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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

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Donnerstag, 18. Dezember 2025

THE BIKERIDERS (2023)

Regie und Drehbuch: Jeff Nichols, Musik: David Wingo
Darsteller: Jodie Comer, Austin Butler, Tom Hardy, Mike Faist, Damon Herriman, Michael Shannon, Boyd Holbrook, Emory Cohen, Beau Knapp, Karl Glusman, Norman Reedus, Happy Anderson, Toby Wallace, Paul Sparks, Will Oldham
IMDb: 6,6; Rotten Tomatoes: 79%; weltweites Einspielergebnis: $36,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 117 Minuten.
Mittlerer Westen der USA, Mitte der 1960er Jahre: Als der Trucker und Familienvater Johnny (Tom Hardy, "Mad Max: Fury Road") im TV Marlon Brando als "Der Wilde" sieht, beschließt er spontan, selbst einen Motorradclub zu gründen. Einige Gleichgesinnte sind schnell gefunden und so wird Johnny Anführer der "Vandals", zu deren Gründungsmitgliedern auch Johnnys rechte Hand Brucie (Damon Herriman, "Once Upon a Time in ... Hollywood"), Zipco (Michael Shannon, "The Flash"), der gutmütige Cockroach (Emory Cohen, "Rebel Ridge") und der hitzköpfige Benny (Austin Butler, "Elvis") gehören. Kathy Bauer (Jodie Comer, "The Last Duel") hält eigentlich gar nichts von den raubeinigen Rockern, auf die sie überhaupt nur durch eine Freundin trifft – bis sie Benny sieht und sich Hals über Kopf in den gutaussehenden, schweigsamen jungen Mann verliebt. Keine fünf Wochen später sind sie verheiratet und in den folgenden Jahren breiten sich die Vandals durch neue lokale Gruppierungen immer weiter im Land aus. Als jedoch zunehmend traumatisierte und teils drogenabhängige Vietnam-Veteranen Teil der "Vandals" werden, wird aus der zunächst eher harmlosen Vereinigung von Motorrad-Fans, die einfach nur zusammen Spaß haben und dabei cool aussehen wollen, eine immer gefährlichere Gang, die Johnnys Griff zu entgleiten droht ...

Donnerstag, 10. Juli 2025

DIE TRIBUTE VON PANEM – THE BALLAD OF SONGBIRDS AND SNAKES (2023)

Originaltitel: The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes
Regie: Francis Lawrence, Drehbuch: Michael Lesslie und Michael Arndt, Musik: James Newton Howard
Darsteller: Tom Blyth, Rachel Zegler, Josh Andrés Rivera, Viola Davis, Peter Dinklage, Jason Schwartzman, Hunter Schafer, Fionnula Flanagan, Burn Gorman, Ashley Liao, Zoe Renee, Lilly Cooper, Aamer Husain, Max Raphael, Mackenzie Lansing, Nick Benson, Jerome Lance, Sofia Sanchez, Dakota Shapiro, George Somner, Flora Li Thiemann, Florian Burgkart, Aaron Finn Schultz, Anni Baumann, Serena Oexle, Emma Brüggler, Irene Böhm, Michael Greco, Daniela Grubert, Clemens Schick
IMDb: 6,7, Rotten Tomatoes: 64%; weltweites Einspielergebnis: $348,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 157 Minuten.
64 Jahre vor dem Aufstieg von Katniss Everdeen, zehn Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges um Panem: Der 18-jährige Coriolanus Snow (Tom Blyth, TV-Serie "Billy the Kid") wächst mit seiner Cousine Tigris (Hunter Schafer, TV-Serie "Euphoria") und seiner Großmutter (Fionnula Flanagan, "The Others") auf. Die Familie Snow gehört zum Adel von Panem und war einst sehr einflußreich, doch seit Coriolanus' Eltern im Krieg starben, ging es stark bergab und nur noch mit Mühe gelingt es, nach außen hin den Schein einer wohlhabenden Familie aufrechtzuerhalten. Die große Hoffnung auf eine Wende zum Besseren ist das hochdotierte, jedes Jahr an den besten Studenten verliehene Plinth-Stipendium, auf das Coriolanus konsequent hingearbeitet hat. Dummerweise gibt es im letzten Moment eine nicht unerhebliche Änderung, denn in diesem Jahr sollen nicht allein die Noten für die Verleihung zählen, sondern die alljährlichen Hungerspiele in die Entscheidung einbezogen werden, bei denen jeder der Stundenten als Mentor für ein Tribut dienen soll. Die nach dem Ende des Krieges eingeführten Hungerspiele, in denen aus jedem unterworfenen Bezirk zwei Personen ausgewählt werden und es am Ende nur einen Überlebenden gibt, leiden nämlich unter starkem Zuschauerschwund, weshalb die Spielmacherin Volumnia Gaul (Viola Davis, "Glaubensfrage") neue Wege beschreitet und die ganze Sache für das Publikum abwechslungsreicher gestalten will. Coriolanus wird die junge Wandermusikerin Lucy Gray Baird (Rachel Zegler, "West Side Story") zugeteilt, die zwar keine ausgebildete Kämpferin ist, dafür aber eine geborene Rebellin, die mit ihrem Gesangstalent die Leute erreicht. Nicht die schlechteste Ausgangsposition, beschließt Coriolanus ...

