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Montag, 16. Februar 2015

Neues aus Hollywood (7/2015)

Heute nur eine eher kurze Version (nicht aus Faulheit, sondern weil es einfach nicht viel zu berichten gibt):

  • Acht Jahre nach seinem letzten Film – dem vielfach ausgezeichneten WWII-Drama "Mein Kriegswinter" – gibt der holländische Filmemacher Martin Koolhoven mit dem Western-Thriller "Brimstone" sein englischsprachiges Regiedebüt. Koolhoven hat auch das Drehbuch geschrieben, in dem es um eine junge Frau namens Liz geht, die im 19. Jahrhundert in Amerika um ihr Leben und das ihrer Familie kämpfen muß, als ein neuer Priester in die Kleinstadt kommt. Das liegt an Liz' mysteriöser Vergangenheit, über die man vermutlich erst Genaueres erfahren wird, wenn man den fertigen Film sieht. Besonders interessant wird "Brimstone" dadurch, daß die Australierin Mia Wasikowska die Hauptrolle übernimmt; die meisten Kinogänger werden Wasikowska bis heute vor allem als "Alice im Wunderland" kennen (eine Rolle, die sie übrigens demnächst in der Fortsetzung wiederaufleben läßt), doch ihres wahres, gewaltiges schauspielerisches Können und ihr Charisma hat sie vorwiegend in kleineren Produktionen wie "Stoker", "Jane Eyre", "The Kids Are All Right" oder zuletzt dem australischen Selbstfindungs-Drama "Spuren" bewiesen. Kurzum: Mia Wasikowska ist ein kommender Superstar und unter Garantie eine zukünftige OSCAR-Gewinnerin – und eine Rolle als taffe Western(anti)heldin mit dunkler Vergangenheit sollte hervorragend zu ihr passen. Zumal sie mit ihrem Landsmann Guy Pearce ("Iron Man 3"), der den diabolischen Priester verkörpern wird, einen hochkarätigen Gegenspieler vorgesetzt bekommt. Zudem wird Robert Pattinson ("Wasser für die Elefanten") einen Outlaw spielen, Carice van Houten ("Black Book", TV-Serie "Game of Thrones") ist in einer nicht näher spezifizierten Rolle ebenfalls mit an Bord. Die Dreharbeiten sollen im Mai beginnen und unter anderem im Studio Babelsberg stattfinden, was einen Kinostart in der ersten Hälfte des Jahre 2016 vermuten läßt.

  • US-Regisseur Brad Furman konnte 2011 mit dem Justiz-Thriller "Der Mandant" mit Matthew McConaughey einen Überraschungserfolg verbuchen, zwei Jahre später floppte aber sein Thriller "Runner Runner" mit Justin Timberlake und Ben Affleck auf ganzer Linie. Mit einem weiteren Thriller versucht Furman nun, in die Erfolgsspur zurückzufinden: "The Infiltrator" basiert auf der Autobiographie von Robert Mazur, der in den 1980ern fünf Jahre lang als Spezialagent der Zollbehörde kolumbianische Drogenkartelle infiltrierte und deren geheime Verbindungen zu Banken, Politikern und Unternehmen aufdeckte, die zum Zweck der milliardenschweren Geldwäsche bereitwillig mit den Kartellen zusammenarbeiteten. Besonders in seinem Visier standen jene Banker, die das globale Finanzsystem für hochkriminelle Zwecke mißbrauchten (im Angesicht der letztwöchigen Schlagzeilen über die britische Bank HSBC ein leider immer noch brandaktuelles Thema). Furmans Ehefrau Ellen Brown Furman (bisher vor allem als langjährige Regisseurin der "Tonight Show with Jay Leno" bekannt) hat das Drehbuch geschrieben. Die Hauptrolle des Robert Mazur alias Bob Musella, wie er während seiner Undercover-Tätigkeit hieß, wird von Bryan Cranston ("Godzilla") gespielt werden, der durch seine Kultrolle als Walter White in der TV-Serie "Breaking Bad" ja bereits so einige Erfahrungen in Sachen Drogen sammeln konnte. Kurioserweise gilt das gleichfalls für die deutsche Schauspielerin Diane Kruger ("Inglorious Basterds"), die die weibliche Hauptrolle ergattern konnte und in der recht kurzlebigen TV-Serie "The Bridge" mit Drogenkartellen in Berührung kam ... Ob Kruger eine von den Guten oder eine von den Bösen spielt, ist derweil noch nicht bekannt (ich tippe auf letzteres). Die Dreharbeiten zu "The Infiltrator" sollen in London, Paris und Florida stattfinden und in Kürze beginnen. Damit ist wohl auch hier mit einem Kinostart Anfang 2016 zu rechnen.

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