Eisen im Feuer, denn auch sein Drehbuch "The Runaround" soll demnächst verfilmt werden. Hierbei handelt es sich um eine Komödie, in der ein Vater, der ständig geschäftlich in der Welt umherreist, bei einem spontanen Besuch bei seiner Tochter in Los Angeles feststellt, daß diese verschwunden zu sein scheint. Kurzerhand zwingt er den eingeschüchterten Ex-Freund seiner Tochter, mit ihm in der Stadt nach ihr suchen, was zu einer zunehmend irrwitzigen Nacht führt. Das klingt soweit schon mal potentiell ganz amüsant, noch hoffnungsfroher stimmt die Besetzung der beiden Hauptrollen: Der frischgebackene OSCAR-Gewinner J.K. Simmons ("Whiplash") wird den Vater verkörpern, Emile Hirsch ("Killer Joe") den Ex-Freund der Tochter (deren Darstellerin noch nicht feststeht) – das klingt nach einer ausgezeichneten ungleichen Leinwand-Paarung! Die Regie übernimmt der Independent-Filmemacher Gavin Wiesen ("Von der Kunst, sich durchzumogeln"), die Dreharbeiten in L.A. sollen im Juli starten. Mit einem US-Kinostart dürfte daher in der ersten Jahreshälfte 2016 zu rechnen sein.

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