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Mittwoch, 12. Juli 2017

Neues aus Hollywood mit einer SciFi-Dystopie und Stalins Tod

Quentin Tarantino hat bekanntgegeben, wovon sein neunter und damit voraussichtlich vorletzter Film höchstwahrscheinlich handeln wird: Vom Serienmörder und Sektenführer Charles Manson und den von ihm und seiner "Familie" verübten Morden (u.a. an Roman Polanskis schwangerer Ehefrau Sharon Tate). Brad Pitt und Jennifer Lawrence sollen in Verhandlungen um Hauptrollen stehen, aber da noch kaum Details bekannt sind, werde ich erst zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich über das Projekt - dessen Dreharbeiten auch erst in einem Jahr beginnen sollen - berichten. Dafür habe ich zwei weitere Hollywood-News zu bieten:

  • Eigentlich war Regisseur Doug Liman nie als außerordentlicher Vielfilmer bekannt - meist dauerte es zwei bis drei Jahre zwischen seinen einzelnen Regiearbeiten (zu denen "Go", "Die Bourne Identität" und "Mr. & Mrs. Smith" zählen). Seit dem Erfolg mit dem Zeitreise-SciFi-Spektakel "Edge of Tomorrow" scheint er jedoch geradezu arbeitswütig geworden zu sein. Kürzlich brachte er in den USA das ungewöhnliche Drei-Personen-Kriegskammerspiel "The Wall" mit Aaron Taylor-Johnson und John Cena in die Kinos, im August (in Deutschland am 7. September) folgt bereits das Action-Abenteuer "Barry Seal: Only in America" mit Tom Cruise, zudem sind einige Filme (darunter die "Edge of Tomorrow"-Fortsetzung "Live Die Repeat and Repeat") in Vorbereitung. Sein nächstes Projekt wird wohl der postapokalyptische Science Fiction-Thriller "Chaos Walking", der mit mehrjähriger Verspätung (ich berichtete erstmals 2012, damals war jedoch nur der Drehbuch-Autor bekannt) endlich in die Produktionsphase übergeht und für den nun der 1. März 2019 als US-Starttermin festgelegt wurde. Die Adaption des ersten Teils der erfolgreichen Romantrilogie von Patrick Ness spielt in einer dystopischen Zukunft und auf einem fremden, von der Menschheit kolonisierten Planeten, auf dem als Folge eines Virus vermeintlich alle Frauen gestorben sind und jeder Mann die Gedanken aller Mitmenschen hören kann respektive muß, was erwartungsgemäß nicht die allerbesten Auswirkungen auf die psychische Gesundheit vieler Personen hat. Protagonist ist der fast erwachsene Todd, der als einziger Jugendlicher in einer Ortschaft voller Männer aufwächst, bis er ein gut gehütetes Geheimnis lüftet und mit seinem Hund davonrennt. Auf der Flucht trifft er auf die schweigsame junge Frau Viola, mit der er sich zusammentut. Diese beiden Hauptrollen werden von zwei Schauspielern verkörpert, die noch vor zwei, drei Jahren kaum jemand kannte, inzwischen aber echte Hollywood-Stars sind: Tom Holland ("Spider-Man: Homecoming") und Daisy Ridley ("Star Wars Episode VII"). Das Drehbuch hat der auch bereits im Filmbereich tätige Ness (er adaptierte bereits seinen eigenen Roman "Sieben Minuten nach Mitternacht" und schrieb die gesamte erste Staffel des britischen "Doctor Who"-Spin-Offs "Class") mit John Lee Hancock ("Saving Mr. Banks") und OSCAR-Gewinner Charlie Kaufman ("Vergiß mein nicht") geschrieben. Die Dreharbeiten zu "Chaos Walking" sollen diesen Sommer starten.

  • Anhänger rabenschwarzen politischen Humors dürften mit ziemlicher Sicherheit den schottischen Drehbuch-Autor und Regisseur Armando Iannucci kennen, denn mit den beiden Serien "The Thick of It" (2005-2012) in Großbritannien und "Veep - Die Vizepräsidentin" (seit 2012) in den USA hat er zwei mit unzähligen Auszeichnungen bedachte TV-Serien geschaffen, die sich bissig mit der Politik auseinandersetzen. Und auch bei seinem bis dato einzigen Kinofilm "Kabinett außer Kontrolle" (ein "The Thick of It"-Spin-Off von 2009) blieb Iannucci in seiner thematischen Wohlfühlzone. So gesehen kann es kaum überraschen, daß auch sein zweiter Kinofilm als Autor und Regisseur sich um Politik dreht, dennoch dürfte das Projekt sich recht deutlich von Iannuccis bisherigem Schaffen unterscheiden. Denn "The Death of Stalin" ist die Adaption einer satirischen französischen Graphic Novel von Fabien Nury, in der es - Nomen est Omen - um die Irrungen, Wirrungen, Intrigen und Machtkämpfe in der sowjetischen Hochpolitik nach dem relativ überraschenden Tod (immerhin war er schon 74) Josef Stalins 1953 infolge eines Schlaganfalls geht. Hauptrollen spielen Steve Buscemi ("The Big Lebowski", als der spätere Staatschef Chruschtschow), Monty Python-Legende Michael Palin (als späterer Außenminister Molotov), Rupert Friend ("Stolz und Vorurteil") und Andrea Riseborough ("Nocturnal Animals", als Stalins Kinder) sowie Jason Isaacs ("Herz aus Stahl"), Olga Kurylenko ("Oblivion"), Jeffrey Tambor ("Hangover"), Simon Russell Beale ("My Week with Marilyn") und Paddy Considine ("Macbeth"). Die Dreharbeiten in England und der Ukraine sind bereits abgeschlossen, in Großbritannien wird "The Death of Stalin" am 20. Oktober 2017 in die Kinos kommen.

Quellen:

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