Donnerstag, 18. Juli 2024

DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT (2017)

Originaltitel: Woman Walks Ahead
Regie: Susanna White, Drehbuch: Steven Knight, Musik: George Fenton
Darsteller: Jessica Chastain, Michael Greyeyes, Sam Rockwell, Chaske Spencer, Bill Camp, Ciarán Hinds
Woman Walks Ahead (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 59% (5,9); weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 103 Minuten.
Im Jahr 1889 entschließt sich die seit knapp einem Jahr (nicht unglücklich) verwitwete New Yorker Malerin Catherine Weldon (Jessica Chastain, "Molly's Game") dazu, in den Westen zu reisen, um den legendären Indianerhäuptling Sitting Bull (Michael Greyeyes, "The New World") zu portraitieren. Als sie per Zug im Standing Rock-Reservat ankommt, wird Catherine auf dem Militärstützpunkt Fort Yates nicht gerade herzlich willkommen geheißen – genaugenommen schicken sie der für die Indianer-Angelegenheiten zuständige US-Beamte James McLaughlin (Ciarán Hinds, "Die Frau in Schwarz") und der im gleichen Zug angekommene Colonel Silas Grove (Sam Rockwell, "See How They Run") direkt zurück nach New York. Neben einer ganz grundsätzlichen Abneigung des Militärs – speziell nach der demütigenden Niederlage in der Schlacht am Little Bighorn – gegen die Ureinwohner romantisierende Ostküsten-Aktivisten liegt das auch daran, daß eine Abstimmung unter diesen über ein Landzuteilungsgesetz unmittelbar bevorsteht, das ihnen noch einmal etwa die Hälfte ihres verbliebenen Landes nehmen würde. Der für die Armee arbeitende Lakota Chaske (Chaske Spencer, TV-Miniserie "The English"), Neffe von Sitting Bull, führt Catherine aber heimlich zu seinem Onkel, der sich inzwischen als Kartoffelbauer zurückgezogen hat. Nach anfänglicher Skepsis stimmt Sitting Bull zu, sich von Catherine malen zu lassen, die wiederum zunehmend entsetzt ist über die Zustände, in denen die Indigenen leben müssen ...

Donnerstag, 23. Mai 2024

ROGUE AGENT (2022)

Regie: Declan Lawn und Adam Patterson, Drehbuch: Michael Bronner, Declan Lawn und Adam Patterson, Musik: Hannah Peel
Darsteller: Gemma Arterton, James Norton, Marisa Abela, Shazad Latif, Edwina Findley, Sarah Goldberg, Freya Mavor, Rob Malone, Jimmy Akingbola, Julian Barratt
Rogue Agent (2022) on IMDb Rotten Tomatoes: 73% (6,5); weltweites Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 116 Minuten.
Als die beruflich erfolgreiche Anwältin Alice Archer (Gemma Arterton, "The King's Man") von dem charmanten Luxusauto-Verkäufer Robert (James Norton, "Little Women") angesprochen und ziemlich direkt zu einem Date eingeladen wird, sagt sie nach anfänglichem Zögern doch zu. Tatsächlich läuft alles ziemlich gut und sie verlieben sich ineinander – doch wird die schon berufsbedingt chronisch vorsichtige Alice das Gefühl nicht los, daß etwas mit Robert nicht stimmt. Erste Nachforschungen zeigen schnell, daß Alice richtig liegt: Robert ist ein raffinierter Serienbetrüger, der seit Jahrzehnten seine meist weiblichen Opfer gnadenlos ausnimmt, indem er sich nach einer Kennenlernphase als vermeintlicher Undercover-Agent des MI5 zu Erkennen gibt und seine Opfer einer Gehirnwäsche unterzieht, gegen die sie sich kaum wehren können. Bevor Alice ihre Erkenntnisse nutzen kann, wird auch sie vom ihr Mißtrauen erahnenden Robert bestohlen. Die Polizei macht ihr wenig Hoffnung auf Gerechtigkeit, doch Alice läßt nicht nach und kommt schließlich gemeinsam mit dem leitenden Ermittler Sonny Chandra (Shazad Latif, TV-Serie "Star Trek: Discovery") dem Betrüger tatsächlich auf die Spur ...

Donnerstag, 18. Januar 2024

KILLERS OF THE FLOWER MOON (2023)

Regie: Martin Scorsese, Drehbuch: Eric Roth und Martin Scorsese, Musik: Robbie Robertson
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Robert De Niro, Lily Gladstone, Jesse Plemons, Jillian Dion, Tantoo Cardinal, Cara Jade Myers, Scott Shepherd, Janae Collins, Jason Isbell, John Lithgow, William Belleau, Brendan Fraser, Tatanka Means, Pete Yorn, Tommy Schultz, Barry Corbin, Sturgill Simpson, Ty Mitchell, Gary Basaraba, Elden Henson, Jack White, Larry Fessenden, Martin Scorsese
Killers of the Flower Moon (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 93% (8,5); weltweites Einspielergebnis: $157,0 Mio.
FSK: 12, Dauer: 206 Minuten.
Als Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Stammesgebiet der Osage große Mengen Öl gefunden werden, schwimmen die Stammesmitglieder fortan im Reichtum – und ziehen damit natürlich auch jede Menge Weiße an, die sich auf die eine oder andere Weise bereichern wollen. Als der Weiße Ernest Burkhart (Leonardo DiCaprio, "The Revenant") im Jahr 1919 aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, zieht er zu seinem Onkel William "King" Hale (Robert De Niro, "Joker"), der im Osage-Gebiet eine große Ranch besitzt – ohne Ölzugang, dennoch ist Hale wohlhabend und bei den Osage wegen seiner großzügigen Investitionen in die Gemeinschaft anerkannt und beliebt. In Wirklichkeit geht es Hale allerdings primär darum, sich den Reichtum der Osage auf illegale Weise anzueignen. Da kommt es gerade recht, daß Ernest sich in die Osage Mollie (Lily Gladstone, "Certain Women") verliebt – ermutigt von Hale heiraten sie bald und bekommen Kinder. Um an Mollies gesamte, riesige Erbschaft zu gelangen, muß Hale allerdings zuerst ihre Mutter und ihre Schwestern beseitigen. Hale schreckt dafür auch vor Mord nicht zurück und spannt den leicht beeinflußbaren Ernest und dessen Bruder Byron (Scott Shepherd, "Jason Bourne") für sich ein. Irgendwann wird der Staat auf die jahrelange Mordserie im Osage-Gebiet (die nicht allein auf Hale zurückgeht) aufmerksam und schickt den Bundesagenten Tom White (Jesse Plemons, "Game Night"), um der Sache auf den Grund zu gehen ...

