Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Posts mit dem Label Coming-of-Age werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Coming-of-Age werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. Februar 2022

DIE HAND GOTTES (2021)

Originaltitel: È stata la mano di Dio, Alternativtitel: The Hand of God
Regie und Drehbuch: Paolo Sorrentino, Musik: Lele Marchitelli
Darsteller: Filippo Scotti, Toni Servillo, Teresa Saponangelo, Marlon Joubert, Luisa Ranieri, Massimiliano Gallo, Betti Pedrazzi, Renato Carpentieri, Biagio Manna, Sofya Gershevich, Lino Musella, Ciro Capano, Monica Nappo, Alessandro Bressanello
Die Hand Gottes (2021) on IMDb Rotten Tomatoes: 83% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $0,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 134 Minuten.
Neapel, 1984: Während in der Stadt das Gerücht für Furore sorgt, der argentinische Fußball-Star Diego Armando Maradona würde zum SSC Neapel wechseln, wächst der introvertierte 17-jährige Fabio "Fabietto" Schisa (Filippo Scotti) mit seinen Eltern Maria (Teresa Saponangelo, "Die süße Kunst des Müßiggangs") und Saverio (Toni Servillo, "La Grande Bellezza"), seinem älteren Bruder Marchino (Marlon Joubert, TV-Serie "Romulus") und seiner Schwester Daniela (Rossella Di Lucca) auf. Fabietto weiß noch nicht wirklich, was er nach der Schule machen will, er interessiert sich aber für Philosophie und ist auch vom Filmemachen fasziniert – zumal sein Bruder Schauspieler werden will und Fabietto ihn beispielsweise zum Casting für einen Fellini-Film begleitet. Freunde hat Fabietto eher nicht, dafür hält ihn allerdings seine schillernde Verwandtschaft genügend auf Trab, darunter seine schöne, zu seiner Freude exhibitionistisch veranlagte Tante Patrizia (Luisa Ranieri, "Briefe an Julia"), die darunter leidet, keine Kinder zu bekommen. Zuhause droht derweil Ungemach, als die Langzeit-Geliebte von Fabiettos Vater anruft und eine schwere Familienkrise auslöst. Aber zumindest findet Fabietto in dem älteren Schmuggler Armando (Biagio Manna) endlich einen Freund ...

Donnerstag, 22. Juli 2021

DIE SINNLICHKEIT DES SCHMETTERLINGS (2017)

Originaltitel: The Butterfly Tree
Regie und Drehbuch: Priscilla Cameron, Musik: Caitlin Yeo
Darsteller: Ed Oxenbould, Melissa George, Ewen Leslie, Sophie Lowe, Ella Jaz Macrokanis, Paula Nazarski, Lauren Dillon
Die Sinnlichkeit des Schmetterlings (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 43% (5,5); weltweites Einspielergebnis: $0,01 Mio.
FSK: 12, Dauer: 96 Minuten.
Seit dem Tod seiner Mutter ist der Teenager Fin (Ed Oxenbould, "Die Coopers") traumatisiert. Daß er den schrecklichen Verlust noch lange nicht überwunden hat, zeigt sich unter anderem daran, daß er im nahen Wald einen Schrein für sie errichtet hat, umgeben von den schillernden Schmetterlingen, die sie so sehr geliebt hat. Als Fin die neue Besitzerin des Blumenladens in der Nähe sieht, ist er sofort fasziniert, wenn nicht sogar besessen von ihr – denn die frühere Burlesque-Tänzerin Evelyn (Melissa George, "A Lonely Place to Die") sieht seiner Mutter recht ähnlich. Fin schafft es, einen Job bei der freundlichen, aber auch ein wenig traurig wirkenden Evelyn zu bekommen, die Fins aufdringliche Zuwendung sogar zu genießen scheint. Auch Fins Vater Al (Ewen Leslie, "The Nightingale") kämpft noch immer sichtlich darum, mit der Situation als alleinerziehender Vater zurechtzukommen. So läßt sich der College-Lehrer auf eine Affäre mit seiner deutlich jüngeren Studentin Shelley (Sophie Lowe, TV-Serie "Once Upon a Time in Wonderland") ein, obwohl das für ihn nicht wirklich funktioniert und er es eigentlich beenden will. Dann lernt er Evelyn kennen – ohne zu wissen, daß Fin sie kennt und sogar für sie arbeitet – und verabredet sich zu einem Date mit ihr …

Dienstag, 1. Juni 2021

THE NEW MUTANTS (2020)

