Montag, 16. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Zwei Freundinnen" (1968)
Hauptdarstellerin Stéphane Audran gewann bei der Berlinale den Silbernen Bären für ihre Hauptrolle der Frédérique in Claude Chabrols Thriller-Drama über zwei denkbar unterschiedliche Frauen, die sich trotzdem miteinander anfreunden und sogar eine Liebesbeziehung beginnen - bis, natürlich, ein Mann (Jean-Louis Trintignant) zwischen sie kommt ...
Außerdem:
Hellboy - Die goldene Armee (fantastische Fortsetzung, in der es der rothäutige Halbdämon und seine Gefährten mit Elfen-Prinz Nuada zu tun bekommen, der mit Hilfe der mechanischen "goldenen Armee" die Menschheit vernichten will; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Operation: Overlord (etwas unausgewogenes, aber durchaus spaßiges Horror-Kriegsfilm-B-Movie über alliierte Soldaten, die 1944 in Frankreich auf mit Zombie-Supersoldaten experimentierende Nazis treffen; 22.40 Uhr bei Kabel Eins)
Ghost in the Shell (in den Kinos gefloppte, aber durchaus sehenswerte Manga-Adaption mit Scarlett Johansson, Juliette Binoche und Takeshi Kitano; 0.50 Uhr bei Kabel Eins)
Dienstag, 17. Februar:
Spy - Susan Cooper Undercover (gewitzte, mit Melissa McCarthy, Jason Statham und Jude Law gut besetzte Spionagefilm-Parodie, die aber noch besser wäre, würde sie weniger auf den typischen derben McCarthy-Humor setzen; 20.15 Uhr bei Kabel Eins, das in der Nachtwiederholung um 0.30 Uhr zudem den knapp zehn Minuten längeren und mit FSK 16 bewerteten Extended Cut zeigt)
Brothers Grimm (dramaturgisch enttäuschende, aber durchaus amüsante Fantasykomödie von Terry Gilliam, in der Heath Ledger und Matt Damon als die Gebrüder Grimm als Hexenjäger unterwegs sind; 20.15 Uhr bei Tele 5)
Hangover (die kultige Chaos-Komödie, die Bradley Cooper zum Weltstar machte; 20.15 Uhr bei Nitro)
Bad Neighbors (derbe, aber trotzdem erstaunlich charmante Komödie mit Seth Rogen, Rose Byrne und Zac Efron über einen Kleinkrieg zwischen einem Ehepaar mit Neugeborenem und einer Studentenverbindung im Nachbarhaus; 22.15 Uhr bei Nitro)
The Last King - Der Erbe des Königs (schön anzuschauendes, inhaltlich jedoch etwas dünnes norwegisches Historien-Abenteuer; 22.30 Uhr bei Tele 5)
Mittwoch, 18. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Das Lehrerzimmer" (2023)
Free-TV-Premiere des OSCAR-nominierten und mit fünf Deutschen Filmpreisen ausgezeichneten Dramas von Ílker Çatak ("Es war einmal Indianerland"), das von der jungen Mathe- und Sportlehrerin Carla (Leonie Benesch) erzählt, die neu an die Schule kommt. Als eine ihrer Schülerinnen eines Diebstahls bezichtigt wird, will Carla der Sache auf den Grund gehen - jedoch wird ihr Idealismus zunehmend mit der harten Realität des desillusionierenden Schulalltags konfrontiert.
Arte, 22.40 Uhr: "15 Jahre" (2023)
Free-TV-Premiere der für drei Deutsche Filmpreise nominierten (bei einem Sieg) späten Fortsetzung von Chris Kraus' Drama "Vier Minuten" aus dem Jahr 2006. Nachdem das frühere Klavier-Wunderkind Jenny (Hannah Herzsprung) eine 15-jährige Haftstrafe wegen Mordes (den sie nicht begangen hat) abgesessen hat, will sie sich - obwohl sie im Gefängnis zum christlichen Glauben gefunden hat - an dem Mann rächen, dem sie das ganze Dilemma zu verdanken hat: "Gimmiemore" (Albrecht Schuch) war ihre große Jugendliebe und ist nun ein internationaler Popstar und Moderator einer TV-Castingshow ... Weitere Rollen spielen Christian Friedel, Adele Neuhauser, Hassan Akkouch und Désirée Nosbusch.
Donnerstag, 19. Februar:
Tele 5, 20.15 Uhr: "Last Looks" (2021)
Free-TV-Premiere der ganz netten Krimikomödie von Tim Kirkby ("Action Point") nach einem Roman und Drehbuch von Howard Michael Gould. Ex-Cop Charlie ("Sons of Anarchy"-Star Charlie Hunnam) hat sich nach einem tragischen Vorfall komplett zurückgezogen und lebt als minimalistischer Einsiedler im Wald. Dort findet ihn seine Ex-Freundin (Morena Baccarin), die ihn überredet, als Privatermittler für den trinkfreudigen TV-Star Alastair (Mel Gibson) zu arbeiten, dessen Frau ermordet wurde - und Alastair ist der Hauptverdächtige. Der Film unterhält ziemlich gut und ist hochkarätig besetzt, will manchmal aber etwas zu gewollt cool rüberkommen und enthält einige große Logiklücken (daß Charlie nie verhaftet wird, ist beispielsweise null glaubwürdig).