Donnerstag, 7. September 2023

TETRIS (2023)

Regie: Jon S. Baird, Drehbuch: Noah Pink, Musik: Lorne Balfe
Darsteller: Taron Egerton, Nikita Jefremov, Sofia Lebedeva, Igor Grabuzov, Toby Jones, Anthony Boyle, Roger Allam, Oleg Shtefanko, Ben Miles, Ken Yamamura, Ayane Nagabuchi, Matthew Marsh, Kanon Narumi, Ieva Andrejavaite, Togo Igawa, Len Blavatnik
Tetris (2023) on IMDb Rotten Tomatoes: 81% (6,7); Altersempfehlung: 12, Dauer: 118 Minuten.
Der mit seiner Familie in Japan lebende holländisch-amerikanische Spiele-Programmierer Henk Rogers (Taron Egerton, "Rocketman") ist eigentlich bei der Consumer Electronics Show des Jahres 1988 in Las Vegas, um dort seine Brettspiel-Adaption "Go" zu verkaufen – allerdings mit wenig Erfolg. Dafür stößt er bei einem Konkurrenzstand auf ein neues, ursprünglich aus der Sowjetunion stammendes Geschicklichkeitsspiel namens "Tetris", dessen Hit-Potential Henk sofort erkennt. Er erwirbt vom amerikanischen Lizenzhalter Mirrorsoft die Japan-Rechte für das Spiel und das läuft so gut, daß er diese bald ausweiten möchte. Um das zu erreichen, reist er entgegen aller Warnungen illegal nach Moskau, um direkt mit "Tetris"-Erfinder Alexey Pajitnow (Nikita Yefremov, TV-Serie "Londongrad") und dessen Arbeitgeber – dem staatlichen Moskauer Computer- und Wissenschaftszentrum – zu verhandeln. Dummerweise stellt sich dort heraus, daß Mirrorsoft jene Rechte, die sie an Henk verkauft haben, gar nicht besaßen – jedenfalls nicht nach Meinung der Sowjets. Somit ergeben sich langwierige Verhandlungen zwischen den Sowjets, Henk, dem britischen Zwischenhändler Robert Stein (Toby Jones, "Captain America") und dem Mirrorsoft-Chef Robert Maxwell (Roger Allam, "A Royal Night") sowie dessen Sohn Kevin (Anthony Boyle, "Tolkien"). Und das allen unter den mitleidlosen Augen des so korrupten wie skrupellosen KGB-Offiziers Valentin Trifonov (Igor Grabuzov) ...

Donnerstag, 17. November 2022

CAUSEWAY (2022)

Regie: Lila Neugebauer, Drehbuch: Ottessa Moshfegh, Luke Goebel und Elizabeth Sanders, Musik: Alex Somers
Darsteller: Jennifer Lawrence, Brian Tyree Henry, Linda Emond, Jayne Houdyshell, Frederick Weller, Stephen McKinley Henderson, Will Pullen
Causeway (2022) on IMDb Rotten Tomatoes: 85% (7,1); Altersempfehlung: ab 12, Dauer: 96 Minuten.
Nachdem die junge US-Soldatin Lindsay (Jennifer Lawrence, "mother!") in Afghanistan einen Anschlag schwer verwundet überlebt hat, quält sie sich zurück in den USA durch die Reha. Schließlich ist sie gesund genug, um in ihren Heimatort zurückzukehren, wo sie zunächst wieder bei ihrer Mutter Gloria (Linda Emond, "Across the Universe") einzieht. Die freut sich über Lindsays Rückkehr und möchte ihr über eine Freundin einen guten Bürojob verschaffen – doch Lindsay will nach ihrer vollständigen Genesung zurück zur Army und nimmt deshalb nur einen Übergangsjob von Rick (Frederick Weller, TV-Serie "In Plain Sight") als Pool-Reinigerin an. Als Lindsay auf den einbeinigen Automechaniker James (Brian Tyree Henry, "Godzilla vs. Kong") trifft, verstehen sie sich auf Anhieb gut. Kein Wunder, denn beide haben ein traumatisches Erlebnis in der jüngeren Vergangenheit hinter sich, das sie stark prägt. Vor allem Lindsay, der es generell schwer fällt, sich anderen gegenüber zu öffnen, tut die platonische Freundschaft (sie ist lesbisch) gut und sie blüht in James' Gegenwart regelrecht auf. Doch sie ahnt nicht, daß James' Trauma mindestens so schwer auf ihm lastet wie Lindsays auf ihr – er kann es nur besser verbergen ...

Donnerstag, 29. September 2022

MIDNIGHT MASS (2021, TV-Miniserie)

