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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Sonntag, 3. Mai 2015

Mini-Nachruf: Andrew Lesnie (1956-2015)

Am Samstag, dem 27. April 2015, hat die Filmwelt einen ihrer besten Kameramänner verloren: Der Australier Andrew Lesnie verstarb im Alter von 59 Jahren in Sydney an einem Herzinfarkt. Seit den 1980er Jahren war Lesnie als Kameramann tätig, international bekannt wurde er 1995 mit George Millers "Ein Schweinchen namens Babe". Der erfolgreiche Familienfilm war für Lesnie die Eintrittskarte nach Hollywood, wo er nach der Jahrtausendwende seinen kreativen Höhepunkt erreichte, denn der neuseeländische Regisseur Peter Jackson engagierte Andrew Lesnie als Kameramann für seine "Der Herr der Ringe"-Trilogie. Die Fantasygeschichte kleidete Lesnie in angemessen epische Bilder, wofür er gleich beim ersten Teil "Die Gefährten" im Jahr 2002 den OSCAR gewann. Auch später blieben Lesnie und Jackson Partner und drehten gemeinsam "King Kong", "In meinem Himmel" sowie die "Hobbit"-Trilogie, außerdem brachte Lesnie seine Erfahrung mit CGI-lastigen Filmen beim "Planet der Affen"-Prequel "Prevolution" sowie dem Zombiefilm "I Am Legend" mit Will Smith erfolgreich ein. Zuletzt stellte er mit einem weiteren Neuseeländer, Russell Crowe, dessen Regiedebüt "Das Versprechen eines Lebens" fertig.

Es gibt viele Szenen aus seinen Filmen, speziell den Tolkien-Adaptionen, an die ich gerne, manchmal auch staunend zurückdenke, doch die in meinen Augen eindrucksvollste Sequenz, die ich garantiert nie vergessen werde, lieferte Andrew Lesnie in dem "Der Herr der Ringe"-Abschlußkapitel "Die Rückkehr des Königs" mit seiner wundervoll atmosphärischen, beinahe schwindelerregenden Kamerafahrt bei der Entzündung der Signaltürme zwischen Gondor und Rohan ab. Die Filmwelt wird ihn vermissen.

R.I.P.

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