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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Dienstag, 31. Dezember 2013

KINO-JAHRESBILANZ 2013

Kurz vor dem Jahreswechsel ist es wieder Zeit für meinen persönlichen Kino-Jahresrückblick samt Top 20, Flop 6 und meinen "Best Guilty Pleasures". In die Wertung kommen alle Filme, die ich im Kalenderjahr 2013 im Kino gesehen habe – abgesehen von meinen Kinobesuchen im Rahmen des Fantasy Filmfests im September. Sofern die dort gezeigten Werke nicht (wie "Stoker") später im Jahr eine reguläre Kinoauswertung in Deutschland erfahren haben, werden sie lediglich in einer kleinen Extra-Liste berücksichtigt. Da es sich bei meiner Jahresbilanz um rein subjektive Listen aus heutiger Sicht handelt, müssen die Ranglisten keineswegs exakt mit meinen Wertungen in den Rezensionen übereinstimmen – es geht am Beispiel der Top 20 eher um meine persönlichen Lieblingsfilme des Jahres als um die tatsächlich besten, außerdem hat sich die Wahrnehmung mancher Filme auf lange Sicht etwas verändert (beispielsweise schätze ich "Der große Gatsby" trotz seiner unbestreitbaren Schwächen heute mehr als direkt nach dem Kinobesuch). Doch damit genug der Erläuterungen, hier sind meine Top 20 mit Links zu den Rezensionen sowie kurzen Kommentaren:

Quentin Tarantinos Ausflug ins Western-Genre ist geradezu unverschämt unterhaltsam geraten und hat neben viel Action und den von Tarantino gewohnten, vor Esprit nur so sprühenden Dialogen mit Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio auch noch drei grandiose Hauptdarsteller zu bieten.

Obwohl er meiner Ansicht nach noch besser ist als ihr OSCAR-gekrönter Irakfilm "Tödliches Kommando – The Hurt Locker", erhielt Kathryn Bigelows Thriller über die Jagd nach Osama bin Laden deutlich weniger Beachtung – was auch an der relativ kontroversen Thematik und ihrer kompromißlosen Umsetzung samt von US-Geheimagenten durchgeführten Folterszenen gelegen haben dürfte. Dabei ist "Zero Dark Thirty" ein trotz des bekannten Ausgangs vor Spannung nur so vibrierender, handwerklich nahezu perfekter Action-Thriller mit einer der stärksten Frauenfiguren der jüngeren amerikanischen Filmgeschichte (sensationell verkörpert von Jessica Chastain).

Tom Hanks liefert vielleicht die Leistung seines Lebens ab (was bei Filmen wie "Philadelphia", "Forrest Gump", "Cast Away" und "Der Soldat James Ryan" schon etwas heißen will) als Kapitän eines von somalischen Piraten gekaperten Containerschiffes. Regisseur Greengrass ("Flug 93") hat den von lobenswert sorgfältig gezeichneten Figuren bevölkerten Survival-Thriller beklemmend, betont realistisch und durchaus ambivalent in Szene gesetzt.

Mit seiner etwas anderen Romanze über zwei von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper hinreißend charmant verkörperte junge Menschen mit psychischen Problemen hat David O. Russell eine mit ihrer Quirligkeit und Einfühlsamkeit begeisternde, tragikomische Außenseiter-Ballade geschaffen. 

Als Kinoerlebnis ist Alfonso Cuaróns wegweisend gefilmter 3D-Weltraum-Thriller mit Sandra Bullock und George Clooney als Astronauten im Überlebenskampf eine wahre Wucht und hätte wohl Platz 1 dieser Liste verdient; als Film ist er spannend, bewegend, oft spektakulär, aber von der Story her doch (bewußt) recht simpel gehalten.

Die Coming-of-Age-Tragikomödie von den "The Descendants"-Autoren Jim Rash und Nat Faxon ist ein klassisches, nostalgisches Feelgood-Movie mit herrlich schrägem Humor, in dem aus einem starken Darstellerensemble der großartige Sam Rockwell noch herausragt.