Regie: Mike Flanagan, Drehbuch: Jamie Flanagan, Mike Flanagan, Dani Parker, Elan Gale und Jeff Howard, Musik: The Newton Brothers
Darsteller: Kate Siegel, Zach Gilford, Hamish Linklater, Samantha Sloyan, Annabeth Gish, Rahul Kohli, Henry Thomas, Kristin Lehman, Igby Rigney, Annarah Cymone, Michael Trucco, Crystal Balint, Matt Biedel, Alex Essoe, Rahul Abburi, Louis Oliver, Robert Longstreet, John C. MacDonald, Vincent Gale, Carla Gugino, Quinton Boisclair, Mike Flanagan
Midnight Mass (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 87% (8,1), Altersempfehlung: ab 16, Dauer: 452 Minuten.
Als Riley Flynn (Zach Gilford, "The Purge: Anarchy") nach der Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe wegen einer Trunkenheitsfahrt mit tödlichen Folgen freigelassen wird, muß er als Teil seiner Bewährungsauflagen in seinen Heimatort zurück, um dort bei seinen Eltern zu wohnen. Dabei hat die Gemeinde auf einer kleinen Insel vor der amerikanischen Küste namens Crockett Island ihre besten Tage lange hinter sich: Nachdem ein Ölleck-Skandal im Meer die Fischerei für längere Zeit nahezu unmöglich machte und die Entschädigungszahlungen des schuldigen Konzerns auf Drängen der fanatischen Gläubigen Bev Keane (Samantha Sloyan, Netflix-Serie "Spuk in Hill House") großteils für die örtliche Kirche und den Bau eines Gemeindezentrums verwendet wurden, haben immer mehr Bewohner den Ort verlassen – inzwischen sind nicht viel mehr als 100 übrig. Zu Rileys Überraschung und Freude zählt dazu auch seine Jugendliebe Erin Greene (Kate Siegel, "Das Spiel"), die mit 16 ihre mindestens emotional mißbräuchliche Mutter und die Insel verlassen hat, nach dem Tod ihrer Mutter nun jedoch wieder zurück ist – schwanger, aber solo. Der schwer an seiner Schuld tragende Riley und Erin nähern sich rasch wieder an und auch der charismatische neue Priester Paul Hill (Hamish Linklater, "Magic in the Moonlight") ist Riley eine große Hilfe, obwohl er im Gefängnis seinen Glauben verloren hat. Schon bald nach Father Pauls (und Rileys) Ankunft auf Crockett Island geschehen allerdings merkwürdige Dinge und sogar ein vermeintliches Wunder vollzieht sich, als die seit Jahren gelähmte Jugendliche Leeza (Annarah Cymone) plötzlich wieder laufen kann. Während Father Pauls Predigten radikaler und eindringlicher werden und Bev ihre Chance sieht, die Gläubigen noch stärker an sich und die Kirche zu binden (vielleicht auch einige Ungläubige zu bekehren), gibt es durchaus Skeptiker. Dazu gehören neben Riley die örtliche Ärztin Dr. Sarah Gunning (Annabeth Gish, TV-Serie "Akte X") und der muslimische Sheriff Hassan (Rahul Kohli, TV-Serie "iZombie") ...

Donnerstag, 11. August 2022

FINCH (2021)

Regie: Miguel Sapochnik, Drehbuch: Craig Luck und Ivor Powell, Musik: Gustavo Santaolalla
Darsteller: Tom Hanks, Caleb Landry Jones (Stimme)
Finch (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 74% (6,5); Altersempfehlung: 12, Dauer: 115 Minuten.
Etwa zehn Jahre, nachdem eine besonders heftige Sonneneruption Teile der Ozonschicht um die Erde zerstörte und somit das Leben an der Oberfläche bei Sonnenschein nahezu unmöglich machte, ist ein Großteil der Menschheit ausgestorben und generell gibt es kaum noch Leben auf dem Planeten. Der Robotik-Ingenieur Finch Weinberg (Tom Hanks, "Captain Phillips") ist einer der wenigen Überlebenden und damit das auch so bleibt, hält er sich möglichst weit von anderen Menschen fern. Seine einzigen Gefährten sind sein Hund Goodyear und ein primitiver kleiner Roboter namens Dewey. Dummerweise ist Finch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen als Folge der ultravioletten Strahlen todkrank. Damit sein Hund nach seinem absehbaren Tod nicht völlig auf sich allein gestellt ist, arbeitet Finch schon länger an einem sprechenden humanoiden Roboter, der sich um Goodyear kümmern soll. Aufgrund eines nahenden Megasturms gelingt es Finch nur, 72 Prozent der vorgesehenen Daten auf den Roboter (in der Originalfassung gesprochen von Caleb Landry Jones, "Barry Seal") hochzuladen, weshalb Jeff (wie er sich später selbst nennt) etwas, nunja, unperfekt ist. Finch macht sich in einem robusten Bergbau-Muldenkipper mit Goodyear, Jeff und Dewey zu seiner letzten Reise nach San Francisco auf und versucht auf dem Weg, dem kindlich anmutenden Jeff das Nötigste beizubringen ...

Donnerstag, 30. Juni 2022

NIGHTMARE ALLEY (2021)

Regie: Guillermo del Toro, Drehbuch: Guillermo del Toro, Kim Morgan, Musik: Nathan Johnson
Darsteller: Bradley Cooper, Rooney Mara, Cate Blanchett, Richard Jenkins, David Strathairn, Toni Collette, Willem Dafoe, Ron Perlman, Mark Povinelli, Holt McCallany, Mary Steenburgen, Peter MacNeill, Paul Anderson, Jim Beaver, David Hewlett, Tim Blake Nelson, Clifton Collins Jr., Lara Jean Chorostecki, Stephen McHattie, Romina Power
Nightmare Alley (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 80% (7,4); weltweites Einspielergebnis: $39,6 Mio.
FSK: 16, Dauer: 151 Minuten.
USA, Ende der 1930er Jahre: Stanton "Stan" Carlisle (Bradley Cooper, "A Star Is Born") heuert beim fahrenden Zirkus von Bruno (Ron Perlman, "Don't Look Up") an. Zunächst hilft er nur aus, doch bald nehmen ihn der alkoholkranke Pete (David Strathairn, "Lincoln") und seine Frau, die Wahrsagerin Madame Zeena (Toni Collette, "Stowaway"), unter ihre Fittiche. Von den beiden lernt Stan die Kunst eines Mentalisten: durch genaue Beobachtungsgabe und ein paar Tricks überzeugend vorzugeben, Gedanken lesen und mit den Toten sprechen zu können. Als Stan glaubt, daß er alles gelernt hat, was nötig ist, verläßt er den Zirkus gemeinsam mit Molly Cahill (Rooney Mara, "Carol") und gemeinsam führen sie ihre Tricks einem gehobenen Publikum in New York vor, was sich als recht einträglich erweist. Als Dr. Lilith Ritter (Cate Blanchett, "Blue Jasmine") bei einer Vorstellung von "The Great Stanton" versucht, ihn als Betrüger zu entlarven, kontert Stan das meisterhaft und weckt so das Interesse der angesehenen Psychiaterin. Stan schlägt ihr eine Zusammenarbeit vor: Lilith verrät ihm Details von Sitzungen mit ihren Patienten, die dieser nutzt, um ihnen mit seinen "übernatürlichen Fähigkeiten" das Geld aus der Tasche zu ziehen. So auch bei dem ebenso reichen wie gefährlichen Ezra Grindle (Richard Jenkins, "The Cabin in the Woods") ...

