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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 30. September 2013

Neues aus Hollywood (39/2013)

Dieses Mal hatte ich gleich eine ganze Reihe von interessanten Meldungen über kommende Filmprojekte zur Auswahl, von denen ich mich letztlich für folgende entschieden habe (die übrigen, wie etwa das geplante "Jenseits von Eden"-Remake mit Jennifer Lawrence, werde ich sicherlich in einer späteren Ausgabe dieser Rubrik thematisieren, wenn mehr darüber bekannt ist):

  • Gerade erst hat Regisseur Ron Howard ("A Beautiful Mind") mit dem hochgelobten Formel 1-Film "Rush – Alles für den Sieg" die Herzen der Kritiker erobert – auch an den Kinokassen in den USA und in Großbritannien sieht es bislang gut aus, in Deutschland ist der OSCAR-Kandidat ab Donnerstag zu sehen –, da beginnen schon die Dreharbeiten zu seinem nächsten Projekt, der Bestseller-Adaption "Heart of the Sea". Das im Jahr 2000 unter dem Titel "In the Heart of the Sea: The Tragedy of the Whaleship Essex" erschienene Sachbuch von Nathaniel Philbrick erzählt, basierend auf Augenzeugenberichten der wenigen Überlebenden, die Geschichte des Walfang-Schiffes "Essex", das 1820 im Pazifik sank, nachdem es von einem Wal gerammt wurde. Dieses Ereignis inspirierte seinerzeit Herman Melville zu seinem mehrfach verfilmten Klassiker "Moby Dick", doch Howard will die "wahre Geschichte" erzählen. Die Umarbeitung in ein Drehbuch haben Charles Leavitt ("Blood Diamond") sowie das Ehepaar Amanda Silver und Rick Jaffa ("Planet der Affen: Prevolution") übernommen, was eine hohe Qualität erhoffen läßt. Benjamin Walker ("Abraham Lincoln – Vampirjäger") verkörpert den unerfahrenen Kapitän der Essex, Chris Hemsworth ("Thor", ebenfalls Hauptdarsteller in Howards "Rush") den ersten Maat und Cillian Murphy ("Batman Begins") den zweiten Maat. Außerdem wird Ben Whishaw ("Cloud Atlas", "Skyfall") als Autor Herman Melville zu sehen, in weiteren Rollen sind unter anderem Brendan Gleeson ("The Guard"), Tom Holland ("The Impossible") und Jordi Mollá ("Riddick") mit von der Partie. Wie eingangs erwähnt, laufen die Dreharbeiten in England und auf den Kanarischen Inseln bereits, in die Kinos soll "Heart of the Sea" im Herbst 2014 kommen.

  • Der australische Regisseur Alex Proyas ist nicht gerade als Viel- oder Schnellfilmer bekannt. Seit seinem Durchbruch mit der düsteren Comicverfilmung "Die Krähe" – an deren Set Hauptdarsteller Brandon Lee zu Tode kam – im Jahr 1994 drehte er mit dem dystopischen Science Fiction-Werk "Dark City", dem kaum beachteten Musikfilm "Garage Days", der Isaac Asimov-Adaption "I, Robot" und dem Mystery-Thriller "Knowing" nur vier weitere Kinofilme. Der fünfte könnte der phantastische Abenteuerfilm "Gods of Egypt" werden, der sich zwar noch in einem recht frühen Stadium der Entwicklung befindet, inzwischen aber bereits beim Casting angelangt ist. Passen würde er zu Proyas schon deshalb, weil dieser gebürtiger Ägypter ist. Im Zentrum von "Gods of Egypt" – basierend auf einem Drehbuch der beiden Newcomer Matt Sazama und Burk Sharpless, das Proyas überarbeitet hat – steht ein gewöhnlicher Dieb, der mit dem jungen Gott Horus zusammenarbeiten muß, um den bösen Gott Set zu besiegen. Die Hauptrolle des Diebes ist bislang noch nicht besetzt, aber dafür sind bereits drei Götter-Darsteller bekannt: Der Däne Nicolaj Coster-Waldau ("Wimbledon", TV-Serie "Game of Thrones") wurde für die Rolle des Horus verpflichtet, Geoffrey Rush ("The Warrior's Way") wird Sonnengott Ra spielen und Gerard Butler ("300") wahrscheinlich den göttlichen Bösewicht Set. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch nicht bekannt, aber wenn das Casting weiter zügig vorangeht, sollte es wohl spätestens Anfang 2014 soweit sein. Als Termin für den Kinostart wäre dann Ende 2014 oder – was ich für wahrscheinlicher halte – Anfang 2015 denkbar.