Viele finden den zweiten Teil von Peter Jacksons "Der Herr der Ringe"-Prequel-Trilogie besser als den Vorgänger "Eine unerwartete Reise" (der in meiner Jahresbestenliste 2012 auf Platz 3 landete), aber für meinen Geschmack ist "Smaugs Einöde" trotz vieler schöner Szenen und eines großartig designten Drachens Smaug etwas zu zerfasert erzählt.

Nach dem ordentlichen ersten Teil "The Hunger Games" kommt die Geschichte um die junge Katniss, die in der dystopischen Klassengesellschaft von Panem zum Symbol der Hoffnung für die unterdrückten Massen wird, so richtig in Fahrt. Die Handlung hält sich zwar teilweise etwas zu eng an das Schema des Vorgängers und das Finale ist viel zu wirr erzählt und abrupt beendet, aber allein mit der grandiosen ersten Filmhälfte und Jennifer Lawrences phantastisch nunancierter Darbietung hat sich "Catching Fire" seinen Platz in dieser Liste redlich verdient.

So spannend war Politik im Kino selten (im Fernsehen gibt es ja neben dem bereits etwas betagteren "The West Wing" gerade in den vergangenen Jahren viele spannende Polit-Serien wie "Borgen – Gefährliche Seilschaften" oder "House of Cards"). Steven Spielberg zeigt wieder einmal sein ganzes Können und macht aus Abraham Lincolns Bemühungen zur Abschaffung der Sklaverei einen ebenso spannenden wie erstaunlich humorvollen Historienfilm. Daß die Titelfigur von Daniel Day-Lewis verkörpert wird, der für seine Leistung mit dem OSCAR für den besten Hauptdarsteller des Jahres ausgezeichnet wurde, schadet natürlich auch nicht.

In Südkorea ist Richard Curtis' ("Tatsächlich ... Liebe") wunderbare kleine Zeitreise-Romanze mit Domhnall Gleeson, Rachel McAdams und Bill Nighy – warum auch immer – ein großer Hit, der selbst die meisten Hollywood-Blockbuster und Marvel-Superheldenfilme dieses Jahres übertrifft, im Rest der Welt lief "Alles eine Frage der Zeit" ziemlich unscheinbar. Vielleicht haben die Südkoreaner einfach den besseren Geschmack, denn Curtis' warmherzige Komödie (die hartnäckig jegliche mit der Zeitreise-Thematik zusammenhängende Logikfragen ignoriert) hätte wesentlich größeren Erfolg verdient gehabt.

Als Rennfilm mag Ron Howards freie Nacherzählung der Rivalität zwischen den ungleichen Formel 1-Ikonen James Hunt und Niki Lauda relativ konventionell wirken, doch Daniel Brühls fesselnde Performance als Lauda und die eindrucksvoll durch eine Kombination aus realen und computeranimierten Elementen verwirklichten Retro-Rennszenen machen "Rush" zu einem adrenalingeladenen Ereignis.

Wie es für Marvels "Avengers"-Filmreihe typisch ist, ist die Story des zweiten "Thor"-Films eher "by the numbers", aber die temporeiche und bildgewaltige Inszenierung im Verbund mit der gewohnt herrlichen Interaktion von Thor (Chris Hemsworth) und seinem Halbbruder Loki (Tom Hiddleston) macht "The Dark Kingdom" zu einem großen Kinospaß ohne größere Substanz.

So ganz werde ich mit den computergenerierten Figuren der meisten heutigen Animationsfilme zwar nicht warm, aber "Die Eiskönigin" zählt mit sympathischen Figuren und (zumindest in der Originalfassung) schönen Songs sicherlich zu den besten Disney-Animationsfilmen der letzten Jahre.

Unter Trekkies höchst umstritten, vom "normalen" Publikum und den Kritikern sehr gemocht: J.J. Abrams zweiter (und als Regisseur wohl auch letzter) Film über die Abenteuer der jungen Enterprise-Ikonen Kirk, Spock und Co. setzt leider zu wenig auf eine fesselnde Story und verschenkt auch ein wenig das Potential seines von Benedict Cumberbatch verkörperten großartigen Bösewichts – als inhaltlich anspruchsloser Sommer-Blockbuster funktioniert das Spezialeffekt-Spektakel trotzdem gut.