Freitag, 1. April 2022

SEITENWECHSEL (2021)

Originaltitel: Passing
Regie und Drehbuch: Rebecca Hall, Musik: Devonté Hynes
Darsteller: Tessa Thompson, Ruth Negga, André Holland, Bill Camp, Alexander Skarsgård, Antoinette Crowe-Legacy, Gbenga Akinnagbe, Ashley Ware Jenkins
Seitenwechsel (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (7,7); FSK: 12, Dauer: 98 Minuten.
New York, Ende der 1920er Jahre: Einst waren Irene Redfield (Tessa Thompson, "Thor 3") und Clare Bellew (Ruth Negga, "Ad Astra") Klassenkameradinnen, doch nach der Schule trennten sich die Wege der beiden Afroamerikanerinnen. Während Irene in Harlem blieb, den Arzt Brian (André Holland, "Moonlight") heiratete und mit ihm zwei Söhne bekam, zog Clare nach Chicago – wo sie sich aufgrund ihrer hellen Hautfarbe erfolgreich als Weiße ausgab und auf diese Weise gar den wohlhabenden, offen rassistischen John (Alexander Skarsgård, "Dirty Cops") ehelichte, mit dem sie eine Tochter hat (die zu ihrem Glück ebenfalls eine sehr helle Hautfarbe hat). Nun ziehen Clare und John wieder nach New York, wo sie zufällig auf Irene trifft, deren Haut einen ähnlich hellen Farbton hat und die daher ebenfalls manchmal von Fremden für eine weiße Frau gehalten wird. Obwohl Irene zutiefst irritiert bis angewidert ist von Clares Scharade, läßt sie ihre frühere Freundin aufgrund deren Hartnäckigkeit schließlich wieder in ihr Leben. Denn obwohl es Clare materiell gut geht, vermißt sie die afroamerikanische Gesellschaft und Kultur, aus der sie ausgebrochen ist, und Irene ist die einzige, mit der sie offen über ihre Situation sprechen kann. Obwohl sich die beiden ziemlich unterschiedlichen Frauen schnell wieder anfreunden, fühlt sich Irene doch zunehmend unwohl damit, wie sehr die glamouröse Clare die Rückkehr in ihr altes Leben genießt, wo sie bei den meisten von Irenes Freunden und sogar bei ihrem eigenen Mann und ihren Kindern sehr gut ankommt ...

Donnerstag, 17. März 2022

SCHACHNOVELLE (2021)

Regie: Philipp Stölzl, Drehbuch: Eldar Grigorian, Musik: Ingo Frenzel
Darsteller: Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Rolf Lassgård, Samuel Finzi, Andreas Lust, Johannes Zeiler, Markus Schleinzer, Clemens Berndorff, Joel Basman, Moritz von Treuenfels, Alexander Khuon
Schachnovelle (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 89% (7,7); weltweites Einspielergebnis: $0,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 112 Minuten.
Wien, 1938: Am Vorabend des österreichischen "Anschlusses" an Nazi-Deutschland machen sich der renommierte Notar Josef Bartok (Oliver Masucci, "Werk ohne Autor") und seine Frau Anna (Birgit Minichmayr, "Nur Gott kann mich richten") relativ wenig Sorgen – immerhin steht die Volksabstimmung über den "Anschluß" unmittelbar bevor und Josef ist zuversichtlich, daß der ganze Nazi-Spuk in Österreich anschließend ein Ende hat. Das Bild auf den von stolzen Nazi-Gruppen dominierten Straßen spricht jedoch eine andere Sprache, dennoch lassen sich die Bartoks nicht vom Besuch einer glamourösen Veranstaltung abhalten. Dort allerdings erhält Josef von einem gut vernetzten Freund die dringende Warnung, er und Anna sollten noch diese Nacht das Land verlassen, denn noch vor der Abstimmung werde der "Anschluß" vollzogen und Josef stehe auf einer Nazi-Liste von Personen, die dringend "befragt" werden sollen. Josef hält die Warnung seines Freundes für übertrieben, entscheidet sich schließlich aber doch dazu, sie zu befolgen – aber zuvor will er noch wichtige Dokumente vernichten, die den Nazis nicht in die Hände fallen sollen. Genau dabei wird er von der Gestapo erwischt und in einem Hotelzimmer inhaftiert. Gestapo-Mann Franz-Josef Böhm (Albrecht Schuch, "Die Vermessung der Welt") will von ihm die Kontonummern reicher Österreicher wissen, deren Vermögen Josef verwaltet und die nun des Nazis zwangsweise bei den Kriegsvorbereitungen helfen sollen – Josef widersteht der zumeist psychischen Folter allerdings lange. Seine einzige Ablenkung in der Isolation des Hotelzimmers ist ein Büchlein mit den Notationen berühmter Schachpartien, von denen er bald regelrecht besessen ist ...

Donnerstag, 10. Februar 2022

THE LAST DUEL (2021)