Regie: Josh Boone, Drehbuch: Knate Lee und Josh Boone, Musik: Mark Snow
Darsteller: Blu Hunt, Alice Braga, Maisie Williams, Anya Taylor-Joy, Charlie Heaton, Henry Zaga, Adam Beach, Happy Anderson, Marilyn Manson (Stimme)
X-Men: New Mutants (2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 36% (4,8); weltweites Einspielergebnis: $49,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 94 Minuten.
Als eine Katastrophe – ein Tornado? Etwas Übernatürliches? – ein Cheyenne-Reservat zerstört, ist Teenager Danielle Moonstar (Blu Hunt, TV-Serie "The Originals") die einzige Überlebende. Sie erwacht in einem abgelegenen Gebäudekomplex in der Wildnis, das sich als eine geheime Forschungseinrichtung entpuppt, in welcher jugendliche Mutanten von Dr. Cecilia Reyes (Alice Braga, "Predators") zur Kontrolle ihrer Kräfte trainiert werden – ob sie wollen oder nicht. Dani hatte jedoch keine Ahnung, daß sie eine Mutantin ist, auch haben sich ihre Kräfte noch nicht offenbart, weshalb sie sich noch verlorener fühlt als sie es nach dem Tod ihres Vaters (Adam Beach, "Feinde – Hostiles") und all ihrer Freunde und Bekannten im Reservat sowieso wäre. Neben Dani befinden sich vier weitere junge Mutanten in der Einrichtung: die mitfühlende Rahne (Maisie Williams, TV-Serie "Game of Thrones"), der selbstzerstörerische Sam (Charlie Heaton, "Das Geheimnis von Marrowbone"), der reiche Schönling Roberto (Henry Zaga, TV-Miniserie "The Stand") und die rebellische Illyanka (Anya Taylor-Joy, "Split"). Die Teenager sind alles andere als ein eingeschworenes Quintett – vor allem Illyanka sorgt immer wieder für Ärger –, doch als die Insassen der Einrichtung zunehmend von ihren eigenen schlimmsten Alpträumen und Ängsten geplagt werden, die irgendwie Gestalt anzunehmen scheinen, müssen sie sich doch zusammenraufen …

Mittwoch, 12. August 2020

PLEASE STAND BY (2017)

Regie: Ben Lewin, Drehbuch: Michael Golamco, Musik: Heitor Pereira
Darsteller: Dakota Fanning, Toni Collette, Alice Eve, Michael Stahl-David, Patton Oswalt, Tony Revolori, Denise Dowse, Jessica Rothe, Shawn Roe, Marla Gibbs, Laura Innes, Robin Weigert
Please Stand By (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 56% (5,8); weltweites Einspielergebnis: $0,4 Mio.
FSK: 6, Dauer: 93 Minuten.
Wendy Welcott (Dakota Fanning, "Ocean's 8") ist eine junge Autistin, die manchmal gewisse Aggressionsprobleme hat – derentwegen sie von ihrer älteren Schwester Audrey (Alice Eve, "Star Trek Into Darkness") schweren Herzens in ein spezielles Pflegeheim geschickt wurde, als Audrey und ihr Ehemann ein Baby bekamen. Unter der Anleitung von Betreuerin Scottie (Toni Collette, "Knives Out") hat Wendy bereits große Fortschritte gemacht, sie hat ihre Wutanfälle weitgehend im Griff und sogar eine einfache Arbeitsstelle gefunden. Und Wendy hat zwei große Ziele, die miteinander zusammenhängen. Erstens will sie unbedingt zurück zu ihrer Schwester ziehen; da diese aber finanziell nicht gerade rosig dasteht, will sie als eingefleischter Fan des Franchises zweitens einen mit $100.000 Preisgeld dotierten Wettbewerb für ein "Star Trek"-Drehbuch gewinnen. Nach einem Streit mit Audrey macht sich Wendy kurzerhand auf eigene Faust auf den langen Weg nach Hollywood, um ihr 450 Seiten schweres Drehbuch persönlich abzuliefern. Während Scottie und Audrey verzweifelt nach ihr suchen, macht Wendy auf ihrer Reise einige interessante Bekanntschaften …

Dienstag, 14. Juli 2020

GROW UP!? – ERWACHSEN WERD' ICH SPÄTER (2014)

Originaltitel: Laggies
Regie: Lynn Shelton, Drehbuch: Andrea Seigel, Musik: Benjamind Gibbard
Darsteller: Keira Knightley, Sam Rockwell: Chloë Grace Moretz, Mark Webber, Kaitlyn Dever, Jeff Garlin, Ellie Kemper, Gretchen Mol, Daniel Zovatto, Dylan Arnold, Sara Coates
 Grow Up!? - Erwachsen werd' ich später
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 65% (6,0); weltweites Einspielergebnis: $2,4 Mio.
FSK: 0, Dauer: 101 Minuten.
Bei ihrem zehnjährigen Klassentreffen bemerkt Megan (Keira Knightley, "Colette"), daß sie sich doch ziemlich von ihren besten Freundinnen entfremdet hat. Man versteht sich immer noch gut, doch daß Megan nach ihrem Studium nicht wirklich weiß, was sie nun tun soll, sich ein etwas kindisches Gemüt bewahrt hat und mit ihrem Langzeit-Freund Anthony (Mark Webber, "Green Room") generell eher ziellos vor sich hinlebt, unterscheidet sie deutlich von ihren Freundinnen. Als Anthony ihr dann auf der Hochzeit ihrer Freundin Allison (Ellie Kemper, "21 Jump Street") einen Antrag machen will und beide auch noch die Paten des Kindes einer weiteren Freundin werden sollen, ergreift Megan fast panikartig die Flucht. Vor einem Supermarkt trifft sie auf die Schülerin Annika (Chloë Grace Moretz, "The Equalizer") und ihre Freunde, die sie darum bitten, Alkohol für sie zu kaufen. Megan willigt ein und merkt, daß sie sich mit den Teenagern wohler fühlt als mit ihren gleichaltrigen Freunden. Vor allem mit Annika versteht sich Megan prima, weshalb sie sie schließlich sogar bittet, eine Woche lang bei ihr und ihrem alleinerziehenden Vater Craig (Sam Rockwell, "Ganz weit hinten") wohnen zu dürfen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Doch daß sich Megan und Craig von Anfang an sehr gut verstehen, macht Megans Selbstfindungsprozeß nicht eben einfacher …

