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Samstag, 4. Januar 2014

OSCAR-News: Kaum Überraschungen bei den Nominierungen der Produzenten- und Autorengilde

Nach der Weihnachtspause nimmt auch die Awards Season wieder kräftig an Fahrt auf. Die meisten Kritikergruppen haben ihre Auszeichnungen mittlerweile ja vergeben, nun rücken die Gewerkschaften aus der Filmbranche stärker in den Blickpunkt. Die Schauspieler haben ihre Nominierungen bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben, in den letzten Tagen haben die Regisseure und Drehbuch-Autoren nachgezogen. Die Bedeutung der Gilden-Preise ist hoch, schließlich sind viele von deren Mitgliedern auch bei den OSCARs stimmberechtigt.

Die Nominierungen für die von den Produzenten vergebenen PGA-Awards:

Bester Film:
American Hustle
Dallas Buyers Club
Her
Nebraska
Saving Mr. Banks
12 Years a Slave
The Wolf of Wall Street

Die großen Favoriten sind also alle mit dabei, namhaftester fehlender Film ist sicherlich "Inside Llewyn Davis" von den Coen-Brüdern, für den wohl Woody Allens "Blue Jasmine" reinrutschte. Wichtig sind die Nominierungen für "Her", "Nebraska" und auch Scorseses recht kontrovers diskutierten "The Wolf of Wall Street".

Animierter Film:
Die Croods
Ich – Einfach unverbesserlich 2
Epic
Die Monster Uni

Vermutlich waren nur amerikanische Produktionen wählbar, was das Fehlen des japanischen OSCAR-Mitfavoriten "The Wind Rises" und des französischen "Ernest & Celestine" erklären würde. Daß "Epic" eine OSCAR-Nominierung erhält, ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich.

Damit zu den von den Autoren verliehenen WGA-Awards:

Original-Drehbuch:
American Hustle
Blue Jasmine
Dallas Buyers Club
Her
Nebraska

Adaptiertes Drehbuch:
Im August in Osage County
Captain Phillips
Lone Survivor
The Wolf of Wall Street

Größte Überraschung ist hier auf den ersten Blick das Fehlen des OSCAR-Favoriten "12 Years a Slave", doch dafür gibt es eine gute Begründung: Das Drehbuch von John Ridley war im Vorfeld disqualifiziert worden, weil es wie etliche andere (das passiert jedes Jahr) die strengen und komplizierten Teilnahmebedingungen nicht erfüllte. Das ist aber keineswegs als schlechtes Omen für die Academy Awards zu werten. Ansonsten erstaunt die Nominierung von Peter Bergs Kriegsfilm "Lone Survivor" ein wenig, ebenso wie das Fehlen von "Gravity" und "Inside Llewyn Davis". Im Zusammenspiel mit der Nichtnennung bei den PGA Awards ist das schon etwas besorgniserregend für Joel und Ethan Coens Folkballade.

Quellen:

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