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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Samstag, 5. Oktober 2013

Samstags-Update (40/2013) (aktualisiert)

Dieses Mal gibt es nur eine größere Änderung im deutschen Kinostartplan der nächsten drei Monate, die ist aber ziemlich ärgerlich: Ausgerechnet Steve McQueens gefeierter OSCAR-Favorit "12 Years a Slave" wurde von Ende Oktober um fast zwei Monate in den Januar hinein verschoben, vermutlich mit Blick auf die Mitte Januar anstehenden und erwiesenermaßen sehr werbewirksamen OSCAR-Nominierungen:


Box Office-News:
Der zweite bisherige OSCAR-Favorit legt in den USA einen Top-Start hin: Alfonso Cuaróns Weltraum-Thriller "Gravity" könnte nach den ersten Zahlen vom Freitag am Wochenende bis zu $50 Mio. einspielen und im Idealfall sogar einen Startrekord für den Monat Oktober aufstellen (bisher: $52,6 Mio. für "Paranormal Activity 3"). Dank brillanter Kritiken dürfte auch eine lange Laufzeit garantiert sein, außerdem profitieren die Einspielergebnisse davon, daß die meisten Zuschauer für den technisch brillanten Film bereitwillig den 3D-Aufschlag bezahlen (obwohl in den USA wohlgemerkt, anders als im Rest der Welt, schon seit mindestens einem Jahr eine zunehmende 3D-Müdigkeit zu beobachten ist). Kurzum: Ich halte ein Endergebnis von $200 Mio. für keineswegs ausgeschlossen, $150 Mio. sollten das Minimum sein, vorausgesetzt, daß sich die frühen Freitagszahlen bestätigen. Der zweite Neustart des Wochenendes, der Thriller "Runner Runner" mit Ben Affleck und Justin Timberlake (deutscher Kinostart: 17. Oktober), scheint dagegen unter den Erwartungen zu starten und nicht die $10 Mio.-Marke knacken zu können – angesichts schlechter Kritiken und der "Gravity"-Konkurrenz kommt das aber nicht allzu überraschend.
Auch in Deutschland könnte "Gravity" die Spitzenposition erobern, nach Einspielergebnis sollte das sogar auf jeden Fall passieren. Nach Zuschauerzahlen könnte Sandra Bullock und George Clooney aber eine ehrgeizige Rennschnecke dazwischenfunken, denn nach dem ersten Trend von InsideKino zielen sowohl "Gravity" als auch der 3D-Animationsfilm "Turbo" auf rund eine Viertelmillion Zuschauer bis Sonntag ab. Der ebenfalls vielgelobte Rennfahrerfilm "Rush" dürfte etwa 100.000 Zuschauer weniger anlocken, was aber für Platz 3 reichen sollte. Während der Metallica-Konzertfilm "Through the Never" trotz guter Kritiken mit etwa 20.000 Zuschauern zu floppen scheint, legt in den Arthouse-Kinos Steven Soderberghs in den USA mit elf Emmys ausgezeichnetes Biopic "Liberace" mit Michael Douglas und Matt Damon mit bis zu 50.000 Zuschauern einen hervorragenden Start hin.

Nachtrag vom Sonntag nachmittag: "Gravity" hat in den USA nach dem starken Freitag sogar noch weiter zugelegt und wird mit den $55,55 Mio. der offiziellen Studioschätzung tatsächlich den Oktober-Startrekord von "Paranormal Activity 3" brechen! Erfahrungsgemäß kann das letztendliche Wochenend-Ergebnis, das in der Nacht von Montag auf Dienstag bekanntgegeben wird, zwar durchaus einmal um ein bis zwei Millionen US-Dollar von der offiziellen Schätzung abweichen, die drei Millionen Vorsprung auf das PA3-Ergebnis werden aber auf jeden Fall reichen.

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