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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Dienstag, 29. Juli 2014

Neues aus Hollywood (30/2014)

Während der Comic-Con International in San Diego gab es zwar einige Ankündigungen (z.B. ein King Kong-Prequel namens "Skull Island" oder die für 2017 geplante Fortsetzung von Marvels "Guardians of the Galaxy"), aber die konkreten Informationen dazu sind noch sehr dürftig. Dennoch hatte ich dieses Mal keine Probleme, genug Stoff für diese Rubrik zu finden:

  • Beginnen wollen wir mit einem noch titellosen Projekt, denn wenngleich Regisseur und Drehbuch-Autor Cameron Crowe mit seinen letzten Werken nicht mehr ganz die Qualitäten seiner frühen Filme "Almost Famous" und "Jerry Maguire" erreichte, ist er weiterhin ein Filmemacher, dem man ein großartiges qualitatives Comeback allemal zutrauen darf. Sein neuester Versuch spielt auf Hawaii und handelt von einem Militärdienstleistungs-Unternehmer, der an die Stätte seines größten Erfolges zurückkehrt – denn auf der traumhaften Insel Hawaii hat er einst ein erfolgreiches US-Weltraum-Programm durchgeführt. Bradley Cooper ("American Hustle") spielt diesen erfolgsverwöhnten Mann, der sich plötzlich zwischen zwei schönen Frauen wiederfindet: einer früheren Liebe (Rachel McAdams, "Alles eine Frage der Zeit") und einer taffen Air Force-Soldatin, die ihn im Auge behalten soll (Emma Stone, "Einfach zu haben"). Viel mehr ist offiziell nicht über die Handlung bekannt, aber Bill Murray ("Die Tiefseetaucher") soll wohl den Bösewicht der romantischen Komödie spielen, einen sinistren Geschäftsmann, der einen bewaffneten Satelliten ins All bringen möchte. Weitere Rollen bekleiden Alec Baldwin ("Blue Jasmine"), John Krasinski ("Dreamgirls"), Edi Gathegi ("X-Men: Erste Entscheidung") sowie Danny McBride und Jay Baruchel (beide "Das ist das Ende"). Die Dreharbeiten sind sogar schon abgeschlossen und eigentlich sollte der Film zu Weihnachten in die Kinos kommen. Stattdessen ist nun ein US-Start Ende Mai 2015 vorgesehen und damit während der lukrativen Summer Season.

  • Breck Eisner ist als Regisseur bei weitem nicht so renommiert wie Cameron Crowe, doch immerhin sind zwei seiner drei bisherigen Filme (die TV-Produktion "Tödliche Gedanken" und das Horror-Remake "The Crazies") recht unterhaltsam ausgefallen – ausgerechnet sein größtes Projekt "Sahara" mit Matthew McConaughey floppte 2005 allerdings auf der ganzen Linie. Mit "The Last Witch Hunter" wagt er sich jetzt ein weiteres Mal an einen Genrefilm, dessen Story aber nicht ganz so phantastisch ist, wie es der Titel suggeriert. Denn es geht zwar in der Tat um Hexen und einen auch noch unsterblichen Hexenjäger, allerdings findet deren Konflikt nicht in einer Fantasywelt oder in einer Variation des Mittelalters statt … sondern im heutigen New York! Dort wollen die Hexen eine tödliche Seuche über die Menschheit bringen, was natürlich verhindert werden muß. Und wer würde sich dafür wohl besser eignen als Vin "Riddick" Diesel? Unterstützung erhält er in der Rolle des titelgebenden letzten Hexenjägers ausgerechnet von einer einzelnen Hexe (gespielt von Rose Leslie aus der TV-Serie "Game of Thrones"), als dritter Schauspieler wurde Sir Michael Caine ("Harry Brown") verpflichtet, der wohl ebenfalls auf der Seite der Guten stehen soll, auch wenn es noch keine Details über seine Rolle gibt (mit der Vermutung einer Art Mentoren-Rolle für Diesels Figur könnte man aber sicher richtig liegen). Den ersten Drehbuch-Entwurf für den übernatürlichen Thriller hat Cory Goodman ("Priest") verfaßt, seitdem wurde es überarbeitet, woran u.a. die dieses Jahr OSCAR-nominierte "Dallas Buyers Club"-Autorin Melisa Wallack beteiligt war. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch nicht bekannt, mit einem Kinostart dürfte entsprechend nicht vor Spätsommer oder Herbst 2015 zu rechnen sein.


  • Apropos "Dallas Buyers Club": Dessen frankokanadischer Regisseur Jean-Marc Vallée hat mit dem Selbstfindungs-Drama "Wild" mit Reese Witherspoon bereits einen weiteren OSCAR-Kandidaten abgedreht, der in Deutschland am 29. Januar 2015 anlaufen soll. Als nächstes will Vallée die Tragikomödie "Demolition" angehen, deren von Newcomer Bryan Sipe verfaßtes Manuskript 2007 von Branchenexperten auf die "Black List" der besten noch nicht produzierten Drehbücher gewählt wurde. Es hat also eine Weile gedauert bis zur Verfilmung, aber immerhin. Im Zentrum der Geschichte steht ein Investment-Banker, dessen ganzes Leben aus den Fugen gerät, als seine Ehefrau bei einem tragischen Unfall stirbt. Erst die Begegnung mit einer kiffenden alleinerziehenden Mutter bringt wieder etwas Hoffnung in sein Leben. Offiziell besetzt wurde noch kein Darsteller, doch in chancenreichen Verhandlungen für die Hauptrollen befinden sich Jake Gyllenhaal ("Prisoners") und Naomi Watts ("The Impossible"), was durchaus vielversprechend klingt. Auch hier ist noch kein Drehstart bekannt, aber ich tippe auf einen US-Kinostart im Spätherbst 2015, also rechtzeitig zur OSCAR-Saison.

  • Und wir bleiben bei einem Protagonisten aus der Finanzwelt: In "Money Monster", dem neuen Film von OSCAR-Preisträgerin Jodie Foster ("Flightplan"), wird George Clooney ("Gravity") den extrovertierten TV-Börsenguru Lee Gates verkörpern, der zur Zielscheibe eines wütenden Mannes wird, der infolge eines "Geheimtips" von Gates sein gesamtes Vermögen verloren hat. Vor laufender Kamera droht er Gates mit dem Tod, falls es diesem nicht gelingt, den Kurs der entsprechenden Aktie bis Börsenschluß auf einen bestimmten Wert anzuheben. Während seiner verzweifelten Bemühungen vor einem stetig wachsenden TV-Publikum entdeckt Gates auch noch Hinweise auf einen Finanzskandal bei dem Unternehmen, um das es geht. Den ersten Drehbuch-Entwurf für diesen Finanz-Thriller schrieb Jamie Linden ("Das Leuchten der Stille"), überarbeitet wurde er von Alan DiFiore (TV-Serie "Grimm") und Jim Kouf ("Rush Hour"). Die Dreharbeiten der mit voraussichtlich $30 Mio. nicht allzu teuren Produktion sollen im Frühjahr 2015 beginnen, womit auch hier ein US-Kinostart Ende 2015 und damit zur Awards Season realistisch erscheint.

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