Dienstag, 5. Mai 2020

DAS MÄDCHEN, DAS DURCH DIE ZEIT SPRANG (2006)

Originaltitel: Toki o kakeru shōjo, Englischsprachiger Titel: The Girl Who Leapt Through Time
Regie: Mamoru Hosoda, Drehbuch: Satoko Okudera, Musik: Kiyoshi Yoshida
Sprecher der Originalversion: Riisa Naka, Takuya Ishida, Mitsutaka Itakura, Ayami Kakiuchi, Mitsuki Tanimura, Sachie Hara, Yuki Sekido, Fumihiko Tachiki, Takayuki Sorita, Midori Andō, Utawaka Katsura
Sprecher der deutschen Synchronfassung: Anne Helm, Daniel Schlauch, Norman Matt, Catrin Dams, Rubina Kuraoka, Silke Matthias, Libell Barthel, Oliver Siebeck, Tobias Nath, Ulrike Stürzbecher, Stefan Staudinger
Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (2006) on IMDb Rotten Tomatoes: 84% (6,6); weltweites Einspielergebnis: $3,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 94 Minuten.
Die 17-jährige Makoto (Sprecherin in der deutschen Synchronfassung: Anne Helm) ist ein ganz normales japanisches Schulmädchen – bis eines Tages die Bremse an ihrem Fahrrad versagt, sie bei einem Bahnübergang in vollem Tempo von einem Zug erfaßt zu werden droht und ... sich im nächsten Augenblick kurz vor diesem verhängnisvollen Unglück unversehrt, wenngleich sehr verwirrt, wiederfindet und es deshalb diesmal vermeiden kann. Offensichtlich ist ihr im Moment der größten Todesgefahr ein kleiner Zeitsprung geglückt, wobei sie keine Ahnung hat, wie oder warum ihr dies gelungen ist. Doch mit etwas Übung schafft sie es erneut, diesmal sogar ohne Todesgefahr – und schließlich beherrscht sie diese neue, mysteriöse Fähigkeit ganz. Typisch Teenager nutzt sie die Möglichkeiten der Zeitsprünge zunächst ausschließlich dazu, um Spaß mit ihren Freunden Chiaki (Daniel Schlauch) und Kōsuke (Norman Matt) zu haben sowie um unangenehmen Situationen (wie Prüfungen) aus dem Weg zu gehen respektive sie mit dem Wissen des ersten Versuches problemlos zu meistern. Doch es kommt, wie es kommen muß: Nach und nach begreift Makoto, daß jede noch so kleine Änderung während ihrer Zeitsprünge weitreichende Folgen für sie und ihre Umwelt nach sich ziehen kann ...

Dienstag, 7. April 2020

Klassiker-Rezension: DER CLUB DER TOTEN DICHTER (1989)

Regie: Peter Weir, Drehbuch: Tom Schulman, Musik: Maurice Jarre
Darsteller: Robin Williams, Ethan Hawke, Robert Sean Leonard, Josh Charles, Gale Hansen, Dylan Kussman, Allelon Ruggiero, James Waterston, Alexandra Powers, Norman Lloyd, Colin Irving, Kurtwood Smith, Kevin Cooney, George Martin, Lara Flynn Boyle, Melora Walters
Der Club der toten Dichter (1989) on IMDb Rotten Tomatoes: 84% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $235,9 Mio.
FSK: 12, Dauer: 129 Minuten.

Im Jahr 1959 kommt der extrem schüchterne Todd Anderson (Ethan Hawke, "Before Sunset") an die Welton Academy, ein erzkonservatives Elite-Internat im Vermont. Todd stand zeit seines Lebens im Schatten seines älteren Bruders Jeffrey, dessen schulische Leistungen am gleichen Internat überragten. Weil Todd sich stark von seinem überaus beliebten Bruder unterscheidet, leidet er sehr unter dem Erfolgsdruck und versucht in erster Linie, nicht aufzufallen. Doch mit dem charismatischen Neil Perry (Robert Sean Leonard, TV-Serie "Dr. House") wird Todd einem Zimmergenossen zugeteilt, der sich Todds an- und ihn in seine Freundesgruppe aufnimmt, zu der Knox Overstreet (Josh Charles, TV-Serie "Good Wife") und der extrovertierte Charlie Dalton (Gale Hansen) zählen. So richtig aus sich heraus geht Todd allerdings erst, als ihn der neue, fortschrittliche Englischlehrer John Keating (Robin Williams, "Insomnia") – selbst ein Absolvent des Internats – immer wieder reizt und ermutigt. Neil, Knox, Todd und einige andere beleben in der Folge den einst von Keating gegründeten "Club der toten Dichter" neu, was bedeutet, daß sie sich heimlich in einer Höhle außerhalb des Schulgeländes treffen und dabei diskutieren, trinken und Gedichte rezitieren. Die Treffen inspirieren Neil dazu, sich gegen den Willen seines Vaters (Kurtwood Smith, TV-Serie "Die wilden Siebziger") der Schauspielerei zu verschreiben, derweil Knox versucht, die schöne und eigentlich unerreichbare Chris (Alexandra Powers, "Die Wiege der Sonne") zu erobern. Unterdessen stoßen Keatings unkonventionelle Lehrmethoden auf immer größere Widerstände bei seinen Kollegen und den Eltern der Schüler …