Regie: Ridley Scott, Drehbuch: Nicole Holofcener, Ben Affleck und Matt Damon, Musik: Harry Gregson-Williams
Darsteller: Matt Damon, Adam Driver, Jodie Comer, Ben Affleck, Harriet Walter, Alex Lawther, Serena Kennedy, Željko Ivanek, Marton Csokas, Oliver Cotton, Adam Nagaitis, Clive Russell, Michael McElhatton, Nathaniel Parker, Tallulah Haddon, Bryony Hannah, Sam Hazeldine, Ian Pirie, Brontis Jodorowsky
The Last Duel (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 85% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $30,6 Mio.
FSK: 16, Dauer: 153 Minuten.
Frankreich, spätes 14. Jahrhundert: Die normannischen Ritter Jean de Carrouges (Matt Damon, "Der Marsianer") und Jacques Le Gris (Adam Driver, "Marriage Story") kämpfen gemeinsam im Hundertjährigen Krieg für den unerfahrenen französischen König Charles VI. (Alex Lawther, "The French Dispatch") und werden darüber Freunde. Die Freundschaft hält jedoch nicht lange an, denn während der charismatische Jacques nach seiner Rückkehr aus dem Krieg zum engsten Vertrauten von Baron Pierre d'Alençon (Ben Affleck, "Argo") wird, hält dieser wenig vom durch eine häßliche Narbe im Gesicht entstellten Jean, der ein wenig einnehmendes Wesen hat und sich im Gegensatz zu Jacques auf dem höfischen Parkett bei weitem nicht so gewandt bewegt wie auf dem Schlachtfeld. Jean reagiert eifersüchtig auf Jacques' raschen Aufstieg, zumal er selbst unter finanziellen Problemen leidet – Frauenheld Jacques ist seinerseits gekränkt vom Verhalten seines Freundes und zeigt sich rachsüchtig. Als Jean seine Geldprobleme durch die Heirat mit der schönen Marguerite de Thibouville (Jodie Comer, "Free Guy") fürs Erste beseitigt, scheint alles gut zu werden – doch dann vergewaltigt Jacques Marguerite bei einer passenden Gelegenheit! Oder zumindest behauptet sie das, denn Jacques bestreitet alles vehement. Der wütende Jean fordert beim König ein Gottesurteil durch ein Duell bis zum Tod mit Jacques (und falls er verliert, wird auch Marguerite wegen dann erwiesener Falschbeschuldigung hingerichtet werden) ...

Donnerstag, 3. Februar 2022

THE POWER OF THE DOG (2021)

Regie und Drehbuch: Jane Campion, Musik: Jonny Greenwood
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Kodi Smit-McPhee, Kirsten Dunst, Jesse Plemons, Peter Carroll, Frances Conroy, Geneviève Lemon, Thomasin McKenzie, Alison Bruce, Alice Englert, Keith Carradine, Adam Beach
The Power of the Dog (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 94% (8,4); weltweites Einspielergebnis: $0,3 Mio.
FSK: 16, Dauer: 128 Minuten.
Montana, 1925: Die ungleichen Brüder Phil (Benedict Cumberbatch, "Dame, König, As, Spion") und George Burbank (Jesse Plemons, "Feinde – Hostiles") sind wohlhabende und einflußreiche Rancher. Doch während der rauhbeinige, dominante Phil mit ihrem Leben vollkommen zufrieden ist, wünscht sich der feinfühlige George mehr – allem voran eine Gattin. Als er die Witwe Rose Gordon (Kirsten Dunst, "Die Verführten") kennenlernt, verliebt er sich und heiratet sie schon bald, woraufhin sie mit auf die Ranch zieht. Phil, der überzeugt ist, Rose habe es nur auf ihr Geld abgesehen, ist davon überhaupt nicht begeistert und läßt die nicht allzu selbstbewußte Frau seine Ablehnung deutlich spüren – was diese in den Alkohol treibt. Das bleibt auch Roses beinahe erwachsenem Sohn Peter (Kodi Smit-McPhee, "Alpha") nicht verborgen, der zunächst in der Stadt blieb und erst in den Schulferien auf die Ranch nachkommt. Obwohl der linkische, wenig maskulin auftretende Peter, der Chirurg werden will, zunächst von Phil und den anderen Cowboys verspottet und aufgezogen wird, entwickelt sich nach einer Weile überraschend eine freundschaftliche Beziehung zwischen ihm und Phil. Phil wird zu einer Art Mentor für Peter – so wie es einst ein gewisser Bronco Henry für ihn war, über den Phil ständig redet –, bringt ihm das Reiten bei und nimmt ihn mit zu diversen Arbeiten auf der weitläufigen Ranch. Rose wühlt die Verbindung zwischen ihrem Sohn und dem Mann, den sie hasst und fürchtet, allerdings nur noch mehr auf ...

Donnerstag, 9. Dezember 2021

MULHOLLAND DRIVE – STRASSE DER FINSTERNIS (2001)

Regie und Drehbuch: David Lynch, Musik: Angelo Badalamenti
Darsteller: Naomi Watts, Laura Elena Harring, Justin Theroux, Ann Miller, Mark Pellegrino, Dan Hedaya, Angelo Badalamenti, Monty Montgomery, Robert Forster, Brent Briscoe, Michael J. Anderson, Billy Ray Cyrus, Lori Heuring, Melissa George, Patrick Fischler, Lee Grant, Richard Green, Michael Des Barres, Rita Taggart, Maya Bond, Jeanne Bates, Dan Birnbaum, Rebekah Del Rio, Bonnie Aarons
Mulholland Drive (2001) on IMDb Rotten Tomatoes: 84% (7,8); weltweites Einspielergebnis: $20,4 Mio.
FSK: 16, Dauer: 146 Minuten.
Als die angehende Schauspielerin Betty Elms (Naomi Watts, "Birdman") aus der kanadischen Provinz in Los Angeles ankommt – wo sie vorübergehend in der Wohnung ihrer Tante in einem luxuriösen Apartmentkomplex unterkommt, während diese bei Dreharbeiten ist –, ist sie voller Träume, Hoffnungen und unbändiger Begeisterung für die Traumfabrik. Überraschend findet sie in der Wohnung ihrer Tante allerdings die dunkelhaarige Rita (Laura Elena Harring, "Die Liebe in den Zeiten der Cholera") beim Duschen vor. Wie sich herausstellt, hatte Rita in der Nacht zuvor einen Autounfall, bei dem sie wohl eine Gehirnerschütterung erlitt und das Gedächtnis verlor. Rita nimmt die geheimnisvolle Schönheit bei sich auf und will ihr dabei helfen, herauszufinden, wer sie ist und was geschehen ist – was beide nicht ahnen: Ein Killer (Mark Pellegrino, TV-Serie "Supernatural") ist hinter Rita her! Derweil hat der angesagte Regisseur Adam Kesher (Justin Theroux, "Die Berufung") seine eigenen Probleme, denn er muß die weibliche Hauptrolle seines nächsten Films umbesetzen und obwohl sich die besten Schauspielerinnen Hollywoods darum reißen, bestehen die zwielichtigen Castigliane-Brüder (Dan Hedaya und Filmkomponist Angelo Badalamenti) als Produzenten darauf, daß er die unbekannte Camilla Rhodes (Melissa George, "Die Sinnlichkeit des Schmetterlings") erwählt. Als Adam sich weigert, erlebt er bald die unangenehmen Konsequenzen seiner Entscheidung ...

