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Montag, 5. Mai 2014

Neues aus Hollywood (18/2014)

Natürlich wurde in der letzten Woche alles von der Enthüllung des neuen "Star Wars"-Casts dominiert, doch ein paar Neuigkeiten zu anderen interessanten Projekten gab es auch noch:

  • Nachdem seine letzten beiden Komödien "Brautalarm" und "Taffe Mädels" große kommerzielle Erfolge waren (die bei den Kritikern ebenfalls zumindest ordentlich ankamen, "Brautalarm" erhielt sogar zwei OSCAR-Nominierungen), darf man auf den neuesten Streich des Regisseurs und Drehbuch-Autors Paul Feig gespannt sein. "Spy" ist dieser schlicht betitelt und hat in der Hauptrolle, wie bereits seine beiden vorherigen Filme, OSCAR-Nominee Melissa McCarthy zu bieten. Sie spielt eine CIA-Analystin, die erstmals vor Ort (in Europa) für eine Operation eingesetzt wird anstatt aus ihrem Büro heraus zu arbeiten. Eine sehr klassische Komödien-Prämisse also, die McCarthy auf den Leib geschrieben zu sein scheint und im Erfolgsfall zu einer Filmreihe ausgebaut werden könnte. Die restliche Besetzung der Action-Komödie liest sich gleichfalls sehr vielversprechend, denn Actionstar Jason Statham ("Parker") und die schöne Brasilianerin Morena Baccarin ("Serenity", TV-Serie "Homeland") werden CIA-Agenten spielen (Statham allerdings entgegen seiner sonstigen Rollen einen ziemlich tollpatschigen) und Bobby Cannavale ("Blue Jasmine") verkörpert einen schmierigen Bösewicht. Außerdem stehen u.a. Jude Law ("Anna Karenina"), Rose Byrne ("Insidious"), Allison Janney ("The Help") und Rapper 50 Cent (als er selbst) vor der Kamera. Die Dreharbeiten in Budapest haben bereits begonnen, in den USA soll "Spy" am 22. Mai 2015 in die Kinos kommen.

  • Mit seinem Regiedebüt, der "Teenager-Hangover"-Version "Project X", gelang dem erst 36-jährigen iranischstämmigen Briten Nima Nourimzadeh im Jahr 2012 ein Überraschungserfolg, der weltweit gut $100 Mio. einspielte (bei einem Budget von nur geschätzt $12 Mio.). Das brachte ihm selbstverständlich die Aufmerksamkeit Hollywoods ein, was man der Besetzungsliste seines Zweitwerks deutlich ablesen kann. Denn wo "Project X" (teilweise thematisch bedingt) noch auf unbekannte Jungdarsteller setzte, kann die Actionkomödie "American Ultra" mit bekannten Namen wie OSCAR-Nominee Jesse Eisenberg ("The Social Network"), Bill Pullman ("Independence Day"), Kristen Stewart ("Snow White and the Huntsman"), Topher Grace ("Predators"), Walton Goggins ("Lincoln"), Connie Britton (TV-Serien "Chaos City", "Nashville") oder John Leguizamo ("The Happening") protzen. Und auch der Drehbuch-Autor kann sich sehen lassen, denn der sogar erst 28 Jahre alte Max Landis, Sohn des "Blues Brothers"-Regisseurs John Landis, gilt seit der von ihm geschriebenen Found Footage-Superhelden-Story "Chronicle" als eine der größten Autorenhoffnungen in der Branche. In "American Ultra" erzählt er die Geschichte des antriebslosen Stoners Mike (Eisenberg), dessen langweiliges Kleinstadt-Leben mit seiner Freundin (Stewart) auf den Kopf gestellt wird, als er herausfindet, daß er ein top-ausgebildeter Schläfer-Agent eines hochgeheimen Regierungsprogramms ist (wovon er wohl aufgrund einer Art Gehirnwäsche nichts mehr weiß), der nun für eine hochgradig gefährliche Mission "aktiviert" wird. Die Dreharbeiten haben auch hier bereits begonnen, in die Kinos dürfte "American Ultra" im ersten Halbjahr 2015 kommen.

  • Eigentlich wollte Independent-Ikone Kevin Smith ("Clerks", "Dogma") nach diversen Mißerfolgen in Hollywood seine Filmkarriere schon an den Nagel hängen, doch dann kam er nicht zuletzt aufgrund der heutigen vielfältigen Möglichkeiten der Finanzierung und vor allem des Vertriebs seiner Werke wieder auf den Geschmack und konzentriert sich nun auf schräge, günstig produzierte Filme, die im Gegensatz zu seiner komödienlastigen Frühzeit vermehrt aus dem Horrorgenre zurechenbar sind (zuletzt "Red State", im Laufe des Jahres noch "Tusk"). So auch bei seinem nächsten Projekt, bei dem sich Smith von europäischer Folklore inspirieren ließ: "Anti-Claus" soll ein (mutmaßlich schwarzhumoriger) episodischer Weihnachts-Horrorfilm werden, in dessen Zentrum die "Krampusse" (gerne verwechselt mit Knecht Ruprecht) stehen, die an Weihnachten die unartigen Kinder bestrafen. Das klingt ziemlich nach der finnischen Horrorkomödie "Rare Exports", aber Kevin Smith wird hoffentlich einen eigenen Ansatz für die Thematik finden. Als Darsteller sind bislang Justin Long ("Drag Me to Hell"), Haley Joel Osment ("The Sixth Sense"), Michael Parks ("Kill Bill", "Red State") und Genesis Rodriguez ("The Last Stand") bestätigt, die allesamt bereits in "Tusk" zu sehen sein werden. Die Dreharbeiten für "Anti-Claus" sollen im September beginnen, womit eine Veröffentlichung im Vorfeld von Weihnachten 2015 realistisch erscheint (auf diversen Festivals vermutlich schon früher). Smith ist zwar ein Schnellfilmer, aber daß er bereits bis Weihnachten 2014 fertig wird, kann ich mir kaum vorstellen.

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