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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 16. September 2013

Neues aus Hollywood (36 und 37/2013)

Letzten Montag fiel meine News-Übersicht ja dem Fantasy Filmfest zum Opfer, doch da es aus der vergangenen Woche kaum etwas zu berichten gibt – diejenigen, die in der Branche etwas zu sagen haben, waren offensichtlich großteils beim großen Festival in Toronto mit dem Einkauf vielversprechender Filme beschäftigt (mehr dazu morgen oder übermorgen) –, fasse ich heute ausnahmsweise die wichtigsten Entwicklungen der letzten beiden Wochen zusammen:

- Angesichts des riesigen kommerziellen Erfolges der acht "Harry Potter"-Filme kann es nicht wirklich überraschen, daß Rechteinhaber Warner Bros. auch nach Abschluß der Reihe noch Lust auf mehr hat. Daß dieses "mehr" schon so schnell thematisiert werden würde, hatte zumindest ich jedoch nicht erwartet. Am Donnerstag wurde nämlich offiziell bekanntgegeben, daß gleich mehrere neue Filme aus der Welt von Harry Potter realisiert werden sollen, die auf J.K. Rowlings Begleitbuch (und fiktivem Hogwarts-Lehrbuch) "Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind" aus dem Jahr 2001 basieren. Rowling selbst wird – eine Premiere – das Drehbuch zum ersten Film verfassen, das rund 70 Jahre vor Beginn der Potter-Geschichte spielen und von den in New York beginnenden Abenteuern des fiktiven "Phantastische Tierwesen"-Autors Newt Scamander erzählen soll. Weitere Details sind allerdings noch nicht bekannt, mit einem Kinostart dürfte somit wohl nicht vor Weihnachten 2015 zu rechnen sein.

- Eine ganz andere Art von Bestseller als "Harry Potter" ist bekanntermaßen E.L. James' "Fifty Shades of Grey". Die zunächst nur als E-Book erschienene und ziemlich kontroverse erotische Geschichte, die unter anderem diverse Sadomaso-Praktiken thematisiert, hat angesichts von mehr als 70 Millionen verkaufter Bücher der gesamten "Shades of Grey"-Trilogie auch als Filmversion ein gewaltiges kommerzielles Potential. Vor allem die Boulevardpresse hat seit Bekanntgabe der Filmplanungen vor einigen Monaten eine Menge Papier verschwendet mit teils haarsträubenden Spekulationen um die Besetzung der beiden Hauptrollen (als Favoritin galt beispielsweise lange Emma Watson, die es erklärtermaßen recht befremdlich fand, wie viele Menschen sie offenbar gerne in einer solchen Rolle sehen würden ...). Die ist letztlich aber eher unspektakulär ausgefallen. Dakota Johnson ("21 Jump Street"), Tochter des Schauspielerpaars Melanie Griffith ("Die Waffen der Frauen") und Don Johnson ("Django Unchained"), wird die Hauptrolle der 21-jährigen Studentin Anastasia Steele übernehmen; der 27-jährigen Milliardär Christian Grey, mit dem Anastasia eine Beziehung eingeht, wird von Charlie Hunnam ("Pacific Rim", TV-Serie "Sons of Anarchy") verkörpert werden. Regie führt die Britin Sam Taylor-Johnson ("Nowhere Boy"), das Drehbuch hat Kelly Marcel geschrieben, die bislang nur für die kurzlebige TV-Serie "Terra Nova" als Autorin gearbeitet hat, aber in diesem Jahr mit ihrem Kinodebüt "Saving Mr. Banks" mit Emma Thompson und Tom Hanks noch ein heißes Feuer im Eisen hat. Die Dreharbeiten zu "Fifty Shades of Grey" sollten bald beginnen, denn als deutscher Kinostart wurde bereits der 31. Juli 2014 festgelegt (ein Tag vor dem US-Start).

- Der britische Regisseur Matthew Vaughn hat bislang eine makellose Bilanz vorzuweisen: Ob sein Debüt mit dem Gangsterfilm "Layer Cake" mit Daniel Craig, die märchenhafte Neil Gaiman-Verfilmung "Der Sternwanderer", die betont kompromißlose Graphic Novel-Adaption "Kick-Ass" oder das "X-Men"-Prequel "Erste Entscheidung": Vaughns Filme überzeugen stets sowohl die Kritiker als auch das zahlende Publikum (oder zumindest den Großteil davon). Wie groß sein Können ist, läßt sich vielleicht am besten an der ziemlich gnadenlos gefloppten "Kick-Ass"-Fortsetzung ablesen, bei der er nur noch als Produzent tätig war und die Regie Jeff Wadlow überließ. Jedenfalls darf man stets gespannt sein, wenn sich Matthew Vaughn ein neues Regieprojekt gesichert hat. Wie "The Secret Service". Auch hierbei handelt es sich um die Verfilmung eines Comics von "Kick-Ass"-Autor Mark Millar, die Geschichte spielt sich allerdings im Spionage-Milieu ab. Es geht um den erfahrenen Londoner Geheimagenten Jake, der seinen rebellischen Neffen Gary als Spion rekrutiert und trainiert. Millar selbst hat sein Werk einmal als "James Bond trifft 'My Fair Lady'" bezeichnet, was ja nicht ganz uninteressant klingt. Die Rolle des Jake übernimmt dabei kein Geringerer als OSCAR-Gewinner Colin Firth ("Dame, König, As, Spion"), die seines jungen Schützlings der Newcomer Taron Egerton. Auch bei der jungen weiblichen Hauptrolle setzt Vaughn mit Sophie Cookson auf einen Kino-Neuling, dafür werden in Nebenrollen Hochkaräter wie Sir Michael Caine (der bereits die Titelrolle in dem von Vaughn produzierten "Harry Brown" spielte) und Samuel L. Jackson ("The Avengers") zu sehen sein. Gemeinsam mit seiner eingespielten "Der Sternwanderer"- und "Kick-Ass"-Co-Autorin Jane Goldman zeichnet Matthew Vaughn auch für das Drehbuch verantwortlich. Die Dreharbeiten sollen in diesem Herbst beginnen, der deutsche Kinostart wurde bereits für den 13. November 2014 festgelegt.

Quellen:

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Der Trailer zum Animationsfilm "Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum" von DreamWorks Animation ("Die Croods", "Shrek"), der in den USA bereits erfolgreich lief und in Deutschland am 3. Oktober in die Kinos kommt:


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