  • Auch wenn zuletzt zahlreiche Verfilmungen von Young Adult-Buchreihen ziemlich floppten – beispielsweise "Chroniken der Unterwelt" und "Beautiful Creatures" –, ist Hollywood scheinbar weiterhin auf der Suche nach dem nächsten "Harry Potter", "Twilight" oder "Hunger Games". Ein neuer Kandidat hört auf den Titel "The Giver", basiert auf einem Roman von Lois Lowry aus dem Jahr 1993 (in Deutschland unter dem Titel "Hüter der Erinnerung" veröffentlicht) und kann zumindest schon einmal eine beeindruckende Besetzung und einen renommierten Regisseur vorweisen. Doch zunächst kurz zum Inhalt: "The Giver" spielt in einer scheinbar utopischen, aber sprichwörtlich gefühllosen Zukunft, deren Gesellschaft jegliche Konflikte und Krankheiten überwunden hat. Um das zu erreichen, wurde die Erinnerung an die Geschichte der Menschheit komplett ausgelöscht. Nunja, fast komplett, denn vorsichtshalber gibt es stets einen Menschen – den "Giver" oder eben "Hüter der Erinnerung" –, der sich an die Vergangenheit der Menschheit vor dem weitgehenden Verlust ihrer Emotionen erinnert. Der 12-jährige Jonas wurde als nächster "Giver" auserwählt, ist damit Protagonist der Geschichte und wird von Brenton Thwaites verkörpert werden. Als Jonas' Mutter wird Katie Holmes ("Pieces of April") zu sehen sein, als sein Vorgänger als "Giver", der Jonas auch in seine Aufgabe einarbeitet, Jeff Bridges ("True Grit"). Außerdem spielt Meryl Streep ("Glaubensfrage") die Anführerin der Gesellschaft, die Jonas seine Aufgabe zuweist und später zu seiner Gegenspielerin wird, und Alexander Skarsgård ("Melancholia") übernimmt eine noch nicht näher benannte Rolle. Trotz dieser namhaften Stars soll "The Giver" mit einem sehr moderaten Budget von $25 Mio. auskommen. Das Drehbuch wurde von Vadim Perelman ("Haus aus Sand und Nebel") verfaßt und dann von Michael Mitnick überarbeitet, die Regie übernimmt der Australier Phillip Noyce ("Die Stunde der Patrioten"). Die Dreharbeiten sollen bereits im Oktober in Südafrika beginnen, der US-Kinostart ist für den 15. August 2014 geplant.

  • Vor über einem Jahr habe ich erstmals über den Film "Pawn Sacrifice" geschrieben, in dem das Leben des kontroversen US-amerikanischen Schachweltmeisters Bobby Fischer nacherzählt werden soll, speziell das legendäre sportliche Duell mit dem russischen Großmeister Boris Spassky. Damals waren außer Regisseur Ed Zwick ("Last Samurai") und Hauptdarsteller Tobey Maguire ("Der große Gatsby") kaum Details bekannt und in den folgenden Monaten hörte man gar nichts mehr davon. Doch Zwick und Maguire – für den es sich um ein erklärtes Herzensprojekt handelt, das er bereits seit Jahren vorantreibt und co-produzieren wird – waren hinter den Kulissen fleißig an der Arbeit und können deshalb nun Fortschritte vermelden. So ist mittlerweile das Drehbuch von Stephen Knight ("Tödliche Versprechen") fertig, zudem wurde die zweite Hauptrolle besetzt: Liev Schreiber ("Taking Woodstock") wird Boris Spassky verkörpern. Auch Peter Sarsgaard ("Robot & Frank") ist mit dabei und wird einen Priester spielen, der zu Bobby Fischers Vertrautem wird. Die Dreharbeiten sollten in Kürze beginnen, um den anvisierten Kinostart im Herbst 2014 schaffen zu können.

Quellen:
ComingSoon.net ("Heart of the Sea")
Hollywood Reporter ("Gods of Egypt")
Hollywood Reporter ("The Giver")
Hollywood Reporter ("Pawn Sacrifice")

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Der Trailer zu Brad Furmans ("Der Mandant") Thriller "Runner Runner" mit Ben Affleck, Justin Timberlake und Gemma Arterton, deutscher Kinostart ist am 17. Oktober 2013:

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