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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Dienstag, 18. März 2014

Neues aus Hollywood (11/2014)

Nachdem ich diese Rubrik bereits letztes Mal mangels Masse ausfallen lassen mußte, konnte ich auch für diese Woche gerade einmal zwei aus meiner Sicht interessante Projekt-News auftreiben:

  • Katastrophenfilme waren eigentlich immer recht beliebt in Hollywood, vor allem in den 1970er Jahren gab es mit Werken wie "Airport", "Flammendes Inferno", "Die Hindenburg" oder "Die Höllenfahrt der Poseidon" eine regelrechte Blüte dieses kleinen, aber spektakulären Genres. Die nächste Welle gab es in den späten 1990ern mit "Titanic", "Dante's Peak", "Armageddon", "Der Sturm" oder "Volcano". Nach der Jahrtausendwende nahm die Anzahl der Desasterfilme made in Hollywood wieder deutlich ab, lediglich deutsche Regisseure sorgten noch für gelegentliche Wiederbelebungsversuche (Roland Emmerich mit "The Day After Tomorrow" und "2012", Wolfgang Petersen mit "Poseidon"). Angesichts der fortschreitenden Entwicklung computergenerierter Spezialeffekte ist das eigentlich verwunderlich, aber vielleicht sorgt ja "San Andreas" für eine erneute Renaissance. Regisseur Brad Peyton ("Die Reise zur geheimnisvollen Insel") läßt darin die Erde beben, und das ganz gewaltig. Statistisch betrachtet ist ein gewaltiges Beben in Kalifornien – über der San Andreas-Spalte – bekanntlich überfällig, Peyton läßt "The Big One" schon mal in fiktiver Form über die armen Kalifornier hereinbrechen. Actionheld Dwayne "The Rock" Johnson ("G.I. Joe – Die Abrechnung") wird sich der Naturkatastrophe als tapferer und für diesen Unglücksfall hochgradig qualifizierter Feuerwehrmann entgegenstellen und versuchen, so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Und so ganz nebenbei muß er sich auch noch um seine schöne Tochter (Alexandra Daddario, "Percy Jackson", TV-Serie "True Detective") und seine ebenso schöne Ex-Frau (Carla Gugino, "Sin City", "Sucker Punch") kümmern, wofür er während der umwälzenden Ereignisse von Los Angeles nach San Francisco reisen muß. Zugegeben, diese Prämisse klingt ganz genau wie die so ziemlich jedes anderen Katastrophenfilms, der je gedreht wurde, aber es ist ja klar, daß bei dieser Art von Film nicht Handlung und Figurenzeichnung im Vordergrund stehen, sondern eine möglichst effektvolle Zurschaustellung der zerstörerischen Kräfte der Natur. Doch es ist zumindest kein schlechtes Zeichen, daß die finale Drehbuch-Fassung von den Brüdern Carey und Chad Hayes stammt, die mit dem letztjährigen atmosphärischen Gruselhit "Conjuring" bereits beweisen konnten, daß sie einiges drauf haben. Die Dreharbeiten sollen in einem Monat beginnen, der deutsche Kinostart ist für den 4. Juni 2015 vorgesehen.

  • In den USA ist "Auge um Auge", der neue Thriller des "Crazy Heart"-Regisseurs Scott Cooper, bereits gelaufen, in Deutschland startet er erst am 3. April. Die Kritiken sind aber nicht sonderlich positiv ausgefallen, auch kommerziell war der Film in den Staaten ein echter Reinfall. Was läge für Cooper also näher, als die Enttäuschung zu verarbeiten, indem er sich gleich in das nächste Projekt stürzt? Dieses hört auf den Titel "Black Mass", wird ein Gangsterfilm und versammelt derzeit einen vielversprechenden Cast: Johnny Depp ("Lone Ranger") wird den irischstämmigen Gangster James "Whitey" Bulger verkörpern, der nach einem langen Gefängnisaufenthalt als Gangsterboß in Boston Karriere machte, zugleich aber als FBI-Informant die italienische Mafia (und somit seine Konkurrenz) ans Messer lieferte. Zumindest so lange, bis das FBI seinem doppelten Spiel auf die Schliche kam und Bulger ins Visier nahm. Der Australier Guy Pearce ("Iron Man 3") wird Bulgers Bruder spielen, für eine noch nicht näher benannte Rolle ist zudem sein Landsmann Joel Edgerton ("Der große Gatsby") vorgesehen. Das Drehbuch des bereits seit Jahren geplanten Films schrieb ursprünglich Mark Mallouk (auf Grundlage eines erfolgreichen Sachbuches über Bulgers Story), Cooper hat ihm den letzten Schliff verliehen. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch nicht bekannt, entsprechend ist mit einem Kinostart nicht vor 2015 zu rechnen.

Quellen:

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