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Montag, 3. September 2012

Neues aus Hollywood (35/2012)

Nachdem es vergangene Woche ein Special in Form einer Herbstvorschau gab, sind heute wieder die aus meiner Sicht berichtenswertesten Neuigkeiten aus der Filmbranche der letzten sieben Tage an der Reihe:

- Nachdem er sich in den letzten Jahren mit hervorragenden Leistungen in Filmen wie "Half Nelson", "Lars und die Frauen", "Crazy, Stupid, Love." oder "Drive" konsequent in die erste Schauspieler-Liga hochgearbeitet hat, will Ryan Gosling seinen Horizont nun durch ein eigenes Projekt erweitern. Bei "How to Catch a Monster" wird er erstmals Regie führen, zudem fungiert er als Co-Produzent und hat sogar das Drehbuch geschrieben. Dabei handelt es sich um ein modernes Märchen, das Fantasy-, Thriller- und Noir-Elemente in Form der Geschichte einer alleinstehenden Mutter verbindet, die in einer fantastischen, aber düsteren Unterwelt landet. Die Hauptrolle der Mutter übernimmt Goslings rothaarige "Drive"-Kollegin Christina Hendricks (TV-Serie "Mad Men"). Weitere Details und Darsteller dürften in in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Der Drehstart ist für Frühjahr 2013 geplant, womit der früheste denkbare Kinorelease Ende 2013 sein dürfte, eher 2014.

- Derzeit scheinen US-Präsidenten in den Augen der amerikanischen Filmemacher mit die beliebtesten Protagonisten zu sein. So wird Abraham Lincoln in diesem Jahr gleich in zweifacher Form die Kinos erobern, nämlich in Timur Bekmambetovs 3D-Action-Horrorfilm "Abraham Lincoln – Vampirjäger" sowie ganz seriös in Steven Spielbergs Biopic "Lincoln" mit OSCAR-Gewinner Daniel Day-Lewis ("There Will Be Blood") in der Titelrolle. Zudem könnte die Rolle des Franklin D. Roosevelt seinem Darsteller Bill Murray in Roger Michells romantischer Komödie "Hyde Park on Hudson" seine zweite OSCAR-Nominierung nach "Lost in Translation" einbringen. Und nun befindet sich auch noch der vom Krebs genesene Michael Douglas ("Wall Street") in Verhandlungen, um den 40. US-Präsidenten und früheren Schauspieler Ronald Reagan in dem unabhängig finanzierten Polit-Thriller "Reykjavik" zu verkörpern. Die Handlung von "Reykjavik" beschränkt sich auf wenige Tage im Oktober 1986, während derer sich Reagan und sein sowjetisches Pendant Michail Gorbatschow in der isländischen Hauptstadt unter dem Eindruck des katastrophalen nuklearen Unfalls in Tschernobyl zu Friedensgesprächen trafen. Das Drehbuch entstammt der Feder von Kevin Hood ("Geliebte Jane"), um den Regiejob verhandelt derzeit der Brite Mike Newell ("Harry Potter und der Feuerkelch", "Prince of Persia", "Vier Hochzeiten und ein Todesfall"). Das Budget ist auf schmale $10 Mio. veranschlagt und die Dreharbeiten sollen im März in Deutschland beginnen. Sir Ridley Scott ("Prometheus", "Robin Hood"), der ursprünglich selbst mit der Regie geliebäugelt hatte, ist noch als Co-Produzent an Bord des Projekts.

- Abschließend noch ergänzende Informationen zur Besetzung von Lars von Triers zweiteiligem Erotikdrama "The Nymphomaniac" (Neues aus Hollywood vom 28. Mai 2012): Weitere Rollen in der Erzählung über die selbsternannte Nymphomanin Joe (Charlotte Gainsbourg aus von Triers "Melancholia"), die einem älteren Mann, der ihr in einer Notlage hilft (Stellan Skarsgård, "The Avengers"), ihre Lebensgeschichte schildert, spielen Shia LaBeouf ("Transformers", "Eagle Eye"), Connie Nielsen ("Gladiator"), Jamie Bell ("Billy Elliot", "Jane Eyre"), Jesper Christensen ("James Bond 007 – Ein Quantum Trost"), Jens Albinus (von Triers "Idioten", Krimi-Reihe "Der Adler"), Nicolas Bro ("Gefährten", "Adams Äpfel"), die außerhalb ihrer Heimat kaum bekannte Schwedin Shanti Roney und der deutsche Theater-Schauspieler Severin von Hoensbroech ("Eine dunkle Begierde"). Gerüchteweise werden auch die von Trier-erfahrenen Nicole Kidman ("Dogville") und Willem Dafoe ("Antichrist") kleine Rollen übernehmen, das wurde aber bislang nicht offiziell bestätigt. Die Dreharbeiten sollen bereits diese Woche in Deutschland beginnen, für beide Teile ist – in einer "Softcore"- und einer "Hardcore"-Variante – ein Kinostart im Laufe des Jahres 2013 avisiert (die Weltpremiere könnte wieder einmal beim Festival in Cannes im Mai stattfinden).

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