Einige wichtige Figuren dieser Neuverfilmung der berühmten Erzählung von F. Scott Fitzgerald kommen deutlich zu kurz und die mutige Verquickung der 1920er Jahre-Thematik mit moderner (Rap-)Musik trifft garantiert nicht jedermanns Geschmack. Doch Baz Luhrmanns energetische Inszenierung mit vielen denkwürdigen Szenen und 3D-Bildkompositionen sowie den zwei großartigen Hauptdarstellern Leonardo CiCaprio und Carey Mulligan sorgt dafür, daß man diese Version der tragischen Geschichte nicht so schnell vergißt.

Das englischsprachige Regiedebüt des südkoreanischen "Oldboy"-Regisseurs Park Chan-wook ist die abgründige, aber einfühlsam erzählte und bildschön in Szene gesetzte Coming of Age-Story eines von Mia Wasikowska glaubhaft verkörperten Mädchens, das sich durch den Tod des Vaters und das Auftauchen eines ihr bis dahin unbekannten Onkels ihrer dunklen Seite stellen muß.

Der dritte "Before"-Film von Richard Linklater, Julie Delpy und Ethan Hawke ist vor allem in der ersten Hälfte ähnlich phantastisch und zugleich lebensecht wie der Vorgänger "Before Sunset"; die zweite, weit weniger harmonische Filmhälfte mag qualitativ ähnlich gut sein, ist aber auch deutlich anstrengender.

Jake Gyllenhaal liefert als getriebener Kleinstadtpolizist auf der Suche nach zwei entführten jungen Mädchen eine Glanzleistung ab, Hugh Jackman steht ihm als einer der betroffenen Väter, der zu drastischen Methoden greift, um seine Tochter zurückzubekommen, kaum nach. Denis Villeneuves düsterer Thriller wirkt gerade ob seiner ambivalenten Charaktere lange nach, da verzeiht man auch, daß die Auflösung der Geschichte etwas konstruiert wirkt.

Wenn Guillermo del Toro in seiner Hommage an die trashigen japanischen Kaiju-Filme der 1950er/1960er Jahre Riesenroboter und Riesenmonster in farbenfrohem 3D aufeinanderprallen läßt, dann darf man das Gehirn getrost für zwei Stunden in den Standby-Modus runterschalten ... das innere Kind wird es danken!

Tom Hoopers zweieinhalbstündige Verfilmung des vielleicht besten Musicals überhaupt kommt zwar aufgrund ungünstig gesetzter Kürzungen und einer allzu konventionellen Inszenierung bei weitem nicht an die Bühnenvorlage heran, weiß dank des grandiosen Ausgangsmaterials aber dennoch gut zu unterhalten.

Lobende Erwähnungen:

Damit zu meinen Flop 6, also den sechs aus meiner Sicht schlechtesten Filmen, die ich 2013 im Kino gesehen habe (wobei man berücksichtigen sollte, daß ich bei meiner Filmauswahl sehr sorgfältig vorgehe und deshalb meist vor richtig großen Enttäuschungen bewahrt werde):

Eine richtig gute und zwei oder drei ordentliche Episoden reichen bei der zu oft zu geschmack- und niveaulosen Geschichtensammlung nicht aus, um sie als Ganzes auch nur auf Mittelmaß anheben zu können.

Trotz Bill Murray als US-Präsident Franklin D. Roosevelt ist diese sehr altbackene historische Romanze von "Notting Hill"-Regisseur Roger Michell eine richtige Schlaftablette.

Nachdem Robert Rodriguez 2010 mit "Machete" eine wunderbar überkandidelte, aber storymäßig noch halbwegs in der Realität verwurzelte Hommage an das Bahnhofskino der 1970er Jahre geschaffen hatte, enttäuscht die Fortsetzung trotz einiger gelungener Gags fast auf der ganzen Linie, indem die Stärken des Vorgängers nur einfallslos nachgeäfft werden und die Story sich zu einer albernen "Star Wars"-Parodie entwickelt.

