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Dienstag, 4. Oktober 2016

Neues aus Hollywood: Stars im Orient-Expreß und Schriftsteller-Biopic

Heute mit zwei hochkarätig besetzten britischen Filmprojekten:

  • Die Werke der britischen Krimiautorin Agatha Christie zählen zweifellos zu den größten Film- und Serien-Inspirationsquellen aller Zeiten. Speziell in ihrer Heimat sind viele ihrer 66 Kriminalromane wieder und wieder adaptiert worden, allen voran jene, in denen Miss Marple oder Hercule Poirot ermitteln. Zu den erfolgreichsten Kinofilmen auf Basis eines Christie-Romans zählt Sidney Lumets edel besetzter "Mord im Orient-Expreß" aus dem Jahr 1974, in dem Albert Finney als belgischer Meisterdetektiv Poirot einen Zug-Mord aufklärt, während u.a. Ingrid Bergman (die für ihre Rolle den OSCAR gewann), Sean Connery, Lauren Bacall, Vanessa Redgrave, Anthony Perkins, Jacqueline Bisset, John Gielgud, Martin Balsam und Michael York zu den Verdächtigen zählen. Trotz dieses herausragenden Ensembles konnte mich der Film allerdings nie so richtig packen, weshalb ich durchaus gespannt bin, ob die kommende, ähnlich stark besetzte Neuverfilmung das besser macht - wobei ich befürchte, daß es gerade bei dieser Christie-Geschichte nicht sehr hilfreich für das Sehvergnügen ist, wenn man die Auflösung bereits kennt. Aber darauf lasse ich es gerne ankommen, zumal mit Sir Kenneth Branagh ein echter Experte in Sachen Literaturverfilmungen die Regie übernimmt (seine vierstündige "Hamlet"-Adaption von 1996 ist ein wahrer Genuß!) - und auch gleich die Hauptrolle des Hercule Poirot, womit er nach dem Kommissar Wallander in der BBC-Reihe gleich den nächsten ikonischen Ermittler spielen wird. Als Mordopfer agiert kein Geringerer als Johnny Depp, weitere Passagiere werden von Dame Judi Dench ("Philomena"), Michelle Pfeiffer ("Der Sternwanderer"), Daisy Ridley ("Star Wars Episode VII"), Sir Derek Jacobi ("Anonymus"), Michael Peña ("Ant-Man"), Broadway-Star Leslie Odom Jr. ("Hamilton"), Tom Bateman (TV-Serie "Da Vinci's Demons") und Lucy Boynton ("Sing Street") verkörpert. Die Drehbuch-Adaption von Christies Vorlage hat der TV-Serien-Experte Michael Green übernommen, der bereits Folgen für "Smallville", "Everwood" und "Heroes" schrieb, aktuell für die mit Spannung erwartete "American Gods"-Serie nach der kultigen Buchvorlage von Neil Gaiman verantwortlich zeichnet und auch an drei weiteren kommenden potentiellen Kino-Highlights beteiligt ist: "Alien: Covenant", Hugh Jackmans letztem "Wolverine"-Abenteuer und dem Sequel zu "Blade Runner". Die Dreharbeiten zu "Murder on the Orient Express" sollen im November in London beginnen, der US-Kinostart ist für den 22. November 2017 vorgesehen.

  • Alan Alexander Milne (besser bekannt als A.A. Milne) ist der Schöpfer von "Pu der Bär" (im Original "Winnie-the-Pooh") und damit einer der populärsten Kinderbuch-Autoren des 20. Jahrhunderts. Die Abenteuer des kleinen Bären und seiner Freunde wurden schon fast so oft verfilmt wie Agatha Christies Krimis, nun soll jedoch Autor Milne selbst im Mittelpunkt eines Kinofilms stehen. Das ist keine ganz neue Idee, schließlich brachte Hollywood erst vor drei Jahren "Saving Mr. Banks" über die "Mary Poppins"-Autorin P.L. Travers in die Kinos, 2004 agierte Johnny Depp in "Wenn Träume fliegen lernen" als "Peter Pan"-Autor J.M. Barrie und auch sonst gibt es einige Schriftsteller-Biopics. Was die Geschichte von A.A. Milne so besonders, so erzählenswert macht? Nun, all seine Bücher waren inspiriert von den Stofftieren seines Sohnes Christopher Robin (weshalb der ursprüngliche Arbeitstitel des aktuell namenlosen Biopics "Goodbye Christopher Robin" lautete), den er auch zu einem Protagonisten in den Storys machte. Angesichts des großen Erfolges von Milnes Werken gerieten so auch seine Familie und vor allem sein Sohn ins Visier der neugierigen Öffentlichkeit, was für den Familienfrieden naturgemäß nicht übermäßig zuträglich ist. Der britische Regisseur Simon Curtis ("My Week with Marilyn") erzählt die Geschichte der "Geburt" von Pu dem Bären und der Konsequenzen für die Familie Milne nach einem Drehbuch von Simon Vaughan (der bereits 2004 einen TV-Film mit dem damals noch unbekannten Michael Fassbender über einen echten Bären schrieb, der zum Namenspaten für Christophers Stofftier wurde) und Frank Cottrell Boyce ("Hilary und Jackie", "The Railway Man") aus der Perspektive von Christopher Robin. Der wird vom jungen Will Tilston verkörpert werden, während Domhnall Gleeson ("Alles eine Frage der Zeit") seinen Vater und Margot Robbie ("Suicide Squad") seine Mutter Daphne spielen, des weiteren sind Kelly Macdonald ("Anna Karenina") und Stephen Campbell Moore ("Moonwalkers") mit dabei. Die Produktion an verschiedenen Drehorten in Großbritannien hat bereits letzte Woche begonnen, mit dem Kinostart rechne ich im Spätsommer oder Herbst 2017.

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