Donnerstag, 19. März 2020

ALL DIE VERDAMMT PERFEKTEN TAGE (2020)

Originaltitel: All the Bright Places
Regie: Brett Haley, Drehbuch: Liz Hannah und Jennifer Niven, Musik: Keegan DeWitt
Darsteller: Elle Fanning, Justice Smith, Alexandra Shipp, Luke Wilson, Lamar Johnson, Felix Mallard, Virginia Gardner, Sofia Hasmik, Kelli O'Hara, Keegan-Michael Key
All die verdammt perfekten Tage
(2020) on IMDb Rotten Tomatoes: 65% (6,3); FSK: 16, Dauer: 108 Minuten.
Als der Highschool-Schüler Theodore Finch (Justice Smith, "Jurassic World 2") nachts beim Joggen seine ihm nur flüchtig bekannte Mischülerin Violet (Elle Fanning, "The Neon Demon") gedankenverloren auf dem Geländer einer Brücke über einen Fluß stehen sieht, spricht er sie an, bevor sie womöglich etwas Dummes tun kann. In den nächsten Tagen versucht er immer wieder, Kontakt zu dem verschlossenen Mädchen aufzubauen, das noch immer schwer unter dem tödlichen Unfall seiner älteren Schwester vor einigen Monaten leidet – mit seinem Charme und großer Hartnäckigkeit gelingt es ihm tatsächlich nach und nach, den dicken emotionalen Schutzwall, den Violet um sich aufgebaut hat, zu durchdringen. Die beiden Teenager kommen sich immer näher und Violet ist phasenweise sogar glücklich. Allerdings trägt auch Finch, der an der Schule ein Außenseiter ist und den Spitznamen "Freak" hat, eine schwere Last mit sich herum. Diese kann unvermittelt zu schweren Stimmungsschwankungen führen, die zur Folge haben, daß er tagelang einfach verschwindet – weshalb er kurz vor dem Rausschmiß aus der Schule steht, wenngleich der Vertrauenslehrer Embry (Keegan-Michael Key, "Dolemite Is My Name") alles versucht, um Finch zu helfen …

Dienstag, 4. Februar 2020

LITTLE WOMEN (2019)

Regie und Drehbuch: Greta Gerwig, Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: Saoirse Ronan, Florence Pugh, Timothée Chalamet, Emma Watson, Eliza Scanlen, Laura Dern, Chris Cooper, Meryl Streep, James Norton, Louis Garrel, Jayne Houdyshell, Bob Odenkirk, Tracy Letts, Dash Barber, Hadley Robinson, Sasha Frolova
Little Women (2019) on IMDb Rotten Tomatoes: 95% (8,5); weltweites Einspielergebnis: $218,8 Mio.
FSK: 0, Dauer: 135 Minuten.

Während des amerikanischen Bürgerkrieges wachsen die vier March-Schwestern in den 1860er Jahren mit ihrer Mutter (Laura Dern, "Marriage Story") behütet im ländlichen Massachusetts in den Nordstaaten auf, während ihr Vater (Bob Odenkirk, "Long Shot") im Krieg kämpft. Obwohl die Schwestern in ihrer Persönlichkeit verschieden sind, eint sie neben der unverbrüchlichen Liebe füreinander ihr künstlerisches Talent: Die verantwortungsbewußte Meg (Emma Watson, "Vielleicht lieber morgen") ist eine Schauspielerin, die burschikose Jo (Saoirse Ronan, "Maria Stuart, Königin von Schottland") – die viel lieber ein Junge wäre – Schriftstellerin, die brave Beth (Eliza Scanlen, TV-Serie "Sharp Objects") spielt Klavier und das verwöhnte Nesthäkchen Amy (Florence Pugh, "Fighting with My Family") malt. Doch das 19. Jahrhundert ist keine Zeit, in der sich Frauen ohne weiteres selbst verwirklichen können und so erwartet die Gesellschaft von ihnen in erster Linie, brave Ehefrauen zu werden, wenn sie erwachsen sind. Während Meg sich damit abfindet und den etwas langweiligen, aber liebevollen Lehrer John Brooks (James Norton, "Mr. Turner") heiratet, verfolgt Jo weiterhin ihren Traum, als Schriftstellerin ihren Lebensunterhalt zu verdienen und geht dafür schmerzhafte künstlerische Kompromisse ein. Von Heirat will sie derweil nichts wissen – zur Verbitterung des wohlhabenden Nachbarsjungen Laurie (Timothée Chalamet, "Interstellar"), der mit den March-Schwestern aufgewachsen und schon lange Zeit in Jo verliebt ist. Dann erkrankt auch noch Beth schwer …

Donnerstag, 24. Oktober 2019

PENGUIN HIGHWAY (2018)