Grundsätzlich ist dieser in den Hauptrollen mit Gerard Butler und Jamie Foxx gut besetzte Actionthriller um einen Terroranschlag auf das Weiße Haus ein durchaus unterhaltsames B-Movie; die immer dämlicher werdende Story, die den USA eine Art Selbstzerstörungs-Mechanismus andichtet, macht das anspruchslose Vergnügen irgendwann aber doch zunichte.

Wenn der spanische Regieexzentriker Pedro Almodóvar eine Komödie dreht, dann darf sich der Arthouse-Freund normalerweise auf einen extrem schrägen und extravagenten Film freuen – "Fliegende Liebende" zeigt seine wenigen Highlights allerdings fast komplett im witzigen Trailer, die restliche Handlung ist vorwiegend langweilig geraten.

Steven Soderberghs Film beginnt als intelligente, im Umfeld der Pharma-Branche angesiedelte Gesellschaftssatire, wandelt sich aber zu einem überkonstruierten, erotisch angehauchten Thriller, wie ihn vor 30 Jahren Brian de Palma deutlich besser hinbekommen hätte.

Damit zu den "Best Guilty Pleasures". Gemeint sind solche Filme, die zwar objektiv betrachtet vielleicht nicht wirklich gut sind, mir aber trotzdem Spaß gemacht haben:

Gore Verbinskis Western mit Johnny Depp als unkonventionellem Indianer ist in kommerzieller Hinsicht einer der größten Flops des Jahres 2013, mir hat er trotz einer nicht ganz geglückten Balance zwischen humorvollen und ernsthaften Szenen gut gefallen. Und die finale Eisenbahn-Verfolgungsjagd ist ein echtes Highlight.

Im Gegensatz zu "Lone Ranger" war Marc Forsters von einer ähnlich problembeladenen und komplizierten Entstehungsgeschichte begleiteter Zombiefilm ein überraschender weltweiter Hit – das mag Anhänger klassischer Zombiefilme frustrieren, vergnüglich anzuschauen ist Brad Pitts Reise um die Welt auf der Suche nach einem Heilmittel aber allemal.

Harmony Korines bewußt gegen den Strich gebürstete, kompromißlose Anti-Teenagerkomödie ist sicherlich kein leichter Filmgenuß, fasziniert aber durch ihre Unangepaßtheit und auch durch James Francos intensive Darstellung eines ziemlich größenwahnsinnigen Drogendealers.

Der humorvolle Showmagier-Thriller im Stil von "Ocean's Eleven" ist zwar flach wie eine Flunder, wurde durch die rasante Inszenierung der spektakulären Zauberkunststücke aber zurecht zu einem der Überraschungshits des Kinojahres.

Vin Diesels drittes Science Fiction-Kinoabenteuer als wortkarger Weltraumsöldner Riddick versucht etwas zu bemüht, an die Stärken des ersten Teils "Pitch Black" anzuknüpfen, liefert aber definitiv solide Action mit einem noch immer faszinierenden Protagonisten ab – und der erste Akt des Films, in dem Riddick sich allein und wortlos auf einem trostlosen Planeten gegen die heimliche Fauna behaupten muß, ist sogar ein kleines Highlight.

Erwähnung sollen auch noch die drei besten deutschen Filme des Jahres finden, von denen die ersten beiden relativ knapp an meinen Top 20 gescheitert sind:

Michael "Bully" Herbigs deutlich vom US-Kino inspirierte romantische Komödie ist in den Komödien-Elementen wesentlich stärker als in den wenig einfallsreichen romantischen, macht dank der starken Performance von Hauptdarsteller Alexander Fehling sowie Bullys Präsenz als nerviger Schutzengel mit Faible für Schlagermusik aber jede Menge Spaß.

