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Montag, 22. April 2013

Neues aus Hollywood (16/2013)

In der vergangenen Woche ergab sich in Hollywood nicht wirklich viel Berichtenswertes:

- Nach dem kommerziell nicht ganz so erfolgreichen "Cloud Atlas" bleiben die US-Regisseure Andy und Lana Wachowski dem Science Fiction-Genre treu (das ihnen mit der "Matrix"-Trilogie immerhin den größten Erfolg ihrer Karriere beschert hat), fahren aber die Komplexität der Handlung deutlich zurück. Das ist angesichts der sechs ineinander verwobenen Erzählstränge in "Cloud Atlas" zugegebenermaßen auch nicht schwierig, aber "Jupiter Ascending" klingt in der Tat etwas konventioneller – was ja nichts Schlechtes sein muß. Es geht um die junge Jupiter Jones, eine russische Immigrantin, die von Großem träumt, in der Realität aber ihren Lebensunterhalt mit dem Putzen von Toiletten bestreitet. Als jedoch der genetisch verbesserte Kopfgeldjäger Caine auf der Erde landet, um Jupiter zu jagen, erfährt sie schließlich, daß ihre DNA identisch zu der der Königin des Universums ist, weshalb sie für diese eine ernste Gefahr darstellt. Jupiter wird von Mila Kunis ("Black Swan") verkörpert werden, die passenderweise übrigens eine ukrainische Immigrantin ist, Channing Tatum ("21 Jump Street") spielt den Kopfgeldjäger Caine. Witzigerweise wurde Kunis in den USA 2012 zur Sexiest Woman Alive gekürt und Tatum (von einem anderen Magazin) zum Sexiest Man Alive – "Jupiter Ascending" sollte also ziemlich sexy werden ... In weiteren Rollen sind u.a. Sean Bean ("Silent Hill"), Eddie Redmayne ("Les Misérables"), Tuppence Middleton (TV-Serie "Sindbad") und die beiden "Cloud Atlas"-Darsteller James D'Arcy und Doona Bae zu sehen. Bei entsprechendem kommerziellen Erfolg soll "Jupiter Ascending" den Auftakt einer Trilogie darstellen. Die Dreharbeiten für den von den Wachowskis selbst geschriebenen 3D-Film haben letzte Woche begonnen, der deutsche Kinostart ist bereits auf den 24. Juli 2014 festgelegt worden.

- Nachdem der kanadische Kultregisseur David Cronenberg ("Die Fliege", "Scanners", "eXistenZ") sich in den letzten Jahren merklich auf für seine Verhältnisse eher gewöhnliche Stoffe konzentriert hat – zunächst Thriller ("A History of Violence", "Tödliche Versprechen"), dann Dramen ("Eine dunkle Begierde", "Cosmopolis") –, scheint sein nächstes Projekt, das satirische Drama "Maps to the Stars", wieder etwas schräger zu werden, Cronenberg selbst beschreibt das Drehbuch jedenfalls als "sehr extrem". Dieses, verfaßt von dem mit der Schauspielerin Rebecca De Mornay ("Die Hand an der Wiege") verheirateten Schriftsteller Bruce Wagner, wird als Mischung aus Geistergeschichte und beißender Attacke auf die promifixierte Gesellschaft von Los Angeles beschrieben. Wie genau das funktionieren soll, ist mangels näherer Details zur Handlung unklar, die Besetzung ist aber vielversprechend: Julianne Moore ("Crazy, Stupid, Love."), John Cusack ("Being John Malkovich"), Robert Pattinson ("Twilight", "Cosmopolis") und Sarah Gadon ("Eine dunkle Begierde", TV-Miniserie "Die Tore der Welt") wurden für die Hauptrollen verpflichtet. Die Dreharbeiten sollen im Juli in Toronto und Los Angeles beginnen, was für einen Kinostart irgendwann 2014 spricht, vermutlich in der ersten Jahreshälfte (möglicherweise wieder einmal mit einer Premiere in Cannes).

Quellen:
ComingSoon.net ("Jupiter Ascending") 
Hollywood Reporter ("Maps to the Stars") 

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