Regie: Hiroyasu Ishida, Drehbuch: Makoto Ueda, Musik: Umitarô Abe
Sprecher der Originalfassung: Kana Kita, Yū Aoi, Megumi Han, Rie Kugimiya, Miki Fukui, Hidetoshi Nishijima, Naoto Takenaka
 Penguin Highway (2018) on IMDb Rotten Tomatoes: 100% (7,7); weltweites Einspielergebnis: $4,0 Mio.
FSK: 6, Dauer: 117 Minuten.
Der aufgeweckte Neuntklässler Aoyama zählt buchstäblich die Tage, bis er erwachsen ist, er eifert seinem Wissenschaftler-Vater gemeinsam mit seinem besten Freund Uchida mit eigenen, bemerkenswert methodisch verfolgten Forschungsprojekten nach – ach, und seit Neuestem ist er besessen von Brüsten. Hauptverantwortlich dafür dürfte (neben der einsetzenden Pubertät) die hübsche, vollbusige Zahnarzthelferin sein, die gelegentlich auf Aoyama aufpaßt und ihn im Schachspiel trainiert. Als eines Tages aus heiterem Himmel Pinguine im Ort auftauchen und für Verwirrung sorgen, weil sie ebenso plötzlich wieder verschwinden, merkt Aoyama jedoch, daß es an "Onee-san" (bedeutet ungefähr "große Schwester") noch wesentlich Interessanteres gibt als ihre Oberweite – denn eines Tages beobachtet er, wie sie einen der Pinguine scheinbar aus dem Nichts erschafft! Da sie sich das selbst nicht erklären kann, will Aoyama der Sache auf den Grund gehen. Das ist allerdings nicht das einzige zu lösende Mysterium, denn Aoyamas ähnlich wißbegierige Mitschülerin Hamamoto (deren Vater ebenfalls Forscher ist) führt ihn und Uchida zu einer großen, schwebenden Wasserkugel, auf die sie jenseits des nahen Waldes gestoßen ist. Es stellt sich heraus, daß es eine Verbindung zwischen diesem merkwürdigen Gebilde und Onee-sans Pinguinen zu geben scheint …

Donnerstag, 16. August 2018

VOLLBLÜTER (2017)

Originaltitel: Thoroughbreds
Regie und Drehbuch: Cory Finley, Musik: Erik Friedlander
Darsteller: Anya Taylor-Joy, Olivia Cooke, Anton Yelchin, Paul Sparks, Francie Swift
Vollblüter (2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $3,5 Mio.
FSK: 16, Dauer: 93 Minuten.

Nachdem die Schülerin Amanda (Olivia Cooke, "Ready Player One") ihr eigenes Pferd getötet hat, wird sie von ihren Mitschülern so sehr gemieden, daß ihre Mutter ihre frühere Freundin Lily (Anya Taylor-Joy, "Split") dafür bezahlt, Zeit mit Amanda zu verbringen. Wenn sie wüßte, was sie damit anrichtet: Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden immer weiter an und es zeigt sich, daß die beiden eine potentiell höchst toxische Kombination darstellen. So enthüllt Amanda Lily, daß sie schlicht und ergreifend nichts fühle und entsprechende Regungen seit Jahren vorspiele, damit ihre Andersartigkeit nicht weiter auffällt. Lily findet das faszinierend und läßt sich von Amanda einiges beibringen. Auch sie selbst empfindet sich zunehmend am falschen Platz, denn ihre Mutter (Francie Swift, "Ein Chef zum Verlieben") hat nach dem Tod ihres Vaters den reichen Mark (Paul Sparks, "Greatest Showman") geheiratet, mit dem Lily allerdings überhaupt nicht klarkommt. Als Mark auch noch entscheidet, Lily auf ein Internat für verhaltensauffällige Schülerinnen zu schicken – unter dem Vorwand, daß sie sich in der Schule mit einem Plagiat aus dem Internat hat erwischen lassen –, bringt Amanda sie eher ungewollt auf eine Idee: Warum Mark nicht einfach umbringen? Übernehmen soll dies der nicht allzu bedrohliche Drogendealer Tim (Anton Yelchin, "Star Trek Beyond"), den Lily zufällig auf einer Party getroffen hat …

Mittwoch, 25. Oktober 2017

ES (2017)

Originaltitel: It
Regie: Andy Muschietti, Drehbuch: Chase Palmer, Cary Fukunaga, Gary Dauberman, Musik: Benjamin Wallfisch
Darsteller: Jaeden Lieberher, Sophia Lillis, Bill Skarsgård, Jeremy Ray Taylor, Finn Wolfhard, Jack Dylan Grazer, Chosen Jacobs, Wyatt Oleff, Nicholas Hamilton, Owen Teague, Jackson Robert Scott, Stephen Bogaert, Megan Charpentier, Javier Botet
Es
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 85% (7,3); weltweites Einspielergebnis: $704,2 Mio.
FSK: 16, Dauer: 135 Minuten.

Es ist ein regnerischer Herbsttag im Oktober 1988 in der ländlich geprägten Kleinstadt Derry, als der kleine Georgie Denbrough (Jackson Robert Scott, der demnächst eine Hauptrolle in der TV-Serie "Locke and Key" nach einer Comicreihe von Stephen Kings Sohn Joe Hill übernehmen wird) beim Spielen mit seinem Papierschiff verschwindet – in die Kanalisation hinabgezogen von dem dämonischen Clown Pennywise (Bill Skarsgård, "Atomic Blonde"). Da das niemand gesehen hat, gilt Georgie auch im kommenden Sommer noch offiziell als vermißt – wie etliche weitere Kinder des Ortes. Viele Erwachsene scheinen die Hoffnung, sie lebend wiederzufinden, aufgegeben zu haben, nur Georgies Teenager-Bruder Bill (Jaeden Lieberher, "Midnight Special", TV-Serie "Masters of Sex") sucht unverdrossen nach ihm. Unterstützung bekommt der leicht stotternde Außenseiter dabei von den drei übrigen Mitgliedern des "Clubs der Verlierer", denen sich nach und nach drei weitere Jugendliche anschließen, darunter als einziges Mädchen die leicht burschikose Beverly (Sophia Lillis). Tatsächlich kommen sie Pennywise – der nur eine Gestalt der myseriösen Macht "Es" ist, die hinter dem Verschwinden der Kinder steht – näher, was aber nur bedingt eine gute Nachricht ist. Denn der bösartige Clown ist noch immer auf der Suche nach Kinderseelen und bedient sich der größten Ängste der Heranwachsenden, um sie direkt in seine teuflischen Fänge zu treiben …

