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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 21. Dezember 2013

Samstags-Update (51/2013)

Auch in der Woche vor Weihnachten gibt es nur eine nennenswerte Änderung im deutschen Kinostartplan bis Ende Februar: Christian Ditters ("Wickie auf großer Fahrt") Romanze "Für immer vielleicht" mit Lily Collins und Sam Claflin wurde um über ein halbes Jahr auf Oktober 2014 verschoben:


Box Office-News:
Das Kinoverhalten von Amerikanern und Deutschen in den Tagen vor Weihnachten weist traditionell große Unterschiede auf: In Deutschland sind die Lichtspielhäuser bereits schön voll, in den USA dagegen beginnt der ganz große Ansturm erst im Anschluß an das Verteilen der Geschenke. Das kann man auch in diesem Jahr wieder schön anhand der Besucherzahlen nachvollziehen, denn in Deutschland verteidigt "Der Hobbit – Smaugs Einöde" seine Führung problemlos und legt laut InsideKino mit erneut bis zu einer Million Zuschauern im Vergleich zum Startwochenende einen sehr niedrigen prozentualen Rückgang von unter 30% an den Tag. Silber und Bronze im dieswöchigen Chartsrennen bleiben bei den Publikumslieblingen "Die Eiskönigin" und "Fack ju Göhte", wobei ersterer gegenüber der Vorwoche nur leicht verliert und letzterer sogar wieder zulegt, beide werden erneut über eine Viertelmillion Zuschauer erreichen. Nur die (sowieso wenig aussichtsreichen) Neustarts enttäuschen: Während Robert Rodriguez' eher unweihnachtliches Action-B-Movie "Machete Kills" mit Danny Trejo und Mel Gibson mit etwa 80.000 Besuchern noch im Rahmen der bescheidenen Erwartungen eröffnet, sind zwei an ein sehr junges Publikum gerichtete Neulinge echte Flops: Der computeranimierte 3D-Film "Dinosaurer – Im Reich der Giganten" wird deutlich unter 50.000 Zuschauern bleiben, der französische Natur-Abenteuerfilm "Belle & Sebastian" dürfte sogar Schwierigkeiten haben, bis Sonntag überhaupt auf eine fünfstellige Zahl zu kommen.
In den USA gibt es dagegen eine ganze Reihe hochkarätiger Neustarts, die aber mit einer Ausnahme eher verhalten starten – was aber wie gesagt nicht viel bedeuten muß, da bei Filmen, die kurz vor Weihnachten starten, eigentlich immer ein wesentlich höherer Multiplikator des Startwochenendergebnisses erreicht wird als normalerweise. Die Führung wird den frühen Freitagszahlen zufolge auch hier "Der Hobbit – Smaugs Einöde" mit rund $30 Mio. verteidigen, die in den Staaten seit Wochen heftigst beworbene Comedy-Fortsetzung "Anchorman 2" sollte um einige Millionen hinter dieser Marke zurückbleiben. Um Platz 3 werden Disneys weiterhin sehr starke "Die Eiskönigin" und David O. Russells starbesetztes (Christian Bale, Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Amy Adams, Robert De Niro, Jeremy Renner) 1970er Jahre-Comedy-Drama "American Hustle" rangeln, die bis zum Sonntag aller Voraussicht nach beide etwa $20 Mio. einspielen werden. Für den herausragend rezensierten OSCAR-Mitfavoriten "American Hustle" ein exzellenter Start, der ein Endergebnis von weit über $100 Mio. zur Folge haben sollte. Um Platz 5 mit jeweils bis zu $10 Mio. geht es zwischen "Die Tribute von Panem – Catching Fire" und dem dritten Neuling "Saving Mr. Banks". Für die Komödie mit Emma Thompson und Tom Hanks (als Walt Disney) ist das ein respektabler Auftakt, der durchaus ein Endergebnis von $70-80 Mio. zum Resultat haben könnte. Nur "Dinosaurier – Im Reich der Giganten" legt mit etwa $5 Mio. auch in den USA einen Fehlstart hin (und bleibt wohl nur knapp vor dem indischen Actionfilm "Dhoom 3", der in nicht einmal 10% der "Dinosaurier"-Kinos gezeigt wird, aber ohne größere Probleme einen neuen US-Startrekord für indische Filme aufstellen sollte), der auch durch die Weihnachtsfeiertage nicht mehr nachhaltig kompensiert werden dürfte.

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