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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 8. August 2015

Samstags-Update (32/2015)

Kaum Veränderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober: Nur der auf einer Graphic Novel basierende amerikanische Coming of Age-Film "Diary of a Teenage Girl" wurde um zwei Monate auf Mitte November verschoben.


Box Office-News:
Deutschland ächzt ein weiteres Mal unter nahezu tropischer Sommerhitze und meidet deshalb weitgehend die Kinos. Dementsprechend werden "Mission: Impossible 5" trotz Top-Kritiken vergleichsweise magere 300.000 Zuschauer reichen, um klar die Spitze zu übernehmen. Die "Minions" belegen mit etwa 100.000 Besuchern weniger den zweiten Platz, auf Rang 3 folgt mit noch einmal in etwa dem gleichen Abstand "Pixels" als wohl letzter Film mit sechsstelligen Zuschauerzahlen an diesem Wochenende.
Auch in den USA sieht es reichlich trübe aus. Gebeutelt von miserablen Kritiken untertrifft das "Fantastic Four"-Reboot alle Erwartungen bei weitem und könnte mit weniger als $30 Mio. sogar die Spitze der Charts verpassen ("Mission: Impossible 5" wird in seiner zweiten Woche einen ähnlichen Wert erreichen). Damit läuft es für diese ambitionierte Neuverfilmung der im englischsprachigen Raum extrem populären Comic-Superhelden noch wesentlich mieser als für die beiden bereits bestenfalls mittelmäßig aufgenommenen Filme von 2005 und 2007, die am Ende immerhin auf ordentliche $155 Mio. respektive $132 Mio. kamen. Die neuen "Fantastic Four" werden unter Garantie nicht einmal die $100 Mio.-Marke knacken, womöglich gar unter $70 Mio. landen. Bei einem geschätzten Budget von angeblich $120 Mio. (was mir arg niedrig erscheint) dürften selbst die Auslandsmärkte aus diesem Desaster keinen profitablen Film mehr machen können. In anderen Worten: Fortsetzung ausgeschlossen! Daß Kritiken also manchmal tatsächlich (in bescheidenem Rahmen) etwas bewirken können, beweist auch Joel Edgertons gefeiertes Regiedebüt "The Gift". Der günstig produzierte Horror-Thriller im 1980er Jahre-Stil sollte mit etwas mehr als $10 Mio. den dritten Platz erringen und damit leicht über den Erwartungen starten. Um die Musik-Tragikomödie "Ricki – Wie Familie so ist" mit Meryl Streep steht es nicht ganz so gut. Auch aufgrund eines verhaltenen Starts in weniger als 2000 Kinos ("Fantastic Four": 4000) und mediokrer Kritiken sieht es aktuell nach Platz 7 mit rund $7 Mio. aus. Richtig mies läuft es leider für Aardmans zauberhaften 3D-Knetgummi-Film "Shaun das Schaf – Der Film", der mit weniger als $4 Mio. nicht einmal die Top10 knacken dürfte. So viel dann doch wieder zum Thema "Kritiken können den Unterschied machen": Der Rotten Tomatoes-Wert von "Shaun" liegt bei 99% positiven Rezensionen ...
In Deutschland kommen die "Fantastic Four" bereits am Donnerstag in die Kinos, "Ricki – Wie Familie so ist" folgt am 3. September. "Shaun das Schaf – Der Film" läuft hierzulande bereits seit Monaten, und das zum Glück erheblich erfolgreicher (fast 1,8 Millionen Zuschauer, laut InsideKino im Moment der sechsterfolgreichste Film des Jahres!).

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