Mittwoch, 6. September 2017

A SILENT VOICE (2016)

Originaltitel: Koe noe Katachi
Regie: Naoko Yamada, Drehbuch: Reiko Yoshida, Musik: Kensuke Ushio
Sprecher der Originalfassung: Miyu Irino, Saori Hayami, Aoi Yuki, Kensho Ono, Yui Ishikawa, Mayu Matsuoka, Yuki Kaneko, Fuminori Komatsu, Satsuki Yukino, Takuya Masumoto, Ryo Nishitani, Megumi Han, Akiko Hiramatsu
 A Silent Voice
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 94% (7,6); weltweites Einspielergebnis: $31,6 Mio.
FSK: 6, Dauer: 130 Minuten.
Als die gehörlose Shoko Nishimiya neu in die Klasse einer japanischen Grundschule kommt, wird sie zunächst von den meisten mit respektvoller Neugierde empfangen. Die vermeintliche Sonderbehandlung, die Shoko durch die Lehrer bekommt, sorgt allerdings schnell dafür, daß Interesse in Mißgunst und Spott umschlägt. Obwohl er bei weitem nicht der einzige ist, tut sich besonders der angeberische Shoya Ishida darin hervor, die sanftmütige, schüchterne Shoko zu schikanieren – was schließlich dazu führt, daß er (und nur er) als Mobber bloßgestellt wird und Shoko die Schule verläßt. Als Shoya die Konsequenzen seines Tuns erkennt, schämt er sich und nimmt es reumütig an, daß durch seine öffentliche Bloßstellung nun er es ist, der von den anderen Schülern gemieden wird. Das ändert sich auch nicht, als er einige Jahre später in die Oberschule kommt, wo er sich bewußt von den anderen abkapselt – nur der pummelige, aber fröhliche Tomohiro freundet sich mit ihm an. Eines Tages beschließt Shoya, Shoko zu suchen, um sich endlich bei ihr zu entschuldigen. Das führt auf Umwegen auch zum Wiedersehen mit weiteren früheren Mitschülern, was eine Reflektion der damaligen und der aktuellen Denk- und Verhaltensweisen der Jugendlichen zur Folge hat, von denen sich einige weiterentwickelt haben – andere nicht so sehr …

Donnerstag, 20. April 2017

MOONLIGHT (2016)

Regie und Drehbuch: Barry Jenkins, Musik: Nicholas Britell
Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Jaden Piner, Jharrel Jerome, André Holland, Patrick Decile
Moonlight
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 98% (9,0); weltweites Einspielergebnis: $65,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 111 Minuten.

Miami in den 1980er Jahren: Der neunjährige Afroamerikaner Chiron (Alex Hibbert) hat es nicht leicht, denn seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris, "Skyfall") ist cracksüchtig und er selbst ist in der Schule ein Außenseiter, da er schmächtig ist und nicht mehr als nötig redet. Ausgerechnet in dem kubanischstämmigen Drogendealer Juan (Mahershala Ali, "Die Tribute von Panem: Mockingjay"), der beobachtet, wie "Little" – so Chirons Spitzname – von mehreren Jungs gejagt wird, findet er einen unerwarteten Freund. Bei Juan und seiner Freundin Teresa (Janelle Monáe, "Hidden Figures") kann Little fortan auch übernachten, wenn seine Mutter – die ihre Drogen ironischerweise bei Juans Leuten kauft – wieder mal indisponiert ist. Sieben Jahre später hat sich – obwohl er deutlich in die Höhe geschossen ist – an Chirons (Ashton Sanders) Außenseiterstatus nicht viel geändert, in Kevin (Jharrel Jerome) hat er nur einen Freund, dafür wird er von Großmaul Terrel (Patrick Decile) und dessen Freunden noch stärker schikaniert als früher. Daß Chiron tiefere Gefühle für Kevin entwickelt, macht seine gesellschaftliche Position im Mikrokosmos Highschool nicht einfacher …

Mittwoch, 9. März 2016

Klassiker-Rezension: SIE KÜSSTEN UND SIE SCHLUGEN IHN (1959)

Originaltitel: Les quatre cents coups
Regie: François Truffaut, Drehbuch: Marcel Moussy, François Truffaut, Musik: Jean Constantin
Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Claire Maurier, Albert Rémy, Patrick Auffay, Georges Flamant, Yvonne Claudie, Guy Decomble, Claude Mansard, Philippe de Broca, Jacques Demy, Jeanne Moreau, François Truffaut
Sie küßten und sie schlugen ihn
(1959) on IMDb Rotten Tomatoes: 99% (9,4); FSK: 12, Dauer: 99 Minuten.

