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Montag, 22. Juli 2013

Neues aus Hollywood (29/2013)

Vor einer Woche hatte ich angekündigt, daß es dieses Mal angesichts der Comic-Con in San Diego bestimmt jede Menge aus der Filmwelt zu berichten geben würde. Tatsächlich wurde auf der weltweit bekanntesten Fanmesse aber wenig Bahnbrechendes verkündet, sondern eher Kleinigkeiten wie der offizielle Untertitel von "The Avengers 2": "Age of Ultron". Ein Highlight gab es dann aber doch noch:

- Daß es eine Fortsetzung zu Zack Snyders kommerziell erfolgreichem, aber inhaltlich nicht unumstrittenem Superman-Reboot "Man of Steel" geben würde, stand außer Frage. Nun wurde es offiziell bestätigt und um eine entscheidende Information ergänzt: Superman (Henry Cavill) wird auf keinen Geringeren als Batman treffen! Wer den Fledermausmann verkörpern wird, ist allerdings noch offen, da Christian Bale bereits mehrfach betont hat, er stünde nicht für einen weiteren Auftritt in der Rolle zur Verfügung. Auch Joseph Gordon-Levitt, der in "The Dark Knight Rises" als potentieller Nachfolger eingeführt wurde, scheint nicht wirklich auf der Rechnung der Filmemacher zu stehen. Es spricht also viel dafür, daß es nach Michael Keaton, Val Kilmer, George Clooney und eben Christian Bale einen fünften (Kino-)Batmandarsteller geben wird, der aber erst noch gecastet werden muß. Neben der Mitwirkung Henry Cavills wurde übrigens auch die Rückkehr von Amy Adams (Lois Lane), Laurence Fishburne (Perry White) und Diane Lane (Martha Kent) verkündet. Die Regie wird erneut Zack Snyder übernehmen, der gemeinsam mit David S. Goyer ebenfalls für das Drehbuch verantwortlich zeichnen wird. Christopher Nolan wird als ausführender Produzent beteiligt sein, anders als bei "Man of Steel" nach den momentanen Plänen aber nicht mehr als Co-Autor. Das könnte sich aber durchaus noch ändern, denn die Produktion soll erst 2014 beginnen, der Kinostart wird für Sommer 2015 anvisiert.

- Der isländische Regisseur Baltasar Kormákur legt seit seinem Hollywood-Debüt mit dem Thriller "Contraband", dem Anfang 2012 ein Achtungserfolg gelang, gut nach: Bereits am 3. Oktober startet in den deutschen Kinos die Comicadaption "2 Guns" mit Denzel Washington und Mark Wahlberg, einen TV-Film für HBO hat er auch schon abgedreht ("The Missionary"), als nächstes steht nun das Bergsteigerdrama "Everest" an. Darin geht es nicht etwa um die legendäre Erstbesteigung durch Sir Edmund Hillary, sondern um das Unglücksjahr 1996, in dem gleich drei Expeditionen scheiterten und acht Menschenleben kosteten. Das Drehbuch von William Nicholson ("Les Misérables") und dem Newcomer Justin Isbell basiert auf diversen Büchern über die Geschehnisse sowie auf Interviews mit den Überlebenden. Ursprünglich sollte Christian Bale ("The Dark Knight") eine Hauptrolle übernehmen, davon ist allerdings in der neuesten Meldung keine Rede mehr. Stattdessen werden aller Voraussicht nach vier andere Hochkaräter zur Produktion stoßen, nämlich Jake Gyllenhaal ("Prince of Persia"), Josh Brolin ("True Grit"), John Hawkes ("The Sessions") und Jason Clarke ("Zero Dark Thirty"). Die Dreharbeiten sollen im November beginnen, womit von einem Kinostart Ende 2014 auszugehen sein dürfte.

- Mit den Verfilmungen der Verschwörungsromane von Dan Brown ist es ja so eine Sache: Sowohl "Sakrileg – The Da Vinci Code" als auch "Illuminati" waren große kommerzielle Erfolge, so richtig begeistert waren aber weder Kritiker noch "normale" Zuschauer. Zu überladen und unglaubwürdig wirkten die Storys in dieser kondensierten Form, zu konventionell geriet die Inszenierung. Aber letztlich zählen nun einmal zuallererst die Einspielergebnisse, und deshalb bleibt auch für die nächste Verfilmung der Abenteuer des Symbologie-Professors Robert Langdon das Kernteam identisch: Ron Howard ("A Beautiful Mind") wird erneut Regie führen, Tom Hanks ("Cloud Atlas") die Hauptrolle spielen und David Koepp ("Premium Rush") das Drehbuch verfassen. In "Inferno" wird Prof. Langdon in Italien in ein selbstverständlich ebenso gewaltiges wie bedrohliches Mysterium rund um Dante Alighieris "Göttliche Komödie" (gerne auch als "Dantes Inferno" bezeichnet) hineingezogen. Interessantes Detail: Eigentlich ist das erst Mitte Mai veröffentlichte "Inferno" bereits das vierte Langdon-Buch von Dan Brown, das dritte mit dem Titel "Das verlorene Symbol" sollte ursprünglich als nächstes verfilmt werden und hatte Anfang 2012 sogar schon einen Drehbuch-Autor angeheuert gehabt (Danny Strong) und sollte von Mark Romanek ("One Hour Photo") inszeniert werden. Offenbar funktionierte das aber nicht so richtig, weshalb nun "Inferno" vorgezogen wird. Ein Datum für den Produktionsbeginn wurde zwar noch nicht verlautbart, dafür gibt es bereits einen Kinostarttermin: den 17.12.2015.

- Abschließend noch ein Blick in eine nicht ganz so bedeutungsschwangere Story-Richtung: Die Tragikomödie "Welcome to Me" von der eher unbekannten Regisseurin Shira Piven ("Fully Loaded") hat sich eine recht vielversprechende Besetzung zusammengebastelt. Comedy-Star Kristen Wiig ("Brautalarm") spielt darin eine Frau namens Alice, die unter einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung leidet und nach einem Lottogewinn die nur minimal exzentrische Entscheidung trifft, eine Talkshow zu finanzieren, in der sie über sich selbst spricht. Für weitere Rollen wurden OSCAR-Gewinner Tim Robbins ("Mystic River"), Jennifer Jason Leigh ("Road to Perdition") und Linda Cardellini ("Super") angeheuert. Das Drehbuch stammt von Comedy-Autor Eliot Laurence. Die Dreharbeiten sollen im August in Kalifornien beginnen, entsprechend könnte "Welcome to Me" noch in der ersten Jahreshälfte 2014 in den US-Kinos anlaufen.

Quellen:
ComingSoon.net ("Man of Steel 2") 
Deadline Hollywood ("Everest") 
Hollywood Reporter ("Inferno") 
ComingSoon.net ("Welcome to Me") 

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