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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 18. November 2013

Neues aus Hollywood (46/2013)

  • Erst vor zwei Wochen schrieb ich in dieser Rubrik über die lange Reihe von erfolgreichen Musiker-Biopics (nicht nur, man denke etwa an den französischen "La vie en rose" über Edith Piaf oder den deutschen "Hilde" über Hildegard Knef) aus Hollywood, schon gibt es den nächsten Kandidaten für diese Kategorie: Miles Davis. "Kill the Trumpet Player" soll allerdings ganz anders als die üblichen Biopics angelegt sein und nicht das ganze Leben des legendären Jazz-Trompeters nacherzählen, sondern sich vielmehr auf eine kurze Phase Ende der 1970er Jahre konzentrieren, als Davis nach mehrjähriger Pause (unter anderem aufgrund heftigen Drogen- und Alkoholkonsums) versuchte, sein musikalisches Gespür endlich zurückzugewinnen. Diese Geschichte ist seit Jahren ein Herzensprojekt von Schauspieler Don Cheadle ("Hotel Ruanda", "Iron Man 3"), der bereits seit 2007 an einer Verwirklichung arbeitet und nun endlich so weit zu sein scheint. Dabei wird er nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch sein Regiedebüt feiern, zudem ist er (neben dem eher unbekannten Steven Baigelman) Co-Autor des Drehbuchs. Zwei weitere Rollen konnte er ebenfalls schon besetzen: Ewan McGregor ("Jack and the Giants") wird einen Autor des Musikmagazins Rolling Stone verkörpern, der Davis bei seinem Comeback-Versuch hilft, Zoe Saldana ("Star Trek") wurde für die Rolle von Davis' Ex-Frau Frances verpflichtet. Ein Termin für den Produktionsbeginn ist noch nicht bekannt, da aber die Finanzierung und ein wichtiger Teil der Besetzung stehen, sollte es nicht mehr lange dauern, möglicherweise geht es Anfang 2014 los. In diesem Fall wäre ein US-Kinostart Ende 2014 realistisch, ansonsten kann es locker bis 2015 dauern.

  • Ihr Regiedebüt planen auch Brian Gatewood und Alessandro Tanaka, Autoren der Jonah Hill-Komödie "Bad Sitter" von 2011 und der kurzlebigen Comedy-Serie "Animal Practice". "King of the Kastle" soll ebenfalls eine (allerdings unabhängig produzierte und damit im Vergleich zu "Bad Sitter" hoffentlich unkonventionellere und schlicht bessere) Komödie werden und von einem Womanizer handeln, der von einem Teenager erpresst wird. Okay, als Plot-Beschreibung ist das etwas dünn, aber die Besetzung läßt auf jeden Fall aufhorchen: Clive Owen ("Duplicity") wird den Frauenhelden spielen, Jungstar Asa Butterfield ("Hugo Cabret", "Ender's Game") den jugendlichen Erpresser. Außerdem ist die zweifache OSCAR-Nominee Jacki Weaver ("Silver Linings", "Animal Kingdom") mit von der Partie. Auch hier gibt es leider noch keine genaueren Angaben über den Zeitplan, aber da Independent-Produktionen meist ziemlich zügig abgedreht werden, ist auch hier ein (vermutlich kleiner) Kinostart noch 2014 vorstellbar.

    Abschließend zur Abwechslung mal ein Kurzfilm: "Moonrise Kingdom"-Regisseur Wes Anderson, seit Jahren einer meiner Favoriten, ist eine Werbepartnerschaft mit dem italienischen Nobel-Modehaus Prada eingegangen. Die erste Frucht dieser Verbindung war der dreiminütige Kurzfilm "Candy" mit Léa Seydoux, der vor einigen Monaten kurze Zeit in den Kinos zu sehen war; nun legt Anderson nach mit dem Siebenminüter "Castello Cavalcanti", in dem sein langjähriger Stammschauspieler Jason Schwartzman einen glücklosen Rennfahrer aus dem Jahr 1955 spielt. Nichts Spektakuläres, aber nett anzuschauen:

 

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