Paris in den 1950er Jahren: Der 14-jährige Antoine (Jean-Pierre Léaud, "Vertrag mit meinem Killer") ist im Grunde genommen ein typischer Teenager, der allerdings bei seiner Mutter (Claire Maurier, "Die fabelhafte Welt der Amélie") und seinem Stiefvater (Albert Rémy, "Schießen Sie auf den Pianisten") kein übermäßig liebevolles Zuhause hat. In der Schule heckt er mit seinem besten Freund René (Patrick Auffay in seiner einzigen Rolle vor der Kamera) gerne Streiche aus, die ihn bei seinem strengen Klassenlehrer (Guy Decomble, "Tatis Schützenfest") wenig überraschend nicht übermäßig beliebt machen – was wiederum auch ein Grund dafür ist, daß Antoine die Schule immer häufiger schwänzt. Als er eines Tages auffliegt, scheint ihn das seiner Mutter zunächst sogar etwas näherzubringen – bis er wiederum Mist baut, wegläuft und sich bei René versteckt …

Mittwoch, 17. Februar 2016

BROOKLYN – EINE LIEBE ZWISCHEN ZWEI WELTEN (2015)

Regie: John Crowley, Drehbuch: Nick Hornby, Musik: Michael Brook
Darsteller: Saoirse Ronan, Emory Cohen, Domhnall Gleeson, Julie Walters, Jim Broadbent, Nora-Jane Noone, Jane Brennan, Fiona Glascott, Maeve McGrath, Eva Birthistle, Emily Bett Rickards, Eve Macklin, Samantha Munro, Jenn Murray, Mary O'Driscoll, Brid Brennan, Jessica Paré
Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 97% (8,5); weltweites Einspielergebnis: $62,4 Mio.
FSK: 0, Dauer: 112 Minuten.

Irland, 1952: Da es im von ärmlichen Verhältnissen geprägten Irland kaum Zukunftsaussichten für die jüngeren Generationen gibt, verschafft die fürsorgliche Mittdreißigerin Rose Lacey (Fiona Glascott, "Resident Evil") ihrer kleinen Schwester Eilis (Saoirse Ronan, "Violet & Daisy") über die Kirche eine Anstellung als Verkäuferin in New York. Eilis (das wird übrigens "Äy-lihsch" ausgesprochen) verläßt Heimat und Familie mit sehr zwiespältigen Gefühlen, da sie einerseits natürlich alles zurückläßt, was sie kennt und liebt, andererseits aber nur so die Chance sieht, ihre beruflichen und auch privaten Ziele zu erreichen. In den USA angekommen und mit einigen anderen irischen Mädchen und Frauen in der Pension der zwar resoluten, aber gutherzigen Ms. Kehoe (Julie Walters, die Mrs. Weasley in den "Harry Potter"-Filmen) einquartiert, wird Eilis schnell von schrecklichem Heimweh gequält und hat erhebliche Anpassungsschwierigkeiten an die amerikanische Lebensart. Erst als ihr der mit ihrer Schwester befreundete Father Flood (Jim Broadbent, "Cloud Atlas") ein Abendstudium ermöglicht und sie den charmanten Klempner Anthony (Emory Cohen, "The Gambler") kennenlernt, scheint sie doch ihr Glück zu finden. Dann erreicht sie aber eine traurige Nachricht aus der Heimat, die sie veranlaßt, den langen Rückweg nach Irland anzutreten. Nicht nur Anthony fragt sich: Wird es nur ein vorübergehender Aufenthalt? Wird sie in das neue Leben, das sie sich in Brooklyn aufgebaut hat, zurückkehren?

Donnerstag, 9. Juli 2015

PALO ALTO (2013)

Regie und Drehbuch: Gia Coppola, Musik: Devonté Hynes und Robert Schwartzman
Darsteller: Jack Kilmer, Emma Roberts, Nat Wolff, Zoe Levin, James Franco, Val Kilmer, Olivia Crocicchia, Claudia Levy, Keegan Allen, Margaret Qualley, Chris Messina, Talia Shire
Palo Alto
(2013) on IMDb Rotten Tomatoes: 70% (6,2), weltweites Einspielergebnis: $0,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 100 Minuten.
April (Emma Roberts, "Scream 4") ist ein kluges Mädchen mit guten Aussichten auf einen Studienplatz an einem hochkarätigen College, doch beschäftigt die bekennende Jungfrau im Moment vor allem ihre angehende Affäre mit ihrem charmanten Fußball-Trainer (James Franco, "127 Hours"). Teddy (Jack Kilmer) ist heimlich in April verliebt, hängt jedoch lieber mit seinem besten Freund Fred (Nat Wolff, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter") ab, mit dem er ständig kifft. Beide haben eine sexuelle Begegnung mit der offenherzigen Emily (Zoe Levin, "Ganz weit hinten"). Alle vereint, daß sie gewisse Probleme mit dem Erwachsenwerden haben. Als Teddy betrunken einen Autounfall (ohne Verletzte) baut und zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt wird, erhält er immerhin indirekt Unterstützung – Fred, der zunehmend psychopathische Tendenzen an den Tag legt, hat dieses Glück nicht …

Freitag, 22. Mai 2015

TOKYO GHOUL (TV-Serie, 2014, Episoden 1-3)

