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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Dienstag, 3. Juni 2014

Neues aus Hollywood (22/2014)

Der Filmmarkt in Cannes ist vorbei, in den USA gab es auch noch einen Feiertag ... da erlaube ich mir einfach, am Ende eine kurze Meldung in meinen Nachrichtenüberblick der vergangenen Woche einzuflechten, die eigentlich von gestern stammt. Aber zuerst zu den anderen, dieses Mal ziemlich blockbusterlastigen News:

  • Obwohl sich Johnny Depps kommerzielle wie auch künstlerische Mißerfolge in der letzten Zeit bedenklich häufen (Stichwort "Transcendence"), bleibt der Amerikaner ein vielbeschäftigter Mann. Die Märchen-Musical-Adaption "Into the Woods", in der Depp den bösen Wolf spielt, ist ebenso bereits abgedreht wie die skurrile Krimikomödie "Mortdecai", in der er als titelgebender Kunsthändler-Schrägstrich-Gauner zu sehen sein wird. Aktuell laufen die Dreharbeiten zu "Black Mass", wo er den Gangster Whitey Bulger verkörpert, und ein neuer "Fluch der Karibik"-Film sowie die Fortsetzung von "Alice im Wunderland" sind auch schon in Vorbereitung. Aber für einen Johnny Depp ist das noch lange nicht genug: Sein neuestes Projekt (mit dem er allerdings schon länger in Verbindung gebracht wird), ist ein Film über den historischen Zauber- und Entfesselungskünstler Harry Houdini. "Galaxy Quest"- und "R.E.D. 2"-Regisseur Dean Parisot wird "The Secret Life of Houdini" in Szene setzen, allerdings nicht etwa in der Art eines typischen Biopics, sondern als actionreiches Abenteuer á la "Indiana Jones", mit Harry Houdini als "erstem amerikanischen Superhelden". Grundlage dafür ist ein erfolgreiches Sachbuch des Duos William Kalush und Larry Sloman, das von Noah Oppenheim (dessen erstes verfilmtes Manuskript "The Maze Runner" Ende Oktober in die deutschen Kinos kommen soll) in ein Drehbuch übertragen wurde. Depp hat für die Titelrolle noch nicht zugesagt, soll sich aber in aussichtsreichen Verhandlungen befinden und im Erfolgsfall auch als Produzent beteiligt sein. Offen wäre dann nur noch die Frage, ob "The Secret Life of Houdini" oder "Fluch der Karibik 5" als nächstes vor die Kamera gehen würde. Momentan wird für "Houdini" ein Drehstart im November anvisiert, beim Piratenabenteuer war zuletzt aber ebenfalls davon die Rede, daß es "Ende des Jahres" beginnen könnte. So oder so: Ein Kinostarttermin vor Ende 2015 ist auszuschließen.

  • Von einem Superstar zum nächsten: Brad Pitt war zuletzt deutlich erfolgreicher als Johnny Depp, was sich besonders eindrucksvoll in dem Zombie-Endzeitfilm "World War Z" manifestierte, von dem im Sommer 2013 viele im Vorfeld einen ähnlichen (v.a. kommerziellen) Megaflop wie Depps "Lone Ranger" erwarteten. Stattdessen avancierte Marc Forsters recht unterhaltsames Werk zum globalen Blockbuster, der trotz nur minimaler Ähnlichkeit zur theoretischen Buchvorlage von Max Brooks satte $540 Mio. einspielte. Eine Fortsetzung war da natürlich unvermeidlich, und die Vorbereitungen dafür nehmen nun an Fahrt auf. Pitt wird seine Rolle als früherer UNO-Inspektor und Familienvater Gerry Lane wieder aufnehmen und erneut mit seiner Produktionsfirma Plan B an der Finanzierung beteiligt sein, zur Story oder der weiteren Besetzung ist hingegen noch nichts bekannt. Die Regie wird aber vom Schweizer Marc Forster zum Spanier Juan Antonio Bayona ("The Impossible") wechseln. Qualitative Hoffnung macht, daß als Drehbuch-Autor Steven Knight angeheuert wurde, der bereits die Skripte für Filme wie Stephen Frears' "Kleine schmutzige Tricks" oder David Cronenbergs "Tödliche Versprechen" verantwortete und derzeit als Autor und Regisseur des britischen Arthouse-Films "No Turning Back" mit Tom Hardy (deutscher Kinostart: 19. Juni 2014) die Kritiker begeistert. Wann die Dreharbeiten von "World War Z 2" beginnen können, ist noch nicht absehbar, mit einem Kinostart rechne ich im Sommer 2016.

  • Diese Meldung stammt bereits von Anfang Mai, ich bin allerdings erst jetzt darauf gestoßen und sie ist interessant genug, um sie nun nachzureichen: Meisterdetektiv Sherlock Holmes ist bekanntlich allgegenwärtig. Die britische Filmreihe "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman begeistert Kritiker und Zuschauer weltweit, die amerikanische Krimiserie "Elementary" mit Johnny Lee Miller und Lucy Liu hat ebenfalls viele Anhänger ... und die beiden Kinofilme von Guy Ritchie mit Robert Downey Jr. und Jude Law waren erst Recht sehr erfolgreich, ein dritter Teil soll folgen. Das reicht aber scheinbar immer noch nicht aus, denn "Gods and Monsters"- und "Kinsey"-Regisseur Bill Condon (der dann einen überraschenden Stilwechsel vollzog, indem er die letzten beiden "Twilight"-Filme gedreht hat) will in "A Slight Trick of the Mind" vom letzten Fall des alten Sherlock Holmes erzählen. Basierend auf einem Roman von Mitch Cullin hat Condon auch das Drehbuch verfaßt, in dem der 93-jährige Holmes im Jahr 1947 mit zunehmendem geistigen und körperlichen Verfall zu kämpfen hat, mit Hilfe des Sohns seiner Haushälterin aber endlich einen alten Fall knacken will, dessen Auflösung ihm bisher verwehrt blieb. Was die Angelegenheit besonders interessant macht: Sir Ian McKellen ("Der Hobbit") wird den alten Sherlock Holmes spielen! Und da die Zusammenarbeit von Condon und McKellen bei "Gods and Monsters" 1999 ersterem bereits einen Drehbuch-OSCAR einbrachte und letzterem zumindest seine erste und bislang einzige Hauptdarsteller-OSCAR-Nominierung, ist die Hoffnung auf einen richtig guten Film wohl gerechtfertigt. Zumal mit Laura Linney ("Tatsächlich ... Liebe") für die Rolle der Haushälterin Mrs. Munro ein weiterer schauspielerischer Hochkaräter engagiert wurde. Die Dreharbeiten der britischen Produktion sollen im Sommer beginnen, möglicherweise könnte "A Slight Trick of the Mind" bereits Ende 2014 in die Kinos kommen, wahrscheinlicher dürfte aber Anfang 2015 sein.

  • Und abschließend noch die angekündigte brandaktuelle Meldung: Es gibt zwei neue Schauspieler für J.J. Abrams' "Star Wars Episode VII"! Der nach der offiziellen Cast-Vorstellung von vielen bemängelte erhebliche Männer-Überschuß wird deutlich korrigiert, denn OSCAR-Gewinnerni Lupita Nyong'o ("12 Years a Slave") und die junge Gwendoline Christie (TV-Serie "Game of Thrones") verstärken die Besetzung des Weltraum-Märchens. Welche Rollen sie übernehmen, bleibt allerdings vorerst geheim. Wie gehabt ist der Kinostart des Films für Weihnachten 2015 geplant.

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