Donnerstag, 5. August 2021

QUO VADIS, AIDA? (2020)

Regie und Drehbuch: Jasmila Žbanić, Musik: Antoni Lazarkiewicz
Darsteller: Jasna Djuričić, Izudin Bajrović, Dino Bajrović, Boris Ler, Johan Heldenbergh, Boris Isaković, Raymond Thiry, Emir Hadžihafizbegović, Edita Malovčić, Reinout Bussemaker, Juda Goslinga, Teun Luijkx, Jelena Kordić Kuret, Rijad Gvozden
Quo vadis, Aida? (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (8,8); weltweites Einspielergebnis: $0,8 Mio.
FSK: 12, Dauer: 104 Minuten.
Juli 1995: Obwohl das bosnische Srebrenica offizielle Schutzzone der Vereinten Nationen ist, dringt die serbische Armee unter der Führung von General Ratko Mladić (Boris Isaković, "Last Christmas") weitestgehend unbehelligt ein und erobert die Stadt. Tausende Einwohner flüchten aus Angst vor Mladićs berüchtigten Truppen zum UN-Lager am Rand der Stadt, welches vom niederländischen Colonel Karremans (Johan Heldenbergh, "The Broken Circle") kommandiert wird. Allerdings ist das Lager denkbar schlecht ausgestattet – nicht einmal Benzin ist noch vorhanden – und kann deshalb nur einen Teil der Flüchtigen aufnehmen, die übrigen warten vor dem Lager oder fliehen in die umliegenden Wälder. Die Grundschullehrerin Aida Selmanagić (Jasna Djuričić) ist im Lager als Übersetzerin für die UNO tätig und schafft es so wenigstens, ihren Gatten Nihad (Izudin Bajrović, "Tod in Sarajevo") und ihre erwachsenen Söhne Hamdija (Boris Ler, "Männer weinen nicht") und Sejo (Dino Bajrović) ins Lager zu holen – dafür muß der Schuldirektor Nihad allerdings als einer von drei zivilen Vertretern der Stadt mit General Mladić verhandeln. Diese Verhandlungen sind aber eine Farce und das UN-Lager soll geräumt werden, weshalb Aida verzweifelt darum kämpft, ihre Familie als Teil des UN-Konvois in Sicherheit zu bringen …

Donnerstag, 22. Juli 2021

DIE SINNLICHKEIT DES SCHMETTERLINGS (2017)

Originaltitel: The Butterfly Tree
Regie und Drehbuch: Priscilla Cameron, Musik: Caitlin Yeo
Darsteller: Ed Oxenbould, Melissa George, Ewen Leslie, Sophie Lowe, Ella Jaz Macrokanis, Paula Nazarski, Lauren Dillon
Die Sinnlichkeit des Schmetterlings (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 43% (5,5); weltweites Einspielergebnis: $0,01 Mio.
FSK: 12, Dauer: 96 Minuten.
Seit dem Tod seiner Mutter ist der Teenager Fin (Ed Oxenbould, "Die Coopers") traumatisiert. Daß er den schrecklichen Verlust noch lange nicht überwunden hat, zeigt sich unter anderem daran, daß er im nahen Wald einen Schrein für sie errichtet hat, umgeben von den schillernden Schmetterlingen, die sie so sehr geliebt hat. Als Fin die neue Besitzerin des Blumenladens in der Nähe sieht, ist er sofort fasziniert, wenn nicht sogar besessen von ihr – denn die frühere Burlesque-Tänzerin Evelyn (Melissa George, "A Lonely Place to Die") sieht seiner Mutter recht ähnlich. Fin schafft es, einen Job bei der freundlichen, aber auch ein wenig traurig wirkenden Evelyn zu bekommen, die Fins aufdringliche Zuwendung sogar zu genießen scheint. Auch Fins Vater Al (Ewen Leslie, "The Nightingale") kämpft noch immer sichtlich darum, mit der Situation als alleinerziehender Vater zurechtzukommen. So läßt sich der College-Lehrer auf eine Affäre mit seiner deutlich jüngeren Studentin Shelley (Sophie Lowe, TV-Serie "Once Upon a Time in Wonderland") ein, obwohl das für ihn nicht wirklich funktioniert und er es eigentlich beenden will. Dann lernt er Evelyn kennen – ohne zu wissen, daß Fin sie kennt und sogar für sie arbeitet – und verabredet sich zu einem Date mit ihr …

Mittwoch, 14. Juli 2021

DIE AUSGRABUNG (2021)

