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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Dienstag, 17. Dezember 2013

Neues aus Hollywood (50/2013)

Heute gibt es die Film-Neuigkeiten aus der vergangenen Woche ausnahmsweise einen Tag später, da ich gestern noch den Nachruf auf Peter O'Toole verfassen mußte:

  • Der australische Regisseur John Hillcoat inszenierte nach zwei wenig erfolgreichen Filmen aus den Jahren 1988 und 1996 vor allem Musikvideos, etwa für den mit ihm befreundeten Songwriter Nick Cave und seine Band The Bad Seeds, aber auch für die Manic Street Preachers, Placebo und Depeche Mode. Seinen Durchbruch als Filmregisseur feierte er erst 2005 mit seinem grimmigen Australien-Western "The Proposition" mit Guy Pearce und Ray Winstone – nach einem Drehbuch von Nick Cave, der wie ab sofort für alle Hillcoat-Werke auch den Soundtrack schrieb. 2009 folgte sein Hollywood-Debüt mit dem düsteren Endzeit-Film "The Road" mit Viggo Mortensen, 2012 kam der 1930er Jahre-Thriller "Lawless – Die Gesetzlosen" in die Kinos (in Deutschland nicht, hier wurde direkt auf die Heimkino-Veröffentlichung gesetzt). Als sein nächstes Projekt hat Hillcoat nun das Krimidrama "Triple Nine" bekanntgegeben, in dem es nach einem Drehbuch des Kino-Debütanten Matt Cook um eine Gruppe von Dieben in Los Angeles geht, die einen Vorzeige-Polizisten ermorden wollen, um von ihrem eigentlichen, spektakulären Raubziel am anderen Ende der Stadt abzulenken. Die Rolle des Cops und potentiellen Opfers soll von Casey Affleck ("Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford") verkörpert werden, sein Onkel, der den Kriminellen auf der Spur ist, vom zweifachen OSCAR-Gewinner Christoph Waltz ("Django Unchained"). Shooting Star Michael B. Jordan ("Fruitvale Station") soll zudem einen korrupten Cop spielen, während Cate Blanchett ("Robin Hood") und Chiwetel Ejiofor ("12 Years a Slave") als Anführer der Gangster-Truppe hinter dem kombinierten Raub- und Mord-Plan stecken. Es soll nicht verschwiegen werden, daß sich offenbar alle diese Darsteller noch in finalen Verhandlungen um ihre Rollen befinden, lediglich Waltz scheint gesetzt zu sein (bei der vielbeschäftigten Blanchett soll es vom Zeitplan der Dreharbeiten abhängen). Sollte die Besetzung aber tatsächlich so zustandekommen, wäre sie definitiv höchst vielversprechend. Wenn nichts mehr schiefgeht, dürfte die Produktion von "Triple Nine" (was übrigens der Polizeicode für einen Cop in einer Notlage ist) im Winter oder Frühling 2014 starten, was für einen Kinostarttermin Ende 2014 oder Anfang 2015 spräche.

  • Vor einigen Wochen hatte ich darüber berichtet, daß Sacha Baron Cohen ("Borat") leider aus dem geplanten Biopic über Queen-Sänger Freddie Mercury ausgestiegen ist, dem Vernehmen nach wegen künstlerischer Differenzen mit den produzierenden Queen-Mitgliedern Brian May und Roger Taylor. Nun ist die Vorbereitung des lange geplanten, aber noch titellosen Projekts einen deutlichen Schritt vorangekommen, denn es gibt einen Regisseur und einen neuen Hauptdarsteller zu vermelden: Dexter Fletcher, meistens als Schauspieler unterwegs (u.a. in "Cockneys vs. Zombies" und der britischen TV-Serie "Hotel Babylon"), wird die Regie übernehmen, Ben Whishaw den Queen-Sänger verkörpern. Fletchers erste beide Regiearbeiten, das Drama "Wild Bill" und die Tragikomödie "Sunshine on Leith", waren zwar nicht gerade Kassenerfolge, erhielten aber gute Kritiken, insofern scheint er was drauf zu haben. Und Ben Whishaw ist Kinofans spätestens seit seiner Hauptrolle in Tom Tykwers "Das Parfum" bekannt, seitdem hat er in Filmen wie "I'm Not There", "Bright Star" oder "Cloud Atlas" sowie der TV-Serie "The Hour" begeistert, ehe er 2012 durch seine Verkörperung von James Bonds Quartiermeister "Q" in "Skyfall" auch dem Massenpublikum nachhaltig auffiel. Optisch sieht Whishaw Freddie Mercury zwar nicht allzu ähnlich, jedenfalls deutlich weniger als es bei Sacha Baron Cohen der Fall ist; schauspielerisch ist seine Wahl aber nur zu begrüßen, und mit einer guten Arbeit der Makeup-Abteilung sollte das schon hinhauen. Bezüglich der Dreharbeiten ist nur bekannt, daß diese irgendwann 2014 beginnen sollen, was es schwierig macht, einen konkreten Veröffentlichungstermin vorherzusagen. Ein symbolischer Termin erscheint eher unrealistisch, denn Mercurys Todestag am 24. November dürfte selbst bei einem überraschend schnellen Produktionsbeginn 2014 schwer zu schaffen sein, sein Geburtstag am 5. September käme auch erst 2015 in Frage.

  • Anfang Juli hatte ich erstmals darüber geschrieben, daß Paramount ein Reboot von James Camerons "Terminator"-Reihe plant, das als Trilogie angelegt ist. Damals war bis auf Produzenten und Drehbuch-Autoren (Laeta Kalogridis und Patrick Lussier) nur bekannt, daß Arnold Schwarzenegger wieder mitspielen würde, was angesichts der Reboot-Sache durchaus überraschte. Wie genau er in die neuen Filme eingebunden sein wird, ist noch immer nicht bekannt, aber dafür gibt es mittlerweile Neuigkeiten zur Regie und zu den beiden menschlichen Hauptrollen. Die Engländerin Emilia Clarke, bekannt vor allem als Daenerys Targaryen in der gefeierten Fantasyserie "Game of Thrones", wird als neue Sarah Connor zu sehen sein, die bekanntlich in den Originalfilmen von Linda Hamilton verkörpert wurde und die Mutter der letzten Hoffnung der Menschheit in der von Maschinen beherrschten Zukunft ist. Diese letzte Hoffnung hört auf den Namen John Connor, wurde (im Kino) bereits von Edward Furlong ("Terminator 2 – Tag der Abrechnung"), Nick Stahl ("Terminator 3 – Rebellion der Maschinen") und Christian Bale ("Terminator: Die Erlösung") interpretiert, nun wird wahrscheinlich (und angesichts des Nachnamens passenderweise) Jason Clarke ("Zero Dark Thirty") an der Reihe sein. Da Jason fast 20 Jahre älter ist als Emilia (beide sind nicht verwandt oder verschwägert), liegt die Vermutung nahe, daß die Handlung entweder parallel in Gegenwart und Zukunft spielt oder eine der beiden Personen eine Zeitreise unternimmt. Emilia Clarke wird am Set jedenfalls auf ein bekanntes Gesicht treffen, denn die Inszenierung des Science Fiction-Spektakels wird dem "Game of Thrones"- und "Thor – The Dark Kingdom"-Regisseur Alan Taylor anvertraut. Der deutsche Kinostarttermin für den noch nicht final betitelten Film wurde bereits auf den 9. Juli 2015 festgesetzt (und damit eine Woche später als in den USA).

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