Regie: Shuuhei Morita, Shin Matsuo und Souichi Shimada, Drehbuch: Chuuji Mikasano, Musik: Yutaka Yamada
Deutsche Sprecher: Ricardo Richter, Jeffrey Wipprecht, Sarah Alles, Thomas Kästner, Giuliana Jakobeit, Dirk Petrick
FSK: 16, Dauer: 71 Minuten.
Ghule gehen um in Tokio. Vor allem in einem Stadtteil häufen sich Funde gräßlich zugerichteter Leichen, was die Besorgnis der Bürger naturgemäß schürt. Auch der 18-jährige Ken und sein bester Freund Hide wohnen in dieser Gegend. Beide sind ganz normale Studenten, Ken ist ein erklärter Bücherwurm und bandelt gerade mit der schönen Liz an. Doch eines Nachts wird Kens Welt auf den Kopf gestellt, als er einen Ghul-Angriff knapp überlebt und nach und nach erkennen muß, daß er nun halb Mensch, halb Ghul ist! Da normales Essen für ihn verdorben schmeckt und sein Hunger auf Menschenfleisch immer größere Ausmaße annimmt, droht Ken die Verzweiflung zu übermannen. Dann findet er heraus, daß es viel mehr Ghule gibt als er je gedacht hätte. Die meisten bewegen sich ganz unauffällig unter den Menschen – manche wie der fiese Kommilitone Nishiki mißbrauchen ihre übermenschlichen Kräfte, andere wie die hübsche Bedienung Toka und ihr weiser Mentor Yoshimura wollen ein möglichst normales Leben führen und helfen Ken bei der Gewöhnung an seine neue Existenz in oder zwischen zwei eigentlich unvereinbaren Welten …

Mittwoch, 22. Oktober 2014

WIE EIN WEISSER VOGEL IM SCHNEESTURM (2014)

Originaltitel: White Bird in a Blizzard
Regie und Drehbuch: Gregg Araki, Musik: Robin Guthrie
Darsteller: Shailene Woodley, Christopher Meloni, Eva Green, Thomas Jane, Shiloh Fernandez, Gabourey Sidibe, Mark Indelicato, Angela Bassett, Dale Dickey, Sheryl Lee, Jacob Artist
White Bird in a Blizzard
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 57% (5,6); weltweites Einspielergebnis: $0,6 Mio.
FSK: 12, Dauer: 90 Minuten.
Ein amerikanischer Vorort im Jahr 1988: Das Verhältnis der 17-jährigen Kat (Shailene Woodley) zu ihrer extrovertierten Mutter Eve (Eva Green, "Sin City 2") war nie ganz einfach. Dennoch ist Kat natürlich anfangs schockiert, als Eve eines Tages spurlos verschwindet. Während ihr Vater Brock (Christopher Meloni) sich fortan zwar redlich als Alleinerziehender bemüht, aber doch die meiste Zeit über dumpf vor sich hin brütet, scheint Kat diesen Einschnitt in ihr Leben recht schnell zu akzeptieren. Mehr zu schaffen machen ihr typisch pubertäre Gefühlswallungen – und die Tatsache, daß der ermittelnde Detective Scieziesciez (Thomas Jane, "The Punisher", "Der Nebel"), zu dem sich Kat sexuell hingezogen fühlt, ihren Vater des Mordes an Eve verdächtigt. Als Kat die Highschool abgeschlossen hat und ans College geht, hofft sie, all die Vorstadt-Dramen endgültig hinter sich zu lassen – doch bei ihrer ersten Rückkehr in den Semesterferien kochen die Erinnerungen in ihr wieder hoch …

Freitag, 11. Juli 2014

BOYHOOD (2014)

Regie und Drehbuch: Richard Linklater
Darsteller: Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan Hawke, Lorelei Linklater, Marco Perella, Jamie Howard, Andrew Villarreal, Charlie Sexton, Brad Hawkins, Nick Krause, Jenni Tooley, Richard Jones, Zoe Graham, Richard Robichaux, Bill Wise, Taylor Weaver, Jessi Mechler
 Boyhood
(2014) on IMDb Rotten Tomatoes: 97% (9,2); weltweites Einspielergebnis: $57,3 Mio.
FSK: 6, Dauer: 166 Minuten.

Der sechsjährige Mason (Ellar Coltrane, "Fast Food Nation") und seine ältere Schwester Sam (Lorelei Linklater, "Waking Life") leben in Texas bei ihrer Mutter Olivia (Patricia Arquette, "Lost Highway"), deren Ehe mit Mason Sr. (Ethan Hawke, "Before Midnight") die Geburt der beiden Kinder nicht lange überdauerte. Beide waren am College, als Olivia erstmals schwanger wurde, wodurch ihre Pläne für die Zukunft ziemlich über den Haufen geworfen wurden. Während Olivia nun versucht, das Studium nachzuholen, verliebt sie sich in ihren deutlich älteren, aber sehr charmanten Professor (Marco Perella, "Kaltes Blut"). Derweil hängt der leichtlebige Mason Sr. – der seine Kinder jedes zweite Wochenende sehen darf – noch immer seinen Träumen von einer Karriere als Musiker nach, muß aber langsam einsehen, daß er wohl doch einen richtigen Beruf erlernen sollte. Während ihre Eltern tapfer versuchen, mit dem ganzen Erwachsenenkram fertig zu werden, haben Mason Jr. und Sam mit ihren ganz eigenen Problemen der Kindheits- und später Jugendzeit zu kämpfen …