Originaltitel: The Dig
Regie: Simon Stone, Drehbuch: Moira Buffini, Musik: Stefan Gregory
Darsteller: Carey Mulligan, Ralph Fiennes, Lily James, Johnny Flynn, Archie Barnes, Monica Dolan, Ben Chaplin, Ken Stott, Paul Ready, Arsher Ali
Die Ausgrabung (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (7,1); weltweites Einspielergebnis: $0,001 Mio.
Altersempfehlung: 12, Dauer: 112 Minuten.
England, 1939: Die jung verwitwete Gutsbesitzerin Edith Pretty (Carey Mulligan, "Der große Gatsby") vermutet auf ihrem Land archäologische Schätze, da es von auffälligen und scheinbar nicht natürlichen Hügelchen übersät ist. Weil das örtliche Museum gerade mit einer wichtigeren Grabungsstätte beschäftigt ist, wird zu Mrs. Pretty nur der zwar erfahrene, aber nicht klassisch ausgebildete Ausgräber Basil Brown (Ralph Fiennes, "Official Secrets") geschickt, welcher ihre Vermutung bestätigt und sich sogleich ans Werk macht. Schon bald gelingen ihm und seinen Helfern – zuzüglich Edith' enthusiastischen Sohns Robert (Archie Barnes) – erste Funde, und dann stößt Basil auf eine echte Sensation: Unter einem Hügel ist ein Grabschiff begraben, das mindestens aus der Wikingerzeit stammt, Basils Ansicht nach aber sogar noch älter und damit angelsächsisch ist – was den bisherigen Erkenntnissen über deren Verbreitungsgebiet in dieser Ära widerspräche. Ob der Bedeutung dieser Entdeckung schaltet sich wegen des nationalen Interesses das British Museum ein und der führende Archäologe Charles Phillips (Ken Stott, "Der Hobbit") übernimmt mit seinem Team die Leitung, zu dem auch das ungleiche Ehepaar Peggy (Lily James, "Yesterday") und Stuart Piggott (Ben Chaplin, "Snowden") gehört. Basil ist davon wenig begeistert, macht dann aber doch weiter, zumal zwischen ihm und Mrs. Pretty eine echte Freundschaft erwachsen ist. Was niemand weiß: Edith Pretty ist schwer herzkrank und könnte quasi täglich sterben …

Donnerstag, 11. März 2021

THE MIDNIGHT SKY (2020)

Regie: George Clooney, Drehbuch: Mark L. Smith, Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: George Clooney, Felicity Jones, David Oyelowo, Caoilinn Springall, Demián Bichir, Kyle Chandler, Tiffany Boone, Ethan Peck, Sophie Rundle, Tim Russ, Miriam Shor
The Midnight Sky (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 49% (5,7); weltweites Einspielergebnis: $0,1 Mio.
FSK: 12, Dauer: 118 Minuten.
Im Jahr 2049 wird die Erde von einer weltweiten Katastrophe heimgesucht, welche sie auf der Oberfläche lebensfeindlich und unbewohnbar macht. Drei Wochen später ist der geniale, aber schon vor der Katastrophe todkranke Astronom Dr. Augustine Lofthouse (George Clooney, "The Good German") möglicherweise der letzte überlebende Mensch auf der Erdoberfläche, weil er angesichts seines Gesundheitszustandes auf seine Evakuierung von der Wetterstation in der Arktis, in der er arbeitet, verzichtete. Zumindest glaubt er das, bis er auf die kleine Iris (Caoilinn Springall) stößt, die bei der Evakuierung wohl versehentlich vergessen wurde und sich bislang versteckt hatte. Gemeinsam machen sich die beiden bald auf den unwirtlichen Weg zum relativ nahegelegenen Observatorium Lake Hazen, da das eine stärkere Antenne als die Wetterstation besitzt. Mit deren Hilfe hofft Dr. Lofthouse nämlich die Besatzung des Raumschiffes "Aether" zu warnen, das sich auf einer Erkundungsmission zu einem neu entdeckten, möglicherweise bewohnbaren Jupitermond befand und bisher außer Funkreichweite war. Auf der "Aether" hat sich derweil die gelöste Stimmung bei Flugkommandant Adewole (David Oyelowo, "Selma"), der von ihm schwangeren Kommunikationsexpertin Sully (Felicity Jones, "Die Berufung"), dem Piloten Mitchell (Kyle Chandler, "Carol"), dem Aerodynamiker Sanchez (Demián Bichir, "The Nun") und der jungen Flugingenieurin Maya (Tiffany Boone, "Beautiful Creatures") nach ihrer erfolgreichen Mission in zunehmende Besorgnis wegen der fehlenden Kommunikation mit der Erde verwandelt …

Donnerstag, 21. Januar 2021

MANK (2020)

Regie: David Fincher, Drehbuch: Jack Fincher, Musik: Trent Reznor und Atticus Ross
Darsteller: Gary Oldman, Amanda Seyfried, Lily Collins, Charles Dance, Arliss Howard, Tom Burke, Sam Troughton, Tuppence Middleton, Tom Pelphrey, Monika Gossmann, Joseph Cross, Jamie McShane, Ferdinand Kingsley, Toby Leonard Moore, Jack Romano, Leven Rambin, Bill Nye
Mank (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 83% (7,6); FSK: 12; Dauer: 131 Minuten.
Kalifornien, 1940: Herman J. Mankiewicz (Gary Oldman, "Dame, König, As, Spion"), genannt "Mank", ist ein renommierter Drehbuch-Autor mit einem hellwachen Geist, jedoch ist er auch alkoholkrank, spielsüchtig und hat angesichts seiner Angewohnheit, allen schonungslos seine Meinung zu sagen, nicht viele echte Freunde. Damit paßt er ganz gut zum Wunderkind Orson Welles (Tom Burke, "The Invisible Woman"), welcher selbst ein Hollywood-Außenseiter ist und Mank beauftragt, ihm innerhalb von drei Monaten ein Drehbuch zu schreiben. Damit dies Mank trotz all seiner Probleme gelingt, quartiert ihn der Produzent John Houseman (Sam Troughton, "Alien vs. Predator") gemeinsam mit seiner deutschen Haushälterin Freda (Monika Gossmann) und der jungen neuen Sekretärin Rita Alexander (Lily Collins, "Spieglein Spieglein") in einem abgelegenen Kaff in der Mojave-Wüste ein, wo der nach einem Autounfall bettlägerige Autor sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren soll. Tatsächlich findet er sich schnell in die epische Geschichte des Medientycoons Charles Foster Kane ein, wobei ihm seine Erinnerungen an den echten Tycoon William Randolph Hearst (Charles Dance, "The Imitation Game") und an dessen junge Schauspieler-Geliebte Marion Davies (Amanda Seyfried, "Les Misérables") als Inspiration dienen, in deren Umfeld sich Mank Mitte der 1930er Jahre bewegt hatte …