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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Sonntag, 9. August 2015

TV-Tips für die Woche 33/2015

Montag, 10. August:
WDR, 0.25 Uhr: "Mysterious Skin" (2004)
Das mutige und einfühlsame, von der Thematik her drastische Mißbrauchsdrama von Gregg Araki ("Wie ein weißer Vogel im Schneesturm") war einer der ersten Filme, in denen Joseph Gordon-Levitt auf sein außerordentliches schauspielerisches Talent aufmerksam machte. Und sein Co-Hauptdarsteller Brady Corbet ("Melancholia"), dessen Karriere seither leider bei weitem nicht so sehr abgehoben hat, spielt keinen Deut schlechter.

Außerdem:
Don't Come Knocking (unspektakuläres, aber einfühlsam erzähltes und von u.a. Sam Shepard, Jessica Lange, Tim Roth und Sarah Polley erstklassig gespieltes Selbstfindungsdrama von Wim Wenders; 22.20 Uhr bei Arte)
Der Krieg des Charlie Wilson (Mike Nichols' amüsant-bissige Politsatire mit Tom Hanks, Julia Roberts und Philip Seymour Hoffman; RTL II um 3.40 Uhr nachts)

Dienstag, 11. August:
Arte, 14.10 Uhr: "Die sieben Samurai" (1954)
Arte zeigt Akira Kurosawas meisterhaftes, gut dreistündiges Samurai-Epos (das unter anderem als Vorlage für den Westernklassiker "Die glorreichen Sieben" diente) in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Aktuell Platz 20 in der IMDb Top250 der besten Filme aller Zeiten!

WDR, 22.30 Uhr: "Under Fire" (1983)
Wer den Polit-Thriller mit Nick Nolte letzte Woche im BR verpaßt hat, kann ihn nun nachholen.

Außerdem:
Match Point (Woody Allens schwarzhumorig-abgründiger Thriller mit Jonathan Rhys-Meyers und Scarlett Johansson; Servus TV um 20.15 Uhr)
Fido – Gute Tote sind schwer zu finden (eine witzige Horrorkomödie um einen Zombie als "Haustier"; bei Tele 5 um etwa eineinhalb Minuten geschnitten um 20.15 Uhr, ungeschnittene Wiederholung um 0.45 Uhr)

Mittwoch, 12. August:
Tele 5, 20.15 Uhr: "The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit" (2002)
Nicole Kidman gewann ihren bislang einzigen OSCAR als Schriftstellerin Virginia Woolf in Stephen Daldrys episodischem Frauenportrait, dessen drei u.a. mit Meryl Streep, Julianne Moore und Ed Harris besetzte Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten alle einen Bezug zu Woolfs Roman "Mrs. Dalloway" haben. Insgesamt gab es neun OSCAR-Nominierungen, auch für die phantastische Klaviermusik von Philip Glass.

Kabel 1, 23.00 Uhr: "Desperado" (1995)
Robert Rodriguez' bleihaltige Mariachi-Ballade mit Antonio Banderas und Salma Hayek besitzt vollkommen verdient Kultstatus!

HR, 23.15 Uhr: "Babel" (2006)
Das siebenfach OSCAR-nominierte, hochemotionale Episodendrama von "Birdman"-Regisseur Alejandro González Iñárritu präsentiert drei bewegende Geschichten aus Mexiko, Marokko und Japan, die durch die Macht des puren Zufalls lose miteinander verknüpft sind. Toll besetzt mit Brad Pitt und Cate Blanchett (in der Marokko-Story), aber für die eigentlichen Highlights sorgen die bis dahin international unbekannten Rinko Kikuchi ("Pacific Rim") und Adriana Barraza ("Drag Me to Hell").

Donnerstag, 13. August:
ARD, 22.45 Uhr: "The King's Speech" (2010)
In dem Feelgood-Hit des Jahres 2010 verkörpert Colin Firth den stotternden britischen König George VI., dessen Sprachtherapeut (Geoffrey Rush) ihn auf eine entscheidende Rundfunk-Ansprache zu Beginn des Zweiten Weltkrieges vorbereitet. Bei sensationellen zwölf OSCAR-Nominierungen gewann "The King's Speech" am Ende vier (darunter Bester Film und Bester Hauptdarsteller).

Freitag, 14. August:
Servus TV, 21.50 Uhr: "Der Mann, der Liberty Valance erschoß" (1962)
John Fords Westernabgesang mit John Wayne, James Stewart und Lee Marvin stellt die Gesetze des Genres raffiniert und vom Zuschauer fast bis zum Schluß unbemerkt auf den Kopf und zählt gerade deshalb zu den besten und anspruchsvollsten Western überhaupt.

3sat, 22.35 Uhr: "City of God" (2002)
Der für vier OSCARs nominierte wohl berühmteste brasilianische Film aller Zeiten erzählt mit mitunter schockierend drastischer Ehrlichkeit die Geschichte zweier Straßenjungen in einem von Gangstern beherrschten Slum von Rio de Janeiro. Platz 21 in der IMDb Top 250.

ZDF, 1.10 Uhr nachts: "Bis ans Ende der Welt – Director's Cut" (1991)
Zugegeben: Jemanden davon zu überzeugen, sich einen viereinhalbstündigen philosophischen Endzeitfilm anzuschauen, der nicht einmal frei von dramaturgischen Schwächen ist, ist keine einfache Aufgabe. Wim Wenders' zugleich intimes und episches Drama mit William Hurt, Sam Neill, Max von Sydow, Jeanne Moreau, Rüdiger Vogler (in seiner Rolle des Journalisten Philip Winter aus Wenders' Frühwerk "Alice in den Städten") und seiner bezaubernden "Der Himmel über Berlin"-Hauptdarstellerin Solveig Dommartin ist aber trotz seiner Mängel ein faszinierendes Gesamtkunstwerk für Arthouse-Freunde geworden.

ARD, 2.50 Uhr nachts: "Der aus dem Regen kam" (1970)
Die melancholische französische Psychothriller-Ballade von René Clément lebt neben der ungemein atmosphärischen Inszenierung vor allem von den beiden ungleichen, aber wunderbar miteinander harmonierenden Hauptdarstellern Charles Bronson und Marlene Jobert. Jobert (die Mutter von Eva Green) spielt eine junge Frau namens Mellie, die eines Nachts in ihrem Haus überfallen und vergewaltigt wird, anschließend jedoch ihren Peiniger töten kann. Aus Angst entsorgt sie die Leiche und lebt normal weiter – bis ein schweigsamer Amerikaner (Bronson) auftaucht, der genau zu wissen scheint, was Mellie getan hat ...

Außerdem:
Starsky & Hutch (klamaukige Kinoadaption der 1970er Jahre-Kultserie, hier mit Ben Stiller und Owen Wilson in den Titelrollen; ZDF Neo um 20.15 Uhr)

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