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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 18. Juni 2012

Neues aus Hollywood (24/2012)

Die drei interessantesten Film-Meldungen der letzten Woche:

- Der Filmtitel "Labor Day" läßt zunächst eine Fortsetzung der mäßigen Ensemble-Komödien "Valentinstag" und "Happy New Year" von Garry Marshall befürchten. Glücklicherweise täuscht der erste Eindruck, in Wirklichkeit handelt es sich nämlich um das neue Projekt von "Juno"- und "Thank you for Smoking"-Regisseur Jason Reitman. Basierend auf einem Roman von Joyce Maynard (den Reitman selbst als Drehbuch adaptiert hat) geht es um den 13-jährigen Henry, der nicht nur mit den obligatorischen Lasten des Teenager-Daseins zu kämpfen hat, sondern sich auch um seine nach einer unschönen Scheidung psychisch angeschlagene Mutter kümmern muß. Kurz vor dem Labor Day-Wochenende treffen die beiden einen verletzten Mann, der sie um Hilfe bittet. Sie nehmen ihn schließlich mit und er enthüllt ihnen, daß er ein verurteilter Mörder ist und sich die Verletzung beim Ausbruch aus dem Gefängnis zugezogen hat. Dennoch wirkt er auf Henry und seine Mutter erstaunlich vertrauenswürdig ...
Henry wird von Gattlin Griffith (Angelina Jolies Sohn in Clint Eastwoods "Der fremde Sohn") verkörpert werden, OSCAR-Gewinnerin Kate Winslet wurde als seine Mutter besetzt und Josh Brolin ("No Country for Old Men", "Wall Street 2") als der geheimnisvolle Fremde. In weiteren Rollen werden unter anderem Clark Gregg (Agent Coulson in "The Avengers") als Henrys Vater und James van der Beek ("Dawson's Creek", "Die Regeln des Spiels") als Polizist zu sehen sein. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen, in die Kinos soll "Labor Day" irgendwann 2013 kommen.

- Der Weg des isländischen Schauspielers, Drehbuch-Autors und Regisseurs Baltasar Kormákur nach Hollywood ist recht kurios verlaufen. 2012 gab er als Regisseur sein ziemlich erfolgreiches US-Debüt mit dem Action-Thriller "Contraband" mit Mark Wahlberg – einem Remake des isländischen Films "Rejkjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung", in dem Kormákur die Hauptrolle spielte. Als nächstes wird er sich an der Verfilmung eines vom bisherigen TV-Serien-Autor Blake Masters ("Law & Order: Los Angeles", "Rubicon") adaptierten Comics von Steven Grant namens "2 Guns" versuchen. Erzählt wird die Geschichte zweier Männer, die zusammen eine von der Mafia zur Geldwäsche genutzte Bank ausrauben wollen, aber beide ein pikantes Geheimnis haben. Denzel Washington und Mark Wahlberg werden die beiden männlichen Hauptrollen spielen, Paula Patton ("Mission: Impossible – Phantom Protokoll", "Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit") die weibliche. Zudem wurde nun Bill Paxton ("Titanic", "Haywire", "Twister") als hochrangiger CIA-Mann besetzt. Die Dreharbeiten sollen in Kürze beginnen, was auch hier für einen Kinostart im Jahr 2013 spricht.

- Zur Zeit scheinen in der amerikanischen und britischen Filmbranche Filme, die sich mit den Dreharbeiten von Filmklassikern befassen, ein echter Trend zu sein. Bereits in den Kinos zu bewundern war Simon Curtis' "My Week with Marilyn", über "Alfred Hitchcock and the Making of Psycho" hatte ich bereits vor einigen Monaten berichtet ("Neues aus Hollywood (9/2012)". Nun ist auch noch der Kinderfilm-Klassiker "Mary Poppins" an der Reihe. In "Saving Mr. Banks" wird Emma Thompson ("Sinn und Sinnlichkeit", "Tatsächlich ... Liebe") P.L. Travers spielen, die Autorin der Buchvorlage von "Mary Poppins". Diese war zunächst begeistert von der Idee einer Verfilmung durch Disney, war vom Resultat jedoch (trotz des weltweiten Erfolges des Films) alles andere als angetan. Der Film unter der Regie von John Lee Hancock ("Blind Side") und nach einem Drehbuch von Sue Smith und Kelly Marcel (TV-Serie "Terra Nova") wird auf zwei Zeitebenen spielen: 1907 während Travers' ländlich geprägter Kindheit und 1961, wo es um die langwierigen Verhandlungen um die Filmrechte mit dem von OSCAR-Gewinner Tom Hanks verkörperten Walt Disney höchstpersönlich geht. In der früheren Zeitebene soll Colin Farrell ("Brügge sehen ... und sterben?") Travers' Vater verkörpern, der Inspirationsquelle für die männliche Hauptfigur in "Mary Poppins" war: Mr. Banks. Das produzierende Filmstudio ist übrigens witzigerweise Disney. Die Dreharbeiten sollen im Herbst beginnen, was einen US-Kinostart Ende 2013 vermuten läßt.

Quellen:

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