Freitag, 20. Februar:
RTL Super, 20.15 Uhr: "Während du schliefst" (1995)
Außerdem:
Olympus Has Fallen (mittelmäßiger Actionkracher mit Gerard Butler und Aaron Eckhart über einen Terrorangriff auf das Weiße Haus; 20.15 Uhr um gut fünf Minuten geschnitten bei RTL II, ungekürzte Wiederholung am Sonntag um 22.25 Uhr)
Samstag, 21. Februar:
One, 22.00 Uhr: "Amerikanische Fiktion" (2023)
Free-TV-Premiere der wunderbaren, für fünf OSCARs nominierten (bei einem Sieg für das Drehbuch) satirischen Tragikomödie von Regiedebütant Cord Jefferson (bekannt als Drehbuch-Autor der TV-Miniserie "Station Eleven"). Man sollte meinen, daß eine Satire über das US-Verlagswesen eine doch sehr spezielle Thematik ist, mit der man als Zuschauer nicht so viel anfangen kann, wenn man nicht zufällig selbst Teil der Branche ist. Doch "Amerikanische Fiktion" beweist, daß das ein Fehlschluß wäre, denn auch ohne nähere Kenntnis der Branchenmechanismen kann man sich vortrefflich amüsieren über die wilde Geschichte des afroamerikanischen Schriftstellers und Uni-Dozenten Ellison (Jeffrey Wright). Dieser verzweifelt daran, daß die Verlage kein sonderliches Interesse an seinen hochgradig anspruchsvollen historischen Werken mehr haben und ihn stattdessen auffordern, "schwärzer" zu schreiben. Als es auch an der Uni und privat nicht gut für ihn läuft, schreibt er in einer Art Trotzreaktion in einem Rutsch und unter Pseudonym ein komplettes angeblich autobiographisches Buch, in dem er all jene Klischees über afroamerikanisches Ghetto-Leben ins Extrem treibt, die angeblich beim Publikum gut ankommen. Ellison überredet sogar seinen Agenten dazu, sein Machwerk den Verlagen anzubieten - und die reißen sich darum, es veröffentlichen zu dürfen! Da Ellison das Geld gut brauchen kann, läßt er sich auf die Scharade ein und gibt sich gegenüber den Verlagsvertretern als flüchtiger Krimineller aus ...
Außerdem:
Das ist das Ende (wunderbar durchgeknallte, aber ziemlich derbe Weltuntergangskomödie, in der Stars wie James Franco, Seth Rogen und Emma Watson mit viel Selbstironie sich selbst spielen; 23.20 Uhr bei ZDF Neo)
The Last Journey - Die letzte Reise der Menschheit (mittelmäßiger französischer Low Budget-SciFi-Film mit Jean Reno in einer Nebenrolle; 2.45 Uhr im ZDF)
Sonntag, 22. Februar:
Arte, 20.15 Uhr: "Die Vögel" (1963)
Alfred Hitchcocks faszinierendes und auch ohne große Erklärungen mordsmäßig spannendes Tierhorror-Meisterwerk mit Tippi Hedren und Rod Taylor. In der OSCAR-nominierten Adaption einer Kurzgeschichte von Daphne du Maurier ("Rebecca") greifen in San Francisco immer mehr Vogelarten scheinbar grundlos die Menschen an ... Direkt im Anschluß um 22.10 Uhr zeigt Arte die einstündige deutsche Doku "Tippi Hedren und die wilden Tiere" aus dem Jahr 2021.
Tele 5, 20.15 Uhr: "Haunted - Haus der Geister" (1995)
Stimmungsvoller britischer Gruselfilm von Lewis Gilbert ("Der Spion, der mich liebte") über einen auf übernatürliche Phänomene spezialisierten Psychologie-Professor (Aidan Quinn), der Ende der 1920er Jahre von einer älteren Frau um Hilfe gebeten wird, die sich auf einem abgelegenen Landsitz von Geistern verfolgt fühlt. Vor Ort sieht er sich tatsächlich bald mit unerklärlichen Vorkommnissen konfrontiert ... Eine der Hauptrollen spielt die junge Kate Beckinsale.
Außerdem:
Jurassic World: Ein neues Zeitalter (einigermaßen solider Abschluß der Dinosaurier-Trilogie mit Chris Pratt und Bryce Dallas Howard; 20.15 Uhr bei SAT. 1)
John Wick (Keanu Reeves' ebenso geradliniger wie bleihaltiger erster Einsatz als titelgebender Ex-Profikiller und Hundeliebhaber; 22.30 Uhr bei Pro 7)
Die Mumie (mäßig gelungenes, arg actionbetontes Monster-Reboot mit Tom Cruise; 23.10 Uhr bei SAT. 1)
Operation: Kingdom (überschaubar komplexer, aber fesselnder, in Saudi-Arabien spielender Action-Thriller mit Jamie Foxx und Jennifer Garner; 1.15 Uhr bei SAT. 1)
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