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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 24. März 2018

Samstags-Update (12/2018)

Auch in dieser Woche gibt es keine nennenswerten Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende April zu vermelden:


Box Office-News:
Letzte Woche spekulierte ich noch, daß es Wochen bis zum nächsten richtigen Blockbuster in Deutschland brauchen würde, doch schon dieses Wochenende werde ich zumindest ein wenig eines Besseren belehrt: Der zu Ostern passende familienfreundliche Real-/Animationsfilm-Mix "Peter Hase" nach dem beliebten Kinderbuch von Beatrix Potter erreicht keine "Star Wars"-Höhen, schafft mit mindestens 400.000 Zuschauern aber den voraussichtlich drittbesten Start des Jahres (nach "Fifty Shades of Grey 3" und "Black Panther") und übertrifft damit deutlich die Erwartungen. Die übrigen breiten Neustarts bleiben dagegen mit einer Ausnahme weitgehend in dem Bereich, mit dem zu rechnen war: Das teure Riesenroboter-vs.-Riesenmonster-Spektakel "Pacific Rim: Uprising" schafft es mit wohl mehr als 120.000 Besuchern auf Platz 2, wobei die Zuschauerzahl für einen Film dieser Art zwar eher mager aussieht, aber nur knapp hinter dem Start des viel prestigeträchtigeren, vom aktuellen OSCAR-Gewinner Guillermo del Toro ("Shape of Water") inszenierten Vorgängers bleibt (bei der Fortsetzung nur noch als Produzent beteiligt, die Regie übernahm der bisherige TV-Regisseur Steven S. DeKnight). Rang 3 geht an "Tomb Raider", der sich ganz knapp im sechsstelligen Zuschauerbereich halten könnte. Bestenfalls für Platz 6 reicht es für die an ein jugendliches Publikum gereichtete US-Romanze "Midnight Sun" mit 60.000-70.000 Kinogängern, auf dem neunten Rang enttäuscht die französische Komödie "Die Sch'tis in Paris", die mit ca. 50.000 Zuschauern zum Auftakt kaum mehr als ein Drittel des erfolgreichen Vorgängers "Willkommen bei den Sch'tis" schafft. Das mit einem OSCAR ausgezeichnete tragikomische Sportler-Biopic "I, Tonya" mit Margot Robbie sollte die Top 10 trotz guter Ergebnisse in den Arthouse-Kinos knapp verpassen.
In den USA findet die fünfwöchige Regentschaft von "Black Panther" ein Ende, denn die Spitze übernimmt "Pacific Rim: Uprising" mit gut $25 Mio. - deutlich weniger als Teil 1 ($37,3 Mio.), aber das kommt nicht überraschend, zumal die größten Einnahmen für diesen Film sowieso aus Asien erwartet werden. Ob es für einen dritten Teil reichen wird, ist aber trotzdem fraglich. "Black Panther" fällt mit etwas mehr als $15 Mio. auf den zweiten Platz zurück, gefolgt von "I Can Only Imagine", der sich nach seinem sehr starken Start auch am zweiten Wochenende mit einem Rückgang von 25% auf ungefähr $13 Mio. außergewöhnlich gut hält. Enttäuschend eröffnet dagegen der Animationsfilm "Sherlock Gnomes", der mit $10 Mio. mit "Tomb Raider" um Platz 4 rangelt und weit hinter dem Startergebnis des Vorgängers "Gnomeo und Julia" aus dem Jahr 2011 ($25,3 Mio.) zurückbleibt - allerdings angesichts der bevorstehenden Osterferien auf eine recht lange und stabile Laufzeit hoffen darf. Noch schlechter sieht es für die drei verbleibenden landesweiten Neustarts aus: Der Bibelfilm "Paul, Apostle of Christ" mit James Caviezel (Jesus in "Die Passion Christi") kommt mit $5 Mio. nur auf Rang 8 - da hat wohl "I Can Only Imagine" einen Großteil des christlichen Publikums abgeschöpft -, dicht gefolgt von "Midnight Sun". Steven Soderberghs experimenteller, auf einem iPhone gedrehter Psychothriller "Unsane" mit Claire Foy floppt und wird mit weniger als $4 Mio. wahrscheinlich sogar die Top 10 verpassen. In Deutschland kommt "Sherlock Gnomes" am 3. Mai in die Kinos und "Paul, Apostle of Christ" dürfte irgendwann direkt im Heimkinobereich verwertet werden.

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