Altstar Dieter Hallervorden spielt als Ex-Marathon-Olympiasieger, der der Trostlosigkeit seines Lebens im Altenheim entfliehen und noch einen letzten Berlin-Marathon mitlaufen will, die Rolle seines Lebens. Kilian Riedhofs Inszenierung ist zwar phasenweise etwas arg manipulativ und gefühlsduselig geraten und die Story macht ein oder zwei unnötige Schlenker zu viel, doch unterm Strich ist "Sein letztes Rennen" eine überzeugende Tragikomödie mit einem gutem Gespür für lebensnahe Figuren.

Der deutsche OSCAR-Beitrag 2013 ist ein unspektakuläres und ziemlich dröge in Szene gesetztes Thriller-Drama mit Stasi-Thematik, das vor allem mit seinen starken Frauenrollen punktet. Kein "Das Leben der Anderen", aber gut gemacht.

Abschließend meine Top 3 der besten Fantasy Filmfest-Werke des Jahres 2013:

Stephen Sommers' Dean Koontz-Adaption leidet zwar ein wenig unter sichtlicher Budget-Knappheit, ist aber dank unverschämt sympathischer Figuren und spannender Handlung ein großer Gruselspaß für die ganze Familie.

Der womöglich durchgeknallteste Film aller Zeiten kommt (natürlich) aus Indien und erzählt die Geschichte eines ermordeten jungen Mannes, der als ordinäre Fliege wiedergeboren wird und in dieser Gestalt die Liebe seines Lebens davor bewahren muß, seinen Mörder zu heiraten. Die Bemühungen der Fliege sind so wunderbar verrückt und überdreht inszeniert, daß man gerne darüber hinwegsieht, daß der Film mit seinen gut zwei Stunden eigentlich zu lang und repetitiv für die geniale, aber doch recht limitierte Prämisse ist.

Was als typischer chinesischer Action-Historienfilm mit eher durchschnittlichen Kampfszenen beginnt, entwickelt sich in der zweiten Hälfte unerwartet zu einem ebenso spannenden wie faszinierenden Drama.

Fazit:
Nach dem außergewöhnlichen Kino-Jahrgang 2012, bei dem ich sogar Probleme hatte, alle Filme in meiner Top 20-Liste unterzubringen, die es verdient gehabt hätten, ist 2013 eher durchschnittlich ausgefallen. Zwar gab es wie eigentlich immer einige echte Hochkaräter aus den Awards Seasons (die dieses Mal komplett meine Top 5 ausmachen), dafür fiel die Summer Season mit ihren großen Blockbustern eher mittelmäßig aus. Unterhaltsame Filme gab es darin zwar etliche, echte Highlights á la "The Dark Knight" oder "The Avengers" fehlten jedoch. Auch aus dem Arthouse-Bereich konnte mich 2013 nicht allzu viel begeistern, auffällig ist im Vergleich zum Vorjahr ("Die Frau in Schwarz", "The Cabin in the Woods", "The Grey") zudem das Fehlen jeglicher Grusel- oder Horrorfilme in vorderen Positionen.
Bemerkenswert ist auch, daß sich in meinen Top 20 ausschließlich englischsprachige Filme befinden (2012 gab es wenigstens noch zwei französische), auch sieben 3D-Filme hätte ich eigentlich nicht erwartet. Wobei klar gesagt werden muß, daß die Mehrzahl dieser sieben ihre Plazierung nicht wegen, sondern trotz der Dreidimensionalität erzielt hat, die lediglich bei "Gravity" und "Der große Gatsby" (ansatzweise vielleicht auch noch bei "Der Hobbit 2" und "Pacific Rim") einen echten Mehrwert darstellt. Eher erfreulich ist dafür, daß es nur fünf Fortsetzungen in meine diesjährige Bestenliste geschafft haben, dazu gesellen sich ein bis zwei Neuverfilmungen (je nachdem, ob man "Les Misérables" mitzählt, das als Buch zwar schon sehr oft verfilmt wurde, als Musical aber zum ersten Mal). Der vielzitierte Mangel an Originalität in der Filmbranche ist also sicher nicht ganz so schlimmt wie oft behauptet, auch wenn es natürlich viel Potential für Verbesserungen gibt (v.a. im Blockbuster-Bereich). Vielleicht wird man die ja schon 2014 ansatzweise beobachten können ...

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